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387 von 431 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannendes, filmreif inszeniertes Survival-Adventure mit Bombastgrafik
Die Spieleprogrammierer meinen es gut mit Uns "Zockern" kurz vor dem erscheinen der PS4. Eine Spielspaßperle nach der anderen kommt auf den Markt. Zuletzt war es "Metro: Last Light" welches mich vor allem atmosphärisch richtig gepackt hat.

Doch nun kommt von den "Uncharted" Machern der neueste Geniestreich auf den Markt, der vor allem in Sachen...
Vor 21 Monaten von attitude2011 veröffentlicht

versus
90 von 112 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine etwas kritischere Perspektive...
Bei dem vielen Lob, das dieses Spiel bekommt, würde ich gerne eine etwas kritischere Ansicht aufzeigen, ohne das Spiel dabei wirklich negativ zu bewerten, denn das hätte es auch meiner Ansicht nicht verdient.

The last of us kommt mit einer tollen Grafik daher, die auf dem Niveau von Uncharted 3 und teilweise sogar etwas darüber ist. Zudem bietet...
Vor 20 Monaten von Joe W. veröffentlicht


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387 von 431 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannendes, filmreif inszeniertes Survival-Adventure mit Bombastgrafik, 14. Juni 2013
Von 
attitude2011 "MK2011" (Duisburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: The Last of Us - [PlayStation 3] (Videospiel)
Die Spieleprogrammierer meinen es gut mit Uns "Zockern" kurz vor dem erscheinen der PS4. Eine Spielspaßperle nach der anderen kommt auf den Markt. Zuletzt war es "Metro: Last Light" welches mich vor allem atmosphärisch richtig gepackt hat.

Doch nun kommt von den "Uncharted" Machern der neueste Geniestreich auf den Markt, der vor allem in Sachen Geschichte erzählen & Atmosphäre alles bis jetzt erschienene in den Schatten stellt.

Ich hatte ja so meine Zweifel, das die im Vorfeld geschürten Erwartungen zu hoch gesteckt würden. Nachdem ich jetzt aber ausgiebig "The Last of Us" spielen konnte bin ich echt baff. Dabei ist es nicht mal das Spielerische an sich was Maßstäbe setzt. Das würde ich im Bereich solider Standard ansetzen. Aber die Art & Weise wie es präsentiert wird und umgesetzt wurde, habe ich persönlich noch in keinem Abenteuerspiel erlebt.

In Sachen Abenteuer war für mich zuletzt vor allem das neue Tomb Raider ein Topspiel. "TLOU" schlägt im Grunde in eine ähnliche Kerbe. Ein (bzw. Zwei) Titelheld(en) die im Grunde absolute Durchschnittstypen sind und keine Superhelden mit coolen Moves und abgedrehter Daueraction mit schier endlosen Muitionsvorräten. Vor allem auf dem Schwierigkeitsgrad "Schwer", welcher mMn Pflicht ist sofern man kein völlig unerfahrener Abenteurer ist, muss man sich wirklich gut überlegen ob man rar gesäte Munition opfert, oder aber Gegnern aus dem Weg geht oder wiederum á la Splinter Cell die Gegner still & heimlich beseitigt.

Wie in den meisten Abenteuerspielen, in denen man seinen Gegnern klar unterlegen ist, lohnt sich in jedem Fall möglichst unauffällig und leise zu agieren. Denn grade die mutierten Gegner wie zB die "Clicker", welche nichts sehen aber sehr gut hören... werden von Pistolenschüssen angelockt. Zudem sind die Schusswaffen allesamt ziemlich unhandlich und ungenau. Was in der ein oder anderen Situation nervt, aber den Survival Aspekt stärkt. Wer nämlich annimmt, das er die Gegner mühelos aus sicherer Position mit der Pistole oder dem Gewehr erledigen kann, irrt sich.

Auch Aktionen wie zB ein Medipack verwenden, welche in den meisten Genrekollegen schnelle & mühelose Aktionen sind, werden in TLOU schnell zu nervenaufreibenden Aktionen. Diese muss man sich im Inventar meist selber zusammenschustern. Doch nicht nur das, zum einen sind die dafür notwendigen Materialien ebenso rar gesät wie Muition. Und zum anderen muss man sich oft entscheiden ob man seine Ressourcen lieber defensiv (Heilung, etc.) oder lieber offensiv (Waffen reparieren, tunen, etc.). Hinzu kommt dann auch noch das die Anwendung eines Medipack im ein paar Sekunden dauert in denen man ungeschützt ist. Daher wird schon relativ schnell am Anfang klar wie das SPiel abläuft.

Dies ist defintiv kein Spiel für Freunde von Action am Fliessband... auch nicht für Freunde die gerne endlos Munition finden wollen. Es ist ein Adventure in absoluter Reinkultur. Ein Survival-Adventure im wahrsten Sinne des Wortes. Man wird von der spannenden, fesselnd inszenierten und dargestellten Geschichte von der ersten Minute an in den Bann gezogen. Ein Abenteuerfilm zum Selber spielen. Alleine die ersten 10 SPielminuten werden einem Gänsehaut bereiten und dem ein oder anderen sicher einen dicken Kloß im Hals hinterlassen. Man hat aber auch kaum Zeit aus der Story herausgerissen zu werden, denn in vielen anderen SPielen sind grade die Ladezeiten so unerträglich lange, das man aus der schönen Atmosphäre gerissen wird. Das Problem hat man bei TLOU nicht, denn abgesehen von dem Laden vor dem ersten SPielen gibt es KEINE (!!!) Ladezeiten...unglaublich aber wahr!

Es ist eigentlich fast, aber auch nur fast, überflüssig zu erwähnen das die Grafik zudem noch auf einem absoluten Topniveau ist, welche aktuell mit Sicherheit zur absoluten PS3 Elite gehört. Sei es nun die detaillierte Umgebungsgrafik, die fantastischen Licht & Partikeleffekte oder auch die famosen Gesichtszüge. Alles ist wie aus einem Guss und erzeugt eine Kinofilmreife Inszenierung.

Auch in Sachen Musikuntermalung (meist ruhige, melancholisch wirkende Gitarrenklänge) und die grandiosen Umgebungssoundeffekte von Flora & Fauna, sind für meinen Begriff bis jetzt das Beste was mir zu Ohren gekommen ist. Und als sei das alles nicht schon genug, spendierten die Entwickler "Naughty Dog" dem Spiel noch eine deutsche SPrachausgabe, die allen Kritikern der deutschen Synchronisation in Videospielen jeglichen Wind aus den Segeln nimmt. Egal ob Joel, Ellie, oder die vielen anderen liebevoll umgesetzten Charaktere mit hohen Wiedererkennungswert, sie allesamt haben eine kinoreife Synchro erhalten die mächtig aufŽs Stimmungsgaspedal drückt. Emotional und immer passend, wie ich es selten in Videospielen gehört habe. Dort kann man wirklich nicht den Hauch eines Kritikpunktes finden. Die Ortung unter 5.1 Sound funktioniert auch prima, so das man problemlos hören kann aus welcher Richtung die Geräusche eines Pilzversuchten "Mutanten" kommen.

Wer ein spielerisch gutes & atmosphärisch packendes Abenteuer sucht, in dessen Geschichte man sich fast wie im Kinosessel verlieren kann...sucht, kommt um dieses sensationelle Kunstwerk nicht herum. Defintiv ein must have Titel eines jeden PS3 Spielers... ja eigentlich auch PC oder Xbox Spielers. Zuletzt habe ich Games wie "Fuse" oder auch "Remember me" gespielt. Diese machen mMn wirklich Laune, aber gehören nicht zur Kategorie die einem lange in Erinnerung bleiben werden. Ganz anders "The Last of Us"... keine beliebig austauschbaren Charaktere & keine 0815 Story. Nicht mehr und nicht weniger als eines der besten PlayStation 3 Spiele aller Zeiten. Ein Spiel das der PS3 wahrscheinlich alle vorhandenen & nutzbaren Möglichkeiten entlockt und auf dieser Konsole nicht mehr getoppt wird. Auch in Sachen Bedienbarkeit & Kontrolle gibt es nichts zu meckern. Die Steuerung ist völlig unproblematisch und kein bisschen zu überladen... einfach perfekt abgestimmt so wie alle anderen Punkte in diesem tollen SPiel auch.

Ich persönlich freue mich immer wie ein kleines Kind, wenn ein Videospiel mich derart begeistern kann. Es machen mir viele Spiele Spass, aber wirklich von Grund auf begeistern schaffen nur wenige.... The Last of Us gehört ohne Zweifel zu dieser Kategorie. Ich kann wirklich nur jedem empfehlen sich so wenig wie möglich an Videos zu dem Game anzuschauen und sich wirklich völlig ohne Vorwissen in den Bann ziehen zu lassen. Dazu am besten noch hochwertige Kopfhörer aufziehen...den Raum abdunkeln.... und einen der besten spielbaren Kinofilme aller Zeiten zu geniessen. Wem dieses Meisterwerk nicht gefällt hat sich eindeutig das falsche Hobby zugelegt ;)

PS: Erwähnt sei noch, dass das SPiel im Grunde auch keine 0815 Trophäen á la "Töte 20 Clicker" hat. Somit wird die tolle Atmosphäre auch nicht durch ständiges "Pling" für eine Trophäe gestört. Trophäen stellen sich erst nach langem Spielen ein bspw für das einsammeln aller Comics, oder das komplette Durchspielen. Sehr gut gelöst wie ich finde & passend zum starken Gesamteindruck.

Desweiteren sei noch erwähnt, dass das Spiel völlig zu Recht ab 18 ist. Die Gewalt ist sehr expliziet dargestellt. Zumindest das Pixelblut lässt sich optional ausstellen.
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178 von 207 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Naughty Dog setzt sich ein Denkmal im Playstation-Olymp!, 14. Juni 2013
Von 
Century - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: The Last of Us - [PlayStation 3] (Videospiel)
"The Last of Us" gehört für mich persönlich zweifelsohne zu den meist erwarteten Games in diesem Jahr. Das ich mich so auf dieses Abenteuer gefreut habe, lag jedoch nicht nur am Setting, welches zu meinen absoluten Favoriten gehört. Nein, ein entscheidender Grund dafür war vor allem Entwickler Naughty Dog, welche mit der "Uncharted"-Serie eines der stärksten Zugpferde für die Playstation 3 erschaffen haben...und ganz nebenbei eines meiner Lieblingsgames dieser Konsolengeneration. Meine Erwartungen an "The Last of Us" sind also nicht gerade gering. Um ehrlich zu sein? RIESIG! Grafik, Gameplay, Erzählweise, Atmosphäre, Charaktere...hier muss einfach alles stimmen, denn die Macher hinter diesem Projekt haben mehr als einmal bewiesen, das sie es richtig drauf haben. Und ob das – in meinen Augen – nun tatsächlich der Fall ist, das erfahrt ihr wie immer in den folgenden Pro/Contra-Zeilen, welche diesmal ein wenig länger ausgefallen sind. Aber, das Spiel ist es wert, von daher, viel Spaß beim Lesen!

--- PRO ---

+ Als großer Fan der "Uncharted"-Reihe wahren meine Erwartungen was die Optik angeht, natürlich und selbstverständlich ungemein hoch, auch wenn somit gleichzeitig die Gefahr bestand, schneller enttäuscht zu werden. Das ist im Falle von "The Last of Us" allerdings nicht der Fall, denn die Grafik ist im Gesamtpaket einfach nur AAAAAAAwesome. Es ist wirklich immer wieder erstaunlich, was aus der alten Dame, also der Playsi, noch rauszuholen ist, denn die Optik wirkt. Ja sie wirkt einfach, doch sie wirkt nicht einfach nur, nein sie wirkt auch super stimmig wenn ihr versteht was ich meine. Die Texturen sind überzeugend, die Charaktermodelle detailreich und individuell, Mimik und Gestik sind erste Sahne und begeistern durch glaubhafte Emotionen (das Augenspiel von Joel beispielsweise ist der Wahnsinn), die Weitsicht ist zum Teil wirklich atemberaubend schön, die Bewegungen der Protagonisten sind - wie schon bei "Uncharted" - schlicht der Hammer weil sehr authentisch, und die Lichteffekte glänzen durch schöne Sonnenspiele und stimmungsvolle Kegel, welche besonders in dunklen Passagen ihr Potenzial entfalten. Selbst kleinere Details, wie etwa die Pistole, die in einer kleinen Animation in Joels Hose verschwindet und beim heraus nehmen dann das Hemd ein klein wenig runter rutsch, tragen viel zum erstklassigen Gesamtbild bei. Ja selbst die hübschen Wasserpfützen auf den Straßen, heben das alles hier zusätzlich in die Oberliga. Und jaaaaaaaa, hier und da gibt es vereinzelt auch mal einige kleine Texturschwächen. ABER, mich persönlich stören solche kleinen Schönheitsfehler nicht die Bohne, denn sie sind sehr sehr selten und das Gesamtbild ist einfach erste Sahne!

+ Die Spielwelt, auf welche ich unheimlich gespannt war - da in solch einem Szenario für mich persönlich noch wichtiger als die Infizierten oder Untoten welche sich in ihr bewegen - überzeugte mich ebenfalls auf ganzer Linie...ach was heißt überzeugt, sie begeisterte mich! Der apokalyptische Backround ist sagenhaft gut geworden. Die Welt liegt in Trümmern, ist verrottet, kaputt und wird langsam aber sicher von der Natur zurück erobert. Marode Gebäude die schon fast Ruinen gleichkommen, kalter Beton, altes Mobiliar, Pflanzen die sich ihren Weg durch die Architektur bahnen, Passagen im Grünen mit funkelnder Sonne im Hintergrund, zerstörte Straßenabschnitte und einsturzgefährdete Hochhäuser. Das all das stimmig, stellenweise schockierend und gleichermaßen faszinierend ist, muss wohl nicht betont werden. Man bewegt seine Spielfigur also stets durch abwechslungsreiche, mal mehr und mal weniger offene, aber stets liebevoll designte Areale, die einem immer genug Freiraum lassen. Es gibt immer wieder was zum Staunen, immer wieder Momente die einfach nur mal zum Inne halten einladen, immer wieder Momente wo man merkt, das man förmlich hinein gezogen wird, in diese stimmige Spielwelt und immer wieder Momente in denen man merkt, wie Spät es plötzlich schon geworden ist, wenn man denn mal vom TV los kommt.

+ Beim Gameplay gibt es von meiner Seite ebenfalls nichts zu meckern. Der Hauptprotagonist Joel bewegt sich flüssig, er passt seine Bewegungen den Situationen an (wenn er eine Wand streift, tatscht er diese beispielsweise an), er verfügt über Nahkampfangriffe welche packend in Szene gesetzt sind, er kann Klettern, Sprinten oder auch geduckt Laufen - Ja, der Mann kann sogar selbständig Türen öffnen...is das zu fassen oder was?! Ebenfalls cool: Das Deckungssystem - einfach Ducken und das wars, denn Joel schmiegt sich stets selbstständig an Objekte, was nicht nur unkompliziert ist, sondern auch verdammt cool aussieht. Kurz: Das Gameplay ist ein gesunder Mix aus Schleichen (was man bevorzugt tun sollte), Gegner lautlos ausschalten, Schießereien (welche nicht überhand nehmen sollte, da Munition ein seltenes Gut ist), Klettern, Zeugs sammeln und einigen netten Details, wie etwa das man beim Verarzten mit Med-Kits durchaus einen Moment benötigt und nicht einfach auf Knopfdruck "Bing" geheilt ist. Und noch ein nettes Feature das ich erwähnen möchte: Joel kann durch Hören, mit seinen Ohren, Gegner respektive Personen lokalisieren, die gerade Lärm in näherer Umgebung machen. Diese werden dann durch die Wände hindurch eingeblendet. Ein hilfreiches Mittel, welches toll ins "Realistische" umgesetzt wurde. Und auch in bester Hitman-Manier Gegner ablenken ist möglich. Findet man beispielsweise einen Ziegelstein oder eine Flasche, kann man diese Werfen und so, genau, Gegner ablenken.

+ "TLoU" macht sogar in Bereichen Spaß, wo andere Games gnadenlos versagen. Es ist nämlich nicht nur Optisch ein Genuss, sondern auch Akustisch richtig gut geworden. Denn die deutsche Synchronisation (die Englische ist allerdings nochmal um einiges besser) ist wirklich gelungen. Jeder Sprecher passt gut zu seinem alter Ego (obwohl ich Joel vielleicht eine andere deutsche Stimme verpasst hätte, aber das ist ja Geschmackssache), jeder Sprecher wirkt motiviert und alle harmonieren prächtig mit einander. Um so schöner ist es auch, das die Protagonisten oft einfach so mal mit einander plaudern und nicht bis zu den Cut-Szenen damit warten. Es wird geflüstert, geschrien, es werden Witze gemacht, es wird diskutiert - großartig!

+ Ich komme gar nicht aus dem Schwärmen heraus wie ihr vielleicht merkt, aber "TLoU" hat durchaus einiges zu bieten, denn auch die Atmosphäre ist schlicht sagenhaft und besonders Fans von Survival- bzw. Untergangsszenarien kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten. Auch wenn der Markt in meinen Augen mittlerweile schon ein wenig übersättigt wirkt und quasi jeder Entwickler irgendwie irgend ein Zombiegame auf den Markt schmeißt, macht "TLoU" hier und da doch oft einiges anders und fühlt sich, trotz der mittlerweile recht erschöpften Thematik wie ich finde, absolut frisch an. Allein schon der Einstieg ist dermaßen Filmreif, Atmosphärisch und Erzählerisch packend, das ich hier bereits dieses berühmte Kribbeln im Bauch hatte, was sonst nur ein Untergangsfilm hervorrufen kann. Ihr wisst schon, wenn der Horror gerade erst beginnt und die Leute noch gar nicht wissen was um sie herum geschieht...hier ist man mitten drin wenn alles um einen herum zusammen bricht. Klasse, das mal auf die Art und Weise in einem Videogame zu erleben.

+ Ein Großteil dieser Stimmung macht neben der Präsentation, welche zweifelsohne zur Besten der letzten Jahre gehört, aber vor allem die grandiose Story aus, welche viele Facetten bietet und so, nie langweilig wird. Die Erzählweise reicht von Tiefsinnig über Emotional bis hin zu Spannend und Abwechslungsreich. Ja richtig, "TLoU" bietet eine tolle Geschichte und nicht nur hohle Dialoge und wildes, hirnloses Ballern. Es ist ein gekonnter Mix aus allen wichtigen Zutaten. Trotz der Thematik also, die gerne mal mit einer platten Story am Rande garniert wird, wird hier dennoch größter Wert auf gute Unterhaltung gelegt.

+ Die Charakterzeichnung ist fantastisch. Die Hauptakteure Joel und Ellie funktionieren super zusammen, sind sympathisch und glaubwürdig, geben ein interessantes Team ab, entwickeln sich glaubhaft und animierten mich in jedem Fall, stets auf sie aufpassen zu wollen. Kurz: Die beiden geben in meinen Augen eines der wertvollsten, ungleichen Paare dieser Konsolengeneration ab, denn was die Macher hier an Dialogen und Zusammenspiel geschaffen haben, ist ganz großes Videospiel-Kino. Die junge Ellie nervt auch zu keinem einzigen Zeitpunkt. Nein sie ist manchmal sogar taffer als ihr Beschützer - Einfach nur toll! Abseits des Hauptcasts glänzt "TLoU" zudem auch noch mit Nebendarstellern, die ebenfalls nicht zu verachten sind und weit über das Niveau eines Statisten hinaus ragen.

+ Die Spielzeit ist Top. Für den ersten Durchgang habe ich über 14 Stunden gebraucht, mit Sachen sammeln, die Welt anschauen, hier und da mal ein wenig staunen, einige Passagen nochmal gespielt, naja das Übliche eben. Auf jeden Fall ist die Spielzeit für einen 3rd-Person-Action-Schleich-Titel, wirklich beachtlich. Rennt man natürlich nur durch, geht`s sicherlich deutlich schneller. Einen Multiplayer packten die Macher für den Langzeitspaß natürlich auch noch ins Spiel. Diesen habe ich mittlerweile auch kurz angezockt, allerdings begeistert mich dieser wie ich erwartet habe, er weniger. In jedem Fall muss sich Naughty Dog nicht vorwerfen lassen, die Qualität des Singelplayers hätte unter dem Einfluss des MP`s gelitten, denn die Kampagne ist eine Klasse für sich.

+ Das Gegnerdesign ist gelungen und bringt frische Ideen in den infizierten Spieledschungel. Keine Zombies, nein infizierte Menschen, oder was von ihnen noch übrig ist, wollen euch in diesem Trip an die Wäsche. Die Idee mit der Pilz-Infektion ist wirklich stark, denn diese ruft recht ekelhafte, verformte Gestalten auf den Bildschirm, die nicht nur durch ihr Aussehen, sondern auch durch die Geräuschkulisse durchaus Furchterregend sein können. Wenn man sich durch eine dunkle Etage voller gefährlicher Clicker schleichen muss, welche Joel bei direktem Angriff beim ersten Versuch sofort unter die Erde bringen, das hat schon was. Ebenfalls cool: Euch stehen in diesem Überlebenskampf natürlich nicht nur Infizierte gegenüber, sondern auch Menschen, die der Thematik entsprechend, bevorzugt nicht unbedingt freundlich gestimmt und meist zudem, bis an die Zähne bewaffnet sind. Das bringt noch mehr Abwechslung in punkto Gameplay und Gegnervielfalt ins Spiel.

+ Joel ist nicht nur in der Lage seine Gliedmaßen vernünftig zu bewegen, sondern auch Objekte anzufertigen und Waffen zu verbessern. Dafür öffnet man einfach das Inventar (auch hier ein cooles Detail, das sich Joel über den Rucksack beugt und darin herum wühlt) und bekommt alles angezeigt, was man derzeit besitzt und evtl. für gewisse Objekte noch benötigt. Das weckt den Sammeltrieb. Anschließend kann man einige Dinge, wie etwa Messer (aus Klebeband und Schere) oder Med-Kits, sofort herstellen oder es geht an eine Werkbank, wo man schließlich größere Projekte, wie seine Waffen in den üblichen Kategorien wie etwa Magazingröße, Nachladetempo oder Rückstoß, verbessern kann.

+ Darüber hinaus ist es auch möglich, Joel in bestimmen Bereichen hochzuskillen, sofern ihr fleißig die Augen offen haltet (dazu im nächsten Abschnitt mehr). Habt ihr schließlich fleißig gesammelt, könnt ihr anschließend zu einer überschaubaren Anzahl an Attributen wechseln und euer Erspartes investieren, wie etwa besser Hören zu können oder die Gesundheit zu maximieren. All das wurde nur auf das Nötigste beschränkt und endete nicht in tausenden Talentbäumen, was eine gute Entscheidung war, da es so ein nettes Feature ist, welches jedoch nicht zu viel Zeit frisst respektive Bedeutung zu gesprochen bekommt.

+ Sammelbares ist natürlich auch in der Spielwelt von "The Last of Us" platziert worden, und das sogar reichlich. Neben etlichen Notizen und Briefen gibt`s zum Beispiel auch Anhänger die eingesammelt werden wollen. Werkzeuge und Baumittel sind auch unter den Objekten, welche wiederum zum Waffentuning benötigt werden. Um Joel besser und stärker zu machen muss man übrigens auch die Augen offen halten. Denn überall in der Welt sind "Pillen" versteckt, welche zum aufleveln nötig sind.

+ Die Rücksetzpunkte sind absolut fair gesetzt. Sollte man also doch mal in einem Kampf scheitern, was wohl oder übel sicher öfter als einmal passieren wird, ist das nicht weiter schlimm. Zudem sind die Ladezeiten nach dem Bildschirmtod nicht erwähnenswert – also super flott.

+ Die Soundkulisse ist hervorragend. Auf musikalische Klänge verzichten die Macher weitesgehend bewusst, denn die Kulisse selbst, also etwa der Regen, die Schritte der Figuren, Gespräche, die Laute der Infizierten, hin und wieder harte Bässe die die Spannung ankurbeln - Toll abgemischt!

--- NEUTRAL ---

: Die Waffenauswahl ist Genretypisch und bietet wenige Highlights. Das hab ich allerdings auch nicht erwartet. Denn da man hier eine ernste Geschichte in einer kaputten Welt erzählt, passen Schießprügel wie Schotze, Jagdgewehr oder Revolver prima hinein. Ein Bogen darf natürlich auch nicht fehlen – dieser steuert sich meiner Meinung nach allerdings mehr schlecht als recht (keine Vergleiche zu Tomb Raider beispielsweise), jedenfalls zu Beginn. Aufgerüstet ist er aber tatsächlich eine nicht zu verachtende Waffe und eine große Hilfe um Gegner lautlos auszuschalten.

: Die KI der Gegner reicht von Fordernd bis hin zu...naja...weniger fordernd eben. Das Schleichen durch feindliche Areale beispielsweise ist meist recht knackig. Ein nicht unerheblicher Grund dafür ist zwar auch die scharfsinnige KI, welche bei Sichtung sofort das Feuer eröffnet oder in den Nahkampf über geht, aber vor allem ist es der Fakt, das man keine Anzeige hat die signalisiert, ob man gesehen wird. Lediglich ein kurzes Geräusch macht klar, das man im Sichtfeld eines Feindes ist. Wurde man also schließlich entdeckt (was bei mir meist an der Tagesordnung war), können die menschlich-virtuellen Gegner beispielsweise schon recht ordentlich zielen. Sind sie also in Alarmbereitschaft, bedarf es durchaus ein wenig Können um sich die Widersacher vom Hals zu schaffen. Noch fordernder sind allerdings die Infizierten, welche bei Alarm meist sofort im Rudel angreifen und stets in den Nahkampf gehen. Das kann dann auch schon mal ganz schön spannend werden und die Übersicht geht auch gern mal flöten. Hier heißt es dann immer durchhalten, in Bewegung bleiben und eine Schlagwaffe + Med-Kits parat haben, sonst geht’s ab zum Neustart. Die Kehrseite der KI-Medaille ist dann wiederum, das die künstliche Intelligenz manchmal total blind ist und Gegner die man etwa 5 Meter weiter weg erwürgt hat, völlig ohne Beachtung bleiben, was aber auch ehr selten der Fall ist.

: Was schnell auffällt: Eure Begleiter sind in den Schleichpassagen unsichtbar für die Gegner. Seit ihr beispielsweise im Dunkeln auf der Flucht, rennen eure Kameraden dennoch beherzt mit der Taschenlampe herum. Aber das ist sowieso egal, denn selbst wenn sie von einem Lichtkegel des Feindes direkt erfasst werden, juckt das keine virtuelle Seele. All das hat aber natürlich auch seinen Sinn – man ist nicht abhängig vom Können der Partner-KI und ganz allein für den Erfolg oder Misserfolg einer Situation verantwortlich, aber dennoch nicht allein, was eine gute und vor allem frustfreie Lösung ist. Dennoch sieht es immer ein wenig beknackt aus, wenn Ellie zum Beispiel genau vor den Augen eines Gegners entlang huscht, um in Deckung zu gehen und keinen interessierts. Oder wenn sie mal wieder der Meinung ist laut rumm zu labern, obwohl man ja leise sein soll...aber naja.

--- CONTRA ---

- Tja, nun zum Negativ....ähhhhh....Moment....jetzt muss ich mal scharf nachdenken. Hier gehören ja eigentlich Sachen rein, die mir so gar nicht gefallen. Und ganz ehrlich...die gibt es in diesem Fall nicht...nee wirklich nicht! Das soll jetzt nicht heißen, das „TloU“ perfekt ist, um Gottes Willen nein. Aber, ich bin der Meinung das es nichts gibt, was wirklich schlecht bzw. gegen dieses Spiel spricht. Von daher bleibt es auf der Contra-Seite bei diesen mageren Zeilen.

--- SONSTIGES ---

- Kein Splitscreen: schade, hätte sich prima angeboten
- 3 Schwierigkeitsgrade stehen zu Beginn zur Auswahl, wobei der Mittlere bereits fordernd ist
- Lauschmodus lässt sich auch ausschalten
- Der Schwierigkeitsgrad kann während des Spiels geändert werden, die Sprache nicht
- Unter anderem auch englische Sprachausgabe mit auf der Disk
- Selbstspeichern ist neben der Autospeicher-Funktion auch möglich

FAZIT:
Na, noch wach? Prima!
Was bleibt unterm Strich also? Ein spannender Trip in eine faszinierende Spielwelt, mit famoser Optik, umgänglicher Steuerung, netten Spielereien, klasse Charakteren, toller Synchronisation und einer packenden Story. Hinzu gesellen sich dann auch noch so kleine Details wie das wegpacken der Waffe wo das Hemd hoch rutscht und ähnliches, was für mich letztendlich auch den Unterschied zwischen einem guten und einem richtig guten Spiel ausmacht. Naughty Dog hat es also wieder einmal geschafft und ein richtig gutes Spiel in die Hülle gezaubert, welches bei mir in jedem Fall, noch lange lange in Erinnerung bleiben wird und ganz klar zu den stärksten Titeln der Ps3 gehört. Wohl verdiente 5 Sterne!
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34 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Spiel braucht keine Wertung sondern ein Denkmal !!!, 20. Dezember 2013
Von 
Joachim (Bad Friedrichshall, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: The Last of Us - [PlayStation 3] (Videospiel)
THE LAST OF US als Spiel zu bezeichnen ist schon eine Beleidigung. Es ist kein Spiel mehr, sondern bittere Realität.
Wer mich kennt, der weiß, das ich eher kritisch bin und nur selten 5 Sterne vergebe, aber bei diesem magischen Stück Software hier scheinen jegliche Grenzen der Videospielgeschichte durchbrochen worden zu sein.

Platte Story, impertinente Dauerballerorgien oder langweilige Schlauchlevel sind hier völlig fehl am Platz ! Hier handelt es sich um eine Story, die unter die Haut geht und trotzdem weit weg von dem üblichen Hollywood Kitsch agiert. Im Gegensatz zu dem üblichen Einheitsbrei Call of Duty und Co. ist hier die Story das Spiel und alle Aktionen drehen sich ausschließlich darum die Story voran zu bringen.

Kritiker sind allerdings der Ansicht, das dieses (Spiel) zu brutal ist und daher nicht für unsere geordnete und wohl behütete Gesellschaft geeignet sei. Es sei barbarisch und antizivilisiert, argumentieren sie. Nun damit haben sie natürlich vollkommen Recht. Das Spiel ist für "unsere" Zivilisation und gesellschaftsrechtlichen Strukturen nicht gerade als authentisch anzusehen. Allerdings spielt dieses Spiel nicht in unserer Gesellschaft und das vergessen die Kritiker offenbar.
Die Welt von THE LAST OF US ist eine Welt nach unserer Welt. Ein Endzeitszenario, wo alle geordneten Strukturen völlig zusammengebrochen sind. Es gibt keine übergeordneten Gesetze mehr. Jeder macht hier seine eigenen Gesetze indem er einfach mehr Gewalt auszudrücken vermag als der Kontrahent. Grundrechte gibt es nicht mehr. Auch keine Richter oder Geschworenen. Die Bürger sind im Ausnahmezustand und haben keinerlei Rechte mehr. Jeder versucht nur noch zu überleben, koste es was es wollen. Privilegien besitzen nur die Leute, wo am skrupellosesten handeln und stets das eigenen Wohl über das der Anderen stellen und wo nur eine Gruppe als Gruppe angesehen wird, solange sie zum Überleben dienlich ist. Es gibt weder Moral noch Ethik und niemand kann das noch ändern.

In dieser Welt gibt es nur eine Regel. Überleben um jeder Preis. Wer sich nicht anpasst stirbt. Wer sich nicht unterordnet stirbt. Wer versucht zivilisiert zu sein stirbt auch und das ist die Botschaft die dieses Spiel vermittelt und mit der nicht jeder klar kommt.
Hat man das irgendwann verstanden, offenbart sich das Spiel einem in einer völlig neuen weitläufigen Fassetten. Es gibt weder Gut noch Böse in dieser Welt, sondern nur das "Ich" zum Überleben.

Wollen wir noch etwas in die Story eintauchen.
Joel, ein Kleinganove verliert von Heute auf Morgen alles was er besitzt. Sein Hab und Gut und darunter auch sein wertvollster Besitzt. Seine junge Tochter...
Traumatisiert durch diesen Verlust verfinstert sich seine Seele zunehmend und er vegetiert die nächst 20 Jahre, nach dem Zusammenbruch der zivilisierten Welt, vor sich hin und lebt ohne Moral, Reue oder Mitleid in einer völlig zerstörten Welt im Versuch einfach zu überleben.
Eines Tages aber, als Joel schon alle Hoffnungen verloren und keinerlei Vertrauen mehr in die Menschheit hegte, bekommt er einen Job, der sich zuerst recht einfach anhört, aber sich völlig anders entwickelt als Joel es eigentlich gedacht hätte.
Hier trifft er auf ein Teenager namens Ellie, die ihn von nun ab begleitet, da Joel diesen Auftrag um jeden Preis erledigen muss.
Unbemerkt und vom Schicksal geleitet verändert sich Joel nun zunehmend und er sieht in Ellie seine Chance wieder neuen Sinn in seinem Leben zu erkennen. Natürlich ist das nicht gänzlich ohne Widerstand zu bewerkstelligen und Joel und Ellie müssen sehr viel Gefahren bestehen sowohl Außerhalb als auch Innerhalb. Dabei spitz sich die Story immer weiter zu und nimmt rasante Züge an, die man nie vorhersehen kann. Ein wahres Meisterwerk an Emotionen und tiefgreifender Komplexität sind gegeben und das Spiel ist wahrlich ein Hochgenuss !

Grafik und Sound sind für diese PS3 wirklich bemerkenswert ausgereizt. Man kann kaum seinen Augen trauen, was Naughty Dog da aus der betagten Hardware heraus zu holen vermag. Alles wirkt echt und lebendig und jeder Abschnitt ist mit viel Liebe zum Detail geschmückt. Dabei ist die Musik immer stimmig und niemals unpassend gewählt.
Wer aber nun glaubt, das THE LAST OF US nur mit Story und Filmszenen glänzt, der irrt sich gewaltig. Die reinen Spielabschnitte sind abwechslungsreich gestaltet. Man hat immer die Wahl zwischen Steahlt- oder Rambomanier. Action, Spannung und Dramatik gehen Hand in Hand ineinander über und man wird niemals gelangweilt. Das Gameplay ist super. Auch die Möglichkeit Ressourcen zu finden und zu verbauen tragen zum Realismus bei. Natürlich müssen auch da Abstriche gemacht werden, denn niemand kann sich mittels einem Lumpen und etwas Alkohol von schweren Schussverletzungen heilen, aber das ist wieder ein Spielelement, was ein Spiel eben zu einem Spiel macht. Wer sich mit lautlosen Ausschalten gepaart mit Actioneinlagen arrangieren kann, der ist hier genau richtig.

Ich muss ehrlich sagen, das ich in meiner langen Zeit als Spieler nur selten so intensiv mitgerissen worden bin wie hier bei THE LAST OF US. Dieses Spiel verdient eigentlich 10 Sternen, aber Amazon bietet ja nur 5 an...

Absolute Empfehlung. Wer sich dieses Spiel nicht zulegt, dem ist nicht mehr zu helfen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Spiel das fesselt, 5. Januar 2015
Von 
Mueli77 (Weimar, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Last of Us - [PlayStation 3] (Videospiel)
Die Story
Worum geht es in The Last Of Us?
Joel lebt mit seiner Tochter Sarah in einem kleinen Vororthäuschen. Er arbeitet viel um seine Kosten zu decken und vergisst dabei auch schnell mal seinen eigenen Geburtstag. Doch zum Glück hat er ja Sarah die ihn gerade noch rechtzeitig, kurz vor Mitternacht, daran erinnert. Trotz aller Probleme ist Joel mit Sarah sehr glücklich.
Doch alles soll sich ändern. Als Sarah in der Nacht aufwacht, ist das Haus wie ausgestorben. Ihr Vater ist nicht da, und draußen bahnt sich Schreckliches an. In der Stadt gibt es Explosionen, Menschen greifen andere Menschen an und töten sie. Sarah sucht ihren Vater, als Joel aus dem Garten in das Haus gehetzt kommt. Auch die Nachbarn hat es erwischt. Sie scheinen ebenfalls „infiziert“. Joel macht sich mit Sarah und seinem Bruder Tommy auf den Weg aus der Stadt hinaus. Gerade als sie es fast geschafft haben stehen Joel und Sarah einem Soldaten gegenüber. Doch statt sich in Sicherheit zu glauben, schießt dieser auf die beiden wehrlosen Zivilisten. Sarah stirbt in Joels Armen.
20 Jahre sind seit dem Ausbruch der Infektion vergangen. Joel kämpft sich mit seiner Partnerin Tess als Schmuggler durch den grauen Alltag. Das Militär versucht die Seuche einzudämmen, und für Ordnung zu sorgen. Es haben sich zwei Lager gebildet. Die Fireflies die auf eine Heilung der durch den Cordyzeps Pilz verursachten Seuche hoffen und gewalttätige Plünderer. Doch beide Gruppen haben einen gemeinsamen Feind. Die Infizierten. Diese entwickeln sich je nach Dauer nach der Infektion zu gefährlicheren Monstern. Während Joel und Tess versuchen Waffen wiederzubekommen, die ihnen gestohlen wurden, treffen sie auf Marlene, die Anführerin der Fireflies. Sie will ihnen die Waffen zurückgeben, wenn sie einen Auftrag für sie erledigen. Ein „Paket“ soll aus der Stadt geschafft werden. Dieses „Paket“ ist Ellie. Ein vierzehnjähriges Mädchen, dass eine Immunität gegen den Pilz entwickelt hat und somit die Chance auf eine Heilung darstellt. Zu dritt machen sie sich auf den Weg …

Das Gameplay
Am einfachsten lässt sich TLOU als eine Mischung aus Uncharted und Resident Evil beschreiben. Ihr kämpft euch durch wilde Landschaften. Nachdem die menschheit stark dezimiert wurde, erobert die Natur viele Städte zurück. Hie rund da gibt es immer wieder Ansammlungen von Infizierten oder Plünderern. Taktisches Geschick nimmt einen großen Stellenpunkt ein. Einfach wild durch die Gegend ballern und alles abknallen bringt nicht viel. Munition und Medipacks, die in Form von Verbandskästen und Nahrungsmitteln wie Energieriegel oder Dosenmahlzeiten herumliegen, sind auch in den niedrigen Schwierigkeitsgraden rar gesät. Die meiste Zeit wird aus der Third Person-Perspektive gespielt. Nur bei besonderen Situationen wird in die First Person-Sicht gewechselt. Joel und Ellie verfügen wie auch schon Nathan Drake in Uncharted über verschiedene Bewegungsmoves. Neben den üblichen und notwendigen Bewegungen wie schleichen, gehen, laufen, rennen und springen, können sie klettern, hangeln, balancieren und sich gegenseitig mit Räuberleiter und anderen Moves helfen.
Man könnte TLOU also streng genommen als ein Survival-Adventure bezeichnen. Wenn da nicht der große Drama-Faktor wäre. Schon in den ersten Minuten des Spiels wird mächtig auf die Tränendrüse gedrückt. Joels Verlust seiner Tochter nimmt einen schnell mit, was vor allem an den sehr gut ausgearbeiteten Charakteren der Figuren liegt. Sie wirken extrem menschlich und man fühlt sich sehr schnell mit ihnen verbunden. Dies ändert sich auch im weiteren Spielverlauf nicht. Immer wieder müsst ihr von Freunden Abschied nehmen, die ihr lange kennt, oder auch gerade erst kennengelernt habt. Durch diesen Kniff und die hervoragende Inszenierung erhält TLOU auch ein wenig von einem interaktiven Film.

Boah, sieht das gut aus …
Naughty Dog, die bereits an Uncharted einige grafische Meisterleistungen vollbracht haben, drehen hier nochmal ganz kräftig an der Leistungsschraube der Playstation 3. Die Landschaften könnten aus einer BBC-Doku stammen. Verlassene und zerfallene Städte, die von Pflanzen überwuchert werden, während im Hintergrund langsam die Sonne untergeht. Einsame Berglandschaften mit klaren Flüssen, die von Tieren bevölkert werden am frühen Morgen. Verschneite Dörfer nahe einer Kohlemine, in denen ein so schlimmer Schneesturm tobt, dass man kaum die Hand vor Augen sieht. Oder strömender Regen, der den Sand an einer Küste gefährlich aufweicht. Egal wo man sich als Spieler gerade befindet, immer wieder bleibt man kurz stehen, um sich die Landschaften anzusehen und vergisst dabei, dass eine Horde Infizierter hinter jeder Ecke lauern könnte.
Aber nicht nur die Landschaften sehen traumhaft aus. Auch bei den Menschen haben siech die Macher wirklich Mühe gegeben. Neben den sehr guten und realitätsnahen Figurenmodellen samt Texturen, können auch die Bewegungen überzeugen. Dank Motion Capturing sieht hier nichts mehr nach Videospiel aus. Sicher gibt es hier und da einige Mankos, welche vor allem der Hardwareleistung der inzwischen doch sehr betagten Konsole geschuldet sind. Hier wird stellenweise so viel Grafikpracht aufgeboten, dass der Lüfter der PS3 fast schon auf Dauer läuft, um ein Überhitzen zu verhindern.

Was gibt es noch?
Ein weiteres Highlight ist der Soundtrack und die Sprecher. Durch die geniale Musik, die stimmigen Soundeffekte und die sehr gute Arbeit der Synchronsprecher wird der Effekt eines interaktiven Films nochmals verstärkt. Es gibt aber noch weitaus mehr. Um im Spiel voranzukommen, wurde ein Craftingmodus implementiert. Hier könnt ihr mit gesammelten Technikteilen, die ihr immer wieder überall im Spiel findet und die wie ein Haufen Zahnräder aussehen, eure Waffen verbessern und aufrüsten. Gestartet wird mit einer einfachen Handfeuerwaffe. Doch bald schon gibt es Gewehre, Pfeil und Bogen und durchschlagskräftigere Möglichkeiten um sich gegen die Monster zur Wehr zu setzen. Ihr könnt mit der Zeit auch Molotowcocktails und Rauch- und Nagelbomben herstellen. Wie bei so ziemlich jedem anderen Spiel auch, habt ihr die Wahl zwischen mehreren Schwierigkeitsgraden. Wenn ihr das Spiel durchgespielt habt, egal auf welchem Schwierigkeitsgrad, könnt ihr alles noch einmal im Plus-Modus in Angriff nehmen. Hierbei bleiben alle erspielten Fortschritte und Fähigkeiten erhalten. Nur die Waffen habt ihr noch nicht alle von beginn an, da ihr diese erst im weiteren Verlauf erhaltet. Dann aber bereits voll ausgerüstet. Neben dem Singleplayer-Modus gibt es noch einen Multiplayer, in dem ihr euch für eine der beiden Seiten, Fraktionen genannt, entscheiden müsst. Ihr könnt zwischen den Plünderern und den Fireflies wählen, um euch dann mit mehreren Spielern online auf verschiedenen Schauplätzen, auch Karten, aus dem Spiel zu messen. Hier könnt ihr eure Fähigkeiten ebenfalls anpassen, um gewisse Vorteile auf den verschiedenen Karten zu erzielen. Je nachdem ob ihr Stürmer, Sniper, Mediziner, Techniker oder was auch immer seid.

Und, wie ist es?
The Last Of Us ist, was es verspricht. Ein actiongeladenes Blockbustergame mit sehr vielen emotionalen Momenten. Naughty Dog hat sich hiermit in meinen Augen ein echtes Denkmal gesetzt und die Leistungen aus der Uncharted-Reihe nochmals mit TLOU gekrönt. Klar gibt es viele sich wiederholende Elemente. Herumschleichen, Deckung suchen, taktieren und flankieren, aber vor allem eines. Überleben. Und das ist selbst im einfachen Modus gar nicht so leicht. Denn auch wenn die Monster nicht gerade die cleversten sind, die Plünderer machen dies oftmals wieder wett. Vor allem dann, wenn sie in Gruppen auftreten.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Definitiv 5 Sterne wert, 25. November 2014
Rezension bezieht sich auf: The Last of Us - [PlayStation 3] (Videospiel)
Ich liebe das Spiel. Die Fachpresse lobt es ja meist überschwänglich und viele Rezensionen hier kupfern dort kräftig ab. Für mich gibt es nur einen Grund, aus welchem ich gleich drei mal in Folge die Story durchspielte: es fühlt sich nicht an wie ein Spiel. Das Postapocalypse-Zombieszenario wurde ja bereits kräftig strapaziert und The Last of US erfindet es demnach nicht neu. "Besonders" an dem Spiel ist meiner Meinung nach die Beziehung der Protagonisten, weil man etwas ähnlich gut erzähltes eigentlich nur aus Büchern kennt (Filme haben nicht einmal in Form von Trilogien diese Detailstufe). Der Kontrast aus dem harten Alltag der Beiden und vermeintlich unwichtigen Zwischensequenzen, die einem aber das Herz erwärmen, lässt nie Langeweile aufkommen.

Alles andere ist für mich zweitrangig. Das Gameplay, das häufig als "zu simpel" charakterisiert wird, betrachte ich aus folgendem Winkel: es stört mich nicht. Wenn ich nämlich wegen einer dämlichen KI, unausgewogenen Schwierigkeitsgraden oder Bugs von der Story abgelenkt worden wäre, hätte mich das SEHR frustriert! Spielmechanisch ist es deshalb durchaus über dem Schnitt von dem, was heute als "Triple-A" durchgeht. Außerdem ist es kein Online Survival Horror, in dem man 200 Stunden investieren soll, demnach finde ich es toll, dass es auch auf dem höheren Schrierigkeitsgraden nicht zu schlimm wird.

Das Design der Welt erzeugt eine Tolle atmosphäre. Eigentlich bin ich PC-Spieler und eine ziemliche Grafikhure. Ich muss also sagen, dass die Grafik, mag sie für die PS3 noch so toll sein, natürlich nicht zeitgemäß ist ( auch auf den "NextGen"-Konsolen nicht).

Besondere Pluspunkte gibts für den Soundtrack: Ich habe noch nie 5 Minuten auf das Startmenü eines Spieles gestarrt, um die tolle Atmosphäre durch die Ohren zu inhalieren. Ich habe mir sogar eine Gitarre gekauft und kurzerhand genau dieses eine Lied gerlernt... hört sich fast verrückt an, wenn man so davon redet.

RIESENMINUS nicht für das Spiel, sondern für Sonys "Durch-Exklusivtitel-kaufen-die-Deppen-unsere-alten-Lappenkonsolen"-Strategie, die ich auf ein Podest mit DLCs und Premiummitgliedschaften stelle. UNTER ALLER SAU! Habe also eine PS3 gakauft und anschließend wieder verkloppt. Das scheint ja das zu sein, was sich Sony wünscht.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen gut, besser, am besten - perfekt - besser geht es nicht..., 12. Januar 2014
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: The Last of Us - [PlayStation 3] (Videospiel)
Ich habe in der IT-Branche schon viel erlebt, aber hier muss ich den Hut vor den Entwicklern und allen die an dem Spiel mitgewirkt haben ziehen. Das war der erste Spiel was mich nicht zum Einschlafen brachte. Ein Meilenstein im Spielegenre(PS3). Wer es noch nicht hat, sollte es sich kaufen, es lohnt sich. Fesselnd, Spannend und Sinnvoll. Klare Kaufempfehlung*****
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich hasse Horror-Spiele, 14. Januar 2014
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: The Last of Us - [PlayStation 3] (Videospiel)
Im Grunde mag ich keine zu heftigen Horror-Spiele, Silent Hill damals habe ich nach 30 Minuten weggelegt und nie wieder gespielt. Bei The Last of us ist das aber anders, da man nicht ständig nur in dunklen Kellern unterwegs ist, sondern man doch meist im hellen spielt. Sicherlich gibt es einige gruselige und dunkle Abschnitte aber meist weiß man schon an Hand der Musik, ob nun gleich was passiert oder nicht. Das kann man als positiv oder negativ empfinden, ich finde es jedenfalls gut. Das Spiel fesselt extrem und ich bin jemand, der schnell die Lust an einem Spiel verliert und es nicht zu Ende spielt. Hier überlege ich sogar, ob ich es nochmal durchspielen soll. Ich habe noch nie so realistische Bewegungsabläufe in einem Spiel gesehen und die Grafik ist absolut genial. Ebenso die Liebe zum Detail, jeder Raum in den vielen begehbaren Wohnungen und Häusern ist komplett anders gestaltet. Die Atmosphäre und Musik sind ebenso bestens gelungen. Würde es auch nur gegen Infizierte / Mutierte gehen, hätte ich womöglich auch nicht lange Spaß dran gefunden aber die Mischung aus menschlichen Gegnern / Verbündeten und Infizierten ist auch genau richtig.

Noch was zu Amazon: Ich habe das Spiel nicht bei Amazon gekauft, da ich es für total überteuert halte 5€ Versand dafür zu zahlen. Was ist das für ein Unsinn? Ich bin auch Lovefilm-Kunde, ebenfalls Amazon und nutze es sogar mit genau dem gleichen Account. Dort musste ich mich einmal mittels PostIdent als über 18 identifizieren und bekomme alle Ab 18 Filme geliefert. Es ist doch genau der gleiche Account - warum können mir also nicht auch gekaufte Artikel kostenfrei zugestellt werden? Solange das so ist, werde ich keine Ab 18 Artikel über Amazon kaufen.
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25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wow! Was für ein Spiel!, 15. Oktober 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: The Last of Us - [PlayStation 3] (Videospiel)
Habe gerade den Abspann gesehen und bin noch immer gefesselt. In meiner 20 jährigen Erfahrung als ambitionierter Gamer habe ich, und das meine ich wirklich so, noch kein Spiel erlebt das mich derart in seinen Bann gezogen und mitfühlen lassen hat wie the last of us. Man spielt das Spiel staunt uber die Grafik und was die alte PS3 noch im Stande ist zu leisten und bemerkt gar nicht das man zu den Charakteren eine Bindung aufbaut. Verdammt, wow Naughty Dog, ihr habt hier was richtig großes geschaffen! Ich ziehe meinen Hut und hoffe nich einmal so etwas grandioses spielen zu dürfen. Danke.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So spannend...., 4. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Last of Us - [PlayStation 3] (Videospiel)
Das Spiel habe ich meinem Mann zum Geburtstag geschenkt...Seit dem wird abends gespielt und obwohl ich die Zobbietematik nicht wirklich mag. ich mag das Spiel (beim zukucken) recht gerne. es ist echt spannend. Da brauchten wir abends kein TV. Mein Mann hat gespielt und wir wollten umbedingt wissen, wie es weiter geht...Nun warten wir auf eine hoffentliche Forsetzung, da das Ende doch noch vieles offen lässt.

Für Zombie-Nichtfan wie ich...Die Geräuschkulisse und das Verhalten der Zombies ist schon echt grusselig. gut gemacht, aber man sieht eigentlich alles nur angeschnitten und nicht, wie z.B. die Protagonisten beim 100x versagen nicht "verfleischt" werden.
Das alles zu sehn, hätte ich schon als überflüssig empfunden...
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90 von 112 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine etwas kritischere Perspektive..., 13. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: The Last of Us - [PlayStation 3] (Videospiel)
Bei dem vielen Lob, das dieses Spiel bekommt, würde ich gerne eine etwas kritischere Ansicht aufzeigen, ohne das Spiel dabei wirklich negativ zu bewerten, denn das hätte es auch meiner Ansicht nicht verdient.

The last of us kommt mit einer tollen Grafik daher, die auf dem Niveau von Uncharted 3 und teilweise sogar etwas darüber ist. Zudem bietet das Spiel eine gute Atmosphäre und eine emotionale Story, durch die man die Hauptcharaktere Joel und Ellie auf ihrer Reise begleitet und mit ihnen mitfühlt. Auch in puncto "survival" ist das Spiel gut gelungen, was mich als Freund des Genres sehr freut. Munition, Medipacks und andere Hilfsmittel sind rar gesät und zwingen den Spieler dazu, sparsam zu sein und sich vorsichtig durch die Welt zu bewegen. Das alles sind Punkte, die für "TLOU" sprechen.

Allerdings bringt Entwickler Naughty Dog mit diesem Projekt auch nichts wirklich Neues oder gar Revolutionäres auf den Markt. Das ganze Thema, diese Apokalypse und Endzeitstimmung, waren in den vergangenen Jahren im Kino, Fernsehen und bei Spielen so dermaßen präsent, dass es sich beinahe schon etwas ausgelutscht anfühlt und viele Dinge vorhersehbar werden lässt.

Das Gameplay - meiner Ansicht der wichtigste Aspekt eines jeden Spiels - ist insgesamt sicherlich gut, aber auch nicht überragend. Im Großen und Ganzen bedient man sich in der Nähe von Gegnern stets des "Lauschmodus" (mit dem man durch Wände sehen kann), schleicht sich dann vorsichtig an einen einzelnen Gegner heran, erwürgt ihn, geht schnell zurück hinter eine Wand und wartet darauf, den Nächsten auszuschalten und das so lange, bis das Gebiet sicher ist. Wird man doch mal entdeckt, rennt man weg, versteckt sich wieder und beginnt mit der vorherigen Taktik aus einem neuen Versteckt heraus.

Die künstliche Intelligenz der Gegner ist ziemlich beschränkt. Manchmal laufen sie direkt an Joel vorbei, obwohl dieser eigentlich, trotz dass er hinter einem Tisch oder ähnlichem ist, klar zu sehen sein müsste - nur zur Klärung, ich rede hier vom Modus "schwer". Entdeckt wurde ich persönlich meist nur dann, wenn es vom Spiel so vorgesehen war. Ansonsten ist langsames Schleichen mit Lauschmodus der Schlüssel zum Erfolg, egal ob es sich um menschliche oder "infizierte" Gegner handelt. Und wenn das doch nicht klappt, muss man eben in den sauren Apfel beißen und seine wertvolle Munition benutzen.
Während des Spiels wird übrigens schnell klar, wann Gefahr droht und wann man ruhigen Gewissens die doch recht lineare Welt erkunden bzw. nach Vorräten durchsuchen kann.

Ein Problem ist mir bei dem ansonsten gut umgesetzen "survival" noch aufgefallen: Es gibt zu viele Checkpoints. Hat man mal ein paar Schüsse oder Medipacks zu viel verwendet, startet man das Ereignis (wird so vom Spiel bezeichnet) einfach neu oder lässt sich töten und geht nun mit dem Wissen, wie man es besser machen kann, in die Situation. Das nahm mir persönlich etwas dieses Gefühl, das wirklich jeder Schuss zählt und ich mit jeder Situation unter den gegebenen Umständen fertig werden muss. Was die Atmosphäre hin und wieder auch etwas trübt war die Tatsache, dass deine Mitstreiter teils genau vor den Gegnern herumlaufen, ohne gesehen zu werden. Spielerisch ist es so herum zwar besser, da ansonsten viel frust aufkommen würde durch unzählige Entdeckungen und Tode der KI-Partner Ellie und Co, trotzdem war es etwas störend.

Zudem hat das Spiel ein paar kleinere technische Probleme. Der Speicherbug ist zwar mittlerweile behoben, aber hin und wieder wurde bei mir ein Event nicht ausgelöst, wie beispielsweise ein bewaffnetes Fahrzeug, das einfach nicht wie geplant weiter fährt und dadurch nicht das nötige Geschehen zum Weiterkommen auslöst. Die PS3 fror nach einigen Minuten schließlich ein und brauchte beim Neustart erst einen Systemcheck. Manchmal verschwinden Teile der Wände ganz kurz und man sieht die Spielewelt offen. Das ist allerdings nur ein ganz geringes Problem. Viel schlimmer fand ich es da schon, als ein infizierter Gegner auf der anderen Seite eines Zauns mich entdeckt hatte und dann einfach - zu meiner Überraschungs - durch den Zaun hindurch lief und mich tötete. Diese und ähnliche Probleme sind an sich nicht so tragisch und kommen nicht oft vor, sollten allerdings bei solch einem Produkt gar nicht vorhanden sein.

Gegen Ende wurde alles etwas schleppend, da man doch zu oft immer nur dasselbe machen musste und es etwas an Abwechslung fehlte. Die emotionale Geschichte um Joel und Ellie, die erwartungsgemäß zum Finale hin ihren Höhepunkt erreicht, täuscht etwas darüber hinweg. Ich glaube viele Spieler bewegte es sogar so sehr, dass sie über einige der kleineren Schwächen dieses Spiels hinweggesehen oder sie sogar vergessen haben. Das, in Kombination mit der guten Grafik, sind meiner Ansicht nach die Gründe für die vielen Lobeshymnen, denn insgesamt ist TLOU ein gutes Spiel, aber nicht in der Liga der "besten Spiele aller Zeiten".

Auch der Wiederspiel-Wert ist nicht allzu hoch. Kennt man die emotionale Story erst einmal in vollem Umfang, fesselt das Spiel nicht mehr so sehr und die kleineren Schwächen werden deutlicher. Im "neues Spiel +" Modus kann man übrigens keine höhere Schwierigkeit wählen, was ich persönlich schade fand, da man in einem Durchlauf die Waffen und Fähigkeiten nicht voll verbessern kann, ich aber eine höhere Schwierigkeit wollte und man solche Modi durchaus so anpassen kann (siehe z.B. Batman Arkham City), dass sie trotz bessere Ausrüstung noch schwer sind, zumal man die Waffen ohnehin immer erst ab einem gewissen Punkt im Spiel wieder erhält.

TLOU ist auch nicht für Jedermann. Wer auf viel Action und häufiges Schießen steht, sollte das Spiel lieber erst einmal testen. Hier geht es wirklich darum, zu überleben, möglichst Munition zu sparen und so weiter. Der offene Kampf ist meist die letzte Option und würde nur schnell zu leeren Waffen führen (die meisten Waffen fassen nur wenige Schüsse und die sind alles, was man hat).

Fazit: Ein gutes Spiel mit einer sehr emotionalen Story und toller Grafik, die beide etwas darüber hinwegtäuschen, dass es vom Gameplay her eigentlich nichts Neues oder Überragendes bietet. Dem Spiel an sich könnte ich auch 4 Sterne geben, ich sehe mich im Vergleich mit vielen Anderen hier aber eher auf der kritischeren, nicht aber auf der "negativen" Seite. Ich hoffe, mit dieser etwas anderen Perspektive den Kunden helfen zu können, auch wenn einige Fanboys hier sicher alles tun werden, um das häufig mit "gefällt mir" verwechselte "hilfreich" dazu zu nutzen, das jede kritische Rezension hier gleich wieder im Erdboden versinkt ;-)
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The Last of Us - [PlayStation 3]
The Last of Us - [PlayStation 3] von Sony Computer Entertainment (PlayStation 3)
EUR 46,99
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