Kundenrezensionen

11
4,5 von 5 Sternen
5 Sterne
5
4 Sterne
6
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

46 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Juli 2012
Heute ist SLEEPER erschienen, ein Konzert des 'Belonging'-Quartetts von Keith Jarrett, mit Jan Garbarek, Palle Danielsson und Jon Christensen. Der Titel des Albums bezieht sich darauf, dass dieses Konzert über drei Jahrzehnte in den Archiven ruhte.
Live-Aufnahmen dieses viel zu kurzlebigen Quartetts gibt es schon, NUDE ANTS, ein Doppelalbum, das seinerzeit im Village Vanguard aufgezeichnet wurde, und PERSONAL MOUNTAINS, das ebenfalls auf der 1979er Japan-Tour entstanden ist. Keine neuen Kompositionen enthält SLEEPER, und ob diese Veröffentlichung nun als enorm wichtig anzusehen ist, wage ich nicht zu behaupten, ohne die anderen Platten gegenzuhören.

Mir scheint die neue Abmischung, die Jan Erik Komgshaug und Manfred Eicher in Oslo bewerkstelligt haben, allerdings deutlich transparenter zu sein als die von PERSONAL MOUNTAINS, wenn mir meine Erinnerung hier keinen Streich spielt.

Warum ich trotzdem diese Aufnahme voller Vorfreude in meinen CD-Player legte, liegt daran, dass es schlicht ein weiteres Dokument des künstlerisch kreativsten Jahrzehnts von Jarrett und Garbarek ist: die Musik ist wilder und freier als die beiden Studioaufnahmen BELONGING (nach wie vor ein Meilenstein der Jazzgeschichte) und MY SONG (ein ebenfalls großes Album). Und liebend gerne tauche ich ein in die Klangströme der Kompositionen 'Oasis' und 'Chant Of The Soil', die mich schlicht mitreissen in ihrem Spiel- und Ideenfluss. Und auch das ausufernde "Personal Mountains" ist eine tour de force.

Rock--Grooves, Latino-Einsprengsel, Balladen, die sich in ganz freie Formen auflösen, hypnotische Power-Beats: all das und andere Unberechenbarkeiten finden sich hier, und selbst bei 20minütigen Langstrecken bemerke ich keinerlei Ermüdungserscheinungen. Ein wahrer Traum aber wäre es, wenn Herr Jarrett mal wieder Lust am Komponieren entwickeln würde und mit dieser Band ein neues Studioalbum aufnehmen würde. Das wird allerdings ein Traum bleiben.

Blog: manafonistas.de
77 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Juli 2012
Wenn es richtig ist, dass die Aufnahmen zu "Sleeper" vom 16. April 1979 stammen und jene zu "Personal Mountains" vom 16. und 17. April 1979, dann kann einzig das Stück "Late Night Willie" von der "Personal Mountains"-Scheibe dem ersten Konzert des European Quartet im Tokoyter "Nakano Sun Plaza" entnommen sein, denn alle anderen vier Titel auf "Personal Mountains" sind auch auf "Sleeper" enthalten und unterscheiden sich teils deutlich von der Einspielung am Folgetag. Dies wirft ein interessantes Licht auf die Improvisationskunst der genialen Musiker von Jarretts European Quartet. Offensichtlich sind die verschiedenen Versionen tatsächlich Ausdruck eines jeweils neuen schöpferischen Aktes an einem Konzertabend. Und natürlich gelingt nicht immer alles bei solchen Schöpfungsakten.
Die Nummer "Personal Mountains" beispielsweise ist auf "Sleeper" intensiver und ausdrucksstärker geraten als am 17.4., während das tolle Stück "Innocence" am Folgetag zu einer konzentrierteren, besseren Version geworden ist. Auf "Sleeper" entspringt "Innocence" einem direkten Übergang aus dem Opener "Personal Mountains" (wobei der Beginn mindestens anderthalb Minuten zu früh getrackt ist). Erst nach einem etwas ausdruckslosen Zwischenspiel setzt das Thema von "Innocence" ein. Der alten Jarrett-Komposition "So Tender" bläst Jan Garbarek mit seinem Saxophon neues Leben ein - eine sehr gelungene Nummer!
Das längste Stück ist leider auch das deutlich schwächste: "Oasis" ist (wie auch auf dem Album "Nude Ants", das wenige Wochen später in einem kleinen New Yorker Jazz-Club aufgenommen wurde) viel zu lang geraten. Das an sich schöne Thema geht unter in einem zu langen, wenig überzeugenden Flöten-Intro von Garbarek und weiteren, eher experimentellen Phasen in jener knappen halben Stunde, die "Oasis" dauert. Tags darauf ist das Stück gute 10 Minuten kürzer und deutlich stringenter ausgefallen. "Chant Of The Soil" wird dagegen sehr kraftvoll interpretiert und ist eines der Highlights des Albums (besser als auf "Nude Ants"). Sehr fein klingt auch "Prism", wobei die "Sleeper"-Version dennoch nicht an die Aufnahme dieses Jarrett-Klassikers durch das Standards-Trio auf der DVD "Standards" von 1985 heranreicht. Ein netter Ausklang ist "New Dance".
Insgesamt ist "Sleeper" ein weiteres schönes Dokument des formidablen Europäischen Quartetts von Keith Jarrett. Andere Stücke dieser Formation sollten aber auch einmal in Live-Versionen veröffentlicht werden.
33 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
die titelfrage stelle ich mir mittlerweile bei fast jeder neuerscheinung von keith jarrett, habe ich doch mittlerweile etwa einen meter davon im regal stehen.

bei dieser CD fiel mir die entscheidung besonders schwer, findet sich doch ausser "personal mountains" und "so tender" kein einziger track, der sich nicht auch auf der phantastischen "nude ants" - eingespielt im may 1979 im village vanguard, new york - findet.

auch die mithandelnden personen jan garbarek, palle danielsson und jon christensen sind dieselben...

letztlich siegte meine neugier und nun tu' ich mir schwer mit einer einschätzung. "nude ants" ist mir seit jahren vertraut, bekanntlich ist es da nicht leicht, etwas abweichende spielweisen unbedarft einzuschätzen.

hier, auf dieser etwas jüngeren aufnahme ist das schlagzeug zudem druckvoller in den vordergrund gemischt, allgemein ist die tonqualität besser und liegt für eine live-aufnahme auf top-niveau. dies mag der grund sein, dass die ganze combo hier druckvoller und spielfreudiger 'rüberkommt, zudem ist "personal mountains" ein großartiges stück.

so würde ich - jegliche sentimentalität beiseite lassend - jenen interessenten, die vor der qual der wahl stehen, eher dieses album empfehlen müssen. man erlebt hier die combo am zenith ihrer ausdruckskraft und jarrett hat wohl selten ein ganzes konzert hindurch so kraftvoll, ruppig und auf positive art "unschön" gespielt.

seltsam mutet hier nur die geschäftspolitik von ECM an. warum wirft man jetzt diese alte aufnahme auf den markt? warum wurde die nicht schon damals statt der "nude ants" veröffentlicht? vielleicht, weil jazz aus dem village vanguard ein besseres image hatte als live in japan?

vielleicht gibt es auch gerade kein neues material und man wollte wieder was liefern?

warum wurde uns diese zugegebenermaßen tolle aufnahme so lange vorenthalten?

deshalb ein stern abzug und auch dafür, dass man das ding nicht UNBEDINGT braucht, wenn man "nude ants" im schrank hat.
33 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
lange hat diese Musik geschlafen "sleepers", sie ist jedoch zeitlos schön, wie eine wachgeküsste Prinzessin; voll wilder Energie und wunderschöner Harmonik; auch wer Belonging, Personal Mountains und My song besitzt, diese Cds sind wiederum ganz anders und voller Teilhabe an menschlichen Gefühlen, ja vielleicht an der menschlichen Seele selber. Ohne Grenzen und absolut vollendet teilen uns die 4 hier ihre Geschichten mit, so als wären es genau die unseren. Kaufen, einfach klasse,mehr Musik braucht es eigentlich nicht!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. September 2012
Hören und staunen! Über dieses Live-Spiel gibt es nichts zu sagen als: "Genial". Diese Formation hätte sich eine längere Lebensdauer verdient um mehr von solch derartigen Meisterwerken zu schaffen. Das Potential hatten sie und darum ran und zuhören.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. September 2012
Wow, wer ist hier genialer, die Musiker oder Manfred Eicher? Es müssen inzwischen tausende Konzertaufnahmen
bei ECM im Archiv liegen (es heisst, jedes Konzert der ECM - Künstler würde mitgeschnitten),
wie kam man gerade auf diese Perle?
Es muss wohl so sein, dass der Entscheidungsprozess im Jahr 1989, welche Aufnahmen des Japan Auftritts von 1979 auf der Platte "Personal Mountains" veröffentlicht werden, den Beteiligten stark in Erinnerung geblieben sein muss.
So stark, dass 33 Jahre nach dem ASuftritt und 23 Jahre nach "Personal Mountains" nun "Sleeper" vorliegt.
"Sleeper" ist für mich einfallsreicher als Personal Mountauns.
So dachte ich beim einlegen der 2ten CD, dass Presswerk hätte die CDs verwechselt, der Anfang von "OASIS" klang mit Flöte und Congas (es gibt keine Angaben über das Instrument, es ist ein Marimba-ähnlicher Ton) als hätzte sich Oregon auf die Bühne verirrt.
Wer Personal Mountains bereist besitzt, wird darüber schmunzeln, wie ideenreich
das Quartett auf nun "Sleeper" improvisiert. Kaum zu glauben, dass nur ein Tag zwischen den Aufnahmen liegt...

Ein Manko stellt jedoch die Verpackung dar. Die zweite CD hängt so fest auf der Spindel auf, dass man sie gefährlich durchbiegen muss, um sie von der Halterung zu zerren. Doch das ist für die CD quasi pures Gift, liebe "Case"-Hersteller! Denn es schützt auf der Labelseite einer CD nur eine hauchdünne Lackschicht die aufgedampfte, ebenfalls hauchdünne Aluschicht, welche den Laserstrahl reflektiert.
Alu reagiert sofort mit Sauerstoff zu Aluminiumoxyd und wird dadurch durchsichtig.
Dadurch würde eine CD unlesbar. Das Durchbiegen und Gezerre aber kann die relativ spröde Lackschicht mit sehr feinen Rissen beschädigen, so dass im laufe der Zeit sauerstoff durchdiffundiert. Die frühen Cases habe da die CDs weniger "gestresst"...
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
am 26. März 2014
Das europäische Quartett hat mich mein Leben lang begeistert und begleitet. Der Sleeper hätte aber ruhig weiter schlafen können. Es gibt zwar nichts auszusetzen an der CD, aber es gibt auch nichts, das die unendlich hohe Reputation dieses Quartetts noch weiter steigern könnte. Jammern auf astronomisch hohem Niveau.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
am 17. April 2014
Improvisation hat einen Namen, Jarrett, dies gilt für die gesamte CD und ist daher für Liebhaber des Genres durchaus eine kaufenswerte Entscheidung, diejenigen, die nur ein flaues Musikstück wollen, ist diese CD ungeeignet.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Februar 2013
...mit vielen einzelnen Solopassagen. Belonging ist aus meiner Sicht eh das beste Album dieser Band, die hier u.a. Stücke davon live spielt...
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Juli 2013
Nach der Ausstellung über ECM im Haus der Kunst kam der Appetit wieder. Welch großartige Musik, immer wieder ein Genuß zuzuhören ...
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen
Magico - Carta de Amor
Magico - Carta de Amor von Charlie Haden and Egberto Gismonti and Jan Garbarek
EUR 12,69

Last Dance
Last Dance von Keith Jarrett & Charlie Haden
EUR 8,49

Twelve Moons
Twelve Moons von Jan Garbarek Group
EUR 10,69