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7
4,1 von 5 Sternen
Spirit of Talk Talk
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. September 2012
Ich war sehr angetan, als ich vor einiger Zeit hörte, dass es ein Talk-Talk-Tribute-Album geben solle. Dies ist eine überfällige Hommage an eine Band, deren Werk, glaube ich, erst heute richtig zu schätzen ist.

Wie es aber mit Tribute-Alben so ist, ist große Skepsis angesagt. Oft wird einfach der bekannte Name und die Popularität des zu feiernden Künstlers missbraucht. Viele solcher Alben sind bestenfalls von mittelprächtiger Güte: Originale werden platt nachgespielt, z. T. mit identischen Arrangements, Sänger sind gruselig, und es fehlt der Mut oder das musikalische Können, aus den Vorbildern etwas Neues herauszulocken und den Hörer damit zu konfrontieren.

Jedenfalls erwarte ich persönlich von einem guten Tribute-Album, dass ich etwas jenseits des Bekannten erfahre, dass mein Interesse geweckt wird, und dass ich ggf. die Originale aus einem anderen Blickwinkel gezeigt bekomme bzw. sehen kann. Und dies nicht nur mit ein, zwei Stücken auf einem Album, sondern eher in der Mehrzahl der Beiträge.

Dies ist eine hohe Messlatte, gewiss, aber "Spirit of Talk Talk" gelingt dies!

Ich bin jedenfalls sehr enthusiastisch gestimmt, und zwar vom Gesamtwerk. Zunächst war ich skeptisch, ob es denn ein Doppelalbum sein müsse? Masse statt Klasse? Nach Hören und Genießen bin ich der Meinung: ja, doch, unbedingt. Zwar gibt es keine wilden Neu-Interpretationen oder dekonstruktive Sound-Avantgarde, aber die Qualität aller Beiträge ist insgesamt auf einem sehr hohen, angemessenen und beständigen Niveau. Es ist eines der wenigen Alben bei dem ich (für mich) sagen kann, dass es durchweg hörenswert ist, ohne Ausfall, und das sogar bei einem Doppel-Album: Respekt!

Sicherlich, es gibt für meine Begriffe keine Burner unter den fast 30 Titeln, und Spirit of Talk Talk taugt stilistisch weniger für eine 80er-Revival-Party zum Zappeln. Viele Stücke sind, wie aber auch die meisten Originale, recht introvertiert und verhalten instrumentiert. Man hört und spürt dabei allerdings den Respekt der Musiker vor dem, was sie da angefasst haben. So ist nichts wirklich entstellend, aber durchaus anders, manchmal überraschend. Und dies ist m. E. der richtige Weg gewesen, das Album anzugehen.

Persönliche Favoriten gibt es einige. Schon der Opener 'Wealth' von Lone Wolf hat mich mit seinem schlichten Orgelteppich und der klaren Stimme des Sängers begeistert. Auch Duncan Sheik's 'Life's what you make it' beeindruckt mich mit seiner simplen, unaufgeregten Interpretation. Ich denke, dass es gerade diese reduzierten, akustischen Arrangements sind, die den Kern der Stücke herausarbeiten und dem Hörer zum Teil klarer präsentieren als im Original. Es lohnt sich, das Album im Dunkeln zu hören, wirklich zuzuhören. Dies wird auch beim letzten Titel deutlich: 'I Believe In You' von Richard Reed Parry (von Arcade Fire). Er bietet das Stück alleine mit Klavier dar und erzeugt dabei eine große atmosphärische, fast schon sakrale, Dichte - und Gänsehaut.

Dass es aber auch mit mehr Drive geht zeigen auf der zweiten CD The Tenfivesixty mit einer sehr rockigen Variante von 'It's my Life'. Und White Belt Yellow Tag legen mit ihrer sehr nach New Wave bzw. Post-Punk klingenden Version von 'Today' noch einen drauf.

'Dum Dum' Girl von Alan Wilder (a.k.a. Recoil, feat. Shara Worden als Vokalistin) ist ebenfalls eindrucksvoll: weniger in der Interpretation, denn Alan Wilder liefert ein recht typisches Werk in seinem eigentümlichen, pompösen Akte-X-Stil ab. Es ist vielmehr die Tiefe, die in Sound und Arrangement dieses Stückes zu finden ist. "Klanglandschaft" beschriebt es ziemlich gut - da ist alles drin, was The Thin Line hergab. Ich habe nur Stereo mit Subwoofer daheim, aber selbst damit bekommt man den Eindruck mitten in einem dunklen, akustischen Wald bei Sonnenuntergang zu stehen: Das Licht schwindet, hinter vielen Bäumen gibt es noch mehr Bäume, und immer mehr Schatten, in denen sich etwas bewegt... Wenn jemand Surround-Sound daheim hat: alleine dieses Stück dürfte die Anschaffung rechtfertigen!

Mein Fazit: als Kind der 80er und später Talk Talk Fan gebe ich dem Album solide vier Sterne. Wer die Band mag findet hier ein sehr interessantes und ambitioniertes Tribute-Album im eigentlichen Sinne, dass das historische Œuvre tatsächlich feiert und dieses musikalische Erbe mit sehr viel Würde und ohne Pathos oder Kitsch hochleben lässt.
Wer die Band nicht so gut kennt und ggf. nur die Singles mag, wird sicherlich enttäuscht werden: so fehlt z. B. 'Such A Shame' auf der Tracklist, selbst unter den optionalen Download-Tracks. Dies ist aber nur dann eine Enttäuschung, wenn man mit Spirit of Talk Talk so etwas wie ein neu vertontes, kommerziell ausgerichtetes Best-of erwartet. Spirit of Talk Talk will aber mehr, und erreicht dies auch. Zu- und hinhören lohnt sich.

Für Kenner der Materie deshalb: absolut hörenswert!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. September 2012
Man kann sich trefflich darüber streiten, ob die wundersame Metamorphose der Gruppe Talk Talk im Ergebnis einen bunten hübschen Schmetterling oder doch nur ein grauen hässlichen Nachtfalter hervorgebracht hat. Was in jedem Fall von der Band bleibt ist grandiose, unverwechselbare, Gänsehaut machende und zeitlose Musik aus der Feder des genialen Bandleaders Mark Hollis. Leider haben sich Talk Talk nach dem fünften Album "Laughing Stock" vermutlich für immer von der Bildfläche verabschiedet und vielleicht war das der Grund für die Entstehung dieser CD.

Als Anerkennung des Werkes von Mark Hollis und Talk Talk haben sich diverse Künstler im Jahr 2012, also etwa 20 Jahre nachdem Talk Talk aufhörte zu existieren, zusammengeschlossen und eine Doppel CD mit 30 Coverversionen von Songs aus den fünf Alben der Band aufgenommen. Das Ergebnis dieser exzellenten Arbeit kann sich sehen und hören lassen. Es handelt sich bei den aufgenommenen Titeln nicht etwa um zusammenhanglos aneinander gereihte Coverversionen, die schon irgendwann einmal irgendwo zu hören waren. Nein es wurde von den Produzenten peinlich genau darauf geachtet, dass dieses Album wie aus einem Guss klingt und dabei die melancholische Seite des Werkes von Talk Talk besonders betont wird. So erscheinen die sieben gecoverten Titel der beiden ersten New Wave Alben "The Party`s Over" und "It`S My Life" in einem völlig neuen Licht und bringen den Beleg dafür, dass die traurig melancholische Grundstimmung, die zum alles dominierenden Markenzeichen der Band werden sollte, schon in diesen beiden Alben angelegt war.

Dass das nun vorgelegte Werk sich in einer makellosen Qualität präsentiert, ist sicherlich auch darauf zurückzuführen, dass kein geringerer als Alan Wilder - früheres Mitglied von Depeche Mode - hier selbst als Musiker und Produzent die Hand an die Regler und Tasten gelegt hat.

Das CD Cover wurde - wie bei allen Talk Talk Alben - von James Marsh in der bekannt detailreichen phantasievollen Art gestaltet. Leider fehlt der Doppel CD ein Booklet mit Informationen zur Entstehung des Werkes. Dies scheint aber offenbar so gewollt, denn auf der gleichnamigen Internetseite spirtoftalktalk.com kann man ein Talk Talk Buch zu dieser CD bestellen. Leider wird der mit 40 britischen Pfund an sich schon hohe Preis des Buches noch durch Versandkosten von mehr als 20 britischen Pfund getoppt (Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!).

Alles in allem ist die Doppel CD ein Meisterwerk, das in keinem CD Regal fehlen sollte. Nicht nur für Fans ein Muss, sondern auch für Freunde von melancholischer, leiser Musik zum Entspannen. Wer von der CD überzeugt ist, kann sich zudem noch drei weitere Coverversionen als MP3 im Internet kaufen.

Meine Bewertung dieser CD: fünf Sterne Premium
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Januar 2013
Liebevoll zusammengestellt und produziertes Album von den Hits und Nicht-Hits der Band Talk-Talk. Nur wenige Stücke halten sich halbwegs streng an das Original. Besonders hervorheben möchte ich die beiden von Alan Wilder aka Recoil vorgetragenen Stücke. Einmalig schauererzeugend schön. Den Geist von Talk Talk auf den Punkt getroffen - jedenfalls der Musik und so wie ich sie sonst wahrgenommen habe.
Insgesamt ein eher stiller ruhiger Hörgenuss, der auch sehr laut sehr gut zu ertragen ist.
Mein persönliches Album des Jahres 2012.
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am 15. Dezember 2012
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Da haben sich ein paar Leute ziemlich gut vertragen.
Wer Talk Talk von Anfang an kennt und ihr Abwenden vom großen Musikbuisness mit Wohlwollen erlebt hat,
wird sich an diesem Kleinod erfreuen.

30 Titel auf 2 CD's, jeder von anderen überwiegend 'unbekannten' Künstlern.
30 verschiedene Herangehensweisen an die Blüten von Talk Talk.
Dabei viel akustisches Equipment, durchsetzt mit Korg, Moog und co.
Neue unverbrauchte Stimmen und eine Klangqualität die Freude macht.

Nicht wieder so ein Sampler der wegen 1-2 interessanter Stücke einen Schlitz im CD-Regal blockiert,
sondern ein immerwährendes Aha-Erlebnis zumindest für die,
welche Talk Talk und deren Wandlung als Meilenstein(e) sehen.

Was für ein Tribut an Talk Talk.
Nie überfrachtet oder künstlich, obwohl mit künstlichen/kunstvollen Tönen nicht gegeizt wird.
Eine Platte um den bevorstehenden Weltuntergang an sich vorbeiziehen
und sich in's Neue Jahr tragen zu lassen.

Strukturen von unterwürfiger Schlichtheit werden hier und da von superkomplexen Verdichtungen
unterbrochen - zur Seite gebeten.
Bei den einzelnen Titeln und über die ganze Platte hinweg.

So wie der Parodist die Berühmheit parodiert indem er die Essenz von diesem hervorkehrt,
so macht es diese Platte mit der Musik von Talk Talk.
Durchgehend respektvoll und zärtlich auch wenn's mal ernergetischer zugeht.
Und dabei musikalisch überraschend wie eine Wundertüte, dass ich immer nur 'Danke, Danke!' sagen mag ;-)

Ein melancholisches und trotzdem frisches Werk.
Eine Wiedergutmachung der alltäglichen Zwangsbeschallung.
Absolut empfehlenswert.

Wer Talk Talk vermisst, kann sich an deren Wiedergeburt 'O'Rang erfreuen.
Bestehend aus Ex-Drummer Lee Harris und Ex-Bassist Paul Webb.

Sündhaft teuer hier zu erstehen:

Fields And Waves
Herd of Instinct

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am 5. November 2012
Ich habe mir dieses Album mit sehr gemischten Gefühlen gekauft: Als Talk-Talk-Fan der ersten Stunde fürchtete ich viel Mediokres, aber ich bin angenehm überrascht. Die Doppel-CD bietet überwiegend geschmackvolle Neudeutungen mit vielen starke Stimmen und exzellente Musik-Produktionen: Das Album bietet das, was ich von einem Tribute-Album erwarte: Keine 1:1-Kopien, sondern respektvolle Neudeutungen, bei denen die Interpreten ihre eigene Persönlichkeit behalten. CD 1 bietet quasi keinen Aussetzer (Lone Wolf, Recoil & Shara Worden und Halloween, Alaska als herausragende Beispiele), CD 2 hat nur in der Mitte ein paar "wir wollen ganz doll nach den Achtziger"-Durchhänger (White Lies, The Lovetones, Thomas White), ist aber insgesamt nahezu ähnlich stark.

Fazit: Wer Talk Talk liebt, aber nicht völlig vernagelt in seiner Weltsicht ist, der wird durch dieses Album einige Bewunderer und Nachfolger kennenlernt, die neugierig auf sich machen. Und die Originale noch einmal aufwerten.
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am 28. Mai 2013
ich war wirklich sehr positiv überrascht. Neben illustren "Leuten" wie Zero 7, Duncan Sheik, Anywhen etc auch viele Künstler zu hören, die ich vorher nicht kannte.
Give it up im Walzertakt, sehr spannend. Schon wegen Zero 7 lohnt sich die Investition. Daß (vorallen) auf der 2. CD einiges etwas bemüht wirkt ( vorallen wenn es um Material der 1. Langspielplatte geht, ist auch verständlich. Das 80. Retro mit 80. Retro Bands. da kommt halt 80. Retro raus. das konnte nun mal eine echte 80. Band dann doch (für meine Ohren) selber besser.
Aber was solls, das sind ein paar Songs von vielen Klangperlen (incl. einer "Jazz" Version (P,B.Dr.))(sehr gelungen). Man wird doch Herrn Hollis irgendwann noch mal überreden können !. (Bei Anja Gabarek / Steve Wilson hatte das ja noch mal geklappt gehabt). Es macht Spaß diese CD zu hören, soviel Spaß wie lange nicht mehr !
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4 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. September 2012
Talk Talk - die mystische Gruppe aus den 80ern, unnahbar und unerreicht wird nun neu interpretiert von diversen z.T. unbekannten Künstlern. Und es bleibt fast genauso, aber nicht immer so, wie es immer war: Mytisch, unnahbar und unerreicht gut.
Auf jeden Fall mal reinhören: Echte Talk-Talk-Fans werden allerdings nach wenigen ab- und ausschalten....
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