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2.191 von 2.228 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sony RX100 vs Canon G1X
Vorbemerkung:
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Der vielen Schlepperei müßig geworden, hatte ich meine D-SLR mit komplettem Objektivpark bereits vor einigen Monaten durch ein kompaktes Model ersetzt, und zwar durch die Canon G1X. Kompromisse bei der Bildqualität wollte ich nicht eingehen und das musste ich auch nicht, denn die G1X ist in dieser Beziehung sogar meiner...
Vor 14 Monaten von Bazi veröffentlicht

versus
329 von 413 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sony DSC-RX100 - Ist sie ihr Geld wirklich wert?
Sony DSC-RX100 - Ist sie ihr Geld wirklich wert?
Grundsätzlich bin ich der Meinung, diese Frage muss jeder, der diese Kamera erwirbt, weil er sie unbedingt haben möchte, ganz alleine für sich selbst entscheiden, mit allen möglichen Ergebnissen zwischen jubelndem Fotografenglück und totalem Frust!

Im Folgenden möchte ich nur,...
Vor 20 Monaten von Peter K. veröffentlicht


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2.191 von 2.228 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sony RX100 vs Canon G1X, 4. Februar 2013
Von 
Bazi (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sony DSC-RX100 Cyber-shot Digitalkamera (20 Megapixel, 3,6-fach opt. Zoom, 7,6 cm (3 Zoll) Display, lichtstarkes 28 - 100 mm Zoomobjektiv F1,8 - 4,9, Full HD, bildstabilisiert) schwarz (Elektronik)
Vorbemerkung:
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Der vielen Schlepperei müßig geworden, hatte ich meine D-SLR mit komplettem Objektivpark bereits vor einigen Monaten durch ein kompaktes Model ersetzt, und zwar durch die Canon G1X. Kompromisse bei der Bildqualität wollte ich nicht eingehen und das musste ich auch nicht, denn die G1X ist in dieser Beziehung sogar meiner damaligen Nikon D7000 überlegen.

Das einzige Manko der G1X, nämlich die fehlende Makrofähigkeit und teils etwas träge Reaktion haben mich bewogen, mich auf die Sony RX100 einzulassen, von der man so viel Gutes hört.

Erster Eindruck:
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Die Sony RX100 fasziniert aufgrund ihrer geringen Größe und begeistert mit einer tollen Haptik. Sonderlich griffig ist sie dabei aber nicht. Seit ich mich ernsthaft mit dem Thema Fotografie beschäftige, habe ich keine so kleine Kamera mehr besessen. Dabei bietet die RX100 auch noch ein angenehmes Bedienkonzept und eine sehr gelungene Menüführung.

Technik, Bildqualität und Funktionen:
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Doch die anfängliche Begeisterung wurde etwas gedämpft, als ich eine Vergleichsserie von Bildern unter identischen Bedingungen erstellt und am kalibrierten Bildschirm verglichen habe.

Um es vorweg zu nehmen, die RX100 ist eine hervorragende Kamera, aber mit SLRs oder eben der Canon G1X kann sie nicht mithalten. Der Sensor der RX100 ist tatsächlich sehr viel größer, als bei allen anderen Kompaktkameras, mit Ausnahme der Canon G1X eben, die eine dreifach größere Sensorfläche (entspricht APS-C) bietet. Dadurch ist das Rauschverhalten auf einem völlig unterschiedlichen Niveau. Durch die höhere Lichtstärke des Objektivs kommt die Sony mit wesentlich niedrigerer ISO-Empfindlichkeit aus, zumindest in der Anfangsbrennweite. Doch in der 100% Ansicht zeigt sich, dass die Canon bei ISO 1.600 viel weniger rauscht, als die Sony bei ISO 800.

Schlimmer noch, und das ist die eklatanteste Schwäche der RX100: Dunkle Schattenbereiche saufen gnadenlos ab. Hier zeigt die Canon ein ganz anderes Verhalten. Wo bei der Sony nur noch ein schwarzer Matsch zu sehen ist, glänzt die G1X mit feinen Details und toller Durchzeichnung. Zwar verfügt die RX100 über eine Funktion zur Verbesserung des Dynamikbereiches, doch der Effekt ist zu schwach ausgeprägt. Auch eine Belichtungskorrektur bringt hier keine Verbesserung.

Seitens Belichtung und Farbwiedergabe gibt es auch Unterschiede. Die Canon G1X benötigt weniger Eingriffe in die Belichtungssteuerung und erreicht ohne Korrekturen eine sehr stimmige und neutrale Farbwiedergabe. Die Sony neigt etwas zur Unterbelichtung und generiert oft etwas zu dunkle Bilder - was man als Fotograf aber durch eine Belichtungskorrektur vermeiden kann.

Ein Pluspunkt für die RX100 ist die Möglichkeit, statt sRGB den Adobe-Farbraum zu nutzen. Damit ist es die einzige Kompaktkamera, die diese Möglichkeit bietet. Zumindest ist mir kein anderes Kompaktmodel bekannt, welches den Adobe-RGB Farbraum anbietet. Allerdings ist das nur für Aufnahmen im JPEG-Modus relevant. Da ich primär im RAW-Modus fotografiere, kann ich auch bei der Canon G1X den erweiterten Farbraum nutzen, sofern erforderlich.

Objektiv & Brennweitenbereich:
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Seitens Brennweitenbereich unterscheiden sich die Sony RX100 und die Canon G1X kaum: 28-100 mm bietet die Sony, 28-112 mm die Canon. Durch die wesentlich höhere Auflösung erreicht man aber bei der Sony effektiv mehr Tele, was man in der 100% Ansicht der Bilder sehr gut sehen kann. Nominell ist das Canon Objektiv seitens Lichtstärke dem Sony-Pendant hoffnungslos unterlegen (1,8 zu 2,8 Anfangsöffnung). In der Praxis spielt das aber keine Rolle, da die Canon aufgrund des deutlich besseren Rauschverhaltens sehr viel höhere ISO-Werte verträgt. Hinsichtlich Hintergrundunschärfe nehmen sich die beiden Kameras in der Anfangsbrennweite nichts (hier kompensiert die Canon mit dem größeren Sensor), in Telestellung ist die Canon im Vorteil.

Die optische Qualität der Objektive ist sehr gut. Im Weitwinkel kann ich keine signifikanten Unterschiede feststellen. Im maximalen Telebereich ist die Canon überlegen, trotz geringerer Auflösung sind mehr und schärfere Bilddetails vorhanden.

Nervig ist die mangelhafte Naheinstellgrenze bei der Canon. Makroaufnahmen sind hier gar nicht möglich. Zwar sind auch die Makrofähigkeiten bei der Sony eingeschränkt, aber im Vergleich zur Canon kann sie hier deutlich punkten.

Bei der Bildstabilisierung geht wieder die Canon in Führung. Hier gelingen selbst Fotos mit Belichtungszeiten von 1/4, davon kann der Sony-Fotograf nur träumen. Auch dieser Umstand kompensiert die fehlende Lichtstärke des Canon-Objektivs.

Kommen wir zur leichtesten Disziplin, Aufnahmen bei schönem Wetter bzw. Sonnenschein. Bei sehr hellen Motiven oder Gegenlicht hilft bei der Sony nur gnadenloses Abblenden bis in den Bereich von Beugungsunschärfen. Denn die kürzeste Verschlusszeit beträgt nur 1/2000 und ein Graufilter ist nicht vorhanden. Die Canon verfügt über diesen und kann Bilder mit 1/4000 aufnehmen. Allerdings betrifft das nur Extremsituationen. Ansonsten bietet die Sony bei niedrigen ISO-Einstellungen schon aufgrund ihrer höheren Auflösung deutlich mehr Bilddetails. Da ich meine Bilder in der Regel im Format 3:2 bevorzuge, muss ich meine Canon-RAWs leider auch noch beschneiden, sodass der Auflösungsunterschied zur Sony noch größer wird. Auch muss ich dies bei der Gestaltung des Bildausschnitts vor der Aufnahme immer berücksichtigen. Da ist die Sony einfach komfortabler.

Display:
******
Die Qualität der Bildschirme ist auf vergleichbarem Niveau. Beide bieten 3 Zoll mit extrem hoher Auflösung. Die Homogenität ist in beiden Fällen gut. Die Ablesbarkeit bei Sonnenschein ist bei der Sony besser, dafür bietet die Canon mit ihrem Klapp/Schwenkbilschirm mehr kreativen Spielraum und gleichzeitig einen Displayschutz.

Geschwindigkeit:
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Diese Disziplin ist leider nicht die Stärke der Canon G1X, hier zieht die Sony RX100 deutlich vorbei. Zur Ehrenrettung der Canon muss man aber sagen, dass Fehlfokussierungen bei der G1X praktisch nicht stattfinden. Das passiert bei der Sony RX100 schon hin und wieder, wenn auch nicht oft. Fotos von sich schnell bewegenden Objekten gelingen mit der Sony jedenfalls besser, da sieht die Canon im Vergleich schon deutlich schlechter aus.

HDR:
***
Bei der RX100 gelingen HDR Aufnahmen aus der Hand, sogar bei schlechten Lichtbedingungen, wie in Innenräumen. Die Canon benötigt dafür zwingend ein Stativ. Durch diesen Umstand ist die HDR Funktion nur für die Sony praxisrelevant.

Sonstiges:
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Leider ist es seit Jahren eine Unsitte, kein gedrucktes Handbuch mehr beizulegen. Das betrifft mittlerweile fast alle Hersteller, so auch Canon und Sony. Unverständlich allerdings, dass es von Sony noch nicht einmal ein vernünftiges PDF-Handbuch gibt. Beim Ladegerät liegt Canon wieder vorn, denn dort wird eines mitgeliefert. Standardmäßig kann der Sony-Akku nur in der Kamera geladen werden. Allerdings kann man für wenig Geld ein externes Ladegerät dazukaufen, z.B. bietet Bundlestar ein interessantes Paket aus Lader mit 2 Akkus an. Zum Schluss möchte ich noch die geniale 3D Wasserwaage der Sony RX100 erwähnen. Diese ist tatsächlich eine große Hilfe! Schade nur, dass man sie nicht in jeder beliebigen Bildschirmansicht einblenden kann.

Zusammenfassung der positiven und negativen Eigenschaften im Vergleich:

Sony RX100:
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+ bessere Menüführung
+ bessere Makrofähigkeit
+ in der Anfangsbrennweite lichtstärker
+ praktikableres Bildformat des Sensors (3:2)
+ viel weniger Funktionsausschlüsse in Verbindung mit RAW
+ geringere Abmessungen und geringeres Gewicht
+ größerer Funktionsumfang
+ höhere Geschwindigkeit
+ integrierter Objektivschutz
+ günstigerer Preis
+ längere Akkulaufzeit
+ Adobe-Farbraum nutzbar(relevant nur für JPEG)
+ HDR-Aufnahmen aus der Hand möglich
- schlechteres Rauschverhalten
- bescheidener Dynamikumfang bei JPEG
- relativ schwache Blitzleistung

Canon G1X:
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+ deutlich besseres Rauschverhalten
+ deutlich besserer Dynamikumfang (bei JPEG und RAW)
+ Schwenkbildschirm
+ griffigeres Gehäuse und weniger menülastige Bedienung
+ höhere Blitzleistung und Blitzschuh
- nur sRGB-Farbraum verfügbar (relevant nur für JPEG)
- HDR nur mit Stativ nutzbar
- fehlende Makrofähigkeit
- ungünstigeres Sensorformat (4:3)
- viele Funktionsausschlüsse in Verbindung mit RAW
- größere Abmessungen und Gewicht (nicht in jedem Fall ein Nachteil)
- verlustgefährdeter Objektivschutzdeckel
- schwache Akkulaufzeit
- höherer Preis

Fazit:
****
Die kleine Kamera macht richtig Laune und verwöhnt durch gute Haptik und ein gelungenes Bedienkonzept. Im direkten Vergleich mit der Canon G1X hat die Sony weniger Schwächen und ist in vielen Teilbereichen überlegen. Doch in der wichtigsten Disziplin, der Bildqualität, kann sie mit der Canon G1X oder D-SLRs nicht ganz mithalten, jedenfalls nicht bei ungünstigen Lichtbedingungen. Berücksichtigt man aber, dass die Canon G1X die dreifache Sensorfläche des bereits relativ großen Sony-Sensors besitzt, muss man vor der Leistung der RX100 den Hut ziehen! Mit Ausnahme der Canon G1X zieht die kleine Sony an der gesamten Kompaktkonkurrenz vorbei und bleibt darüber hinaus auch noch hosentaschentauglich. Die Canon G1X ist deutlich größer und dürfte damit viele Interessenten abschrecken. Mit einer SLR braucht sich aber definitiv keiner mehr herumschleppen, nur weil er Wert auf eine sehr gute Bildqualität legt.

Ich selbst kann mich nun weder von meiner geliebten Canon G1X, noch von der coolen Sony RX100 trennen. Geht es um ultimative Bildqualität nehme ich die Canon. Wenn ich völlig unbelastet unterwegs sein will, habe ich die Sony dabei. Eigentlich wollte ich mich auf eine Kamera beschränken. Man sieht also, dass man trotz der technischen Fortschritte immer noch Kompromisse machen muss. Doch die absolut perfekte Kompaktkamera ist in greifbare Nähe gerückt. Lassen wir uns zur nächsten Photokina 2014 überraschen!

UPDATE 17.02.2013
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Ich habe mittlerweile sehr viel mit der RX100 und verschiedenen Optionen experimentiert. Ich nutze die RX100 nun ausschließlich im RAW-Modus. Für mich habe ich einen perfekten Workflow gefunden, der praktisch kaum Mehraufwand bedeutet und auf Knopfdruck mittels Stapelverarbeitung sehr gute Bildergebnisse hervorbringt. Die so erzielten Bildergebnisse sind sehr viel detailreicher als die nativen JPEGs, die die RX100 erzeugt. Das Absaufen der Schattenbereiche ist damit fast kein Thema mehr und die Bildqualität ist nun fast auf Augenhöhe mit der Canon G1X. Mit der JPEG-Abstimmung der Sony bin ich nicht so glücklich, doch was man aus den RAW-Daten herausholen kann, ist wirklich beeindruckend.

UPDATE Juni 2013
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Die Canon G1X habe ich nun schweren Herzens verkauft, trotz besserer Bildqualität. Letztlich hatte ich doch immer der "Kleinen" den Vorzug gegeben, wenn ich unterwegs war.

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125 von 132 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich gut und kompakt. Plus: Vergleich zur Sony NEX5N, 7. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Sony DSC-RX100 Cyber-shot Digitalkamera (20 Megapixel, 3,6-fach opt. Zoom, 7,6 cm (3 Zoll) Display, lichtstarkes 28 - 100 mm Zoomobjektiv F1,8 - 4,9, Full HD, bildstabilisiert) schwarz (Elektronik)
Nach 4 Monaten und über 10.000 Fotos:
Die Sony RX-100 ist eine kleine und leichte Einsteckkamera mit überragender Bildqualität, vor allem bei wenig Licht.

PLUS:
+) lichtstarkes Objektiv
+) sehr praxisgerechter Zoombereich von 28-100 mm(KB)
+) sehr gutes Schwenk-Panorama
+) unglaublich gute Fotos bei wenig Licht, insbesondere auch mit der Funktion "handgehalten bei Dämmerung" (bzw. Multiframe-Rauschminderung, das ist dasselbe). Die RX-100 übertrifft im Dunkeln alles was ich bisher hatte, also zB auch die Spiegelreflexkamera Sony A55.
+) SEHR praktisch: Man kann sofort und mit einem Tastendruck das soeben gemachte Bild in 8-facher Vergrößerung kontrollieren und auch gleich zu den letzten Bildern zurückblättern. Das ist genial zur schnellen Bildkontrolle und Bildvergleich. Bei allen anderen Kameras muss man immer erst auf Wiedergabe schalten, dann hineinzoomen ...
+) Angenehme Farben, wobei ich für meinen Geschmack mit Automatischen Weissabgleich (AWB) und Korrektur: A2G1 arbeite.

Nur Na-Ja:
Die vielen Programme und Spielereien, die nur verwirren und in der Praxis kaum einen Nutzen bringen. Das einzige was ich wirklich ab und zu nutze ist das Schwenkpanorama und HDR 6,0EV. Die Kamera schiesst bei HDR 6,0 drei Bilder mit Belichtung -6/0/+6 EV und rechnet das zu einem Foto zusammen in dem dann alle Bildteile möglichst richtig belichtete sind. Damit kann man extreme Kontrastunterschiede überbrücken. Zusätzlich speichert die Kamera dabei auch ein Foto mit Normalbelichtung ab und falls der Effekt nicht wunschgemäß ausfällt kann man noch auf dieses zurückgreifen. Nachteil: Bewegte Objekte im Bild werden zu Geisterbilder.

MINUS:
-) kein elektronischer Sucher, auch nicht aufsteckbar möglich. Das ist für mich der schwerwiegendste Nachteil. Denn in heller Sonne sieht man auch auf dem wirklich hervorragendem Display fast nichts und man fotografiert blind.
-) Die RX100 ist im Dunkeln nicht zu bedienen, weil bei Verstellung des Programmrads wird am Display nicht angezeigt in welchem Programm man ist. Daher: Taschenlampe mitnehmen!
-) Design hatte leider Vorrang vor Praxistauglichkeit: Die Kamera liegt rutschig in der Hand und manchmal ertastet man den flachen Auslöser nicht und drückt irgendwo daneben hin. Dadurch hab ich mehrmals in schnellen Situationen den richtigen Moment versäumt. Der Auslöser sollte eigentlich leicht nach oben gewölbt sein damit man ihn klar ertasten kann.
-) kein Schwenk-Monitor. Aber das ist bei der Baugröße vielleicht zuviel verlangt.

Vergleich zur NEX5 mit Kit-Objektiv:
Ich hab die RX100 mit meiner Sony NEX5N verglichen. Und was aufs erste wie ein unfairer Vergleich ausschaut brachte erstaunliche Ergebnisse:

+) Die RX100 kommt bei schwachem Licht Dank lichtstarkem Objektiv mit weit niedrigeren ISO-Werten aus und die Fotos der RX100 sind in der Praxis daher rauschärmer als aus der NEX5N, haben aber weniger Tiefenschärfe. Denn wo zB die RX100 mit ISO250 auskommt nimmt die NEX5N bereits ISO1000 und rauscht entsprechend mehr.

+) Die RX100 hat mehr Zoom als das Kitobjektiv der NEX5N.
+) Das Display der RX100 ist einen Kick heller. Aber im hellen Sonnenlicht sieht man doch nix und spätestens da hätte man gern einen EVF, den man bei der NEX5N wenigsten aufstecken kann.
+) Die RX100 startet schneller, da ist die NEX5N SEHR gemächlich, überhaupt mit aufgesetztem EVF ist das Einschalten der NEX5N wirklich fast unzumutbar lang.
+) Blitz ist bei der RX100 immer dabei - obwohl mir der Blitz bei der NEX5N kein einziges Mal (!) abgegangen ist.
+) Die RX100 löst lautlos aus.
+) Die RX100 hat eine elektronische Wasserwaage.
+) Die RX100 hat besser strukturierte Menüs und ist übersichtlicher zu bedienen.
+) Die Rx100 hat 3 Benutzerspeicher. Die NEX5N kennt sowas gar nicht.
+) Bei der RX100 kann die Batterie per USB in der Kamera geladen werden = Vorteil wenn man mit minimalem Gepäck reisen will, denn ein schmaler USB-Netzstecker reicht.
+) geschlossene Kamera = Sensor weniger staubgefährdet. Das war mir zB in Indien ziemlich wichtig.
+) 20MP bringen doch etwas mehr Details.
+) RX100 hat eine verbesserte Panoramafunktion. Denn die NEX5N kann Panoramas nur im hellen Sonnenlicht machen. Bei schlechterem Licht nimmt die NEX5N zu lange Belichtungszeiten wodurch die Einzelbilder beim Schwenken verwischt werden. Die RX100 hingegen fährt mit der Empfindlichkeit rauf um kurze Belichtungszeiten zu gewährleisten.

Insgesamt übertrifft die RX100 damit die NEX5N in wichtigen Punkten und passt zugleich in die Hosentasche. Das hat mich erstaunt.
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354 von 383 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine bisher einzigartige Kompaktkamera (Vergleich mit Fuji X10, Canon S95, Sony NEX-5N, Canon 40D), 31. Juli 2012
Von 
Abacus "Frank" (Bodenseekreis) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Sony DSC-RX100 Cyber-shot Digitalkamera (20 Megapixel, 3,6-fach opt. Zoom, 7,6 cm (3 Zoll) Display, lichtstarkes 28 - 100 mm Zoomobjektiv F1,8 - 4,9, Full HD, bildstabilisiert) schwarz (Elektronik)
Eigentlich hatte ich die Sony DSC-RX100 gar nicht mehr auf dem Radar, nachdem ein Preview auf DPReview das ein oder andere Beispielfoto enthielt, auf dem Details wie Grashalme in einem ziemlichen Pixelbrei untergingen. Da dachte ich: "Aha, wohl doch wieder eine Kamera, die durch unnötig viele Pixel ihr Potential verschenkt und die Detailtreue bei hohen ISO dem Megapixelwahn opfert." Ich war glücklich mit meiner erst kürzlich erworbenen Fuji X10 (siehe auch meine diesbzgl. Rezension) sowie meiner Sony NEX-5N und - für die Fälle, in denen es wirklich klein sein muss - meiner Canon S95. Für zu Hause und "Spezialaufgaben" besitze ich noch eine SLR-Ausrüstung auf Basis der Canon EOS 40D. Fall erledigt ... eigentlich ...
Erst durch weitere, sehr positive, teilweise schon euphorische Test- und Erfahrungsberichte im Netz sowie Kommentare zu meiner Fuji X10-Rezension wurde ich wieder auf die RX100 aufmerksam. Ziemlich bald stellte sich die Frage, ob diese nicht doch eine gute Ablösung für meine "Immerdabei"-Canon S95 sein könnte (die X10 ist mir dafür einfach noch zu groß). Die Abmessungen sind ja - abgesehen von einigen Millimetern mehr bei der Tiefe - vergleichbar. Also habe ich die RX100 mal zum Appell bestellt (leichter gesagt als getan, s.u.).

Rein technisch betrachtet, hat die Sony eine glatt doppelt so große Sensorfläche wie die (schon nicht geringe) Sensorfläche der Fuji X10. Die Fläche ist nahezu dreimal so groß wie die einer Canon S100 (dürfte mit der S95 identisch sein), aber nur etwa ein Drittel so groß wie die eines APS-C-Sensors. Schon erstaunlich, wie die Technik sich entwickelt: Meine Canon EOS 40D aus 2008 bringt "nur" 10 MP auf einen APS-C-Sensor, die RX100 hingegen doppelt so viele (20 MP) auf ein Drittel dieser Fläche. Macht rein rechnerisch Faktor 6, ohne dass - um es gleich vorwegzunehmen - Rauschverhalten und Detailtreue darunter litten.

Das sensationell gute Rauschverhalten bei hoher Detailtreue ist dann auch wirklich ein echtes Highlight dieser Kamera. Bis ISO 800 völlig unproblematisch, zeigt sich zwar bei ISO 1600 schon eine (zumindest bei 100%-Ansicht) deutlich sichtbare Körnung, aber die Detailtreue bleibt sehr hoch. Auch bei ISO 3200 ändert sich das nur marginal, und selbst ISO 6400 ist noch brauchbar! Subjektiv betrachtet, ist die RX100 damit mindestens auf Augenhöhe mit der X10 (die in etwa ebenso gute Ergebnisse, allerdings im 6 MP EXR-Modus, erzielt), der Sony NEX-5N (insbesondere das ist erstaunlich, da diese noch relativ neu ist und für ihre "nur" 16 MP immerhin einen APS-C-Sensor zur Verfügung hat) und der Canon 40D (zumindest bis ISO 1600, darüber wird die 40D nahezu unbrauchbar). Die Canon S95 fällt neben diesem Quartett sehr deutlich ab, hier sind brauchbare Ergebnisse eigentlich nur bis ISO 800 möglich (mit Pixel-Binning, aber dadurch auf 2,5 MP reduzierter Auflösung geht natürlich auch bei der S95 mehr, aber diesen Modus betrachte ich als außerhalb der Konkurrenz).

Die 20 MP der RX100 sind also (sowohl rein rechnerisch als auch durch die Praxis) gerechtfertigt und bieten damit enorme Reserven für Crops und großformatige Ausbelichtungen. Trotzdem mag ich mir kaum vorstellen, welches Potential diese Kamera mit nur 10-12 MP hätte ... Ich glaube, dass wäre der (noch) bessere Ansatz gewesen, denn massive Crops mache ich zumindest nur höchst selten, und A3-Ausbelichtungen habe ich auch schon von 6 MP-Bildern meiner - inzwischen ausgemusterten - Canon EOS 10D gemacht, ohne dass diese Details hätten vermissen lassen. Die auf 10 MP reduzierbare Bildgröße der RX100 ist keine Alternative, weil in diesem Modus kein Pixel-Binning gemacht wird, sondern die 20 MP nur heruntergerechnet werden.
Na ja, man kann halt nicht alles haben ...

Im Vergleich zur direkten Konkurrentin Fuji X10 fällt auf, dass es bei weitem nicht so viele Funktionsausschlüsse gibt: Ja, bei der RX100 kann ich ein AF-Feld manuell wählen, ohne die Gesichtserkennung auszuschalten. Ja, die RX100 kann Program-Shift trotz Auto-ISO. Ja, sie schreibt auch RAW-Dateien in allen Stellungen des Wählrads, soweit ich bisher feststellen konnte (außer beim Filmen natürlich). Und so weiter. Freilich ist auch die Sony nicht perfekt: So kann ich z.B. kein Foto während der Filmaufnahme schießen (obwohl das grundsätzlich möglich sein soll) und weiß gerade nicht, warum (vermutlich, weil ich als Ausgabeformat RAW+JPEG eingestellt habe?!). Die Bedienung der RX100 ist trotzdem insgesamt schnörkelloser und deutlich weniger "divenhaft" als bei der X10. Wer die Sony-Welt schon kennt, wird ohnehin keinerlei Probleme haben.

Dagegen hält die X10 die bessere "Griffigkeit"; man hat nun mal ein bisschen mehr Material in der Hand, alles ist weniger filigran als bei der Sony. Es sind mehr Hardware-Knöpfe für wichtige Funktionen vorhanden, was oftmals von Vorteil ist. Genial bei der X10 ist auch der mechanische Zoom-Ring, gleichzeitig Ein-/Ausschalter. Schneller kann eine Kompakte kaum schussbereit sein. Die RX100 ist hier konventioneller: Ein-/Aus-Knopf drücken, warten bis Objektiv ausgefahren ist, Brennweite motorisch ändern; alles ein bisschen langsam. Der - für meinen Geschmack zu leichtgängige - Objektivring ist da mehr ein Gimmick als echter Mehrwert, ich verwende ihn so gut wie nicht.
Die X10 punktet natürlich auch mit ihrer am langen Ende deutlich (1,5 Blendenstufen) besseren Lichtstärke.

Die RX100 ist dann subjektiv wieder bei der Aufnahme ein wenig schneller (AF, Auslöseverzögerung) als die X10, freilich handelt es sich um Nuancen. Nachteilig finde ich, dass zwischen "Auslöser halb durchgedrückt" und "ganz durchgedrückt" nur wenig Spielraum ist; so ist es mir schon häufiger passiert, dass ich das Foto gemacht habe, obwohl ich doch erst mal nur AF-Feld und Belichtung begutachten wollte.

Eine Merkwürdigkeit, die vielleicht nur auf mein Exemplar zutrifft: Es ist mir bislang nicht gelungen, mit dem mitgelieferten Lade-Equipment den Akku in der Kamera zu laden. Am USB-Port eines PCs wird die Kamera hingegen korrekt erkannt. Der diesbezügliche Menüpunkt ("USB-Stromzufuhr" oder so) ist ebenfalls aktiviert. Das Lade-Kontrolllicht bleibt trotz allem aus (und der Akku wird tatsächlich NICHT geladen), ob nun am PC-USB-Port, am mitgelieferten USB-Netzteil oder einem anderen USB-Netzteil. Aber egal, ich finde diese Art des Akkuladens ohnehin schlecht und lade meine Akkus immer mit einem Pixo C2+ außerhalb der Kamera, daher stört es mich letztendlich nicht.

Zeit für eine Zusammenfassung der Pros und Cons:

++ Exzellente Bildqualität (natürliche Farben, enorme Fülle an Details).
++ Exzellentes Rauschverhalten, insbesondere für eine Kompakte.
++ Geschwindigkeit.
++ Unkomplizierte Handhabung, Anpassbarkeit der Bedienelemente.
++ Hochwertiges Finish.

+ Abmessungen (nur ein einziges Plus wegen der recht ausladenden Tiefe).
+ Klar strukturiertes Menü.
+ Weniger Funktionsausschlüsse (verglichen mit der X10).

+/- Akkustandzeit (deutlich besser als bei der X10, dafür gibt es für die X10 unschlagbar günstige Drittanbieter-Akkus).

- Relativ lichtschwach am langen Ende (aber F4.9 ist immer noch besser als z.B. F5.9 bei der S95).
- Für die Größe hohes Gewicht.
- Wenig griffiges Gehäuse (wobei es hier Abhilfe gibt => Google-Suche nach "Richard Franiec").
- Zu wenig Spiel zwischen Auslöser halb/ganz durchgedrückt.
- Akku-Laden in der Kamera. (In dieser Preisklasse sollte ein externes Ladegerät eine Selbstverständlichkeit sein.)
- Vollständige deutsche Bedienungsanleitung (noch) nicht verfügbar.
- RAW-Unterstützung in Lightroom oder DxO Optics Pro (noch) nicht verfügbar.

Das reicht für mindestens 4,5 Sterne, zumal sich einige Nachteile über kurz oder lang erledigen werden. Aufgerundet zu Gunsten des Kandidaten sind das dann 5 Sterne.

Was mache ich jetzt? Die RX100 wird tatsächlich meine "neue S95". Ich leiste mir darüber hinaus den Luxus, mich nicht entscheiden zu müssen, also auch die X10 (die mir inzwischen trotz ihrer Macken "ans Herz gewachsen" ist) zu behalten. Die NEX-5N und die 40D-Ausrüstung für "Spezial-Einsätze" bleiben sowieso. So werde ich zwar künftig die "Qual der Wahl" haben, aber jede Kamera hat ihre speziellen Qualitäten und damit ihre Berechtigung. ;-)

Taschentipp (für den Gürtel): Die originale Sony LCS-CSQ (die RX100 passt recht exakt, allerdings bleibt selbst in der Vortasche kein Platz mehr für einen Ersatz-Akku), oder noch besser die Lowepro Rezo 30 (die RX100 passt mit etwas Luft ins Hauptfach, vorne gehen dann noch Ersatz-Akku und -Speicherkarte problemlos rein).

Zur Verfügbarkeit: Seltsam, dass die RX100 hier bei Amazon erst seit heute (Stand: 31.07.2012) verfügbar ist, aber scheinbar hat Sony die Nachfrage unterschätzt. Im Sony Online-Shop (da habe ich sie gekauft) bzw. bei stationären Händlern war sie freilich schon seit einer Weile zu bekommen.
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78 von 86 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Endlich der große Sensor in einer "Kleinen", aber Probleme mit Apple-Software, 11. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Sony DSC-RX100 Cyber-shot Digitalkamera (20 Megapixel, 3,6-fach opt. Zoom, 7,6 cm (3 Zoll) Display, lichtstarkes 28 - 100 mm Zoomobjektiv F1,8 - 4,9, Full HD, bildstabilisiert) schwarz (Elektronik)
Zur Vorabinformation meiner Erfahrungen. Ich fotografiere seit ca. 35 Jahren Analog mit Fotolabor dann mit der Canon G-Serie -zuletzt G11, Umstellung auf die kleine Canon S95 (super Kamera), parallel als Spiegelreflex die Nikon D7000 ( alteObjektive ). Canon S100 probiert, aber nicht zufrieden wegen schwachem Filmmodus. Gopro Hero 2 zum Spielen etc.

Mein Hauptkritikpunkt:
Ich besitze die RX 100 seit ca. 1,5 Monaten- damals direkt über Sony bezogen da ich sie auf eine Transalp Fahrradtour mitnehmen wollte und in Amazon noch nicht verfügbar war. Eine Zumutung war zunächst dass es nur eine insuffiziente Kurzanleitung gibt, so dass vieles ausprobiert werden muss. Die Menuführung ist sehr komplex. Obwohl ich nun viele Stunden mit der Kamera fotografiere und technisch sehr interessiert bin, komme ich noch immer nur schlecht zu recht, das ging mir noch mit keiner Kamera so. Es ist zugegeben meine erste Sonykamera,. Sicherlich sie bietet unglaublich viel und diese Vielfalt kostet dann halt Übersicht. Traue es mich kaum zu sagen, aber sie kann mir fast zuviel -dachte so was gibt es nicht. Immer wieder verstellt sich etwas und ich muss relativ lange suchen um es wieder zu korrigieren. Das eigentlich wichtigste nur kurz, da oft rezensiert: die Fotoqualität ist zweifelsfrei hervorragend und unerreicht von meinen anderen kompakten.

Filmen (nur für Appleuser wichtig):
Ich verarbeite meine Fotos und -was mir wichtig ist- Kurzclips in imovie-Filmen (Apple) und archiviere alles in iphoto. Leider kann iphoto das Videoformat AVCHD nicht archivieren. Nur direkt in imovie ist es einlesbar, Also werden die Filme woanders abgelegt als die Fotos -schlecht. Ist mir wie gesagt wichtig und verwende ich häufig. Eigentlich eine der stärken der Kamera, mit Apple zusammen die deutlichste Schwäche
Die letzten Filme habe ich in der vermeintlichen höchsten Auflösung mit 50p gemacht, sie werden von apple nicht erkannt. Erst ein neues Zusatzprogramm "wondershare video converter" machen sie lesbar, so habe ich mir das nicht vorgestellt. Auflösung 50i ergibt deutlich sichtbare Zeilen und muss auch erst weiterverarbeitet und konvertiert werden. Als Ausweg wollte ich -die von Sony nur für webuse angegebene Auflösung im MOV-Format versuchen. Jetzt ist die Sprache mit den Bildern nicht synchron.
Dies ist zwar wohl mehr ein Apple als ein Sonyproblem, aber die Verbindung der beiden Produkte ist sicherlich problematisch. Ich warte noch auf die neue IOS-Software im Herbst. Sollte es dann nicht besser gehen, werde ich die Kamera womöglich verkaufen.
Unglücklich finde ich die vielen Unterstrukturen auf der Speicherkate. Filme werden woanders abgelegt als Fotos etc. Da hat mich Canon wohl zu sehr verwöhnt. Alles in einem Ordner und fertig. Raw verwende ich nicht.

Was mir gefällt:
Die Größe ist fantastisch und für mich extrem wichtig. Was nutzt mir die beste Kamera wenn ich sie wegen der Größe nicht dabei habe. Soviel Funktion in so einem kleinen Gehäuse, da fragt man sich warum heutige Spiegelreflexkameras fast größer sind als früher.
Toll funktioniert die Tiefenschärfenverstärkung (glaube heute reden alle vom Boukeh) welche aber leider nur im äussersten Weitwinkelbereich gut anwendbar ist (witzig, eigentlich eine Funktion die früher nur im Telebereich zur Verfügung stand)
Der Panoramamode ist hervorragend und vielfach modifizierbar (rechts nach links, umgekehrt, oben nach untern)
Tolle wertige Haptik, sehr solide anscharniertes Batteriefach.
Die Ladeoption über USB ist für mich kein Nachteil. Bei Bedarf gibt es externe Ladegeräte ( bei dem Kamerapreis peanuts). Auf der Reise muss man aber keines extra mitnehmen und das ist ein großer Vorteil.
Tipp: Ich habe mir für meine Transalp-Fahrradtour einen externen Akkuspeicher (Easy ACC) mit USB-Anschluss besorgt welcher iphone, Kamera etc. lädt ohne diverse verschiedene Ladegeräte oder Ersatzbatterien mitnehmen zu müssen. Problemlos. link: http://www.amazon.de/EasyAcc-Emergency-SmartPhone-Blackberry-EU-Batterie-Ladegerät/dp/B005JSG7GE/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1347826352&sr=8-1Relativ lange Akkulaufzeit im Vergleich zu Canonminikameras.
Hervorragender Bildstabilisator.
Exzellente rauscharme Fotos bei hohen ISO-Werten, besser habe ich es noch nie gesehen.
Das Objektiv verschwindet trotz seiner Größe fast ganz in der Kamera, wirkliche Pocketkamera.
Blitz für indirektes Blitzen zur Decke schwenkbar (Bounzen), aber womöglich zu schwach um auch Licht wieder runter zu schicken, eher theoretischer Vorteil, nett zum probieren.

Was ich vermisse, bzw. was mir nicht gefällt:
Filteroption und sei es nur zum Schutz der Frontlinse fehlen mir, gibt es aber inzwischen von Drittanbietern und hat auch kaum ein Mitkonkurrent, wäre aber schön.
Der Preis ist sehr hoch, aber womöglich mit dem Alleinstellungsmerkmal großer Sensor bei Minikamera gerechtfertigt. Aber warum muss dann eine simple Lederhülle fast 100,- Euro kosten? Das ist sicherlich maßlos.
Für diesen Preis würde ich mir eine Fernsteuerung wünschen.
Design okay, aber mir zu glatt und rund (Geschmacksache natürlich).
Blitz wirkt etwas fragil aber bei der guten low light Funktion werde ich ihn selten sehen.
großer Drehring am Objektiv ohne Rasterung wie z.B. bei S95, S100
Mehrfach angedeutete Kompatibilitätsprobleme mit Apple -hier ist wohl Apple der Böse.

Sehr gute aussagekräftige Bewertung auf einer der besten Fotohomepages die ich kenne:
[...] (dort Silver star verliehen)

Zusammensetzung meiner Bewertung
Bildqualität Foto 5 Sterne
Filmqualität 4 Sterne, aber massive Kompatibilitätsprobleme mit Applerechnern
Kamera Body 4-5 Sterne
Menuestruktur 3-4 Sterne
Firmenfreundlichkeit 2-3 Sterne (Hüllenpreis zu hoch, keine gute Beschreibung ist unverschämt)
Gesamt 4 Sterne (für mich und meine Appleausstattung nur 3 Sterne, aber das wäre unfair)

Tipp für tolle wasserfeste Transportbox:
Heute gute Verpackung für Kamera gefunden: wasserdichte Peli Box Mico 1010, Kamera passt -ohne extra Tasche aber mit Original-Kordel (letztere mit ein wenig Falten) exakt- wie abgemessen - in die wasserdichte Box. Die Box ist innen mit einer dicken Gummischicht ausgekleidet. Nix rutsch nix wackelt. Wer den wasserdichten und schlagfesten Transport braucht (Wildwasserbootsfahrt getestet) findet nix besser passendes. Link http://www.amazon.de/Koffer-Micro-Model-schwarz-15x10x5/dp/B003B3KP12/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1347825545&sr=8-2

Anmerkung: Dies ist meine erste etwas größere Rezension und womöglich etwas durcheinander, aber vielleicht hilft sie dem einen oder anderen (besonders Applebenutzer) die Kamera noch einmal zu überdenken oder mir den tollen Tipp zu geben, weil eine echte Alternative sehe ich für mich derzeit nicht (allenfalls Canon S100). [...]
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33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die große Kleine, 18. Oktober 2013
Von 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sony DSC-RX100 Cyber-shot Digitalkamera (20 Megapixel, 3,6-fach opt. Zoom, 7,6 cm (3 Zoll) Display, lichtstarkes 28 - 100 mm Zoomobjektiv F1,8 - 4,9, Full HD, bildstabilisiert) schwarz (Elektronik)
Ich fotografiere seit ca. 30 Jahren mit dem Pentax System. Seit der K-7 auch digital. Mit der Kx, der K-7 und der K-5 haben sich mittlerweile drei Pentax Bodies hier angesammelt, auf die 14 Objektive geflanscht werden können.

Warum schreibe ich das? Um anzugeben? Vielleicht unbewusst, aber in der Hauptsache, um im folgenden darzulegen, dass solche Fotoausrüstung auch immer bewegt werden möchte. Selbst, wenn Pentax Bodies neben Canon oder Nikon vergleichsweise kompakt ausfallen, so sind sie doch mit einem angeflanschten Objektiv keinesfalls „hosentaschentauglich“. Man nimmt solche Fotoausrüstung nicht „einfach so“ mit, sondern im Regelfall nur, wenn man denn auch bewusst Fotos machen möchte. Aber, wer könnte nicht ein Lied davon singen, viele der besten Foto-Momente kommen unerwartet.
Aus diesem Grund befindet sich seit dem Erscheinen der S90 von Canon auch immer eine der S Serie von Canon mit einem 1/1,7“ Sensor im Haushalt. Die passt dann als einzige der „Enthusiast-Compacts“ wirklich in die Hosen- bzw. Jackentasche und kommt überall problemlos zum Einsatz. Bei der BQ muss man hier aber doch einen recht deutlichen Abstrich zu den DSLR machen.

Die RX100 sah ich dann zum ersten mal bewusst bei einer Familienfeier, in der Hand eines Verwandten, eines typischen Menschen der gerne Fotos macht, der aber Blende, ISO und Belichtungszeit nur vom Hörensagen kennt und der Kameras weitgehend im grünen (Automatik) Modus betreibt. Um es vorwegzunehmen: Das kann man mit der RX100 auch sehr gut machen.

Ich nahm die RX in die Hand und dachte; sieht einer Canon S schon ziemlich ähnlich, Drehring am Objektiv ist auch da, Objektiv-Tubus deutlich größer, etwas mehr in die Tiefe gebaut aber durchaus noch hosentaschentauglich. Knöpfe an der Hinterseite ein bisschen klein, Gehäuse etwas glatt und wenig griffig, Monitor von guter Qualität, Telewippe ein wenig wacklig, Auslösepunkt könnte fühlbarer sein.

Zuhause studierte ich dann technische Daten und Reviews und wusste, dass ich die Kamera ausprobieren sollte (haben musste). Hier bei Amazon bestellt und seit zwei Wochen … sehr beeindruckt von dem, was heute in der Kamera-Größe an Bildqualität möglich ist.

Die RX 100 ist sehr scharf im mittleren Brennweitenbereich ab Blende 4. Das hat bei einer niedrigen ISO Einstellung in jeder Hinsicht modernes SLR Niveau. Chapeau Sony! Die Auflösung von 20MP ist hier dem guten Zoom Objektiv angemessen und umgekehrt. Die eventuellen Fehler des Objektives werden von der Kamera-Elektronik sehr gut kaschiert, wobei man das bei einem fest verbauten Objektiv und darauf abgestimmter Elektronik nur als Gesamtpaket beurteilen kann - und dieses Gesamtpaket ist nicht nur für die Größe beeindruckend.

Verglichen mit bspw. der DSLR K-5 von Pentax gibt es natürlich weniger Direktzugriffsmöglichkeiten, weniger Auswahlmöglichkeiten und Spezialisierung in der Optik, weniger Abdichtung gegen Regen und Staub, langsameres Reagieren, geringere High-Iso Bandbreite ABER – die RX100 steckt man einfach „mal so“ in die Jackentasche, sie reagiert für eine Kompakte hinreichend zügig (auch wenn der Objektiv-Tubus eine Zeit benötigt, um sich in Position zu fahren), sie wirkt hinsichtlich ihres Gehäuses robust UND sie ist in der Lage wirklich einwandfreie Bildqualität abzuliefern – und das ist für MICH das wichtigste. Die Bildqualität ist meilenweit von dem entfernt, was ich von den Enthusiast Compacts kenne. Auch bei guten Foto Bedingungen und genügend Licht. Die RX100 packt hinsichtlich Detailauflösung noch mal eine ganze Schippe drauf im Vergleich zu den Kameras mit 1/1,7“ Sensor von Canon, Panasonic, Samsung etc.

Die 20MP verwischen nicht, Textur bleibt bis 800ISO weitgehend erhalten. Der sensorbasierte Verwacklungsschutz funktioniert gut. Detailauflösung des Objektivs ist sehr gut. Das muss man sich vor allem deshalb immer vor Augen halten, weil es Objektive gibt, die einige tausend Euro kosten.
Makro funktioniert auch. Hier muss man m.E. am ehesten Abstriche machen, wenn man ein „richtiges“ Makro Objektiv gewöhnt ist, aber, hey – wir sprechen von einer Kompaktkamera, oder?

„Schwächen“ des Objektivs (wenn man denn von Schwächen sprechen möchte) sind, bauartbedingt, am ehesten am äußeren Spektrum der Brennweite auszumachen, die von 10,4 bis 37,1 mm Brennweite reicht und bei Kleinbild äquivalent von 28 bis 100 mm reichte. D.h. der Crop Faktor des 1“ Sensors liegt bei 2,7. Für eine Kompaktkamera ein bis vor kurzem undenkbarer Wert, der in sich nicht viel aussagt, von dem man aber auf den Lichtdurchlass des Objektivs und Lichteinfall auf den Sensor Rückschlüsse ziehen kann.

Offenblende des Objektivs ist bei Weitwinkel 1.8 und in Telestellung 4.9. D.h. bei Weitwinkel lassen sich sehr schöne Freistellungen des fokussierten Motivs erreichen. Nicht ganz so, wie mit einer 1.8 Lichtstärke bspw. an APS-C, aber immer noch so, dass es ein sichtbarer, schöner Effekt von Schärfe zu Unschärfe ist. Physik lässt sich da leider nicht überlisten. Ebenso wie bei der Lichtstärke von 4.9 im Telebereich. Für eine größere bzw. höhere Lichtstärke über den ganzen Brennweitenbereich benötigte man eine wesentlich größere Fläche des Lichtdurchlasses, was in der Praxis eine erheblich größere Linsenmasse und im Gesamt eine wesentlich größere Kamera bedeutete.

Sony ist hier mit dem von Zeiss zertifizierten Objektiv an die Grenzen dessen gegangen, was bei dieser Größe möglich war – und das reicht für die allermeisten fotografischen Wechselfälle des Lebens. Motivprogramme nutze ich nicht, bin aber froh, dass die Automatik auch in den Händen meiner Kinder gute Fotos abliefert.

Zuletzt ein Punkt, der mich einigermaßen „vom Hocker haute“, weil es mir bis dato an einer Kompaktkamera nicht so wichtig war und ich andererseits nicht damit rechnete: Die Videoqualität.

Ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte: Wenn ein Könner seines Fachs mit dieser Kamera einen Fernsehfilm drehen würde, wären sie mit der Filmqualität absolut zufrieden. Heißt für mich, dass ich zurzeit mehr Videos mache als zuvor. Die Qualität ist phänomenal und auch deshalb so gut, weil der Verwacklungsschutz auch bei Video funktioniert.

Tja, wenn Sie bis hierhin zu dem Schluss gekommen sind, dass ich ein Fan dieser kleinen Kamera bin – so haben Sie recht. Man möge es mir verzeihen. Ich bin dabei so gar kein Fan der Firma Sony und ihrer manchmal restriktiven Produktpolitik, aber ich fotografiere schon seit Jahrzehnten sehr gerne - und diese kleine Kamera hat das fotografieren mit kompakten Kameras auf ein neues, sehr hohes Niveau gehoben. Das erkenne ich neidlos an und profitiere von der gebotenen Qualität.
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32 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Hardware, grauenvolle Firmware, 21. Juli 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sony DSC-RX100 Cyber-shot Digitalkamera (20 Megapixel, 3,6-fach opt. Zoom, 7,6 cm (3 Zoll) Display, lichtstarkes 28 - 100 mm Zoomobjektiv F1,8 - 4,9, Full HD, bildstabilisiert) schwarz (Elektronik)
Mittlerweile habe ich mit der Kamera genug fotografiert, um eine Bewertung abgeben zu können. Ich habe vorher eine F31fd von Fuji benutzt und im Vergleich zu dieser spielt die RX100 klar in einer anderer Liga.

Die Hardware der Sony ist wirklich eine Ingenieurmeisterleistung. Der große Sensor und die (im Weitwinkel) lichtstarke Linse erlauben auch bei schlechtem Licht noch tolle Bilder. Über die Stärken der Kamera wurde aber auch genug geschrieben, deshalb möchte ich mich eher auf die Schwächen konzentrieren.

Handling

Die Kamera ist aus meiner Sicht *keine* Point-and-Shoot-Kamera. Man muss oft mit ihr kämpfen, um gute Bilder zu bekommen (mehr dazu im Abschnitt "Firmware"). Sie wählt z.B. oft zu langsame Verschlusszeiten (meistens doppelt so lang wie meine alte Kamera, z.B. 1/30 statt 1/60), was bei Bewegungen zu Bewegungsunschärfe führen kann. Der Scene-Modus "Makro" wählt oft Blende 1.8, was zu verwaschenen Bildern führt und bei ungünstigem Licht neigen die Farben zur Übersättigung, was man eigentlich nur mit RAW gut in den Griff bekommt. Das alles wäre auch eigentlich völlig ok, denn es soll ja eine Kamera für Fortgeschrittene sein. Nur leider finde ich auch die Expertenmodi oft ungünstig gelöst (siehe "Firmware")

Hardware

Wie schon erwähnt, hat die Kamera eine sehr gute Bildqualität. Das Objektiv verliert im Tele sehr schnell an Lichtstärke, was im Vergleich zu anderen Edelkompakten wie der Canon G15 oder der LX7 ein Nachteil ist. Diese sind alledings dann alle auch nicht mehr Hosentaschentauglich. In der Größenklasse findet man momentan keine Zoomkamera, die diese Kombination aus Sensorgröße und Lichtstärke bietet. Entweder man bekommt durchgängig hohe Lichtstärke auf Kosten der Sensorgröße (Olympus XZ-10 z.B.) oder man muss sich auf eine Festbrennweite beschränken (z.B. Ricoh GR).

Trotzdem gibt es auch hier ein paar Schattenseiten:

- Magentaproblematik: In manchen Situationen (schlechtes Licht, eher weiße oder graue Flächen, z.B. Winterbilder) neigt die Kamera dazu, zum Rand hin die Farben von grün zu lila / magenta zu verschieben. In JPG scheint dies zum Teil rausgerechnet zu werden (ist aber noch sichtbar). In RAW muss man mühevoll selbst Hand anlegen.
- Randunschärfe: In den Ecken ist die Kamera deutlich unschärfer, als in der Mitte

Bei beiden Problematiken gibt es Nutzer, die behaupten, ihre Kamera hätte diese Probleme nicht. Bei meiner sind beide definitiv zu sehen. In den meisten Bildern ist das allerdings kein Problem.

Bildqualität

Auch bei der allgemeinen Bildqualität gibt es ein paar Schwächen, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob sie der Hardware oder der Software geschuldet sind:

- Hauttöne in schwierigen Lichtsituationen manchmal nicht gut getroffen
- Rottöne neigen zum überstrahlen
- Weißabgleich und Belichtungsmessung bei schlechtem Licht oft daneben (teilweise stark)
- Kontrast schwankt sehr stark (trotz gleicher Einstellungen). Manchmal saufen die Schatten ab, andere Bilder sind flau.

Die meisten dieser Dinge bekommt man in RAW recht gut in den Griff, was aber zusätzliche Arbeit bedeutet.

Firmware

Jetzt kommen wir zum größten Kritikpunkt. Dies ist auch der Grund, warum die Kamera von mir nur 3 1/2 Sterne statt 5 bekommt. Es ist wirklich traurig, da Sony diese Dinge problemlos durch ein Firmwareupdate beheben könnte. Anscheinend sieht man das allerdings nicht als nötig an (soweit ich es sehen kann, wurde nicht mal die neue RX100 II in diesen Bereichen verbessert):

- Wenn man die Kamera ausschaltet, speichert sie erst fertig, bevor das Objektiv einfährt. Damit muss man nach einem Schnappschuss evtl. länger warten.
- Es gibt keine gute Möglichkeit, die Blende vorzugeben und trotzdem kürzere Belichtungszeiten zu erzwingen. Weder gibt es im A-Modus eine Einstellung für minimale Belichtungszeit, noch gibt es Auto-ISO im manuellen Modus. Beides wären einfach zu implementierende Details, die extrem nützlich wären. Der S-Modus ist nicht unbedingt die Lösung, da die Kamera hier schnell zu Offenblende neigt.
- Der Frontring kann nicht Modusabhängig eingestellt werden. Dadurch wird viel Potential verschenkt. Stellt man ihn z.B. auf irgendetwas anderes als "Default", kann man im Scene-Modus nicht mehr einfach die Szene wechseln (oder im Panorama-Modus die Orientierung). Stellt man die Kamera auf Direct-Manual-Focus (wo man bei halbgedrücktem Schutter manuell nachfokussieren kann), kann man den Frontring gar nicht mehr verwenden.
- Nutzt man die Belichtungskorrektur, wird das Histogramm ausgeblendet, was völlig unnötig ist. Einzige Abhilfe: Belichtungskorrektur auf den Frontring mit oben genannten Nachteilen. Außerdem verschenkt man damit einen Knopf, da man den Knopf für Belichtungskorrektur im Gegensatz zu den meisten anderen nicht neu belegen kann.
- Auch den (sonst im Aufnahmemodus völlig nutzlosen) ?-Knopf und den Video-Knopf kann man nicht frei belegen, was wirklich schade ist.
- Das frei belegbare Fn-Menü ist zwar praktisch, aber bei anderen Kameras einfacher gelöst (bei der XF1 bekommt man z.B. einfach ein zweites Level, das jedem Knopf eine neue Funktion zuordnet. Hier muss man sich erst durch die verschiedenen Einstellungen scrollen).
- Die Einstellmenüs sehen anders aus, je nachdem, ob man über das Fn-Menü oder über Tasten geht. Meistens ist der Weg über die Tasten deutlich einfacher, aber es gibt halt nicht genug belegbare Tasten.
Beispiele: Über das Fn-Menü muss man sich durch alle HDR- und DR-Einstellungen durchscrollen, während man über eine Taste Untermenüs bekommt. Beim Weißabgleich kann man über eine Taste einen manuellen Weißabgleich machen, über das Fn-Menü nicht.
- Benutzt man die Speicherplätze (MR-Modus) und den verschiebbaren Fokus-Punkt, springt dieser immer wieder auf die Position zurück, die er in den PASM-Modi hat.
- Es gibt keine Möglichkeit, sich in den PASM-Modi ein eigenes Einstellungsset als Default zu speichern, zu dem man immer wieder zurückkehren kann. Im MR-Modus geht das zwar, aber dann ist man auf einen Modus (P,A,S oder M) festgelegt.
- Die RAW-Funktionalität ist grauenhaft umgesetzt. Es gibt viele Modi, wo die Kamera kein RAW (und auch kein RAW+JPG) aufnimmt. Statt dass sie dann automatisch umschaltet, muss man erst manuell auf JPG umstellen. An vielen Stellen ist es auch völlig unverständlich, warum sie sich weigert, RAW mit zu speichern:
- HDR: Es wird ein JPG mit mittlerer Belichtung gespeichert. Warum nicht auch ein RAW?
- Bildeffekte: Warum kann nicht das RAW ohne Bildeffekt mitgespeichert werden?
- Wenn keine Speicherkarte eingesetzt ist, erscheint zwar eine kleine Warnung oben im Bild, die aber nicht auffällig ist. Die Kamera nimmt aber munter Bilder auf und zwar auch ohne dass der interne Speicher irgendwann voll ist. Man kann das letzte Bild auch immer betrachten. Mir ist es schon passiert, 1 Stunde Bilder zu machen, ohne zu merken, dass die Speicherkarte fehlt.
- Im Bildbetrachter kann man nicht Videos und Fotos kombiniert betrachten. Man sieht immer nur den Typ, der als letztes aufgenommen wurde.
- Bracketing und Selbstauslöser schließen sich gegenseitig aus. D.h. es ist z.B. nicht möglich, Belichtungsreihen mit Selbstauslöser aufzunehmen. Ein no-go für HDR-Fotografie.
- Keine Distanzanzeige beim manuellen Fokussieren. Damit ist es schwer bspw. die Hyperfokaldistanz einzustellen.

Das ist jetzt nur eine Auswahl. Würde ich überlegen, würden mir noch mehr Kritikpunkte an der Firmware einfallen. Es ist eine Schande, dass Sony eine solch hochwertige Kamera nicht mit einem Firmwareupdate verbessert.

Aus diesem Grund bekommt die Kamera von mir nur 3,5/5 Sterne.
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122 von 138 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Überflieger, 2. September 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sony DSC-RX100 Cyber-shot Digitalkamera (20 Megapixel, 3,6-fach opt. Zoom, 7,6 cm (3 Zoll) Display, lichtstarkes 28 - 100 mm Zoomobjektiv F1,8 - 4,9, Full HD, bildstabilisiert) schwarz (Elektronik)
Ich besitze eine Sony Alpha 65 und hatte dazu als Kompakte bisher eine Nikon P7000. Jede war für ihre Zwecke gut geeignet. Ich war zufrieden. Nun habe ich die P7000 durch die Sony RX100 ersetzt und bin begeistert. Ich dachte nicht, das ein solcher Quantensprung bei den Kompakten möglich ist. Die Bildqualität der RX100 ist dabei so weit von der Nikon P7000 entfernt, das ich sie hier nicht mit einer anderen Kompakten, sondern mit der Sony Alpha 65 vergleichen werde.

1. Was die RX besser als die A65 kann (!):

- Auto ISO ist frei einstellbar.

- Das Fn-Menü der RX100 ist frei konfigurierbar. Das ist für mich ein Riesenvorteil, weil die Bedienung spürbar schneller und einfacher ist.

- Die RX100 beherrscht das Seitenverhältniss 1:1. Ich fotografiere gerne und relativ häufig damit.

- Den kleinen Aufhellblitz der RX100 kann man nach hinten drücken und damit indirekt blitzen.

- Man kann den Akku in der Kamera aufladen und muss kein externes Ladegerät mehr in den Urlaub mitnehmen. Und das beste dabei ist, daß das Ladekabel meines Samsung Smartphones auch für die RX100 passt :o)

2. Was die RX nicht kann:

- Die Abbildungsleistung der RX100 entspricht bei ISO 3200 nur ungefähr der der Alpha 65 bei ISO 1600 (und ist damit immer noch unglaublich gut für eine Kompakte).

- Die RX100 hat keinen Sucher (das Display ist aber auch bei Sonnenschein exzellent).

- Die RX100 hat keinen Blitzschuh.

- Die in der Artikelbeschreibung genannten "wunderschönen Unschärfeeffekte" sind Quatsch. Das Bokeh eines 1.4er Potraitobjektivs ist mit dem bisschen Unschärfe der RX100 nicht annähernd zu vergleichen.

Fazit: bisher war es so daß ich in der Regel meine Alpha 65 mitgenommen habe und die Kompakte nur wenn ich wirklich kein großes Gepäck gebrauchen konnte (wandern, etc.). In Zukunft wird das genau andersherum sein. Die RX100 ist so gut daß sie für fast alle Fälle meine erste Wahl sein wird. Meine "Große" werde ich nur noch benutzen wenn ich mit speziellen Objektiven (Tele, Portrait, etc.) oder großem Blitz arbeiten möchte. Ansonsten gibt es wirklich nichts was die "Kleine" nicht auch - und teilweise sogar besser - kann.

Ein größeres Lob kann man einer Kompaktkamera nicht aussprechen.

Nachtrag:

Daß die Bildqualität der RX100 nicht mit der von Kompaktkameras sondern eher mit der Qualität von Spiegelreflexkameras vergleichbar ist sieht man deutlich auf dieser Seite:

[link von Amazon gelöscht -> siehe Kommentar Nr 8 dieser Rezension]

Einfach auf der einen Seite die Sony RX100 auswählen und auf der anderen Seite eine der aktuellen Edelkompakten wie der Nikon P7100 oder der Panasonic LX7. Dann auf beiden Seiten einen hohen ISO Wert auswählen (z.B. 1600) und anschliessend sehen und staunen. Die Unterschiede sind wahrhaft frapierend.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Kompromiss - aber ein guter!, 9. Dezember 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sony DSC-RX100 Cyber-shot Digitalkamera (20 Megapixel, 3,6-fach opt. Zoom, 7,6 cm (3 Zoll) Display, lichtstarkes 28 - 100 mm Zoomobjektiv F1,8 - 4,9, Full HD, bildstabilisiert) schwarz (Elektronik)
Auf der Suche nach einer kompakten "immerdabei" Kamera bin ich bei der Sony RX 100 gelandet, die für meine Bedürfnisse den besten Kompromiss darstellt.
Da hier viele Rezensenten das meiste gesagt haben, möchte ich einmal darstellen, welches meine Auswahlkriterien waren und welche anderen Alternativen ich bei anderen Schwerpunktkriterien sehe.

Meine wichtigsten Kriterien waren:
* Kompaktes Gehäuse/ geringes Gewicht/ keine Wechseloptiken -> voll erfüllt, 5 Sterne
* Überdurchschnittliche Abbildungsleistung -> erfüllt, 4 Sterne
* Gutes Abschneiden auch bei wenig Licht -> größtenteils erfüllt 3,5 Sterne
* Fotografie mit Bokeh (geringer Tiefenschärfe) möglich -> erfüllt 4 Sterne
* gute Videoqualität -> übererfüllt (mit leichten Abstrichen beim Codec [AVCHD]) 5 Sterne

Im Ergebnis sind die hervoragende Videoqualität mit der für die Größe der Kamera überdurchschnittlichen Bildqualität und die geringe Größe entscheidend gewesen. Von der Videoqualität bin ich wirklich begeistert.
Die optische Bildstabilisierung trägt in der Kombination mit der nicht schlechten Geschwindigkeit der Kamera viel zu guten Schnappschüssen auch ohne Blitz bei.

Zu der Sensorgröße: Zum Glück ist die reine Erhöhung der Pixelzahl auf winzigen Sensoren eine Entwicklung der Vergangenheit. Eine bessere Abbildungsleistung als die der Nikon D700 mit "nur" 12 Megapixeln auf einem Vollformatsensor habe ich noch nicht gesehen. Der hier verbaute Sensor ist rund 4x so groß wie ein "Standard" 1/2,3 Zoll-Sensor einer normalen Kompakten. Etwa doppelt so groß (Fläche) sind Micro-Four-Thirds Sensoren (z.B. Panasonic), ein APS-C Sensor (z.B. SONY NEX) ist mehr als drei mal so groß.
Neben der Qualität der Optik und der Qualität des Sensors an sich (schwer einzuschätzen) ist die Größe des einzelnen Pixels immer noch ein guter Indikator für die Bildqualität bei wenig Licht. Die Güte von Optik und Sensor ist bei der RX100 überdurchschnittlich.

Wem die Größe der Kamera oder die Video-Qualität weniger wichtig sind als mir, dem seien also andere Kameras empfohlen:
* Eine Sony NEX-3N bietet APS-C Sensorgröße in kleinen Abmessungen zu einem guten Preis
* Die Fujifilm X-A1 bietet die beste Fotoqualität, die ich je bei einer Systemkamera gesehen habe
* Die Panasonic GM-1 bietet die gleiche Größe wie die RX100 mit MFT-Sensorformat und Wechseloptiken

Andere Kompaktknipsen mit ihren kleinen Sensoren können in meinen Augen von der Abbildungsqualität her nicht mithalten, wer hier Abstriche machen kann findet sicher auch ein Modell mit einer ergonomischeren Bedienung - die RX100 ist mit ihren kleinen Tasten und der Menüstruktur nicht 100% großmuttertauglich. Eine Empfehlung für eine andere Kompakte gebe ich nicht (den Vergleich habe ich zu einer Canon HS mit 12 Megapixeln und einer Panasonic Superzoom). Diese Kameras bieten zwar bei Tageslicht brauchbare Ergegbnisse und genügen mit langen Zoom anderen Anforderungen, allerdings funktionieren sie bei wenig Licht ohne Blitz praktisch gar nicht mehr und die Videoqualität ist trotz "Full-HD" bescheiden.

-> Fazit: Die RX100 ist für mich die Königin der Kompakten (allerding auch doppelt so teuer wie die meisten anderen). Sie bietet hervoragende Videoqualität, reicht im Bereich Foto trotz guter Qualität nicht ganz an eine gute System- oder Spiegelreflexkamera heran. Das Bedienkonzept ist für technikaffine Menschen kein Problem, aber auch nicht selbsterklärend. Für ältere Menschen wegen der kleinen Tasten nur bedingt tauglich.

Ich feue mich über viele tolle Fotos und Videos, die ich sonst nur mit dem Handy in mieser Qualität gemacht hätte. Eine Spiegelreflex oder Videoausrüstung hat man halt nicht "immerdabei"!
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150 von 175 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Winzling zeigt gewaltige Zähne, 30. Juli 2012
Von 
Buecherfreakadelle (Erding, tiefstes Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Sony DSC-RX100 Cyber-shot Digitalkamera (20 Megapixel, 3,6-fach opt. Zoom, 7,6 cm (3 Zoll) Display, lichtstarkes 28 - 100 mm Zoomobjektiv F1,8 - 4,9, Full HD, bildstabilisiert) schwarz (Elektronik)
Länge:: 9:46 Minuten

ERSTER EINDRUCK:
Nachdem ich bisher ausschließlich mit relativ bulligen Spiegelreflexkameras fotografiert habe und mich erst jetzt auf meine alten Tage nach einer "Immer-dabei-Kamera" umgesehen habe, war mein erster spontaner Gedanke als ich diesen Winzling (102 x 59 x 36 mm) in die Hand nahm: "Oh Gott - ein Baby! Bloß nicht bewegen, bloß nicht atmen und auf gar keinen Fall fallen lassen". Erst nach einigen meditativen Atemübungen und einem nervös gemurmeltem "Keine Angst, Papa passt schon auf dich auf" konnte ich mit der Betrachtung fortfahren. Obwohl die Kamera locker auf eine Hand passt, ist sie doch erstaunlich "schwer" (240 Gramm). Natürlich nicht für eine Spiegelreflexkamera, aber eben für so einen Pixel-Dreikäsehoch, bei dem man nicht sicher ist, ob es sich nicht doch noch um die Larvenform handelt. Das Gewicht weckt schon mal das Vertrauen in eine scheinbar recht solide Verarbeitung.

GEHÄUSE:
Das mattschwarze Aluminiumgehäuse besticht durch seine klare, schlichte Form, alle Bedienelemente ragen nur leicht über die Oberfläche hinaus, dadurch wirkt die Form sehr kompakt und klar. Edel sieht sie aus, die Schönheit in ihrem kleinen Schwarzen, fast schon einen Hauch arrogant mit dem dezenten, aber doch unübersehbaren "Karl Zeiss"-Schriftzug auf dem Objektiv. Man ist ja schließlich wer! Die Beschriftung der Bedienelemente und des Objektivs ist in einem dezenten hellen Grau gehalten, lediglich das "Sony"-Logo springt dem Betrachter in leuchtendem Weiß ins Auge. Ein professioneller "Weißabgleich", Klappern gehört nun mal zum Handwerk. Trotz ihrer Zierlichkeit wirkt die Kamera nicht wie ein Spielzeug, sondern eher wie ein Präzisionsinstrument.

OBJEKTIV:
Beim Einschalten der Kamera entfaltet sich das aus zwei ineinandergeschobenen Ringen bestehende Objektiv unter melodramatischem Surren zu seiner beeindruckenden Gesamtlänge von 3,5 cm. Ich weiß nicht wie lange die Entwickler am Sound gefeilt haben, aber der "Geniales-technisches-Gadget-bereitet-seinen-Einsatz-zur-Rettung-der-Welt-vor"-Sound ist ziemlich cool :-).Über die optischen Qualitäten von Zeiss-Objektiven muss man vermutlich nicht allzu viel sagen, sie haben es generell faustdick hinter den Linsen. Beim ersten Mal ist man überrascht, wie viel Objektiv in so wenig Kamera Platz hat. Im Weitwinkelbereich ist das Objektiv mit Blende 1.8 erstaunlich lichtstark, die damit verbundene geringe Tiefenschärfe kann bei der Aufnahme als gestalterisches Element eingesetzt werden, beispielsweise um Blüten bei einer Makroaufnahme vor dem unscharfen Hintergrund freizustellen.
Der ZOOMFAKTOR von 3,6 deckt den Bereich bis zum leichten Teleobjektiv ab (28 - 100 mm). Um den Zoomfaktor zu erweitern bietet Sony ein "KLARBILDZOOM" an, das standardmäßig deaktiviert ist. Dabei handelt es sich nicht um eine optische Leistung des Objektivs, sondern eine nachträgliche digitale Vergrößerung des Ausschnitts, die daher zwangsläufig mit Qualitätsverlust verbunden ist. Laut den Testwerten von Chip Online sinkt die Auflösung dabei auf die Hälfte! Ich würde mich auf das optische Zoom beschränken, stärkere Vergrößerung können durch einen engeren Zuschnitt erreicht werden.
In schwierigen Motivsituationen kann auch MANUELL FOKUSSIERT werden. Über die Menüpunkte

"KANTENANHEBUNGSSTUFE" UND "KANTENANHEBUNGSFARBE"

(übrigens ein wunderschönes Beispiel für tollkühne Übersetzungen aus dem Englisch :-) werden scharfe Bildbereiche farbig hervorgehoben (wahlweise gelb, rot oder weiß), um das Fokussieren bei schlechtem Licht zu erleichtern. Außerdem wird beim Scharfziehen automatisch eingezoomt.
Im eingezogenen Zustand wird die Optik durch zwei METALLLAMELLEN vor Schmutz und mechanischer Beschädigung geschützt.

FOKUSSIEREN:
die Kamera besitzt 25 FOKUSPUNKTE die beim Scharfziehen durch leichtes Eindrücken des Auslösers automatisch angewählt werden. Die GESCHWINDIGKEIT wird mit 0,25 Sekunden im Weitwinkel- und 0,54 Sekunden im Telebereich angegeben. Mein subjektiver Eindruck ist 'ziemlich flott'. Im entsprechenden Menü gibt es drei Einstellungen zur Auswahl: "MULTI", "MITTE" und "FLEXIBLE SPOT". Der "Flexible Spot" lässt sich durch die vier Druckpunkte des Steuerrades an jede beliebige Stelle des Displays bewegen, das ist vor allem dann praktisch, wenn sich das Motiv nicht in der Bildmitte befindet. Bei 28 mm können Sie sich dem Motiv bis auf 5 cm nähern. Scheue Insekten werden Ihnen bei diesem Abstand zwar etwas husten, dennoch sind durchaus beeindruckende MAKROAUFNAHMEN in hoher Qualität möglich. Bei schlechtem Licht schaltet sich automatisch eine LED-HILFSLEUCHTE zum Fokussieren ein, diese Funktion kann auch deaktiviert werden.

LICHTEMPFINDLICHKEIT
Eine Lichtempfindlichkeit von ISO 6.400 bei einer Kompaktkamera klingt zunächst nach völligem Größenwahnsinn und lässt den Anwender ein majestätisches Rauschen wie unmittelbar neben den Niagarafällen erwarten. Weit gefehlt! Hier fallen sich der vergleichsweise riesige Bildsensor und die hochkarätige Zeiss-Optik in durchaus begründeter Euphorie jubelnd in die Arme. Das RAUSCHVERHALTEN ist für so einen Winzling absolut sensationell, selbst bei der höchsten Empfindlichkeit bekommen Sie durchaus noch brauchbare Ergebnisse. Hut ab!

MODUSWAHLKNOPF:
Als ich zum Einstieg als erstes ganz, ganz vorsichtig versuchte den Moduswahlknopf zu drehen, passierte zunächst einmal gar nichts. Hier ist ein ziemlich kräftiger Druck erforderlich um die Einstellungen zu wechseln, ein versehentliches Verstellen ist daher so gut wie ausgeschlossen.

STEUERRING:
Der Steuerring am Objektiv ist das andere Extrem, hier reicht bereits das Niesen einer schwindsüchtigen Ameise aus, um Bewegung ins Spiel zu bringen. Butterweich, gleitend und ohne fühlbare Raster lässt sich der Ring nahezu widerstandsfrei drehen. Das Gefühl erinnert ein bisschen an den Feintrieb an einem guten Mikroskop, Präzision vom Feinsten.
Durch den Steuerring können die gleichen FUNKTIONEN angewählt werden wie über das Steuerrad auf der Kamerarückseite. Das jeweils bei der Drehung eingeblendete Menü im Display ist sehr ansprechend und auch bei schlechten Lichtverhältnissen gut zu erkennen: Die Schrift ist angenehm groß, die einzelnen Werte werden bogenförmig auf einem Kreissegment angeordnet und verschieben sich beim Drehen des Rings. Der aktuell eingestellte Wert steht immer oben in der Mitte und wird orange hervorgehoben. Eine sehr elegante und übersichtliche Lösung.

WELCHER PARAMETER SICH DURCH DAS DREHEN AM RING ÄNDERT, hängt in erster Linie vom eingestellten Programm ab. Bei Blendenvorwahl verändern Sie die Blende, bei Zeitvorwahl die Verschlusszeit, bei Programmautomatik Blende UND Verschlusszeit, wobei das Verhältnis zwischen beiden konstant bleibt.
Nach Drücken der FN-TASTE (siehe weiter unten) verändern Sie die Werte im angewählten der sieben aufgeführten Funktionsmodi z.B. die Isozahl, den Blitzmodus oder was Sie eben sonst zu Ihren Favoriten erkoren haben.

Reizvoll ist auch die Möglichkeit den Steuerring mit der ZOOMFUNKTION zu belegen. Der klassische Zoomdrehgriff am Objektiv ist bei allen Spiegelreflexkamerabesitzern eine fast schon genetisch fixierte Bewegung, es ist beruhigend, wenigstens einen vertrauten Bewegungsablauf übernehmen zu können. Außerdem muss man bei Betätigung des Zoomhebels zum Auslösen umgreifen und verliert dadurch Zeit, bei Verwendung des Steuerrings kann der Finger am Abzug (Pardon: Auslöser) bleiben.
Auch beim MANUELLEN FOKUSSIEREN wird der Steuerring eingesetzt.

BEDIENTASTEN AUF DER KAMERARÜCKSEITE:
Man muss zweimal hinschauen, um sie einmal zu sehen. Diese Tasten bzw. Tästchen haben kapitale 4 mm Durchmesser und ragen nicht einmal 1 mm über die Oberfläche hinaus. Ich habe zwar eher zierliche Hände, aber bei diesem Anblick wurde mir doch etwas mulmig. Ich bin ja nicht Wilhelm Tell, wie um alles in der Welt soll ich diese Bonsai-Hubbel treffen. Es geht! Verblüffend gut sogar. Obwohl die Taste unter der Fingerkuppe verschwindet wie ein Rehpinscher unter einem Sumoringer, spricht sie mit einem beruhigenden leisen Knacken auf jeden Druck an. Wer Hände wie Bratpfannen hat, könnt hier möglicherweise Probleme bekommen.

STEUERRAD AUF DER KAMERARÜCKSEITE:
Diese Bedienelement lässt sich problemlos drehen und rastet im Gegensatz zum Steuerring am Objektiv jeweils nach einer kurzen Strecke ein. Ich treffe die Auswahl in den Menüs fast ausschließlich über diesen Drehregler, weil er sich mit einem Finger mühelos bedienen lässt und ich nicht zum Steuerring am Objektiv umgreifen muss. Vom Menü her optisch ansprechender ist allerdings die Variante mit dem Steuerring.

BLITZ:
Er springt über ein System aus Federn und zwei Gelenken bei Bedarf im wahrsten Sinn des Wortes 'blitzartig' aus dem Gehäuse und ragt dann erstaunlich weit in die Höhe. Zum indirekten Blitzen kann man den elastisch gefederten Blitz mit einem Finger nach hinten ziehen und festhalten, dadurch blitzt er nach oben. Ob diese unkonventionelle Vorgehensweise von den Entwicklern geplant, war weiß ich allerdings nicht :-) Der Blitz muss manuell mit einer gewissen Brutalität in das Gehäuse zurückgedrückt werden. Die ersten paar Mal kostet das eine ziemliche Überwendung, der Druck damit der Blitz mit einem lauten Knacken wieder im Kameragehäuse einrastet ist beunruhigend hoch. Rein emotional fühlt es sich an, als würde man versuchen ein Küken gewaltsam in eine Puderdose zwängen, man hat eine Heidenangst dem wuschligen Winzling alle Gräten zu brechen.

ZOOMSCHALTER:
Er befindet sich am vorderen Rand des Auslösers, lässt sich gut erreichen und problemlos in beide Richtungen bedienen. Er dient auch zur Vergrößerung der aufgenommenen Fotos bei der Betrachtung im Display. Wer lieber über Drehen am Objektiv zoomt, kann auch den Steuerring mit dieser Funktion zu belegen

AKKU LADEN:
Bisher kann der Akku ausschließlich in der Kamera geladen werden, ein isoliertes Ladegerät gibt es nicht. Agoraphobie bei einem Kamera-Akku finde ich doch recht ungewöhnlich. Sony gibt 330 BILDER PRO VOLLER AKKULADUNG an, das ist nicht gerade üppig wenn man auf reizvolle Motive stößt. Mindestens ein Reserve-Akku am Mann ist daher lebensnotwendig für den Seelenfrieden des Fotografen. (Die über der Brust gekreuzten Patronengurte aus alten mexikanischen Western gibt es jetzt auch für Akkus :-) Bei meiner Spiegelreflexkamera kann ich den einen Akku laden, während ich mit dem zweiten in aller Ruhe fotografiere. Diese recht praktische Vorgehensweise funktioniert hier nicht, insofern finde ich diese Methode etwas praxisfeindlich.
Zum Laden schließen Sie das mitgelieferte Micro-USB-Kabel am Netzgerät und an der Kamera an. Wenn Sie versuchen die kleine Klappe an der Schmalseite der Kamera zu öffnen, hinter der sich der Anschluss verbirgt, scheint sie zunächst manchmal zu klemmen und sich nicht weiter öffnen zu lassen. Ziehen Sie die Klappe in diesem Fall schräg nach vorne, dadurch rutscht sie weiter aus dem Gehäuse und lässt sich jetzt problemlos ganz öffnen. Die Ladezeit wird bei 25° C mit 2,5 Stunden angegeben. Am Nordpol könnte es also länger dauern, das sollte sie aber dann völlig kalt lassen. Eine Gegenprobe im Inneren des Ätna wäre interessant, allerdings brauchen Sie dann ein verdammt langes Asbestkabel. In diesem Zusammenhang genial ist das PIXO C2+ Ladegerät für Li-ion AkkuPack und NiCd/NiMH Einzelzelle (vgl. meine Video-Rezension dort). Mit diesem Gerät können Sie die Akkus ziemlich aller Digitalkameras, Videokameras, Handys, mp3-Player und Navigationsgeräte aufladen und sparen sich dadurch tonnenweise Ladegeräte!

DISPLAY:
Das Display ist hell, klar und gestochen scharf, die Farben in den Menüs heben sich kräftig ab. Die ungeschützte Glasfläche, die geradezu nach Katastrophen schreit, verursacht mir allerdings leichte Bauchschmerzen. Deswegen habe ich die sündteure Sony LCJ-RXA Kameratasche für DSC-RX100 in Lederimitatausführung (vgl. meine Video-Rezension dort!) gleich mitbestellt, auch wenn die coole Optik der Kamera im eingepackten Zustand etwas leidet. Mir ist auf alle Fälle deutlich wohler dabei. Eine Folie zum Schutz des Displays steht auch noch auf meiner Wunschliste.

BILDSTABILISATOR (STEADYSHOT):
Mit diesem System werden kleine Bewegungen (Verwackeln) der Kamera durch eine gleich starke Gegenbewegung kompensiert.
Standardmäßig ist diese Funktion in den Grundeinstellungen aktiviert und dabei sollten Sie es auch unbedingt belassen. Bei ein paar Probeaufnahmen mit maximaler Brennweite (optischer Zoom!) von 100 mm, sowohl mit aktiviertem wie auch deaktiviertem Bildstabilisator, brachte der Einsatz des Stabilisators immerhin einen Puffer von 1-2 Blenden (d.h. ich kann bis zu zwei Stufen abblenden, ohne dass das Bild durch die daraus resultierende längere Verschlusszeit verwackelt). Wirklich nicht übel für so einen Knirps!

SERIENBILDFUNKTION:
Die Sony RX100 kokettiert mit einer maximalen Serienbildgeschwindigkeit von 10 Fotos pro Sekunde. Das klingt schon fast nach den Dimensionen einer Spiegelreflexkamera. Es gibt allerdings einen klitzekleinen Haken, der sich hinter den zwei Modi "Serienaufnahme" oder "Bildfolgezeitpriorität" verbirgt.
Die "SERIENBILDFUNKTION" arbeitet so, wie man es von ihrem Namen erwartet. Gründlich und gewissenhaft passt sie während jeder Einzelaufnahme Autofokus und Belichtung an die Aufnahmebedingungen an und macht danach kurze Kaffeepause. Das dauert nun mal seine Zeit, mehr als 2,5 Bilder pro Sekunde sind in diesem Modus nicht drin.

Aber war da nicht gerade die Rede vom Turbomodus mit 10 Bildern pro Sekunde? Ein Modus der sich nur mit Ohrstöpsel ertragen lässt, weil es jedes Mal ohrenbetäubend knallt wenn die Kamera durch die Schallmauer bricht???

Hier kommt die "BILDFOLGEZEITPRIORITÄT" ins Spiel. Wer diesen Namen erfunden hat, scheint offensichtlich ein leicht gestörtes Verhältnis zur deutschen Sprache zu haben. "Zeitpriorität" könnte man folgendermaßen erläutern: Hauptsache flott, alles andere ist völlig wurscht! Deshalb behält die Kamera die bei der allerersten Aufnahme ermittelten Einstellungen für alle restlichen Bilder der Serie bei. Ob sich die Aufnahmebedingungen im Verlauf der Serie geändert haben, interessiert die Kamera dabei nicht die Bohne! Stellen Sie sich einen hungrigen Löwen vor, der sich ihnen mit kontaktfreudigem Magenknurren und unglaublich eleganten Sätzen nähert. Wäre es nicht frustrierend, wenn Sie von dieser wunderbaren, dramatischen Bildfolge nur ein einziges scharfes Foto hätten? Gut, vermutlich können Sie diesen Anblick selbst nicht mehr genießen, aber zumindest Ihre Erben werden es Ihnen zu danken wissen.
Nachdem ich Safaris generell meide und die Kamera auch nicht schwerpunktmäßig zur Sportfotografie einsetzen will, kann ich mit 2,5 Bildern pro Sekunde durchaus gut leben ohne mein Kopfkissen nass zu weinen. Ich finde es allerdings amüsant welche rhetorische Finten hier von Sony eingesetzt werden, um den wahren Sachverhalt doch ein kleines bisschen zu verschleiern.

DER LÄCHELERKENNUNGSMODUS:
Wählen Sie

MENÜ-KAMERAICON-SEITE 2-LÄCHEL-GESICHTERKENNUNG-AUSLÖSUNG BEI LÄCHELN (LEICHT/NORMAL/STARK)

Stellen Sie die Kamera auf ein Stativ oder eine ebene Fläche und richten Sie sie auf einen Stuhl aus, auf dem Sie im Anschluss sitzen. Nehmen Sie auf dem Stuhl Platz. Lächeln Sie! Nochmal. Na also, geht doch! :-) Bei jedem erkannten Lächeln feuert die Kamera selbstständig. Lächeltreffer erkennen Sie am Aufleuchten der roten Lächelauslöserlampe schräg vor dem Auslöser (das Ding heißt allen Ernstes so). Variieren Sie die Lächelauslöseschwelle von "LEICHT" über "NORMAL" bis "STARK". Ich garantiere Ihnen eine höchst vergnügliche Viertelstunde, Sie werden aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus kommen! :-) Eine amüsantere Weise Selbstporträts zu erstellen ist mir bisher wirklich noch nie begegnet. Sie können diese Methode auch für Gruppenfotos verwenden, sie wirkt mit Sicherheit stimmungsaufhellend :-) Über

MENÜTASTE-ZAHNRADSYMBOL-SEITE 3-GESICHTSREGISTRIERUNG

können Sie Gesichter "registrieren" lassen, indem Sie eine Aufnahme davon machen. Die Priorität liegt dann auf den registrierten Gesichtern, d.h. bei der Lächelerkennung im Rahmen einer Gruppe "wartet" die Kamera geduldig auf das Lächeln des Favoriten, selbst wenn alle anderen Gruppenmitglieder bereits einen Zwerchfellriss vor lauter Lachen haben. Über die Reihenfolge der registrierten Gesichter im Ordner können Sie sogar eine Hierarchie festlegen.

Auch beim SELBSTAUSLÖSER gibt es Optionen die das Auslösen vom Vorhandensein eines (SELBSTPORTRÄT: EINE PERSON) oder zweier Gesichter (SELBSTPORTRÄT: ZWEI PERSONEN) abhängig machen (in diesem Fall übrigens auch ohne Lächeln!). Sie müssen also nicht wie bisher beim Selbstauslöser üblich innerhalb von fünf Sekunden atemlos zu Ihrem Platz spurten, sondern können sich ganz gemächlich Zeit lassen. Sobald die Kamera ein Gesicht (bzw. zwei Gesichter) erkennt, gibt Sie Ihnen noch eine kurze Schonfrist (Selbstauslöserlampe leuchtet rot auf), dann feuert sie.

DER PIEPSMEUCHLER - EIN WAHRER SEGEN!
Vor kurzem habe ich an einer Exkursion teilgenommen, die dank den landschaftlichen Reizen eines Nationalparks sehr fotointensiv wurde. Die Stille wurde nur vom leisen Rauschen der Bäume, Vogelgezwitscher und dem melodischen Murmeln der Bergbäche unterbrochen. Leider auch von einem fotowütigen Mitstreiter, dessen Kamera in nervtötender Regelmäßigkeit ähnlich grässliche Töne von sich gab, wie ein chinesisches Meerschweinchen beim Kampfschrei-Training. Als ich mich gerade dazu durchgerungen hatte, ihn liebevoll mit seinem eigenen Kameragurt zu erdrosseln, wollte ich ihm fairerweise doch noch eine letzte Chance geben und fragte ihn, ob er diesen gott***** Lärm nicht abstellen könne? Die entwaffnende Antwort: "Abstellen? Das geht?? Super, mich nervt dieses elende Gepiepe schon die ganze Zeit!" Manchmal rennt man eben offene Türen ein. So frohlocket denn ihr Kamerabesitzer des Universums, tiefer Friede ist zum Greifen nah.

MENÜTASTE-SCHRAUBENSCHLÜSSELSYMBOL-SEITE 2-SIGNALTÖNE-AUS!!!'.

Himmlische Stille senkte sich über die Erde, und der Fotograf hörte dass es sehr gut war.

HANDHABUNG:
Ich muss mich immer noch mit den Abmessungen dieses Pixelzwergs vertraut machen, ich bin es noch nicht gewohnt so wenig Platz für so viele Finger zu haben. Die Daumenauflage an der Rückseite des Gehäuses ist gummiert, hier liegt die Fingerspitze relativ rutschsicher auf. Die Vorderseite der Kamera ist durch das glatte Metall etwas rutschig, daran muss man sich erst gewöhnen. Mit verschwitzten Fingern muss man hier eventuell aufpassen. Ich stütze die Kamera meistens zusätzlich mit Daumen und Zeigefinger auf der linken Seite oben und unten ab, dummerweise blockiere ich damit den Blitz. Als erfolgreich praktizierender Feigling habe ich aber traditionsgemäß bei der Aufnahme den Trageriemen der Kamera um den Hals bzw. um das Handgelenk, insofern sollte es im Hinblick auf einen Sturz hier keine Probleme geben.

MENÜS UND FUNKTIONEN:
DER FN-BUTTON - IHRE GANZ PERSÖNLICHE SCHATZTRUHE:
Wenn Sie sich erstmals mit dieser Kamera auseinandersetzen werden Sie von der Fülle der Icons, Menüs und Einstellmöglichkeiten völlig erschlagen und verlieren zunächst jeden Überblick. Die be** **** Gebrauchsanweisung (siehe unten) macht die Sache nicht unbedingt besser. In dieser Phase des Chaos und der Desorientierung ist der Fn-Button auf der Rückseite ein wahrer Segen. Auf Knopfdruck werden unten im Display SIEBEN FUNKTIONEN ALS ICON EINGEBLENDET (z.B. Autofokus-Modus, Iso-Zahl, Korrekturfaktor etc.)
Jetzt die gute Nachricht:
Sie können diese sieben Funktionsmodi nach Ihren persönlichen Schwerpunkten völlig frei zusammenstellen und somit die für Sie wichtigsten Funktionen der Kamera an einer Stelle vereinen. Ich arbeite zum Beispiel fast nie mit Blitz und verwende keine Kreativmodi (das funktioniert in Photoshop besser und vor allem reversibel und damit verlustfrei), deshalb finden Sie diese Funktionen bei mir nicht. Stattdessen verwende ich sehr oft den Belichtungskorrekturfaktor und wechsle die Art der Belichtungsmessung (Spot, mittenbetont), auch den Wechsel zwischen Einzel- und Serienbild habe ich gerne greifbar. Diese maßgeschneiderte Zusammenstellung erleichtert Orientierung und Übersicht enorm! Die Auswahl treffen sie im Menü:

MENÜTASTE-ZAHNRADSYMBOL-SEITE 2-FUNKTIONSTASTE.

Hier wird bei allen sieben Funktionstasten eine Liste der möglichen Optionen aufgelistet aus denen Sie dann jeweils Ihren persönlichen Favoriten wählen können. Durch diese Reduktion auf die für Sie relevanten Punkte beschleunigt sich das Arbeiten mit der Kamera extrem. Nach dem Drücken der Fn-Taste wählen Sie innerhalb der einzelnen Betriebsmodi mit dem Steuerrad auf der Kamerarückseite oder alternativ dem Steuerring am Objektiv die gewünscht Unterfunktion aus (z.B. "Spot" aus dem Menü "Fokusierung").
Achten Sie aber bitte darauf, welches Programm Sie am Programmwahlrad ausgewählt haben, in vielen Automatikprogrammen haben Sie nur begrenzte Möglichkeiten der Einflussnahme. Das Programm "P" liefert einen guten Kompromiss aus automatischer Voreinstellung durch die Kamera und manueller Steuerung durch den Anwender.

WASSERWAAGE UND HISTOGRAMM:
Offensichtlich sind Sony diese durchaus liebenswerten Funktionen grenzenlos peinlich, sonst hätten sie sie nicht so perfekt versteckt. Ich wusste zum Glück dass es eine Wasserwaage gibt und habe sie dementsprechend hartnäckig gesucht, anderenfalls hätte ich vermutlich irgendwann entnervt kapituliert. (Über die Dreistigkeit der angebotenen "Gebrauchsanweisungen" später mehr). Hier finden Sie das Prachtstück:

MENÜTASTE-ZAHNRADSYMBOL(1. SEITE)-TASTE DISP (MONITOR)

Die Option "ALLE INFOS ANZEIGEN" ist nicht sonderlich empfehlenswert, sonst haben Sie einen Schneesturmeffekt und sehen vor lauter Icons das Bild nicht mehr. Aktivieren Sie daher die Punkte "NEIGUNG" und "HISTOGRAMM".

Ausgelöst werden die beiden Funktionen über die "DISP"TASTE, das ist der obere Druckpunkt am Steuerrad auf der Kamerarückseite. Die Wasserwaage arbeitet in zwei Ebenen, sowohl ein Kippen der Kamera nach vorne oder hinten, wie auch eine Drehung nach oben oder unten können damit wirkungsvoll vermieden werden. Abweichungen von der Ideallinie in beiden Achsen werden mit Rot angezeigt, sobald alle vier Punkte grün sind, können Sie feuern. Bei meiner Spiegelreflexkamera kann ich inzwischen ganz gut abschätzen ob die Neigung passt, bei der Pygmäenknippse von Sony liege ich dagegen noch völlig daneben. Bereits ein leichtes Verkanten der Kamera kann zu relativ starken Verzerrungen der senkrechten und waagrechten Linien im Bild führen, die extrem störend sein können. Sie sparen sich mit dieser praktischen Funktion also eine ganze Menge nachträglicher Bearbeitung.
Beim zweiten Druck auf die Disp-Taste wird ein kleines HISTOGRAMM eingeblendet. Es gibt Auskunft über die statistische Verteilung der Tonwerte im Bild mit den Endpunkten 0 (tiefes Schwarz) und 255 (zeichnungsloses Weiß) und allen Grautönen dazwischen. Damit sehen Sie schon vor der Aufnahme ob die GEFAHR EINER ÜBER- BZW. UNTERBELICHTUNG besteht, wenn der Tonwert-'Berg' am rechten oder linken Rand anstößt bzw. 'überläuft'.
Wenn Sie beim BETRACHTEN DER FOTOS mehrfach die Disp-Taste drücken erhalten Sie ebenfalls ein Histogramm, ÜBER- BZW. UNTERBELICHTETE BEREICHE DES FOTOS blinken weiß bzw. schwarz. Dann können Sie die Aufnahme sofort wiederholen und einen entsprechenden Korrekturfaktor verwenden.

GITTERLINIEN:
Das Einblenden eines Liniengitters erleichtert das Ausrichten an senkrechten und waagrechten Motivstrukturen und die Beurteilung der Bildproportionen zusätzlich, ich habe es daher immer aktiviert:

MENÜTASTE-ZAHNRADSYMBOL (1. SEITE)-GITTERLINIE

In Verbindung mit der Wasserwaage sollte daher auf Ihren Bildern nie wieder das Meer auslaufen, weil der Horizont bedrohlich kippt.

ERSTELLUNG VON PANORAMAS (SCHWENKAUFNAHME):

Wer schon einmal Panoramen "gestitcht" hat, kennt die zugrundeliegende, umständliche Prozedur. Zunächst die Einzelaufnahmen erstellen, die zu etwa einem Drittel überlappen sollen und im Idealfall mit manueller Belichtung und Stativ gemacht werden. Profis verwenden außerdem einen sündteuren Panoramaschwenkkopf. Im Anschluss setzt Adobe Photoshop die Einzelaufnahmen dann zu einem nahtlosen Panorama zusammen, das Ergebnis ist immer wieder beeindruckend.
Bei der Sony RX100 wurde diese Prozedur drastisch vereinfacht. Sie stellen lediglich den MODUSWAHLSCHALTER AUF "SCHWENKAUFNAHME" und drücken auf den Auslöser. Danach müssen Sie die Kamera lediglich in einer durchgehenden Bewegung schwenken, also wie bei einem Videodreh. Das war's! Die Geschwindigkeit sollte irgendwo zwischen einer Schildkröte und einem Geparden liegen, sonst erhalten sie einen schriftlichen Rüffel von Ihrer Kamera: "Panorama-Aufnahme fehlgeschlagen, geradlinig in Pfeilrichtung bewegen!" Wenn dagegen alles passt haben Sie zwei Sekunden später das fertige Panorama. Ich habe nicht die leiseste Ahnung wie diese kamerainterne Verarbeitung funktioniert, aber sie ist mächtig beeindruckend! Auch bei intensiver Suche werden Sie keine sichtbaren Übergänge oder Brüche finden.
An GRÖSSEN können:

"STANDARD" (Vertikal: 3872 × 2160; Horizontal: 8192 × 1856 Pixel) und
"WIDE" Vertikal: 5536 × 2160; Horizontal: 12416 × 1856 Pixel) eingestellt werden. Ausdrucke von locker einem Meter Breite sind hier kein Problem. Auch die Schwenkrichtung kann vorgegeben werden.

VIDEOAUFNAHMEN:
Über den MODUSWAHLKNOPF "FILM" und das Menü (2. Icon) können Sie sich für Programmautomatik, Zeitvorwahl, Blendenvorwahl oder rein manuelle Einstellung entscheiden. Auch Dateiformat, Bildgröße und einige andere Parameter lassen sich modifizieren.
Wem das aber alles zu kompliziert ist, drückt einfach auf die "MOVIE-TASTE" auf der Kamerarückseite und der Dreh beginnt, erneutes Drücken beendet ihn. Während des Filmens kann ein- und ausgezoomt werden, die automatische Scharfstellung klappt hervorragend. Bei aktiviertem 'SteadyShot' (standardmäßig an) sorgt die Kamera für eine sehr ruhige, gleitende, ruckfreie Bewegung. Skateboardfahren auf einem Kopfsteinpflaster sollten Sie natürlich nicht während der Aufnahme. Die Qualität des Videos kann sich selbst in diesem vollautomatischen Modus wirklich sehen lassen.

DAS HANDBUCH - Wenn schon inkompetent dann richtig!

Auf den ersten Blick scheint das mitgelieferte Handbuch (auch über das Internet ausdruckbar!) eine recht vernünftige Dicke zu haben, und der Anwender stürzt sich mit den flackernden Augen des Fanatikers ausgehungert auf diese Informationsquelle, um möglichst rasch in die intimsten Geheimnisse seines digitalen Lieblings einzudringen. Dieser elegante James Bond-Flughecht endet leider in einer spektakulären Bruchlandung. Die Gebrauchsanweisung liegt in 15 verschiedenen Sprachen vor, unter anderem finnisch und ungarisch. Das grenzt fast schon ans Geniale, die Entwickler haben sich hier wirklich Gedanken gemacht! Sollten Sie daher jemals von einem finnischen Terroristen gekidnappt werden, haben Sie jetzt immerhin Material für Smalltalk und können über die "Lächelauslöserlampe" fachsimpeln. Durch diesen unerwarteten, multilingualen Segen schrumpft der verwertbare Text in Lichtgeschwindigkeit auf 29 lächerliche Seiten Text. DIN A6 wohlgemerkt! (Nur zum Vergleich: Das Handbuch zur Canon EOS 60D hat 320 Seiten, bisher habe ich hier im Handumdrehen auf jede Frage die passende Antwort gefunden. Gebrauchsanweisungen der Firma Nikon haben einen ähnlichen Umfang).

Spätestens jetzt wird die Gebrauchsanweisung von den ersten Tränen des Anwenders benetzt.
Das Laden des Akkus und das Einsetzen der Speicherkarte beanspruchen bereits die Hälfte dieses epischen Meisterwerkes, bleiben für die praktische Anwendung und sämtliche Menüs knapp 15 Seitchen. Ein dementer Orang Utang im Vollrausch dürfte Ihnen ähnlich erschöpfende Informationen zur Kamerahandhabung liefern, er ist aber vermutlich deutlich unterhaltsamer.
Das "elektronisch Handbuch" im Internet kann man ebenfalls in der Pfeife rauchen, die Informationen sind äußerst knapp und spärlich gehalten, außerdem gibt es keine Möglichkeit durch den Gesamttext zu blättern, sondern man muss mühselig jede Einzelseite vom zentralen Gesamtverzeichnis aus aufrufen. Eine ausdruckbare PDF-Version existiert ebenfalls nicht, das nervt dann doch ziemlich. Echte Freude kommt also auch hier nicht auf. Last not least hat die Kamera sogar eine integrierte Hilfefunktion. Wenn Sie beispielsweise im Menü den 'Fokusmodus' auswählen und dann auf der Kamerarückseite den Knopf mit dem Fragezeichen ganz links unten drücken, erhalten Sie die umfassende, alle Aspekte dieser Fragestellung abdeckende Erklärung: 'Fokusverfahren auswählen'. Also wieder ein Flop

HANDBUCHFAZIT: Was sich die Marketing-Abteilung von Sony dabei gedacht hat, lässt sich prägnant auf einen Nenner bringen: Ganz offensichtlich überhaupt nichts! Ein einziger Blick auf die Werke der engsten Konkurrenten auf dem optischen Sektor sollte völlig ausreichen, um den Entwicklern die grenzenlose Peinlichkeit ihres eigenen Werkes eindringlich vor Augen zu führen. Hier stellt sich die Firma Sony in meinen Augen ein echtes Armutszeugnis aus. Wie kann eine Firma mit wirklich hochwertigen Produkten derart dilettantisch agieren? Mir geht es gar nicht so sehr um das Handbuch an sich, sondern um die Gleichgültigkeit dem Kunden gegenüber, die hinter einer solchen Einstellung steckt. Dafür wird der fünfte Stern in der Bewertung zur Sternschnuppe, eine derartige Vorgehensweise ist absolut indiskutabel.

GESAMTFAZIT:
Die Kamera wirkt zwar auf den ersten Blick wie ein Spielzeug, ist aber ein durchaus ernst zu nehmendes Präzisionswerkzeug. Wer sich nicht immer mit seiner kompletten Spiegelreflexkameraausrüstung abschleppen will und nach dem Schweizer Armeemesser unter den Kompaktkameras sucht, wird hier fündig. Durch die Möglichkeit im RAW-Format zu fotografieren kann die sowieso schon hohe Bildqualität bis zum Letzten ausgereizt werden. Für Schnappschüsse sind die Automatikfunktionen gut geeignet, wer die Aufnahmeparameter lieber komplett selbst bestimmen will, arbeitet im manuellen Modus. Durch die Vielzahl an veränderbaren Parametern ist die Kamera extrem flexibel und leistungsfähig. Irritierend sind lediglich das wirklich haarsträubende Gebrauchsanweisungen-Desaster und der Preis, allerdings bekommt der Anwender auch einiges geboten dafür. Die interne Hilfefunktion der Kamera wäre eine fantastische und wirklich praktische Option für den Ben
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79 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kleine Kamera - ganz groß, 24. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Sony DSC-RX100 Cyber-shot Digitalkamera (20 Megapixel, 3,6-fach opt. Zoom, 7,6 cm (3 Zoll) Display, lichtstarkes 28 - 100 mm Zoomobjektiv F1,8 - 4,9, Full HD, bildstabilisiert) schwarz (Elektronik)
Von der ersten Produktankündigung im Juni bis zur Lieferung am vergangenen Wochenende habe ich gespannt auf dieses "Wunderwerk der Technik" gewartet. Letztendlich versprach Sony ja das Dreamteam: großer Bildsensor - Top-Objektiv - ausgefeilte Elektronik, gepaart mit einem hochwertigen Korpus.
Und um es vorwegzunehmen: ja, im wesentlichen sind meine Erwartungen befriedigt worden. Leider werde ich nicht auf die DSLR verzichten können, aber das war auch nicht ernsthaft zu erwarten. Dafür stellt die kleine Sony eine Kameralösung dar, die eine hochwertige Kamera in zahlreichen Aufnahmesituationen durchaus ersetzen kann.

Bei Gehäusemaßen, die die einer Canon S100 nur im Millimeterbereich übertreffen, läßt sie sich tatsächlich überall verstauen. Gleichzeitig wiegt sie recht massig im Sinne von wertig in der Hand. Die Bedienelemente sind sehr gut angeordnet, sind sowohl leichtgängig als auch satt rastend, wo nötig. Der multifunktionale vordere Objektivring hat für meinen Geschmack etwas viel Weg zurückzulegen, um z.B. die komplette Blendenskala zu durchlaufen, so daß u.U. ein Nachfassen erforderlich ist. Durch die menüseitig mögliche Belegung der Einstellringe sowie der Funktionstaste 'Fn' ist die RX100 auch in einem ausreichenden Maß an die Gewohnheiten des Fotografen anpassbar.
Das Display ist exzellent: knackscharf, sehr hell, wenn gewünscht und ohne Beeinträchtigung durch spitze Blickwinkel.
Störend empfinde ich den Umstand, daß der Akku beim Laden in der Kamera zu verbleiben hat. Ich war es bislang gewohnt, einen zweiten Akku im Ladegerät zu laden. Das ist so nicht mehr möglich. Da Sony jedoch ein 'normales' Ladegerät als Zubehör anbietet, empfinde ich diese Produktpolitik als nicht sehr kundenfreundlich. Ebenso finde ich den Umfang der Dokumentation enttäuschend. Mitgeliefert werden netto 32 Seiten. Weiterführende Infos gibt's nur im Web auf englisch - nach eingehender Suche. Das ist nicht angemessen für diese Art Kamera.

Aber auch ohne Anleitung schafft man es, nach kurzer Eingewöhnung für nicht-Sony-User, absolut überzeugende Bildergebnisse zu erstellen. Bei Tageslicht gelingen tatsächlich Fotos, die sehr nah an der Qualität deutlich größerer und teurerer Kameras sind. Die 20 MPixel stehen nicht nur in der Werbung, sondern repräsentieren ohne große Abstriche das Leistungsvermögen der Sony. Da wird nichts schöngerechnet oder hochgepusht, und die hohe Auflösung wird nicht in Rauschpixeln bezahlt. Beim Vergleich mit RX100-RAWs stellt man fest, daß die JPGs extrem nah an der Sensorleistung liegen. Nur im Randbereich ist zu sehen, daß Verzeichnungsfehler von der kamerainternen Software etwas ausgeglichen werden.

Bei allem Lob bleibt nämlich festzuhalten, daß auch bei dieser Kamera die typischen Kompaktkameraprobleme durchschlagen, nämlich sichtbare Verzeichnungen - abhängig von Blende und Brennweite. Da kann leider auch Zeiss keine wirklichen Wunder vollbringen und muß sich den Grenzen der Physik beugen.

Spannend wird es dann bei mäßigem oder gar schlechtem Licht. Hier läuft die kleine Sony zu großer Form auf. Bis ISO 800 ist ein Rauschen kaum wahrnehmbar und selbst bei ISO 3200 entstehen Fotos, deren Bildrauschen absolut akzeptabel ist. Das eröffnet natürlich interessante Möglichkeiten für den Einsatz einer kompakten Kamera auf Parties, in Museen oder anderen nicht optimal ausgeleuchteten Räumlichkeiten. Notfalls poppt der Blitz hoch und spendiert auf kurzen Entfernungen etwas Extralicht. Da es sich um eine recht filigrane Mechanik handelt, muß er nach Gebrauch ziemlich vorsichtig wieder in das Kameragehäuse gedrückt werden.
Neben den obligatorischen Aufnahmemodi der Zeit- oder Blendenvorwahl sowie der manuellen Belichtungseinstellung laden diverse, z.T. fein justierbare Automatismen zum Experimentieren ein. Darüber hinaus erlauben Unmengen an Kreativfunktionen, den Fotos spezielle Effekte zu verpassen, die Einfluß auf Schärfe, Farbe, formale Darstellung etc. nehmen. Wer Spaß daran hat, kann sich hier reichlich austoben.

Was auffallend gut ist:
- enorme Auflösung und Bildqualität
- extrem schnelle Fokussierung und Auslösung - top!
- erstklassige Low-Light-Performance
- Panoramamodus funktioniert hervorragend
- sehr großer Funktionalitätsumfang

Was weniger gut gefällt:
- kein externes Ladegerät im Lieferumfang (aber als Zubehör!)
- Öse für Handschlaufe mikroskopisch klein
- Bedienungsanleitung ist ein Witz für eine Kamera mit diesem Leistungsumfang

Letztendlich finden sich keine Argumente, die mich meinen Kauf bereuen lassen - bis auf den Preis. Sony bewegt sich da in Dimensionen, die sich nur mit der Alleinstellung dieses Technikträgers begründen lassen. Wem die Größe egal ist, der bekommt nämlich für weniger Geld hier bei Amazon auch z.B. eine Canon EOS 550D DSLR mit Einstiegslinse. Die ist ausbaufähig und toppt die RX100 in der Bildqualität definitiv.

Der Rest hat mit der Sony DSC-RX 100 eine kleine Kompaktkamera, die - bis auf weiteres - keine Wünsche offen läßt und jedem zu empfehlen ist, der hochwertigste Fotos bei kleinstem Packmaß erreichen will.
Bei aller Kritik gibt's von mir 5 Sterne, weil zur Zeit einfach nichts Besseres verfügbar ist und die Nörgeleien nach kurzer Zeit aus dem Blickfeld geraten.
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Ergänzung 17.08.2012: Da ich für einige Tage eine Sony NEX-7 samt 18-55mm Standardobjektiv als Kit in die Hand bekam, habe ich die Gelegenheit genutzt, diese mit der RX100 und meiner Canon G1X zu vergleichen. Daß die G1X der NEX-7 überlegen war, hat mich bereits erstaunt. Tatsache ist aber, daß auch die RX100 in nahezu allen Disziplinen mithalten kann. Auffallend ist das schwache 18-55mm-Objektiv der NEX, das in Sachen Randschärfe mit keiner der beiden anderen mithalten kann. Leider ist das NEX-Objektiv-Sortiment so dünn, daß kaum Alternativen zur Verfügung stehen. Weiterhin läßt sich sagen, daß die kleinere Sony auch im Low-Light-Bereich bei hohen ISO-Werten mindestens mit der NEX mithalten kann, wobei ich finde, daß sie sogar etwas differenzierter das Rauschen niederringt.
Jetzt überlege ich, was mich mehr erstaunt: daß die NEX so wenig gut - oder daß die RX100 so hervorragend ihren Dienst versieht?

Übrigens habe ich bei Ebay USA eine elegante und extrem funktionale Ergänzung für die RX100 gefunden: der Handgriff von flipbac (siehe Kundenfotos oben). Das Ganze hat mich inklusive Versand weniger als 10 € gekostet, funktioniert bestens und sieht aus als ob's so sein soll. Laut Hersteller läßt es sich auch wieder rückstandslos ablösen - aber wer will das schon? Unverständlich, warum diese Dinger nicht auch in Deutschland vertrieben werden, da sie auch an beliebige andere Kompaktkameras passen.
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