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101 von 114 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kommt mit in die "Ni no Kuni"
Kundenvideo-Rezension     Länge:: 2:24 Minuten
Ni no Kuni musste sich schon seit der Ankündigung des US sowie EU release mit hohen Erwartungen herum schlagen und ja es ist endlich da.. ENDLICH!! Ich habe mich schon lange nicht mehr ueber ein erscheinendes Spiel gefreut wie Ni no Kuni. Ob und wie hoch sich meine Erwartungen erfuellt bzw. uebertroffen haben erfahrt ihr jetzt. Und um es...
Vor 21 Monaten von Mimi veröffentlicht

versus
25 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ni No Kuni - Mehr Schein als sein!
--- Hinweis: Diese Rezession könnte Spoiler enthalten! ---
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Ni No Kuni war für mich eher ein Spontankauf, von den vielen positiven Bewertungen hier und durch die Pressewelt
stark beeinflusst. Hat sich der Kauf gelohnt? Eher nicht würde ich sagen, denn so schön dieses Spiel...
Vor 19 Monaten von P. Benning veröffentlicht


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101 von 114 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kommt mit in die "Ni no Kuni", 1. Februar 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ni no Kuni: Der Fluch der weißen Königin - [PlayStation 3] (Videospiel)
Länge:: 2:24 Minuten

Ni no Kuni musste sich schon seit der Ankündigung des US sowie EU release mit hohen Erwartungen herum schlagen und ja es ist endlich da.. ENDLICH!! Ich habe mich schon lange nicht mehr ueber ein erscheinendes Spiel gefreut wie Ni no Kuni. Ob und wie hoch sich meine Erwartungen erfuellt bzw. uebertroffen haben erfahrt ihr jetzt. Und um es schon mal vorweg zunehmen. JA meine Erwartungen wurden auf der ganzen Linie erfuellt und sogar mit Abstand mehr als uebertroffen. Wie sehr und wie lange musste ich bzw. wir PS3 Spieler auf ein richtig gutes JRPG warten, das mit den staerken der alten Spieleklassiker daher kam. Ja leider zu lange. Aber dafuer hat sich das lange und nervenaufreibende Warten gelohnt..mehr als gelohnt.

Die Story..
..beginnt mit der Hauptfigur namens Oliver. Oliver ist ein gewoehnlicher Junge. Kein mit muskelbespikter Held, kein Mensch mit irgendwelchen speziellen Faehigkeiten NEIN Oliver ist einfach nur Oliver. Ein normaler Junge in einer normalen Welt "so scheint es". Alles beginnt mit einem tragischen Unglueck. Olivers Mutter stirbt ganz unerwartet durch eine Stresssituation und laesst ihren Sohn zurueck. Trost findet Oliver allerdings nur durch sein Stofftier, das er zuvor von seiner Mutter bekommen hatte. Durch die Trauer seines großen und schmerzhaften Verlustes erweckt eine Traene sein Stofftier zum Leben und genau dieses Stofftier genannt Troepfchen erklaert Oliver, dass noch nicht alles verloren sei. Es gaebe noch eine Moeglichkeit seine verstorbene Mutter zu retten. Er solle mit Ihm in "die andere Welt" reisen, in seine Welt, in die "Ni no Kuni".

Die Ni no Kuni..
..ist naemlich eine sogenannte Parallelwelt. Und genau in dieser Ni no Kuni leben die Ebenbilder jedes Menschen aus der Welt von Oliver. Heißt also im Klartext.. Olivers Mutter lebt noch. Jedoch nur in "der anderen Welt". So erklaert ihm Troepfchen, der Herr der Feen, dass er vom finsteren Fuerst Shadar verzaubert und in Olivers Welt als Stofftier verbannt wurde. Und nicht nur das, er teilt dem Jungen auch mit, dass die Seelenverwandte seiner Mutter in der Parallelwelt sei und Oli diese nur finden muesse. Nun ist euer Ziel klar. Ihr reist in die "Ni no Kuni" nicht nur um eure Mutter zu suchen, sondern auch um den boesen Shadar zu bezwingen und das Land aus den Klauen der weißen Koenigin zu befreien.

Das Gameplay..
..ist jetzt nicht wirklich etwas Neues. Ihr steuert Oliver wie in anderen Spielen per Stick, fliegt auf dem Ruecken eines schuppigen Drachens oder segelt mit einem Schiff durch die rießige Ni no Kuni. Ihr besiegt niedliche Monster per Echtzeitkampf in einer der Umgebung angepassten Kampfarenen. Klettert auf hohe Gipfel, erkundet weite Wuestenduenen, verschiedene Dungeons, besiegt zahlreiche Bossmonster, nehmt an ettlichen Nebenquests teil, sammelt und zaehmt verschiedene Vertraute oder folgt lediglich der Hauptgeschichte. Es gab nicht ein Spiel in den letzten Jahren das mit so vielen Nebenbeschaeftigungen auffuhr wie Ni no Kuni. Das Spiel nimmt euch in jeder Beziehung an die Hand und fuehrt euch Schritt fuer Schritt an die jeweiligen Situationen heran.

Das Kampfsystem..
..kann mann ungefaehr mit Titeln wie "Tales of Graces f" oder "Eternal Sonata" vergleichen. In den Echtzeitkaempfen koennt ihr zwischen Oliver oder euren anderen Mitstreitern Sven und Esther wechseln. Darueber hinaus waehlt ihr zwischen verschiedenen Aktionen wie "Angriff", "Zauber", "Verteidigen", "Taktik", "Proviant" oder "Fliehen" aus. Ihr koennt jeder Zeit eure Aktionen abbrechen, um mit der Faehigkeit "Verteidigen" einer starken Attacke eines Bossgegners den Wind aus den Segeln nehmen. Wichtig ist auch noch, dass ALLE Aktionen wie z.B. "Angriff oder "Verteidigen" eine Cooldown Phase haben. Heißt also, wenn ihr eine Aktion auswaehlt und gleich danach nochmal die selbe Aktion (oder eine andere) ausfuehren moechtet, muesst Ihr ein paar Sekunden warten. Habt ihr einen Kampf gewonnen, bekommt ihr wertvolle Erfahrungspunkte, die fuer das Aufsteigen eures Charakters immenz wichtig sind. Aber nicht nur fuer euren Helden, sondern auch fuer eure Vertrauten..

Die Vertrauten..
..sind naemlich sogenannte Monster, die nicht gegen euch sondern mit euch kaempfen. Diese Monster kann mann ziemlich gut mit den Pokemon von frueher vergleichen. Die Vertrauten haben je nach Monster verschiedene Tricks (Spezialattacken). Diese Tricks haben eine unterstuetzende, deffensive sowie offensive Wirkung. Das Maedchen Esther bekommt im spaeteren Spielverlauf auch die Faehigkeit "Bezirzen", mit der wir die verschiedenen Monster "fangen" koennen. Sind die Monster einmal auf unserer Seite, koennen wir diese mit dem Schlupfloch-System tauschen und auswechseln. Bis zu 400 Monster koennen wir mit diesem System auswechseln. Steigt einer unserer "Vertrauter" auf ein naechstes Level auf, lernen diese neue Spezialattacken oder Faehigkeiten. Mit dem "Kreaturenkaefig" koennen wir darueber hinaus unsere Monster individualisieren. So steigern wir mit einigen Knabbereien (Sueßigkeiten) die Statuswerte unserer Vertrauter oder entwickeln sie in die naechst hoehere Stufe. Jedes Monster "Vertrauter" hat naemlich wie bei Pokemon 3 Formen zur Verfuegung. Etwa aus dem Schiggy -> Schillok -> Turtok Prinzip.

Anders Welt..
..in der Ni no Kuni gibt es aber noch mehr als nur die Monsterzucht oder das Kaempfen. So erkundet ihr verschiedene Areale der wirklich großen Ni no Kuni. Beispielsweise neue Pfade, gruselige Friedhoefe, schwindelerregende Bergwipfel, Dungeons, heiße lange Wuestenduenen, gigantische Staedte, brodelnde Vulkanschluende, versteckte Doerfer, verzauberte Waelder, schneebedeckte Weihnachtstraeume und mehr! Oder ihr benutzt Beispielsweise "Umgebungszauber" um an Orte zu gelangen die euch noch nicht zugaenglich waren. Ihr beendet eine der zahlreichen Quests oder Nebenaufgaben an den schwarzen Brettern. Helft anderen Bewohnern bei ihren Problemchen oder experimentiert unter dem Menuepunkt "Kessel" mit den jeweiligen gefundenen Items. Hier koennt ihr euch selbst als Laborratte beweisen und so die verschiedensten Dinge herstellen wie z.B. "Waffen", "Ausruestung", "Proviant" . Oder aber ihr benutzt (falls vorhanden) einfach eine Formel. Zweiteres ist jedoch nicht so spannend.. ^^

Emotionen..
..sind auch hier in "Ni no Kuni" ein extrem großes Stichwort. Und wieso?? Ganz klar.. alle Personen der Parallelwelt sind mit den Personen aus Olivers Heimatstadt "Motorville" verbunden. Hat zum Beispiel ein Ni no Kuni Bewohner ein Problem, reisen wir zurueck nach Motorville von Oliver um dessen Ebenbild zu helfen. Oder ein anderes Beispiel. In Ni no Kuni fehlt es einer Stadtwache vor dem verschlossenen Haupttor an Enthusiasmus, sein Kollege neben ihm strotzt jedoch nur so vor Tatendrang. Deswegen benutzen wir die Faehigkeit "Herz empfangen" um etwas Enthusiasmus von Wache 2 zu entnehmen und mit der Faehigkeit "Herz schenken" Wache 1 zu geben. Dieser ist naemlich nach der Wohltat so begeistert, dass er uns dessen Schloßtor oeffnet und wir unseren Weg fortsetzen koennen.

Noch erwaehnenswert..
..waeren die tollen Zwischenseqenzen. Diese sind sowohl animiert (dem Ghibli Studio sei Dank) als auch in Spielegrafik vorhanden. Apropo Grafik, diese kommt mit einem Anime Touch daher und sieht einfach herrlich aus. Sowohl die Staedte, Dungeons, Friedhoefe, Katakomben, Berge, Vulkane, Inseln, den Himmel als auch der Ozean.. alles strotzt nur so vor Detailverliebtheit, einfach spitze! Vom Soundtrack und der Musikuntermalung ganz zu schweigen, hier ist alles wie aus einem Guss. Wenn ich so durch Katzbuckel latsche und der Musik sowie der Soundkulisse lausche kommen einfach Erinnerungen an die alten Zeiten der frueheren JRPGs hoch. Klasse!! Kommen wir also zu..

..meinem Fazit..
..Ni no Kuni wird wie manch andere RPGs mit Herz und Gefuehl erzaehlt. Mit viel Leid und einer Achterbahtfahrt der Emotionen. Trauer, Frust aber auch Hoffnung und Glueck, das alles und mehr schafft Ni no Kuni mit Bravur dem Spieler zu uebermitteln. Nicht jedes Spiel hat mich auf Anhieb so sehr gepackt und mitgerissen wie Ni no Kuni. Lange hat es gedauert, ein gutes Jahr musste ich auf dieses Spielejuwel warten.. und hat sich das Warten dann am Ende gelohnt?! Ja das hat es sich DEFINITIV!! Ich bin noch nicht fertig mit Ni no Kuni.. noch lange nicht, es gibt noch so viel zu bestaunen, sowie zu entdecken. Mit knapp 100 Stunden fuer das Gesamtpaket (Hauptquest - Nebenaufgaben) ist der Kaufpreis in meinen Augen mehr als gerechtfertigt. Hier bekommt auch mal der Rollenspieler mehr als so mancher Shooterfan fuer sein Geld. TOP SPIEL!! Klare und eindeutige Kaufempfehlung!! Danke Danke Danke Studio Ghibli & Level 5 dass Ihr uns dieses bomben Spiel "geschenkt" habt. Der Trailer von "Ni no Kuni" ist beigefuegt!
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74 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk wie aus der alten Schule!, 1. Februar 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Ni no Kuni: Der Fluch der weißen Königin - [PlayStation 3] (Videospiel)
denn wir haben es zurück.Ich rede von dem Gefühl welches ich hatte als noch Klassiker wie Breath of Fire, Lufia, Grandia,Final Fantasy, oder die ersten Pokemon Editionen über meinem Bildschirm liefen.Ich werde in dieser Rezession nicht auf die Geschichte eingehen, da man sie einfach selber erleben muss!Also ich versuch mein Eindruck mal zu beschreiben und zu unterteilen:

Atmosphäre/Spielprinzip..

Ni No Kuni bietet eine offene Spielwelt, freibegehbare Areale und facettenreiche Umgebungen.Besonders auffällig wieviel Details und Liebe ins Design gesteckt wurden.Hierbei möchte ganz besonders die Atmosphäre hervorheben welche äusserst gelungen ist. In den Stätden hört man das Getummel der Leute. In Wäldern beispielsweise das Rauschen der Bäume etc. . Ganz grosse Stärke des Designs sind besonders die Figuren in Ni No Kuni.Egal ob Monster, Dorfbewohner, oder all die anderen teilweise verrückten Charaktere sind einfach nur einzigartig und wunderschön.Ich kenne keine Werke von Studio Gibli, aber hier sieht man was Die auf dem Kasten haben. Beeindruckend. Die ganze Umwelt wirkt dazu so lebendig. Es wirkt eigentlich nichts steril oder starr.Wir spazieren wie in alter Rollenspiel Manier quer durch eine sehr grosse welt. Eine Menge Städte, Wälder und Höhlen beispielsweise laden ein erkundet zu werden.Monstern begenen wir auf unserem Weg und bei Berührung wechselt das Geschen auf einem Kampffeld. Dort können wir uns frei bewegen und per Knopfdruck entweder mit unserem Helden oder unserem Verbündetem Monster eine Attacke ausführen lassen.Man hat hier also ein zum teil freies rundenbasiertes Kampfsystem.Unsere Verbündeten Monster erhalten wir Anfangs im Spielverlauf, doch später hat man auch die Möglichkeit fremde Monster zu zähmen.Es gibt natürlich abseits der Story einiges zu tun. So muss man beispielsweise einigen Leuten helfen in Form von Hol,-Bring Aufträgen oder man bekommt Aufträge dieses oder jenes Monster zu jagen und zu töten.Hört sich sehr simpel an, wirkt aber absolut nicht aufgesetzt sondern ist sogar sehr unterhaltend und spassig.Abseits der Wege findet man natürlich ein Haufen an Schatztruhen und auch Geheimnissen die teilweise auch erst später machbar sind. An des Helden Seite befindet sich immer sein Begleiter Tröpfchen, der einem mit Rat und Tat beiseite steht und immer für nen guten Spruch sorgt. Ganz besonders Erwähnen möchte ich noch das Buch welches unser Held bei sich trägt. Denn dieses kann man sich im Spielmenü komplett anschauen und durchlesen. Es beinhaltet eine Menge an Informationen bezüglich der Spielwelt(z.b.: Monster, Waffen-Objekte,Landkarten)und es gibt sogar ein paar Kurzgeschichten zum lesen.Alles in allem bekommt man soviel zu sehen und geboten/erforschen das man garnicht mehr merkt wie schnell eigentlich die zeit vergeht.

Sound/Grafik..

Wir bekommen hier ein fantastisches 5.1 Sourround Erlebnis.Das bringt einem wirklich dazu in die wundervolle Welt von Ni No Kuni einzutauchen.Die Synchronisation an sich ist auf Englisch oder japanisch.Und die Sprecher machen eine hervorragenden Job. Gerade Tröpfchen hat einen fantastischen englischen Sprecher.Die Grafik sieht aus wie einem Trickfilm.Keinesfalls billig sondern detailiert, farbenprächtig und nicht verpixelt.Dazu sind die Zwischensequenzen wie in einem Anime Film abgedreht. Das sieht wirklich hervorragend aus und ich könnte es mir stundenlang angucken.Der Soundtrack setzt dem ganzen dann noch die Krone auf.Wie lang ist es her das man das Verlangen hat Melodien mitzusummen.Teilweise gibt es Stücke die einem Gänsehaut liefern.Selten hört man zu einem Spiel so grossartige musikalische Stücke wie in Ni No Kuni.

Fazit..

Wir sollten den Entwickler Level 5 wirklich dankbar sein in solch einer Zeit der Shooter Mainstream Spiele, solch ein grossartiges Rollenpiel spielen zu können.Man bekommt ein Rollenspiel was sich komplett neu anfühlt aber gleichzeitig viele klassische Elemente mit einbindet.Es gibt nicht mehr zu sagen ausser das ich glücklich bin dieses Spiel spielen zu können.Ich spreche Ihnen hiermit liebe Leser meine absolute Kaufempfehlung aus.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen OLDSCHOOL NIPPON-FANTASY IN BESTFORM, 25. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Ni no Kuni: Der Fluch der weißen Königin - [PlayStation 3] (Videospiel)
- Wer nicht die Geduld aufbringen möchte, diese doch recht ausführliche Rezension zu lesen empfehle ich, gleich nach unten zu scrollen, und unter dem Punkt "Fazit" weiter zulesen.

Lange Zeit verstaubte das Spiel in meiner Sammlung. Als ich jedoch die tolle Rezension von "Mimi" las, wurde mein Interesse geweckt, und das hielt mich dann auch nicht ab, eine eigene Rezi zu verfassen. Nach der, zumindest für mich, maßlosen Enttäuschung über die Final Fantasy Teile 13 und 13-2 auf der PS3, hatte ich lange Zeit keine Lust mehr ein Nippon-RPG in die PS3 Konsole zu schmeissen, zumal ich die für mich inoffiziellen Nachfolger von Final Fantasy 12 auf der XBOX360 mit Blue Dragon und Lost Odyssey wiederfand. Diese wurden vom ehemaligem Chefentwickler Hironobu Sakaguchi und dem Sounddesigner Nobou Uematsu, die sich ursprünglich bis Teil 12 für die Final Fantasy Reihe verantwortlich zeigten, exclusiv für die XBOX360 entwickelt, nachdem aus Squaresoft, Square Enix wurde, und man dann nach Teil 12 getrennter Wege ging.

Was hier allerdings von dem Studio Level-5 mit dem Zeichenstudio Ghibli auf die Beine gestellt wurde, erinnerte mich sehr stark an Dark Chronicle auf der PS2. Was auch kein Wunder ist, zeichnete sich Level-5 auch schon für dieses Game verantwortlich. Alles was man bei Ni No Kuni storytechnisch, kämpferisch erlebt, und die vielen Aufgaben die man bestreiten darf, sind zwar nicht sonderlich innovativ, geben zusammen aber ein sehr stimmiges Bid ab, da man alles irgendwie, in der ein oder anderen Form, schon bei anderen Games gehabt hat, und das meine ich nicht negativ. Ganz im Gegenteil. Jeder der Dark Chronicle und Dragon Quest, oder sogar Pokemon gespielt hat wird sich hier in "der anderen Welt", welches im japanischen soviel wie Ni No Kuni heißt, sofort heimisch fühlen.

Selbst, wenn man nur die Zeichentrickserie Heidi gesehen hat, wird man sofort eine Verbindung erkennen, da Drehbuchautor und Regisseur der Serie, später das Studio Ghibli gründeten, welches sich hier für die wundervoll handgezeichneten Szenarien verantwortlich zeigt.

Man kann Ni No Kuni mit englischer oder japanischer Sprachausgabe spielen. Nippon-Fans werden wohl das japanische Original vorziehen. Bei allen anderen die sich unschlüssig sind, beide Versionen einmal ausprobieren und dann entscheiden. Ich für mich, habe die englische Sprachausgabe gewählt, weil sie mir nicht so überdreht vorkam und ich trotz deutschen Untertitels, aber wenigstens über ein englisches Basiswissen verfügend, mich bei Zwischensequenzen mehr auf das Bild, als auf die Untertitel konzentrieren mußte. Muß jeder aber für sich selbst entscheiden. Sprachauswahl läßt sich auch jederzeit über den Titelbildschirm ändern.

Zur Story nur soviel: Es handelt sich um einen Jungen mit dem Namen Oliver, der seine Mutter verliert. Durch das weinen um den schmerzlichen Verlust, tropft eine Träne auf sein Kuscheltier, welches dann zum Leben erweckt wird. Es führt ihn in eine "Andere Welt" der Phantasie, in der es von jedem Menschen in seiner realen Welt, einen Seelenverwandten gibt. Kein Doppelgänger im eigentlichen Sinne, sondern ein geistig, mentaler Zwilling, im esoterischen oder auch religiösem Sinne "Seelenverwandter". In dieser irrealen Welt hofft er seine Mutter wiederzufinden um sie vor dem entgültigem Verlust zu retten, und muß auf dem Wege dahin viele Abenteuer durchstehen, die darin gipfeln, einzelne Königreiche aus dem Besitz des "Bösen" zu befreien. Nichts ist so wie es scheint, und der Schein trügt manchmal. Gut und böse werden hier nicht nur schwarz/weiß dargestellt, sondern auch durch die vielen Graunuancen dazwischen.

Die Cell Shading Graphik ist phantastisch und läßt die Handzeichnung des Studios Ghibli erkennen. Jede Menge verschiedene Locations, Orte und Dungeons bieten eine Menge Abwechslung und eine unendliche Liebe zum Detail, die ich für ein Spiel welches im Cell Shading Grafikstil gehalten ist, nicht für möglich gehalten hätte. Jeden Schritt den man auf der Weltkarte macht, läßt diese größer werden und neue Geheimnisse und Orte entdecken, von denen aber nicht alle gleich zu Anfang zugänglich sind.

Oliver muß seiner Reise auch nicht alleine unternehmen. Am Anfang begleitet ihn noch sein Kuscheltier, welches sich durch die verflossene Träne, in eine Elfe verwandelt hat, deren markanteste Zeichen wohl die männliche Figurengebung, eine große Klappe, wie auch eine augenfällig große Nase, die mit einer Laterne gepierct wurde, ist. Er gibt Tips (ob man will oder nicht) und hilft gelegentlich bei Kämpfen, wenn die Lage einmal gerade wieder aussichtlos erscheint. Er wird nicht die einzige Begleitung bleiben. Im Laufe der Geschichte gesellen sich immer mehr Mitstreiter hinzu, die alle ihre Fähigkeiten, wie auch besondere Macken haben.

In der laufenden Geschichte erlernt Oliver jede Menge nützlicher Zauber, wie zum Beispiel den Portalzauber, wodurch er zwischen der Phantasiewelt und der realen Welt wechseln kann. Dieses ist auch erforderlich da einige Aufgaben nur in einer, oder andere wiederum, in beiden Welten erfüllt werden müssen.

Mit einer der interessantesten Aspekte des Spiels, wie auch der Kämpfe ist, das man die meisten Auseinandersetzungen nicht selber bestreiten, sondern diese auch von bekehrten Gegnern ausführen lassen kann. Es gibt hunderte Arten vom Gegnern, die man besiegen und auch für sich (mit einem speziellen Zauber) einnehmen kann. Diese sogenannten Vertrauten können (und hier sind wir jetzt bei den Pokemon`s) gefarmt werden.

Je nachdem, was man ihnen zu essen gibt, oder wie oft sie an Kämpfen beteiligt sind, können diese Vertrauten 2 Entwicklungsstufen durchlaufen, wovon die Stufe 3 die höchste ist. Bei der ersten Entwicklungsstufe kann man in 2 Richtungen entscheiden, wohin sich der Vertraute entwickeln soll. Jeder dieser kleinen Gesellen hat eine Grundfähigkeit, wie z.B heilen oder einen Elementarzauber wie Feuer, wie auch das herbeiführen von Status-/Zustands-Veränderungen. Man kann je Partymitglied, drei Vertraute in sein Kampfteam aufnehmen, und sollte schon, von Anfang an, auf eine ausgewogene Mischung dieser Gesellen setzen. Wenn z.B. 3 Partymitglieder, also insgesamt 9 Vertraute haben, macht es natürlich keinen Sinn wenn diese alle das Element Eis beherrschen, und einem auf einmal z.B. ein Eisbär gegenübersteht, der gegen Eis immun ist.

Es will also gut überlegt sein, welchen Feind man zu seinem Vertrauten machen, und dementsprechend entwickeln möchte. Dieses allerdings liest sich alles schwerer als es ist, da man überzählige, oder "unbrauchbar" gewordene Vertraute in einer Art Zuhause unter einem "Kanaldeckel", der sich Schlupflochdeckel-Service nennt, deponieren kann (insgesamt 400). Es müßte demnach an die 200 verschiedenen Monstertypen geben, die man einmal (1-te Transformierung) in zwei verschiedene Arten transformieren kann (wenn man die Anzahl von 400 zu deponierenden Monstern, als Komplettierungsgrundlage nimmt). Allein mit dem farmen der 200 verschiedenen Monster-/Gegner-Typen, könnten hunderte Stunden verbracht werden. Ausgenommen sind natürlich die Bossgegner, die sich aber nach dem ersten durchspielen des Games, alle wieder bekämpfen lassen, diesmal jedoch in stärkerer Form. Womit ich mich schon über den Wieder- und Weiterspiel-Wert des Games geäußert habe.

Die Kämpfe die Oliver im Laufe seines Abenteuers bestreiten muß, laufen in Echtzeit ab, wonach sich allerdings nach jeder Aktion, sei sie physischer (Kampfhieb), als auch geistiger Art(Zauber) wieder ein Ladebalken auffüllen muß, um die nächste Aktion auszuführen zu können. Dieses Spielprinzip, welches man schon in anderen Rollenspielen (z.B Final Fantasy 8) mit dem ATB : Active Time Battle System beschrieb, welches im Gegensatz zum CTB: Combat Time Battle, einem keine Zeit zum verschnaufen zwischen den einzelnen Aktionen läßt, wie auch das alle Gegner frei sichtbar sind und es somit keine Zufallskämpfe geben kann, lassen ein gewisses Maß an Strategie zu. Rote, wie blaue Leuchtkügelchen die der Feind im Kampf verliert können eingesammelt, und dadurch den Lebens- und Mana-Vorrat auffüllen. Selten läßt der Feind ein goldenes Kügelchen fallen, wobei man beim einsammeln desselbigen, einen Spezialangriff starten kann. Auch der Kampfbeginn, wenn man zum Beispiel einen Gegner von hinten angreift, bietet den Vorteil eines Erstschlages. Es kann natürlich auch genau andersherum laufen, denn blind sind die Gegner nicht und laufen einem gerne mal hinterher, wobei man gelegentlich den kürzeren zieht. Die Zauber erlernt Oliver meistens indem er besondere Aufgaben erfüllt, oder besondere End- bzw. Zwischengegener besiegt und deren Zauber übernimmt. Hier ist das Konzept eines action-, aber doch runden-basierenden Rollenspiels voll aufgegangen. Die Möglichkeit im späteren Verlauf des Games Zauber kaufen zu können, lasse ich mal außen vor.

Mankos:

- Eine manchmal suboptimal eingestellte Kameraperspektive und das man das handeln seiner Mitstreiter kaum beeinflussen kann. So kann es sein, das ein Mitstreiter seinen Manavorrat schon am Anfang des Kampfes, wo es noch nicht nötig ist, durch sinnlose Kampf- bzw. Heilattacken vergeudet, der dann zum Ende des Kampfes hin, zum heilen der Gefährten, oder bekämpfen der Gegner fehlt. Hier helfen nur zwei Sachen: Eine gute Einstellung der Gefährten, mit der Zuweisung der richtigen 3 Vertrauten und die Mitnahme jeder Menge Heil-und Mana-Items. Man kann zwar im Kampf zwischen den Mitstreitern wechseln, und damit bestimmen, wen man selbst führen will, trotzdem hat man dann immer noch seine KI-Partner die alleine agieren, und dass nicht gerade intelligent, sondern meistens eher kontraproduktiv. Kämpfer die zu Boden gehen, sind nach dem Kampf wieder am Leben, jedoch mit der Lebensleiste auf 1. Zumindest braucht man so nur Heiltränke und nicht die kostbaren Lebenswiedererweckungs-Items verbrauchen.

- Fehlende grundlegende Innovationen. Alles was man hier an Haupt- und Neben-Aufgaben, wie auch in den verschiedenen Minispielen absolvieren muß, hat man so, oder in ähnlicher Form schon in anderen Games erlebt. Es scheint manchmal so, das man sich bei anderen Games, einige inhaltlich passende Konzepte rausgepickt hat, um sie dann in diesem Spiel, wieder zu einem großen Ganzen zusammenzufügen. Dieses ist fast ausnahmslos gut gelungen, läßt aber eine eigene Linie und auch fehlenden Mut zu Kreativität vermissen.

Dieses ist jedoch klagen auf sehr hohem Niveau, bleibt aber dem aufmerksamen Beobachter nicht verborgen.

Desweiteren können der Hauptprotagonist, wie auch seine Mitstreiter mit Waffen, wie auch Schilden, Ketten, Ringen und Talismanen ausgerüstet werden, die die Statuswerte vebessern, immun gegen Statusveränderungen machen, sowie Elementarschäden zu reduzieren, oder diese dem Gegner zuzufügen. Diese kann man entweder finden, im Kampf erbeuten, und wenn man z.B. eine sehr hochwertige Waffe oder Rüstungsgegenstand haben möchte, durch Alchemie verbessert werden. Zutaten für alchemistische Verfahren, werden gefunden, gekauft, oder von Feinden erobert bzw. geklaut. Formeln zur Umsetzung (Rezepte) kann man nach dem Zufallsprinzip versuchen selber zusammenzustellen, welches aber selten von Erfolg gekrönt ist. Besser man findet, oder bekommt sie als Belohnung zur Erfüllung bestimmter Aufträge. Um gewisse Formeln nutzen zu können, ist meistens ein bestimmtes Level notwendig. Genauso verhält es sich mit den Zaubern. Man kann einen Zauber besitzen, das heißt aber noch lange nicht, das man ihn auch benutzen kann.

Die Städte und Dörfer sind vom Setting her alle grundverschieden, wie es auch die unterschiedlichen Gebiete bzw. Königreiche auf der Welt sind. Mit den Einwohnern kann kommuniziert werden, was einem des öfteren einen Nebenauftrag einbringt. Läden für Waffen, Zauber, Items und Aufträge, wie auch die Herberge, die zur Erfrischung der Lebens-und Mana-Leiste durch Übernachtung und zur Speicherung einlädt, lassen einen des öfteren diese Lebensmittelpunkte der Weltkarte aufsuchen. Waffen und Rüstungsteile braucht man selten einkaufen, im Gegensatz zu lebenserhaltenden Items für sich selbst, und den Leckereien die man zu farmen seiner Vertrauten braucht, damit sie eine höhere Entwicklungsstufe erreichen.

Desweiteren gibt es den Auftragsladen, wo neben den Hauptmissionen, jede Menge Nebenaufgaben auf der Anschlagstafel auf einen warten. Insbesondere seien hier die Monsterjagden erwähnt. Man nimmt einen oder mehrere Aufträge an, erhält die nötigen Informationen darüber, um sich dann auf die Jagd zu begeben. Je nach Fortschritt, werden Aufträge und Jagden ergänzt und nehmen natürlich an Schwierigkeit zu. Einfach macht es einem die Weltkarte, die einem auch eine Gebietsabschnittskarte anzeigen läßt, wo man dann z.B. ein zu jagendes Monster rot aufleuchtend finden kann, und Wege und Hindernisse angezeigt werden. Die Gebietsabschnittskarte läßt einem auch im späteren Verlauf des Games Schätze finden, wenn man den richtigen Zauber besitzt. Diese lassen sich gelegentlich auch nach dem Zufallsprinzip entdecken.

Ein besondere Nebenaufgabe, welches auch die einzig wirklich neue Innovation, oder sagen wir lieber neue Idee (da es am grundlegenden Spiel bzw. auch Kampfprinzip nichts ändert) in diesem Game ist, zeigt insbesondere die emotionale Tiefe die das Game entwickeln möchte, und dieses auch in einiger Hinsicht erreicht. Das einsammeln von Emotionen bei Bewohnern, die derer zuviel haben z.B. Enthusiasmus, Freude, Liebe usw. (insgesamt 6), um diese dann an Personen zu verteilen, denen eines dieser Gefühle abhanden gekommen ist, bietet Abwechslung. Diese Nebenaufgabe wirkt allerdings ein wenig aufgesetzt, integriert sich aber in das Gesamtgeschehen mit ein, und bringt so manche nette Belohnung mit sich.

Die Menüführung ist einfach und übersichtlich gehalten. Man hat Einsicht in den Magischen Begleiter, einen Kessel für die Alchemie, ein Tagebuch, welches einen vergangene Erlebnisse und wichtige Konversationen nochmal nachschauen läßt, wie auch die über Auftragslage informiert. Desweiteren gibt es noch den sprechenden Stein, der über gefährliche Orte, sowie einen Fortschrittsbericht und noch einige andere Sachen bereit hält, wie das einsehbare Tutorial, falls man doch einmal Schwierigkeiten mit der Bedienung und Spielmechanik bekommt. Der nimmervolle Beutel der Items, Waffen und Ausrüstungsgegenstände verwahrt, wie natürlich auch das Farming- und Einstellungsmenü findet man hier auch. Hier lassen sich zudem die Partymitglieder zusammenstellen, mit ihren dazugehörigen drei Vertrauten. All das mag einem jetzt viel vorkommen, ist aber relativ intuitiv gehalten, so das man nur eine recht kurze Eingewöhnungszeit braucht, um dann damit wie selbstverständlich klarzukommen.

Auch die Steuerung des Hauptprotagonisten geht leichtgängig von der Hand. Die zur Party gehörenden Gruppenmitglieder erscheinen jedoch erst im Kampfmodus auf dem Bildschirm. Waffen, wie auch spezielle Ausrüstungsgegenstände werden visuell dargestellt.

Hier, wie auch in anderen Rollenspielen, gibt es Zauber, die dauersam wirksam sind (z.B. körperliche Erholung beim wandern), oder die im Kampf eingsetzt werden können (z.B. Wind), und sich hauptsächlich in Offensiv-und Defensiv-Zaubern unterscheiden lassen. Hier gibt es kaum Unterschiede zu den ähnlich gelagerten Games, außer das man einige Zauber hat, die in anderen Games bei mir noch nicht vorkamen, wie z.B. der Brückenzauber, der einen auch unüberwindlich scheinende Schluchten überqueren läßt.

Speichern ist nicht nur in den Herbergen der Stadt möglich, sondern auch auf der Weltkarte jederzeit, und in den Dungeons an bestimmten Steinen. Dabei sind diese Steine nie unfair gesetzt. Immer wenn es gilt einen Bossgegner zu besiegen, steht vorher auch meist ein Speicherstein, welcher einem viele unnötige Wege nicht wiederholt laufen läßt im der Nähe.

Das sich mit der Alchemie Waffen und Rüstungsgegenstände verbessern lassen erwähnte ich schon. Man kann allerdings noch viel mehr herstellen wie z.B. besondere Leckereien für unsere Vertrauten, die sie schneller Erfahrung sammeln lassen. Da das Ganze sehr umfangreich ist, gehe ich hierauf allerdings nicht weiter ein, da wir jetzt zu einem elementaren Teil des Games kommen.

Das wichtigste und hilfreichste Mittel im ganzen Spiel ist „Der Magische Begleiter“. Es ist ein umfangreiches Buch, wo alle Monster gelistet, die Gebiete mit ihren Gefahren, Alchemieformeln, alles übers Monsterfarmen und vieles mehr an Informationen. Falls man in diesem Game wirklich einmal nicht weiterkommt, ist dieses Buch sehr hilfreich, und wird euch des öfteren gute Dienste leisten. Es enthält zudem Karten, Beschreibungen aller Städte, Gefahren, Items, Aufträge, Nebenmissionen, Infos über Monster usw. Imgrunde genommen ist es das Lösungsbuch von Ni No Kuni, welches keine Fragen offen läßt, nur als virtuelle Ausgabe. Häufiger Gebrauch macht den Umgang damit einfacher, wie auch das ganze Spiel.

Kurz eingehen möchte ich auch auf die vielfältigen Nebenspiele, die jetzt nicht direkt zu den Haupt- oder Nebenaufgaben gehören. Man kann ein Spielcasino besuchen wo einarmige Banditen, sowie Blackjack zu einem kurzweiligem Spiel einladen, und mit einem bischen Glück auch seltene Items erstehen lassen. Es gibt auch ein gamespezifisches Kartenspiel, welches man bestreiten kann. Die Regeln sind jedoch komplex, so das man hier, um gewinnen zu können, doch ein wenig Übungs bzw. Einarbeitungszeit braucht. Auch gibt es eine Kampfarena, in der man sich mit Gegnern messen kann, um einige seltene Preise zu gewinnen. Hier steigern sich natürlich auch die Gegnertypen oder es werden einem gewisse Handycap's auferlegt. Dementsprechend werden die Belohnungen auch wertvoller. Ein Kino, wo man sich im späteren Verlauf des Spieles, die schon erfolgten Zwischensequenzen ansehen kann, darf natürlich auch nicht fehlen. Dieses kommt mir auch, aus einem der Final Fantasy Teile, bekannt vor?

Wie bei den meisten japanischen Rollenspielen, stehen einem nach einiger Zeit verschiedene Fortbewegungsmöglichkeiten (Schiff, Flugdrachen usw.) zur Verfügung.

a.) die Wege erheblich kürzer und schneller machen

b.) einen Orte erreichen lassen, die man vorher nicht betreten konnte

Auch die Möglichkeit sich an bestimmten Orten, zu einem anderen Standort beamen zu lassen, wurde nicht verschenkt.

Der Wiederspielwert bzw. Weiterspielwert dieses Games nachdem man den Abspann gesehen hat ist enorm hoch da manche Orte, wie auch Geheimnisse, erst nach dem ersten durchspielen zur Verfügung stehen. Auch für Trophyjäger, die ein wenig Geduld mitbringen, ist die Platintrophäe kein Ding der Unmöglichkeit, und kann auch von "Normalgamern" erreicht werden.

Fazit:

Alles in allem, ein tolles japanisches Rollenspiel, welches mit einer gut durchdachten Story, die einige Wendungen und Überraschungen parat hält, zu überzeugen vermag. Eine tiefe emotionale Vielfalt, wie auch die einzigartig vielschichtigen Charakterzeichnungen, lassen einen das Herz berühren. Die Cell Shading Grafik ist für den Umfang des Spiels mehr als angemessen und die Soundkulisse, wie auch die malerische Orchestrale Symphony-Musikuntermalung wissen die ganze Spieleinszenierung zu unterstreichen so das, zumindest für mich, dieses Game zu einem einmaligem, aber auch zwiespältigem Erlebnis wurde.

Ich kann es eigentlich nur mit Dark Chronicle vergleichen, welches im Gegensatz zu Dragonquest, auch diese spielerische und emotionale Vielfalt vorweisen konnte. Die alten PS1 Final-Fantasy Teile beziehe ich in den Vergleich nicht mit ein, da spielerisch, grafisch, wie auch erzähltechnisch z.T. erhebliche Unterschiede bestehen. In anderen Momenten fällt einem so manche Paralelle, zu Final Fantasy, sofort ins Gedächtnis. Natürlich nur, sofern man diese auch gespielt haben sollte.

Trotzdem, wer Dragon Quest, Dark Chronicle (Dark Cloud 2), die Tales of-Reihe, aber auch die alten Final Fantasy Teile zu seinen Lieblingen zählt, liegt hier absolut richtig. Man bekommt ein action-/runden-basiertes Nippon-Rollenspiel, welches zumindest auf der PS3 einzigartig ist, was den Umfang und auch die Abwechslung angeht. Auch wenn man sich nur auf die Hauptquests konzentriert, sind 70 Stunden Spielzeit mindestens erforderlich. Ich gehöre allerdings auch der Gamergruppe an, die sich beim gamen Zeit lassen und auch mal zwischendurch, während die Spieluhr weiter tickt, was essen oder eine andere Tätigkeit, die in dem Moment von höherer Priorität ist, nachgehen. Deshalb sind diese 70 Stunden kein von mir ermittelter Nettowert.

Man wird es dann allerdings bei einigen Bossgegnern schwer haben, sollte man wirklich nur der Hauptgeschichte folgen, so das auch hier ein gewisses Maß an aufleveln der einzelnen Mitstreiter erforderlich ist. Zumindest, wenn man nicht zu oft ins Gras beißen will.

Mit dieser Rezension erhebe ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Da dieses Game so umfangreich ist, und die Story sehr komplex, müßte und könnte ich ansonsten noch viele, viele Seiten schreiben. Auch zum Storyinhalt wollte ich nicht zuviel verraten, da man ihn ja unter der Produktbeschreibung findet, wie auch in vereinzelten Rezensionen. Wollte allerdings auch nicht Gefahr laufen, zuviel zu spoilern.

Zu dem jetzigen Neupreis, für jeden Japano-Rollenspieler und für Gamer die über 100 Stunden Spielspaß haben möchten, Pflichtkauf. Aber auch die, die diesem Genre bisher skeptisch gegenüberstanden, können zugreifen, da das Game zwar sehr japanisch ist, aber nicht den Anime-/Manga-Style a'la Dragon Ball Z (Akira Toryama) usw. imitiert bzw. ähnelt. Desweiteren ist es auch nicht zu kindlich, wie Blue Dragon (XBOX360), oder zu pathetisch wie Eternal Sonata ausgefallen. Auf seine Art ist es einzigartig, obwohl man spielerisch, als auch von der Inszenierung her, zu vielen Rollenspielen aus Japan Paralellen ziehen kann.

Leider erreicht es nicht die technische und geschichtliche Reife eines Rollenspieles von der Qualität eines Lost Odyssey (XBOX360), welches sich wesentlich mehr an den erwachsenen Gamer richtet. Da die Altersfreigabe jedoch kein Kriterium für die Bewertung ist, gebe ich dem Game die volle Punktezahl, zumindest in dem Bereich Spielspaß.

Da es im gesamten Gameplay z.B. Mängel im Kamfsystem gibt, und gundlegende Innovationen fehlen, bleibt es in der Gesamtwertung bei 4 Punkten mit einem dicken Plus. 5 Punkte hätten einen gewissen Grad an Perfektion und Innovation vorausgesetzt. Jeder der jetzt gerne einen Einwand erheben möchte, bitte ich doch nochmal sehr objektiv zu überlegen, ob es in einigen Bereichen des Gameplays, nicht doch noch, ein wenig Luft nach oben gab! Als Vergleich zog ich Dark Chronicle heran, welches durch einige Innovationen, wie dem Aufbau von Städten bzw. Dörfern, was neu war im Rollenspielgenre, und auch dort schon die Idee mit mehreren Welten, in Form von Zeitsprüngen zum tragen kam. Desweiteren wurde das Erfinderthema von Dark Chronicle nur leicht abgewandelt, in dem man es in den alchemistischen Sektor verlegte. Und dieses Game erschien auf der PS2, und das mit einer auch heute noch, sehr ansehnlichen Grafik.

Beim Spielspaß bleibt es definitiv bei 5 Punkten Auch weil die PS3 mit guten rundenbasierten (wenn auch mit Actionanteil) Rollenspielen, nicht gerade reich gesegnet ist, bleibt es bei dieser Wertung.

Am ehesten kommt noch die Tales of-Reihe in Frage, und danach wird es auch schon dünn. Die Atelier, Hyperdimension und Final Fantasy Reihe (zumindest auf der PS3), spielen leider ein bis zwei Ligen unter diesem Spiel. Besonders bei Final Fantasy tut mir das richtig weh, wie im Endeffekt nur noch der gute Name verwurstet wird, und man den Spieler durch eine Supergrafik zu blenden versucht. Das gleiche ja auch bei anderen Spieleserien, die sich nur noch dem Mainstream anpassen, und Innovationen kaum noch zulassen. Man verzeihe mir den brutalen Genrewechsel, aber das beste Beispiel ist die Resident Evil-Serie, die für mich mit dem 6-ten Teil den Vogel abgeschossen hat.

Hoffen wir das es weiterhin Spieleschmieden wie Level-5 gibt, die eigenständig arbeiten können, und uns weiterhin mit solchen Spieleperlen wie Ni No Kuni versorgen werden. Das der Bedarf da ist, wird ja dadurch bestätigt, das es mittlerweile eine Essentialedition gibt. Oder gleitet man jetzt schon im Mainstream mit und merkt es nicht? Ich entschuldige mich dafür, das ich ein wenig vom Thema abgekommen bin, und komme zum Schluß noch einmal zu einem abschließendem Statement, welches ist:

Allein der Wieder bzw. Weiterspielwert dieses Games, macht alle kleinen Mängel, die man auf extrem hohem Niveau beklagen könnte, mit einem Wisch wieder wet.

Deshalb von mir also eine ganz klare Kaufempfehlung!!!

P.S.

Freue mich über jedes Feedback, und jeden der sich die Zeit genommen hat, diese doch recht ausführliche Rezension zu lesen. Wenn ich damit keinen Erkenntnisgewinn bei Ihnen erzielen konnte, hoffe ich Sie doch zumindest gut unterhalten zu haben.

Bilder bzw. Screenshoots, zu dem hier von mir rezensierten Produkt, befinden sich bei den veröffentlichten Kundenbildern !

Ansonsten GOOD GAMING !!!
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Studio Ghibli beteiligt sich an einem Videospiel - das Ergebnis war vorhersehbar, 10. Februar 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Ni no Kuni: Der Fluch der weißen Königin - [PlayStation 3] (Videospiel)
Dass "Ni No Kuni"s Stil nicht dem entspricht, wonach eingefleischte Ego Shooter und God of War Spieler lechtzen würden, sieht wohl wirklich jeder auf den ersten Blick. Ich selbst spiele liebend gerne God of War oder eher naturalistisch animierte Spiele wie Uncharted und konnte mir ein Schlucken beim Betrachten der ersten Screenshots schwer verkneifen. Dann fiel mein Blick auf die Produzenten und alles änderte sich: Studio Ghibli. Es ist irgendwie oberflächlich zu sagen, dass ich dem Spiel nur aufgrund dieses Namens eine Chance gegeben habe aber wenn mich ein Studio neben Pixar in meinen Erwartungen um animierte Unterhaltung bisher niemals enttäuscht hat, dann ist es Ghibli.

In Ni No Kuni wird die Geschichte des kleinen (aber nicht wirklich nervig-kindischen) Olivers erzählt, der nach dem plötzlichen Tod seiner Mutter in eine völlig bizzarre Situation á la Narnia versetzt wird und Hilfe von magischen Geschöpfen annimmt.
Ich will hier nicht zuviel verraten denn mal abgesehn vom herrlich balancierten Schwierigkeitsgrad (nicht zu leicht) ist Ni No Kuni ein etwa 40-50 Stunden langer interaktiver Film von Ghibli ("Chihiros Reisen ins Zauberland" - da weiß man schon in etwa, was man zu erwarten hat). Interaktiv heißt hier nicht, dass man keine Entscheidungsfreiheiten hat oder wie bei FF 13 die ersten 20 Stunden nur öde auf einen Knopf drücken muss, sondern dass die Kulissen und Animationen durchgehend so brilliant sind, dass man denkt man spiele einen Film. Während des Spielens musste ich einfach zugeben, dass es der mit Abstand beeindruckenste Grafikstil ist, der mir seit Jahren unter gekommen ist. Fotorealistische Grafiken habe ich jetzt zu Genüge und reicht mir bis zu meinen Bioshock Infinite - Ni No Kuni füllt meine "Lücke" und liefert etwas, das dem Begriff der Kunst so nahe kommt, wie kaum ein anderes Spiel.

Was das Spiel besonders abhebt sind die kleineren Details. So besitzt man ein Zauberbuch (The Wizard's Companion), das auf knapp 350 digitalen Seiten nach und nach an Fülle gewinnt und neben so alltäglichen Dingen wie Zauberrezepte für die Alchemie Zaubersprüche, Geschichten und eine Auflistung aller Monster bzw. Gefährten enthält - und das so illustriert und witzig geschrieben, dass es jedes andere RPG, das in den letzten Jahren erschienen ist, in Sachen moderne Umsetzung von klassischen RPG Elementen geradezu lächelnd in die Ecke der Schande stellt.

Das Kampfsystem, bei dem jeder der drei Begleiter 3 kleine oder größere bunte Monster mit in den Kampf führt, gestaltet es sich als Umsetzung aus Tales-of (Kampfarena, herumlaufen, zuschlagen, zaubern), sowie Pokemon (Catch-them-all und Aufziehen und Entwickeln der Begleiter). Dabei gibt es kleinere Abzüge für negative Seiten (so ist das Zielsystem manchmal etwas mau, wenn einem der Gegner den Weg blockiert und man manuell um ihn herumlaufen muss oder die Schlachtrufe - die sind nach kurzer Zeit reif fürs Abschalten), jedoch macht es immer Spaß zu kämpfen und passt perfekt zum hier präsentierten Stil.

Neben überzeugender Geschichte und Charaktere, gutem Kampfsystem und tollen Details ist auch der Umfang nicht zu verachten. Obwohl ich wirklich traurig war, als nach etwa 50 Stunden der Abspann über den Bildschirm flimmerte (ich habe jedoch auch viele Nebenaufgaben gemacht), war ich mir sehr schnell bewusst, dass mein Geld in diesem Titel mehr als sinnvoll investiert ist. Es ist klassisch und bekannt, wo es zum Stil passt, neu und aufgeschlossen, wo es sonst zu langweilig wäre und einfach super darin eine Geschichte sehr gekonnt zu vermitteln - solange man sich auf sowas einlassen kann und sich bewusst ist, dass manche Worte tiefgründiger sein können, als sie auf den ersten Blick erscheinen.
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5.0 von 5 Sternen Schönes Spiel, 11. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ni no Kuni: Der Fluch der weißen Königin - [PlayStation 3] (Videospiel)
Nach einem langatmigen Vorspann, dachte ich erst, naja, vielleicht doch ein Fehlkauf, doch ich wurde angenehm überrascht. Die farbenprächtige Kulisse, die frechen Sprüche, ab und zu eine Schatzkiste mit Dingen, die man für die Kämpfe gut gebrauchen kann. Es ist anzuraten, jeden Kampf anzu nehmen, um für den ersten größeren Gegner gewappnet zu sein. Denn ich bin bei meinem ersten Durchmarsch, einige Male gescheitert und habe das mühselig angesammelte Geld jedes Mal verloren. Also, immer wieder zurück um in Kämpfen stärker zu werden und speichern nicht vergessen. Man kann die Zeit vergessen, beim ersten spielen ist mir nicht aufgefallen, daß 3,5 Std. vergangen sind. Man kann das Spiel mit Eternal Sonata vergleichen, hier waren es Mangafiguren, wunderschön anzusehen, bei Ni no Kuni sind es Zeichentrickfiguren ähnlich wie bei den Disneyfilmen, aber die Handlung ist besser, ein kleiner Junge verliert seine Mutter und reist mit Hilfe des Zauberstabes in eine andere Welt um sie zurück zu holen. Ein Spiel auch für Erwachsene, die ein Faible für Adventur/ Rollenspiele haben, Schade, daß es Zelda nicht auf PS3 giebt, aber auch dieses Spiel macht einfach viel, viel Spass und ist nicht in ein paar Tagen durchgespielt. Das die Sprache englisch ist stört nicht, die Untertitel nimmt man dann garnicht mehr war, sie sind lustig, man liest sie und hat irgendwann das Gefühl es in deutsch gehört zu haben. Ich kann dieses fantastische Spiel Jedem empfehlen, der genau wie ich auf Rollenspiele und nicht auf Kriegs,-oder Ballerspiele steht.
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25 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ni No Kuni - Mehr Schein als sein!, 27. März 2013
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ni no Kuni: Der Fluch der weißen Königin - [PlayStation 3] (Videospiel)
--- Hinweis: Diese Rezession könnte Spoiler enthalten! ---
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Ni No Kuni war für mich eher ein Spontankauf, von den vielen positiven Bewertungen hier und durch die Pressewelt
stark beeinflusst. Hat sich der Kauf gelohnt? Eher nicht würde ich sagen, denn so schön dieses Spiel auch präsentiert
wird so derb krankt es einfach im Detail und an der Technik...

Vom Stimmungsbarometer her würde ich sagen, dass der Spielspass immer mehr abnimmt, je länger man dieses Spiel spielt.

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--- Grafik --- --- 4 von 5 Sterne ---
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+++ Sehr schöne Optik
+++ stimmungsvolle Umgebung
+++ schöne Anime-Cut-Szenen
000 NPCs wiederholen sich zuoft
--- ( fast ) keine Rüstungs / Kleidungsveränderung
--- Evolution von Vertrauten optisch nen Witz

Ni No Kuni ist ein schön anzusehendes Spiel, dem es aber an Abewechslung fehlt. Es gibt nur eine geringe Anzahl an
NPC-Sets, sodass sich die Optik dieser ständig wiederholt. Eigendlicher Knackpunkt an der Grafik ist aber das fehlende
Anzeigen von Ausrüstung ( mal ganz davon abgesehen, dass die Charaktere keine Rüstung an sich tragen können ) und die
Evolution der Vertrauten.
Kennt ihr Pokemon? Aus dem kleinen Glumanda wird ( schon etwas grösser ) Glutexo, bis er zum "mächtigen" Glurak wird.
Optisch tut sich da einiges. Und die Vertauten hier? Es ändert sich vllt die Hautfarbe, das Vieh bekommt nen Bart oder
nen Hut... Und wie gesagt, man sieht keine Ausrüstung. Boah Flammenschwert und Prunkschild für den Wicht!
Ja leider nur im Menü. SEHEN tut man da nix von... Ganz grosses Kino kann ich da nur sagen...

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--- Sound --- --- 5 von 5 Sterne ---
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+++ malerische Musik
+++ gute Synchronsprecher
000 leider nur englische Sprachausgabe
000 Abwechslung auch hier etwas kurz geraten

Wie auch bei der Optik ist Ni No Kuni in Sachen Sound ganz oben mit dabei. Die Melodien sind schön gelungen un nerven
Gott sei Dank nicht, sodass die auch hier fehlende Abwechslung nicht so ins Gewicht fällt.
Auch hätte ich mir eine deutsche Sprachausgabe gewünscht, welche aber auch bei anderen Spielen weiterhin wunschdenken
bleiben wird.

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--- Story --- --- 5 von 5 Sterne ---
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+++ mal "etwas" andere Story
+++ gutes Layout
+++ herzergreifend und einfühlsam
000 stellenweise in die Länge gezogen
000 zum Teil zu leicht vorhersehbar

Klar die Stärke von Ni No Kuni, zusammen mit Optik und Sound entsteht einfach ein wunderschönes Gesamtpaket, dass einfach
Lust auf mehr macht. Das hier und da die Story etwas gestreckt wird und recht vorhersehbar ist stört wenig.
Allein den Fragen nach dem Warum? und Wie? auf dem Grund zu gehen spornt an.

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--- Charaktere --- --- 3 von 5 Sterne ---
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+++ Oliver als symphatischer Held
--- Nebencharaktere könnte man auch ersatzlos streichen
--- Tröpfchen, die ewig nervende "Fee"

Der erste Hammer, und Grund für die recht mageren 3 Sterne Gesamtwertung: Die Charaktere. Oliver als Held ist über jeden
Zweifel erhaben. Symphatisch, einfühlsam und tief in die Storyline verwickelt. Gut hin und wieder zweifel ich schon an,
dass der 13 Jahre alt sein soll. Das kindliche Rumgestotter würde eher zu einem 8 Jährigen passen, aber sei es drum.
Viel schlimmer sind die weiteren Charaktere, die man "spielen" kann.
Man könnte sie genauso gut weglassen und Oliver als "Super-Pokemon-Trainer" mit drei Vertrauten hinstellen.
Deren Design bietet keinen rollenspieltechnischen Nährwert. Keine charakterbezogenen Mini-Storys oder Sidequests, keine
Lovestory, keine Eifersucht, keine Unstimmigkeiten, kein GAR NICHTS. Die sind da, nen bissel Laber-Rababer und das wars.
Gerade Esther hätte sich ja als quirliger Sonnenschein angeboten, um Oliver den Kopf zu verdrehen... Nada... Sven vllt.
als Sprüche klopfender Schwerenöter? Nope... Wie gesagt, ob die das sind oder in China fällt nen Sack Reis um, das ist
das Gleiche...
Den Vogel schießt aber die "Fee" ( wirklich GANZ tolle Fee ) Tröpfchen ab. Ganz ehrlich der schönste Moment im Spiel war für mich der Zeitpunkt, als die Gruppe ihn in der seiner Heimat Feenhorst lassen wollte. Der nervt OHNE ENDE.
Man bekommt eine Aufgabe und dieser Trottel hat nicht weiter zu sagen als Sätze a la "Mensch Olli, biste noch ganz
frisch im Kopf, Mann? Benutz doch den und den Zauber...!" Unpassend, Unsensibel, völlig idiotisch und mit diesem lächerlichen
Akzent... "Schick, Dufte, Mann" einfach nur lästig... Können echt nur Leute lieben, die diesen Typen aus Final Fantasy 9
mochten... Zerfix!...

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--- Gameplay --- --- 2 von 5 Sterne ---
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000 "Herzquests" nicht gerade originell
000 Questbelohnungen ( Stempel ) unfair verteilt
000 Vertrautensystem extrem ausbaufähig
--- lächerliches Kampfsystem
--- KI von Mitstreitern einfach nur dumm
--- keine wirkliche Ausrüstung
--- Kessel ( Handwerk ) nutzlos
--- keine physischen Fernkämpfer
--- Bosskämpfe zu unausgewogen

Tja da isses nun. 2 von 5 Sterne. Mir fällt echt KEIN Punkt zum Gameplay ein, der +++ verdient hätte. Alles Standardkost,
die man zudem woanders schon viel besser umgesetzt gesehen hat. Haut einen echt nicht vom Hocker das Ganze...
"Positiv" wäre hier das Questsystem mit der Stempel-Belohnung zu sehen. Unsinnig aber, dass man auf der Belohnungskarte eh
alle Punkte freischalten muss, um auf die nächste Ebene zu gelangen. So müht man sich einen ab und MUSS seine
Stempelkarten für Sachen ausgeben, die man nicht braucht und letztendlich fehlen einem Karten für die interessanten Dinge.

Weiter die "Herzquests". Schöne Idee. Umsetzung? *hust*... Man drückt einfach nur noch das BlaBla der Leute weg, ausm
Augenwinkel erkennt man noch, dass Tröpfchen irgendwas von zB "Liebe" gefaselt hat. Ahja schenken wir dem Questgeber
doch etwas Liebe. Hm, hab ich grad nicht da. 5m weiter links steht einer wo die Phiole anschlägt. Auch hier wieder BlaBlaBlubb
Ach guck mal einer an der überschlägt sich ja gerade vor Liebe... Also hier nehmen und drüben schenken. Super schwierig.
5 Stempel, 1000 Gulden und nen Schwert. Hui sogar mehr als für die Quest wo ich quer durch die Welt gereist bin. Ehrlich,
da kann ich nur den Kopf schütteln. Wie gesagt die Idee ist ja schön, anfangs ließt man sich das ja auch alles durch.
Aber irgendwann wiederholt sich das nur noch alles und man drückt alles weg... schade...

Das Kampfsystem, naja, wollen wir mal sagen gut gemeint. Zusammen mit der völlig überforderten KI der Mitstreiter entsteht
der Eindruck man ist allein auf dem Schlachtfeld. Erster Nervpunkt: Nach jeder Aktion "dreht" sich das Aktionsrad zurück
auf Angriff. Wenn man aber nun zB heilen will, extrem nervig. D.h. Heilen, wieder auf Zauber blättern, heilen. Zwar wird
mit einem Klick auf zB Zauber wird der Kampf pausiert, aber erstmal dahin kommen... Irgendwelche Favorieten anlegen? Die Reihenfolge des Menüs ändern? Hehe schön wärs...
Dieser Mischmach aus Echtzeit und rundenbasiertem Kämpfen funktioniert einfach nicht.
Punkt Nr. 2 die KI.
Ich nehme mal Oliver, da der die meisten MP hat, gebe im 3(!) Heiler-Vertraute und stelle in auch auf Heilen. ( Kann man
übrigens NUR im Kampf machen - super ne? ). Nun hat die KI ja 4 Optionen zum heilen, da Oliver an sich auch Heilskills besitzt.
Kommt Heilung an? Janein... Völlig wirkürlich. Entweder es passiert GAR NICHTS oder er knüppelt einen mit Heilung voll, sodass
sein Mana schneller weg ist, wie Artitel im Ausverkauf bei Media Markt.
Angriff genau das Selbe. Ich und meine Gruppe knüppeln grad auf Viecher ein die Feuer nicht mögen. Gut dass alle meine
aktiven Vertrauten ein Feuerschwert in ihren Händen halten. was macht die KI? Ruft ihren Vertrauten zurück und ersetzt ihn
durch ein so schwaches Exemplar, dass man nur die "fetten" Einsen über dem Gegner sieht, oder besser noch versucht direkt
anzugreifen. Unsere Helden machen ja auch so viel physischen Schaden... Absolut logisch, warum bin ich darauf nie gekommen?

Weiterhin drückt man auf Allgemeinen Angriff. Wird angegriffen? Nun ja sehr zaghaft. Schritt nach links, Schritt nach rechts,
einen Schlag. ...und ich mishandle schon meine x-Taste um halbwegs DPS zum Gegner zu bekommen und die machen Kaffeekränzchen.
Allgemeine Abwehr? Nichts für Spätzünder. Drückt man das dauert es 2 Sekunden bis da so ein !-Symbol über den Beteiligten erscheint.
Erst dann wird verteidigt. Meist zu spät, da die Skills der Gegner schneller sind. Nun ja packen wir unsere Hellseherfertigkeiten aus, dann wird das schon. Achja "Flächenskills" von Gegners ( also die mit ner eigenen Mini-Szene )
unterbrechen die eigenen. Man fängt, nach 1-2 Sekunden Wartezeit, nach dem Skill wieder mit seinen Aktionen an. Super so kann man bis zu 3x hintereinaner Schaden reigedrückt bekommen, ohne sich auch nur ansatzweise wehren zu können. Umgekehrt ist das aber nicht so ( logisch oder? ) Gegner können munter weiter casten, es sei denn man haut sie echt von den Socken.
Ganz einfache Regel also, der Gegner hat immer Vorrang in Sachen Skills... Absolut unfair!

Am Kampfsystem ist NICHTS was nicht irgendwie, verzeiht den Wortlaut, scheiße ist. Man kann es nicht anders ausdrücken. Bosskämpfe bestehen aus a) wegrennen b) mit Oliver zB Lichtzauber casten c) verteidigen und d) Burger und Kaffee konsumieren, um wieder bei a) anzufangen. Toll... Mit einem Vertrauten tanken? Ne!, Supporten? Nö, wozu denn frisst doch nur Mana. Kämpfe bestehen aus knüppeln und heilen... Und das machst man quasi alles allein. Punkt.

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--- Fazit --- 3 von 5 Sternen ---
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Grafik, Sound und Story. Ni No Kuni hat hier insgesamt wahrlich 5 Sterne verdient. Ich kann nur wenige RPGs mein Eigen nennen, die eine so schöne Umgebung inne haben. Charaktere? Nun ja Geschmackssache. Ich für meinen Teil find sie insgesamt für ein RPG zu flach. Aber auch hier würde ich immernoch bei 4-5 Sternen bleiben.
Das Gameplay jedoch bricht dem Spiel das Genick. Vieles errinert mich an zB Dragon Quest. Die Viecher, ne Arena, nen Kessel usw. Diese Sachen wurden aber in DQ ( viel ) besser umgesetzt. Nun lieber fade kopiert, als schlecht neu aufgesetzt. Die Kämpfe jedoch, das Herzstück des Spiels, sind einfach nur grausam. Es treibt einfach meinen Puls in die Höhe, wenn ich bei Fights nicht mal in der Lage bin nen Burger zu futtern, um mich am Leben zu halten. Mitstreiter quasi inaktiv und die Gegner, am besten noch zu dritt, verursachen mit ihren Skills ein wahres Trommelfeuer...
Auf all meinen Aktionen ist ein lästiger Cooldown und so ratter ich das Menü rauf und runter auf der Suche nach ner Lösung für diese Schieflage.

Ni No Kuni die Hoffnung am RPG-Himmel? Mit Sicherheit nicht so!... Eternal Sonata, Dragons Dogma, Star Ocean, Dragon Age, Skyrim, Dragon Quest...
Es gibt genug gute RPGs, die zwar allesamt ihre Schwächen haben, aber zumindest von vorn bis hinten eine gute Basis liefern.
Dem Gameplay geschuldet gehört Ni No Kuni nicht dazu. Schade, aber ich hoffe dass in einer Fortsetzung dieser Umstand ausgebügelt wird.
Der Rest sind Schönheitsfehler und würden einer 5 Stern Bewertung nicht im Wege stehen.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Fantasievolles RPG mit Schwächen, 29. Mai 2013
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Ni no Kuni: Der Fluch der weißen Königin - [PlayStation 3] (Videospiel)
Ich habe mir Ni no Kuni hauptsächlich gekauft, weil ich ein großer Fan japanischer RPGs bin und trotz des kindlichen Looks mich die positiven Rezensionen doch neugierig gemacht haben. Nach über 50 Stunden Spielzeit denke ich, wird es doch Zeit für eine Bewertung, die aber nicht so positiv wie die meisten ausfallen wird. Ich würde gerne 3,5 Punkte vergeben, für 4 reicht es m.E. nicht.

Das Spiel ist optisch gesehen wirklich wunderschön und anfangs bin ich mit großen Augen durch die Spielwelt gelaufen, habe jedes liebevolle Detail aufgesaugt und mich an dem phantasievollen Setting gefreut. Die ganze Umgebung ist sehr detailverliebt gestaltet und alles sieht wie in einem Anime aus dem Hause Ghibli aus. Wirklich traumhaft! Die Musik ist sehr passend und verspielt und so wirkt alles sehr harmonisch und aus einem Guß.

Die Geschichte über den kleinen Oliver hat mich zu Beginn noch fasziniert und ich habe irgendwie auch immer noch auf eine Charakterentwicklung gehofft, aber diese findet nicht statt. Oliver ist und bleibt der kleine Junge, der immer noch fragt, welchen Zauberspruch er anwenden muss, Drippy ist der nervige Sidekick, der alles kommentiert, Esther das gutgelaunte Mädchen und Swaine der etwas zwielichte Dieb mit gutem Herz. Shadar ist der Böse Schatten, der besiegt werden muss und zwischendurch darf man immer wieder Sequenzen einer Königin und ihrem Rat betrachten. Leider bleibt die Handlung aber an dieser Stelle stehen, denn auch nach über 50 Stunden hat sich nichts weiterentwickelt, gab es keine Überraschungen und ich frage mich, was z.B. die mysteriöse Konigin und den Rat motiviert oder warum Shadar -so ungeheuer mächtig- doch immer nur einzelnen das Herz stielt. Bisher bekommt man keinerlei Anhaltspunkte genannt und kann nur spekulieren. Zwischendurch hätte ich da schon gerne etwas Futter zum Nachdenken gehabt. Leider entwickelt sich zwischen den Charakteren auch kein richtiges Verhältnis, außer dass sie zusammen gegen Shadar kämpfen. Das ist schon etwas mau.

Im Vergleich zu der kindlichen Optik stehen die Kämpfe im krassen Gegensatz. Sie sind ziemlich schwer und ohne die richtige Tatik und stupides Aufleveln hat man gerade bei den Bossgegnern wenig Chancen(und ich spiele wirklich gerne jede Sidequest, aber langsam wirds langweilig immer wieder die gleichen Städte zu besuchen, immer wieder die gleichen Bewohner von ihrem gebrochenen Herzen zu heilen usw.). Wenigstens ist hier das Spiel komfortabel und man bekommt recht schnell verschiedene Reisemöglichkeiten, v.a. sobald man den Travel Spell hat. Dann klappt die Umherreiserei wirklich flott!

Beim Kämpfen verhält sich die KI wirklich so selten dämlich und es ist leider nicht möglich, den exzessiven und häufig sinnlosen Gebrauch der Magieattacken der Mitstreiter einzudämmen. Nach 3-4 Kämpfen sind so deren MPs oft schon zu 50% und mehr aufgebraucht. Sie benutzen auch nicht immer die Familiars, die am besten für den Kampf geeignet wären. So wird das Kämpfen im Zeitablauf immer frustrierender, da es tierisch nervt, dauernd die MPs der Party wieder aufzufüllen. Es bleibt mir auch ein Rätsel, wie man gezielt die Spezialattacken auszulösen vermag. Das klappt meistens, wenn man die Schwachstelle der Gegner attackiert, ist aber auch keine Garantie dafür. Dann stehen sich die Mitstreiter im Weg oder Esther schnappt sich die Feuerkugel und heilt alle, obwohl die HP und MPs auf 100 % stehen - ganz toll. So bleiben die Kämpfe ein großer Frustfaktor, der mich zunehmend nervt. Des weiteren finde ich die Idee mit den Familiars ja wirklich nett, aber das Spiel versäumt es, dem Spieler hier Anhaltspunkte zu geben, welche Familiars man trainieren soll. Es gibt so viele und wenn man Pech hat, investiert man seine Zeit in das Aufleveln der falschen. Man kann einfach nicht erkennen, ob ein Familiar zum Schluß gute Angriffs- und Verteidigungswerte hat. Nur die Magieattacken, weil elementgebunden- geben zumindest mir ein paar Anhaltspunkte, auf welche Familiars ich mich konzentriere.

Ich würde sagen, die ersten 30 Stunden machen wirklich sehr viel Spaß. Man genießt das Setting und ist neugierig, wie sich die Geschichte entwickeln wird. Dank der schlechten KI und der langweiligen Kämpfe nimmt diese steil nach oben gehende Motivationskurve aber leider immer mehr ab. Dem Spiel fehlt es mit der Zeit immer mehr an Spannung und es entwickelt sich immer mehr hin zum Durchschnitt.
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5.0 von 5 Sternen Einfach nur geniales Spiel! *_*, 19. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Ni no Kuni: Der Fluch der weißen Königin - [PlayStation 3] (Videospiel)
Ni no Kuni hab ich schon 2012 auf der AnimagiC angezockt. Macht mega viel spass! Das Kampfsystem ist mal was anderes und nicht immer wieder eines das man schon kennt. Und nach der Hauptstory gibts noch etliche Dinge, die man tun kann. Um nicht allzu viel zu spoilern:
- das spiel hat wunderschöne landschaften, als würde man einen top Anime spielen,
- man kann im laufe des spiels übers wasser, über die luft und auch per warps statt zu fuss die welt bereisen
- etliche nebenquests mit dessen erfüllungen man sein spiel leichter gestalten kann (von schneller laufen bis zu bessere chance, seltenes zu finden oder mehr erfahrung)
- es hat ein craftingsystem
und das sind nur einige goodies, gibt auch minispiele und viel mehr.
Das ist das erste spiel seit langem, das ich nach Kingdom Hearts 1 und 2 mehr gesuchtet habe als das *_* kanns also für Anime fans und jene, die gerne auch nach der Story weiterspielen nur empfehlen!!! (da wünsch ich mir glatt nen 2. teil <3)
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5.0 von 5 Sternen POKéMON lässt grüßen, 8. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ni no Kuni: Der Fluch der weißen Königin - [PlayStation 3] (Videospiel)
Viele Monster, die sich entwickeln, Attacken lernen und gegen andere kleine Monster kämpfen.
Klingt irgendwie nach POKéMON und das ist kein Zufall. Tatsächlich hat Ni no Kuni an der ein oder anderen Stelle Ähnlichkeit mit dem Nintendo-Verkaufsschlager.
Doch Ni no Kuni bietet eine großartige Welt mit schöner, spannender Story und lebt von der Stimmung. Die Musik ist stimmig, die Details sind liebevoll, die Videosequenzen stark. Und der kleine Begleiter begeistert durch seinen schönen Akzent und seine witzige Art, die Dinge zu sehen.
Da fehlt nicht mal die deutsche Vertonung. Nein, vielmehr ist es schade, dass nicht mehr vertont wurde und sich der Spieler durch viele Textboxen wühlen muss. Das ist dann aber auch das einzig wirklich Nervige. Sonst ist das Spiel einfach nur klasse und läd auch zum mehrfachen durchspielen ein.
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16 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der längste Ghibli-Film aller Zeiten, 1. Februar 2013
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Ni no Kuni: Der Fluch der weißen Königin - [PlayStation 3] (Videospiel)
(basierend auf der US-Fassung)

*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*
Prolog
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Level-5 hat ja schon öfter gezeigt, dass es für gute RPGs kein Square oder Enix im Namen braucht. Roque Galaxy, White Knight Chronicles oder eben jetzt Ni No Kuni. Eigentlich ein Spiel, welches 2010 für den DS in Japan erschienen ist - standardmäßig mit einem dicken Buch - und dort auch weiterhin für das System verharrt kommen wir in den Genuss einer PS3 Version - wahlweise mit oder ohne das dicke Buch, das hier sonst nur digital mit auf die CD gepresst wurde - die in Japan im November 2011 erschienen ist.

Was macht Ni No Kuni nun so besonders? Nun, abgesehen davon, dass Level-5 sich wirklich einen guten Namen in der Spielbrache erarbeitet hat wird dieses japanische Rollenspiel-Epos auch noch von der Artdirection und natürlich auch passenden Zeichentrick-Animationen aus dem bekannten Studio Ghibli begleitet. Als wäre das noch nicht genug legt man noch Musik von Joe Hisaishi nach, die vom Tokyo Philharmonic Orchestra eingespielt wurde. Gourmets japanischer Unterhaltung dürften also mehr als nur mit der Zug schnalzen.

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Die Lawine wird losgetreten
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Wie fast jedes RPG fängt das Spiel recht harmlos an und stellt und den eigentlichen Plot, wie auch den Helden in der ersten groben Stunde vor. Man nimmt sich durchaus Zeit alles langsam anzugehen und kann zu Beginn kaum erahnen wie gigantisch dieses Wer werden wird. Erfrischen daran: Oliver, der kleine Held dessen Rolle man übernimmt, ist weder der obligatorische Bauer oder Ritter, die bekanntlich in so einem JRPG losziehen. Nein, es ist ein kleiner Junge der wir alle sein könnten. Und mit diesem kleinen Bub, den man beim Einkaufen von Milch und Brot kennenlernt beginnt eine Lawine von Emotionen, Fantasterei und jeder Menge Charme.

Oliver lebt mit seiner Mutter (Allie) in der fiktiven Stadt Motorville, die ein Mix aus europäischer und amerikanischer Architektur darstellt - natürlich mit ordentlich Ghibli-Flair gepflastert. Das Schicksal meint es nicht ganz so gut mit den Beiden und schon bald passiert ein Unfall dessen Verlängerung im Tod von Olivers Mutter endet. Voller Trauer zieht sich unser Held zurück und dabei erweckt er eine Puppe - ein Geschenk seiner Mutter - zum Leben. Diese Puppe verrät Oliver, dass sie eigentlich der Lord der Feen ist und Drippy heißt (in Deutsch dürfte es "Tröpfchen" sein). Damit nicht genug, denn Drippy verrät auch, dass Oliver der Reinherzige zu schein scheint, welcher Drippys Welt - die Ni No Kuni (Anderswelt) vor einem bösen Zauberer retten kann und nebenbei auch durch die bestehenden Verknüpfungen aller Lebewesen in diese andere Welt (Seelenverwandschaften) eventuell seine Mutter retten kann.

Junge, Junge, ist das verwirrend... Zumindest, wenn man es in so einem Brocken serviert bekommt. Kein Wunder also, dass Oliver nicht so ganz hundertprozentig überzeugt scheint und immer wieder an seinen eigenen Taten und den Worten von Drippy zu zweifeln scheint.

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Mit Stolpersteinen in den Kampf
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Das Spiel selbst ist fast die typische JRPG-Kost, die man erwartet. Landkarte, Städte, Shops... hier bleibt Ni No Kuni sich wirklich treu und das ist gut. Aber beim Kampf verfällt Level-5 ein bisschen seinen obligatorischen Schwächen im RPG-Bereich. Es ist zwar alles gut und man kann sich arrangieren, aber es gibt Dinge die eher wie Glücksspiel erscheinen oder unnötig verkompliziert in der Usabilit, also der Benutzerfreundlichkeit wirken.

Ein Paradebeispiel: Es gibt Special-Moves bei Bossgegnern, bei denen man am besten auf Abwehr geht. Führt die aktuelle Figur aber gerade einen Angriff aus, dann muss man diesen erst abbrechen um in das Kampf-Hauptmenü zu gehen um überhaupt die Abwehr auswählen zu können. Wieso kann die Aktion "Kampf" nicht einfach selbst abbrechen, während man in einem ständig sichtbaren "Hauptmenü" auf den Menüpunkt "Abwehr" geht? Ich bin ja bestimmt kein Apple-Anhänger, aber Herr Jobs hat nicht unrecht, wenn er sagt man müsse mit so wenig Befehlen wie möglich alles erreichen. Es gibt hier zum Beispiel einfach keinen Grund, wieso man dieses zusätzliche, manuelle Abbrechen einer Action ausführen muss.

Ein weiteres Beispiel sind die Kämpfe selbst, besonders die gegen Bossgegner. Zwar scheint es ein Muster, oder Richtlinien zu geben, wie "Feuer ist gut gegen Eis", "Wasser ist gut gegen Feuer", ja sogar ein "Wenn der Gegner Position X eingenommen hat, dann solltest du lieber auf Magie wechseln", aber wenn man den gleichen Bossgegner öfter hintereinander machen muss - was übrigens schnell passieren kann - dann merkt man, wie unberechenbar das Spiel ist. Mal macht der Gegner irgendwie nichts, dann haut er einen Super-Move nach dem anderen raus. Zwar gibt es auch in anderen Rollenspielen nie den exakt identischen Ablauf innerhalb von einem Bosskampf, aber Ni No Kuni scheint hier gerne zu versuchen das ganze nochmal zu topen und nach Lust und Laune zu beschließen wann es den Spieler mag und wann nicht. In dem Umfang wie hier habe ich das wirklich lange nicht mehr erlebt und da verfällt Level-5 wirklich wieder in sein altes Muster, was ich bisher nie verstanden habe. Die große Frage nach dem "Warum?" tut sich wieder auf. Im letzten Level-5-RPG das ich gespielt habe war auch so ein ähnliche Szenario: Der letzte Bossgegner bei White Knight Chronicles 2. Wieso werde ich dazu verdonnert eine optionale Aufgabe zu machen, weil ich sonst eigentlich keinerlei Chance habe diesen Gegner zu vernichten? Und dabei geht's nichtmal um das Aufleveln, sondern einfach und alleine um einen Gegenstand der dem letzten Gegner mehr als eine zweistellige Summe von seiner Energie abziehen kann und damit den Kampf nicht unnötig über mehrere Stunden hinauszieht.

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Diese possierlichen Tierchen...
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Abgesehen von diesen durchwachsenen Dingen am Kampf ist eben der Kampf durchaus lustig gestaltet und das sollte er auch, denn man wird damit sehr viel Zeit verbringen.
Trifft man auf einen der immer sichtbaren Gegner auf der Karte, oder innerhalb von einem Level, dann wechselt die Ansicht in den Kampfbildschirm. Hier kann man entweder selbst, oder mit einem von bis zu drei sog. Familiars angreifen, die man jedoch erst erspielen muss. Wichtig an den Familiars ist erstmal nur, dass diese lustigen Tierchen die Energie des jeweiligen Nutzers teilen. Kassiert es also Schaden, dann überträgt sich das sofort auf den verbundenen Charakter.

Die Tierchen verfügen über verschiedene Optionen im Kampf, die sowohl besondere Angriffe als auch Magie beinhalten können und je nach Level oder Entwicklung freigeschaltet werden. Das ganze ist eigentlich recht ähnlich einem Pokemon aufgezogen, zeigt aber doch gewisse Eigenheiten die es nicht ganz in einen 1:1 Klon verfallen lassen.
Alternativ kann man auch mit den menschlichen Figuren im Kampf gegen die Gegner antreten, hat dann auch etwas mehr Optionen zur Verfügung wie das Nutzen von Items oder ein Menü mit Befehlen für allgemeine Kampftaktiken der NPCs, aber sonst ist diese Option eher die letzte Wahl, denn Schaden fügen die menschlichen Figuren eher weniger zu. Dennoch sollte man auch mal zu denen wechseln, denn gerade die Möglichkeit auf Heilgegenstände zuzugreifen sollte bei Ni No Kuni nicht verachtet werden - das Spiel mag niedlich sein, aber es ist nicht wirklich leicht.

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Freilauf für Monster
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Was den Kampf übrigens auch noch etwas anders wirken lässt ist die Möglichkeit zu jeder Zeit frei im Kampfbildschirm zu laufen, fast wie bei der Tales-Serie. Wirklich sehr viel mehr Taktik bekommt man bei Ni No Kuni dadurch aber nicht, denn in der Regel greifen die Figuren die Gegner immer nur an einem Punkt an - sie laufen also durchaus von der Rückseite des Gegners beim Angriff automatisch zu seiner Vorderseite. Wichtig wird das freie Laufen aber, wenn man zum Beispiel einigen Angriffen ausweichen muss, denn einigen kann man sehr gut durch genügend Distanz entkommen. Auch wird es dann hilfreich, wenn man diverse Kügelchen in der digitalen Arena einheimsen will, die sowohl Lebensenergie und Magie auffrischen, aber auch die Chance auf einen großen Angriff bieten (große goldene Kugeln). Bei den kleineren Gegnern ist das oft eher unnötig, bei den Bossgegnern sollte man sich schon dann und wann die Laufschuhe umziehen - nicht nur um den Bildschirm zu beleben.

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Eine Herzenssache
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Ein weiteres Hauptelement ist das Kitten von Herzen. Etwas plump umschrieben, aber vom Prinzip geht es darum, Lebewesen, die zum Beispiel depressiv sind, mit etwas Enthusiasmus, oder Ehrgeiz, oder was auch immer wieder in ihren normalen Zustand zu bringen. Es handelt sich hierbei nicht nur um ein Element der Hauptgeschichte, sondern ist auch eine wirklich gute Begründung für das Springen zwischen zwei Welten - Olivers Heimat und der Anderswelt. Warum? Nun, es kann sein dass der Grund für Depression, Müdigkeit, oder was auch immer einer Figur in der jeweils anderen Welt liegt, denn für jedes Lebewesen gibt es in jeder Parallelwelt ein Gegenstück.

Damit jedoch nicht genug, denn unser kleiner Zauberlehrling kann bei manchen Figuren, ja sogar Gegenden mit seinem Arsenal an Magie helfen. Zwar werden keine falschen Zauber zugelassen, man kann also nicht nach Lust und Laune Dinge anzünden oder anderweitig quälen (will das jemand?), aber man kann Personen zum Beispiel heilen, die gestürzt sind und nun Schmerzen haben, man kann Brücken über Lava bauen, ...

Und der beste Part: Diese Sachen sind sehr simpel aufgezogen, dass sie so locker flockig von der Hand gehen, dass sie nicht so schnell monoton wirken, egal wie rasch sich diese Dinge wiederholen.

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Die üblichen Verdächtigen
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Abseits der Kämpfe und dem Kitten von Herzen gibt es natürlich massig JRPG-Kost. Eine gigantische Landkarte mit kleineren Verstecken und "Loot", also Gegenständen die man dort einheimsen kann. Mehrere Städte in denen man sich nicht nur mit Waffen und Co eindecken kann, sondern auch Nebenaufgaben, wie das Suchen nach Gegenständen, das besiegen einer gewissen Anzahl an Feinden, oder gar der gezielte Auftrag ein Monster zu jagen. Neben dem aufleveln und Entwickeln der eigenen Monster kann man sich hier also nochmal mehr Stunde um Stunde verlieren - und in der fantastischen Welt passiert das schneller, als einem lieb ist.

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Das A und O... und mehr
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Wo wir auch endlich beim eigentlichen Highlight sind - die Präsentation. Es ist schon Wahnsinn, was gerade Cel-Shading die letzten Jahre für eine Entwicklung hingelegt hat. Jetzt mag man darüber streiten ob Ni No Kuni von der Technik her so eine Neuentwicklung wie damals Valkyria Chronicles darstellt, denn vielleicht hätte es auch schon auf einer PS2 so funktioniert (Vergleich: Dragon Quest 8, Rouge Galaxy, ...), aber der wirkliche Geniestreich ist hier wirklich die Artdirection von Ghibli in ein Spiel zu bringen und das so verdammt gut, dass es fast durchgehend wie der längste und auch noch interaktive Ghibli-Film erscheint. Die vielen liebevollen Animationen, selbst so kleine Details wie wehendes Gras auf der Landkarte (!!!!) sind zu entdecken. Und der fast flüssige Übergang von handgezeichneten Animationen (Zwischensequenzen) zu der Mehrheit der Szenen in der InGame-Grafik sind immer wieder der Knaller schlechthin.
Die Musik von Joe Hisaishi fügt sich da natürlich gekonnt ein, immerhin ist er ja mehr oder minder DER Komponist von Ghibli und er versteht die Welten des japanischen Studios fantastisch zu untermalen. Zwar gefällt mir persönlich die Kampfmusik nicht ganz so, weil sie mich wenig zu eben dem anspornt, aber man kann selbst unter dem Aspekt nicht wegreden, wie gut die Musik komponiert und von Tokioter Philharmonic Orchestra eingespielt wurde. Das ganze technische Geblubber vieler Spiele muss sich da wirklich in die Ecke stellen.

Leider geht es mir bei der englischen Synchronisation nicht ganz so wie bei der Optik und Musik. Eigentlich ist die Synchronisation durchgehend okay, aber ich werde mit manchen Figuren NICHT warm. Solide, aber ein "Hit and Miss", würde ich sagen. Was aber überhaupt nicht geht sind die Übersetzungen. Namen sind im vergleich zur japanischen Version umgeändert worden - Namen die man hätte belassen können. Richtig ärgerlich: Es scheint bei manchen Puzzle-Einlagen zu verwirrenden Übersetzungen gekommen zu sein. Ich bin z.B. bei einem Puzzle wirklich NICHT auf die Lösung gekommen und habe im Netz nachgeschlagen. Da stand dann ganz klar: Das Puzzle leidet an einer schlechten Übersetzung. Na VIELEN DANK AUCH! Das muss nun wirklich nicht sein, wenn ein Spiel mit 2 oder mehr Jahren Verspätung hier erscheint. Was wurde denn die ganze Zeit gemacht?
Und das ständige "Jeepers" oder "Jeepers Creepers" von Oliver zerrt auch irgendwann an den nerven, aber der Punkt mag dann doch wieder zu persönlich sein...

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Epilog
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Man sieht's schon am Text: Ich verliere mich in Worten, so wie ich mich in dieser Welt verliere. Wieder und wieder. "Noch fünf Minuten"... und schon ist wieder eine Stunde verstrichen... Mal ganz abgesehen von diesen vielen "Gänsehautmomenten" die man einfach durch diese fantastische Inszenierung bekommt (jedenfalls ich), so wie es früher als Kind war, wenn man das neueste SNES-RPG in seinen Modulschacht gesteckt hat, oder darin einen neuen Dunkeln besucht hat. Ni No Kuni schafft es einfach den Spieler zurück zum "Kindsein" zu transportieren, ohne dabei Kindisch zu sein. Es schafft das nicht nur durch manche Momente, die man lange nicht mehr in RPGs erleben durfte, sondern auch stark durch die Geschichte, die Figuren, ... Alleine deshalb sollte es bei keinem Gamer im Regal fehlen, auf alle Fälle aber bei keinem JRPG-Freund. Für mich stolpert das Spiel lediglich an manch einer fraglichen Designentscheidung in der Bedienung und in der undurchsichtigen Matrix der KI, die nie eineindeutig als Freund oder Feind zu identifizieren ist und gerade manche deftigen Kämpfe zum Glücksspiel werden lässt. Der Trip in diese Welt lässt sich dadurch aber nicht ganz zerstören, denn das Erlebnis "Ni No Kuni" überwiegt mit positivem Charme und einem großen Kinderlachen - egal wie Ernst die Lage ist! Über ein "gefällt mir" kommt's dann aber doch nicht ganz heraus, denn gerade die negativ auffallende Übersetzung in's Englische zieht es unheimlich runter, besonders wenn Puzzle dadurch unnötig verkompliziert werden, oder evtl. unlösbar erscheinen.

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Sicherheitshinweise
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Dennoch zwei Warnungen:
Erstens: Das Spiel mag niedlich aussehen, spielt sich aber doch recht anspruchsvoll bis knackig schwer. Fehler werden hier sofort bestraft.
Zweitens: Es gibt eine Nebenmission (einen Stab finden) bei dem das Spiel irreparabel abschmiert - der Spielstand ist dann dahin. Man sollte sich also immer eine Kopie vom Spielstand erstellen. Zwar kenne ich die Nebenaufgabe nochnicht, aber die Meldungen darüber sind im Netz zumindest bezüglich der US-Version nicht wegzurennen.
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Ni no Kuni: Der Fluch der weißen Königin - [PlayStation 3]
Ni no Kuni: Der Fluch der weißen Königin - [PlayStation 3] von NAMCO BANDAI Games Germany GmbH (PlayStation 3)
EUR 24,99
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