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Kundenrezensionen

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Wenn dieses Buch den erwachsenen Lesern vorenthalten werden soll, so entgeht diesen eines der Buchhighlights der letzten Jahre. Diese Geschichte hat mich während und nach dem lesen nicht mehr losgelassen, die Charaktere haben mich berührt und die Handlung teilweise schockiert. Die Autorin spricht hier gleich mehrere Interessen der Leser an und greift aktuelle gesellschaftliche Probleme auf. Die Story ist gleichzeitig Thriller, Science Fiction, Drama und Liebesgeschichte. Die Erzählung greift den aktuellen Reality-TV-Wahn und die verdeutlicht die Gewalt den Medien. Abstumpfung, Emotionslosigkeit und fehlendes Mitgefühl der heutigen Jugendlichen spiegeln sich bei den Tributen unter den Zwängen des Überlebenskampfes wider. Zugleich zeigt die Autorin sozialkritisch eine futuristische Gesellschaft auf, die so nicht undenkbar und teilweise leider bereits vorhanden ist. Menschliche Abgründe, bedingungslose Liebe und kranker Voyeurismus sind die Grundthemen dieses Romans. eingebettet in eine dramatische und gnadenlos spannende Story. Hier findet jeder Leser, egal welchen Alters, die Elemente, die ihm wichtig und unterhaltsam erscheinen.

Ich habe selten ein so vielschichtiges, genreübergreifendes und atmosphärisch dichtes Buch gelesen, beziehungsweise verschlungen. Die Fortsetzung im Sommer 2010 wird ein Muss und das Warten auf die Fortsetzung zur echten Qual.
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am 8. Januar 2013
...finde ich vor allem die Reaktionen einiger vorheriger Rezensenten auf dieses Buch. Da ist die Rede von "schön" und "kurzweilig". Für mein Verständns treffen solche Beschreibungen auf meinungsneutrale, leicht verdauliche Literatur wie "Twilight" zu, nicht jedoch auf Bücher, in denen Jugendliche sich gegenseitig für die Sucht nach Entertainment eines weit überlegenen Souveräns gegenseitig abmetzeln müssen.

Ich werde hier keine Inhaltsangabe machen, weil das bereits genug Menschen vor mit getan haben. Nur so viel: Dieses Buch ist als Jugendbuch ausgewiesen, also ist der Schreibstil relativ einfach gehalten. Was der verdichteten Atmosphäre, die durch die schnelle Aneinanderreihung von Ereignissen entsteht, in keinster Weise schadet. Im Gegenteil. Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen, habe Wort für Wort regelrecht verschlungen und nur hin und wieder ein bisschen wehmütig gedacht: "Hier hätte die Autorin sich aber noch etwas mehr trauen können!" Und im nächsten Moment war ich selber geschockt von mir. Bin ich eigentlich besser als diese sensationsgeilen Einwohner des Kapitols? Wenn ich hier einige Kommentare lese, bin ich entsetzt und traurig darüber, wie abgestumpft viele Personen mit einer solchen Thematik umgehen, die uns in Zukunft wahrscheinlich noch bevorsteht. Die immer größer werdende Kluft zwischen arm und reich, die Herrschaft der Medien und das Verlangen nach immer provokanteren TV-Formaten, die damit fortschreitende und gleichermaßen dem zu Grunde liegende Abgestumpftheit der Allgemeinheit, die Unterjochung Aufständischer. All das erleben wir schon jetzt, schon heute. Für die Aktualität spricht auch die Bedeutung von "Schönheit" für die Elite, die die Bürger des Kapitols darstellen. Was hier zählt sind nicht moralische Werte, sondern es ist regelrecht ein Wettbewerb in Affektiertheit. Alle wollen einzigartig sein und sind doch gleich. Vor 20 bis 30 Jahren hätte man über die Notwendigkeit der heute zur Normalität gehörenden Schönheits-OPs noch den Kopf geschüttelt. Wie wird es also so viele Jahre nach uns aussehen?

Dieses Buch hat in mir viele Fragen aufgeworfen. Ich habe es zur Seite gelegt und darüber nachgedacht. Den Film gesehen. Darüber nachgedacht. Festgestellt, dass wir uns auf einem guten Weg befinden, irgendwann auch ein ähnliches, pseudogerechtes System zu erschaffen. Die Autorin spricht direkt Dinge an, vor denen auch ich mich schon lange fürchte: Krieg um Rohstoffe, Umweltkatastrophen, verursacht durch die Unachtsamkeit und Ignoranz der Menschen. Denn dies führt zwangsläufig zu einer Trennung zwischen denen, die zu diesem Zeitpunkt nichts mehr haben, und denen, die genau dann die Macht an sich reißen und sie ausnutzen für ihre grausamen Bedürfnisse.

Wäre ich noch ein Kind, wäre ich nach dem Lesen wohl irritiert und wahrscheinlich verängstigt, aber auch neugierig. Ich denke, dass dieses Buch eigentlich jeder lesen sollte. Es könnte einigen dabei helfen, kritischer mit etablierten Systemen bzw. Sachverhalten umzugehen. Und dass es einige vielleicht NOCH EINMAL lesen sollten, wenn es nur für einen oberflächlichen Kommentar reicht, der der Ungeheuerlichkeit der Handlung in keinster Weise gerecht wird. Denn sie ist wichtig. Nicht "schön", nur bedingt "kurzweilig" und vor allem: WICHTIG!
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am 6. September 2009
Eine Trilogie ist ein inhaltlich zusammengehörendes, in diesem Fall literarisches Werk, welches aus drei Teilen besteht. Ich wusste also, worauf ich mich einließ, als ich mit "Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele" den ersten Teil einer Trilogie aufschlug. Und trotzdem erwischte mich die Realität 415 Seiten später eiskalt: Auch ich bin verdammt dazu mindestens ein Jahr auf die Fortsetzung zu warten, denn mit "Tödliche Spiele" ist der Autorin ein grandioser Auftakt gelungen.

Die Geschichte spielt in Panem, einem Staat aus zwölf Distriken und dem Kapitol. Errichtet wurde dieser nach zahlreichen Kriegen und Naturkatastrophen auf dem Gebiet des heutigen Nordamerikas. Der 13. Distrikt wurde nach einer Rebellion gegen das Kapitol zur Abschreckung aller vernichtet. Zusätzlich muss jeder Distrikt jährlich zwei Tribute (1 Mädchen und 1 Jungen) losen, die dann im Kapitol an den sogenannten Hungerspielen teilnehmen. Diese Hungerspiele finden in einer weitläufigen High-Tech-Arena statt und dienen der Unterhaltung der Bürger des Kapitols. Die Regeln sind so einfach wie grausam. Nur einer kann gewinnen, nur einer darf überleben.

Als das Los auf ihre 12-jährige Schwester fällt, meldet sich Katniss aus dem 12. Distrikt freiwillig als Tribut. Zusammen mit dem Jungen Peeta begibt sie sich auf eine surreale Reise ins Kapitol, wo sie wie Helden begrüßt, hofiert und später zur "Schlachtbank" geführt werden. Die zarte Liebe Peetas zu Katniss stellt jedoch schließlich die Regeln der Spiele in Frage.

Nach der Hälfte des Buches stellte ich mir bewundernd die Frage, woher die Autorin nur ihre ausgefallenen Ideen nimmt. Bei genauer Betrachtung wurde mir jedoch klar, dass sie schlichtweg mit offenen Augen durch die Gegenwart und die Geschichte geht. Wir finden Anlehnungen an die Gladiatoren-Kämpfe genauso wie an "Big Brother" oder das "Dschungel-Camp". Wird die Befriedigung unseres Voyeurismus in der Zukunft so aussehen?

Nun könnte man meinen, einen gewaltverherrlichenden Roman vor sich zu haben, schließlich sind die Ereignisse blutig und grausam. Doch gerade durch seinen unverschnörkelten Schreibstil - die Ich-Erzählerin Katniss ist eine nüchterne, gradlinige Erzählerin - regt das Buch zum Nachdenken an und sicherlich auch zum Diskutieren über heutige TV-Formate.

Ein grandioser Auftakt, ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legt und uns süchtig auf den nächsten Band zurücklässt.

Die Wartezeit wird die Rezensentin übrigens mit dem in Englisch schon erschienenen 2. Teil verkürzen :-)
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am 29. März 2010
Völlig ahnungslos und ein wenig müde habe ich gestern mit diesem Buch begonnen, weder wusste ich um was es da geht, noch wie lange die Nacht noch werden wird. Vorsichtshalber habe ich den Sleep Timer meines mp3 - Players auf 10 min. gestellt weil ich öfters mal Hörbücher zum Einschlafen verwende. Doch nach neun Minuten stelle ich den Timer auf weitere 10 Minuten, dann auf 15, danach mind. 10 Mal auf 20 min. und auf 30 bis ich schließlich völlig aufgebe! Das Buch wühlt mich so auf, dass ich nicht mehr liegen kann. Mitten in der Nacht spüre ich das Verlangen aufzustehen und mit den Stöpseln in den Ohren zu bügeln oder sonst irgendwas mit mir anzustellen weil ich total zappelig bin ich keine Ruhe finde. Ich höre mir die Geschichte eines Mädchens an, das in ferner oder naher Zukunft das schwere Los zieht und zusammen mit 24 anderen Jugendlichen zu einem Gladiatorenspiel geschickt wird das nur einer überleben darf. Doch Katniss ist nicht alleine. Aus jedem District von denen es 12 gibt wird ein Pärchen gezogen, ein Junge und ein Mädchen. Was für ein Pech, dass gerade der gezogen wird, dem Katniss etwas schuldig ist, denn als sie vor vielen Jahren am Verhungern ist, ist es Peeta, der ihr das Leben rettet. Als Strategie, so scheint es Katniss zumindest versucht Peeta alles um die beiden als Liebespaar darzustellen, denn so etwas gab es bei den Hungerspielen noch nie, schließlich darf am Ende nur einer Gewinnen. Doch bei den Hungerspielen geht um viel mehr als das nachte Überleben, denn die Jugendlichem müssen auch noch attraktiv sein und viele Spnsoren finden, die sie in schweren Situationen mit einem wichtigen Medikament oder etwas zu essen unterstützen und so bleibt es Katniss nichts anderes übrig als das verliebte Mädchen zu sein, das die Zuschauer sehen wollen und das obwohl es in ihrem District jemanden gibt dem es das Herz brechen könnte....
Bis sechs Uhr morgens kann ich nicht aufhören gebannt zuzuhören und das unebfriedigende Ende, das so abrupt, so unerwartet und so offen bleibt lässt mich auch den Rest der Nacht nicht mehr schlafen. Wie kann die Autorin so gemein sein frage ich mich und die Geschichte so unbeendet stehen lassen? Hatte Sie keine Lust mehr? keine Phantasie? Fast erleichtert stolpere ich im Internet über einen Bericht und Kommentare zu dem Buch und bin schon richtig glücklich darüber, dass schon bald der nächste Teil erscheinen soll, der zweite von insgesamt drei und fast schon erleichtert atme ich wieder auf, nur um im nächsten Augenblick schockiert festzustellen, dass es zwar nicht mehr lange bis zum zweiten Teil ist aber noch ein Jahr bis zum dritten!!!!
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am 21. Februar 2010
Zugegeben, die Idee ist nicht neu - bereits im alten Rom kämpften Gladiatoren in einer Arena um ihr Überleben, immer in Abhängigkeit von der Gunst des Publikums.
Aber der Plot, den Suzanne Collins um diese Grundidee herum gebaut hat, ist absolut fesselnd, faszinierend, wahnsinnig gut geschrieben und letzten Endes eine Geschichte über Liebe und Freundschaft:

Katniss lebt in Panem, einem in ferner Zukunft in Nordamerika liegenden Staat, der aus dem herrschenden Kapitol und zwölf untergeordneten Distrikten besteht. Um den Bewohnern dieser Distrikte regelmäßig in Erinnerung zu rufen, was sie wert sind, werden zum Amüsement des Kapitols jährlich die sogenannten Hungerspiele veranstaltet. Für dieses Spektakel muss jeder Distrikt einen Jungen und ein Mädchen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren stellen, von denen nach einem Jeder-gegen-Jeden-Kampf auf Leben und Tod nur ein Tribut als Sieger übrig bleiben darf.
Doch in diesem Jahr, in dem sich Katniss für ihre per Los gezogene 12jährige Schwester Prim freiwillig meldet, ist etwas anders als sonst - denn der andere Tribut ihres Distrikts ist Peeta, der ihr vor einigen Jahren mal das Leben gerettet hat.
Und es gibt etwas, dass in dem von Hunger und Angst geprägten Leben von Katniss vor allem Gültigkeit hat: Man bleibt niemals jemandem etwas schuldig...

Mein Fazit:
Ich habe diesen Roman verschlungen, was nicht unbedingt schwierig war - Suzanne Collins hat es bei wirklich jedem Kapitel geschafft, es mit einem vor Spannung triefenden Cliffhanger zu beenden und es mir damit mehr als schwer gemacht, das Buch mal aus der Hand zu legen.
Den Folgeband Die Tribute von Panem. Gefährliche Liebe habe ich bereits vorbestellt und ist nun noch ein Grund mehr, mir den Sommer näher zu wünschen...
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am 3. Januar 2010
Selten fand ich ein Buch so schwer zu rezensieren, wie 'Die Tribute von Panem' von Suzanne Collins. Die Handlung ist bereits einige Male treffend beschrieben worden, deshalb hier nur eine kurze Zusammenfassung: In einem Amerika der Zukunft werden jährlich Hungerspiele abgehalten, die die Nation unterhalten sollen. Die Teilnehmer an diesen Spielen sind Jungen und Mädchen im Alter von 12 bis 18, die sich gegenseitig ermorden, bis ein Sieger übrig bleibt. Katniss aus einem ärmeren Distrikt nimmt an Stelle ihrer Schwester an diesen Spielen teil und aus ihrer Sicht wird die Geschichte erzählt.

Das erste was an der Erzählung auffällt ist der Schreibstil. Die Autorin hat sich für eine Präsensbeschreibung entschieden, was auch gut zur Handlung passt die dadurch aktuell, plötzlich und auch unvorhersehbar wird. Es bedarf vielleicht einer kurzen Eingewöhnungsphase, aber das dürfte jedem Leser und jeder Leserin nicht schwer fallen.

Dann kommt man nicht umhin auch die eigentliche Handlung des Buches zu beleuchten. Relativ ungeschminkt erzählt die Autorin wie Teenager sich gegenseitig im Verlauf eines perversen Spiels töten. Da wird erstochen, mit Pfeil und Bogen erschossen, die Schädel eingeschlagen, Genicke gebrochen usw. Das Ganze wird als tödliche Unterhaltung für die Bevölkerung zelebriert, die offenbar nach dieser Art von Sensation giert.

Ja sicher, darin findet sich relativ eindeutig Medien- und Kulturkritik, die sich gegen Sensationsgier und Vorführeffekte von Grausamkeiten und Ekeligkeiten wendet. Das Ganze wird einem als Leserin nicht mal mit dem Zeigefinger präsentiert, sondern im Gegenteil, recht subtil ekelt man sich vor einer Gesellschaft, in der Leid und Tot zum Spaß werden. Dagegen ist nichts zu sagen, noch dazu weil diese Kritik nicht schulmeisterlich von oben herab daherkommt, sondern den Leser und die Leserin durch die Handlung selber ergreifen.

Dennoch. Trotz dieser wahrscheinlich wohlmeindenden Intention der Autorin kann man nicht umhin, sich zu fragen, ob nicht auch der Leser und die Leserin selber zum Voyeur dieser Perversität werden. Immerhin sind wir die aktuelle Zeugen der Morde, die junge Menschen aneinander begehen und empfinden das wohlmöglich als spannende Geschichte. Denn spannend ist diese Geschichte. So sehr, dass man wie zum Beispiel in meinem Fall, das Buch nicht aus der Hand legen mag, vor allem weil man will, dass es endet. Aber es bleibt auch ein schaler Nachgeschmack, der sich nicht alleine aus dem Grauen der geschilderten Ereignisse erklären lässt. Ich bin jedenfalls stark im Zwiespalt ob alleine der kulturkritische Ansatz dieser Geschichte ausreicht, um dieses durchaus spannende und fesselnde Buch großartig zu finden. Es hat mich quasi gegen meinen Willen gefangen, aber zum Schwärmen reicht es nicht aus, dazu war es mir zu grausam.

Zwar ist das Buch alles andere als durchschnittlich, aber weder 5 noch 1 Stern scheint mir gerechtfertigt. Da ich es sowohl gut als auch nicht gut fand, geb ich 3 Sterne. Es ist halt von beidem etwas.
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am 11. Dezember 2012
Ich sollte vorausschicken, dass ich den Teen-Zeiten schon länger entwachsen bin und natürlich nicht mehr in die Zielgruppe falle. Ich weiß daher auch nur noch begrenzt, was mich mit 12, 13, 14 schockiert, berührt, gefreut hätte, während ich diese Bücher lese. Momentan habe ich eine Arbeits"zwangspause" und war als alte Leseratte eigentlich nur scharf darauf, möglichst viel zu lesen... und da ich schnell lese, bin ich ein Fan von Buchreihen, damit der Spaß nicht so schnell vorbei ist. So kam ich also auf die "Tribute von Panem", nachdem ich durch die Medien darüber gehört hatte und ja zwischendurch auch nach wie vor gerne Jugendbücher wie Harry Potter und Co. lese.

Mir haben alle drei Teile eigentlich gut gefallen. Ich hatte zwar die vage Erinnerung, ähnliches schon gelesen zu haben (gewisse Stephen King-Bücher für eine ältere Zielgruppe), aber man quält sich nicht durch drei Teile, sondern liest gern und fließend und ist gespannt, wie es weiter geht. Natürlich will man irgendwann wissen, wie es ausgeht, wenn man sich an die Protagonisten gewöhnt hat. Wahrscheinlich ist es der Altersunterschied zu den Protagonisten, der ein ekstatisches Leseerlebnis verhindert, wie andere, jüngere, Leser es offensichtlich haben. Ein "Arrr, sexy"-Gefühl kommt z.B.. eben nicht auf, wenn der beschriebene gutaussehende Held erst 19 ist. Da ist man als 14-jähriges Mädchen schon im Vorteil.

Unter den Protagonisten war keiner, der bei mir spontan wirkliche Sympathiegefühle ausgelöst hat, was es mir wahrscheinlich schwer macht, mich über einen längeren Zeitraum an sie zu erinnern - aber auch da muss ich zugeben, dass das vor 15 Jahren noch anders gewesen wäre. So blieb alles ein wenig oberflächlich.

Auf jeden Fall haben mir die Bücher aber einige angenehme Lesetage beschwert, da sie nicht anspruchsvoll sind (immer im Hinterkopf behalten, für wen die Bücher geschrieben wurden- und so bewerte ich auch!!) und trotzdem spannend.
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am 12. Januar 2012
Es wird eine Geschichte erzählt, die vielleicht in naher Zukunft spielen könnte. 12 Distrikte werden vom Kapitol regiert. Im 12., im armen Kohle-Distrikt, lebt Katniss mit ihrer Mutter und Schwester. Alljährlich werden zur Unterhaltung vom Kapitol tödliche Spiele ausgerichtet, für die jeweils ein weiblicher und männlicher Tribut ausgelost wird. Das Los fällt dieses Mal auf die 12jährige Primrose, Katniss' Schwester. Katniss lässt das nicht zu und meldet sich freiwillig als Tribut. Zugleich tifft das Los Peeta, einen Bäckerjungen, der bis dato heimlich in Katniss verliebt ist. Katniss und Peeta kommen in das Kapitol und werden mit den anderen 22 Tributen durch die Medien öffentlich vorgeführt. Erstes Ziel ist ein interessantes Auftreten in Interviews vorzuspielen, eigene Qualitäten und kämpferische Fähigkeiten zu zeigen, damit möglichst viele Sponsoren aufmerksam werden und später - bei den Spielen - z. T. lebenswichtige Sponsorengeschenke schicken. Dann werden die 24 Mädchen und Jungen - ohne Wasser und Verpflegung - in die tödliche Arena (weitläufiges Gelände mit Wald, See, Unwetter, Hitze usw.) geschickt. Der Spiele, die ständig auf Leinwänden im Kapitol und in den Distrikten gezeigt werden, beginnen. Die Spielregel, die vom Kapitol vorgegeben ist, heißt: Töte die anderen Tribute, wer als letzter überlebt, hat gewonnen. Dem Sieger gebührt Ehre und sein Distrikt braucht 1 Jahr nicht zu hungern .....

Die Hauptfigur Katniss ist ein sympathisches Mädchen, die durch ihre Lebensgeschichte sehr stark und selbstständig geworden ist. Sie wirkt bei den Spielen teilweise gefühllos, was vor ständig laufender Kamera notwendig ist, um überleben zu können. Aber etwas mehr Gefühl wie Trauer, Wut und Angst in ihren Gedanken hätte die Autorin einbauen müssen. So wirkt Katniss leider manchmal wie eine Figur in einem brutalen Computerspiel. Peeta ist eher weich, spielt aber für Katniss in der Arena eine wichtige Rolle. Die Beziehung zu Gale, Katniss' engster Vertrauter und Freund, wird im 1. Teil des Buches von der Autorin sehr schön beschrieben.

Nun zu meiner Überschrift und Bewertung: Dieses Buch hat 2 Seiten!

Es ist gesellschaftskritisch. Es wird eine Medienwelt aufgezeigt, die wir schon haben, es werden Unterschiede zwischen arm und reich aufgezeigt, die wir zum Teil schon haben. Und es wird eine alleinherrschende Regierung beschrieben, die ihre Macht auch durch diese tödliche Spiele demonstriert. Mitten da drin fungiert ein 16jähriges Mädchen, das man ins Herz schließt. Das alles ist sehr spannend und interessant zu lesen. Die Geschichte ist flüssig geschrieben, so dass man Seite um Seite liest und auf einmal ist man am Ende, also sehr kurzweilig.

Die andere Seite, und da knabbere ich immer noch: Es sind ja 12 - 18jährige, die da in Kämpfen mit anderen Kindern/Jugendlichen oder auf andere Art und Weise furchtbar um's Leben kommen. Also Jugendliteratur - ich weiß nicht. Wo ist da der moralische Aspekt?

Den Schluss finde ich absolut gelungen. Ich freue mich auf Band 2!

Das Buch liefert eine gute Film-Vorlage. Im März 2012 kommt der Film in's Kino.

4 oder 5 Sterne? Ich bleibe bei 4! Als Jugendliteratur finde ich es durch die Brutalität und die fragwürdige Moral nicht gut geeignet.
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TOP 500 REZENSENTam 15. Februar 2010
In Panem drehen sich die Uhren etwas anders als im Rest der Welt. Denn es gibt Spiele. Tödliche Spiele. Spiele, die man normalerweise nicht freiwillig eingeht. Es sei denn, die kleine Schwester soll dieses Spiel spielen und man möchte sie vor dem Tod retten.

So geschieht es Katniss, die sich vor ihre kleine Schwester Prim stellt, als diese für die tödlichen Spiele von Panem ausgewählt wird. Nun muss sie selber, zusammen mit 23 anderen Spielern (die in diesem Buch 'Tribute' genannt werden) antreten. Aus 12 Distrikten werden jeweils zwei Spieler zugelassen. Ihr Partner aus dem selben Distrikt ist der Bäckereisohn Peeta.

Völlig auf sich allein gestellt, müssen Peeta und Katniss sich den Gefahren im Wald aussetzen. Sie müssen sich gegen Gegner wehren, flüchten und auch selber morden. Denn am Ende des Spiels darf es nur einen einzigen Sieger geben. Und dieser gewinnt erst dann, wenn alle anderen 23 Tribute tot sind.

Schnell kann da aus Freundschaft schon mal Feindschaft werden und so begleiten wir Katniss in allen Lebenslagen, die dieses Spiel mit sich bringt. Der Zwiespalt zwischen Habgier, Hass und Freundschaft ist manchmal sehr groß, denn am Ende denkt doch jeder nur ans eigene Überleben. Aber denkt man auch dann noch daran, wenn man spürt, dass man für den anderen vielleicht doch mehr als Freundschaft empfindet?

Die Autorin hat es mit einer sehr spannenden, unterhaltsamen und aufregenden Schreibweise geschafft, mich derartig in diese Geschichte zu ziehen, dass ich das Buch fast in einem Rutsch gelesen habe. Am Ende schlug ich es zu und empfinde das Warten auf den zweiten Teil dieser Trilogie nun als 'tödlich', doch ich weiß, dass ich es überstehen werde. Weil ich muss. Denn ich will wissen, wie die Geschichte weitergeht, deren Ende zwar befriedigend, aber dennoch sehr offen gestaltet ist.
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In einer Zukunft, in der die USA eine Dikstatur sind, müssen Jugendliche bei tödlichen Spielen ums Überleben (und Ruhm) kämpfen. Die Erzählerin nimmt diese Tortur freiwillig in Kauf, um ihre kleine Schwester nicht in die Arena (und den sicheren Tod) scicken zu müssen.
So kurz und knapp die Grundidee des Buches. Wer da Herman Hesse oder sowas erwartet ist selbst schuld. The Hunger Games ist ein lupenreines Actionbuch: Es ist einfach und spannend geschrieben und fesselt den Leser von Beginn bis zum Ende. Dabei stört es nicht, dass die eine oder andere Entwicklung recht vorhersehbar ist - das Buch ist spannend und das Setting interessant genug, um hier dennoch eine klare Empfehlung abzugeben. Ständig fiebert man mit, ständog will man wissen, wie es weitergeht - mehr will man von einem solchen Buch nicht. Der erste Band dieser Triologie ist übrigens relativ abgeschlossen - man kann also durchaus probeweise reinlesen, ohne sich für drei Bücher zu verpflichten.

Oh und ähnlich wie die späteren Harry Potter- Bücher oder Terry Prattchets Tiffany Achings - Reihe sind auch die Tribute (trotz "Jugendbuch-Siegel) durchaus sehr Erwachsenentauglich! (Ich muss es wissen - ich bin 37)
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