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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Truman Capote, aber ein lesenswerter Erstling
Ben Lindenberger, Drehbuchautor von TV-Krimi-Serien, entdeckt Stoff für einen eigenständigen Kriminalroman: Er verfolgt den Prozess gegen einen Familienvater, der angeklagt ist, Frau und Kinder auf bestialische Weise erschlagen zu haben. Der Angeklagte, ein Berliner Stararchitekt, der besessen der Theorie vom Bauwerk als Gesamtkunstwerk anhängt, erweckt...
Vor 9 Monaten von Ruprecht Frieling veröffentlicht

versus
25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Verschachtelte Erzählweise!
Der Prozess gegen den Stararchitekten Julian Götz hält die Berliner Öffentlichkeit in Atem. Götz soll seine Frau und seine beiden Töchter erschlagen haben. Der Drehbuchautor Ben Lindenberger beobachtet den Prozess und beschließt, ein Buch über Julian Götz zu schreiben. Er nimmt Kontakt mit den in U-Haft sitzenden Architekten auf,...
Vor 18 Monaten von Michael Krause veröffentlicht


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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Verschachtelte Erzählweise!, 4. Oktober 2012
Von 
Michael Krause (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Architekt: Psychothriller (Taschenbuch)
Der Prozess gegen den Stararchitekten Julian Götz hält die Berliner Öffentlichkeit in Atem. Götz soll seine Frau und seine beiden Töchter erschlagen haben. Der Drehbuchautor Ben Lindenberger beobachtet den Prozess und beschließt, ein Buch über Julian Götz zu schreiben. Er nimmt Kontakt mit den in U-Haft sitzenden Architekten auf, der sich, zu Lindenbergers Überraschung, mit seinem Vorhaben einverstanden erklärt. Stück für Stück erhält Ben Informationen, muss aber gleichzeitig erkennen, dass er von Julian Götz manipuliert wird. Und so Gerät er in einen Strudel, dessen Sogwirkung alles um Ben mitreißt. Er lernt Götz Geliebte kennen, kommt dessen Schwägerin näher und muss sich immer wieder die Frage stellen, welche Rolle ein Haus spielt, das Götz entworfen und gebaut hat.

Jonas Winner, der durch seine eBook-Serie BERLIN GOTHIC bekannt geworden ist, legt mit DER ARCHITEKT sein Romandebüt bei einem Majorverlag vor. Er erzählt die Geschichte in zwei unterschiedlichen Handlungssträngen. Einmal den schon erwähnten Part um Ben Lindenberger, zum anderen den um Mia, einer jungen Frau, die sich in einer obskuren Unterwelt bewegt, die dem Leser nur schwer deutlich und verständlich wird. Hier speist der Roman seine Spannung aus der Frage, wie diese beiden Handlungen zusammengehören. Ein Punkt, den Jonas Winner am Ende auflöst, auch wenn einige Punkte offen bleiben.

Das der Roman letztlich nicht aus der Masse der Psychothriller herausragt, liegt an diversen handwerklichen Aspekten. Ganz wesentlich ist der klischeehafte Schreibstil von Jonas Winner, der mich überhaupt nicht packen konnte. Dazu zählen auch die Dialoge, die allesamt hölzern und schablonenhaft wirken. Es gibt Szenen (wie das erste Zusammentreffen von Ben mit Julians Familie), bei denen man am liebsten den Rotstift ansetzen und ganze Passagen neu schreiben möchte. Dadurch können auch die Figuren nicht wirklich überzeugen. Ben Lindenberger bleibt als Hauptfigur blass und hat eher unsympathische Eigenschaften, die ihn nicht unbedingt zu einer Identifikationsfigur machen. Die kurzen Kapitel regen zwar zum Weiterlesen an, jedoch nicht wegen des hohen Spannungsfaktors, sondern eher, weil man hofft, das genau dieser irgendwann einsetzt. Doch die Ausfahrt zur Hochspannung verpasst Jonas Winner ein ums andere Mal.

Die gute Grundidee setzt Jonas Winner in seinem Thriller leider nicht gekonnt um. So bleibt DER ARCHITEKT ein unterdurchschnittlicher Roman, der nur bedingt spannend ist und vor allem durch den holprigen Erzählstil des Autors auffällig ist.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unglaubwürdige Handlung, 14. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Architekt: Psychothriller (Taschenbuch)
Zwei Kinder werden erschlagen und die Mutter dazu. Angeklagt ist der Vater, der seine Unschuld beteuert. Ein erfolgloser Reporter gelangt eher durch Zufall in den Verhandlungssaal. Schnell erkennt er die Brisanz des Falls und beschließt einen Roman darüber zu schreiben.
Zu Beginn wird Spannung aufgebaut und der Leser ist entsetzt über dieses schreckliche Verbrechen. Dann nimmt die Handlung ihren Lauf und mit zunehmender Seitenzahl wird die Geschichte immer verworrener. Dabei gelingt es dem Autoren nicht, den Protagonisten sympathisch erscheinen zu lassen.
Der Verlauf ist verworren, nicht stimmig und für mich das schlimmste: totaler Blödsinn.
Die Geschichte ist an den Haaren herbei gezogen und völlig lebensfremd.
Mit anderen Worten: geschwurbelter Unsinn.
Ich vergebe zwei Sterne, einen, weil ich großen Respekt vor Menschen habe, die in der Lage sind einen Roman zu schreiben. Den zweiten vergebe ich, weil ich zumindest zu Beginn der Handlung gefesselt war.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schade, da wäre mehr drin gewesen, 24. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Architekt: Psychothriller (Taschenbuch)
Zum Inhalt:

Der Stararchitekt Julian Götz ist angeklagt, seine Frau und seine Kinder erschlagen zu haben. Der Drehbuchautor Ben gerät durch Zufall in den Prozess und wird gefesselt von der Geschichte um Julian und seine Familie. Er beschließt, ein Buch zu schreiben und den Fall aufzuarbeiten. Dabei gerät er in eine Spirale aus Psychospielchen und Intrigen.

In einem zweiten Handlungsstrang lernt der Leser die junge Mia kennen, die sich teils freiwillig, teils unfreiwillig in einem Haus befindet, in dem die Menschen zum Schutz ihrer Identität eine Maske tragen, was sie dort tun, bleibt der Phantasie des Einzelnen überlassen.

Vervollständigt wird die Geschichte durch architektonische Details an Privathäusern und öffentlichen Gebäuden und an Selbstversuchen des jungen Julian Götz.

Meine Meinung:

Der Klappentext hatte einen fesselnden Thriller, ein raffiniertes psychologische Puzzle versprochen, die ersten Seiten haben mir das Gefühl gegeben, dass „Der Architekt“ auch genau das bietet, doch leider hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllt:

Aufgebaut ist „Der Architekt“ als Buch im Buch, denn Ben beschließt – wie oben bereits beschrieben – , über den Fall zu schreiben. Der Protagonist wurde mir an keiner Stelle sympathisch. Er baut sich ein Lügengerüst auf, bricht in die Privatsphäre fremder Menschen ein, um an neue Informationen zu kommen und wirkt richtig gehend besessen von dem Buch. Warum er gegen Ende einer Wahnvorstellung verfällt, kann ich mir nicht erklären.

Auch den anderen Personen konnte ich wenig abgewinnen. Zum größten Teil sind sie unsympathisch, seltsam, oder ihr Verhalten ist völlig unrealistisch (die Familie der ermordeten Frau spielt im Garten des Tatorts „Kinder erschlagen“ – da fehlt mir jegliches Verständnis…). Teilweise musste ich mich zwingen, weiter zu lesen, weil die ganze Geschichte unglaubwürdiger und verwirrender wurde. Das Einzige, was ich an der Story mit dem Begriff „Psycho“ bezeichnen würde, sind die Personen, die in dem Buch mitspielen.

Die Spannung hat mir fast komplett gefehlt. Einzig die Neugier, ob das Buch noch eine Überraschung bereit hält und das Bedürfnis, zu wissen, was aus Mia wird, hat mich zu Ende lesen lassen, aber „Der Architekt“ bietet nicht einmal ein befriedigendes Ende.

Schade, denn Ideen für eine lesenswerte Geschichte waren vorhanden. Sie tauchen im Laufe des Buches immer wieder auf, allerdings meist unstrukturiert und zusammenhangslos, so dass mir am Ende nicht mehr bleibt, als zu sagen, dass ich keine Leseempfehlung aussprechen möchte.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Finger weg!, 24. Oktober 2012
Von 
Tom Kadi (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Der Architekt: Psychothriller (Taschenbuch)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Nach dem enormen Publikumszuspruch für das Internet-Buchprojekt „Berlin Gothic“ war ich neugierig und gespannt auf das erste gedruckte Buch dieses Autors. Um es vorweg zu nehmen: Dieses Werk ist eine Riesenenttäuschung!

Zunächst: Das Buch ist so grottenschlecht geschrieben, dass die Lektüre zu einer regelrechten Qual wird. Winner formuliert in einem permanent durchgehaltenen Ton der Übererregung. Wut „schwappt“ über einen hinweg, Schmerz „peitscht“ sie vorwärts, die Stimme „gellt“, Worte werden „hervorgezischt“. Diese ständigen sprachlichen Dramatisierungen erhöhen aber keineswegs die Spannung sondern bewirken nur eine gereizte Ermüdung. Wenn dieser Autor eine Seite seines Manuskripts umblättert, denkt er wahrscheinlich „Das Rascheln der Seite klang in seinen Ohren wie das Zischeln einer tödlichen Giftschlange“. Diesen Satz nicht aber jede Menge unfreiwillliger Komik findet man, wie z.B. „Jeder Satz, den er hervorbrüllte, schrammte über seine wunde Kehle wie ein Reibeisen“ (S. 338) oder „..als er sich abwandte, fühlte er sich, als hätte jemand die Innenseite seiner Stirn als Gong benutzt“ (168). An manchen Stellen wird es regelrecht grammatikalisch falsch, nicht nur weil der Autor nicht weiß, wann man „das gleiche“ und wann „das selbe“ benutzt („in der gleichen Kammer, in der auch Ben eingeschlossen war, S. 345), es finden sich auch Sätze wie „Das Geräusch des aufreißenden Papiers ließ ihn zusammenzucken wie ein Pistolenschuss“ (S. 164) – schon mal einen Schuss zucken gesehen?

Dass ein professioneller Drehbuchautor derart schlechte Dialoge, so unglaubwürdige Personen und einen derart hanebüchenen Plot erschaffen kann, verblüfft: Ausgangspunkt ist ein Mordprozess gegen einen berühmten Architekten, dem vorgeworfen wird, seine Frau und seine beiden kleinen Töchter bestialisch erschlagen zu haben. Ein Drehbuchautor (sic!) sieht hier die Chance, einen Bestseller aus dem Verfahren zu machen. Und dann quält sich die Handlung unendlich langsam voran. Viel zu lang geht es dabei um die Person des Schriftstellers. Dabei ist dem Leser doch schon nach sehr kurzer zeit klar, dass es sich um einen durch und durch ruhmsüchtigen und hohlköpfigen Schreiberling handelt. Es ist durchaus möglich, eine derart unsympathische Hauptfigur zu erschaffen - aber da müsste dann ein wirklicher Könner ran – wer wissen will, wie das gemacht wird, der lese Maupassants „Bel Ami“.

P.S. Und wenn man schon bis zur Saalnummer genau den Leser in den Saal 621 des Kriminalgerichts Moabit führt, dann sollte man sich den Raum auch mal anschauen und diesen korrekt beschreiben. Dort sitzt der Staatsanwalt nicht an einem gesonderten Tisch unterhalb der Richterbank (S. 29), sondern auf gleicher Höhe mit den Richtern hinter dem Tresen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Langweilig, 28. Dezember 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Architekt: Psychothriller (Kindle Edition)
Der sprachliche Stil leider wie bei einem Workshop. "Schreiben lernen auch talentfrei".
Langatmige hölzerne Dialoge.
Figuren bestenfalls blass.
Die Doppelhandlung ergibt keinen Sinn und ist auch extrem langweilig.
Ich habe irgendwo in der Mitte aufgegeben, denn es wurde einfach nicht besser.
Fazit/ Zeit und Geldverschwendung.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Verwirrend, 24. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Architekt: Psychothriller (Taschenbuch)
Es geht um einen mordprozess, ein stararchitekt wird verdächtigt seinen Frau und seine Kinder ermordet zu haben. Dann gibt es noch Ben ein erfolgloser Drehbuchautor der über den Prozess und den Architekten einen Buch schreiben will, und dadurch immer mehr in einen Strudel aus Verwirrung hineingezogen wird.
Von Anfang an, gibt es zwei erzählstränge, Mia ein Mädchen, das in einem seltsamen Gebäude gefangen ist und die Geschichte um Ben. Der Zusammenhang dieser beiden Stränge ist unklar und ich schaffe es auch nicht irgendwelche Spekulationen und Ideen dazu zu entwickeln
. Ich finde das Buch sehr verwirrend und langatmig. Ben wird in einen Strudel gezogen, der an drogenraush, Halluzinationen und Psychose erinnert. Er hat Wahnvorstellungen und seltsame allergische Reaktionen, die sich für mich nicht aufklären. Ich fühl mich so, als ob ich einem verrückten beim denken zusehen würde. Ich versteh nichts und habe auch zusehends weniger Lust, seinen Gedanken und Erlebnisse zu verstehen.
A Schluss verbinden sich die beiden Stränge und man versteht wie der Mord stattgefunden hat. Allerdings ist für mich diese Erklärung völlig unglaubwürdig. Ich bleibe mit einem genervten und unbefriedigenden Gefühl zurück. Das Buch konnte mich gar nicht überzeugen, wenn es Schon eine gewisse Neugier in mir erzeugt hat, weiterzulesen um einen Erklärung zu finden.
Ich kann nicht wirklich für mich was finden, wofür es sich gelohnt hätte das Buch zu lesen. Leider!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Was wolllte der Autor dem Leser eigentlich genau sagen?!, 29. September 2013
Von 
Nicki (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Der Architekt: Psychothriller (Taschenbuch)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
"In seinem fesselnden Thriller entfaltet Jonas Winner ein raffiniertes psychologisches Puzzle um Machtgier, Täuschung, Intrigen und dunkle Begierden. Eine unwiderstehliche Achterbahnfahrt durch die menschlich Psyche!"

So steht es auf dem Buchrücken geschrieben und klingt zunächst nach einem wirklichen Psychothriller - wie vom Verlag angekündigt. Das Einzige was bei dieser kurzen Beschreibung wirklich auf den Inhalt des Buches zutrifft ist die Achterbahnfahrt!!

Von der ersten bis zur letzten Seite verstrickt sich der Autor in eine absolut wirre, unstrukturierte Geschichte ohne wirklichen Handlungsstrang und Sinn und hat mich immer wieder dazu gebracht, dass ich das Buch zur Seite gelegt habe, weil ich keine Lust hatte zu wissen, wie es letztlich weitergeht.

Die Charaktere in diesem Buch sind absolut nicht ausgereift, werden nur grob angerissen und könnten im Grunde auch alle ein und diesselbe Person, nur mit anderen Namen sein. Keine einzige der Protagonisten konnte mich fesseln oder gar über ein paar Seiten hinweg in ihren Bann ziehen.

Rückblickend bin ich wirklich sauer über mich selbst, dass ich so viele Stunden mit diesem Buch vergeudet habe, weil ich der naiven Meinung war, dass "da noch irgendwas kommen muss." Für irgendwas muss doch dieses ganze "Wirrwarr" gut sein, dachte ich und kann nun, nachdem ich die letzte Seite gelesen habe, sagen, dass da nichts kommt, keine Auflösung des Ganzen oder ein Funken Sinn, was dieser ganze Prozess, dass angebliche Buch und vor allem die Sache mit dem Haus im Haus auf sich hatte.

Und auf den letzten 30 Seiten hat es Jonas Winner nochmal geschafft, den Leser noch mehr zu verwirren - Glückwunsch dazu - noch einen weiteren Handlungsstrang einzubauen, der genauso sinnfrei war wie die bisherigen, um den Leser noch unbefriedigter zurückzulassen.

Der Plot an sich wäre ja eigentlich gar nicht so schlecht gewesen, wenn es Jemand umgesetzt hätte, der sein Handwerk nicht nur einwandfrei beherrscht, sondern auch die Gabe besitzt, den Leser zu fesseln, zu begeistern und am Ende mit irgendwas - außer einem großen Fragezeichen - zurückzulassen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Truman Capote, aber ein lesenswerter Erstling, 15. Juli 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Architekt: Psychothriller (Taschenbuch)
Ben Lindenberger, Drehbuchautor von TV-Krimi-Serien, entdeckt Stoff für einen eigenständigen Kriminalroman: Er verfolgt den Prozess gegen einen Familienvater, der angeklagt ist, Frau und Kinder auf bestialische Weise erschlagen zu haben. Der Angeklagte, ein Berliner Stararchitekt, der besessen der Theorie vom Bauwerk als Gesamtkunstwerk anhängt, erweckt allerdings nicht den Eindruck eines brutalen Mörders. Ben nimmt während der Verhandlung Kontakt zu dem Angeklagten auf und steigt in sein Privatleben ein.

Lindenbergers großes Vorbild ist Truman Capote, der mit »Kaltblütig« eine der großartigsten Kriminalreportagen der Literaturgeschichte schrieb. Die Entstehung dieses Meisterwerks wurde dadurch begünstigt, dass Capote ein nahezu intimes Verhältnis zu den beiden später überführten und zum Tode verurteilten Tätern aufbaute, das ihm half, neben der Tat, ihrem Ablauf und der Wirkung auf den Ort des Geschehens das Seelenleben der Mörder zu sezieren. Dies versucht auch der Protagonist des Psychothrillers von Jonas Winner, wobei ihm Scharfsinn, Stilsicherheit und Distanziertheit Capotes fehlen. Dafür kommt er mühelos mit diversen Damen in die Horizontale. Dass sich dies auch gegen ihn wenden kann, erkennt er erst später.

Winners Psychothriller ist flott geschriebene Unterhaltungslektüre. Zahlreiche Dialoge outen den Verfasser als Kenner des Drehbuchgeschäfts. In vielen Punkten schimmert der Held des Romans als Winners Alter Ego durch. Der Autor liebt es, mehrere Handlungsstränge, die später zusammenfließen und sich teilweise erschließen, in Häppchen zu servieren. Der Einstieg in das »Setting«, ein Begriff, den gleich mehrere Romanfiguren verwenden, wird dadurch am Anfang erschwert. Doch dann schreitet die Erzählung geradlinig voran.

Es dauert allerdings rund 200 Seiten, bis sich der eigentliche Plot erschließt und Spannung aufkommt. Einen wirklichen »Thrill«, den der Untertitel verspricht, bleibt der Autor jedoch schuldig. Die Spannung spielt sich mehr im Kopf des Erzählers ab, insofern ist es ein typisch deutscher Krimi, der Spannung, »ein raffiniertes psychologisches Puzzle um Machtgier, Täuschung, Intrigen und dunkle Begierden« laut Klappentext, intellektuell aufbaut, statt sie tatsächlich zu schildern.

Jonas Winner wurde als Self-Publisher mit seinem düsteren Siebenteiler »Berlin Gothic« bekannt, den begeisterte Leser auf Spitzenplätze in den Amazon-Bestsellercharts katapultierten. Amazon entschied sich aufgrund der Popularität der Reihe, das Buch zu übersetzen und in den US-Markt einzuführen. Entsprechenden Erfolg erhofft sich auch Knaur, der den Autor jetzt herausbringt. So wie es Ben Lindenberger erträumt, sei auch dem Verfasser des Krimis gewünscht, aus dem nervenden Job des Serienschreibers aussteigen und seine weitere Karriere als Romanautor fortsetzen zu können. Das Zeug dazu hat der 1966 geborene promovierte Philosoph auf jeden Fall, wie dieser als Erstling anzusehende Kriminalroman beweist, der vom »großen Wurf« allerdings noch ein klein wenig entfernt ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eigentlich eine gute Idee, aber..., 14. Februar 2013
Von 
Thomas Binninger "Dr. Binninger" (Allensbach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Architekt: Psychothriller (Taschenbuch)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
...leider nicht so gut erzählt/geschrieben. Schon eine spannende/ungewöhnliche und neue Idee, die hinter der Geschichte steckt. Aber leider ist das Ganze dann schon - zum Lesen - unschön geschrieben. Ich habe das Buch zwar am Stück gelesen, war auch gefesselt, aber die Erzählweise ist schon ein wenig "unrund". Schade. Wie gesagt: eigentlich eine tolle Idee. Das Buch kann man trotzdem empfehlen, eben wegen der Idee...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen verwirrend aber spannend, 17. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Architekt: Psychothriller (Taschenbuch)
über den Inhalt des Buches wurde ja schon einiges geschrieben (für meinen Geschmack zum Teil schon etwas zu viel, ein bisschen Spannung soll ja noch bleiben für die, die es nicht kennen)
Ich habe das Buch bei einer Verlosung von Jonas Winner gewonnen, hätte es ansonsten aber auch gekauft. Die Erzählweise ist verschachtelt und verwirrend, wer aber auch die "Berlin Gothic" Reihe gelesen hat kenn diesen Stil schon und das ist (meines Erachtens) ja auch dass, was die Bücher von Jonas Winner ausmacht...ich mag diesen verworrenen Stil und finde ihn einfach spannend...

Bin schon sehr auf weitere Bücher von Jonas Winner gespannt :o)
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