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Toralf Staud und Johannes Radke ist eine wirklich interessante und umfassende Gesamtdarstellung zur rechtsextremen Szene in Deutschland gelungen. Sie benennen in ihrem Buch relevante Akteure, Parteien und Gruppierungen und zeichnen in ihren Ausführungen historische Konstanten aber auch Neuerungen in der Szene nach. Durch einige Entwicklungen der letzten Jahre ist das Buch nicht mehr ganz aktuell, aber dies ist den Autoren natürlich nicht zum Vorwurf zu machen.

Obwohl der Untertitel etwas anderes verspricht, widmet sich das Buch doch immer wieder der NPD, ihrem Werdegang, ihrem Führungspersonal und die immer wieder folgenden taktischen und strategischen Neuausrichtungen.
Zudem werden mit den Kameradschaften und den autonomen Nationalisten (AN) „neuere“ Phänomene der Szene vorstellt. Vor allem bei den AN wird die unglaubliche Widersprüchlichkeit zwischen der eigenen Lebensführung (Musik, Essen, Kleidung, Graffiti etc.) und der eigenen Ideologie in aller Schärfe evident – und auch eine enorme Gewaltbereitschaft.
Zudem gehen die Autoren auch auf die Rechtspopulisten und die lange Geschichte des Rechtsterrorismus in der BRD ein. Vor allem die Geschichte des rechtsextremen Terrorismus fand bis zum NSU durch die RAF und in jüngerer Zeit durch die Gefahr islamistischer Anschläge offenbar zu selten die Aufmerksamkeit der Sicherheitsbehörden.

Besonders spannend und interessant fand ich das Interview mit einem Aussteiger aus der AN-Szene, weil man so die Möglichkeit hat, einen ungeschminkten Blick hinter die Kulissen zu werfen. Abschließend geben Herr Staud und Herr Radke noch Vorschläge für einen Umgang mit und ein Engagement gegen Rechtsextremisten und ihre Ideologie, die insgesamt sinnvoll und schlüssig sind.

Doch ergibt sich für mich ein spezieller Kritikpunkt. Die Autoren vertreten die Auffassung, dass man es sich zu einfach mache, wenn man gegen Extremismus von allen Seiten sei, weil es schließlich schon eine lange Zeit her sei, als in diesem Land jemand durch Linksextremisten zu Tode kam. (S. 241).
Zwar verurteile ich jegliche Art der Relativierung rechtsextremistischer Straftaten mit dem Verweis, auf ebenso begangene Taten von Linksextremisten, doch ist es eine Tatsache dass auch linksextremistische Gewalt und Linksterrorismus in diesem Land ebenfalls eine lange Tradition hat (RAF, AIZ, Bewegung 2. Juni, Chaostage, Maidemos etc.) Der Vergleich an sich ist eine sinnvolle und zulässige wissenschaftliche Methode, um beispielsweise strukturelle oder ideologische Unterschiede, aber eben auch Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten. Sowohl Unterschiede als auch Gemeinsamkeiten lassen sich im vorliegenden Fall finden.
Ob jemand vermeintliche Rassenfeinde, Klassenfeinde oder Gottesfeinde willkürlich tötet, spielt letztlich keine Rolle. Jeder tötet aus ideologischen Gründen, die von einer wehrhaften Demokratie nicht toleriert werden dürfen.
Sicherlich handelt es sich beim Großteil der Menschen, die im Kampf gegen den Rechtsextremismus engagiert sind, um überzeugte Demokraten, aber es gibt eben auch diesen ideologischen, antidemokratischen und gewaltbereiten Teil der linken Szene, der ebenso Erwähnung , als auch Aufmerksamkeit der Sicherheitsbehörden verdient.

Dennoch ein insgesamt sehr interessantes und gut recherchiertes Buch über ein spannendes und wichtiges gesamtgesellschaftliches Thema, das zudem sehr flüssig und angenehm lesbar ist.

Von mir in der Endabrechnung 4 Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Juni 2015
Wer dieses Buch gelesen hat, ist bestens darüber informiert, wie die Situation der extremen Rechten in der BRD heute aussieht; es ist daher jedem empfohlen, der sich für dieses Thema interessiert.

Das Leitmotiv des Buches ist, dass sich der Rechtsextremismus in Deutschland seit den 90er Jahren und besonders in letzter Zeit verändert hat und sowohl militanter und gewaltbereiter, als auch aktionistischer und facettenreicher geworden ist, geschickter und öffentlichkeitswirksamer vorgeht.
Die Autoren beschäftigen sich mit dem ganzen Spektrum und mit allen Bewegungen und Ausrucksformen, die für ein Verständnis des heutigen Rechtsextremismus wichtig sind: Mit der NPD und kleineren extremistischen und populistischen Splittergruppen, mit den Neonazi-Kameradschaften, dem Phänomen des Rechtsterrorismus (darunter natürlich dem NSU), den rechtspopulistischen Bewegungen, Ansichten und Tendenzen und v.a. mit dem neuen Phänomen der "Autonomen Nationalisten", einer neuen, aktionistischeren, öffentlichkeitswirksamer agierenden und gewaltbereiten Neonazi-Strömung, welche die extreme Rechte in Deutschland mittlerweile mehr prägt als jedes die mesiten anderen rechtsextremen Phänomene und paradigmatisch für die Veränderung des Spektrums steht.
Die Autoren kombinieren dabei aktuelle Beobachtungen der heutigen, rechtsextremen Ausprägungen mit den geschichtlichen Hintergründen und Entwicklungen des Rechtsextremismus in Deutschland:
So wird der Weg der NPD genau so nachgezeichnet wie die Entwicklung der Neonazi-Strukturen in Deutschland.

In Dortmund und Berlin z.B. haben sich Hochburgen der "Autonomen Nationalisten" herausgebildet, welche ein betont "modernes", "cooles" und originelles Auftreten und Erscheinungsbild (Kapuzenpullover statt Springerstiefel) mit einem extremen Aktivismus und entgrenzter Gewaltbereitschaft verbinden und so viele gerade junge Leute für die "Bewegung" gewinnen und mobilisieren können.

Hat der lange unterschätzte und verharmloste Rechtsterrorismus eine lange Geschichte, die sich v.a. in den 70er und 80er Jahren ballte (vgl. Oktoberfest-Attentat 1980) und sich bis zum NSU fortsetzte (allein seit der Wende sind über 149 Menschen Opfer rechtsextrem motivierter Gewalt geworden), so entwickelten sich v.a. die diversen Neonazi-"Kameradschaften" seit den 1990er Jahren. Lokale Fallbeispiele werden ebenso dargestellt wie allgemeine Background-Infos zu Geschichte, Ideologie und maßgebenden Personen der verschiedenen Strömungen.

Die Autoren zeigen, dass sich der Rechtsextremismus insgesamt seit den 1990er Jahren als "politischer und gesellschaftlicher Akteur mit größerer Anziehungskraft etabliert" hat. Aus entfesselten Banden rassistischer Jugendlicher und versprengten, NS-affinen und rechtsradikalen Splittergruppen, welche gerade zu Beginn der 1990er ungeheure Gewalttaten v.a. gegen Ausländer entfesselten (vgl. Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen, Quedlinburg, Mölln, Solingen usw.), bildete sich so etwas wie eine "soziale Bewegung" (vgl. S. 70f.).
Die NPD erstarkte und verband sich seit Mitte der 1990er (unter dem Parteivorsitzenden Udo Voigt) mit der militanten Neonazi-Kameradschaftsszene.
Die braune Bewegung bewies Kontinuität und steckte (schwächliche und verspätete) staatliche Repressionsmaßnahmen ebenso locker weg wie zivilgesellschaftliches Gegenengagement und weitgehende gesellschaftliche Isolation.

Das rechtsextreme Spektrum bot und bietet Raum für ideologisierte Parteisoldaten, Schläger und umtriebige Computer-Kids.
Neonazi-Musik, Schrifttum und Szene-Bekleidung, abgeschlossene Sphären, die tatsächlich bis hin zu "national befreiten Zonen" gingen, ließen eine soziale Subkultur entstehen.
Die Verherrlichung des Nationalsozialismus und entsprechender ideologischer Gedanken, Fremden- "Linken"-Feindlichkeit, oft genug Antisemitismus sowie die allgemeine Gegnerschaft zum "System" bildeten meist den gemeinsamen Nenner. Aber NPD und Neonazis können in bestimmten Teilen gerade Ostdeutschlands auch darüber hinaus eine ungeheure soziale Attraktivität entwickeln, ohne dabei die ideologischen Ziele aus den Augen zu verlieren.
Denn die verfassungsfeindliche, völkisch-rassistische und daher gegen Minderheiten wie ideologische "Feinde" eingeschossene Ideologie bleibt weiterhin für diese Partei ausschlaggebend, auch wenn die Autoren darüber hinaus sehr gut die Entwicklungslinien der Partei unter Holger Apfel aufzeigen, der versuchte, der NPD einen stärker "bürgerlichen" Anstrich zu geben (vgl. S. 131-138).
Die NPD schuf sich u.a. dadurch kommunale Hochburgen, professionalisierte und modernisierte ihre politische und ideologische Tätigkeit genau so wie die allgemeine Neonazi-Szene, die immer öffentlichkeitswirksamer und gewaltbereiter agiert, auch das Internet nutzt.

Dies gilt auch für den Rechtspopulismus:
Diesem virulentem Phänomen werden die Autoren ebenfalls glänzend gerecht:
In dem Versuch, rechten Gesellschaftsbildern einen bürgerlich-konservativen und volksnahen Anstrich zu geben, werden Stimmungslagen zu "dem" Volkswillen" aufgeblasen und einseitige Feindbilder ohne große Differenzierung geschürt: "Freiheit statt Islam" klingt da besser als "Ausländer raus", obwohl es sich oftmals nur um eine kulturalistische Variation des Rassismus handelt (wie er auch von Albert Memmi, Rassismus (1992), S. 165f., beschrieben wird):
"Diese Bevölkerungsgruppen werden dann mobilisiert, ihre Ängste in bestimmte Richtungen kanalisiert. Frühere Zustände werden dabei oft romantisch verklärt, das Weltbild ist von einem klaren Freund-Feind-Denken geprägt. Populisten machen gern Sündenböcke für alle möglichen Entwicklungen verantwortlich, sie lieben Verschwörungstheorien (M.G.: "Gleichschaltung", "political correctness", "linker Gesinnungsterror" usw.)...Sie vermischen gerne Probleme, die nichts miteinander zu tun haben, und bauen Feindbilder auf, um sich dann selbst als moralische Instanz und universelle Problemlöser anzudienen..." (Staud/Radke, S. 168).
Weiterhin:
"Der Trick (...) ist eine Generalisierung von Missständen: Archaische Traditionen (bestimmter Muslime, M.G.) oder auch Unterschichtenphänomene werden als typisch für gewisse Kulturen bezeichnet - und diesen dann eine "deutsche Leitkultur" entgegengestellt. Soziale Probleme lassen sich so ethnisch umdeuten, die Zustände in so mancher deutschen Hartz-4-Familie fallen dabei unter den Tisch. Das Ergebnis dieser Konstruktion ist ein klares Feindbild: "die Muslime". Dabei wird wenig unterschieden zwischen dem Islam als Religion, dem Islamismus als politischer Bewegung und dem islamistischen Terrorismus. Am Ende steht jeder Muslim unter dem Generalverdacht, seine Frau zu schlagen oder Bomben zu legen....Muslime stehen in dieser Chiffre oft als Synonym für Einwanderer generell." (Ebd.).
Und zum Verhältnis des Rechtspopulismus zum klassischen Feindbild der Rechtsextremen, Israel: "An Israel scheidet sich jedenfalls die Szene der Islamhasser. Beileibe nicht alle, aber der größte Teil folgt konsequent der Maxime: Der Feind meines Feindes ist mein Freund. Weil der Staat Israel von Islamisten bekämpft wird, solidarisieren sich die Muslimfeinde eben mit diesem." (S. 183).
Selbstverständlich finden das die Neonazis weniger gut...
Auch der Zusammenhang von Seiten wie "Politically Incorrect" (PI) mit Breiviks Taten wird im Zusammenhang mit der Schilderung des rechtspopulistischen Phänomens aufgezeigt: Ein User bei PI schrieb sogar selbstkritisch: "Was er schreibt (Breivik in seinem Manifest, M.G), sind größtenteils Dinge, die auch in diesem Forum stehen könnten" (S. 179).
Beispiele für rechtspopulistische Aktionsformen wären die diversen Ableger der "Pro-Bewegungen", die Anhänger der Thesen Thilo Sarrazins, dem der Potsdamer Politikwissenschaftler Gideon Botsch schon vor längerem in einem streng wissenschaftlichen Gutachten rassistische und Minderheiten herabwürdigende Tendenzen nachwies (einfach mal googeln: "Gutachten Sarrazin"), sowie mittlerweile auch die AfD, die einen populistischen und irrationalen Euro-Skeptizismus ebenso schürt wie implizit fremdenfeindliche Ressentiments und damit ganz bewusst auch rechte Wählergruppen anspricht.
Seit 2015 stellt die Pegida-Bewegung geradezu die paradigmatische Form rechtspopulistischen Aktionismus dar.
Da Sarrazin und seine selbsternannten Anhänger, die selbsternannten "Islamgegner" sowie jüngst Pegida und andere rechtspopulistische Strömungen das gesellschaftliche Klima mehr vergiftetet haben als viele andere rechte Bewegungen, stellen Sie meiner Ansicht nach die größte Gefahr von Rechts nach dem gefährlichen Rechtsterrorismus dar, auch weil sie den entsprechenden Attentätern die geistige Nahrung und Schützenhilfe bieten.
Gerade hier auf den Amazon-Foren mischen sich solche rechten Stammtisch-Parolen mit regelrecht rechtsextremen Ausfällen...

Das Buch wird überzeugend abgerundet durch ein Interview mit einem ehemaligen Neonazi, der über seine Erfahrungen berichtet, einen 10-Punkte-"Ratgeber" gegen Neonazis und Rechtsextremismus samt Literaturhinweisen sowie dem wissenschaftlichen Charakter des Gesamtwerkes: Anmerkungen und Literaturverzeichnis.
Zu den 10 Punkten: Hier wird auf folgende Probleme eingegangen: Wie und wo informiert man sich über Rechtsextremismus? Wie begegnet man ihm? Wie kann man argumentieren?
Auch ist das Werk sehr gut lesbar, es gibt fast nichts zu kritisieren, außer dass vielleicht eine wissenschaftliche, stärker konzentrierte Darlegung der verschiedenen rechtsextremen Ideologievarianten nicht verkehrt gewesen wäre.
Auch die Haltung der Autoren zum NPD-Verbot (sie sind dagegen) kann man kritisieren: Es ginge bei einem solchen Verbot meines Erachtens nicht nur um die Frage, wie zweckmäßig dies sein und wie sehr es dem Kampf gegen die extreme Rechte nützen würde, sondern schlicht auch um`s Prinzip: Der Staat und die Gesellschaft müssen keine Partei akzeptieren und noch dazu finanzieren, welche nationalsozialistische Ideen propagiert bzw. diesen nahe steht; eine Partei, die die dem Grundgesetz zugrunde liegenden Ideen und Werte mit Füßen tritt, Verfassung und Grundrechte sowie die Demokratie abschaffen will. Eine solche Partei muss schon aus unserem freiheitlich-demokratischen Selbstverständnis heraus verboten werden.
Abschließend zum Buch:
Insgesamt ein überzeugendes Werk, das alle fünf Sterne verdient.
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22 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Dezember 2012
Es ist leider vorhersehbar, was in diesem Buch steht. Natürlich baut dieses Buch auf der aktuellen Stimmung auf, die durch den terroristischen und gefährlichen NSU verursacht wurde. Und natürlich ist es eine Schande, wenn wehrlose Gemüsehändler roher Gewalt oder Mord zum Opfer fallen. Aber dies ist dennoch kein Grund, rechte Populisten, Nazis und Autonome Nationalisten zu der gleichen Sache zu machen.

Wie Joachim Fest und Ludwig von Mises schon festgestellt haben, war der Nationalsozialismus nicht "rechts" und gehörte zu den damaligen (rassistischen) linken Sozialismen, die sich auf Eugenik, Totalitarismus, Klassenverschmelzung, nationale Isolation, Rassenforschung, ideologischen Nationalismus (nicht bürgerlichen Patriotismus) sowie auf die "nationale und rassistische, antisemitische Seite" von Marx und Engels beriefen oder beispielsweise einige Thesen Darwins und Nietzsches. Diese Ideologie, die ebenfalls NICHTS mit dem faschistischen Italien zu tun hatte, ist niemals "rechts" so wie Republikaner, Monarchisten, Reaktionäre, Vatikan-Katholiken, Kapitalisten, bürgerliche Rechtspopulisten, rechtsradikale "Demokraten", rechtsextreme Antidemokraten und Antisozialisten, Rednecks etc. sondern sie war zutiefst sozialistisch und genau deswegen so "menschenverachtend" und idealistisch, fanatisch etc. Deshalb gucke ich persönlich gern den Film "Die Sowjetstory". Auch der Autor Götz Aly wird eigentlich zu großem Unrecht von Ewiggestrigen abgewertet.

Intelligente Rezensionsleser, die nicht von "roten" oder meinetwegen "braunen" Propagandaministern zu merkwürdigen Gedankengängen angestiftet werden wollen, wie z.B. "Nazis = rechts" oder "Heldentod für's Kollektiv" sollten sich das politisch neutrale Buch "Anmerkungen zu Hitler" von Sebastian Haffner besorgen und sich das Kapitel "Irrtümer" sehr genau durchlesen und was für ihre seriöse Bildung tun statt sich an pseudo-links-liberaler Journalisten- und Polit-Schmiererei und einer völlig falschen Rechts-Links-Denkmatrix zu ergötzen. Das mag hart klingen, aber was ist härter als wenn Bedeutungsverfälschungen eine ständige Neuauflage erleben, was einem Betrug gleicht und zwar am gesunden Menschenverstand.
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15 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. April 2014
Nichts neues in der gleichgeschalteten Welt der Politjournalisten: Jedwede Kritik an z.B. dem Massenimport von bildungsfernen Niedriglohnarbeitern aus nicht-westkompatiblen Kulturkreisen oder der zentralistischen Arbeitsweise des Brüsseler EUdSSR-ZK ist automatisch "pöhse räächtz".
Das kennt man bereits und wundert sich darüber nicht mehr. Verwunderlich allerdings ist, daß der "Netz-gegen-Nazis"-Schmierfink Staud nichts weiter tut, als eine Zusammenfassung der politkorrekten Mainstreammedien der letzten 5 Jahre zwischen zwei Buchrücken zu pressen, das ganze dann als Eigenleistung veröffentlicht.... und niemanden scheint es aufzufallen.

Fazit: Sind sie Abonnent der Prantl-Prawda (S.Z.), der ZEIT. oder der t.a.z.? Dann sparen sie sich die € 9,99 für das Buch denn mit dem ganze Mist werden sie täglich mit ihrer Zeitung versorgt.
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16 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. August 2012
Dass Leser aus der rechten Szene gegen das Buch stänkern, wundert überhaupt nicht: es ist super recherchiert, hochaktuell und dabei noch sehr gut zu lesen. Die Autoren, die als Kenner der Szene gelten, bringen ihr Hintergrundwissen ein und machen klar, worum es bei der extremen Rechte heute geht: Um eine radikalisierte und gefährliche Kraft, die den Musik- und Kleidungsstil der Linken kopiert und so auf Stimmenfang geht. Wer an einer analytischen und fundierten Beschreibung der Naziszene interessiert ist, sollte das Buch auf jeden Fall lesen!
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6 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Juni 2013
Eines der besten Bücher über den Rechtsextremismus, das ich bislang gelesen habe. Sehr gut recherchiert. Brillant geschrieben. Ein bisschen mehr über andere Länder in Europa, etwa über die Schweiz, dem Land mit der wählerstärksten rechtspopulistischen Partei, hätte ich mir schon gewünscht. Aber die Schlüsse, die die beiden Verfasser ziehen, sprechen mir aus dem Herzen. Besonders eindrücklich, wie sie den norwegischen Massenmörder Breivik genau an den richtigen Ort rücken. In den rechtspopulistischen Sumpf. Wie sie den sich bieder gebärdenden rechten Saubermännern die Maske von ihrer ekelhaften Fratze reissen, ist genial. Dass dabei auch die Internet-Plattform "Politically Incorrect" (PI) zur Sprache kommt, zeigt wie gut die Autoren den Puls der Gesellschaft fühlen. PI, dieses Netzwerk mit der ungeheuren kriminellen Energie, das Aushängeschild der ideologischen Baumeister von Gewaltverbrechen wie das in Oslo und Ütoya.
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8 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. Mai 2014
„Der Idee der NSDAP entsprechend sind wir die deutsche Linke… Nichts ist uns verhaßter als der rechtsstehende nationale Besitzbürgerblock.“

Dr. Joseph Goebbels, 1931 in “Der Angriff”
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6 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. November 2013
Das Buch ist sehr informativ, vor allem über die Entstehung der neuen Kleiderordnung und des Auftretens der Autonomen Nationalisten. Dies finde ich sehr wichtig, um zu wissen wer bei einer Demonstration eigentlich vor einem steht. Aus diesem Grund ist das Buch sehr zu empfehlen für alle die sich mit dem Thema Rechtsextremismus und dessen Gefolge auseinander setzen wollen.
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12 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. August 2012
Eine hervorragend auf den Punkt gebrachte Zusammenfassung der aktuellen Naziszene. Von Kennern der Szene leichtverständlich geschrieben sollte dieses Buch auf dem Einkaufszettel von Leuten mit Lehrauftrag und Eltern von heranwachsenden Jugendlichen ganz oben stehen. Ein allgemeiner Überblick über die Bedrohung von rechts war längst überfällig.
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8 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. September 2012
Was soll man sagen? Wo soll man beginnen? Ersteinmal gebührt jedem, der sich mit dem Thema beschäftigt, Fakten zusammenträgt, Zusammenhänge aufzeigt und erklärt, jedem, der bereit ist, das Risiko auf sich zu nehmen, in diesem Umfeld zu recherchieren, Dank und Respekt. Die Autoren sind nicht die ersten und sie tun es auch nicht erstmals, das merkt man. Es wird ein faktenkundiger und -reicher Überblick über drei spezifische Phänomene rechtsextremistischer Entwicklungen der vergangenen 20 Jahre gegeben. Und über den daraus resultierenden Terror.

Da sind zum einen die Autonomen Nationalisten (AN), jene Gruppe, die v.a. in den vergangenen 10 Jahren von sich reden machte, weil sie zusehends linke Kleidung und Taktik kopierte und damit Rechtsklischees unterlief und auch auflöste; desweiteren die NPD, die den parlamentarischen Weg wählt, damit ja auch einigen Erfolg hatte, und ein bürgerlich-gesetztes Äußeres zur Schau stellt (und im Buch trotz des Untertitels „Jenseits der NPD…“ eine zentrale Rolle einnimmt); zum dritten die Rechtspopulisten angefangen bei der "Pro"-Bewegung bis zu den diversen Splitterparteien, die z.T. kurzfristigen Erfolg hatten, wie die STATT-Partei in Hamburg. Und natürlich der NSU, dessen Verwicklungen und Verzweigungen wir ja momentan tagtäglich aufgezeigt bekommen und die teils noch arg im Dunkeln zu liegen scheinen (v.a. was die Verwicklungen mit den Verfassungsschützern jeglicher Coleur angeht).

Dem Buch merkt man, das liegt aber in der Natur dieser Art von Sachliteratur, die Aktualität und daher teils auch die Schnelligkeit an. Es geht auf Begebenheiten aus dem April 2012 ein, was auf ein kurzes Lektorat hindeutet. Es kann also v.a. in den aktuellsten Bezügen nicht weit über jene Kenntnisse hinausgehen, die der interessierte Leser auch den Medien entnehmen konnte. Die Stärke des Buches liegt m.E. auch auf anderer Ebene: Auch wer sich mit der Thematik über das herkömmliche Maß der reinen Tagespresse hinaus beschäftigt, kann nicht alle Zusammenhänge im Auge behalten. Hier werden noch einmal die Hintergründe dargelegt, die Geschichte der NPD z.B. zeigt noch einmal auf, wie weit zurück die Geschichte des Rechtsextremismus in Deutschland nach 1945 (West wie Ost) reicht. Gleiches gilt für das Kapitel "Taten statt Worte", welches die Vorgänge um den NSU aufgreift, daran jedoch v.a. zeigt, wie lang auch die Liste konkreter rechtsextremer Terrorakte ist. Eben weitaus länger und mehr als die "Wehrsportgruppe Hoffmann".

Es ist ein schmaler, recht gut lesbarer Band. Hier soll kein Schönheitspreis gewonnen werden, die fünf Kapitel, sowie die Einleitung, sind eingängig geschrieben. Der Interessierte kann sich schnell und übersichtlich einlesen und Überblick verschaffen.

Manches kommt mir zu kurz - es wäre z.B. interessant, einmal die Zusammenhänge in jenen diffusen Grauzonen zu untersuchen, in denen ein kulturelles Klima erst entsteht, das Identifizierung mit den entsprechenden Zeichen möglich macht. Wo beginnt das Spiel mit dem Tabu, das an der Oberfläche leugnet, Inhalt zu haben? Daß es Inhalt bedeutet, streitet dieses Spiel schlichtweg ab. Aber vielleicht führt das an dieser Stelle zu weit.

So hat man eine gut recherchierte und in der Recherche auch gut dargelegte Studie zu einem der virulentesten Probleme, die unsere Gesellschaft hat. Und vor denen all zu viele all zu gern die Augen verschließen – was denen, um die es geht, in die Karten spielt, wie einige Zitate an verschiedenen Stellen des Buches nahe legen. Schnell lesen – weil jetzt aktuell.
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