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460 von 512 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. April 2010
Wenn dieses Buch den erwachsenen Lesern vorenthalten werden soll, so entgeht diesen eines der Buchhighlights der letzten Jahre. Diese Geschichte hat mich während und nach dem lesen nicht mehr losgelassen, die Charaktere haben mich berührt und die Handlung teilweise schockiert. Die Autorin spricht hier gleich mehrere Interessen der Leser an und greift aktuelle gesellschaftliche Probleme auf. Die Story ist gleichzeitig Thriller, Science Fiction, Drama und Liebesgeschichte. Die Erzählung greift den aktuellen Reality-TV-Wahn und die verdeutlicht die Gewalt den Medien. Abstumpfung, Emotionslosigkeit und fehlendes Mitgefühl der heutigen Jugendlichen spiegeln sich bei den Tributen unter den Zwängen des Überlebenskampfes wider. Zugleich zeigt die Autorin sozialkritisch eine futuristische Gesellschaft auf, die so nicht undenkbar und teilweise leider bereits vorhanden ist. Menschliche Abgründe, bedingungslose Liebe und kranker Voyeurismus sind die Grundthemen dieses Romans. eingebettet in eine dramatische und gnadenlos spannende Story. Hier findet jeder Leser, egal welchen Alters, die Elemente, die ihm wichtig und unterhaltsam erscheinen.

Ich habe selten ein so vielschichtiges, genreübergreifendes und atmosphärisch dichtes Buch gelesen, beziehungsweise verschlungen. Die Fortsetzung im Sommer 2010 wird ein Muss und das Warten auf die Fortsetzung zur echten Qual.
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89 von 102 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Januar 2013
...finde ich vor allem die Reaktionen einiger vorheriger Rezensenten auf dieses Buch. Da ist die Rede von "schön" und "kurzweilig". Für mein Verständns treffen solche Beschreibungen auf meinungsneutrale, leicht verdauliche Literatur wie "Twilight" zu, nicht jedoch auf Bücher, in denen Jugendliche sich gegenseitig für die Sucht nach Entertainment eines weit überlegenen Souveräns gegenseitig abmetzeln müssen.

Ich werde hier keine Inhaltsangabe machen, weil das bereits genug Menschen vor mit getan haben. Nur so viel: Dieses Buch ist als Jugendbuch ausgewiesen, also ist der Schreibstil relativ einfach gehalten. Was der verdichteten Atmosphäre, die durch die schnelle Aneinanderreihung von Ereignissen entsteht, in keinster Weise schadet. Im Gegenteil. Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen, habe Wort für Wort regelrecht verschlungen und nur hin und wieder ein bisschen wehmütig gedacht: "Hier hätte die Autorin sich aber noch etwas mehr trauen können!" Und im nächsten Moment war ich selber geschockt von mir. Bin ich eigentlich besser als diese sensationsgeilen Einwohner des Kapitols? Wenn ich hier einige Kommentare lese, bin ich entsetzt und traurig darüber, wie abgestumpft viele Personen mit einer solchen Thematik umgehen, die uns in Zukunft wahrscheinlich noch bevorsteht. Die immer größer werdende Kluft zwischen arm und reich, die Herrschaft der Medien und das Verlangen nach immer provokanteren TV-Formaten, die damit fortschreitende und gleichermaßen dem zu Grunde liegende Abgestumpftheit der Allgemeinheit, die Unterjochung Aufständischer. All das erleben wir schon jetzt, schon heute. Für die Aktualität spricht auch die Bedeutung von "Schönheit" für die Elite, die die Bürger des Kapitols darstellen. Was hier zählt sind nicht moralische Werte, sondern es ist regelrecht ein Wettbewerb in Affektiertheit. Alle wollen einzigartig sein und sind doch gleich. Vor 20 bis 30 Jahren hätte man über die Notwendigkeit der heute zur Normalität gehörenden Schönheits-OPs noch den Kopf geschüttelt. Wie wird es also so viele Jahre nach uns aussehen?

Dieses Buch hat in mir viele Fragen aufgeworfen. Ich habe es zur Seite gelegt und darüber nachgedacht. Den Film gesehen. Darüber nachgedacht. Festgestellt, dass wir uns auf einem guten Weg befinden, irgendwann auch ein ähnliches, pseudogerechtes System zu erschaffen. Die Autorin spricht direkt Dinge an, vor denen auch ich mich schon lange fürchte: Krieg um Rohstoffe, Umweltkatastrophen, verursacht durch die Unachtsamkeit und Ignoranz der Menschen. Denn dies führt zwangsläufig zu einer Trennung zwischen denen, die zu diesem Zeitpunkt nichts mehr haben, und denen, die genau dann die Macht an sich reißen und sie ausnutzen für ihre grausamen Bedürfnisse.

Wäre ich noch ein Kind, wäre ich nach dem Lesen wohl irritiert und wahrscheinlich verängstigt, aber auch neugierig. Ich denke, dass dieses Buch eigentlich jeder lesen sollte. Es könnte einigen dabei helfen, kritischer mit etablierten Systemen bzw. Sachverhalten umzugehen. Und dass es einige vielleicht NOCH EINMAL lesen sollten, wenn es nur für einen oberflächlichen Kommentar reicht, der der Ungeheuerlichkeit der Handlung in keinster Weise gerecht wird. Denn sie ist wichtig. Nicht "schön", nur bedingt "kurzweilig" und vor allem: WICHTIG!
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198 von 229 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. September 2009
Eine Trilogie ist ein inhaltlich zusammengehörendes, in diesem Fall literarisches Werk, welches aus drei Teilen besteht. Ich wusste also, worauf ich mich einließ, als ich mit "Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele" den ersten Teil einer Trilogie aufschlug. Und trotzdem erwischte mich die Realität 415 Seiten später eiskalt: Auch ich bin verdammt dazu mindestens ein Jahr auf die Fortsetzung zu warten, denn mit "Tödliche Spiele" ist der Autorin ein grandioser Auftakt gelungen.

Die Geschichte spielt in Panem, einem Staat aus zwölf Distriken und dem Kapitol. Errichtet wurde dieser nach zahlreichen Kriegen und Naturkatastrophen auf dem Gebiet des heutigen Nordamerikas. Der 13. Distrikt wurde nach einer Rebellion gegen das Kapitol zur Abschreckung aller vernichtet. Zusätzlich muss jeder Distrikt jährlich zwei Tribute (1 Mädchen und 1 Jungen) losen, die dann im Kapitol an den sogenannten Hungerspielen teilnehmen. Diese Hungerspiele finden in einer weitläufigen High-Tech-Arena statt und dienen der Unterhaltung der Bürger des Kapitols. Die Regeln sind so einfach wie grausam. Nur einer kann gewinnen, nur einer darf überleben.

Als das Los auf ihre 12-jährige Schwester fällt, meldet sich Katniss aus dem 12. Distrikt freiwillig als Tribut. Zusammen mit dem Jungen Peeta begibt sie sich auf eine surreale Reise ins Kapitol, wo sie wie Helden begrüßt, hofiert und später zur "Schlachtbank" geführt werden. Die zarte Liebe Peetas zu Katniss stellt jedoch schließlich die Regeln der Spiele in Frage.

Nach der Hälfte des Buches stellte ich mir bewundernd die Frage, woher die Autorin nur ihre ausgefallenen Ideen nimmt. Bei genauer Betrachtung wurde mir jedoch klar, dass sie schlichtweg mit offenen Augen durch die Gegenwart und die Geschichte geht. Wir finden Anlehnungen an die Gladiatoren-Kämpfe genauso wie an "Big Brother" oder das "Dschungel-Camp". Wird die Befriedigung unseres Voyeurismus in der Zukunft so aussehen?

Nun könnte man meinen, einen gewaltverherrlichenden Roman vor sich zu haben, schließlich sind die Ereignisse blutig und grausam. Doch gerade durch seinen unverschnörkelten Schreibstil - die Ich-Erzählerin Katniss ist eine nüchterne, gradlinige Erzählerin - regt das Buch zum Nachdenken an und sicherlich auch zum Diskutieren über heutige TV-Formate.

Ein grandioser Auftakt, ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legt und uns süchtig auf den nächsten Band zurücklässt.

Die Wartezeit wird die Rezensentin übrigens mit dem in Englisch schon erschienenen 2. Teil verkürzen :-)
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289 von 338 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Januar 2010
Selten fand ich ein Buch so schwer zu rezensieren, wie 'Die Tribute von Panem' von Suzanne Collins. Die Handlung ist bereits einige Male treffend beschrieben worden, deshalb hier nur eine kurze Zusammenfassung: In einem Amerika der Zukunft werden jährlich Hungerspiele abgehalten, die die Nation unterhalten sollen. Die Teilnehmer an diesen Spielen sind Jungen und Mädchen im Alter von 12 bis 18, die sich gegenseitig ermorden, bis ein Sieger übrig bleibt. Katniss aus einem ärmeren Distrikt nimmt an Stelle ihrer Schwester an diesen Spielen teil und aus ihrer Sicht wird die Geschichte erzählt.

Das erste was an der Erzählung auffällt ist der Schreibstil. Die Autorin hat sich für eine Präsensbeschreibung entschieden, was auch gut zur Handlung passt die dadurch aktuell, plötzlich und auch unvorhersehbar wird. Es bedarf vielleicht einer kurzen Eingewöhnungsphase, aber das dürfte jedem Leser und jeder Leserin nicht schwer fallen.

Dann kommt man nicht umhin auch die eigentliche Handlung des Buches zu beleuchten. Relativ ungeschminkt erzählt die Autorin wie Teenager sich gegenseitig im Verlauf eines perversen Spiels töten. Da wird erstochen, mit Pfeil und Bogen erschossen, die Schädel eingeschlagen, Genicke gebrochen usw. Das Ganze wird als tödliche Unterhaltung für die Bevölkerung zelebriert, die offenbar nach dieser Art von Sensation giert.

Ja sicher, darin findet sich relativ eindeutig Medien- und Kulturkritik, die sich gegen Sensationsgier und Vorführeffekte von Grausamkeiten und Ekeligkeiten wendet. Das Ganze wird einem als Leserin nicht mal mit dem Zeigefinger präsentiert, sondern im Gegenteil, recht subtil ekelt man sich vor einer Gesellschaft, in der Leid und Tot zum Spaß werden. Dagegen ist nichts zu sagen, noch dazu weil diese Kritik nicht schulmeisterlich von oben herab daherkommt, sondern den Leser und die Leserin durch die Handlung selber ergreifen.

Dennoch. Trotz dieser wahrscheinlich wohlmeindenden Intention der Autorin kann man nicht umhin, sich zu fragen, ob nicht auch der Leser und die Leserin selber zum Voyeur dieser Perversität werden. Immerhin sind wir die aktuelle Zeugen der Morde, die junge Menschen aneinander begehen und empfinden das wohlmöglich als spannende Geschichte. Denn spannend ist diese Geschichte. So sehr, dass man wie zum Beispiel in meinem Fall, das Buch nicht aus der Hand legen mag, vor allem weil man will, dass es endet. Aber es bleibt auch ein schaler Nachgeschmack, der sich nicht alleine aus dem Grauen der geschilderten Ereignisse erklären lässt. Ich bin jedenfalls stark im Zwiespalt ob alleine der kulturkritische Ansatz dieser Geschichte ausreicht, um dieses durchaus spannende und fesselnde Buch großartig zu finden. Es hat mich quasi gegen meinen Willen gefangen, aber zum Schwärmen reicht es nicht aus, dazu war es mir zu grausam.

Zwar ist das Buch alles andere als durchschnittlich, aber weder 5 noch 1 Stern scheint mir gerechtfertigt. Da ich es sowohl gut als auch nicht gut fand, geb ich 3 Sterne. Es ist halt von beidem etwas.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. April 2014
Vorerst möchte ich den Inhalt, den ich als bekannt voraussetze, gar nicht näher kommentieren, bis auf die Tatsache, dass Liebesgeschichte zwischen den Protagonisten angesichts der dystopischen Darstellung einer apokalyptischen Un-Welt zu viel Raum einnimmt.
Viel mehr stört mich trotz des sehr reizvollen Themas, das viel mehr hergeben würde, wenn die Autorin der Darstellung der Welt mehr Raum geben würde, die inhaltlichen Stilbrüche und Logikfehler, die durch eine gewisse Recherche vermeidbar gewesen wären.
(x)Zum Beispiel wird bei mir der Eindruck erweckt, dass in Distrikt 12, der eher einem Bergbaudorf entspricht, wohl nicht mehr als 10.000 Menschen leben. Wenn wir Frauen und Kinder sowie Invalide, Alte, Geschäftsinhaber und Friedenswächter abziehen, bleiben maximal 5.000 Bergleute (eher weniger) übrig. Diese versorgen alle anderen Distrikte und das - als Großstadt dargestellte - Kapitol mit Kohle?! Im Ruhrgebiet arbeiten heute noch mehr Menschen im Kohlebergbau und fördern Kohle im einstelligen Millionen-Tonnen-Bereich...
(x)Weiters wird in den Appalachen ganz anderer Kohlebergbau betrieben wie im Buch dargestellt - Es werden die Bergkuppen weggesprengt und die Kohle im Tagebau abgebaut
(x)Weiteres Beispiel: Es ist oft die Rede davon, dass Blut spritzt und riesige Blutlachen entstehen, doch die Protagonisten überleben durch Auflegen von Moosen und Blättern, obwohl sie längst verblutet sein müssten. Ähnlich verhält es sich mit den schweren Brandverletzungen von Katniss.
(x)Am Ende legt Katniss Peeta einen "Druckverband" an, doch es wird ein Torniquet (Abbindung) beschrieben.
(x)Medizinisch unmöglich ist, dass Peeta mit der Schwertverletzung so lange überleben konnte. Hier wurde offenbar etwas dick aufgetragen.
(x)Das dargestellte Wirtschaftssystem kann nicht funktionieren, selbst in Nordkorea ist Subsistenzwirtschaft erlaubt, da sonst die Basisversorgung nicht gewährleistet werden kann. D.h. selbst in Distrikt 12 (und allen anderen) müssten private Felder und Gärten erlaubt sein, sonst würden alle verhungern und niemand würde Kohle fördern können.
(x)Warum arbeiten die Kinder in allen Distrikten bereits, während die Arbeit in den Bergwerken erst ab 18 Jahren erlaubt ist? Hält sich das Kapitol in diesem Fall an Arbeitnehmerschutzbestimmungen? Das ist unlogisch.

Und derartige Logikfehler lassen sich zuhauf nachweisen, die Autorin hätte mehr Zeit zur Erschaffung der Welt aufwenden sollen - Es muss ja nicht gleich ein Arbeitsaufwand wie bei Tolkien sein, aber eine derart unstringente Darstellung zerstört sehr viel Atmosphäre.

Was auch noch angemerkt werden muss, ist, dass der Wink mit dem Zaunpfahl (lateinische Vornamen) in Richtung der römischen Gladiatorenspiele ist mehr als unnötig...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ist nicht das erste Mal, dass ich erst durch eine teure Kinoadaption auf eine populäre, von mir aber unbeachtete Romanreihe gleichen Namens gestoßen bin. Schon bei Harry Potter brauchte es den dritten Film, ehe ich das Rowling-Gesamtwerk von Muttern auslieh und mich durch alle sieben Hogwarts-Jahre fraß. Ein ähnlicher Fall: Die Verfilmung des ersten „Tribute von Panem“-Bandes, welche ich im letzten Spätherbst als Free-TV-Premiere erhaschte. Dieses Mal war ich vom ersten Moment an richtig gefesselt, und darum wollte ich fürs Nachholen des Lesestoffs nicht zuviel Zeit verstreichen lassen, wo doch „Catching Fire“ frisch im Kino lief, und bis dieser Streifen in wenigen Wochen auf allen Digital-Medien veröffentlich wird, wollte ich Band Zwei von Dreien schon geschafft haben. ;)

Aber zurück zum eigentlichen Thema, sprich dem ersten Band (über den Inhalt muss ich wohl nicht viel mehr schreiben, haben ja andere Rezensenten zur Genüge getan).
Zunächst einmal muss ich sagen, dass sich die Hollywood-Leutchen erstaunlich nah am Buch gehalten haben. Bis auf leichte Änderungen zum Finale hin und dem Auslassen bestimmter (als eher unwichtig einzuordnende) Details / Personen wurde der Buchinhalt wirklich gut wiedergegeben, Roman und Film stimmen plotmäßig zu 95% überein. Dafür schon mal ein hochgestreckter Daumen meinerseits.
Trotz allem ist „Tödliche Spiele“ bzw. „The Hunger Games“ im Buchformat natürlich viel tiefgehender und genauer in der Vorstellung von Katniss Everdeen, Peeta Mellark, der Panem-Welt mitsamt seiner Distrikte und des mit aller Brutalität herrschendem Kapitols. Zudem schafft die Erzählung aus Katniss‘ Perspektive ein sehr genaueres Bild über ihre inneren Gedanken, ihre Motive, ihren Charakter und die in ihr aufkeimende Auflehnung gegen das ungerechte wie menschenverachtende System unter welchem sie wie auch die anderen Distrikt-Bewohner leben und leiden. Im Buch wirkt sie viel rebellischer als ihre Leinwandversion, außerdem ist ihre Beziehung mit ihrem Partner-Tribut Peeta weitaus komplizierter und von viel mehr Misstrauen geprägt, weil Katniss sich über Peetas Zuneigung zu ihr nie so recht im Klaren ist, ob echte Gefühle oder Strategie im Spiel sind.

Trotz meiner Kenntnis hinsichtlich der Story, seines Verlaufs und seines Endes durch den Film war dieser Band ein hochspannendes Lesevergnügen. Der sehr flüssige Erzählfluss, das Ausbleiben von Hängern bzw. hingezogenen Momenten und die schnell entstandene Bindung zu Katniss und Peeta machten es mir richtig schwer, das Buch wegen anderer Tagesaufgaben im Privatleben beiseite legen zu müssen, sonst hätte ich „Tödliche Spiele“ bestimmt in einem Rutsch durchgelesen. Suzanne Collins versteht es, ohne Umschweife auf den Punkt zu kommen, hält sich nicht mit zu vielen Randnotizen auf. Wie für ein Jugendbuch zu erwarten, wählt sie für ihre Erzählung eine einfache, klar verständliche Wortsprache, dennoch hinterlässt ihr nüchterner Stil auch bei Lesern älteren Semestern (bin selbst Mitte 30, und damit nicht die eigentliche Zielgruppe) einen ansprechenden Eindruck. Das gegenseitige Abschlachten der Tribute wird ziemlich schonungslos umschrieben, allerdings meidet die Autorin es, die in den Hungerspielen immer wieder aufkommende Gewalt expliziter zu schildern als es zwingend notwendig ist. Es bleibt ein dystopisches, gesellschaftskritisches Drama um Leben, Unrecht, Überleben, menschliche Grausamkeiten, Liebe, Tragik und Hoffnung. Für ein an jüngere Leser gerichtetes Stück moderne Literatur ungewöhnlich vielfältig und erwachsen. Dagegen verblassen selbst die „härtesten“ Potter-Bücher als „kindgerechte“ Fantasy-Mär.

Fazit:
Einen solchen Heißhunger auf eine Buchreihe wie diese habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Begeisterte Leser sollten sich unbedingt die gleichnamigen Verfilmungen ansehen, die ihrer Vorlage mehr als gerecht werden, und umgekehrt gilt das Gleiche. Katniss Everdeen löst nicht nur in ihrem Zelluloid-Survival-Abenteuer, sondern auch im Kopf des Lesers einen besonderen Funken aus.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. August 2012
Kurzbeschreibung:
Als Katniss erfährt, dass das Los auf ihre kleine Schwester Prim gefallen ist, zögert sie keinen Moment. Um Prim zu schützen, meldet sie sich an ihrer Stelle für die alljährlich stattfindenden Spiele von Panem - in dem sicheren Wissen, damit ihr eigenes Todesurteil unterschrieben zu haben. Denn von den 24 Kandidaten darf nur ein einziger überleben. Zusammen mit Peeta, einem Jungen aus ihrem Distrikt, wird Katniss in die Arena geschickt, um sich dem Kampf zu stellen. Beiden ist klar, dass sie sich früher oder später als Feinde gegenüberstehen werden. Doch dann rettet Peeta Katniss das Leben...

Zur Autorin:
Suzanne Collins wurde 1962 in den USA geboren und schreibt seit 1991 sehr erfolgreich für das amerikanische Kinderfernsehen. 2003 erschien ihr erstes Kinderbuch Gregor und die graue Prophezeiung als Beginn einer fünfteiligen Abenteuer-Reihe für junge Leser mit starken Nerven, die sich schnell zum internationalen Bestseller entwickelte. Mit Die Tribute von Panem. Tödliche Spiele veröffentlicht Suzanne Collins nun den ersten Band einer neuen, spannenden Trilogie.

Rezension:
Das einstige Nordamerika in der Zukunft: Aus ihm ist Panem entstanden, ein totalitärer Staat, der vom Kapitol regiert wird und in 12 Distrikte eingeteilt ist. Jedes Jahr werden zur Erntezeit die Hungerspiele zelebriert, die allen die Macht des Kapitols vor Augen führen soll: Es werden aus jedem Distrikt ein Junge und ein Mädchen per Los ausgewählt, die die Spiele bestreiten müssen. Gewinner ist, wer als einziger Überlebender die Arena wieder verlässt.

Im Distrikt 12 wird die 12-jährige Prim ausgewählt, doch ihre 16-jährige Schwester Katniss meldet sich an ihrer Stelle für die Spiele. Als männlicher Gegenpart wird Peeta ausgelost. Beide werden im Kapitol auf die bevorstehenden Strapazen vorbereitet, doch womit sie letztendlich konfrontiert werden, sei es Hunger, Kämpfe und der reine Kampf ums Überleben, lässt ihnen das Blut in den Adern gefrieren...

Nach nunmehr 3 Jahren nach Erscheinen des Auftaktbandes der Trilogie habe ich es nun endlich auch einmal geschafft, Tödliche Spiele zu lesen, und ich muss sagen, ich war einfach nur begeistert!

Gleich von Beginn an ist man mittendrin im Geschehen, lernt die überaus sympathische Katniss kennen, die sich selbstlos für ihre Schwester einsetzt, der sie die brutalen und tödlichen Hungerspiele nicht zumuten möchte. Sie ist für ihre 16 Jahre sehr selbstständig und erwachsen, weil sie schon als Kind lernen musste, ihre Familie zu ernähren, da ihr Vater früh ums Leben kam. Dadurch wirkt sie zwar in mancher Situation sehr abgebrüht und gefühlskalt, doch ist dies anhand ihrer Lebensumstände auch durchaus nachzuvollziehen und macht sie zu einem Charakter mit wirklichen Ecken und Kanten.

Peeta hingegen wirkt anfangs recht weich als männlicher Gegenpart. Auch weiß man lange Zeit nicht, welcher Seite er nun zugetan ist, da er sich mit den berüchtigten Karrieretributen, die seit ihrer Kindheit auf die Spiele vorbereitet wurden, zusammentut und somit gegen Katniss arbeitet. Doch nach und nach wird auch er greifbarer und sein Charakter bietet einige Überraschungen.

Die Hungerspiele selbst werden von Suzanne Collins in klaren und kurzen prägnanten Schilderungen dargestellt. Eines ist klar: Es geht um nichts anderes als das pure Überleben und um das Töten der anderen Tribute. Dies ist zwar in mancher Szene recht brutal, aber Suzanne Collins verliert sich nicht in allzu schaurigen Details. Auch die voyeuristische Seite wird glaubhaft geschildert, denn das Publikum verlangt nach Action, sprich Brot und Spiele wie im alten Rom erhalten hier eine neue Plattform, die authentisch und auch nachvollziehbar erläutert wird.

Dank eines recht gnadenlosen Cliffhangers am Ende des Buches kann der Leser gar nicht anders, als dem nächsten Band entgegenzufiebern und ich bin sehr gespannt, wie es mit Katniss und Peeta, deren Liebesgeschichte glücklicherweise nie in eine Schmonzette ausufert, weitergehen wird!

Fazit: Suzanne Collins ist mit Tödliche Spiele ein fulminanter Auftakt in ihre Hunger Games-Trilogie gelungen, die Lust auf mehr macht. Großartige Charaktere, Spannung und Nervenkitzel konnten mich von Anfang bis Ende sehr begeistern und das Lesen des 2. Bandes Gefährliche Liebe wird nicht allzu lange auf sich warten lassen!
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am 24. März 2012
Dieses Buch ist einfach ein Muss und wird finde ich, weil es als Jugendbuch deklariert wird viel zu leicht unterschätzt. Dabei ist dies eine Geschichte mit tiefgang und guten realistischen Figuren. Es ist spannend, dramatisch und gefühlvoll.

Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht Katniss Everden, die in einer dystopischen Gesellschaft in der Zukunft lebt:

Nachdem unsere Zivilisation untergegangen ist kämpfen in Nordamerika die Menschen um das nackte Leben gegen den Hunger. Aus den Trümmern der alten Ortnung geht der Staat Panem hervor der seine Bürger in den einzelnen Distriken unterjocht. Nach einem Aufstand gegen diesem Staat, verdammt das Kapitol die Menschen in den Distrikten dazu ihre Kinder als Tribut in einen Kampf auf Leben und Tot zu schicken. Dazu werden jedes Jahr aus den einzelnen Distrikten zwei Jugendliche ausgelost um in der Arena vor der Welt um ihr Leben zu kämpfen.

Da dieser Wettkampf im Fernsehen übertragen wird müssen alle zusehen wie diese Jugendlichen sich gegenseitig umbringen. Von Seiten des Kapitols ist dies eine sportliche Veranstaltung und die Menschen freuen sich jedes Jahr darauf um wetten auf die einzelnen Kinder abzulegen. Katniss nimmt anstelle ihrer kleinen Schwester Prim an diesem Wettkampf teil und verstrickt sich schnell in eine Welt der Propaganda, der Verschwendungssucht und der Unmenschlichkeit in der ein Menschenleben weniger wert ist als ein Stück Brot.

Das Buch ist eine Kritik an unserer heutigen Mediengesellschaft (und besonders an Sendungen wie Dschungelcamp und Dsds mit ihren Lügen und Täuschungen und Verrat)und lässt einen die Welt mit anderen Augen sehen. Katniss die durch ihr schweres Leben in dieser unwirklichen Welt abgehärtet ist benimmt sich nicht immer so wie man es von einer 16jährigen erwartet. Sie wirkt kühl und manchmal auch skrupellos und gerade das macht sie so sympathisch da sie sich nicht in ihr Schicksal ergibt und kämpft bis zum bitteren Ende.

Panem ist daher eines der besten Bücher das ich je gelesen habe.
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Durch Kriege und Naturkatastrophen sind die USA vollkommen zerstört. Aus ihren Trümmern ist Panem entstanden, das sich in zwölf Distrikte teilt und von einer unerbittlichen Regierung geführt wird. Alljährlich finden dort ganz besondere Spiele statt, die im ganzen Land übertragen werden und für die jeder Distrikt zwei Jugendliche abstellen muss. Die Regeln sind grausam und einfach: Nur einer kann die Spiele überleben. Als ihre kleine Schwester ausgelost wird, meldet sich die sechzehnjährige Katniss freiwillig. Zusammen mit Peeta, einem Jungen aus ihren District nimmt sie den Kampf auf. Das Problem ist nur, das aufkeimende Gefühle für Peeta Katniss vor große Probleme stellen. Vor allem, weil sie nicht genau weiß, was sie empfindet und empfinden darf.

Mit den Tributen von Panem ist der Amerikaner Suzanne Collins ein großer Wurf gelungen. Weltweit auf den Bestsellerlisten konnte sie nicht nur Leser, sondern auch zahlreiche Kritiker und Hollywood überzeugen.Doch was ist dran, an den oft überschlagenden Lobeshymnen? Der Auftakt zu dieser Trilogie ist durchaus lesenswert. Suzanne Collins schafft es, ein dystopisches Szenario zu entwerfen, dass den Leser von Beginn an fesselt. Sie spielt die Stärken des Ich-Erzählers voll aus, der den Roman vollständig aus der Sicht von Katniss erlebt. Die verwendete Erzählzeit Präsens trägt weiter dazu bei, dass der Roman sich gut und ausgesprochen authentisch liest.

Katniss und Peeta stehen sich in der Arena als Gegner gegenüber. Gerade aus der Frage, wie sie diesen Konflikt lösen wollen, bezieht der Roman einen Großteil seiner Spannung. Zur Höchstwertung reicht es bei diesem Auftakt noch nicht, da sich im Mittelteil doch ein paar Längen eingeschlichen haben. Hier gibt es einige Kapitel, die sich recht zäh lesen. Zum Ende gelingt es Suzanne Collins die Spannung wieder etwas zu steigern. Der Showdown in der Arena ist spannend und das Ende weckt Interesse für den nächsten Band.

Der Auftakt zu DIE TRIBUTE VON PANEM hält durchaus was er verspricht. An manchen Stellen war ich mir zwar nicht sicher, ob ich wirklich ein Jugendbuch lese, aber insgesamt ist TÖDLICHE SPIELE ein interessanter und spannender Roman, der eine geschickte Abrechnung mit unserer Medienlandschaft ist.
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am 29. März 2010
Völlig ahnungslos und ein wenig müde habe ich gestern mit diesem Buch begonnen, weder wusste ich um was es da geht, noch wie lange die Nacht noch werden wird. Vorsichtshalber habe ich den Sleep Timer meines mp3 - Players auf 10 min. gestellt weil ich öfters mal Hörbücher zum Einschlafen verwende. Doch nach neun Minuten stelle ich den Timer auf weitere 10 Minuten, dann auf 15, danach mind. 10 Mal auf 20 min. und auf 30 bis ich schließlich völlig aufgebe! Das Buch wühlt mich so auf, dass ich nicht mehr liegen kann. Mitten in der Nacht spüre ich das Verlangen aufzustehen und mit den Stöpseln in den Ohren zu bügeln oder sonst irgendwas mit mir anzustellen weil ich total zappelig bin ich keine Ruhe finde. Ich höre mir die Geschichte eines Mädchens an, das in ferner oder naher Zukunft das schwere Los zieht und zusammen mit 24 anderen Jugendlichen zu einem Gladiatorenspiel geschickt wird das nur einer überleben darf. Doch Katniss ist nicht alleine. Aus jedem District von denen es 12 gibt wird ein Pärchen gezogen, ein Junge und ein Mädchen. Was für ein Pech, dass gerade der gezogen wird, dem Katniss etwas schuldig ist, denn als sie vor vielen Jahren am Verhungern ist, ist es Peeta, der ihr das Leben rettet. Als Strategie, so scheint es Katniss zumindest versucht Peeta alles um die beiden als Liebespaar darzustellen, denn so etwas gab es bei den Hungerspielen noch nie, schließlich darf am Ende nur einer Gewinnen. Doch bei den Hungerspielen geht um viel mehr als das nachte Überleben, denn die Jugendlichem müssen auch noch attraktiv sein und viele Spnsoren finden, die sie in schweren Situationen mit einem wichtigen Medikament oder etwas zu essen unterstützen und so bleibt es Katniss nichts anderes übrig als das verliebte Mädchen zu sein, das die Zuschauer sehen wollen und das obwohl es in ihrem District jemanden gibt dem es das Herz brechen könnte....
Bis sechs Uhr morgens kann ich nicht aufhören gebannt zuzuhören und das unebfriedigende Ende, das so abrupt, so unerwartet und so offen bleibt lässt mich auch den Rest der Nacht nicht mehr schlafen. Wie kann die Autorin so gemein sein frage ich mich und die Geschichte so unbeendet stehen lassen? Hatte Sie keine Lust mehr? keine Phantasie? Fast erleichtert stolpere ich im Internet über einen Bericht und Kommentare zu dem Buch und bin schon richtig glücklich darüber, dass schon bald der nächste Teil erscheinen soll, der zweite von insgesamt drei und fast schon erleichtert atme ich wieder auf, nur um im nächsten Augenblick schockiert festzustellen, dass es zwar nicht mehr lange bis zum zweiten Teil ist aber noch ein Jahr bis zum dritten!!!!
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The Hunger Games Trilogy
The Hunger Games Trilogy von Suzanne Collins
EUR 19,51