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am 30. Juni 2013
Schade eigentlich, denn für mich legte die junge Band The Faceless mit Planetary Duality eine neue Matrix des technisch imposanten Death Metal moderner Prägung vor. Irgendwo zwischen Cynic, Death, Cryptopsy, Deeds Of Flesh und Dying Fetus mit der ein oder anderen Black Metal Nuance gespickt, offenbarte das zweite Album echte Größe und ordnete sich nicht einfach nur unter, sondern schloss direkt als neuer Klassiker auf.

Tja, doof wenn man mit solchen Erwartungen an ein weiteres Album herangeht. Und dann das: Autotheism könnte direkt von einer ganz anderen Band stammen. Von Anfang an ist das Werk weit symphonischer und deutlich eingängiger. Clean Vocals kommen nahezu gleichberechtigt mit Growls. Etwas mehr Sludge, etwas mehr Melancholie. Autotheism erinnert eher an eine moderne Version von Paradise Lost oder vielleicht eher noch Opeth als an eine technische Brutal Death Metal Band. Zwar sind Blasts und komplexere Passagen immer wieder inbegriffen, doch irgendwie wirkt das Ganze nicht schlüssig und durch die vielen verschiedenen Einflüsse und Musikstile zerfasert und zerfleddert.

Im Großen und Ganzen ist das nicht unbedingt schlecht, aber ich finde keine richtig eindeutigen Volltreffer auf der Scheibe. Die cleanen Gesänge sind zudem zwar richtig gut gemacht und lange nicht so weinerlich, wie bei diesen ganzen Modern Metal Heul-Core Truppen, aber wirklich toll klingen die Gegensätze dann doch wieder nicht. Handwerklich ist alles super und auch die Produktion ist klasse. Bei all den sphärischen und verspielten Jazz-Arrangements fehlen mir dennoch ganz klar schlichtweg Songs mit Durchschlagskraft. Auf Autotheism wird - so habe ich das Gefühl - alles irgendwo angerissen, aber nicht vernünftig zuende geführt. Eine tolle Demonstration der spielerischen Fähigkeiten der Band, aber wirklich mehr ist das Album leider nicht geworden.
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am 5. Februar 2013
Wahnsinn! Autoheism darf sich in meinem CD-Regal an Nachbarn wie Opeths Blackwater Park, Morningrise, sowie an Operation Mindcrime von Queenryche anschmiegen und das sagt schon eine Menge aus. Obwohl in wirklich jede Metal- und Artrock-Schublade gegriffen wird (einschließlich Sax), ist diese Show immer nachvollziehbar und schlüssig. Das trifft auf die Instrumentierung gleichermaßen zu wie auf den Gesang. Das Album ist extrem fett produziert und hat nicht einen einzigen Ausfall. Was man Autotheism vorwerfen könnte, sind die bisweilen unwiderstehlich catchigen Refrains und süchtig machenden Soli (man beachte das Solo auf Autotheist Movement II. Emancipate). Der Unterschied zu den deutlich wilderen und inhomogeneren Vorgängern "Planetary Duality" und "Akeldama"(erinnert mich immer an Dackeldame) ist allerdings deart groß, dass man sich schon wieder Sorgen machen muss, dass diese Entwicklung etwas zu rasant war und sich die üblichen Verfallserscheinungen einstellen. The Faceless schaffen es trotz der großen stilistischen Breite nicht zu nerven und ich bin der Meinung, dass Autotheism für jeden Metaller grundsätzlich geeignet ist, der Growls nicht für teuflische Walgesänge und Blastbeats nicht für hinterlistiges Geklöppel des Gehörnten hält. Kaufen.
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am 22. Oktober 2012
Mein Vorredner hat schon alles gesagt. Dieses Album ist genial. Eine total eigenständige Platte. So was von kreativ das es nicht normal ist. Dies ist die beste Death Platte seit Obscura Omnivium. Eingach kaufen es lohnt sich.
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