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Kundenrezensionen

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am 10. Oktober 2012
Die Frage die sich mir im Vorfeld dieses Albums stellte war, ob die Finnen dem hohen Erwartungsdruck standhalten, den sie selbst mit einer unglaublichen Serie von tollen Alben sich aufgebürdet und mit den "studio diaries" genährt haben. Meine Antwort war nach dem ersten paar Hörproben NEIN. Nun, anderthalb Monate später ist meine Antwort ein absolutes JA. Ich schließe daraus, dass man dieser CD wirklich Zeit geben muss, damit erkennen kann, dass Ensiferum mit "Unsung Heroes" ein weiteres tolles Album geschaffen haben. Meine Eindrücke:

Die ersten vier Lieder sind denk ich in der typischen Ensiferum-Tradition geschrieben. "Symbols" (nach dem, meiner Meinung nach, enttäuschenden Intro auf From Afar mal wieder ein tolles Intro), "In my sword I trust", "Unsung Heroes" und "Burning Leaves" könnten sich auch auf älteren Alben befinden und sind powervolle, mitreißende, bewegende Stücke, die zeigen,dass Ensiferum einfach ihren Stil nicht zu 100% loslassen. Beim ersten Hören war ich im Song drin.

Die zweite Hälfte des Albums hat mich zunächst stark enttäuscht. Mit "Celestial Bond" kommt plötzlich ein akustischer Song mit einer Frauenstimme, die irgendwie im Album deplatziert scheint. Kein Vergleich mit dem zwar umstrittenen, aber von mir geschätzten, "Tears" auf dem Album Iron. Nachdem man halb eingelullt worden ist, hauen die Finnen plötzlich den härtesten Song der Platte hinterher , "Retribution shall be mine", der ganz nett daherkommt aber auch ein wenig belanglos erscheint, sehr ähnlich zu den älteren Songs "Elusive reaches" und "The new dawn". Als Wachrüttler aber gut platziert. Ich dachte, das Album nimmt wieder Fahrt auf, jedoch bremsen Ensiferum wieder mit einem teils akustischen, teils balladenartigen Song "Star Queen", der jedoch bei weitem besser klingt als "Celestial Bond", Samis und Markus warmen Stimmen sei Dank. Mit "Pohjola" folgt daraufhin einer der besten Songs des Albums, an dem man sich aber gewöhnen muss. Aber epischer gehts nun wirklich nicht mehr! Zu meiner anfänglichen Überraschung kommt mit "Last Breath" ein dritter akustischer Song, der zwar kein Gassenhauer werden dürfte, aber doch ganz nett ist.

Am meisten kämpfen musste ich mit dem letzten Song: "Power, Proof, Passion". Mit 17 Minuten Länge der längste Song von Ensiferum. Auf diesen Song hatte ich mich am meisten gefreut, weil bei den letzten beiden Alben jeweils die letzten Songs "Victory Song" und "Last Journey" Überlänge besitzen und dennoch zu meinen Lieblingsliedern gehören. PPP hat mich zunächst maßlos enttäuscht. Verwirrender Songaufbau, eigenartiger Operngesang, gesprochenes Zwischenstück...es wirkte alles in allem wie ein Wirrwarr. Dann habe ich mich hingesetzt und den Song ganz bewusst gehört, untersucht, im mehrere Chancen gegeben und siehe da...der Song ist super! Er kommt zwar nicht an die oben genannten Überlängensongs heran, aber er ist eine tolle Zusammenfassung aller Einflüsse die Ensiferum bisher unterlegen ist...

Fazit: Empfehlenswert! An alle, die von der CD enttäuscht sind: Mehrfach hören...gebt dem Album eine Chance, es lohnt sich. Ensiferum hat mit "Unsung Heroes" bei weitem nicht ihr bestes Album veröffentlicht, aber ein sehr gutes, das mit frischen, teils eigensinnigen Ideen dem Viking-Folk-Durchschnitt zu entkommen versucht und dies auch tatsächlich schafft! Mein Favorit wird jedoch "Victory Songs" bleiben...besser geht es nicht!

Ein Stern weniger wegen des Songs "Celestial Bond". Ich will auf einem Ensiferum-Album keine Elbenfrauenstimme hören...total deplatzierter Song!
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am 3. Januar 2013
Ich bin noch nicht all zu lange schon Ensiferum-Fan, habe mich aber über die alten Alben "Ensiferum" und "Iron" rangetastet, um dann von "Victory Songs" und "From Afar" bestätigt zu werden. Demnach hab' ich "Unsung Heroes" lange entgegengefiebert und sah' es eigentlich schon als Pflichtkauf an, nachdem mir bereits die vorab präsentierten Lieder "Burning Leaves" und "In My Sword I Trust" schon sehr gut gefallen hatten. Vor der Erscheinung gesagt, nach der Erscheinung getan (sehr lange nach der Erscheinung eine Rezension geschrieben) und so präsentierte sich mir "Unsung Heroes":
Das Album wird von dem - im Grunde schon obligatorischen - instrumentalen "Symbols" eingeleitet. Dieses Intro ist etwas kürzer als beispielsweise "By The Dividing Streams", schafft es jedoch trotzdem, bereits Stimmung aufzubauen.
Das erste "richtige" Lied ist das bereits gelobte "In My Sword I Trust", das ein gutes Tempo vorlegt und auch einen Refrain vorweisen kann, den man nicht sofort wieder vergisst. Auf halber Strecke zieht das Stück nochmal an, um dann in gewohnten Bahnen auszuklingen.
Das nächste Lied ist das Titellied "Unsung Heroes", welches sich prinzipiel etwas ruhiger gibt, den Refrain aber auch einbrennt, sodass man ohne Probleme nach kurzer Zeit mitsingen kann.
"Burning Leaves" ist man von Ensiferum nicht gewohnt, da geb' ich den kritischen Stimmen wohl Recht, aber dennoch fügt es sich gut in das Gesamtwerk ein.
Seit "Iron" mit seinen "Tears" verschollen, nun wieder aufgetaucht, ist das Ensiferum-Liedgut, welches ausschließlich von einer lieblichen Maid gesungen wird. Bei "Celestial Bonds" handelt es sich um ein solches, sehr ruhiges Werk, das dem Hörer eine Verschnaufpause bietet, bevor es mit "Restribution Shall Be Mine" weitergeht.
"Restribution Shall Be Mine" legt das wohl schärfste Tempo vom Anfang bis zum Ende vor, durch Gitarren-Riffs sowie eine Mischung aus Growls und reinem Gesang präsentiert, und erinnert am stärksten an das vorige Lebenswert der Finnen.
Danach wird es wieder ruhiger, wenn "Star Queen" erklingt. Von der Melodie her ist dieses Lied an "Celestial Bond" angelehnt und ist auch als dessen zweiter Teil etikettiert. Nach dem sehr melodiösen Intro beginnt der wechselseitige, aber durchweg reine, Gesang und berichtet dem Hörer von der "Sternenkönigin".
Mit sehr viel Elan beginnt "Pohjola" an achter Stelle und hält diesen auch bis zum Ende vor. Zum Schmunzeln: Der Refrain wird von einem Chor gesungen, den man glatt aus der Vertonung eines russischen Volksliedes entwendet haben könnte.
Bevor es im Mammut-Werk der CD zum Ende der selbigen kommt, wird es nochmal ruhig mit "Last Breath", das die letzten Worte eines Kriegers besingt, der langsam sein Leben aushaucht. Das Lied wird von einigen Instrumenten, wie z.B. einer Flöte, und einer abschließenden Chor-Passage begleitet und geht nachtlos zum letzten Stück über,
das da "Passion, Proof, Power" genannt wird.
Um mit diesem Lied klarzukommen, brauchte ich am längsten, da mir noch die alten Giganten wie "Victory Song" oder "Heathen Throne" im Kopf bzw. Ohr herumspukten. Waren diese noch geradlinig und so konstruiert, dass man sie an jeder Stelle an der Melodie erkennen konnte, wenn man lediglich die ersten paar Minuten gehört hatte, entpuppte sich "Passion, Proof, Power" als vielschichtig gebautes Werk, das mehrere "Melodie-Spuren" in sich vereint. Desweiteren schafft es Ensiferum wirklich, alles in diese 16:59 zu füllen, was man sich vorstellen kann. Es gibt Growls, reinen Männer- sowie hohen Frauengesang. Es gibt mannigfaltige Instrumente, Gitarren-Riffs, Folk-Passagen, aber auch Klavier- und "Symphonic-Metal"-Gitarren-Soli. Hat man sich jedoch erstmal daran gewöhnt, kann man es durchaus mögen lernen.
Alles in allem schafft Ensiferum es wieder, ein Album zu kreieren, das es schafft, seinen Hörer von der ersten bis zur letzten Minute in seinen Bann zu ziehen. Natürlich ist es was Neues, meiner Meinung nach sind z.B. viel mehr Chor-Passagen enthalten, das ganze Werk wirkt im Allgemeinen ... epischer im Symphonic-Metal-Sinne. Aber ich persönlich finde das überhaupt nicht schlimm, da es mir gefällt und desweiteren eine weitere Facette auf dem Ensiferum-Juwel offenbart. Das wird spätestens deutlich, wenn man sie mit diesem Album live erlebt hat. Von daher kriegt das Album von mir eine klare Kauf-Empfehlung!!!
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am 18. März 2015
Die Finnen Ensiferum hatten meiner Ansicht nach bis zum Vorgänger von "Unsung Heroes" ("From Afar", 2009) drei Meisterwerke abgeliefert. Angesprochenes "From Afar" war auch noch sehr, sehr stark, brauchte aber – von einigen Ausnahmen abgesehen – den einen oder anderen Durchlauf mehr, um so richtig zu zünden. "Unsung Heroes" (2012) fällt gegenüber diesem beeindruckenden Backkatalog allerdings deutlich ab. Dafür gibt es meines Erachtens zwei Hauptgründe.

Grund Nummer 1 hat etwas mit der Produktion zu tun. Das Album ist vom Klang her zwar nicht wirklich schlecht, dennoch klingt es ein wenig lasch. Im Zusammenhang mit dem Songwriting, vor allem in der zweiten Hälfte der Platte, wirkt sich das tatsächlich deutlich hörbar aus. Noch dazu ist der Mix für mein Dafürhalten sub-optimal, speziell was die Stimme von Petri Lindroos betrifft, die meines Erachtens sehr kraftlos aus den Boxen kommt. Das wirkt fast so, als hätte der Frontmann etwas an seinem Gesangsstil geändert, was aber – so glaube ich zumindest – tatsächlich mehr am Mix als an ihm selbst liegt. Noch dazu wurden offenbar sehr viele Spuren verwendet und eine Menge an Details in die Songs eingebaut – allein aus diesem Grund wäre meiner Meinung nach eine "andere" Produktion besser gewesen.

Grund Nummer 2 ist wesentlich gravierender: Die Hälfte der zehn Songs entfachen bei weitem nicht die Wirkung, die man sich von einer Band wie Ensiferum erwartet und erhofft. Dabei geht "Unsung Heroes" sehr gut und durchaus typisch los. "Symbols" ist ein schönes Intro und wesentlich besser als vieles, was man in diesem Bereich sonst oft zu hören bekommt. Gleich darauf folgt mit "In My Sword I Trust" das Highlight und der mit Abstand stärkste Song der Platte. Die typische Kombination aus gegrowlter Strophe, clean gesungener Bridge und im Chor gebrülltem Refrain – das ist ein veritabler, eingängiger Hit, der so auch auf jeder anderen Platte der Band locker hätte stehen können. Auch der auf dieses Feuerwerk folgende Titelsong hat seine Momente – zumindest wird das dem Hörer nach mehreren Durchläufen klar, beim ersten Versuch zündet "Unsung Heroes" noch nicht. Dann lernt man die exzellente Gitarrenmelodie und den guten Gesang jedoch zu schätzen, auch wenn das Stück keinen klassischen Ohrwurm-Charakter hat. Abgerundet wird der tolle Auftakt des Albums dann noch durch "Burning Leaves", das eher im Midtempo-Bereich angesiedelt ist und mit Hymnenhaftigkeit punkten kann. Auch hier: Die Kombination Strophe/Bridge/Refrain ist wunderbar abgestimmt und einmal mehr von herausragender Gitarrenarbeit unterlegt. Wobei das Stück nicht ganz so stark wie die zwei Lieder davor ist – und man erstmals das Gefühl hat, dass es Ensiferum hier mit der Song-Länge etwas übertreiben und ein wenig schneller zum Punkt kommen könnten. Aber sei's drum, insgesamt können die ersten vier Stücke auf "Unsung Heroes" definitiv überzeugen.

Danach geht es leider bergab. "Celestial Bond" ist zwar in Ordnung, erinnert von der Machart her ein wenig an "Tears" (auf "Iron", 2004), ohne jedoch dessen Qualität zu erreichen. Ob man es mag, liegt wohl an der Grundsatzfrage, ob man bei Ensiferum eine Sängerin hören möchte oder nicht. Mich stört der Frauengesang überhaupt nicht, aber das Songwriting sollte halt auch passen, und das ist im Falle von "Celestial Bond" eher mittelprächtig. Oder, anders gesagt: Würde bei Nightwish super passen, funktioniert bei Ensiferum aber auf diese Weise nicht sonderlich gut. "Retribution Shall Be Mine" ist als Kontrastprogramm bretthart und schnell – was aber aufgrund der Produktion nicht so zur Geltung kommt, wie es wohl beabsichtigt war. Abgesehen davon klingt der Song als wäre ein stimmiger Refrain schlicht vergessen worden. Rasant ist zwar grundsätzlich gut, aber "nur rasant" können andere auch, im Falle von "Retribution Shall Be Mine" fehlt ein Alleinstellungsmerkmal, weil es den typischen Heldenrefrain nicht gibt. Nach diesem schnellen "Zwischenspiel" folgt mit "Star Queen" der zweite Teil von "Celestial Bond". Auch dieses Stück hat balladeske Züge, diesmal mit Männergesang, was es anstatt in Richtung Nightwish eher in Richtung Sonata Arctica tendieren lässt. Hätte meiner Ansicht nach nicht unbedingt sein müssen. Danach gibt's mit "Pohjola" nochmal etwas auf die Ohren – und zwar auf Finnisch. Den Refrain kann man trotzdem mitgröhlen – ansonsten ist das Stück mit seinem schwülstigen Opern-Chor aber nicht so toll. Noch dazu ist es (inklusive Spoken-Word-Teil, der ein wenig an Rhapsody Of Fire erinnert) länger als notwendig. Wäre nach drei oder vier Minuten Schluss gewesen, wäre das kein Problem – aber mehr als sechs Minuten? Dafür ist der Song nicht spannend genug. Vorletztes Stück auf dem regulären Album ist mit "Last Breath" ist eine weitere Ballade – über die man aber am besten den Mantel des Schweigens hüllt, wenn man bedenkt, wie gut Ensiferum in diesem Bereich sein können. Bei "Last Breath" lassen von der Gesangslinie her Primordial ein wenig grüßen; mehr Positives fällt mir dazu nicht ein.

Das wäre aber alles zu verschmerzen, wenn da nicht der Abschlusstrack wäre. 17 Minuten dauert "Passion Proof Power" und ist damit bis dato der längste Song, den Ensiferum geschrieben haben. Es gibt sicher Leute, die dieses Werk für das Nonplusultra halten, es abwechslungsreich, durchdacht und episch finden. Verstehen kann ich das nicht – für mich wirkt "Passion Proof Power" zusammenhanglos, überkompliziert und – traurig aber wahr – kaum vernünftig hörbar. Der Song beinhaltet diverse Versatzstücke, die man auf diesem Album speziell aus der zweiten Hälfte bereits kennt: Ein wenig Sonata Arctica hier (Teile der Keyboards, merkwürdiger Lead-Gitarren-Sound), ein bisschen Nightwish da (Teile des Gesangs), garniert mit einer Prise Rhapsody Of Fire (Theatralik/Dramatik). Leider greifen diese Parts nicht so ineinander, dass man sagen könnte, dass am Ende das ureigene Ensiferum-Gefühl herauskommt. Einerseits fehlt es dafür an Eingängigkeit, andererseits hat man zwar viele unterschiedliche Zutaten vermengt, die aber einfach nicht zusammenfinden wollen.

Zu erwähnen ist auch noch der kurze Gastauftritt, den Die Apokalyptischen Reiter in "Passion Proof Power" haben – auch, weil man dadurch (und durch das recht lange Intro des Songs) die Spielzeit des Songs ein wenig relativieren kann. Grundsätzlich ist es aber ein netter Gag, den Thüringern eine kleine (deutsche!) Sprechrolle zu geben. Dass sie es dabei tatsächlich schaffen, die Band Ensiferium zu nennen, ist schon fast ein Klassiker. Wäre interessant zu wissen, ob das so geplant war.

Auf der Limited Edition von "Unsung Heroes" findet sich mit "Bamboleo" übrigens eine Cover-Version der Gipsy Kings. Naja, Cover haben bei Ensiferum Tradition, warum also nicht. Die Aufregung war bei Erscheinen des Albums dennoch groß – zu Unrecht, wie ich finde. Die Auswahl des Cover-Songs zeugt meiner Ansicht nach durchaus von Humor. Gut eingespielt wurde das Stück auch. Kein Grund sich zu beschweren also, ist ja nicht so, dass das mehr als ein kleiner Bonus für die Fans ist.

Fazit: "Unsung Heroes" wäre gar nicht so schlecht. Wäre da nicht die zweite Albumhälfte, die völlig verkorkst ist. Fast klingt das Album so, als hätte man irgendwo noch eine Handvoll klassischer Ensiferum-Stücke gefunden, die man gerne auf ein Album packen würde. Gute Idee, aber das restliche Material auf der Platte passt leider nicht in diese Kategorie. Oder war es umgekehrt? Man hatte gute Song-Ideen für ein paar starke Nummern, musste aber, um auf Album-Länge zu kommen, noch ein paar ausrangierte Songs bzw. Songteile dazu nehmen? So oder so: "Unsung Heroes" ist zwar dank der starken ersten Halbzeit kein Totalausfall – das schwächste Ensiferum-Album bisher ist es aber dennoch.

Veröffentlicht auf weltending.wordpress.com.
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am 4. September 2012
Leider muss ich mich den kritischen Stimmen zu diesem Album anschließen. Auch ich habe die Vorgängeralben gerade wegen der unglaublichen Energie in den Songs und dem ausgewogenen Verhältnis zwischen Melodik und Härte ins Herz geschlossen. Das Songmaterial auf diesen Meisterwerken riss einfach durchweg mit und hatte enormes Ohrwurmpotential. Von diesen Trademarks der Band ist auf dem neuen Album leider nicht mehr so viel zu hören. Waren die Vorgängeralben gespickt mit Metal-Hits die ins Ohr gingen und auch dort blieben, gehen bei mir hier nur die Tracks "In my Sword I trust" und "Burning Leaves" (erinnert stark an Amorphis) als Hits durch, ansonsten haben die Stücke kaum Ohrwurmqualität, wenngleich sie natürlich handwerklich sehr gut gemacht und stimmungsvoll sind und einen gesteigerten Folk-Anteil aufweisen. Außerdem gibt es mit "Celestial Bond", "Star Queen" und "Last Breath" eindeutig zuviele balladeske Stücke auf dem Album. Der 16minütige Track "Passion Proof Power" bietet zwar schöne Gesangslinien einer Sopranistin, ist aber viel wirr, zu sehr in die Länge gezogen und ohne roten Faden, hier hat sich die Band meines Erachtens völlig verzettelt. Den Bonus-Track der Limited Edition, eine Cover-Version des Gypsy-Kings-Klassikers "Bamboleo", finde ich dagegen sehr originell und schmissig. Die Bonus-DVD mit dem Making Off zum Album und dem Video-Tagebuch ist meiner Meinung nach dagegen eher verzichtbar.

Fazit: Wer die Band kennenlernen möchte, sollte zunächst zu den allesamt sehr gelungenen Vorgängeralben greifen, bevor er sich dieses Album zu Gemüte führt. Fans, die auf den bisherigen Stil der Band standen, sollten vor dem Kauf Probe hören, wenn sie nicht enttäuscht werden wollen.
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am 21. Oktober 2015
Ich kann die teilweise zurückhaltenden Reviews nicht nachvollziehen. Aber Geschmäcker sind eben verschieden.
Das Intro "Symbols" ist perfekt zum aufwärmen. Es beginnt ganz langsam und sanft und entwickelt sich zu einem epischen Frühlingsbeginn, der Lust auf mehr macht.

Und dann gehts gleich mal richtig ab mit "In my sword i trust". Alleine schon der Chor, der einen Teil des Lieds im Hintergrund begleitet. Als ichs das erste mal gehört hab, hab ichs mir glaub ich 10-20 mal nacheinander angehört.

Weiter gehts mit "Unsung Heroes". Etwas langsamer, dafür einfach nur HÖH. Wieder mit genialem Choreinsatz und sehr melodisch. Der name Unsung Heroes passt perfekt zur Stimmung des Liedes.

"Burning Leaves" brennt mir mit seinem einzigartigen Gitarrenriff die Blätter aus den Ohren und ist vom Tempo her ähnlich wie Unsung Heroes, mit einigen schönen Tempo und Rythmuswechseln.

Danach kommt mit "Celestial Bond" ein ruhiges Zwischenspiel, das mir persönlich nicht so zusagt, was bei einem Ensiferum Album selten ist.

Umso schneller macht dafür "Retribution shall be mine" weiter. Welches einfach nur ein Brett von einem Lied ist. Hat mich irgendwie an "Slayer of Light" erinnert.

Nicht lange auf sich warten lässt das zweite Zwischenspiel "Star Queen (Celestial Bond Part II) welches mir gleich umso besser gefällt, als das erste, zwei Lieder zuvor. Eine Melodie die einfach ins Ohr geht, gepaart mit astreinem Gesang. Es passt einfach wieder perfekt zum Thema Unsung Heroes.

"Pohjola" macht gleich ebenso weiter. Melodischer voller Sound der einfach gut ins Ohr geht, mit einigen harten, aber guten Wechseln im Takt. Nicht zu verachten ist auch wieder der Unsung Heroes mäßige Chorale Gesang.

Mit "Last Breath" hab ich erst einige Anläufe gebraucht, aber nach mehrmaligem hören kann ich nur sagen, das es zum Thema passt.

Zum Abschluss gibts mit "Passion Proof Power" ein 17 Minuten langes outro, welches praktisch nochmal die Essenz des gesamten Albums in ein Lied packt.

Insgesamt ist "Unsung Heroes" das langsamste aller Ensiferum Alben, aber ein sehr melodisches.

tldr: nope, lest gefälligst alles ordentlich durch.
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am 29. August 2014
Lange hab ich mit mir gerungen, ob ich dieses Album wirklich kaufen sollte... die Rezensionen waren teilweise doch besorgniserregend. Aber dann hat es irgendwie doch geklappt und ich bin froh, mich so entschieden zu haben.

Das Album setzt das fort, was die Band schon länger tut: Sie probiert Stile aus! Bei From Afar wurden schon die ersten Stimmen laut, es werde zu eintönig, nun, mit diesem Meisterwerk gibts aber mal richtige Abwechslung, wenn auch nicht immer voll gelungen. Im Einzelnen:

-Intros fließen bei mir nie in die Bewertung. Ein-, zweimal ziehe ich mir die rein, aber dann überspringe ich die eh meist.
-In my sword I trust ist der absolute Oberkracher. Alleine dieses Lied rechtfertigt den Kauf des Albums. Das ist ein ganz großartiges Stück was die hier rausgehauen haben.
-Unsung Heroes & Burning Leaves gehen teils in dieselbe Richtung. Die Texte sind einfach der Hammer. Gänsehaut bei jedem Hören. Musikalisch schonmal etwas anders als sonst, und gut!
-Celestial Bond ist mal ganz was anderes. Frauenstimme singt und keine harten Gitarrenriffs oder Bass-/Drumgewalze Passt irgendwie auch gut auf dieses Album, auf Victory Songs/From Afar wäre es wohl völlig daneben gewesen, aber hier passt es einfach...
-Retribution shall be mine haut mal so eben jeden aus den Sitzen, der es sich noch bei Celestial Bond bequem gemacht hatte. Der härteste Song der Platte, Petri macht einen extrem guten Job hier.
-Star Queen knüpft an Celestial Bond an, ist vom Stil so ähnlich wie das glorreiche "Wanderer" Das habe ich extrem geliebt und dieses hier liebe ich ebenso, wenns auch nen Tick dahinter bleibt.
-Pohjola Gibt es noch ne Band die Texte aus der Kalevala nimmt? Keine Ahnung, was ich aber weiß: Das liebe ich so an der Band. Und dieses Lied kann man mit einem Wort beschreiben: Episch. Chorgesang, Growls, eine kleine Rede, alter, da brauch ich unbedingt den übersetzten Text zu... das Lied ist einfach super.
-Last Breath... nein, damit kann ich nichts anfangen. Sprechgesang mit ner leisen Gitarre, etwas melodischer Ausklang... sorry, aber da muss ich echt passen. Wird immer übersprungen ;-)
-Passion, Proof, Power da finde ich einfach nicht rein... Victory Songs/Heathen Throne/The longest Journey/Lai Lai Hei, das sind die großen Langwerke von Ensiferum, und auf jedem Album nochmal der Oberkracher. Dieses Lied will bei mir nicht zünden. Irgendwie ist da zuviel von allem drin und doch nichts. Das wirkt einfach willkürlich aneinander gereiht... vielleicht liegt's an mir? Der Teil mit den apokalyptischen Reitern ist schon bald zum Fremdschämen... das wird wohl definitiv an mir liegen ;-)
-Bamboleo ist ein grottiges Original, aber die Version holt alles aus dem Song raus und macht es hörbar. Wenn das lustig sein soll zündet der Gag bei mir auf jeden Fall :D

Fazit: Vieles was man nicht gewohnt ist... 4 oder 5 Sterne, was mache ich nur... sie entwickeln sich und variieren... 5 Sterne? Aber zwei Lieder sind Totalausfälle, eins davon mein eigtl. geliebtes Langwerk... 4 Sterne? Hm, nochmal schnell In my sword I trust und Pohjola hören... 5 Sterne, geht gar nicht anders... punkt!
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am 2. Februar 2014
Das Intro ist, was es ist: ein Intro. Allerdings ein schönes.
In my sword I trust - amtlicher Kracher!!!
Unsung Heros und Burning Leaves - auch zwei sehr gute Lieder mit ordentlich Dampf im Kessel!!!
Celestial Bond - eine schöne Ballade, die auch auf Iron hätte sein können (und die dort "Tears" hieß)
Retribution Shall Be Mine - nicht schlecht, aber hier fangen Ensiferum schon an, nicht mehr wie die gewohnten Ensiferum zu klingen
Star Queen (Celestial Bond part II) - naja, prinzipiell nicht schlecht, aber eine Ballade hätte doch gereicht?!?
Pohjola - was soll das denn?!? Hier verzetteln sich Ensiferum schon gehörig! Soll wohl progressiv sein, wirkt aber vor allem unentschlossen. Erst Dampfhammer, dann schräges Gefrickele.
Last Breath - also SO einen Mist hätte ich von Ensiferum nicht erwartet! Was soll das überhaupt sein? Eine Geschichte mit Musikuntermalung? Eine Ballade? Reichen denn zwei Balladen nicht schon?!?
Passion Proof Power - das traditionelle Langstück am Ende der Platte. Hier haben Ensiferum sonst immer nochmal richtig die Sau rausgelassen, was ähnliches erwartete ich auch hier. Doch es folgte eine große Enttäuschung!!! Wie schon mehrfach von anderen beschrieben, gibt es hier keinen roten Faden, die Band verzettelt sich hier hilflos in diversen Melodiebögen, die völlig sinnfrei aneinander gereiht sind. Das kleine Hörspiel mit den Apokalyptischen Reitern ist zwar ein netter Gag, aber was hat das mit dem Lied und Ensiferum zu tun?!? Das könnte ich mir eher auf einem Album von In Extremo vorstellen...
Bamboleo - der Bonus-Track, oder soll ich hier eher Bonus-Dreck schreiben?!? Mir gefällt das Original nicht, aber Ensiferum verhunzen das Lied erst so richtig! Das kommt so rumpelig und primitiv rüber wie eine Demoaufnahme einer viertklassigen (Old school-)Death Metal-Band, vor allem die Growls... Aber vielleicht ist es ja auch so eine Demoaufnahme und nicht Ensiferum...

Übrigens habe ich der CD durchaus sehr viele Chancen gegeben und sie häufig angehört - aber es bleibt dabei: nach Star Queen (Celestial Bond part II) ist für mich Schluß mit Lustig und das Album für mich zu Ende. Den Rest tue ich mir in Zukunft nicht mehr an.
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am 20. September 2012
Vorwort:
Musik ist wie Essen etwas, das äußerst polarisierend sein kann, darum gilt diese Rezession bzw. Bewertung mehr dem Musikträger, als dem Inhalt. Ich will also jedem die Kaufentscheidung erleichtern (zum negativen oder positiven), der sich überlegt, ob er die Platte kaufen soll oder nicht.

Über die Musik lässt sich bekanntlicherweise streiten, mir gefällt sie einfach. Es ist zwar für Ensiferum der Anteil an den richtig geilen Metal-Titeln etwas klein ausgefallen, aber trotzdem ist die Musik echt spitze. Gibt ein klassisches "LIKE"
Zum Tonträger und dessen Verpackung:

An der Pressung der Platte(n - es sind 2 Stk. wovon alleine "Passion Proof Power" eine ganze Seite einnimmt) gibt es absolut nichts auszusetzen. Für eine Schallplatte (und mein in solchen Dingen eher ungeschultes Gehör) ist der Ton äußerst klar, die Bässe sauber definiert und die Höhen kommen auch recht gut rüber. Vom klassischen Rauschen fehlt jede Spur - aber das kommt glaub ich dann mit dem Alter der Platte.

Die "Verpackung" find' ich jetzt nicht so bombastisch. Das Cover selbst ist einfach, wenngleich mit einem qualitativ hochwertigen Druck versehen, um eine Spur zu schwach, dort wäre ein dickerer Karton besser gewesen. Die zu dünne Kartonage neigt auch aufgrund der statisch falschen Konstruktion (es handelt sich genau genommen um einen einzigen "Kartonschlauch", der in der Mitte gefaltet wurde) dazu, sich zu verformen - genau genommen es entwickelt sich eine hässliche Ausbauchung.
Dafür sind die Schutzhüllen für die Platten selbst aus zu starkem Papier, hier hätte es auch ein 60 g - Papier oder leichter getan.
Alles in Allem erfüllt es aber seinen Zweck, die Scheiben sind gut versorgt und wenn man das Ganze zwischen zwei andere Scheiben ins Regal stellt, dann fällt auch der hässliche "Bauch" nicht so auf.
Ich finde es allerdings schade, dass kein MP3-Download-Code beiliegt. Von einer CD darf man sich schließlich auch eine eigene Kopie für mobile Geräte anfertigen, also wäre es nur gut und recht, einen Download für Vinyl-Fans anzubieten, so muss ich mir die Scheibe quasi noch mal kaufen, wenn ich sie auf den MP3-Player / Smartphone / wasauchimmer laden will, zum unterwegs anhören.

Ansonsten bin ich sehr zufrieden, mit dem Was ich gekauft habe und werde mir sicherlich in Zukunft wieder öfters Vinyl zulegen.

Nachtrag:
Es ist übrigens meine erste selbst erstandene Platte (alle anderen hab' ich bisher "geerbt") - ich bin also in solchen Dingen noch etwas unerfahren deswegen die Sache mit dem MP3-Download-Link. Ich war der Meinung, dass so etwas inzwischen zum Standard gehört.
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am 28. August 2012
Das neue Ensiferum kleidet sich stilistisch in ein neues Gewand: Orchestrale Klänge und hohe Frauenchöre. Eigentlich keine schlechte Idee, hätte episch werden können, doch es scheint (hier) nicht recht zu funktionieren. Und das Wichtigeste: Es mangelt ganz eindeutig an den mitreißenden, kräftig hingeschmetterten Melodien, die Ensiferum ausmachen!
Zum Vergleich: Das Intro des Albums "Victory Songs" mündete mit einer sanften Melodie perfekt in den ersten Song "Blood is the Price of Gloy", in dem eben diese Melodie sofort wieder aufgegriffen wurde und mit aller Härte in die Ohren des Hörers geschmettert wurde - einfach episch, hart, melodisch. Und dann kam gleich noch ein Song von diesem Kaliber. Und dann noch einer. Dann ein lustiges Sauflied, eine gute Ballade und dann wieder zwei harte Songs. Abgeschlossen wurde das ganze mit dem "Victory Song", der sich etwas mehr Zeit nahm und einen perfekten Spannungsbogen aufbaute. Da wusste die Band offenbar genau, was ihre Musik so gut macht.
Und "Unsung Heroes"? Nach dem netten, orchestralen Intro legt der erste Song los, "In my Sword I Trust". Knackig, auch melodisch, doch irgendwie fehlt etwas, es will keine Stimmung aufkommen. Nach ein paar Minuten wird es beinahe langweilig. "Liegt das an mir?", frage ich mich schon. "Bin ich einer von diesen verbohrten "Früher war alles besser!"-Typen geworden?" Doch auf zwei Dritteln des Liedes legt die Gitarre auf einmal los. "Es geht ja also doch, extremst geile Stelle!" Aber nach nichtmal einer Minute ist sie auch schon wieder durch und das Lied kippt zurück in den mittelmäßigen Refrain. Und das war leider schon das zweitbeste Lied auf der Platte.
Viele Songs können sich nicht entscheiden, ob sie ruhig oder kräftig sein wollen und sind so nichts Ganzes und nichts Halbes. Die Balladen sind schmalzig bis zum Anschlag, die Chöre dudeln manchmal zu dominant, dem schnellen "Retribution shall be mine" fehlt doch irgendwie der Griff und das 17-minütige Finale wirkt fast improvisiert, ohne jeden roten Faden. Und das Bamboleo-Cover ist vielleicht ein netter Gag, mehr nicht. Bis auf das wirklich rundum gelungene "Burning Leaves" sind alle Songs höchstens passagenweise gut und kommen kaum über durchschnittliches Niveau hinaus. Daher drei Sterne von mir.

Nach drei hervorragenden und einem immer noch sehr guten Album ist das fünfte für mich leider der erste Fehltritt der Band.
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am 1. November 2012
also ich habe mir das album zuerst woanders angehört und zwar ganz und das zwei oder drei mal und dann als ich dass nächste mal im laden war gab ich mich dem drang hin die scheibe trotzdem zu kaufen und bereue es seitdem nicht gerade der oppener gefällt mir sehr gut und der rest auch manche lieder gefallen einem erst nach einer weile
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