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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ab in die 20er!, 20. August 2012
Von 
Susanne Goga lässt mit dem dritten Band um Kommissar Leo Wechsler die 1920er Jahre wieder auferstehen. Ich fühlte mich sofort in diese Zeit hinein katapultiert und genoss es, Berlin durch Leos Wechslers Augen zu sehen.

Leo Wechsler ist ein Mann und Kommissar, den man mag. Er ist pflichtbewusst hat aber genau das richtige Maß an Eigensinn, um in alle Richtungen denken zu können. Er beschreitet neue Wege, lässt die alten, eingefahrenen aber nicht aus dem Blick. Das gilt auch für sein Privatleben. Er ist ein liebe- und verständnisvoller Vater, Bruder, Freund und Liebhaber, bleibt aber immer ein Mann seiner Zeit und somit für seine Leser glaubwürdig.

Das Opfer dieses Krimis ist Dr. Henriette Strauss. Sie braucht schon eine ganz besondere Hartnäckigkeit, um sich in den 1920er Jahren als Ärztin zu behaupten. Das gefällt nicht jedem, sie eckt an, weiß es aber mit Bravour zu nehmen. Leider können wir Henriette Strauss nicht lange auf ihrem Weg begleiten, denn Kommissar Leo Wechsler muss sich in diesem Buch mit ihrem Tod beschäftigen. Aber trotzdem gewinnt Henriette Strauss mit jeder Seite mehr Kontur.

Besonders gut gefallen hat mir, dass nicht nur fiktive Personen auftauchen, sondern auch tatsächliche Persönlichkeiten aus dieser Zeit, wie z. B. Ernst Gennat, der ab 1926 Leiter der „Zentralen Mordinspektion“ war, oder der Arzt und Homöopath Dr. Paul Dahlke.
Eine Auflistung der echten Personen findet sich am Ende des Buches.

Ich hoffe, dass es einen vierten Krimi mit Leo Wechsler geben wird!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leo Wechsler zum Dritten............, 22. Juli 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Auch mit diesem dritten ( und wohl leider letzten ) Kriminalroman um den Berliner Kommissar Leo Wechsler trifft Susanne Goga wieder voll ins Schwarze.
Ihr gelingt es scheinbar mühelos die Zeit in Berlin im Jahre 1923 in eine Geschichte um den rätselhaften Tod einer Berliner Ärztin miteinzubinden. Man fühlt sich hineinversetzt in diese Tage der Weimarer Republik, Armut und Inflation sind allgegenwärtig und greifbar. Die ersten Übergriffe auf Juden finden statt............
Eine weitere Rolle spielt die Entwicklung im Privatleben von Leo Wechsler. Werden er und Clara als Familie zusammen leben können? Das alles ist unter den gegebenen Umständen zu der damaligen Zeit nicht so einfach.
Wie und warum die aufgeschlossene Ärztin sterben musste wird nachvollziehbar und überzeugend erzählt.
Susanne Gogas Schreibstil ist fesselnd und sehr unterhaltsam.
Ich habe dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite genossen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leos dritter, 15. Juli 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Meiner Meinung nach ist der 3. Fall von Leo Wechsler der stärkste der drei Bände.

Die geschichtlichen Hintergründe fand ich höchst beeindruckend, füllen sie doch die trockenen Fakten aus dem Geschichtsunterricht mit Leben.
Daß selbst Polizeibeamten das Wasser irgendwann bis zum Hals stand ist mir erst da bewusst geworden.

Den Fall fand ich interessant, zeigten doch auch die falschen Spuren Misstände in den Berliner Kliniken auf, die für uns heute unvorstellbar sind und damals aber zum Alltag gehörten.
Auch der Seitenstrang um den Kollegen Sonnenschein, machte deutlich, daß Judenhass kein Phänomen der dreissiger Jahre war.

Ich würde mich sehr freuen, wenn es noch einen vierten Fall mit Leo geben würde, auch um die privaten Entwicklungen mit Clara weiter beobachten zu können.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 1923 in Berlin, 6. September 2012
Für mich war dieses Buch der erste Krimi mit Leo Wechsler, ich hatte jedoch keinerlei Verständnisprobleme. Susanne Goga hat alle Figuren sehr sorgfältig eingeführt und glaubhaft charakterisiert. Das Leben einer ganz normalen Familie in dieser schwierigen Zeit wird sehr anschaulich dargestellt. Man erhält ein Gefühl, wie die rapide Geldentwertung den Alltag erschwert hat. So nimmt beispielsweise Ilse für einen Ausflug mit den Kindern in den Zoo eine ganze Einkaufstasche voller Geldscheine mit und hat am Abend alles ausgegeben.
Neben den Protagonisten treten auch historisch verbürgte Personen im Krimi auf. Hinten im Buch sind sie aufgeführt mit den wichtigsten Informationen.
Ein Progrom, das 1923 im Scheunenviertel stattfand, ist sehr geschickt in die Geschichte eingewoben, was bei mir einen sehr intensiven Eindruck hinterlassen hat. Weiter ist die Abtreibungsproblematik der Frauen sensibel aufgegriffen.

Inhaltlich zeichnet sich der Roman durch sorgfältig strukturierte Polizeiarbeit aus, erzählt vorwiegend aus Leo Wechslers Perspektive in der allwissenden Erzählweise. In kursivem Druck ist anhand von Tagebucheinträge von Adrian das Leben des Opfers nachgezeichnet. Am Ende fügen sich diese Schilderungen mit dem Lauf der Geschichte zusammen, sodass keine Fragen offen bleiben.

Die sprachliche Ausdrucksweise hat mir sehr zugesagt. Susanne Goga schreibt sehr flüssig in heutigem Deutsch, das aber durchwegs glaubwürdig rüberkommt. Die Spannung ist durch das ganze Buch hinweg subtil da. Allerdings ist es jetzt nicht ein „Gänsehaut-Pageturner“, sondern eher ein leiser Krimi, der auf angenehme Art den Blick des Lesers auf einen kleinen Ausschnitt der neueren Geschichte lenkt.

Ich habe mich mit diesem Krimi gut unterhalten gefühlt und habe in paar angenehme Stunden damit verbracht. Da ich mich sehr für geschichtliche Themen interessiere habe ich sehr eindrucksvoll Einblick in den Alltag während dem „heißen“ Jahr 1923 gewonnen. Ich empfehle dieses Buch Liebhabern von ruhigeren Krimis vor historischem Hintergrund.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein spannender Krim mit vielen historischen Fakten, 25. Juni 2012
Fünf Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges leidet die Berliner Bevölkerung schwer unter der Wirtschaftskrise und der davon galoppierenden Inflation. Immer wieder versuchen rechte Gruppierungen, die Juden für die Misere mitverantwortlich zu machen. Susanne Goga fängt die explosive Stimmung dieser Zeit gekonnt ihrem neuen Berlin-Krimi mit Kommissar Leo Wechsler ein. Sie beschreibt aber nicht nur die Lage der Zeit, sie beschäftigt sich auch mit der damaligen Rolle der Frau. Sehr anschaulich wird deren Dilemma an Leos Freundin Clara dargestellt, die sich zwischen Job und Familie entscheiden muss (na, wenn einem das nicht bekannt vorkommt...). Und natürlich geht sie auch auf die Lage der Juden ein, die immer stärkeren Anfeindungen ausgesetzt sind. Vor allem aber lösen Leo Wechsler und sein Team zwischen all den interessanten Hintergrundinfos einen überaus kniffligen Fall. So ist Susanne Goga mit 'Die Tote von Charlottenburg' erneut ein spannender Krim mit vielen historischen Fakten und einem authentisch anmutenden Stimmungsbericht aus dem Berlin der frühen 20er Jahre gelungen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der dritte Fall für Leo Wechsler, 27. August 2012
Eine Ärztin wird tot in ihrer Wohnung aufgefunden und alles deutet auf einen Herzanfall hin. Doch der Neffe der Verstorbenen glaubt nicht daran, weshalb er die Polizei auf den Plan ruft. Leo Wechsler, der mit dem Fall betraut wird, hat alle Hände voll zu tun Hinweisen nachzugehen, führen sie nun in die eine oder in die andere Richtung. Nebenbei muss er allerdings auch noch versuchen sein Privatleben auf die Reihe zu bekommen, denn dort läuft derweil auch nicht alles rund...

„Die Tote von Charlottenburg“ ist der dritte Fall für Kommissar Leo Wechsler im Berlin der 20er Jahre. Die Befürchtung liegt nahe, dass man zu wenig Hintergrundwissen hat, sollte man die ersten beiden Bände nicht kennen. Doch diese Sorge wird dem Leser schnell genommen, da die Charaktere mehr als ausführlich dargestellt werden. Auch wichtige Ereignisse aus der Vergangenheit werden nochmals aufgegriffen, so dass sich ein wahrlich umfassendes Bild ergibt.

Man kommt schnell in die Geschichte hinein, auch wenn sie nicht in der heutigen Zeit spielt. Oft hat man allerdings das Gefühl, dass genau das der Fall ist, man merkt hin und wieder gar nicht, dass man sich in der Vergangenheit befindet. Dem Geschehen zu folgen stellt auch keine Probleme dar, da die Autorin es versteht, den Leser mit ihrem flüssigen Schreibstil in den Bann zu ziehen.

Das Tempo ist eher gemütlich, was jedoch gut zum Gesamtbild passt und somit kein Manko ist. Auch Spannung ist ausreichend vorhanden, da bis zum Schluss nicht sicher ist, in welche Richtung sich der Fall auflösen wird. Ein paar Handlungen sind vorhersehbar, was jedoch nicht weiter schlimm ist und das Lesevergnügen nicht trübt.

Ein interessanter Fall für Leo Wechsler, der neugierig auf die ersten beiden Bände macht und hoffen lässt, dass noch weitere folgen werden.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Berlin 1923, 6. Juli 2012
Von 
rockstarbaby - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Schon nach wenigen Seiten war ich gefangen vom Berlin aus dem Jahr 1923, indem die Menschen von der Inflation geplagt werden, die so schlimm ist, dass sie ihr Geld schon morgens vor der Arbeit ausgeben dürfen, weil es abends nichts mehr wert ist. Achthundert Milliarden war ein anständiger Preis für ein Buch, man musste Körbe voll Geld anschleppen um ein Brot zu bekommen und selbst Polizisten waren nicht sicher, ob sie in Zukunft ihre Familie ernähren konnten.

Im Geschichtunterricht hat man zwar von dieser schlimmen Zeit der Inflation gehört, aber in diesem Buch ist man mitten im Geschehen und merkt wie alarmierend die Situation für die Menschen war und auch wie leicht es durch die plötzliche und ungewohnte Armut der Bevölkerung wurde, Leute gegeneinander aufzuwiegeln, die Juden als Schuldige der Lage hinzustellen oder sich hinterhältige Vorteile zu erschaffen.

In dieser schweren Zeit stirbt eine Frau. Es ist zunächst unklar, ob sie an einer Lungenentzündung starb oder ermordet wurde, aber Leo Wechsler ist nicht von einem natürlichen Tod überzeugt und beginnt zu ermittlen.

Der Schreibstil der Autorin ist wie in ihren historischen Romanen sehr beeindruckend. Er lässt ein so detailreiches Kino im Kopf entstehen, wie es nur wenige Autoren schaffen.

Der Kriminalfall des Buches ist allein schon sehr gut, aber der historische Hintergrund, die vielen einzelnen Informationen aus dieser Zeit, das Denken und Handeln der Menschen in dieser extremen Lage machen das Buch einzigartig. Ich bin begeistert und wünsche diesem Buch sehr viele Leser.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Berlinkrimi - gur recherchiert und erzählt!, 26. Juni 2012
Von 
Christian Döring "leseratte" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
In die frühen 20er Jahre entführt uns Susanne Goga mit ihrem neuen Fall für Kommissar Leo Wechsler. Eine Ärztin wurde ermordet, der Kommissar tappt lange im dunklen. Und während er dies tut, hat die Autorin Zeit genug ein stimmungsvolles Berlinbild jener Jahre zu zeichnen.

Themen sind die große und anhaltende Hungersnot und die sich daraus ergebenden Krankheiten, da ist die Rolle der Frau innerhalb der Gesellschaft, da ist die immer heftigere Judenverfolgung und da sind Menschenversuche die mitten in Berlin im Luisenkrankenhaus an Patienten vorgenommen werden sollen. Anfangs wollte ich der Autorin die Themenvielfalt anlasten, manches wird nur oberflächlich in Szene gesetzt, aber letztlich hat Susanne Goga damit genau die Stimmung jener Zeit eingefangen. Dies alles zu lesen ist beinah genauso spannend wie die Aufklärung des Falls.

Ein sehr zu empfehlender Krimi mit gratis gelieferter Geschichtsstunde!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Berlin in der Zwischenkriegszeit, 22. Mai 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Tote von Charlottenburg: Kriminalroman (Kindle Edition)
Spannend wird die Mördersuche in der Vorkomputerzeit geschildert. Wieder waren die politischen und gesellschaftlichen Hintergründe ausgezeichnet recherchiert. Solche Bücher empfehle ich gerne weiter.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Tote von CharlottenburgMich hat dieser "Krimi", 25. März 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Tote von Charlottenburg: Kriminalroman (Kindle Edition)
Mich hat dieser "Krimi" fasziniert. Als eine Generation, die das damalige Geschehen nicht selbst erlebt hat fand ich die Darstellung der Situationen und Geschehnisse unheimlich intensiv und lebendig.
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Die Tote von Charlottenburg: Kriminalroman
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