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Kundenrezensionen

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TOP 1000 REZENSENTam 29. August 2012
"Gebannt - Unter fremdem Himmel" von Veronica Rossi ist der Auftakt einer dystopischen Science-Fiction-Trilogie im Jugendbuchsektor. Mich mich war dieser erste Band sehr überzeugend und mehr als vielversprechend.

Inhalt: Aria, Tochter einer Wissenschaftlerin und ausgestattet mit einer wundervollen Gesangsstimme, lebt in einer Biosphäre: Ein abgeschotteter Lebenraum mit hohen technischen Standards, dessen Bewohner sich fast ausschließlich in den so genannten "Welten", wie sie die virtuellen Realitäten nennen, aufhalten. Doch plötzlich gerät Arias heile Welt aus den Fugen: Ihre Mutter, die sich in einer anderen Biospäre aufhält, ist nicht mehr zu erreichen, und Aria steckt in Schwierigkeiten, die zu ihrer Verbannung aus der geschützten Umgebung führen.
Die Welt außerhalb ist gefährlich, doch Aria findet Hilfe. Der "Außenseiter" Perry, der in einem Dorf in der Wildnis lebt, findet sie und rettet ihr das Leben. Gemeinsame Interessen binden das ungleiche Paar aneinander, denn Perry braucht Aria, um seinen Neffen Talon aus einer Biosphäree zu befreien, und Aria braucht Perrys Hilfe, um ihre Mutter zu finden und in der Wildnis zu überleben. Mit der Zeit verändern sich die Gefühle der beiden für einander, während ihre Reise einige Überraschungen bereithält...

Eigentlich klingt "Gebannt - Unter fremdem Himmel" wie eine unter vielen Dystopien, die gerade vor allem unter den Jugendbüchern und besonders gerne als Trilogien den Buchmarkt bevölkern. Für mich sind es allerdings besonders zwei Dinge, die diese Geschichte wirklich aus der Masse herausstechen lassen und sie besonders lesenswert macht.

Zum Einen ist das die Welt, welche die Autorin mit viel Liebe zum Detail erdacht hat. Das ganze ist recht weit in der Zukunft angesiedelt, die Menschheit hat sich vollständig verändert, wie auch ihr Lebensraum. Die Siedler in den geschützten Lebensräumen kennen keine Gefahren, keine Schmerzen und keine Angst. Ihr Leben findet nicht in der Realität sondern in Scheinwelten statt und sie werden schon vor ihrer Geburt genetisch manipuliert und optimiert. Die Menschen in der Wildnis führen ein einfacheres Leben, doch auch sie haben sich verändert. Bei einigen haben sich Sinne, wie das Sehen, das Hören oder das Riechen, so stark verbessert, dass einige unter ihnen, so wie Perry, sogar Gefühle riechen können. Das Leben in der Wildnis ist hart und von strengen Regeln und Kämpfen dominiert. Eine Besonderheit in dieser Zukunftsvision stellt der Himmel dar, denn die Luft über den Köpfen der Menschen selbst ist zur größten Lebensgefahr geworden. Der "Äther", wie es genannt wird, tobt und in wilden Stürmen schießen tödliche Blitze so Boden. Die Gegensätze dieser Welt, die vermeintlich sicheren Biosphären, die ebenso Zufluchtsort wie Gefängnis für die Menschen sind, auf der einen und die Wildnis voller Gefahren auf der anderen Seite, bilden ein sehr faszinierendes und vor allem auch gut durchdachtes und spannendes Gesamtbild.

Das zweite herausstechende Merkmal dieses Romans sind seine Protagonisten und die Liebesgeschichte, die sich zwischen Perry und Aria entwickelt. Beide, sowohl Aria als auch Perry, sind eigenständige Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten, die diesem Roman viel Abwechslung und den Charakteren selbst auch Tiefe geben. Die Liebesgeschichte entwickelt sich zudem langsam und sanft, ohne Kitsch oder überzogene Gefühlsbekundungen nach wenigen Minuten Bekanntschaft. Stattdessen ist sie glaubhaft, sehr romantisch und gelungen.

Auch der Schreibstil und der Aufbau des Romans konnten mich überzeugen. Die Kapitel werden entweder aus der Sicht von Aria oder von Perry, jeweils in der dritten Person, erzählt. Die Sprache selbst liest sich flüssig und vermittelt eine gefährliche, teilweise unheimliche und spannungsgeladene Atmosphäre, die mich als Leser mit den Figuren richtig mitfiebern ließ. Die schöne Gestaltung des Covers soll natürlich auch nicht unerwähnt bleiben, denn der dunkle Hintergrund mit den verschnörkelten, farbigen Akzenten ist ein wahrer Eye-Catcher.

Fazit: Sehr lesenswerte Zukunftsvision. Dunkel und gefährlich, mit einer schönen Liebesgeschichte, überzeugenden Charakteren und einer gut durchdachten Handlung. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung. 5 Sterne
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VINE-PRODUKTTESTERam 3. März 2012
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Man kann es nicht oft genug erwähnen: Dystopien sowie Endzeitromane sind derzeit einfach der Renner auf dem Buchmarkt. Es wird futuristisch, befremdlich und zumeist (höchst) romantisch. Veronica Rossi schließt sich mit ihrem Debütroman, einer Verschmelzung aus Science-Fiction und High Fantasy Elementen, diesem etwas anderen Phantastik-Boom an und erschafft unterdessen ihre ganz eigene Welt unter dem stürmenden Niemalshimmel, inklusive einfallsreicher Ideen und guter Ansätze. DOCH, stellt sich bei mir langsam eine dystopische Müdigkeit ein oder konnte mich "Gebannt. Unter fremdem Himmel" wirklich nicht so stark begeistern, wie ich es eingangs geglaubt habe? Unter folgenden Worten hoffe ich nun selbst eine Antwort zu finden. Alles andere als ein Kinderspiel!

Passend zum Buchtitel blieb ich anfangs tatsächlich Gebannt an den Seiten hängen und mir gefiel, was ich dort las. Die futuristisch-phantastische Lovestory um eine Siedlerin und einen Außenseiter beginnt äußerst spannend, bedrohlich und nicht minder interessant. Durch die wechselnden Erzählperspektiven in der 3. Person findet man sich rasch zurecht. Sofort fühlte ich mich Willkommen in den Welten zweier fremder Gesellschaften/Personen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und sich in einigen Belangen dann doch ähneln. Die Kombination aus virtuellen Welten à la "Matrix" (mit einem weitaus bequemeren Cyber-Anschluss) und einer gefährlich-brachialen Wildnis, hat durchaus ihren Reiz, insbesondere weil beide Gesellschaftsformen von einem gemeinsamen Feind bedroht werden. Nämlich dem Äther, einem flammenden Sturm am Himmel, der langsam die komplette Welt zu verschlingen droht und im Handlungsverlauf stets präsent ist.

Der von der Natur geborene Feind ist jedoch nicht das einzige Problem! Under the Never Sky (Originaltitel) lebt es sich halt sehr gefährlich und dafür sorgen manch unschöne Begegnungen aus der modernen wie wilden Welt. Man könnte also annehmen, dass die bald verstoßene Aria und der barbarische Peregrin/Perry (nein, er ist nicht Mittelerde entstiegen) allerhand aufregende Abenteuer unter fremdem Himmel erleben werden. Nicht ganz! Die Natur macht ihnen zwar des Öfteren einen Strich durch die Rechnung und auch mit blutrünstigen Krähen ist nicht zu spaßen, allerdings hätte man daraus weitaus mehr machen können. Während die ersten Kapitel gelegentlich etwas stolpern, dafür aber an Fahrt aufnehmen, geht es im zweiten Drittel sehr gemächlich zu, wenn die frisch Verbündeten nur wiederwillig ein gemeinsames Ziel verfolgen und sich langsam näher kommen. Leichte Erinnerungen an Ally Condies Cassia & Ky. Die Flucht kamen auf, zumindest was das Tempo im Mittelteil betrifft. Die letzten Kapitel geben zwar wieder ordentlich Gas, wenn es plötzlich sehr rasant, romantisch und teilweise aufklärend wird, für mich reichte das aber leider nicht aus.

Mein Problem: die Art des Erzählens. Erst dachte ich, es könnte vielleicht an der Übersetzung von Franca Fritz und Heinrich Koop liegen. Irgendwann schloss ich das jedoch aus - die von ihnen übersetzten Chroniken der Unterwelt sprechen da eine gekonnte Sprache. Es liegt eher daran, dass Veronica Rossi für mich manche Ereignisse sowie Gefühle nicht spürbar transportieren konnte. Etliche Spannungsmomente, Schlüsselfiguren sowie Erklärungen hätten weitaus mehr Pfeffer und Tiefgang vertragen. Einige Konflikte werden auf eine simple/konstruierte Art gelöst (z. B. ein schwerwiegender Angriff auf Aria oder ein mysteriöser Reisegefährte). Entweder spielen sie später noch eine tragende Rolle oder das vorhandene Potenzial wird in entscheidenden Situationen einfach nicht komplett ausgeschöpft. Was spannend sein könnte, langweilt zunehmend, trotzdessen Rossi einfallsreiche Ideen (z. B. Perrys empfindliche Begabung) mit einstreut und vor allem auf den letzten Seiten zu verzaubern vermag. Reichlich Fragen in Bezug auf die selbst kreierte Zukunftsvision bleiben unterdessen offen bzw. werden unzureichend erklärt ... bis zum Ende, das nicht jeden Glücklich stimmen dürfte, weil auch hier einfach Klärungsbedarf besteht. Hier werden der Phantasie wahrlich keine Grenzen gesetzt!

Und die Liebesgeschichte? Die konnte mich zunächst nicht berühren. "Getrennt durch zwei Welten, geeint im Überlebenskampf, verbunden in unendlicher Liebe" ... das verspricht die Kurzbeschreibung des Verlages und das bekommt man irgendwie auch. Allerdings hätten die feindlichen Dialoge zwischen den beiden für mich zuweilen mehr Biss haben können und mitunter hatte ich das Gefühl, ähnliche Situationen bereits in anderen Büchern gelesen zu haben (sicherlich keine Seltenheit), nur eben weitaus besser!

Aria & Perry sind schon ein nettes Gespann. Ihre verwirrten/unerwünschten Gefühle füreinander reifen während der gemeinsamen Erlebnisse, kommen nicht zu kitschig daher und besonders zum Ende hin gibt es viele schöne Momente mit den beiden zu bewundern. Der verliebte Funke wollte jedoch nicht gänzlich auf mich überspringen. Ich denke das liegt einfach daran, dass ich mit Rossis Art des Schreibens einfach nicht warm wurde und Aria für mich erst ziemlich spät greifbar wurde. Während man von Beginn an einen guten Einblick in Perrys Umfeld und seinen Charakter (raue Schale, weicher Kern) bekommt, schaut es bei Aria etwas anders aus. Sie bleibt lange Zeit über Gast in Perrys mittelalterlich wirkender Welt, die nach dem Motto: "draufhauen oder gefressen werden" funktioniert. Anfangs ist sie dieses typische Mädchen, das in eine fremde Umgebung hineingeworfen wird, ordentlich die Zähne zusammen beißen muss und während ihrer Abenteuer erwachsener wird. Infos über ihre Heimat, die Biosphäre, sind eher spärlich gesät und bekommt man eher nebenher. Dabei wäre gerade das interessant gewesen. An diesen Schwachstellen darf Rossi in den Fortsetzungen Getrieben. Durch ewige Nacht (März 2013) sowie Geborgen. In unendlicher Weite (März 2014) gerne ansetzen und ordentlich aufräumen. Ich bitte drum!

Kurz gesagt:

Gebannt begann ich die ersten Seiten zu lesen ... um mich kurz darauf unter befremdlichem Himmel wiederzufinden. Veronica Rossi konnte mich mit dem Auftakt iher "Aria & Perry"-Trilogie leider nicht durchweg fesseln - frischer Ideen, sympathischer Charaktere und actionreicher Momente zum Trotz. Viele offene Fragen und eine mittelmäßige Umsetzung trübten leider mein Lesevergnügen. Da konnte mich das rasante und höchst romantische letzte Drittel leider nicht mehr drüber hinwegtrösten. Das ist sicherlich Geschmackssache, für mich gibt es allerdings weitaus bessere Geschichten dieses Genres. Bedingt empfehlenswert!
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VINE-PRODUKTTESTERam 29. Februar 2012
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Inhalt:
Aria lebt in einer nahezu perfekten Welt. Zwar ist ihr Lebensraum in Reverie sehr eingeschränkt, denn Platz ist in der von der Außenwelt abgeschotteten Stadt rar. Dafür gibt es aber die Realms, virtuelle Welten, bei denen es keine Grenzen gibt und durch die Aria und die anderen Bewohner von Reverie alles erleben können, was sie nur wollen. Gefühle, Gerüche, Berührungen, all das ist in den Realms besser als in der Wirklichkeit, denn die Bewohner der Pods (so werden diese versiegelten Städte genannt) kennen keine Schmerzen, Angst oder Krankheiten, weswegen die Menschen auch weit über hundert Jahre alt werden.
Perrys Welt ist das genaue Gegenteil. Er lebt in der Außenwelt in der harten Realität und schlägt sich zusammen mit seinem Stamm durch Hungersnöte und Krankheiten. Zwar gibt es ein paar wenige unter ihnen wie Perry, die besondere Kräfte entwickelt haben, wie besonders scharfe Augen oder Geruchssinn, die meisten sind den rauen Bedienungen aber schutzlos ausgeliefert. Auch Perrys Neffe Talon ist todkrank. Auf der Suche nach Medikamenten für ihn bricht Perry in einen beschädigten Teil der Dweller-Stadt Reverie ein und stolpert dort über Aria. Denn Aria und ihre Freunde sind ebenfalls in den kontaminierten Teil eingestiegen. Die Dinge geraten allerdings schnell außer Kontrolle und ein Brand bricht aus, woraufhin Perry Aria das Leben rettet.
Doch Perrys Einbruch bleibt nicht lange unentdeckt und er wird, als er zurück bei seinem Stamm ist, von den Dwellern angegriffen. Perry selbst kommt zwar davon, ausgerechnet Talon wird aber entführt. Perry weiß es ist seine Schuld und er setzt alles daran ihn zu retten. Auch wenn das bedeutet, sich mit einem der verhassten Dweller zu verbünden.
Denn ausgerechnet Aria läuft ihm in der Wildnis über den Weg. Sie wurde ausgesetzt und damit ihrem sicheren Tod überlassen, um den wahren Schuldigen an dem Feuer in Reverie zu decken. Nun will Aria ihre Mutter finden, die in einer anderen Stadt als Wissenschaftlerin arbeitet. Perry sieht in ihre seine einzige Chance an Informationen über Talon zu kommen. Beide brauchen den anderen und so beginnen die sie gemeinsam eine Reise, die die unvereinbaren Welten der beiden auf den Kopf stellt.

Meine Meinung:
Gebannt. Unter fremdem Himmel von Veronica Rossi war eines der Bücher, die mich wirklich zu überraschen wussten. Denn am Anfang hatte ich so meine Probleme mit dem Buch. Man wird mit Eigennamen und Erfindungen bombardiert, die zunächst einfach nur verwirrend waren. Doch als man nach und nach Arias Welt zu begreifen lernt, siegt doch die Faszination. Die Vorstellung der Realms ist gleichzeitig erschreckend und phantastisch. Besonders wenn dann aber Perrys Welt als krasser Kontrast dazu vorgestellt wird, wird es richtig spannend, denn Hunger, Krankheiten und der Kampf ums Überleben sind dort an der Tagesordnung und die Dweller wirken schnell furchtbar oberflächlich.
Es ist also kein Wunder, dass bei Perry und Aria Aggressionen vorprogrammiert sind, denn hier kollidieren sprichwörtlich zwei Welten. Doch genau so lernt man beide Charaktere richtig kennen. Und beide sind richtig gut gelungen, gerade weil ich eine ganze Weile gebraucht habe, bis ich sie tatsächlich mochte. Sowohl Aria als auch Perry sind keine perfekten Charaktere und vor allem Perry, der durch sein hartes Leben extrem viel Gepäck mit sich herumträgt, ist mir schnell ans Herz gewachsen. Durch die Freundschaft und Gefühle, die in den beiden füreinander aufblühen und durch die sie ihren 'Feind' mit ganz anderen Augen sehen, entwickeln sich auch ihre Figuren ganz automatisch mit riesigen Sprüngen.
Ich tu' mich allerdings ein bisschen schwer damit, die Geschichte einem konkreten Genre zuzuordnnen. Offensichtlich und in erster Linie ist es natürlich eine Dystopie. An mehr als einer Stelle wird klar, dass diese Welt vor langer Zeit einmal unsere war. Aber je länger man sich in der Wildnis herumschlägt und Perry und Seinesgleichen mit den besonderen Fähigkeiten kennenlernt, liest es sich mehr und mehr wie Fantasy. Normalerweise mag ich den Mix von Science Fiction und Fantasy nur bedingt, in diesem Fall funktioniert es aber ziemlich gut.
Ich habe trotz des etwas verwirrenden Anfangs eigentlich nichts an Under the Never Sky/ Gebannt: Unter fremdem Himmel auszusetzen. Es gab zwar zu Beginn ein, zwei Details, die mir etwas zu ungereimt gewirkt hatten, aber auch diese wurden im weiteren Verlauf der Geschichte logisch aufgeklärt. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass der ständige und krasse Kontrast zwischen den Figuren und ihrer Welten nicht unbedingt etwas für jeden Leser ist.

Fazit:
Trotzdem ist Gebannt. Unter fremdem Himmel von Veronica Rossi ein Buch, dass ich beruhigt weiterempfehlen kann. Nach einem etwas wirren Start wurde die Geschichte von Seite zu Seite besser und spannender und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Zwar wartet am Ende kein gemeiner Cliffhanger, trotzdem hat die Autorin die letzten Seiten doch so geschickt und gemein gestaltet, dass ich den nächsten Teil am liebsten sofort lesen möchte.
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am 5. August 2013
Inhalt:

Aria scheint in einer perfekten Welt zu leben, sie muss auf nichts verzichten noch hat sie viele Pflichten. Gemeinsam mit vielen anderen bewohnt sie die Biosphäre Reverie die, wie alle anderen Sphären abgeschottet von der Außenwelt ist. Als sich ihre Mutter, eine angesehene Forscherin, nicht mehr meldet, bekommt Aria Angst und will mit Hilfe ihrer Freunde das System umgehen um wieder Kontakt zu ihrer Mutter aufnehmen zu können. Ab diesem Zeitpunkt läuft alles schief und eine unvorhersehbare Kettenreaktion wird ausgelöst. Einige ihrer Freunde sterben und Aria selbst wird von einem Barbaren gerettet. Ein Außenseiter, jemand der wie ein Wilder in der Freiheit haust..

Meinung / Fazit

Schon nach den ersten Seiten wird man in den Sog der Welten hineingezogen. In den ersten Kapiteln ist mahautnah dabei als Aria und ihre Freunde versuchen sich aus der Biosphäre zu stehlen. Sie schalten ihre Smarteyes ab und gelangen dadurch für kurze Zeit nach draußen. Und hier nimmt das Chaos seinen Lauf…

Aria kennt die Geschichten die man sich von den Außenseitern erzählt. Diejenigen die unter freiem Himmel schlafen, in kargen und verlassenen Gegenden. Diese Völker sind nichts als grausame Barbaren und einige von ihnen sollen sogar Kannibalen sein. Aber weshalb hat Peregrine dann ihr Leben gerettet? Er ist doch auch ein Barbar.

Peregrine, kurz Perry, ist in der Nacht des Unfalls zufällig in der Nähe. Er hört die Siedler, so werden die Menschen in den Biosphären genannt, und sieht kurz darauf ein Feuer ausbrechen. Aber nicht nur das, als er sieht wie das junge Siedler Mädchen geschlagen wird, greift er ein und rettet damit Aria das Leben. Für ihn ist die Sache damit abgeschlossen, aber schon bald werden sich die Wege von Perry und Aria wieder kreuzen.

Die Welt die Veronica Rossi erschaffen hat ist fantastisch und zaubert einem eine klare Vorstellung direkt in den Kopf hinein. Auf der einen Seite ist da eine Welt voller moderner High Tech und ausgestattet mit unendlicher Möglichkeit und auf der anderen Seite hat man das genaue Gegenteil. Die Welt von Perry steckt voller Wildheit, sie ist rau, brutal und man muss für sein Überleben hart kämpfen. Mich faszinierte die Welt von Perry mehr, als die perfekte Hülle in der Aria wohnte, aber der Gegensatz hat seine Wirkung nicht verfehlt – einfach großartig.

Der Schreibstil der Autorin ist erschreckend realistisch und lässt einem sofort in die Geschichte eintauchen ohne lange Anlaufzeit. Ich wollte das Buch gar nicht mehr zuklappen und ich bin froh, dass der zweite Band schon in greifbarer Nähe lag.

„Deine Stimme hört sich an wie ein mittelalterliches Feuer. Ganz warm, lebendig und golden. Ich könnte dir ewig beim Reden zuhören.“ (Aria, Seite 389)

Mit Aria und Perry hat die Autorin wunderbare Protagonisten geschaffen und beide sind mehr als sympathisch. Aria wirkt zwar auf den ersten Blick ein wenig naiv aber gleichzeitig ist sie auch neugierig und vor allem wissbegierig. Die Annäherung zwischen Aria und Perry kam ganz langsam, es wurde erst Vertrauen aufgebaut und sich kennengelernt. Und damit wurde die ganze Geschichte authentischer. Perry muss die meiste Zeit seine barbarische Rolle spielen, die ihn wild und gefährlich darstellen lässt, aber unter seiner rauen Schalte steckt natürlich ein sanfter und weicher Kern. Auch die Nebencharaktere glänzen in ihren Rollen. Nicht zuletzt Roar, der beste Freund von Perry, den man einfach sofort ins Herz schließen muss. Da hat man gar keine andere Wahl, er ist loyal, ehrlich, witzig und bringt frischen Wind in die Story.

„Dein Geruch ist wie Veilchen zu Beginn des Frühjahrs“, flüsterte er. Dann musste er über sich selbst lachen – denn obwohl es stimme, hörte er sich bei diesem Satz an wie der größte aller Narren. (Perry, Seite 389)

In „Gebannt – Unter fremden Himmel“ geht es aber nicht nur um eine Liebe zwischen Siedlerin und Außenseiter, sondern auch um tiefe Freundschaft, Ergebenheit seines eigenen Volkes, die Liebe zu seinen Wurzeln und auch über den Überlebenskampf zwischen all den Gefahren. Und das alles macht den Unterschied zwischen einem guten Buch und einem atemberaubenden Buch aus.

Eine fantastische Geschichte die einem nicht mehr los lassen wird. Eine harte Zerreissprobe für die Nerven und eine Achterbahnfahrt für die Gefühle. Hier war einfach von allem sehr viel dabei – und ich fasse es nicht, dass ich diese Reihe solange vor mich hergeschoben habe. Ein klares Must Read für Dystopie Fans und .. ach was, ein unumgängliches Must Read für alle! 5/5 Rawr‘s

Ich bitte darum meine Rezension nicht ohne meine Einwilligung anderweitig zu veröffentlichen.
© Sarah Rawrpunx
rawrpunx.blogspot.co.at
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am 22. Januar 2014
Ich habe mir das Buch gekauft, weil es bei der Trilogie "Tribute von Panem" empfohlen wurde. Leider hat es mich entäuscht, weil es in meinem Augen ein klischeebehaftete Geschichte ist, in dessen Schreibstil ich mich nicht eingefunden habe.

Eine schöne junge Frau, die in einer Welt aufwächst, in der Äußerlichkeiten und Perfektion das höchste Ziel ist, gerät nach einigen brutalen Szenen in eine Welt der "Barberei" und es stellt sich heraus, dass man sich in diese sogenannten "Barbaren" auch verlieben kann, wenn man hinter die Fassaden schaut und alles über Bord wirft, was man vorher von einem fremden Volk wusste.

Die Protagonisten und die Dialoge sind durchschaubar und leider, meiner Meinung nach entgegen anderer Rezensionen hier, nicht sehr ausgefeilt.

Für eine gute Dystopie leider sehr flach aber einfache Kost zu lesen. Wenn man etwas für die Bahn zum Lesen braucht, kann man sich dies ruhig mal gönnen, aber da gibt es viele viele andere Bücher, die man vorher lesen könnte.
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am 25. Januar 2015
Ich wäre dafür das dieses tolle Buch verflimt wird, es ist packend und mitreißend und hat eine ganz neue Handlung, ich finde diese Trilogie der Hammer, habe alle 3 Bücher in 2 Wochen durchgelesen und habe sogar geweint, nur leider bin ich ins erste Buch nur sehr schwer rein gekommen weil die 100 ersten Seiten Käse sind, also man braucht sie, weil man sonst nicht den Sinn versteht aber die fand ich nicht so gut.. Dafür aber die 1100 nächsten Seite :-)
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am 25. Juni 2014
Die siebzehnjährige Aria lebt in einer Welt, die perfekter ist als die Realität. Perry kommt aus einer Wildnis, die realer ist als jede Perfektion und in der wilde Stürme das Leben bedrohen. Als Aria in seine Welt verstoßen wird, rettet Perry ihr das Leben. Trotz ihrer Fremdheit verbindet die beiden die Verzweiflung und Sorge um die, die sie lieben. Aria will ihre verschollene Mutter wiederfinden, Perry ist auf der Suche nach seinem Neffen, an dessen Entführung er sich die Schuld gibt. Aria versucht, vor Perry zu verbergen, dass ihre Gefühle ihm gegenüber sich wandeln. Doch Perry hat dies längst schon entdeckt, aber nicht nur bei Aria, auch bei sich selbst. (Klappentext)

Aria: begabte Sängerin
Perry: Seher und Witterer
Vale: Bruder von Perry und Kriegsherr der Tiden
Talon: Sohn von Vale
Lumina: Mutter von Aria

Das Cover dieses Buches ist leicht mysteriös gehalten. Zu sehen ist wahrscheinlich Protagonistin Aria in einem Gewirr aus Pflanzen. Der Titel ist ebenfalls mit eingearbeitet und sieht toll aus. Vorherrschende Farbe ist ein dunkles Grün. Das E-Book besteht aus 45 Kapiteln und wird aus der Sicht von Aria und Perry erzählt.

Aria lebt mehr in einer virtuellen Welt als in der realen. Ohne ihr perfekt angepasstes Smart-eye ist sie praktisch so gut wie hilflos. Eines Tages möchte sie Informationen aus Soren, dem Sohn des Sicherheitschefs von Reverie, herausbekommen und begibt sich unwissentlich in große Gefahr…
Perry ist ein sogenannter Barbar, er lebt in der realen Welt, auch als Außenwelt bezeichnet. Dort ist alles nur zweckmässig und sehr einfach gehalten. Seine große Zuneigung gilt seinem kleinen Neffen Talon. Er würde alles tun, um ihn zu beschützen. Wird es Perry gelingen?

Ich habe diesen Trilogieauftakt als E-Book gelesen und muss gestehen, dass es bereits mein zweiter Anlauf war. Beim ersten Mal habe ich schon nach wenigen Kapiteln aus heute mir unerfindlichen Gründen aufgegeben. Doch dieses Mal wurde ich schon gleich gepackt.
Der Anfang ist mehr als spannend und rasant gestaltet worden – ich konnte sofort in die Szene eintauchen und war somit von Anfang an mitten im Geschehen. Die Ereignisse überschlagen sich und ehe sich der Leser versieht, begleitet er Aria auch schon in der Außenwelt. Ich muss sagen, dass ich mir etwas mehr Zeit in Arias ursprünglicher Welt und ihr Leben dort gewünscht hätte. So wird von der Autorin das Leben in der Zentralkuppel nur mehr angerissen, alles weitere spielt sich in der sogenannten Außenwelt ab.
Kritisieren muss ich allerdings, dass ich nicht ganz hinter die Definition von Äther gekommen bin, der ja eine große Rolle in der Geschichte spielt. Doch, was es genau damit auf sich hat, hat sich mir leider nicht ganz erschlossen.
Hier wird ganz klar deutlich, dass mit dem Kennenlernen von Aria und Perry ganze Welten aufeinander treffen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Anfangs können sich die zwei auch nicht wirklich riechen – im wahrsten Sinne des Wortes. Doch gerade Perrys Art konnte mich begeistern. Er ist zwar nicht sehr gesprächig, aber er kümmert sich und versucht das Beste aus der Situation zu machen. Schon ziemlich am Anfang der Story wurde mir klar, dass Perry mein Liebling werden wird. Er zeigt seine grenzenlose Liebe zu seinem Neffen und offenbart so eine Sanftmut, die man nicht vermuten würde.
Aber auch Aria konnte ich sogleich in mein Herz schließen. Mit ihrer etwas hypochondrischen Art hatte sie sofort einen Stein bei mir im Brett. Die Veränderung, die sie in der Außenwelt durchmacht ist bemerkenswert und authentisch dargestellt.
Eine überraschende Offenbarung seitens Arias Mutter Lumina ließ nicht nur die Charaktere im Buch leicht sprachlos zurück…

Aria, jeder erfährt Verlust und Trauer in seinem Leben. Der entscheidende Unterschied besteht darin, wie jemand damit umgeht.
65% (Seite 282)

Veronica Rossi hat mit ihrem Auftaktband „Gabannt – Unter fremdem Himmel“ eine tolle Mischung aus Action und ruhigen Szenen kreiert, die mich sofort mitreissen konnte. Hinzu kommt noch ein zart erblühendes Liebespflänzchen, das sicherlich noch in den Folgebänden wachsen wird. Rundum ein sehr gelungenes Buch, bei dem ich sehr froh bin, ihm noch eine zweite Chance gegeben zu haben. Ich hoffe auf mehr Erklärungen in den Folgenbänden und vergebe somit sehr gute 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen!

Die Menschen sind manchmal zu denen am grausamsten, die sie am meisten lieben.
76% (Seite 327)
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am 27. Mai 2014
Eye-Candy:
Das Cover ist eigentlich sehr schön, mit dem großen A, welches eine Anspielung auf das Ähther sein könnte, welches eine wichtige Rolle in der Handlung spielt. Was ich jedoch nicht nachvollziehen kann, warum verwendet man ein Mädchengesicht, wenn die Geschichte aus zwei Perspektiven erzählt wird? Denn die Kapitel sind in Aria und Perry- Teile aufgeteilt. Außerdem hat Aria dunkle Haare und das Mädchen auf dem Cover hat helles Haar.

Inhalt:
Die zukünftige Welt ist in zwei Gesellschaften geteilt. Die "Siedler", die in geschützten Biosphären leben und die "Außenseiter", die in der Todeszone, also außerhalb der Biosphären leben. Beide Gruppen können sich nicht leiden und machen einen großen umeinander. Die Natur außerhalb der kontrollierten Biosphären wird von Ätherstürmen heimgesucht, weshalb ein einfaches Leben kaum möglich ist. Das Äther bedeckt nicht nur vollständig den Himmel, es verändert auch die DNA der Menschen. Deshalb haben die Menschen, die außerhalb der Sphären leben, besondere Fähigkeiten. Manche können in der Dunkelheit sehen, andere verfügen über die Gabe sehr gut zu hören und wieder andere können die Gefühle anderer erriechen.
Als Aria in die Außenwelt verbannt wird, ist ihr klar: Sie wird sterben. Unverhofft wird ihr von Perry, einem Außenseiter, geholfen. Doch der hat ein eigenes Interesse, weshalb er sie am Leben erhalten möchte...

Meine Meinung:
Das Buch fängt aus der persönlichen Erzählperspektive von Aria an. Sehr schnell wird uns klar, dass sie sich Sorgen um ihre Mutter macht und sich nur deshalb auf zwielichtige Gestalten eingelassen hat. Anfangs wird der Leser etwas überfordert sein, da andauernd technologische Begriffe genannt werden und man keine Ahnung hat, was das ganze soll.
Nach und nach erklärt sich alles und man kommt schnell in die Geschichte rein.

Die Geschichte fängt wirklich an, wenn Aria in der Außenwelt auf Perry trifft und erst jetzt lernen wir die Charaktere auch wirklich kennen. Zuvor waren sie nur eindimensionale Skizzen und umso schneller werden sie dreidimensional und wirken sehr echt.

Aria ist ein naives Mädchen, das sich in eine Überlegung verrannt hat. Obwohl sie die Außenwelt mit den Augen eines Kindes betrachtet und naive Fragen stellt und naiv handelt, ist sie keineswegs nervig. Die Tatsache, dass sie auch nicht gleich hin und weg ist von Perry, sondern sich vor ihm fürchtet und sich nur langsam ihm annähert, fand ich nachvollziehbar und spannend. Es findet eine Charakterentwicklung statt, die nicht an den Haaren herbeigezogen ist und den Leser somit nicht überfordert.

Perry hingegen ist ganz anders als der typische männliche Protagonist. Er ist keiner der Bad Boys, aber auch nicht einer der anderen Boys. Dass er tiefgreifende Probleme hat, wird langsam klar und dass diese Probleme ungewöhnlich sind, bedeutet nicht, dass sie nicht nachvollziehbar sind.

Die Liebesgeschichte zwischen Perry und Aria baut sich langsam auf. Sie ist sehr zerbrechlich und ob sie eine Zukunft hat, wird offen gelassen... Mehr möchte ich auch nicht dazu sagen, da ihr euch selber davon überraschen und einnehmen lassen solltet.

Viele Nebencharaktere gibt es nicht, jedenfalls tauchen manche auf und verschwinden auch sehr schnell wieder. Sehr interessant finde ich Cinder (wobei ich mit dem Namen Probleme hatte, da Wie Monde so silbern ;) ) und Roar.
Letzterer ist mein Lieblingscharakter in Gebannt. Seine witzigen Sprüche haben mich sehr oft zum Lachen gebracht und sein Schicksal hat mich sehr berrührt... Ich hoffe, dass wir im zweiten Band mehr von ihm haben werden.

Die Schreibweise der Autorin ist einfach gehalten, aber bildlich gehalten. Dabei verzichtet sie auf schwülstige Metaphern und verlässt sich auf die Handlung der Geschichte, die es nicht nütig hat aufgebauscht zu werden. Das Buch lebt vor Spannung und es gelingt der Autorin, diese durchgängig zu halten.

Bewertung:
Wenn es die letzten Seiten nicht gegeben hätte, hätte ich dem Buch fünf Herzchen gegeben. Dann hätte das Buch zwar mit einem miesen Cliffhanger geendet, aber es wäre kein pseudo Happy End gewesen, was ich einfach nicht leiden kann. Das Ende soll wohl zufriedenstellen, für mich ist es die gleiche Problematik wie bei "Himmelsfern": Es wird zu sehr darauf geachtet, dass der Leser zufrieden gestellt wird. Meiner Meinung nach, sollte kein Autor seine Geschichte nach dem Leser richten, da dadurch nur die Geschichte verfälscht wird. Daher ♥ ♥ ♥ ♥ Herzchen.
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am 11. April 2014
Inhalt:
Als das Siedlermädchen Aria plötzlich aus ihrer Welt gerissen und in der Wildnis ausgesetzt wird, ist ihre Angst groß. Ätherstürme wüten hier draußen und Barbaren treiben ihr Unwesen. Als sie auf Perry trifft machen sie einen Deal: Wenn Aria ihm hilft, seinen entführten Neffen zu befreien, bringt er sie zurück in ihre Biosphäre und zu ihrer Mutter. Auf ihrem gemeinamen Weg lernt Aria eine neue Welt kennen, die zwar Gefahren birgt, aber vielleicht doch nicht so schrecklich ist, wie ihr von Kindheit an immer gesagt wurde.

Meine Meinung:
"Gebannt - Unter fremdem Himmel" ist der Auftakt zu Veronica Rossis postapokalyptischen Trilogie um das Siedlermädchen Aria und den Barbaren Perry, die in völlig unterschiedlichen Welten aufgewachsen sind und sich auf der Suche nach zwei geliebten Menschen zusammen tun müssen.

Aria hat ihr bisheriges Leben in einer sogenannten Biosphäre verbracht, welche die Menschen vor den Ätherstürmen draußen beschützt und ihnen virutelle Welten zur Unterhaltung anbietet. Die Vorstellung, die ganze Zeit so einen kleinen Bildschirm vor dem Auge zu tragen, der Zugang zu diesen Welten bietet, und kaum Zeit in der realen Welt zu verbringen, fand ich schon ein wenig gruselig. Perrys Leben dagegen ist ganz anders, er ist bei einem Stamm, dessen Anführer sein Bruder ist, in der Welt außerhalb der Biosphäre aufgewachsen. Dort geht es zwar wesentlich rauer zu mit der ständigen Gefahr von Ätherstürmen, doch es ist auch wesentlich realer, als Arias Leben.

Der Anfang der Geschichte ist sehr abrupt und hat mich ein wenig überrumpelt. Man ist gleich mittendrin in einer für Aria nicht wirklich tollen Situtation, hört lauter Begriffe wie den Welten, den Äther oder Biosphäre, ohne das zunächst näher drauf eingegangen wird. Es passte zwar irgendwie zur Szene, denn für große Erklärungen sind wäre ihr gar keine Zeit geblieben, doch ich war erstmal ziemlich verwirrt. Nach den ersten Kapiteln fließen dann aber doch nach und nach auf angenehme Art und Weise die Erklärungen mit in die Geschichte ein, so dass Arias und Perrys Welt langsam zu verstehen lernt.

Erzählt wird die Geschichte, wieviele andere, die ich in letzter Zeit gelesen habe, abwechseln aus der Er-/Sie-Perspektive der beiden Protagonisten Aria und Perry. Wer meine Rezensionen kennt, weiß, dass ich solche Perspektivenwechsel immer gerne mag und die Autorin hat sie hier auch gut umgesetzt. Am Anfang eines Kapitels steht immer, wer gerade dran ist, und es hat auch jeder seine eigene Art, so dass ich mich innerhalb eines Kapitels nie fragen musste, wer denn nun eigentlich erzählt.

Arias Charakter macht im Laufe des Buches eine ziemliche Entwicklung durch. Anfangs war sie noch ein verängstiges Mädchen, welches nach ihrer Mutter sucht, doch nach und nach wird sie immer mehr zu einer starken Frau, welche sich zu behaupten weiß und meinen Respekt verdient hat. Bei Perrys Charakter ist mir so etwas nicht wirklich aufgefallen, außer vielleicht, dass er ein wenig mehr aus sich heraus kommt und im Laufe der Geschichte nicht mehr ganz so verschlossen ist, wie anfangs.

Einen fiesen Cliffhanger gibt es am Ende von diesem ersten Teil zum Glück nicht, aber dennoch sind noch genug offene Handlungsstränge übrig, um Stoff für den nächsten Band zu bieten. Auch einige Erklärungen, insbesondere wie es zu dieser Welt, in der Aria und Perry leben, gekommen ist, erhoffe ich mir dort, denn diese haben mir in Band 1 ein wenig gefehlt.

Fazit:
Veronica Rossis "Gebannt - Unter fremdem Himmel" ist ein toller Auftakt zu ihrer Trilogie "Under the Never Sky". Nach einem abrupten Einstieg in die Geschichte kommen nach einiger Zeit die Erklärungen und bieten einem eine Geschichte um das Siedlermädchen Aria und den Barbarenjungen Perry. Ohne fiesen Cliffhanger konnte ich diesen Teil zufrieden zuklappen, 4 von 5 Muscheln vergeben und mich auf den nächsten Teil freuen, in dem die Autorin hoffentlich noch ein paar Worte über die Entstehung ihrer Welt verliert.
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Nachdem Ätherstürme die Welt verwüstet haben, hat sich die Menschheit Biosphären zum Schutz gebaut, in denen sie fortan leben. Das Leben in den Biosphären wurde optimiert. Babys entstehen im Reagenzglas, die Eigenschaften kann man sich wünschen wie Weihnachtsgeschenke. Die Menschen tragen graue Anzüge, bekommen rationierte Nahrung und arbeiten in den Bereichen, die ihnen vorgegeben werden.
Zur Kommunikation tragen sie Smarteyes, die ebenfalls dazu dienen, in die "Welten" zu entschwinden, in denen ihnen das reale Leben vorgetäuscht wird. Es gibt Welten zum jagen, Welten zum Sport, Welten für Hobbys oder Partys. Hologramme, die sich echt anfühlen, da sie perfekt imiterit und inszeniert wurden.

Doch es gibt auch Außenseiter. Mutationen auf den ersten Blick. Menschen, die gegen die Biosphären sind, die das "echte" Leben kennen. Sie leben im Wald und tragen spezielle Fähigkeiten in sich. Es gibt Witterer, die Stimmungen riechen können, es gibt Seher und es gibt Horcher. Sie leben in Stämmen und kämpfen zwischen den Ätherstürmen durch Handel und Rivalitäten ums nackte Überleben.

Aria ist eine Siedlerin. Perry ein Außenseiter. Bis sich ihre Wege auf interessante Weise kreuzen und sich heruasstellt, dass sowohl die Siedler als auch die Außenseiter letztlich nach den selben Dingen streben: Überleben.

"Aria schaute auf ihre miteinander verschränkten Finger und spürte seine Berührung. Die Wärme und die Schwielen. Weich und hart zugleich. Sie nahm seinen Schrecken, seine Schönheit, seine Welt in sich auf, saugte jeden Moment der vergangenen Tage auf. Dies alles erfüllte sie wie der erste Atemzug, den sie je getan hatte." (ebook S. 207)

Für mich, als absoluten Fan von Dystopien und dem Leben in vorgegebenen Bahnen, war dieses Buch ein absolutes Muss. Leider wurde meine Vorfreude erstmal gedämpft.
Das Buch wird abwechselnd aus den Sichtweisen von Perry und Aria erwähnt. Da die beiden nicht von vorne herein den gleichen Weg gehen und auch absolut unterschiedliche Leben führen, kam für mich Aria etwas zu kurz und von Perrys langweiligem Leben wollte ich eigentlich gar nichts lesen.
Auch nachdem die Beiden dann Verbündete waren, war ich etwas enttäuscht, weil ich gerne mehr von dem Leben in der Biosphäre erfahren hätte. Es hat meine Erwartungen einfach nicht getroffen.

Dennoch muss ich sagen, dass ich mich nachdem die beiden vereint waren, sehr schnell mit der unerwarteten Wandlung anfreunden konnte. Jeder der beiden Protagonisten hat eine Seite an sich, die man irgendwo einfach nur mögen kann. Zudem kommt hinzu, dass beide eine sehr große Wandlung in diesem Buch durchmachen, welcher meiner Meinung nach großer Respekt gebührt.

Probleme hatte ich mit der Vorstellung mancher Dinge. Allein das Wort "Äther" fand ich immer ziemlich eklig und vorstellen konnte ich mir das auch nicht. Ich habe mehrfach Freund google befragt, dennoch habe ich kein so richtiges Bild vor Augen.
Auch bei Perry und Aria haben mir die äußerlichen Details ein wenig gefehlt. Ich hatte anfangs ein klares Bild von Perry vor Augen, was dann aber durch eine Aussage zunichte gemacht wurde. Leider folgte darauf aber nichts mehr, was mein Bild wieder hätte aufbauen können.

Das Cover ist wundervoll aufwendig gestaltet. Auch wenn man den Schutzumschlag abnimmt, erscheint darunter fast das gleiche Bild nochmal wie auf dem Umschlag, was richtig was hermacht.
Die einzelnen Kapitelüberschriften sind in einer speziellen Kombination zweier Schriftarten gerabeitet, was sehr filigran und edel wirkt.

Und erwartet in diesem Buch nichts, was wir nicht schon kennen, und daher auch nichts, was man nicht schon relativ früh erahnen kann. Am Ende kommt zwar eine Wandlung, bzw. eine Wahrheit ans Licht, die ich so nicht erwartet hätte - aber es änderte am Lauf der Geschichte nichts. Wäre dies nicht geschehen, wüsste man nicht mehr oder weniger über den Lauf der Dinge.
Trotzdem ist dieses altbekannte schön und gut umgesetzt, ohne dass Langeweile aufkommt oder es unnötige Längen gibt.

Stilistisch ist dieses Buch im typischen Stil eines Jugendbuches geschrieben. Die Sprache ist weder besonders hervorstechend, noch besonders schwierig, aber genau das macht es so angenehm und flüssig zu lesen.

Ich bin gespannt wie die Geschichte der beiden weitergeht und freue mich auf den zweiten und dritten Band.

Ich ziehe für die fehlenden neuen Ideen 1 Stern ab und vergebe somit 4/5 Sternen!
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