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38 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Intellektuelle literarische Essays voll Humor, 18. Oktober 2002
Ja, sicher, das Lesen seiner Bücher macht einem David Foster Wallace nicht einfach. Dass seine Fußnoten dazu tendieren, durch ihre Länge mehrere Seiten in Anspruch zu nehmen und man mitunter nicht mehr weiß, wo sie angefangen haben, zählt zu den eigentümlichen Nebenwirkungen der Lektüre. Aber was einen dafür auf diesen 350 Seiten erwartet, entlohnt für diese bescheidnenen Strapazen.
Lediglich sieben Essays enthält dieser Band, einige davon deutlich mehr als 50 Seiten lang. Was sie eint, scheint oberflächlich keinesfalls ein Themenbereich, denn von Tennis über Fernsehen und von der Illinois State Fair bis zur sündteuren Luxuskreuzfahrt auf einem Cruiser reichen die Themen dieser Essays. Andererseits aber scheinen sie auf den zweiten Blick nur EIN Thema zu haben: David Foster Wallace.
Das ist aber ganz und gar keine negative Aussage, denn es ist gerade sein genuiner Blickwinkel, der die Sache interessant macht, der Blickwinkel eines intellektuellen, literarisch hochbegabten geborenen Beobachters, der all die Dinge auf eine Weise beschreibt, die im Kopf des Lesers ein Plethora an Referenzen entstehen lassen. Seine Pop Culture-Anspielungen sind ebenso treffend und witzig wie seine Demontage der Bewohner des US-Mittleren Westens. Seine Gedanken zur gegenseitigen Befruchtung von Literatur und Fernsehen sind zwar eine Apologie der Television, bleiben aber stets distanziert kritisch. Seine Gedanken zu Regisseur David Lynch haben mir dessen Filme neu erschlossen, und sein Essay über den Tennisspieler Michael Joyce ist eigentlich eines über die grausame Welt der schösnten aller Sportarten.
Fazit: Ein Muss für alle, die intellektuell herausgefordert sein wollen, ohne dabei den Humor zu vergessen!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bitter wahr und trotzdem lustig, 25. Oktober 2009
Ich gebe gleich offen zu: Ich habe aus dem Buch nur die beiden Essays über die "State Fair" und die Kreuzfahrt in der Karibik gelesen, aber die waren echt Zucker! D.h, nein, auch seine abgebrochene Tenniskarriere und die Rolle des Windes bei derselben habe ich mir zu Gemüte geführt, die war - trotz des eher langweiligen Themas - auch noch erstaunlich kurzweilig.
D.F.W. hat einen guten Blick für Menschen und eine bissige, kluge Art, seine Beobachtungen zu formulieren, ohne dabei auf billige Art verletzend zu sein. Es macht einfach Riesenspaß, seinen Gedankengängen zu folgen. Und irgendwie hat mich beim Lesen das ganz und gar traurige Gefühl beschlichen, dass da mal wieder einer von denen viel zu früh die Erde verlassen hat, die wir noch richtig dringend länger gebraucht hätten...
Sein Stil und seine Wortwahl sind allerdings für Nichtmuttersprachler wie mich nicht immer ganz leicht, man muss ein bisschen arbeiten.
Aber auch das kann ja durchaus ein Gewinn sein ;-)
Oder man liest es einfach in der eigenen Sprache, aber auf Deutsch gibt es den Kreuzfahrt-Essay dann nur solo, was mit den anderen ist, weiß ich nicht.
Arbeiten lohnt sich also, schon allein wegen der "Illinois State Fair".
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5.0 von 5 Sternen i love it!, 3. August 2013
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so funny, and clever, and smart!!! i liked it a lot!!! This was my beginning with foster wallace, now i want mooooore...
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach unglaublich gut, 1. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Manche Autoren beherrschen die Sprache, andere das Tempo, manche haben gute Themen, manche haben Witz, andere Tiefe. DFW läßt mich einfach sprachlos. Er nimmt scheinbar alltägliche oder auch skurrile Themen und betrachet, schildert, zerpflückt und kommentiert sie mit Respekt und Witz, gelassen gekonnt, intensiv, liebevoll, herausfordernd. Echt wahr: ich habe in diesem Buch noch keinen langweiligen Satz gelesen.
Das Buch bietet eine Mischung aus Reportagen - über den jährlichen Illinois Landwirtschaftsmarkt/Kirmes, David Lynch Dreharbeiten - und Essays, zum Beispiel den Einfluss des Fernsehens auf die Bildsprache junger amerikanischer Autoren. Die Essays sind für mich intellektuell herausfordernd - keine leichte Kost, aber jede Mühe wert. Die Reportagen sind hohe Kunst: Ich muss mich immer fragen: Was hätte ich aus dem Thema rausgeholt? OK, DFW ist einfach unglaublich gut.
(Ich würde immer die Kindle-Version beim englischen Original empfehlen: DFW hat einen sehr vielseitigen Wortschatz, und obwohl ich quasi native speaker bin, nutze ich die Dictionary-Funktion ziemlich oft.)
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