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5.0 von 5 Sternen Il Pirata - jung und dynamisch
Wie man es von Opera Rara gewöhnt ist, besticht das neue Album zuerst auch rein optisch, 3 CDs und ein dickes Booklet in einer repräsentativen Box mit einem stimmungsvollen Coverbild. Ich war sehr gespannt, nach nicht eben durchweg positiven Besprechungen mir meine eigene Meinung zur musikalischen Seite der Produktion zu machen.
Um es vorweg zu nehmen,...
Vor 13 Monaten von Archae_Opteryx veröffentlicht

versus
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Lang erwartet, herb enttäuschend
Lang erwartet, herb enttäuschend: nach Jahrzehnten die erste offizielle Studio-Einspielung von Bellinis frühem Meisterwerk ist wirklich ärgerlich. Was ist bloss mit dem einst so hochverdienten Label Opera Rara nach Patric Schmids Tod passiert? Carmen Giannatasio singt die doch eigentlich nervös-labile Imogene so bodenständig unraffiniert als sei...
Vor 20 Monaten von Roberto Devereux veröffentlicht


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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Lang erwartet, herb enttäuschend, 7. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bellini: Il Pirata (Audio CD)
Lang erwartet, herb enttäuschend: nach Jahrzehnten die erste offizielle Studio-Einspielung von Bellinis frühem Meisterwerk ist wirklich ärgerlich. Was ist bloss mit dem einst so hochverdienten Label Opera Rara nach Patric Schmids Tod passiert? Carmen Giannatasio singt die doch eigentlich nervös-labile Imogene so bodenständig unraffiniert als sei sie Mamma Miracoli, die ihren Pastasugo mit einem fixfertigen Gewürzmix abschmeckt. Kaum Farben, keine dynamischen Schattierungen, meist eine Aneinanderreihung hübscher TöneEng, gepresst und wenig viril auch der Tenorino José Bros, dem man den draufgängerischen Piratenhauptmann ebenso wenig abnimmt wie den unwiderstehlichen Liebhaber. Einziger Lichtblick : Ludovic Tézier gibt mit noblem Timbre und guter Technik die kleinste der drei Hauptrollen. Parry mit seinen Londoner Kräften begleitet routiniert. Was das wie immer hochinteressante Booklet an Vollständigkeit und Genauigkeit verspricht, klingt in der Aufnahme letztlich kraftlos und untheatralisch. Fazit: Caballés klassische Gesamteinspielung bleibt die beste, um das Werk kennen und lieben zu lernen; und die ganz grosse Tragödie bleibt allein und trotz (ton)technischer Einschränkungen der Callas vorbehalten.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Il Pirata - jung und dynamisch, 1. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Bellini: Il Pirata (Audio CD)
Wie man es von Opera Rara gewöhnt ist, besticht das neue Album zuerst auch rein optisch, 3 CDs und ein dickes Booklet in einer repräsentativen Box mit einem stimmungsvollen Coverbild. Ich war sehr gespannt, nach nicht eben durchweg positiven Besprechungen mir meine eigene Meinung zur musikalischen Seite der Produktion zu machen.
Um es vorweg zu nehmen, vielleicht ist mir die britische Firma Opera Rara einfach zu sympathisch und der Aufwand und die Mühe, die hinter dieser Neueinspielung steckt, lässt mich milde stimmen - jedenfalls erachte ich das Ergebnis als sehr gelungen und empfehlenswert, auch angesichts der starken Konkurrenz.
Aber der Reihe nach. Die Tontechnik ist bestechend gut; die akustisch nicht opulente, aber gut durchhörbare Atmosphäre der Henry Wood Hall ist sehr gut eingefangen und bietet Stimmen und Instrumenten reichlich Platz zur Entfaltung ohne diffus zu wirken. Hinzu kommt die plausible stereobildliche Aufstellung der Solisten, die das Gefühl vermittlt, eine Bühne zu betrachten.
David Parry dirigiert einen direkten und ansprechenden Bellini, der beide Extreme der Lesarten genau in der Mitte trifft - keine zu langsamen, aber auch keine zu schnellen Tempi, sowohl Dramatik als auch elegische Momente sind getroffen aber nicht sonderlich ausgemalt. Meinem Geschmack nach bleibt er beiden Richtungen ein wenig schuldig - wenn man ihn z.B. mit dem ebenfalls auf Opera Rara dirigierenden Mark Elder und seine haarsträubend guten Donizetti-Lesarten vergleichen möchte. Chor und Orchester agieren jedoch hörbar engagiert und technisch einwandfrei.
Brindley Sherratt als Ensiedler Goffredo führt den Hörer mit seiner kernigen und direkten, aber nicht übertrieben schwarzen Bassstimme durch die kurze Partie, und Mark Le Brocq singt den Itulbo mit einer angenehmen und warmen Tenorstimme, die darüber hinwegtröstet dass seine Aussprache des Italienischen wenig idiomatisch wirkt. Victoria Simmonds' warmer Mezzosopran wertet die gar nicht so kleine Rolle der Adele hörbar auf, und ihre Szenen mit dem Chor und Imogene wirken treffend charakterisiert und ansprechend gesungen.
Die undankbare (und unsympathische) Rolle des Ernesto geht Ludovic Tézier rauhbainiger an, als ich von ihm erwartet hätte. Auch wenn sein Bariton in der Höhe leicht angestrengt und verhärtet klingt, liefert er durch seine Verve und die hörbare Passion ein überzeugendes Rollenportrait ab welchem mir persönlich noch mehr Zwischentöne gutgetan hätten.
José Bros in der Titelpartie ist ebenfalls ein Sänger, der keinen großen Wert auf Elegie und leise Töne legt. Aber auch er legt sich hörbar ins Zeug, meistert die hohen D's der Partie anstandslos und schafft es schlussendlich, dass einem der Pirat sympathisch ist. Seiner kompakten und in dramatischen Momenten weniger klangschönen Stimme kommt zu gute, dass er immer authentisch und ehrlich agiert und ein hörbar versierter Belcanto-Kenner (und erklärter Lieblingspartner von Edita Gruberova) ist, der eine solche Partie idiomatisch und stilecht angeht.
Kommen wir zur Primadonna - und zum Scheiden der Geister. In die Reihe der berühmten Imogene-Interpretinnen reiht sich die junge, erfolgreiche und bildschöne Italienerin Carmen Giannattasio ein. Sie ist vor allem im Verdi-Fach zu Hause und besitzt eine große, breit geführte und ebenfalls nicht zwingend klangschöne Stimme, die mich in ihrer aparten Färbung und ihrem öligen Schimmern immer unwillkürlich an Balsamico-Essig denken lässt. Vom ersten Moment an ist ihre Imogene eine Frau, die verzweifelt versucht, stark zu sein und ihre Ängste und Sorgen durch Couragiertheit zu überspielen. Ihre erste Arie ist ein Musterbeispiel an expressivem Gesang, bei dem mir persönlich auch die leisen Töne nicht zu kurz kommen. Ihre Koloraturgewandtheit steht außer Frage und sie meistert die zahlreichen Fiorituren mit Bravour und Verve. Auch agiert sie mit hörbarem Eifer und in manchem Moment, wie etwa der Konfrontation mit Ernesto im Zweiten Akt, nutzt sie gezielt gepresste, eingedunkelte und unschöne Klänge, um dem Drama mehr Ausdruck zu verleihen. Stets - auch im eben nicht sparsamen Einsatz der Bruststimme, in welcher sie fast wie ein dramatischer Mezzo klingt - bleibt sie jedoch in den Stilmitteln des Belcanto und lässt den Hörer an einer intelligenten und durchdachten Interpretation teilhaben.
In der großen Wahnsinnsszene ist sie mir dann dennoch zu erdverhaftet und zu wenig labil - ihr Wahnsinn ist immer noch kontrolliert und wirkt nicht so gefährlich wie bei anderen Interpretinnen. Das ist aber spätestens bei ihrer beherzten und stimmtechnisch überragend dargebotenen Final-Cabaletta vergessen, der sie nichts schuldig bleibt.
Übrigens bringen Parry und seine Kräfte das erste Mal auf Tonträger eine von Bellini wohl frühzeitig gestrichene Finalszene NACH Imogenes Cabaletta zu Ohren - auch wenn diese die Handlung zu einem plausibleren Abschluss führt und Gualtiero ein paar finale Zeilen mehr zu singen hat, wirkt sie dennoch musikalisch-dramaturgisch wie ein Schlag ins Gesicht und es ist nachzuvollziehen dass der Komponist den Klimax der Wahninnsszene nicht mehr toppen konnte und wollte. Dennoch, es ist spannend, diese Szene hören zu können.

Fazit: eine liebevoll gemachte, überzeugende Einspielung, deren kleine Schwächen in den Hauptpartien durch den jungen, direkten und erfrischenden Zugang und den Einsatz aller Beteiligten mehr als wett gemacht werden. Carmen Giannattasio ist eine der interessantesten Sängerhoffnungen unserer Tage, und sie empfiehlt sich nicht nur in dieser Aufnahme für echte Spinto-Partien des frühen Verdi (Abigaille!), aber auch für bereits geplante Manöver, wie z.B. ihre für November geplante Norma.
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3.0 von 5 Sternen Teuer, 24. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bellini: Il Pirata (Audio CD)
Schön das es von diesem Stück eine aktuelle Aufnahme gibt.
Was mich stört ist dass es trotz des hohen Preises kein deutsches Booklet gibt.
Auch eine PDF Datei, wie auf der Opera rara Webseite groß beworben gibt es nicht.
Das finde ich bei diesem Preis als inakzeptabel, daher nur 3 Sterne.
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Bellini, V.: Il Pirata
Bellini, V.: Il Pirata von David Parry
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