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297 von 335 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spotttölpel und Löwenzahn ;)
Ich habe gestern den 3. Teil der Panem-Trilogie zu Ende gelesen und bin noch immer in seinem Bann, es hat mich derart mitgerissen und "gezeichnet", dass mir diese Geschichte nicht mehr aus dem Kopf will...ich wurde scheinbar "eingewebt"! ;)
VORSICHT SPOILER:
Ich möchte hauptsächlich etwas zu den negativen Rezensionen sagen, welche ich mir...
Veröffentlicht am 21. April 2012 von BecciBookaholic

versus
409 von 456 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Vorne drückt es, hinten kneift es
"Flammender Zorn" bildet den Abschluss der sehr beliebten Panem-Trilogie und schlägt dabei eine ganz andere Richtung ein, als die beiden Vorgänger. Standen dort einige wenige Menschen und ihre Schicksale, Abenteuer und Gefühle im Mittelpunkt, geht es nun um nichts Geringeres als die gesamte Menschheit. Der Bürgerkrieg, der sich schon angedeutet hatte,...
Veröffentlicht am 5. März 2012 von Rob Fleming


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409 von 456 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Vorne drückt es, hinten kneift es, 5. März 2012
Von 
Rob Fleming - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Flammender Zorn" bildet den Abschluss der sehr beliebten Panem-Trilogie und schlägt dabei eine ganz andere Richtung ein, als die beiden Vorgänger. Standen dort einige wenige Menschen und ihre Schicksale, Abenteuer und Gefühle im Mittelpunkt, geht es nun um nichts Geringeres als die gesamte Menschheit. Der Bürgerkrieg, der sich schon angedeutet hatte, bricht aus. Begleitet von einem politischen Ränkespiel bei dem keine Seite "Die Guten" zu sein scheint. In dieser Welt wirken die Protagonisten, um die sich bislang alles drehte, vergleichsweise unbedeutend und klein und sind nur noch ein Rädchen im Getriebe. Zusätzlich wird die Stimmung immer düsterer und bedrückender. In den Schlachten sterben mehrere lieb gewonnene Charaktere und die Hauptfiguren haben in den Kriegswirren wenig Kontakt zueinander. Diese Atmosphäre wird noch dadurch verstärkt, dass Ich-Erzählerin Katniss vor allem lethargisch und resignierend auf die Entwicklungen reagiert. Ihr Kampfeswille blitzt nur noch ganz selten durch.

Der Aufstandes gegen das totalitäre Regime wurde seit dem ersten Roman mit Andeutungen entwickelt. Es wurde zwar fast nie direkt thematisiert, aber dem Leser war schon klar, dass es letztlich unvermeidbar ist, dass es einen Widerstand gegen das System geben muss, der in einer Revolution eskalieren wird. Gleichfalls war zu erwarten, dass das Mädchen, das in den ersten Teilen im Mittelpunkt einer inszenierten Fernsehshow stand, in einem echten Krieg eine längst nicht so tragende Rolle spielen kann.
Für sich allein betrachtet ist der Roman also durchaus schlüssig und spannend sowieso. Ich finde es auch nicht verwerflich, dass die Geschichte nicht so schön endet, wie sich das viele Leser gewiss gewünscht haben. Es muss nicht immer auf ein rosarotes Hollywood-Happy-End hinauslaufen. Trotzdem bin ich nicht glücklich, denn es findet ein erheblicher Stilbruch zwischen Buch 2 und 3 statt. Der ist zwar nicht so sehr inhaltlicher, aber dafür emotionaler und literarischer Natur.

Autorin Suzanne Collins weckt Erwartungen und Hoffnungen, die sie nicht erfüllt. Das hat nichts mit einem guten/schlechten Ende zu tun, sondern dass sie mal eben den ganzen Erzählstil auf den Kopf stellt. Über zwei Romane hinweg baut sie behutsam eine Handvoll Charaktere auf, lässt sie sich entwickeln, ein Beziehungsgeflecht zueinander aufbauen und den Leser daran Teil haben. Ihr Roman spielt vor allem in diesem Mikrokosmos, die große, böse Welt dient lediglich als Kulisse. Im letzten Teil nimmt sie dann einen Vorschlaghammer zu Hand und legt all das vorher mühsam Aufgebaute innerhalb weniger Seiten in Schutt und Asche. Aus einem Abenteuer-Jugendbuch wird eine Kriegsberichterstattung. Von der Nahaufnahme zoomt sie plötzlich in die Totale.
Der dritte Teil bewegt, berührt und wühlt auf, aber eben auf ganz andere Weise als die Vorgängern. Es ist kein sympathisierendes Mitfiebern mehr, sondern besitzt die verschreckende Faszination eines Autounfalls. Die Ereignisse mögen sich zwar realistisch in das Gesamtgeschehen einfügen. Die Art und Weise wie sie geschildert und von den Hauptpersonen (und damit dem Leser) erlebt werden, passt aber nicht zu der Perspektive der ersten beiden Bände.

Der Trilogie als Gesamtheit fehlt der rote Faden, eine kontinuierliche Entwicklung und ein in sich schlüssiger Spannungsbogen. Wie kann der Leser sich mit einer Hauptperson identifizieren, die im Vergleich zu den ersten Büchern kaum wieder zu erkennen ist und überdies selbst das Interesse an ihrem Schicksal verloren zu haben scheint?

Suzanne Collins ist keine politische Berichterstatterin aus einem Krisengebiet, der es in erster Linie um Wahrheit und Realität gehen sollte (wir reden hier von einem Fantasy-SiFi-Roman). Sie schreibt Unterhaltungsliteratur für ein jugendliches Zielpublikum (zumindest lässt sie sich so vermarkten). Genau diesem Anspruch - "zu unterhalten" - wird sie aber im Abschlussband nicht mehr im gleichen Maße gerecht, wie in den Vorgängern.
Vielleicht war das auch nie ihre Absicht, vielleicht wollte sie die Leser absichtlich auf eine falsche Fährte locken, um dann besonders nachdrücklich zu schocken. Sollte das ihr Ziel gewesen sein, dann hat sie es gut gemacht. Ob das allerdings für den Leser spaßig und zufriedenstellend ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ein nachdrücklich in Erinnerung bleibendes Leseerlebnis ist es aber allemal.
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297 von 335 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spotttölpel und Löwenzahn ;), 21. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe gestern den 3. Teil der Panem-Trilogie zu Ende gelesen und bin noch immer in seinem Bann, es hat mich derart mitgerissen und "gezeichnet", dass mir diese Geschichte nicht mehr aus dem Kopf will...ich wurde scheinbar "eingewebt"! ;)
VORSICHT SPOILER:
Ich möchte hauptsächlich etwas zu den negativen Rezensionen sagen, welche ich mir hauptsächlich durchgelesen habe, zumindest ein paar. Da ich nach diesem letzten Buch, wie auch den beiden Vorgängern keine einzige negative Assoziation habe.
Mir ist aufgefallen, dass viele der Negativrezensionisten das Buch scheinbar nicht richtig gelesen haben. Offene Fragen? Die genannten bleiben keineswegs offen, sie ergeben sich meist im Kontext, z.B. WARUM Katniss sich für Peeta und nicht für Gale entschieden, das kündigte sich schon im 2.Teil an, wurde stärker zu spüren als sie Peeta nach seiner Befreiung aus dem Kapitol wieder sah. (Ihr waren plötzlich Gales Gefühle "egal"), im 3.Teil gab es zwischen Gale und Katniss viel Streit und wenn Annäherung standfand, war sie wenig "wert", die Gedanken und Gefühle um Peeta wurden präziser, Katniss war sich spätestens nach dem Gespräch mit Finnick bewusst WAS genau sie für Peeta empfindet, auch als Peeta sie "hasste" und töten wollte sickerte das Gefühlsleben ans Tageslicht. In 1000 anderen Details war die Entscheidung schon recht weit am Anfang des 3.Teils für Peeta gefallen. Genauso wurde nicht offen gelassen, was mit Gale passiert ist, es wurde zwar nicht ausgeschmückt, aber erwähnt wurde er dennoch. Sicher hätte man sich gewünscht, dass man mehr über seine Gefühle und Gedanken erfährt, aber das geschah in allen 3 Teilen eher selten. Er schloss mit ihr quasi ab, als sie ihn auf die Falle ansprach (Bomben auf die Kinder), denn ab diesem Zeitpunkt war ihm klar ("....du wirst sowieso immer darüber nachdenken" - so oder so ähnlich ;)), dass er "verloren" hat. Es war ihm wohl schon klar, als er Katniss fragte, ob sie ihn für kaltherzig hält. Im Gespräch (im Keller von Tigris) mit Peeta deutete er das an, was sich auch durchaus bewahrheitet hat, dass Katniss denjenigen nehmen wird, der ihr überleben sichert (so oder so ähnlich), denn schlussendlich ist Gales Kampfeslust keine Grundlage für ein Überleben nach solchen Ereignissen. Peeta hat sie, nachdem sie Coin erschossen hatte, gerettet, sie vor dem Selbstmord bewahrt, somit ihr Überleben gesichert, schon da hätte man schalten können, dass Peeta es sein wird, der an ihre Seite gehört (auch wenn Katniss selbst es nicht so wollte, sondern lieber von Gale erschossen werden wollte).
Jmd. schrieb noch, dass unersichtlich war, warum sie Coin tötete, für mich persönlich, Glas klar, es war Rache, insgeheim glaubte sie Snow, warum auch nicht, was hätte er noch zu verlieren gehabt? Kurz bevor sie auf Coin zielte, erinnerte sie sich auch an die Worte ("Ach mein liebes Fräulein Everdeen, wir wollten doch immer ehrlich zueinander sein!"), sie suchte also Vergeltung für ihre Schwester und das sie als Marionette genutzt wurde. Coin war nicht besser als Snow und das erkannte sie und verhinderte damit eine neue "Schreckensherrschaft", Snow war ja sowieso dem Tod geweiht. Das sie den erneuten Hungerspielen zu stimmte, hatte nur einen Grund, sie wollte, dass so wenig wie möglich Leute sterben, genau das, kommt auch kurz vorher im Buch vor. Sie wollte immer den geringsten Schaden an Leib und Leben "anrichten", erreichte aber oft das Gegenteil, leider. Wieder eine Sache, die sie und Peeta gemeinsam haben und nicht Gale, er war von Anfang an (1. Buch) auf Rache, Vergeltung und Kampf/ Jagt aus.
Auch etwas, was ich nicht verstehe an den Negativstimmen, viele beschreiben, dass liebgewonnene Charaktere plötzlich unsympatisch werden. Gale war mir immer nicht sonderlich sympatisch, das einzig sympatische war die Liebe zu Katniss. Als Person an sich, war er nicht gerade ein herzensguter Mensch, das wurde auch in vielen Passagen des 1. und 2. Teils "angekündigt".
Das Peeta "durchdrehte" hatte ja auch einen "simplen" Grund, er war ja nicht mehr er selbst, dann ist ja ganz logisch, dass er als "Kapitol-Mutation" nicht gerade nett sein wird.
Haymitch wurde mir übrigens immer sympatischer.
Das Katniss IRGENDWANN resigniert und sich verändert ist, für mich, natürlich eine logische Schlussfolgerung der Ereignisse. Welches 17-jährige Mädchen wäre in dieser Situation "sie selbst" geblieben? Das wäre mir äußert merkwürdig vorgekommen, unsympatisch wurde sie mir nie, sie tat mir nur noch Leid.
Wer sonst wurde denn unsympatisch?

Die Liebesgeschichte: Wer genau gelesen hat, muss doch gemerkt haben, dass die kurzen und pregnanten Stellen keineswegs in eine "Alle-sind-happy-Lovestory" führen konnte. Unter diesen Bedingungen? NIEMALS!! Sie waren oft kurz umrissen, schnell unterbrochen, die ganze Zeit über. Das nachher nicht DAS Happy-End folgt, fand ich nur allzu passend. Es geht hier um Krieg, gebrochene JUNGE Menschen, wo soll in dieser Schrecklichkeit überhaupt Platz für Gefühle sein?
Es war ja ein Happy End vorhanden und zwar eines, was passgenau auf den Rest der Bücher abgestimmt ist. Hätte man diese Liebesduselei noch ausgebaut und eine Vereinigung aller erster Güteklasse "zelebriert" (Wie hier jmd. schreib: "Eher ein Blubb als ein Knall") wäre es mehr als nur nicht glaubhaft gewesen.
Auch der Epilog zerstört mir das Buch nicht, es ist weder eine Fortsetzung auszuschließen, noch der krönende Abschluss versaut.

Weiterhin wurde bemängelt, dass viele "liebgewonnene" Charaktere sterben und das auch nocht kurz und brutal. Was soll ich sagen? Es ist ein weiterer Bestandteil der "Glaubwürdigkeit", es haucht dem ganzen diese eiskalte Realität ein. Es verleiht den Büchern "das Leben". Unser Leben, hier und jetzt, ist gezeichnet von diesen Greueltaten. Überall auf unserer Erde spielen sich diese Dinge doch ab, da überlebt auch keiner, nur weil man ihn lieb gewonnen hat. Leider. Und ja, es passiert oft brutal und kurz. Schreckliche, blutige Beschreibungen des Kriegsgeschehens, Detailtreue, all diese Dinge machen die Trilogie doch zu dem was sie ist, sie verbindet Fakt mit der Fiktion. Das das nicht "schön" ist, ist wohl jedem klar, wer "Schön" will, muss kitschige Lovestorys lesen oder Liebeleien zwischen Vampiren (die ich übrigens auch sehr mag ;)). Nun haben wir hier aber etwas gänzlich anderes und nicht mit "Biss" und Co. zu vergleichen, dennoch herausragend oder gerade deshalb?

FAZIT: Die Bücher, vor allem auch das letzte Buch, sind ein Meisterwerk!!! Absolut zu empfehlen!! Jedoch sehe ich es überhaupt nicht als "Jugendbuch", eine Person unter 16, kann wohl kaum den Umfang des Buches begreifen.
Das einzige Nagative was, für mich, zurück bleibt ist, dass ich gern noch mehr hätte, noch ewig diese Bücher lesen würde, niemals aufhören, aber das geht mir sehr oft bei sehr guten, perfekten Büchern so. Wenigstens gibt es noch die Filme! :D Ich hoffe auch sehr, dass Suzanne Collins vielleicht in den nächsten Jahren ein weiteres, solch unfassbars Meisterwerk gelingt und wir alle daran teilhaben dürfen. Das wäre mein abschließender Wunsch.
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108 von 123 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unübersehbare Schwächen - gewohnte Stärken, 11. September 2012
Ich muss der eigentlichen Rezension vorausschicken, dass ich die ersten beiden Bände der Panem-Trilogie wirklich genossen und innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe. Suzanne Collins hat in diesen Bänden ein solch feines Gespür für liebenswerte (und dennoch komplexe) Charaktere, glaubhafte Welten und stimmiges Erzähltempo bewiesen, dass ich keinen Zweifel daran hatte, dass "Flammender Zorn" der Trilogie zu einem würdigen Abschluss verhelfen würde.

Enthält Spoiler

Leider krankt "Flammender Zorn" an Stilbrüchen und Schwächen, die unübersehbar sind. Die beinahe kammerspielartige Atmosphäre der Duelle in den Arenen muss im dritten Band einem lärmenden und blutigen Kampf gegen die anonymen Heerscharen des Kapitols weichen. Und auch wenn die Charaktere in Collins' Roman ständig Parallelen zwischen den Hungerspielen und dem Krieg gegen das Kapitol bemühen, ist letzterer doch weit weniger atmosphärisch dicht als der Kampf gegen den "vertrauten Feind" in der Arena. So zieht die Protagonistin Katniss in der ersten Hälfte des Romans stumpf von Distrikt zu Distrikt, schiesst gesichts- und namenlose Feinde vom Himmel und dreht Propagandavideos zur Stärkung der Truppenmoral. Das wird von der Autorin alles gewohnt flüssig erzählt und ist auch nicht wirklich langweilig, aber zum emotionalen Mitfiebern regt es nicht an.

Doch nicht nur der Umstand, dass hier Subtilität gegen den Holzhammer und Spannung gegen brachiale Action getauscht worden ist, hinterlässt Fragen. Auch die generelle Motivation von Katniss' Handeln wird nicht deutlich herausgearbeitet. Ja, sie äußert leise Zweifel an ihrer Rolle als Postergirl der Revolution, ja sie lässt sich unter anderem in diese Rolle drängen, weil ihr dafür Straffreiheit für Peeta zugesichert wird - trotzdem bleibt der Leser irritiert zurück, wenn Katniss sich von den Rebellen wie eine willenlose Schachfigur von A nach B und wieder zurück schieben lässt. Collins hat ja bereits geäußert, dass sie ihre Trilogie durchaus als ernste, zeitgenössische (Kriegs-, Medien-, Gesellschafts-) Kritik verstanden wissen will. Deshalb ist es im Sinne der Authentizität auch absolut plausibel, dass allzu plumpe Gut-Böse Gegensätze vermieden werden und die "guten" Rebellen in Katniss ebenfalls nur eine notwendige Spielfigur zum Erreichen ihrer Ziele sehen. Dadurch dass Katniss diese Rolle aber widerstandslos annimmt und sich mehr oder weniger passiv und lethargisch in ihr Schicksal fügt, scheint sie nur noch wenig mit der Figur gemein zu haben, die man in den ersten beiden Bänden der Trilogie kennengelernt hat.

Wenn Katniss dann aber doch mal aktiv wird, zeigt sich, dass "Flammender Zorn" noch ganz andere Probleme als eine inkohärente Figurenzeichnung hat. Nämlich Probleme mit einer nachvollziehbaren Plotentwicklung. Im letzten Drittel des Buches beispielsweise, führt Katniss einen kleinen Soldatentrupp auf eigene Faust tief ins Herz des Kapitols, um ... ja, warum eigentlich? Angeblich, weil sie diejenige sein will, die Präsident Snow das Leben nimmt. Dies ist ihr zu jenem Zeitpunkt allerdings schon längst zugesichert worden! Nichtsdestotrotz schickt sie ihren kleinen Trupp auf eine verlustreiche Selbstmordmission durch die Abwasserkanäle des Kapitols - nur um zu sehen, dass die Rebellenarmee die Stadt sowieso schon fast eingenommen hat und ihre kleine Schwester sogar vor ihr am Ziel der Mission, dem Präsidentenpalast, eingetroffen ist. Der Sinn von Katniss' Harakiri-Aktion, durch welche mehrere Charaktere ihr Leben lassen müssen, wird nie wirklich klar. Die Beiläufigkeit und Lieblosigkeit mit der erwähnte Charaktere von Collins über den Jordan geschickt werden, soll eventuell die Grausamkeit des Krieges verdeutlichen, der keine Zeit lässt, etwaige Opfer zu betrauern. Trotzdem scheint es wenig angemessen, dass Figuren, die von der Autorin über einen langen Zeitraum behutsam aufgebaut wurden, in einem knappen Nebensatz den Tod finden und anschließend nicht mehr erwähnt werden.

In den ersten beiden Bänden hielten sich die Grausamkeiten in der Arena und intime, zarte, hoffnungsvolle oder reflexive Momente stets die Waage. In solchen dialoglastigen Momenten wurden dann die Beziehungen zwischen Ich-Erzählerin Katniss und den anderen Figuren vertieft, was nicht nur für die Figurenentwicklung förderlich war, sondern auch eine willkommene Abwechslung für den Leser darstellte. Auch die Schlachtplatte in "Flammender Zorn" wäre wohl leichter zu verdauen, wenn es diese Form der Abwechslung gäbe, wenn die ersten 200 Seiten nicht überwiegend repetitive Kriegsszenarien abarbeiten würden. Leider sind die meisten jener Charaktere, mit denen Katniss die oben erwähnten Momente in den ersten beiden Bänden teilen konnte, in "Flammender Zorn" abwesend oder an die Leine gelegt. So einleuchtend die Gefangennahme Peetas war, um Katniss' Handeln und ihre Labilität verständlich zu machen, so sehr fehlt Peeta ihr als Interaktions- und Gesprächspartner. Mit Gale gibt es zwar zunächst einige, wenige intime Momente, allerdings wird Gale in den Augen des Lesers im Laufe des Romans zunehmend dekonstruiert. Wenn er beispielsweise dafür plädiert, die Bewohner von Distrikt 2 unter den Trümmern des Berges sterben zu lassen, lässt ihn dies herzlos und beinahe grausam erscheinen. Analog dazu dient die Szene, in der Gale die perfide Bombentaktik (Helfer anlocken und dann sprengen) befürwortet, die später eventuell Prim das Leben kostet. Solche Sequenzen sind wohl erzählerische Kniffe, die Katniss' Wahl für Peeta und gegen Gale vorbereiten. Aber sie disqualifizieren Gale gleichzeitig als den notwendigen Gesprächspartner auf moralischer Augenhöhe, der "Flammender Zorn" gut getan hätte. Durch die Abwesenbheit/Dekonstruktion Peetas und Gales wird also nicht nur der Entwicklung der Dreiecksgeschichte der Wind aus den Segeln genommen, es bedeutet auch, dass sich Katniss zunehmend in ausschweifenden Monologen verliert, die - trotz der grausamen Situation, in der sich die Protagonistin befindet - teilweise unangenehm selbstmitleidig und weinerlich wirken.

Das Ende an sich misfällt mir eigentlich gar nicht. Dass Teenager, die einen Krieg erlebt haben, zum Töten gezwungen wurden und geliebte Menschen verloren haben, nicht ohne seelische Narben davonkommen können, ist kaum verwunderlich. Im Gegenteil, wie lächerlich hätte wohl ein Ende gewirkt, in der sich alle fröhlich die Hände reichen und optimistisch in die Zukunft schauen. Was mich aber am Ende stört, ist, wie lieblos, beiläufig und lapidar es abgearbeitet wird:

Katniss' Mutter? Die arbeitet jetzt in einem anderen Distrikt und lässt ihre labile Tochter - ihr einziges verbliebenes Familienmitglied - allein. Kein aufklärender, abschließender Dialog mehr zwischen den beiden. Keine weiteren Erklärungen Sie ist einfach weg.
Gale? Ihre älteste Bezugs- und Vertrauensperson (außerhalb der Familie), ihr bester Freund, mit dem sie eine so lange Vergangenheit teilt, hat in Distrikt 2 eine neue Arbeit gefunden und "küsst jetzt wahrscheinlich die Lippen einer anderen". Keine dialogische Szene zwischen den beiden, keine Verabschiedung, kein Abschluss.
Peeta? Ja, der ist irgendwann auf einmal wieder da, ist nicht mehr verrückt und jetzt liebt Katniss ihn auch.

Nicht falsch verstehen, ich hab Peeta während der ganzen Lektüre "die Daumen gedrückt" und gehofft, dass Katniss ihn wählt, aber dass die Auflösung, warum sich Katniss für ihn entscheidet (sie braucht Peetas Güte und nicht Gales Feuer...), der Autorin nicht mehr als einen Satz Wert ist, erscheint schon eher schwach.

Dass manchen Leser solch ein unmotivierter, wenig detaillierter Abschluss im Zeitraffer eher unbefriedigt zurücklässt, darf nicht verwunden. Es muss ja nicht unbedingt ein episches, hundertseitiges Herr der Ringe Ende sein, aber ein wenig mehr Informationen oder einen "romantischen Showdown" zwischen Katniss-Peeta-Gale hätte man sich schon gewünscht. Dieser (Haupt)handlungsstrang, das Schicksal der drei Hauptcharaktere wird, wie gesagt, leider innerhalb einiger weniger Sätze abgehandelt. Dies verwundert vor allem deshalb, weil Suzanne Collins auch immer dann am stärksten ist, wenn sie ihren Charakteren genügend Raum gibt, die passenden Worte auszusprechen: Peeta, der Katniss auf dem Dach erzählt, er wolle diesen Moment einfrieren und für immer in ihm leben. Peeta, der Katniss gesteht, dass seine Albträume immer nur davon handeln, dass er sie verliert - und alles wieder in Ordnung sei, wenn er sie neben sich liegen sieht. Peeta, der Katniss davon überzeugen will, dass er in der Arena sterben müsse, da sie sein ganzes Leben sei und er ohne sie nie wieder glücklich werden könne. Das alles schrammt zwar haarscharf an der Grenze zum Kitsch vorbei, aber Collins schafft es, solche Sätze trotzdem rührend und vor allem glaubhaft klingen zu lassen. Umso unverständlicher, dass Collins ihre Charaktere hier nicht selbst sprechen lässt, um deren Entscheidungen, Gefühle und Motivationen glaubhaft, erfahrbar und nachvollziehbar zu machen, sondern dass der Leser alles nur retrospektiv und stark abgekürzt aus Katniss' Mund erfährt. Da kann dann auch der niedliche Dialogschnipsel "You love me. Real or not real? - Real!" nichts mehr daran ändern, dass das Ende einen eher durchwachsenen Eindruck hinterlässt. Die behutsame Charakterentwicklung aus den ersten beiden Bänden wird durch den abrupten Tempowechsel einfach zu sehr konterkariert.

Warum bei all der Kritik trotzdem drei Sterne? Weil ich das Buch spannend fand. Weil ich die Welt, die Collins geschaffen hat, faszinierend finde. Weil ich Collins' Schreibstil und ihr Gespür für Timing und Tempo bewundere. Weil auch Band 3 emotionales Achterbahn-Lesevergnügen bietet - wenn auch nicht in dem Maße, wie die ersten beiden Bände. Weil mir die Figuren mittlerweile ans Herz gewachsen sind. Weil ich die Kritik an Medien, Gesellschaft und Krieg, die die Autorin übt, treffend finde. Weil ich "Flammender Zorn" nicht für einen fehlerfreien, aber trotzdem einigermaßen runden Abschluss der Trilogie halte.

Und letztendlich darum, weil ich auch dieses Buch kaum aus der Hand legen konnte, nachdem ich einmal angefangen hatte zu lesen. Und das ist für mich einfach ein untrügliches Zeichen dafür, dass "Flammender Zorn" - bei aller Kritik - eine Lektüre war, die ich nicht bereue.
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152 von 191 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fingernägel abkauender, Augenringe fördernder 3. Teil, 20. Januar 2011
Von 
kamelin - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Im dritten und letzen Teil der Panem-Trilogie geht es um den Krieg der dreizehn Distrikte gegen die Hauptstadt. Dreizehn? Jawohl! Die totgeglaubte Provinz wird zum Zufluchtsort heimatlos gewordener Flüchtlinge, zu denen auch Katniss gehört, denn den zwölften Bezirk gibt es nicht mehr.
Es dauert jedoch nicht lange, bis sie feststellt, dass sich die Dinge nicht unbedingt zum Besseren gewendet haben. Coin, die Präsidentin des 13. Distrikts, scheint Präsident Snow in Sachen Skrupellosigkeit in nichts nachzustehen. Sie setzt Katniss unter Druck, öffentlich als Galionsfigur der Rebellion aufzutreten, als Spotttölpel, und ist dabei nicht zimperlich. Dass Gale sich in Coins System anscheinend pudelwohl fühlt, macht die Sache für sie nicht gerade leichter. Und dann ist da noch Peeta, den Snow als Repressalie gegen Katniss benutzt, damit diese sich den Rebellen nicht anschließt.
Katniss muss einige schwerwiegende Entscheidungen treffen, die sie immer tiefer in einen Krieg ziehen, den sie nicht gewollt hat, und der mittlerweile ganz Panem überrollt. Schon bald befindet sie sich wieder in einer Art Arena, in der sie nicht nur um ihr eigenes Überleben kämpfen muss, sondern um das Leben ihrer Familie und Freunde.

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich bin immer noch völlig paralysiert von diesem Roman, dessen Handlungsverlauf mich erbarmungslos durch die Seiten gehetzt hat, denn nicht weiterzulesen war mir praktisch unmöglich - wer braucht schon Schlaf?
War ich mit dem 2. Panem Teil nicht so glücklich, weil er meiner Ansicht nach nur schwer in die Gänge kam, und am Ende mitten in der spannendsten Szene einfach aufhört, habe ich diesen Teil wie einen Fluss empfunden, der mich von Anfang an erfasst und nicht mehr losgelassen hat. Dabei arbeiten Inhalt, Aussagekraft und Schreibstil Hand in Hand, denn die intensive Erzählweise steht der Geschichte in nichts nach.
Mit Staunen habe ich in manchen Kommentaren auf amazon.com gelesen, dass Rezensenten enttäuscht über das sachte auslaufende Ende waren - sie hätten lieber einen Knaller gewollt. Das habe ich so überhaupt nicht empfunden. Gerade das Ende war für mich derart eindringlich - ich konnte Katniss' Schmerz so sehr nachempfinden, dass mir dann doch ein paar Tränchen gekommen sind. Schmerz, der weder durch plumpe Effekthascherei erzeugt wurde, sondern vielmehr durch die Intensität der Gefühle einer traumatisierten Heldin, die viel zu früh erwachsen werden musste. Die das Schlimmste erlebt, die Kriegsgräuel überlebt hat, und nicht daran zerbrochen ist. Dass diese Heldin am Ende Zeit braucht, konnte ich als Leserin bis ins kleinste Detail nachempfinden.
Insgesamt finde ich, dass die Autorin das ganze Setting super-glaubwürdig und authentisch rübergebracht hat, ohne kitschigen Pathos, ohne Zuckerguss und ohne Schokoglasur.
Mensch pur. Sehr bewegend.

Für diese Reihe würde ich am liebsten 10 Sterne vergeben, allein schon der intensiven Auseinandersetzung mit Gewalt und Krieg wegen, mit Verlust und Wiederaufbau. Ein beeindruckender Roman, an dem ich noch eine Weile zu knabbern haben werde.

Zur Übersicht:
Teil 1: Die Tribute von Panem. Tödliche Spiele
Teil 2: Die Tribute von Panem. Gefährliche Liebe
Teil 3: Die Tribute von Panem. Flammender Zorn
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bewertung Hörbuch,eines der Besten, was ich bis jetzt gehört habe., 28. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Tribute von Panem. Flammender Zorn: Band 3 (Kindle Edition)
Sehr spannend und als Hörbuch gut gesprochen, konnte es kaum aus der Hand geben. Schade das es nur 3 Bände sind.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Denk drüber nach..., 16. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
...ist wohl das, was ich abschließend über den dritten und letzten Teil der Trilogie sagen kann. Vor einer halben Stunde fertig gelesen, nein, geradezu aufgefressen, bin ich immer noch aufgewühlt,verdaue noch.
Ich habe bewusst die Rezensionen zu diesem Teil erst jetzt gelesen, ich wollte mir nichts vorwegnehmen oder mich beinflussen lassen sondern wollte, dass das Buch einfach nur pur auf mich wirkt.

Der erste Teil hat mich in den Bann gezogen, der zweite war eine langsame Vorbereitung auf den großartigen Abschluss, der mit dem dritten Teil erfolgte. Alles in sich perfekt und schlüssig.
Kennt ihr das, wenn Bücher einen nachdenken lassen? Selten so ein Meisterwerk gelesen! Nachdem der erste schon für Gesprächsbedarf gesorgt hat und Vergleiche zugelassen hat (zB zu Running Man, wo Strafgefangene einer ähnlichen Situation ausgesetzt sind, kämpf um deine Freiheit oder stirb) hat der Abschluss der Trilogie vollends seinen eigenen Einfluss entfaltet. Von so Banalitäten wie "Für welchen Jungen würde ich mich entscheiden?" bis hin zum infrage stellen von unserem gesamten System, ist alles dabei, worüber man im Nachhinein grübelt.

Inhaltlich muss ich sagen, ist dieser Teil mein Lieblingsband. Ich liebe Bücher, die nicht vorhersehbar ist. Sind wir mal ehrlich, wer hat beim ersten Teil nicht sofort gedacht das Distrikt 13 eine Schlüsselrolle spielen wird? Aber hier war ich so froh, das die gute Katniss nicht von einer gemachten funktionierenden Darstellerin zur unbesiegbaren Kriegerin mutiert, dass die Story Wendungen und Überraschungen hatte, dass man nicht wusste, wer ist nun wirklich Freund oder Feind, dass man gespannt war wie sich die Beziehungen zwischen den Charakteren entwickeln würden. Allen voran natürlich Katniss und Peeta/Gale, aber auch Katniss und ihre aufkeimende Freundschaft zu Johanna, dass man Finnicks wahres Gemüt kennenlernt. Manchmal habe ich mich erwischt, wie ich während dem lesen dachte "Jaaaa, Peeta ist wieder da, vielleicht finden sie jetzt zusammen, alles wird gut" und dann wumm! Trifft etwas ganz anderes ein! Wie brilliant wird man hineingesogen, denkt man ist am Ziel, nur um dann wieder auf Anfang gesetzt zu werden!

Nun habe ich gemerkt, dass sich hier die Rezensionen spalten. Es gibt diejenigen, die sich ein schöneres, vielleicht gefühlsmäßig intensiveres Ende mit mehr Love und rosarote Blümchen, alles wird gut Mentalität gewünscht hätten. Und ich zähle mich eher zu denen, denen gerade das intensive Gefühlsleben von Katniss viel besser gefallen hat, die auch ein Tränchen verdrückt haben, weil man sich vielleicht auch schon mal so oder ähnlich gefühlt hat und das Ende so viel besser nachvollziehen kann. Wie gut das ich diese Rezensionen nicht vorher gelesen hatte!!

Im Ganzen muss ich sagen, das die Tribute von Panem keine leichte Kost sind, aber gerade das empfinde ich in dem ganzen Trubel um verliebte Vampire, Happy Ends, geradezu erfrischend! Wenn man mit den Charakteren wächst und ihr geradezu zubrüllen mag was sie tun soll und sich ständig dabei erwischt, was man selber tun würde. Wie bestätigt fühlt man sich dann, wenn das Buch genau dieses Ende nimmt....schööön! Jedes andere Ende hätte ich der Autorin nicht abgenommen und hätte nicht gepasst.

Ein einziges klitzekleines Manko hat der Abschluss - was ich schon bei Harry Potter absolut schrecklich fand - da baut die Autorin über hunderte von Seiten etwas auf, nur um dann auf läppischen zwei Seiten alles zunichte zu machen. Warum kann man dem Leser nicht sich selber überlassen? Das er sich selber überlegt, wie sie wohl 15 Jahre später weiterleben würden? Eventuell sogar mit der Option, seine Helden in einem weiteren Teil wiederzusehen. Nein, da muss man einen Blick in die Zukunft niederschreiben, der einem jegliche Fantasie nimmt....dann entweder irgendwann, Jahre später eine Fortsetzung schreiben oder die Trilogie würdig abschließen.

Nichtsdestotrotz ein wundervolles Buch und mit voller Absicht lasse ich es noch etwas nachklingen und wirken ...
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Suzanne Collins - Die Tribute von Panem: Flammender Zorn, 13. Februar 2011
Mit dem Finale der "Tribute von Panem"-Trilogie spaltet Suzanne Collins die Leserschaft: Die einen sind begeistert, die anderen empfinden die Fortsetzung als unwürdig. Und wie es im Leben so ist, stehe ich mit meiner Meinung zwischen den Stühlen und kann die Argumente beider Seiten verstehen. Eines steht aber fest: Der letzte Teil "Flammender Zorn" konnte mich nicht so packen, wie seine Vorgänger.

Um nicht zu viel zu verraten möchte ich zum Inhalt nur so viel sagen: Es ist Krieg in Panem ausgebrochen und es gibt keine Hungerspiele mehr. Die Rebellen wollen alle Distrikte miteinander vereinen, um dann das Kapitol zu stürzen. Peeta, gebrochen durch das Kapitol, sieht in Katniss den Teufel und auch Gale versprürt Rachelust.

Es ist mittlerweile schon etwas her, dass ich das Buch beendet habe. Es fiel mir schwer, mich zu einer Rezension aufzuraffen, denn ich bin mir nach wie vor nicht sicher, ob ich die Autorin für ihr konsequentes Konzept anhimmeln oder aufgrund der befremdlichen Grundstimmung und dem der Trilogie nicht gerecht werdenden Abschluss verfluchen soll. Irgendwo im Mittelfeld bewege ich mich.

Während ich die ersten beiden Bände noch in einem Rutsch gelesen habe, habe ich mit "Flammender Zorn" doch einige Tage auseinander gesetzt. Der Schreibstil der Autorin ist zwar nach wie vor klasse, aber der Handlungsrahmen ist nicht mehr so packend. Er gleicht mehr einem Kriegsreport als einem Jugendbuch und das gefällt mir nicht. Auch wenn sich mir da die Frage stellt, ob ich mich bei einer anderen Weitererzählung nicht über die fehlende Authentizität beschwert hätte.

Die ersten beiden Teile der Reihe haben mir vor allem aufgrund des unglaublichen Nervenkitzels, den die Hungerspiele ausmachen, gefallen. Dieses Element fällt im letzten Band fast komplett weg, auch wenn Suzanne Collins im letzten Drittel versucht mit ähnlichen Umständen zu trumpfen. Dies geschieht allerdings in einem ganz anderen Rahmen und wirkte auf mich eher deprimierend und hoffnungslos.

Der politische Hintergrund, der mir in den "Tödlichen Spielen" noch positiv auffiel, hat überhandgenommen. Auch wenn "Flammender Zorn" die einzige logische Konsequenz aus den vorangegangen Ereignissen ist (und das finde ich auch wirklich bewundernswert!), stört mich die Grundstimmung und auch einige Weiterentwicklungen der Figuren wirken befremdlich.

Trotz all der Kritikpunkte, hält man bei weitem kein schlechtes Buch in der Hand. Die politische Schiene hat Suzanne Collins drauf, aber das war leider nicht das, was ich lesen wollte. Es wird sicherlich Leser geben, die genau diese Wendung erwartet haben und sich darüber freuen.

Die strategischen Züge der Rebellen gegen das Kapitol sind trotz allem sehr ausgeklügelt und treiben die Geschichte grundsätzlich lesenswert voran. Es mag zwar alles anders sein, wie bisher, aber deswegen ist es ja noch lange nicht per se schlecht.

Auch wenn das Ende sehr überstürzt, auf gut Deutsch dahin gerotzt, sein mag, kann ich ganz gut damit leben. Es bleiben zwar viele Fragen offen und die Art, wie kurzatmig die Trilogie abgehandelt wurde, widerstrebt mir absolut, aber dennoch kommt auf den letzten Seiten ein wenig Hoffnung auf.

Ich bin mir noch immer nicht sicher, was ich von all dem halten mag. Aber ich glaube das ist auch ganz egal. Jeder, der die ersten beiden Bände gelesen hat, wird das Finale nicht auslassen und für sich selbst entscheiden müssen, wie er damit umgeht.
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23 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das große Finale bleibt aus..., 21. Juni 2012
Von 
Logan Lady (FR) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Jetzt oder nie: Katniss muss ihre Rolle als Rebellenführerin anerkennen um in der entscheidenen Schlacht ums Kapitol alle Kräfte zu bündeln. Doch ihre Gedanken hängen immer wieder bei Peeta, der von Präsident Snow gefangen gehalten wird. Kann das gut gehen?

Wie sehr habe ich auf ein fulminates Finale gehofft, nachdem mich Suzanne Collins mit dem 2. Band stark enttäuscht hat. Doch auch bei Band 3 bleibe ich mit einem eher sarkastischen "AHA!" zurück.

Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass die Autorin selbst nicht wusste, wie sie das Finale gestalten soll. So wird auch in diesem Band Seite um Seite für Nichtssagendes und Uninteressantes verschwendet. Charaktere, die man liebgewonnen hat und die eine Rolle spielten, werden in 2 Sätzen getötet und es wird ihnen keine Träne nachgeweint.

Immer, wenn ich dachte "Jetzt passiert was spannendes!", machte Suzanne Collins einen Schnitt und lässt Katniss nur noch erzählen, was dann passierte. So kann ja keine Spannung aufkommen. Auch das Finale an sich entpuppt sich als reines Strohfeuer: sehr gut vorbereitet und dann einfach abgebrochen. Ich fühlte mich beim Lesen regelrecht ums Finale betrogen.

Auch die Lösung der Dreiecksbeziehung Gale-Katniss-Peeta ging mir zu schnell und zu wischiwaschi. Katniss erzählt die Geschichte in ihrer typischen emotions- und begeisterungslosen Art. Abgesehen davon hätte ich sie so manches Mal gern geschüttelt, weil sie so durchschau- und vorhersehbar reagiert hat.

Der Schreibstil der Autorin hingegen ist flüssig und leicht zu lesen, so dass ich auch dieses Werk innerhalb eines Tages durchgelesen habe.

Fazit: ich hatte von der gesamten Reihe "Die Tribute von Panem" mehr erwartet. Auch der 3. Band konnte mich nicht so recht begeistern.
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23 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen enttäuschendes Ende, 28. Juni 2011
Von 
Ich war vom 1. Teil begeistert und fand auch den 2. sehr spannend. So viele Rezensionen mit fünf Punken - da erlaube ich mir, es bei der Kritik zu belassen:
Die Geschichte endet, man kann es nicht anders sagen, richtig fade. Genau genommen ist sie zu keinem Zeitpunkt auf Touren gekommen und ein aufmerksamer Leser wird einige nervige Wiederholungen feststellen. Sogar die gute Katniss hat sich inzwischen in einen richtigen Zombie verwandelt, der keiner "normalen" Gefühlsregung mehr fähig ist.
Dieses ewige "sie liebt mich, sie liebt mich nicht" zwischen ihr und Peeta geht einem langsam auf die Nerven.
Am schlimmsten finde ich die Gewaltbeschreibung. Klar, die ganze Story ist als Jugendbuch grenzwertig und ich verstehe die Leser, die den Stoff als an die niedersten Triebe appellierend ablehnen, aber immerhin hat die Autorin sich in den ersten beiden Bänden bemüht, auf die Details zu verzichten. Im dritten jedoch geht es mit ihr durch. Da muss sie - wie man derb sagt - so richtig die Sau raus lassen. - Das ganze Kapitel mit den Bomben auf Kinder ist einfach nur ekelhaft. Das war schon beim "Gregor" so. Auch der ist von Band zu Band unappetitlicher geworden.
Am Schluss gibt es viele Tote - es sind auch Menschen dabei, von denen man dachte, sie würden es schaffen - und einen schmalzigen Schluss. Nein, das war nichts.
Und meine Tochter, die den ersten Band am Stück aufgefressen hat, war stinksauer.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mittelprächtig und unbefriedigend, aber lesbar, 23. März 2012
Von 
Peer Sylvester "peerchen" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Gut, wer die ersten beiden Bände gelesen hat, wird auch den dritten lesen wollen, dennoch eine kurze Meinungsäußerung (ACHTUNG: Ich gehe im folgenden davon aus, dass Band 1 und 2 bekannt sind):

Der erste Band war spannend. Der zweite Band war zur Hälfte spannend und zur anderen Hälfte langweilig. Der dritte Band ist besser als der erste Teil von band 2, aber schlechter als die guten Teile der beiden anderen Bände. Alles klar? ;-)

Also, dafür dass am Anfang wenig passiert, ist das Buch recht gut lesbar - deutlich besser als dies beim zweiten Band gelungen war. Die Autorin schafft es jetzt auch ohne die eigentlichen Spiele mit Tempo zu schreiben und der Verlauf der Rebellion ist ordentlich beschrieben. Gegen Ende rücken die Truppen tatsächlich vor und das ist der spannenste Teil des Buches. Wäre das ganze Bucb so, wären 4 Sterne locker drin gewesen.
Leider hat Collins die unangenehme Angewohnheit Handlungsverläufe (und mühevoll aufgebaute Personen) sehr abrupt zu beenden. Das sorgt gerade gegen Ende des Buches für einige sehr enttäsuchende Momente und der Höhepunkt geht in meinen Augen dadurch flöten (zumal das Buch sehr vorhesehbar beendet wird). Zum Teil fragt man sich wirklich arum die eine oder andere Figut so weit aufgebaut wird, wenn sie dann eh einfach mal zwischendurch stirbt oder einfach wegfällt. Ähnliches gilt für bestimmte Handlungsstränge.

Dadurch wirft das Buch leider für mich einen Schatten auf die gesamte Triologie und im Nachhinein wünschte ich, ich hätte nur den ersten Band gelesen - dann wäre ich begeistert aus den Hunger games hervorgegangen...
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Die Tribute von Panem. Flammender Zorn: Band 3
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