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5.0 von 5 Sternen Judd Steiner und Artie Strauss...
Hurra, endlich erscheint ein sehr großer Film auf DVD: "Der Zwang zum Bösen" (Original: Compulsion) ist trozt des etwas zu langen Plädoyers von Orson Welles gegen die Todesstrafe für mich einer ganz großen Filmklassiker.
Entstanden ist der beste Film von Richard Fleischer im Jahr 1959. Die Geschichte orientiert sich am berüchtigten in...
Veröffentlicht am 7. Juli 2012 von Ray

versus
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen zerfällt in zwei hälften
Dieser an sich vielversprechende Film beruht ähnlich wie "Cocktail für eine Leiche" mit James Stewart und "Mord nach Plan" mit Sandra Bullock auf dem authentischen Fall zweier intelligenten und snobistischen Studenten die aus Hochmut und Langeweile zum Mörder an einem Jungen werden. Als so intelligent dass sie damit davonkommen erweisen sie sich jedoch...
Vor 11 Monaten von lone rider veröffentlicht


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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Judd Steiner und Artie Strauss..., 7. Juli 2012
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Zwang zum Bösen - Compulsion (KSM Klassiker) (DVD)
Hurra, endlich erscheint ein sehr großer Film auf DVD: "Der Zwang zum Bösen" (Original: Compulsion) ist trozt des etwas zu langen Plädoyers von Orson Welles gegen die Todesstrafe für mich einer ganz großen Filmklassiker.
Entstanden ist der beste Film von Richard Fleischer im Jahr 1959. Die Geschichte orientiert sich am berüchtigten in die Kriminalgeschichte eingegangenen Mordfall von Leopold und Loeb, zwei wohlhabende Studenten an der University of Chicago, die 1924 den 14 jährigen Bobby Franks ermordeten und dafür zu lebenslanger Haft verurteilt wurden. Ihre Tat war deshalb bemerkenswert, weil sie hauptsächlich durch den Ehrgeiz motiviert war, das perfekte Verbrechen im Sinne der Kunst des Mordes zu begehen bzw. aus einem Recht des überlegenenn Intellekts über dem Gesetz zu stehen.
Im Film heissen die beiden intelligenten Studenten Judd Steiner (Dean Stockwell) und Artie Strauss (Bradford Dillmann). Beide sind unzertrennlich, vor allem scheint der brilliante Schüler Judd abhängig von Arties subtilen, sadistisch-geprägten Demütigungen zu sein.
Sehr zum Leidwesen seines Bruders steht Judd völlig unter der Fuchtel seines charismatischen Kommilitonen.
Es ist das Jahr 1924 und beide kommen aus sehr wohlhabenden Verhältnissen. Der dominierende Artie befielt seinen Freund diesen Mord mitzumachen, Unterwürfig erklärt sich Judd dazu bereit den kleinen Paulie Kessler zu töten.
Zur etwa gleichen Zeit lernt Judd durch Studienkollege Sid Brooks dessen Fsensible Freundin Ruth Evans (Diane Varsi) kennen, die sich zum arrogant auftretenden Judd menschlich hingezogen fühlt und den eher schlechten Einfluss von Artie bemerkt.
Der Film beschäftigt sich vor allem in sehr präziser Form mit der Aufklärung des Mordfalles durch den raffinierten Staatsanwalt Harald Horn (E.G.Marshall mit einer grandiosen Vorstellung). Dabei kommt einer Brille und einer Schreibmaschine eine ganz besondere Bedeutung zu. Am Ende stehen die beiden Studenten vor Gericht, die Familie engagiert den bekannten Strafverteidiger Jonathan Wilk (Orson Welles), der versucht die Beiden vor dem elektrischen Stuhl zu bewahren...
Die Story wurde schon oft abgewandelt in Filmen gezeigt, auch Hitchcocks wunderbarer "Rope", der nur in einer Wohnung spielt, ist an den Leopold und Loeb Fall angelehnt.
Auch in "Zwang zum Bösen" wird die homosexuelle Beziehung der beiden lediglich angedeutet, man kann sie sich trotz Zensurauflagen aber mehr als nur gut vorstellen.
Dabei liefern die beiden Hauptdarsteller Dean Stockwell und Bradford Dillmann oscarreife Leistungen ab, leider wurden sie aber nicht mal nominiert. Schade, der Film war zwar damals ein guter Publikumserfolg, hat sich aber als eines der ganz großen Filmmeisterwerke doch nicht ganz durchgesetzt, was sehr schade ist. Denn jedes Mal, wenn ich den Film mal wieder anschaue, fällt mir seine brilliante Machart auf.
Für mich ein großer, spannener düsterer Film mit großem psychologischem Anspruch.
Wer ihn noch nicht kennt und einen Wahnsinnsfilm-Klassiker sehen will, der sollte nicht zögern.

Technische Daten:
Bildformat: 2,35:1 (anamorph / 16:9)

Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo)
Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel: Deutsch

Extras: OriginalKinotrailer,Bildergalerie,Biografien, Trailer
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Zwang zum Bösen., 23. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Zwang zum Bösen - Compulsion (KSM Klassiker) (DVD)
Spannender Gerichtstriller in guter Bild und Ton Qualität.Gute Regie und tolle Filmschauspieler insbesondere Orson Welles der hier in der Rolle des Verteidigers sein ganzes Können darbringt.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Durch die richtige Brille betrachtet..., 13. August 2014
Von 
Klein Tonio - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Der Zwang zum Bösen - Compulsion (KSM Klassiker) (DVD)
...ist ein Mord ein Experiment oder nach wie vor ein Gesetzes- wie Moralverstoß? Die Studenten Artie und Judd übertreten Grenzen, weil sie es können, weil sie sich danach fühlen, weil sie ausprobieren möchten, ob sie das schaffen und damit durchkommen. Der junge sensible schüchterne Judd steht dabei deutlich unter dem unheilvollen Einfluss des rauen, dominanten Artie. Vielleicht ist er ihm sogar latent homosexuell zugeneigt, auf jeden Fall hörig. Auch wenn er in Gesellschaft von Mädchen ist: Schnippt Artie mit dem Finger, so springt Judd.

Kommt Ihnen das bekannt vor, von Hitchcocks "Rope"? Kein Wunder; beide Vorlagen basieren auf dem Kriminalfall um einen Mord der Studenten Leopold und Loeb. Während Hitch mit dem Mord beginnt, nimmt sich der Regisseur des vorliegenden Filmes, Richard Fleischer, mehr Zeit für die Darstellung der Charaktere. Bei aller Brillanz der Abgründe, die dabei zutage kommen: Die Gleichung "hochbegabt = emotional/moralisch verkrüppelt" lässt sich auch hinterfragen. Fleischer behauptet dies aber gar nicht im Sinne eines monokausalen Zusammenhangs, sondern lässt eben auch andere Umstände ins Bild treten. Beispielsweise hat er sich immer für True Crime interessiert; dabei sowohl für die psychologisch-kriminologische als auch für die juristische Seite. Hier kommt (auch nicht ganz untypisch für Fleischer) das Religiös-Philosophische noch hinzu. Beispielsweise wenn Judd seinen Professor herausfordert. Wenn der Mensch Schöpfer allen Rechts sei, warum stehe er dann unter statt über dem Recht? Wieder einmal wird Nietzsches Übermensch bemüht, von dem aus es zu "Gott ist tot" nicht weit ist.

Zum Mord kommt es schließlich in einer Ellipse; Fleischer ist ganz kühl, halbdokumentarisch, seziert das Geschehen wie der Coroner die Leiche, versucht uns Zuschauer mitzunehmen beim Lückenschließen. Eine auffällige Brille, die beim Toten gefunden wird und ihm selbst nicht gehört hat, wird zum missing link wie zum Sinnbild. Fleischer lässt sich mit ihr allerlei Kameramätzchen einfallen und zeigt sogar einmal ganz klein die Gesichter zweier sich Unterhaltenden durch die Gläser hindurch. Missing Link vielleicht auch im religionsphilosophischen Sinne; Symbol für das noch nicht gefundene Verbindungsstück in der Evolutionskette, welches Gott - vielleicht - überflüssig machen würde. "Wenn nicht Gott die Brille fallenlassen hat, wer dann?", so lautet der letzte Satz des Filmes. Tja, wer? Was scheinbar ein Plädoyer für den Schöpfer ist, gehalten von einem mutmaßlichen Atheisten, lässt sich auch ganz anders deuten: Vielleicht wollte Judd, der eher schwach statt genuin böse scheint, entdeckt werden und hat deshalb die Brille nur halb unabsichtlich fallenlassen. Vielleicht ist der Mensch tatsächlich sein eigener Schöpfer, aber dabei nicht so skrupellos-rational, wie Judd und Artie meinen. Rationalist Fleischer hat solche offenen Deutungsmöglichkeiten sogar in "Barabbas", einem Jesus-/Urchristenfilm aus der Sicht der in der Bibel nur kurz erwähnten Titelfigur, untergebracht. Er war immer für das nicht Eindeutige gut.

Bei aller Brillanz neigt Fleischer aber zu einer gewissen Weitschweifigkeit; man kennt das von seinen Puzzleteilfilmen mit vielen Parallel-/Nebenhandlungen. "Tora! Tora! Tora!" und "Violent Saturday" könnten ebenfalls flotter sein; genial hingegen der auch optisch verschachtelte "Frauenmörder von Boston". Fleischer gelingen aber immer wieder wunderbare Miniaturen. Von geradezu anrührender Zärtlichkeit, aber auch Größe zeugt der Charakter der Kommilitonin Ruth, die Judd genau versteht und sogar nach einem Vergewaltigungsversuch Mitleid statt Wut zeigt: Sie weiß eben, was das für ein hilfloser Versuch eines letztlich kranken und von Artie abhängigen Menschen ist. Da denkt man, dass auch Judd von ihren Worten berührt ist und die Möglichkeit zur Umkehr, Befreiung, Heilung haben könnte.

Wird er sie haben? Im Prozess werden er und Artie von einem von Orson Welles gespielten Star-Anwalt verteidigt, der sich auch gegen die Todesstrafe im Allgemeinen wortmächtig äußert. Sicherlich gut und Welles verleiht der Rolle in jeglichem Sinne Gewicht (übrigens mit top billing, obwohl erst im letzten Akt auftauchend). Gleichwohl für meinen Geschmack in dieser Phase zu dialoglastig, um "Der Zwang zum Bösen" zu dem richtig guten Anti-Todesstrafenfilm zu machen, als der er gelegentlich bezeichnet wird. Aus etwas derselben Zeit mein Favorit: "Lasst mich leben", bei dem übrigens Regisseur Robert Wise gegen den Produzenten Joseph L. Mankiewicz durchgesetzt hatte, ohne einen langen Monolog gegen die Todesstrafe auszukommen.

So bleibt der Eindruck eines insgesamt guten, bisweilen faszinierenden Filmes, der jedoch auch seine Schwächen hat.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen zerfällt in zwei hälften, 26. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Zwang zum Bösen - Compulsion (KSM Klassiker) (DVD)
Dieser an sich vielversprechende Film beruht ähnlich wie "Cocktail für eine Leiche" mit James Stewart und "Mord nach Plan" mit Sandra Bullock auf dem authentischen Fall zweier intelligenten und snobistischen Studenten die aus Hochmut und Langeweile zum Mörder an einem Jungen werden. Als so intelligent dass sie damit davonkommen erweisen sie sich jedoch nicht. Schon bald müssen sie sich für ihre Tat vor Gericht verantworten.
Bis hierhin ist der Film annehmbar, wirkt aber auch etwas emotionslos. Offenbar sah Regisseur Richard Fleischer die Gerichtsverhandlung als den eigentlichen Hauptteil des Filmes an. Leider gelingt es ihm jedoch nicht sie mit dem Einstieg in Einklang zu bringen. Wer nämlich erwartet hat jetzt mehr über die psychologischen Ursachen der tat zu erfahren wird enttäuscht.
Statt dessen wechselt der Film praktisch das Thema. Jetzt nämlich folgt sofort und nur noch das Plaedoje des von Orson Welles verkörperten Verteidigers.Dies erweist sich als lang, rhetorisch geschickt und von Welles sehr gut dargestellt. Leider bezieht es sich nicht auf den konkreten Fall sondern nur noch den Wert beziehungsweise Unwert der Todesstrafe. Es erreicht am Ende auch sein Ziel , die Angeklagten kommen mit dem Leben davon.
So erfreulich und anerkennenswert dieses Ende auch ist - man hat schon das Gefühl dass der Film der Frage um die es eigentlich geht ausgewichen ist. Möglicherweise haben die genannten Filme mit James Stewart und Sandra Bullock deshalb mehr überzeugen können weil sie auf die Gerichtsverhandlung verzichtet hatten. Auf jeden Fall waren Gerichtsfilme die nach psychologischen Ursachen für eine Straftat suchen schon damals in Hollywood nicht unbekannt. die zeigen Beispiele wie "Anatomie eines Mordes" oder in gewisser weise auch "Die Caine war ihr Schicksal"
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Film..., 22. Mai 2013
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Rezension bezieht sich auf: Der Zwang zum Bösen - Compulsion (KSM Klassiker) (DVD)
...der durchaus 62 Minuten lang mit "Cocktail für eine Leiche" mithalten kann, doch dann folgt leider der Auftritt von Orson Welles und sein endloses Gelabber und Geplapper vor Gericht beginnt, dass man beginnende Hämorrhoidenbildung im Gehirn wahrzunehmen glaubt und Dean Stockwell, Bradford Dillmann und E.G. Marshall, welche über eine Stunde eine tolle darstellerische Leistung geboten haben, werden zugunsten des faden Welles-Monologs völlig in den Hintergrund gedrängt.
Man kann also ruhig den DVD-Player nach 65 Minuten, nachdem die beiden jungen Männer des Verbrechens überführt worden sind, abschalten und sich das 30 Minuten lange, völlig überflüssige Welles-Gesülze ersparen. Bild- und Tonqualität der DVD sind zufriedenstellend.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anderes Kino, 19. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Zwang zum Bösen - Compulsion (KSM Klassiker) (DVD)
Zu recht nicht in Vergessenheit geratener Klassiker mit einer Paraderolle für Orson Welles. Der historische Blick auf die Diskussion um die Todesstrafe wird hier um eine Blickrichtung erweitert.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller älter Film, 16. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Zwang zum Bösen - Compulsion (KSM Klassiker) (DVD)
Ich liebe alte Gerichtsfilme und ich fand den Film sehr interessant. Aber natürlich ist das immer Geschmacksache.
Versand ging super schnell und es war alles Top!!!
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Der Zwang zum Bösen - Compulsion (KSM Klassiker)
Der Zwang zum Bösen - Compulsion (KSM Klassiker) von Richard Fleischer (DVD - 2012)
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