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am 25. November 2006
Wer hier einen Horrorfilm mit teuflischen Effekten und mörderischer Spannung erwartet, sollte umdenken. "Im Auftrag des Teufels" ist ganz anders, als man sich ihn am Anfang vorstellt.

Erzählt wird die Geschichte eines noch jungen Anwaltes (Keanu Reeves), der von einer großen Kanzlei abgeworben wird (dessen Boss: Al Pacino). Von nun an darf der junge Anwalt die Big Cases vors Gericht bringen - denn alle wissen: Dieser Junge hat Ahnung, hat Stil, besitzt einen Charme, der die Jury beeinflussen kann. Wie schön wäre doch das Leben als gefeierter Staranwalt in einer Großstadt, noch dazu eine sexy Frau an seiner Seite (Charlize Theron) und ein Kumpelverhältnis mit dem Chef. Doch dem ist nicht so.

Denn hinter dem Geheimnis seines Erfolges steckt viel mehr, als zuerst geahnt. Beginnend mit Misstrauen, folgend mit Zweifeln und Angst, Alpträume; das Resultat ist der Tod. Und von diesem Augenblick an darf sich der junge Anwalt ein Bild machen von der wirklichen Welt des teuflischen Anwaltsdasein.

Taylor Hackfords Film ist genial - sowohl Story als auch Darsteller befinden sich in der obersten Liga. Die Spannung wird mit jedem dunklen Ereignis nach oben geschraubt und gipfelt in einem atemberaubenden Moment zwischen Keanu Reeves und Al Pacino, bei dem beide ihre wirklichen darstellerischen Leistungen offenbaren dürfen.

Nein, dies ist kein Horrorfilm mit teuflischen Effekten und mörderischer Spannung. "Im Auftrag des Teufels" ist eine Mischung aus Drama und Psychothriller - hell, aber doch düster; subtil, realitätsnah, mit Gänsehautgarantie.
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am 18. Januar 2007
Ist es moralisch vertretbar wenn ein Anwalt seine Klienten durchboxt obwohl er weiß dass sie schuldig sind? Dies ist der Dreh- und Angelpunkt im Film. Ein erfolgreicher Anwalt der noch keinen Fall verloren hat bekommt ernsthafte Gewissenskonflikte, als er einen Lehrer verteidigen soll, der seine Schülerin sexuell belästigt hat. Anfänglich von seiner Unschuld überzeugt, beschleicht ihn ein ungutes Gefühl und er ist überzeugt, sein Mandant ist schuldig. Hier beginnt die Story neu. Der erfolgreiche Anwalt auf dem Weg zur Macht, Geld, und Ruhm. Was anfänglich noch ganz real wirkt, wird mit der Zeit immer unwirklicher. Der Teufel ist hier im Spiel.

Beeindruckend fand ich die pompöse Darstellung von Macht und Geld. Supermodernes New York, alles groß, reich und mächtig. Supermoderne Einrichtungen, Büros mit sensationellen Ausblicken, nur das teuerste vom Teueren.

Mit diesen Reizen wird der Anwalt gelockt und er kostet davon. Er wird in dieses teuflische Spiel verwickelt und merkt nicht, dass er hier die Hauptfigur ist. Er möchte weiterhin der Beste sein und verliert dadurch die Verbindung zu seiner Realität. Er lässt seine Frau alleine. Sie vereinsamt und dreht durch. Er schlittert immer mehr in diesen Teufelskreis bis es letztendlich zum Showdown kommt. Als er sich endlich um seine Frau kümmern will, ist es zu spät. Die Information zu seiner Herkunft setzt den Gipfel. Seine Lage scheint aussichtslos er hat alles verloren, doch weiß er auch dass er sich selbst in diese Lage gebracht hat.

Das Ende nimmt eine unerwartete Wendung.

Meiner Meinung nach Spannung bis zur letzten Minute, tolle Leistung der Hauptdarsteller in allen Facetten der Veränderung, der Wahnsinn der sich hier abspielt auf dem Weg zur Macht und Erfolg. Beindruckende Bilder aus New York, Wolkenkratzer und Gerichtssäle der Extraklasse, Einblicke in die gehobenen Klasse mit all seinen Facetten und die Tatsache wer Geld hat, hat Macht.
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am 9. April 2008
In meinen Augen einer der besten Filme der 90er Jahre! Vielschichtig, intelligent, Bild gewaltig, überraschend und fesselnd, mit unerwartetem Ende, das einen noch lange nach dem Abspann über die Aussagen des Films nachdenken lässt.

Kevin Lomax (Keanu Reeves) ist Strafverteidiger und hat seit der Zulassung nie einen Fall verloren, selbst wenn er von der Schuld seines Mandanten überzeugt war. Schnell erhält er ein exzellentes Angebot von einer New Yorker Großkanzlei und zieht mit seiner jungen Frau (Charlize Theron) nach Manhatten. Das Glück scheint perfekt: Kevin gewinnt weiter, das Paar bezieht ein Traumappartment am Central Park, in dem Gebäude, in dem auch John Milton, der Seniorpartner der Kanzlei und einige von Kevins neuen Kollegen mit ihren Familien wohnen. Alle nehmen die Neuankömmlinge mit offenen Armen auf.

Schnell nimmt die Arbeit in der Kanzlei Kevins gesammte Zeit in Anspruch. Mary Ann, Kevin's Frau, beschäftigt sich anfangs noch mit der Dekoration ihres neuen zu Hause und freundet sich mit den anderen Anwaltsfrauen an. Doch bald beginnt sie sich einsam zu fühlen und bemerkt die ständig wachsende Kluft zwischen ihr und Kevin. Dieser gerät immer mehr in den Bann des charismatischen John Milton, der ihm schnell die wichtigsten Fälle der Kanzlei übertragt. Ausserdem ist er von seiner Anwaltskollegin Christabella sexuell angezogen, und beginnt seine Frau im Geiste zu betrügen. Mary Ann's ständige Vorwürfe, Kevin habe keine Zeit mehr für sie, treiben ihn nur noch weiter von ihr weg.

Langsam beschleicht Mary Ann das Gefühl, dass etwas Unheimliches um sie herum geschieht: bei einem Einkauf mit ihren "Freundinnen" sieht sie seltsame Dinge und rastet aus. Kevin, der ihr nicht glaubt, schiebt ihre Gefühlslage auf die Tatsache, dass Mary Ann sich so sehr ein Kind wünscht. Jetzt beginnt auch der Zuschauer zu verstehen, dass es sich nicht um einen Anwaltsfilm im Stil von "Die Firma" handelt, sondern um einen Horrorfilm. Doch eine Zeit lang denkt man noch, die "unheimlichen Szenen" seien eigentlich Mary Ann's Wahnvorstellungen.

Erst als Kevin und John Milton in der New Yorker U-Bahn von zwei Hispanics bedroht werden und Milton den beiden, auf Spanisch (für Kevin unverständlich) klar macht, dass einer der beiden gerade von seiner Frau betrogen wird und ihm dabei Einzelheiten aus dessen Wohnung aufzählt, versteht der Zuschauer, dass Milton übernatürliche Fähigkeiten besitzt. Da er dem jungen, Gewalt bereiten Hispanic den Vorschlag macht, er solle nach Hause fahren und seine Frau abstechen, liegt auch nahe warum: Milton ist der Teufel!

Kevin, der immer mehr der Verführung seines Erfolges erliegt, übernimmt schliesslich die Verteidigung eines bekannten New Yorker Baulöwen, der seine Frau ermordet haben soll, obwohl Mary Ann's Zustand immer schlechter wird. Auch Kevin's Mutter, die ebenfalls ein Geheimnis hütet, kann ihn nicht zur Vernunft bringen. Der "Teufelskreis" reisst Kevin und Mary Ann mit sich und endet schliesslich nach einem dramatischen (etwas überzogenen), infernalischen Filmhöhepunkt mit einer doppelt überraschenden Auflösung der Handlung.

Man kann den Film unter mehreren Gesichtspunkten betrachten. Einfach als Horrorfilm, in dem Milton als realer Teufel seine Macht mittels der modernen Möglichkeiten der Justiz ausübt und seine Untergebenen zu unmoralischen Zwecken benutzt.
Die Handlung bietet aber auch die Möglichkeit die "teuflischen Geschehnisse" als Metaphern zu verstehen, als Sinnbilder für die Sündenfälle der modernen Industrienationsgesellschaften, die im Streben nach Erfolg und Macht Werte wie Liebe, Treue, Nächstenliebe, etc. den eigenen Interessen opfern.
Letztlich ist es auch ein religiös inspirierter Film,der schlicht und ergreifend die Frage stellt, wo in der heutigen Zeit noch Platz für Moral und Religion ist!

Wer gerne etwas mehr über die Hintergründe der Filmhandlung erfahren möchte, findet auf dieser DVD einen Original-Audiokommentar von Taylor Hackford, dem Regisseur, der Seinesgleichen sucht. Alleine er ist das Bonusmaterial wert, der Rest (Kinotrailer, Filminfos, TV-Spots) ist verzichtbar!

Die Schauspielerischen Leistungen von Keanu Reeves sind nicht unbedingt herausragend, dafür aber die von Charlize Theron, damals gerde 21 Jahre alt.
Al Pacino liefert eine sehr überzeugende "moderne" Teufelsversion ab. Alleine seine schauspielerische Leistung ist es wert, den Film anzusehen!
Auch die Nebenrollen sind mit charismatischen Darstellern besetzt, so strahlt Connie Nielson als "Christabella" eine unglaublich Erotik und Dominanz, alleine schon wegen ihrer Größe aus. Ebenfalls überzeugend Judith Ivey ("Die Frau in Rot"1984) als tief religiöse, besorgte Mutter mit dunklem Geheimnis.

Wer kann, sollte den Film übrigens unbedingt auf englisch anschauen! Pacino's deutsche Synchronstimme ist die gleiche, wie die von Kevin Costner (glaube ich wenigstens!), und das geht für mich überhaupt nicht! Viel zu soft und auch irritierend! Al Pacino's eigene Stimme ist so kraftvoll und rauh, kommt vor allem in der langen Szene mit Pacino, Reeves und Nielson so richtig zum Einsatz und ist sehr überzeugend diabolisch. Ausserdem sollte man den wichtigsten Satz des Filmes unbedingt auf englisch hören:

"Vanity - definitely my favourite sin!"
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am 30. September 2012
Über den Film muss ja nichts mehr erzählt werden - großartiger Thriller und Schauspielkino! Bild und Ton sind der Blu Ray sind ein Quantensprung gegenüber der DVD. Von daher eine klare Kaufempfehlung! Leider haben ich mich erneut von Warner zweierlei Blenden lassen bei dieser Blu Ray Umsetzung. Zum einen die Ankündigung "Unrated Director's Cut". Diese Aufschrift lässt eine verlängerte oder andere Fassung erwarten. Es ist aber die normale US-Kinofassung wie sie schon auf DVD vorzufinden ist. Wenn man es aber gan ganz genau nimmt gibt es eine 10 sekündige längere Szene die aber kaum auffällt. Von daher finde ich die Bezeichnung verwirrend und irreführend!

Des weiteren wird Inhabern der DVD-Erstauflage von Im Auftrag des Teufels" massiv und unangenehm auffallen das die Skulpturen in Miltons Penthouse retuschiert wurden. Während man dort noch die Skulpturen in der lebendigen Wand klar und deutlich sah sind diese nun nachträglich entfernt und wegretuschiert worden. Dies ist ein klarer und unschöner Rückschritt zur Erstauflage da dies ein fantastisches Stilmittel im Film war und ist.

Für mich also ist diese Umsetzung eine kleine Mogelpackung von Warner. Wer über diese Tatsachen hinweg sehen kann, darf bedenkenlos zugreifen. Alle anderen dürfen getrost bei der DVD-Auflage im Snapper-Case bleiben.

3/5 Sternen
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am 19. September 2013
Ich werde mich hier nur zu der Qualität der Blu-Ray äußern. Der Film an sich stellt für mich ein Meisterwerk dar, weswegen ich jetzt zusätzlich die Blu-Ray-Version erworben habe.

Nachdem ich die Blu-Ray erhalten hatte, habe ich hintereinander meine alte DVD und die Blu-Ray eingelegt. Die Bildqualität ist sichtbar besser (4 Jahre alter 52 Zoll Fernseher von Samsung), auch wenn die Qualität moderner Produktionen (z. B. Dark Knight) nicht ganz erreicht werden. Auch die englische Tonspur war für mich klarer und prägnanter (5.1 Anlage, Yamaha Receiver, Nuvero-Boxen). Die deutsche Tonspur habe ich nicht verglichen.

Insgesamt auf jeden Fall ein lohnenswertes Upgrade.
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am 21. September 2012
Ich habe mir die Blu Ray angesehen und muß sagen, das die Bildqualität diesem genialen Thriller nicht ganz gerecht wird.

Zum Film: Der Anwalt Kevin Lomax (Keanu Reeves "Matrix") bekommt von der Anwaltskanzlei des mysteriösen John Milton (genial Al Pacino "Der Pate")das Angebot bei den ganz großen Fällen dabei zu sein. Zuerst läuft alles gut, die Erfolge häufen sich, auch privat läuft es mit Lomax Ehefrau (Charlize Theron). Er lernt eine verführerische Frau kennen (Connie Nielson "Gladiator"). Doch mit Zeit bemerkt Kevin unangenehme Veränderungen in seinem beruflichen und auch privaten Umfeld. Nach und nach zeigt auch Milton sein wahres diabolisches Gesicht und Kevin muß erkennen, das Ehrgeiz, Erfolg und Eitelkeit einen höllisch hohen Preis haben können.

"Im Auftrag des Teufels" ist diabolischer Thriller, in dem die Superstars Al Pacino, er spielt seine Rolle - besonders am Ende - einfach genial und Keano Reeves einfach toll agieren.

Zur Blu Ray: Die Bildqualität ist eher mittelmäßig. Es fehlt sehr oft an der richtigen Schärfe und manche Szenen erscheinen etwas zu weich. Filmkorn und Filmrauschen sind zwar sporadisch zu erkennen, halten sich aber dezent zurück, selbst in dunklen Szenen. Die Farben sind wiederrum sehr kräftig zu sehen. In Panoramaaufnahmen ist zeitweise eine gute Detailzeichnung zu sehen, aber insgesamt könnte alles mehr Schärfe "vertragen" . HD-Feeling kommt leider nur manchmal auf. Aus diesem Film hätte man sicher mehr rausholen können.

Als Bonusmaterial gibt es nicht verwendete Szenen, einen Audiokommentar und einen Trailer.

Für Fans der Schauspieler und des Film kann ich dennoch eine Kaufempfehlung geben. Die 5 Sterne habe ich vergeben, weil der Film selbst sehr gut ist.
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HALL OF FAMEam 23. Februar 2003
Ich muss zugeben - als ich „Im Auftrag des Teufels" vor Jahren im Kino sah, war ich ziemlich enttäuscht. Vielleicht lag es auch einfach an den unbequemen Sitzen, doch damals fand ich den Film einfach nur unglaublich lang, mehr hatte er meiner Meinung nach nicht zu bieten. Es dauerte ewig, bis endlich mal was „passierte", und dann schleppte es sich immer noch so langsam dahin. Das war meine Meinung vor 5 Jahren.
Doch nachdem es diesen Film zu kaufen gab, war ich plötzlich nur noch begeistert. Auf einmal bot sich mir ein brillanter Thriller, bei dem man oft nicht weiß, was ist Wirklichkeit und was ist Illusion. Überaus beeindruckend und fast sogar schon schockierend wird hier gezeigt, wir sehr sich eine Person verändern kann, wenn sie der Verführung aus Geld und Macht nachgibt. Sogar ein liebender Ehemann kann dadurch ein unmoralischer und kalter Mensch werden. Und sowas kann einem bei genauerem Nachdenken sogar noch mehr Angst machen als der nervenaufreibendste Psychothriller. „Im Auftrag des Teufels" beweist (wie es auch schon andere Filme getan haben), dass es nicht immer wilde Action oder schockierender Horror sein muss, um wirklich gute Unterhaltung zu bieten. Einfach top!
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am 14. September 2014
Ein Mystery-Thriller ohne Tod aber mit viel Teufel. Er spielt sich in einem Dreiecksverhältnis ab: John Milton (Al Pacino) ist, - wie wir erst nach und nach erfahren - der Satan, für ihn arbeitet (s. Titel) Kevin Lomax (Keanu Reeves), der mit Mary Ann (Charlize Theron) verheiratet ist. Reeves ist teuflisch gut, Pacino ist noch besser, furchterregend souverän und die Theron ist einfach überirdisch. Sie wandelt sich von der schicken Partymaus zu einer kaputten, kranken Frau. Für bibelfeste und literaturkompatible Zuschauer ist der Genuss doppelt so groß. Man kann aber auch einfach nur die eskalierenden Hinweise bis zum bombastischen Finale goutieren, bis sich der Teufel outet. Zuvor gab es mal eine Monsterfratze, einen züngelnden Al oder einen Schnellschnitt: Baby, Blut, Traum, Charlize hüllenlos in der Kirche. Hat sie der Teufel besessen? Hat Reeves es mit seiner ‘Schwester‘ (Connie Nielsen) getrieben? Ein Mysterium! Die Auflösung ist optisch raffiniert, dramatisch hochspannend und inhaltlich überraschend. Und das geschieht auf hohem sprachlichem Niveau. Hier war die Romanvorlage sicherlich hilfreich. Sie liefert auch die Dialoge. (‘Gott ist ein Spießer, ein Sadist. Ich bin vielleicht der letzte Humanist ‘oder ‘die Tugend des Teufels ist in seinen Lenden‘.)
Man muss nicht unbedingt John Milton mit dem ‘Verlorenen Paradies‘ ins Feld führen. Lomax hat seine Seele dem Teufel verkauft und sein Paradies verloren. Er nahm quasi Blutgeld, wir haben zwei Selbstmorde zu verkraften und erwachen aus einem bösen Albtraum. Und können beim letzten Bild, das die Perpetualität des Bösen dokumentiert, wieder schmunzeln.
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am 19. Februar 2009
Dieser Film, in seiner vollständigen und ungekürzten Fassung, hat mich ein klein wenig ausser Fassung gebracht. - Die Story ist hinlänglich bekannt: Kevin Lomax, seines Zeichens ausgezeichneter Junganwalt in Florida, gerät in einen Gewissenskonflikt, weil er während eines Prozesses herausfindet, dass sein Klient schuldig ist. Er bittet um eine Verhandlungspause und zieht sich auf's Stille Örtchen zurück um nachzudenken. Er hat noch niemals einen Fall verloren - will er seine Karriere riskieren wegen dieses einen Schuldigen seinen Fall zu verlieren?
Irritiert geht er zurück in den Gerichtssaal... und geht den Weg der Eitelkeit weiter...
Eitelkeit... des Teufels Lieblingssünde... auf diesem Weg begegnet Kevin Lomax John Milton und dessen Anwalts-Imperium, die ihn und seine Frau Mary-Anne nach New York locken...
Kevin ist gut... er ist eitel - aber er ist gut... nur: wer gab ihm die Weisheit? Wer gab ihm seine Klasse? Wer gab ihm die Intelligenz?

Der Teufel ist kreativ... und John Milton... ist der Kreativste... immer wieder gibt er Kevin eine Chance - getarnt durch "freien Willen" lockt er Kevin Lomax in einen Wirbelsturm von Geld, Sex, Korruption...

Sogar als Kevins Frau durchdreht, siegt noch immer Kevins Eitelkeit...
Er lässt Mary-Anne im Stich, die schliesslich keinen anderen Ausweg mehr kennt, als zu gehen... sie verlässt ihn, nach dem er sie verlassen hat...

Der Zuschauer spürt, dass sich der Film um Verlockungen und Sünde dreht... der Zuschauer realisiert, dass sich der Strudel der Macht, in den sich Kevin Lomax verliert, auf diesen einen Punkt hinbewegt... und doch hofft man immer wieder, dass diese Frau, die so viel durchgemacht hat, und von der wir alle wissen, dass sie nicht verrückt ist, doch noch zu einem guten Ende findet und das bekommt, was sie sich wünschte: die Liebe ihres Mannes und dessen Kind... Und doch... an diesem Punkt ist es zu spät...

Al Pacino als John Milton überzeugt völlig. Seine rauhe Stimme, sein Auftritt, sein Charisma... unglaublich! Er ist eindeutig die Idealbesetzung für diesen Part. Auch ich würde, wie einer meiner Vor-Rezensoren bemerkt hat, diesen Film lieber in der Originalsprache ansehen, wenn es möglich ist. Seine eigene Stimme verleiht seinem Auftritt die richtige Würze. Seine Synchronstimme nimmt ihm viel zu viel von der Gänsehaut.
Charlize Theron, obwohl erst in den frühen Zwanzigern, legt eine saubere, akkurate Leistung hin und überzeugt, vor allem gegen den Schluss mit einem fabelhaften ersten Eindruck auf ihr späteres Können. Sie ist sehr wandelbar und ihre Mimik bestätigt ihre Leinwandpräsenz.

Auch wenn einige meiner Vor-Rezensoren Keanu Reeves in dieser Rolle nicht als Idealbesetzung sehen - oder ihn gar nicht mögen, bin ich doch der Überzeugung, dass er wesentlich lebendiger in dieser Rolle ist, als in so manchen seiner früheren Rollen! Er hat weitgehend das Hölzerne, leicht Ungeschickte abgelegt. Es hätte leicht passieren können, dass er, so gut er auch aussieht, neben Al Pacino fast vollkommen verschwindet. Trotzdem bewahrt er sich seine Präsenz und behauptet sich auch neben "John Milton" auf recht tapfere und kämpferische Weise. Dafür zollt ihm Bewunderung.

Alles in Allem würde ich den Film, trotz einiger kleiner technischer Spielereien, als aufregend, spannend und mitreissend beschreiben. Ein Film, den es sich durchaus lohnt, mehrmals anzusehen. Einige recht einigehende Sexzenen und eine zum Teil unschöne Sprache lässt mich jedoch empfehlen, die Altersbeschränkung unbedingt einzuhalten und den Film nicht mit Kindern anzusehen.

Viel Spass!
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am 30. Juni 2005
diesen film muss man einfach gesehen haben! junger und erfolgreicher anwalt in den fängen des diabolischen teufels! der absolute hammer! habe den film kürzlich im fernsehn gesehen und musste mir ebenfalls die frage stellen ob ich bisher doch recht hatte mit meiner vermutung, dass sich der teufel irgendwo unter uns, als anwalt getarnt seine opfer sucht! gar keine so abwägige vorstellung, nicht wahr? also: es lohnt sich auf jeden fall diesen film zu sehen!
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