Fashion Sale Hier klicken Sport & Outdoor calendarGirl Cloud Drive Photos Philips Multiroom Learn More sommer2016 HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip NYNY

Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen325
4,4 von 5 Sternen
Preis:27,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

"Nach"trag August 2013: Wer sich für Andor interessiert und nicht so sehr auf den Titel Spiel des Jahres fixiert ist, sondern sich eher für interessante Spiele interessiert und vlt. eine Alternative zu Andor sucht, oder wer mit Andor schon durch ist, auf den Geschmack gekommen ist und etwas ähnliches, vielleicht sogar noch familienfreundlicheres in der Richtung sucht sollte sich einmal Maus & Mystik deutsche Ausgabe ansehen. Auch hier habe ich wieder eine (Video)Rezension erstellt, doch leider ist es bei Spielen dieser Art irgendwie unmöglich in 10 Minuten auch nur annähernd alles wesentliche rüberzubringen.
=======

Legenden von Andor ist für mich neben Risiko Evolution ein der Überraschungen des Jahres 2012. Ich dachte vorher es wäre ein ziemlich seichtes Familien-Abenteuer-Spiel, das mich ziemlich kalt lassen würde. Aber weit gefehlt, dieses Spiel ist echt sehr gut geworden. Am meisten begeistert mich daran, dass es eine große Bandbreite an Spielern anspricht und ein schönes, durchdachtes, ideenreiches thematisches Abenteuerspiel ist, für das man eben kein Hardcorespieler sein muss, bei dem man keine 40 Seiten Anleitung lesen muss, und wo man nicht mindestens drei Stunden Zeit investieren muss. Das Spiel ist absolut Familien- bzw. Gelegenheitsspieler geeignet und dabei trotzdem interessant genug, um auch erfahreneren Spielern Spass zu bereiten. Und dazu ist es noch kooperativ. Man spielt zusammen. Und es erzählt eine Geschichte über mehrere Akte und hat trotzdem einen Wiederspielwert, auch wenn man sich schon nach wenigen Partien Erweiterungen wünscht. Nicht weil etwas fehlen würde, sondern weil man einfach mehr in Andor erleben möchte. Man ist absolut fasziniert von all den tollen Ideen und Einfällen die der Autor hatte und möchte einfach mehr davon erleben. Auf der Homepage des Spiels gibt es schon eine zusätzliche Legende zum Download und auch eine Solospielanleitung, ich hoffe dass das Spiel so erfolgreich wird, das noch viel, viel mehr aus Andor kommt.

Der Spielablauf selbst ist ja schon in der anderen, sehr guten Rezension hier näher erläutert werden, daher möchte ich eher auf einige Aspekte darüber hinaus eingehen. Ich habe mal wieder ein Video erstellt, damit sich jeder einmal selbst einen Eindruck vermitteln kann. Ich hoffe mal, dass meine Begeisterung für das Spiel im Video rüberkommt und euch mitreißt, damit ihr vlt. auch neugierig werdet, Andor zu entdecken. Das Spiel wurde ja von einer ziemlich heftigen Werbekampagne eingeführt, Kosmos war sich wohl sehr sicher, hier einen großen Hit zu haben, und ich denke sie hatten da absolut recht. Also einfach mal einen Blick ins Video werfen, da bekommt man denke ich schon einen ganz guten Eindruck, wiev iel das Spiel bietet. Und lasst euch bitte nicht abschrecken, obwohl das Spiel so viele Materialen enthält, ist es nicht übermäßig kompliziert oder zu komplex, es schafft das große Kunststück relativ einfach, aber auch sehr interessant zu spielen zu sein.
Aber nun zu den einzelnen, mir wichtig scheinenden Aspekten, die ich nach einigen weiteren Partien sicher noch ergänzen werde:

REGELWERK

Meine Begeisterung für das Spiel fängt schon beim Regelwerk an. Man muss nicht erstmal ein komplettes Regelheft lesen. Nein, man bekommt kurz erklärt, wie man das Spiel aufbaut, was man alles vorbereiten muss, wie die grundsätzlichen Bewegungsregeln sind und das wars. Nachdem ihr nur die relativ kurze Anleitung gelesen habt, habt ihr keinen Plan wie das Spiel funktioniert, daher bringt es auch nichts, sich online das Regelwerk runterzuladen. Man lernt das Spiel während man es spielt. Ähnlich wie bei einem Tutorial in einem PC Spiel wird man an die Hand genommen, spielt, macht, tut und lernt dabei. Das ist die ideale Weise ein Spiel zu lernen, weil man so nach und nach mit dem Spiel vertraut gemacht wird. Man muss nicht erst eine halbe Stunde da sitzen, die Regel lesen, versuchen sie zu verstehen und sie dann auch noch anderen erklären, bzw. den anderen wird es erspart sich ne halbe Stunde Regeln anzuhören, wo man eh wieder die Hälfte vergißt und nachfragen muss. Nicht so bei Andor. Man erfährt wie man sich bewegt, dass kann sich jeder merken und dann spielt man drauf los. Alle lernen das Spiel gemeinsam, alle bekommen alles gleichzeitg erklärt, die Mechanismen festigen sich nach und nach, und man muss eigentlich nie was nachschlagen. Und falls doch, gibt es ein sehr gutes Begleitheft, mit dem man das Spiel zwar nicht lernen kann, aber wo man alles relevante findet. Spielt man mit erfahreneren Spielern kann man auch einfach mit einer späteren Legende anfangen und alles erklären. Ich würde aber wirklich empfehlen mit den ersten Legenden anzufangen, denn das Spiel erzählt eine Geschichte und diese Geschichte möchte man erleben. Also von daher, beide Daumen hoch für das Regelwerk und die Einfürhung in das Spiel.

DIE FÜNF LEGENDEN / WIEDERSPIELWERT

Das Spiel erzählt eine Geschichte. Es gibt einen Handlungsbogen von Legende zu Legende. Dabei sind die ersten beiden Legenden die Einführungsmissionen, ab Legende drei geht es dann richtig zur Sache, quasi im freien Spiel. Idealerweise spielt man sie einmal komplett durch. Und das will man auch. Hat man einmal angefangen, möchte an wissen wie es weitergeht. Aber was kommt dann? Wenn man alles fertig hat? Liegt das Spiel dann in der Ecke und ist langweilig? Erstmal nicht, dafür bietet dieses Spiel einfach zu viel. Zum einen Spielen sich alle Helden unterschiedlich, so dass es schon allein Spass macht, die Kampagne mit einem neuen Helden nochmal zu spielen. Darüberhinaus zeichnen sich gute kooperative Spiele dadurch aus, dass sie nicht so einfach zu gewinnen sind. Die meisten Legenden, vlt. abgesehen von der ersten, wird man auf Anhieb verlieren, so dass man sie wieder spielt um sie zu schaffen. Hat man sie aber einmal geschafft ist nicht gesagt, dass man sie beim nächsten Mal wieder automatisch schafft. Legende 3 ist sicher die variableste und die, die man am häufigsten spielen wird: In ihr bekommt jeder Held zunächst eines von 10 persönlichen Zielen (für die man dennoch in der Regel zusammenspielen muss) und es gibt unterschiedliche Endgegner. Aber auch innerhalb der anderen Legenden variieren die Abläufe von Spiel zu Spiel leicht, so dass jede neue Partie wieder eine Heraussforderung bietet. Wenn man es noch nicht gespielt hat, mag es vlt. nicht so aussehen als hätte das Spiel einen sehr hohen Wiederspielwert, hat man es aber erstmal gespielt, möchte man es gerne immer mal wieder spielen. Dank der leichten Regeln ist es sicher ein Spiel, das man gerne immer mal wieder herausholt, eben weil man wieder schnell drin ist, und wenn man alles vergessen hat, spielt man einfach wieder Legende 1.
Dazu kommen ja noch eventuelle Erweiterungen. Je nach Erfolg wird es welche geben, bereits jetzt gibt es schon einen zusätzlichen fünften Helden in limitierter Auflage und bereits eine weiter Legende zum Download auf der Spielwebseite, die nochmals die Rückseite des Spielplans nutzt, der ja im eigentlich Spiel nur für eine Mission genutzt wird. Also dringend mal auf der Homepage vorbeischauen.
Ergänzung: Ich konnte auf der Spiel 2012 in Essen mit dem Autor Michael Menzel kurz quatschen. Der Aufbau des Spiels ist tatsächlich so gedacht, dass die Legenden 1-2 der Einführung dienen, Legende 3 das freie Spiel darstellt, sprich Legende 3 ist die, die man beliebig oft wiederspielen kann, wenn man alle Regeln kennt. Legende 4 und 5 sollen dann schließlich Herausforderungen für Fortgeschrittene / Profis darstellen, die nicht wirklich auf Variation ausgelegt sind. Eigentlich würde man ja erwarten, dass es nach Legende 5 dann erst so richtig losgeht. Sprich Legende 3 stellt die Familenspielversion des Spiels, allerdings denke ich dass wir uns da auf sehr, sehr viele Fanszenarien freuen können

SPIELERZAHL
Das Spiel ist von 2-4 Spielern spielbar und funktioniert auch in jeder Spielerzahl gut. Es ist also ein Koopspiel, das sehr gut zu zweit spielbar ist, ohne dabei langweilig zu werden, funktioniert aber auch in voller Besetzung sehr gut. Die Spieldauer beträgt dabei meiner Erfahrung nach ca. 90. Mal kanns schneller gehen, mal länger, je nach Legende und Mitspielern, aber auf jeden Fall keine stundenlange Sache. Außer man kommt auf Geschmack und spielt noch die nächste Legende. Und die nächste. Bzw. die letzte nochmal weil man ja verloren hat, und eigentlich weiß man ja wie man es besser machen könnte ... ;)

GLÜCKSFAKTOR
In dem Spiel gibt es durchaus einen Glücksanteil, da die Kämpfe ausgewürfelt werden. Gerade die Fähigkeit der Monster, dass Pasche addiert werden, kann so manch sicher geglaubten Sieg noch ins Wanken bringen. Aber das ist gut so. Sehr gut. So verlaufen die Legenden immer unterschiedlich, mal kann alles glatt gehen, mal ist das Schicksal einfach gegen einen. Aber dann fühlt man sich um so eher angespornt und spielt nochmal

VERGLEICH ZU ANDEREN SPIELEN
Andor ist ein thematisches kooperatives Abenteuerspiel. Damit kommen Vergleiche zu vielen anderen Spielen auf. Abenteuer in Mittelerde, Pandemie, Defenders of the Realm, Talisman, Runebound, WoW Abenteuerspiel, Operation Flashpoint: Fire Rescue und sicher noch einigen anderen. Es lässt sich auf jeden Fall sagen, dass Andor keine gepimpte Version irgendeines dieser Spiele ist. Im Gegenteil. Auch wenn man vlt. mal meint eine Mechanik aus dem einen oder anderen Spiel zu kennen, so ist es doch komplett eigenständig, sowohl von den Mechaniken als auch von den Ideen her. Die meisten der zentralen Mechaniken hat man noch in keinem anderen Spiel so in der Form erlebt daher kann man nicht sagen "Oh ich hab Pandemie, ich brauch Andor nicht mehr".
Es ist einfach anders. In gewisser Weise durch das kooperative zwar ähnlich, aber dennoch sehr eigenständig. Wer Abenteuerspiele oder kooperative Spiele mag, und auf Spiele steht, die Geschichten erzählen, sollte auf jeden Fall einen Blick auf Andor werfen.

SPIELDRAMATURGIE
Immer wieder fasziniert bin ich von der Spieldramaturgie. Jede Partie erzählt ja eine Geschichte, immer passiert etwas. Durch die Spielmechanik des vorrückenden Erzählers passieren Ereginisse immer zu einem festgelegten Zeitpunkt, der allerdings immer etwas variieren kann, aber fest steht: Irgendwann passiert etwas. Immer wenn der Erzähler auf ein Feld bewegt wird, zu dem es eine Legendenkarte gibt, wird sie vorgelesen und ausgeführt. Und da ist es immer wieder erstaunlich, wie genau das getimed ist. Es passiert immer dann etwas, wann es auch passieren sollte, es passt dramaturgisch immer wie die Faust aufs Auge. Das Spiel wurde extrem gut getestet vor dem Release, das merkt man immer wieder wenn man es spielt. Auch ist es extrem gut geblanced. Man hat zumindest immer eine Chance, egal in welcher Spielerzahl. Je nach Kampfglück kann das mal gut ausgehen, mal nicht. Das macht den Reiz aus.

DAS KOOPERATIVE SPIEL
Man kennt es aus anderen Spielen: Einer hat das Spiel schon häufiger gespielt, der sagt was man tut, alle anderen folgen. Das kann natürlich in Andor auch passieren, ist in unseren Partien eigentlich nie der Fall gewesen. Man muss oftmals dynamisch auf das reagieren, was passiert, man kämpft oft zusammen, man spricht sich sehr oft ab, eben weil es so viele Möglichkeiten gibt. Allein die Aufteilung der Beute nach einem Kampf ist diskussionswürdig. Teilt man die Beute auf? Oder bekommt einer alles um sich entsprechen hochzurüsten bzw. für alle anderen Einkaufen zu gehen. Man gewinnt nur gemeinsam und jeder ist immer beteiligt. Allein durch die Kämpfe hat man auch immer selbst was zu tun und ist nie, wie in anderen Spielen, nur der der einfach die passenden Karten sammelt und irgendwo hinbringt. Viele, viele kooperative spielen fühlen sich in meinen Augen extrem mechanisch und steril an. Pandemie ist da ein gutes Beispiel, Ghost Stories ebenfalls, und auch Defenders of the Realm, wobei da die Minis schon einiges an Stimmung mit sich bringen. Bei Andor habe ich dieses Gefühl bisher nicht. Es ist ein kooperatives Spiel, aber auch eines das sich unglaublich thematisch anfühlt. Man hat nicht das Gefühl einfach ein Zahlenrätsel zu lösen oder irgendwelche Karten zu sammeln, man hat Aufträge und Gegner zu bekämmpfen, man tut wirklcih etwas, bringt die Story voran und wird dafür belohnt. Und das geht nur gemeinsam, das ist echt spassig und so in der Form mir bisher aus wenig anderen Spielen bekannt.
Wenn euch das Spiel jetzt an irgendein anderes erinnert, täuscht das. Spielt es einmal sebst, und zwar mehr als die ersten zwei Legenden und seht selbst :)

=====
FAZIT
=====

Es ist mal wieder ein halber Roman geworden. Schon im Video hätte ich gerne doppelt so viel gezeigt und hier sicher auch gerne doppelt so viel erzählt, so viel gibt es zu diesem Spiel zu sagen, so viele interessante Aspekte gibt es. Aber ich hoffe einfach mal, das meine Begeistung für dieses Spiel gut rübergekommen ist und euch ein wenig angesteckt hat. Wie schon gesagt, Andor erinnert an andere Spiele, ist aber absolut einzigartig und schafft das Kunststück, relativ einfache und unkomplexe Regeln zu einem sehr guten, thematischen, kooperativen und vor allem und das ist für mich das wichtigste, interessanten Spiel zu vereinen, das nie in erster Linie mechanisch wirkt. Das Spiel ist wunderschön gestaltet, in jeder Besetzung gut spielbar, hat viele Materialien, strotzt vor kreativen Ideen und man möchte am liebsten schnellstmöglich mehr. Hoffentlich gefällt nicht nur mir das Spiel so sehr, sondern auch noch vielen anderen, damit wir bald mehr aus Andor hören :)

Und jetzt kann ich allen, die dieses Spiel auch nur ansatzweise interessant und reizvoll finden nur raten, es sich zuzulegen oder zumindest einmal Probe zu spielen, und dann im Idealfall bis mindestens Legende drei. Ich wünsche allen sehr viel Spass mit diesem Spiel und gebe euch nur den Tipp, es nicht zu verpassen. Es wird sicher einer der großen Hits 2012/2013.

NACHTRAG 20.10.2013
ANMERKUNG ZUM SCHWIERIGKEITSGRAD
Ich habe jetzt schon in einigen Rezensionen, sowohl hier, als auch auf anderen Spielerezensionseiten sehr negative Kommentare über den Schwierigkeitsgrad des Spiels gelesen. Oftmals wird gesagt er sei deutlich zu hoch für ein Familienspiel.
Ich würde sagen dass stimmt nur bedingt. Dazu zwei Gedanken:

1) Man muss Erfahrungen mit dem Spiel sammeln. Gerade wenn man mit Spielen solcher Art nicht vertraut ist, muss man erstmal Konzepte entwickeln, wissen, worauf man seine Bemühungen fokusieren sollte und es kann auch nicht schaden, wenn man den Ablauf einer Legende kennt, damit die Ereignisse einen nicht komplett überraschen, auch wenn dies gerade beim ersten Mal sicher einen ziemlichen Charme hat.
2)Kooperative Spiele MUSS man verlieren. Auch kooperative Familienspiele. Zwar nicht immer, aber würde man das Spiel, bzw. jede Legende sofort auf Anhieb oder ab dem zweiten Anlauf immer oder sehr, sehr oft gewinnen würde das Spiel unglaublich schnell seinen Reiz verlieren. Das betrifft auch den oft angesprochenen Glückscharakter. Könnte man das Spiel komplett sicher durchplanen, wäre es sehr schnell beherrschbar und würde einfach zu schnell zu langweilig werden.
Daher nicht erschrecken lassen, wenn man am Anfang häufig verliert. Man verliert auch häufig wenn man Profispieler ist. Da sollte es nicht wundern, wenn man als Neuling in dem Genre noch ein wenig häufiger verliert. Wobei ich sagen muss, dass dies bei uns bisher wirklich kein großes Problem war. Aber ich wollte diesen Punkt trotzdem einmal ansprechen. Sry, dass der Roman jetzt noch länger geworden ist.
2222 Kommentare|501 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. Dezember 2012
Habe mir das Spiel mit meiner Freundin vor 10 Tagen gekauft. Wir spielen oft zusammen Spiele die strategisch herausfordernd sind und finden es toll ein Spiel gefunden zu haben dass man zum einen als Team gemeinsam lösen muss und zum anderen recht Anspruchsvoll ist.

Zum Spiel:

Natürlich kennt man beim wiederholten durchspielen der Legenden (Missionen) irgendwann die einzelnen Geschehnisse bereits im Voraus(das ist aber doch bei so gut wie jedem Spiel so) allerdings kommt durch die verschiedenen Eigenschaften der Heldenklassen(4)und durch das Ziehen neuer Ereigniskarten doch immer wieder etwas frischer Wind in die jeweiligen Legenden. Was das Spiel nicht langweilig werden lässt.

Man kann das Spiel über verschiedene Taktiken bestreiten und gewinnen. Für 2 Spieler sind die meisten der Legenden anfangs echte Herausforderungen und man sollte sich nicht wundern wenn man mehrere Anläufe braucht. Aber dafür spielt man so ein Spiel ja. {Wenn ich ein Spiel brauch bei dem ich zu 100% gewinne nehme ich nen Würfel und wette dass die Zahl kleiner 7 ist ;-D} Bei 3 oder 4 Spielern ist das ganze dann auch relativ gut zu lösen wenn sich die Spieler gut untereinander absprechen.

Von der Aufmachung her ist das Spiel top und jeden Cent wert. Die Geschichte ist etwas einfach gestrickt erfüllt aber die Anforderungen um sich in die Missionen zu denken vollkommen.
0Kommentar|10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Januar 2014
Andor ist ein gelungenes Kooperationsspiel, das die Spieler doch ziemlich heftig fordert. Es macht auch uns, eigentlich sind wir keine Freunde von Kooperationsspielen, riesigen Spaß. Das umfangreiche Material ist toll gestaltet und wirkt auch haltbar. Zum eigentlichen Spiel ist hier bereits genug gesagt worden. Einen Tipp möchten wir dennoch weiter geben. Um dem Tütchen-Wirrwarr zu entkommen und möglichst schnell spielen zu können, haben wir uns im Baumarkt Sortierkästen gekauft (Euro Plus Insert: 2 Stück in blau 45/3, 4 Stück in gelb 45/2 und 5 Stück in rot 45/1).
review image
22 Kommentare|83 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. August 2014
Also grundsätzlich finde ich die ganze Spielidee schon richtig klasse! aber so richtig Freude will zumindest bei mir bei diesem Spiel nicht aufkommen. Selbst nach gewonnenen Runden bin ich etwas angestrengt. (Ich muss hier hinzufügen, ich habe es bisher immer zu zweit gespielt. Vielleicht ist es mit 3 Spielern deutlich angenehmer.)

Die Gründe:
Man kann nicht eine Runde mal intuitiv spielen und das Spiel oder das Szenario auf sich wirken lassen. Man ist von der ersten Runde in seinen Entscheidung sehr eingezwängt. Im Grunde gibt es von Anfang an ein eigentlich immer nur einen wirklich sinnvollen Spielzug. Man muss wirklich ganz angestrengt schon mehrere Züge im Vorraus planen, weil das Spiel bei einer einzigen kleinen Fehlentscheidung schon vertan sein kann. Irgendwie komme ich mir da teils fast als Ausführendes Organ der Spielregeln vor, da die Entscheidungen durch das Spielebrett im Grunde recht zwingend vorgegeben sind. Manchmal hatte ich das Gefühl vom Spiel gespielt zu werden und nicht umgekehrt. Das hätte ich mir bei einem Rollenspiel etwas anders gewünscht. Mehr Freiheiten - mehr entdecken!

Nervig finde ich auch, dass man sich über besiegte Monster gar nicht freuen kann, da daraufhin sofort etwas Negatives passiert (die Spielzeit wird um eine Runde verkürzt - noch weniger Zeit Aufträge zu erfüllen - schließlich gibt es nur 13 Runden - und Schlimmeres). Irgendwie wird man für jede Aktion auch immer ein kleines bisschen bestraft. Nie gibt es eine Atempause, immer muss man hetzen. Die Burg ist meist schon nach der ersten Runde bedroht. Das ist so schade, denn sonst spricht mich das Spiel sehr an.

Trotzdem: Ich könnte das dem Spiel alles verzeihen und 4 Punkte geben, aber eines nervt mich ganz besonders: Ganz schlimm finde ich nämlich, dass nach fast perfekter Partie das Spiel doch durch einen einzigen finalen sehr schweren Würfelnwurf verloren sein kann! Frust pur!!!
Ein Beispiel: In Legende 3 muss man - je nach Karte - zum Schluss den "verhexten Gor" besiegen. Der verhexte Gor hat immer doppelt so viel Stärke wie die angreifenden Spieler. Und er muss sofort!!! besiegt werden (sonst zieht er gleich weiter - und zwar recht schnell). Und man darf keine Heilkräuter gegen ihn einsetzen. Und er hat Willenkraft/Lebenspunkte 7. Und er würfelt mit drei Würfeln. Und er darf Paschs addieren. ARG!!! Nehmen wir mal an zwei Spieler greifen ihn an (z.B. Zauberer und Schütze mit je Stärke 5). Der Gor würfelt gnädigerweise nur eine 5 - nicht etwa einen Pasch (die Augenzahlen dürfte er addieren) - Gott verhüte - nein, einfach nur eine 5!!! Dann hat er einen Wert von 20 (2* je die Stärke 5 der Spieler) + 7 (Willen/Leben) + 5 (Würfelwurf), also 32!!! D.h. die Spieler müssten schon 32 zusammen bringen, um ihn zu schlagen. Würfelt der Zauberer jetzt mit dem speziellen schwarzen Würfel (verstärkt durch Runensteine!) "nur" eine 10 (die zweithöchste Zahl), dann haben die Spieler schon fast verloren. Denn der Zauberer steuert jetzt "nur" 15 bei und der Schütze kann nur 17 beisteuern, wenn er glücklicherweise eine 6 wirft. (Stärke 5, Würfelwurf 6!, verdoppelt mit Hexentrank!!!). Macht 32 - Ansosnten (z.B. bei einer 5 des Schützen) zischt der Gor weiter ab und ist nicht selten schon im Schloss. Tut mir leid - das ist mir einfach zu schwer, zu schnell - nervig.

Daher trotz klasse Spielidee von mir nur 3 Sterne. Ich würde jedem raten das Spiel selber auszuprobieren. Mein Kumpel z.B. fand es trotzdem ganz gut. Mir ist es zu stressig. ^^
77 Kommentare|56 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Februar 2013
Wir sind Vielspieler und haben uns nach einer Testrunde dazu entschlossen das Spiel zu kaufen. Wir haben es nicht bereut. Wir spielen fast jede Woche. Mal mit unserer Vielspielergruppe und mal mit kompletten Neueinsteigern. Das Spiel ist in jeder Zusammensetzung sehr gut angekommen und jeder möchte endlich die aktuelle Legende bestehen um die nächste zu erleben. Wir sind gerade in der letzten Legende und jede Legende ist anders. Keine Legende ist leicht zu gewinnen auch wenn man sie schon mal gespielt hat. Legende 3 ist jedesmal anders. Bei Legende 4 hat man einen Vorteil wenn man sie schon mal gespielt hat, aber auch dann nicht leicht zu gewinnen. Man muß schon gut zusammenspielen und die Aufgaben verteilen damit man am Ende als Sieger da steht. Wir freuen uns jetzt schon auf die Erweiterungen. Daumen hoch. Nur bei der Story hätte ich mir etwas mehr gewünscht. Das Spiel baut auf einer Geschichte auf, hier hätte man mehr Story spendieren können (wie z.b bei Mice and Mystics).
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Mai 2013
Fangen wir mit den positiven Dingen an. Die Anleitung ist sehr gut gemacht und man wird schnell an das Spiel rangeführt. Der Einstieg ist dank Tutorial Mission sehr einfach und gut gelöst. Die Spielmaterialien sind hochwertig. Der Pappe ist dick und die Heldenbögen gibt es, politisch ganz korrekt, in der männlichen und weiblichen Form (sogar mit der passenen Heldenfigur). Alle Monster sind mit einem farbigen Standfuß ausgerüstet, der hilft die Übersicht über die Monsterhorden zu behalten. Überhaupt ist das Spielbrett recht übersichtlich gestaltet und es finden sich auf dem Spielbrett viele Hinweise auf die Funktion bestimmter Elemente des Spiels, was den Blick in die Anleitung recht schnell überflüssig macht. Die Aufmachung ist sehr gelungen und das Spielbrett strotzt vor schönen Details, die viel für das Auge bieten. Es macht Spaß sich das Spielbrett einfach mal anzuschauen und die vielen Kleinigkeiten dort zu entdecken.

Kommen wir nun zum Spiel selber. Das Spiel soll für 2-4 Spieler sein. Allerdings ist es mit nur 2 Spielfiguren kaum möglich das Spiel zu gewinnen. Es brennt quasi an allen 4 Ecken der Spielfeld und die Spielfiguren müssen an zu vielen Fronten gleichzeitig kämpfen, als das sie das Spiel mit 2 Figuren gewinnen können. Da ändert auch die skalierbare Stärke der Endgegner nichts, die sich der Anzahl der Spieler anpassen. Ein Troll ist mit 2 Figuren nur mit sehr viel Glück zu schlagen. Natürlich spielt Glück in einem Koop Spiel eine gewichttige Rolle. Da bei Andor die Kreaturen, in späteren Missionen, durch zufällig ermittelte Plättchen ins Spiel kommen, kann es zu unglücklichen Zusammenstellungen kommen, die dem Spieler das Gefühl geben vom Spiel gespielt zu werden, ohne eine Chance zu haben, die Situation für sich zu retten.

Leider stellt sich bei Andor recht schnell eine gewisse Routine ein und Erfolg versprechende Strategien wiederholen sich schnell. Der Krieger leert die Brunnen und kauft einen Helm, der Magier bekommt die 3 Runensteine und einen Bogen, der Zwerg bekommt viel Geld umd Stärke zu kaufen und einen Helm, der Bogenschütze kauft Hexentränke und verteilt diese per Falken an die Helden. Diese Strategien sind in jeder Mission die besten die man wählen kann und so kommt man nicht dazu neue auszuprobieren. Auch verläuft fast jede Mission gleich, in der ersten Runde retten die Helden die Bauern und bringe diese in die Burg, der Krieger leert auf dem Weg alle Brunnen und der Zwerg rennt zum Händler um schon mal Stärke zu kaufen. Man sieht es gibt nicht viel Varianz im Spielablauf und wenn man die Karten einer Legende alle kennt, dann gibt es bis auf die schon erwähnten zufälligen Monsterplättchen keine großen Überraschungen mehr, denn eine Legende die man erneut spielt unterscheidet sich nur durch die zufällige Platzierung von Nebelplättchen, Ereigniskarten und Monsterplättchen. Ein wenig Abwechselung in dem recht starren Ablauf der Legenden wäre wünschenswert.

Jedes besiegte Monster setzt den sogenannten Erzähler auf der Legendeleiste ein Feld weiter. Erreicht der Erzähler Feld N, bevor die Spieler die vorgegebenen Ziele nicht erreicht haben, verlieren die Spieler das Spiel. Der Erzähler bewegt sich auch am Anfang jedes neuen Tages (wenn alle Spieler ihre Züge aufgebraucht haben) weiter. Durch diesen Mechanismus ist es den Spielern nicht möglich jedes Monster auf dem Spielbrett (und derer sind es viele) zu besiegen. Da Monster Felder mit anderen Monstern überspringen nähern sie sich sehr schnell der Burg. Wenn eine bestimmte Anzahl an Monstern (abhängig von der Anzahl Spieler) in der Burg ist haben die Spieler sofort verloren. Dieser Mechanismus baut einen gehörigen Druck auf die Spieler auf und zwingt zu der Überlegung welches Monster man besiegen sollte um Bewegungsketten von Monstern zu unterbrechen. Anderseits lässt einem der Erzähler keine Zeit seinen Helden zu entwicklen, so das man nicht Übermächtig in den Endkampf geht. Diese Art den Spieler klein zu halten macht spielerisch bestimmt Sinn, findet aber nicht immer Anklang, da man eine Heldentafel vor sich hat, die quasi entwickelt werden möchte, aber man hat die Zeit nicht dafür.

Um Andor zu gewinnen braucht man eine große Portion Vorrausplanung. Welcher Held geht wann wohin und welches Monster besiege ich als nächstes und welche lasse ich in die Burg laufen (es sind immer die Wardrags die man in die Burg laufen lässt). Die Art der Vorrausplanung können Kinder von 10 Jahren meistens nicht erbringen, so das ich die Altersfreigabe von 10 Jahren doch recht gewagt finde (genau wie die 2 Spieler).

Sehr positiv hervorzuheben ist der Support für das Spiel durch den Autor. Auf der Website des Spieles bekommt man vom Autor sehr schnelle Hilfe bei Regelfragen und eine hohe Anzahl von kostenlosen Download Inhalten für das Spiel. Sehr Vorbildlich.

Alles in allem ist Andor ein sehr gut aufgemachtes Spiel, das allerdings durch seine sich schnell wiederholenden Inhalte und einen sehr hohen Glücksfaktor doch einige Ecken und Kanten hat, die den Spielspaß trüben. Ich würde jedem der die Möglichkeit dazu hat erstmal zu einer Proberunde raten.
66 Kommentare|66 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. August 2014
Falls Sie sich fragen ob dieses Spiel für Sie und Ihre Freunde geeignet ist, hilft Ihnen diese Rezension hoffentlich weiter:
Meine Freunde und ich sind Mitte 20 und unsere gelegentlichen Spieleabende konzentrierten sich auf Spiele wie Tabu und Activity (bei größeren Runden) oder Carcassonne, Cluedo, Mister X (bei kleineren Runden). Brettspiele aus dem Bereich Fantasy und Rollenspiele standen bisher nicht auf dem Programm, daher waren wir sehr skeptisch, ob dieses Spiel für uns etwas sein könnte. Letztlich hat uns eine Spielekritiker-Rezension zum Kauf überzeugt, in der es hieß, dass dieses Spiel auch für Leute geeignet ist, die keine Fans der gennanten Generes sind. Und so ist es auch!

Mittlerweile spielen wir die Legenden von Andor seit 9 Monaten regelmäßig und es bereitet uns immer noch jede Menge Freude und anspruchsvolle Herausforderungen. Brettspiele die ich vor Andor toll fand, erscheinen mir nun allerdings langweilig. Die Tatsache, dass man gemeinsam versucht ein Ziel zu erreichen finden wir wunderbar. Besonders empfehlenswert ist auch das Forum auf der offiziellen Webseite, in der es über 50 zusätzliche Legenden gibt, die gespielt werden können. Und auch die offizielen Erweiterungen sorgen für etliche Stunden zusätzlichen Spielspaß.

Zum Thema Schwierigkeit: Auf der offziellen Webseite gibt es einen Bereich "Spiel FAQ", der die Sektion "Tipps und Tricks" beinhaltet. Dort gibt es Hinweise und Regelanpassungen, die die Legenden 1 bis 5 leichter machen. Darüber hinaus gibt es im dortigen Forum einige Spielvarianten und leichte Legenden, die als Einsteig gespielt werden können.
Dass das Spiel zu zweit nicht spielbar ist, kann ich nicht nachvollziehen. Ich finde es eignet sich auch zu zweit sehr gut. Letztlich ist es auch möglich, wenn auch nicht erforderlich, dass bei einem Spiel zu Zweit jeder 2 Charaktere übernimmt.

Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung!
0Kommentar|12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Mai 2013
Es ist schwer ein gutes, nicht zu teures, kooperatives Strategiespiel für 2 Spieler zu finden- auf deutsch. Nach einigen Stunden im Internet fand ich diesen Spieleschatz .
Wirklich eine Menge Zubehör- das war auch mein erster Gedanke. Es dauert schon eine Weile bis man das ganze Material für eine Spielrunde zusammengesucht hat. Besonderst wenn man das Spiel noch nie gespielt hat.
Nach einigen Runden bekommt man dann ein Gefühl dafür und hat das nötigste ordentlich in die mitgelieferten Plastiktütchen verpackt.
Und dann sieht man diese Anleitung und im Kombi mit der Materialschlacht ist man erst mal erschlagen. Aber das täuscht wirklich.

Auch wenn es verwirrend wirkt, es ist nicht wirklich viel Vorweglesen nötig. Das Spiel ist in Legenden aufgebaut die man während der Runden von Karten ablesen muss.
In den ersten Aufbaurunden lernt man dann ganz langsam das Spielprinzip kennen.Im Grunde geht es darum sein Reich vor allerhand Untier zu befreien , seine Burg zu verteidigen und einige Nebenquests zu absolvieren.
Hält man sich beim Spielverlauf an die Karten ,dann braucht man die Spielanleitung nur noch um vergessene Details zu Figuren oder Material nachzulesen.

Zu zweit lässt sich das Spiel gut spielen. Ich bin mir aber sicher das es mit 3 Spielern noch besser läuft. Vor allem wenn das 2 Player-team sehr gut aufeinander eingespielt ist und schon älter als 15 Jahre. Denn bei 2 sehr guten Spielern hat man ansonsten in allen Spielstufen (6 mögliche Abläufe)
mehr als gute Chancen auf den Sieg.
Könnte langweilig werden!

Jüngere Spieler können am Spiel teilnehmen , mitwürfeln etc. aber es ist sehr wichtig das ein älterer Spieler die Führrung übernimmt. Eine gute Lesefähigkeit ist Vorraussetzung!

Endfazit :- Super Preisleistungsverhältnis!
- sensationelle Gestaltung
- Lange Spielfreude ( ca 1,5 -2 Stunden pro Legende )
- Für alle Fantasy und Strategiespieler

Kann ich nur weiterempfehlen !
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. September 2012
___________
EINLEITUNG:
___________

Wer die Schachtel von Andor das erste Mal öffnet, wird vielleicht erstmal denken: Uff, noch so ein komplexes Teil...

___________________
INHALT DER PACKUNG:
___________________

- 1 Losspiel-Anleitung + 1 Begleitheft (mit wichtigen Stichworten zum Nachschlagen)
- 15 Sortierbeutel (man wird regelrecht erschlagen mit kleinen Plastikbeuteln zum Sortieren der Spielsteine :)) )
- 1 doppelseitigen Spielplan (Achtung: nicht gerade winzig, das Land Andor benötigt in der Breite geschätzte 1,5 m Platz, also nicht gerade geeignet für den kleinen Glastisch im Wohnzimmer...)
- 4 Heldentafeln (doppelseitig, wohlgemerkt! Denn es gibt jeden Figur als Männlein/Weiblein-Variante, was ich sehr vorbildlich finde!)
- 1 Ausrüstungstafel (sozusagen der Lagerraum des Händlers, wo man Ausrüstung und später auch Tränke kaufen kann)
- 1 "Checkliste" (damit man bei jeder neuen Partie nicht vergisst alles richtig vorzubereiten)
- 71 Legendenkarten (Das Herzstück des Spiels, gehe ich später drauf ein)
- 66 Ereigniskarten (sorgen dafür, dass der Spielablauf nie gleich bleibt)
- 20 farbige Würfel (in den Farben der Heldenfiguren - nicht jeder bekommt gleichviele Würfel! Hängt aber mit der Charakterklasse zusammen, die man spielt)
- 1 Erzählerfigur (treibt die Handlung voran)

- und jede Menge anderen Kram: Jede Menge Figuren mit Kunststoffhalter (die 4 Helden in je 2 Geschlechtsvarianten, 4 verschiedene Gegnertypen, Endbosse, freundliche NSCs, ec.), Geldstücke, Gifttränke, Heilkräuter, Runensteine, Bauern, Ausrüstungsgegenstände (Schild, Bogen, Helme, usw.), Edelsteine....

_____________
VORBEREITUNG:
_____________

Im Gegensatz zu manch anderen Brettspielen mit vielen Materialien ist Andor jedoch wirklich unheimlich einsteigerfreundlich designt. Die Anleitung umfasst gerade mal 4 große Seiten (also 2 doppelseitig bedruckte Seiten) und enthält auch nur eine step-by-step Anleitung für das erste Abenteuer. "Das erste Abenteuer" meint nichts anderes als ein waschechtes Tutorial, wie man es beispielsweise aus Computerspielen gewohnt ist. Wir haben das Spiel gestern sehr spät angefangen und waren auch nicht hundertprozentig aufnahmefähig, aber die Erklärungen waren so simpel und übersichtlich, dass wir tatsächlich in einem Rutsch alles verstanden haben. :)

Wer jetzt allerdings denkt, dass Andor bei nur 4 Seiten Anleitung ein extrem simples Spielchen für zwischendurch sein müsste, der irrt. Denn wo die Anleitung aufhört, da beginnen die Legendenkarten. Dies sind große, mit Buchstaben und Zahlen durchnummerierte Karten, auf deren Rückseite Anweisungen und Geschichtsereignisse stehen, die die Handlung von Andor weiter vorantreiben. Für das erste Spiel muss man deshalb unbedingt mit "Legende 1" beginnen, da diese den besten Einstieg vermittelt. Nachdem man alles erledigt hat, was in der 4-seitigen Losspiel-Anleitung gefordert wurde, kann man die Karte "Legende 1 - A1" vom Stapel nehmen und allen Spielern laut vorlesen.

Man findet Story-Text in kursiver Schrift ("Die Kundschafter des Königs trauten ihren Augen kaum." etc.) und Anweisungen in normaler Schrift. Die Anweisungen sind ziemlich "idiotensicher" formuliert, z.B. : "Die Aufgaben lauten: 1. Mindestens ein Held muss ein Nebelplättchen aufdecken. 2. Mindestens ein Held muss beim Händler einen Stärkepunkt. Dafür braucht er 2 Gold." usw.). Und ab da nimmt einen der Spielverlauf selbst an die Hand.

_________________
SO WIRD GESPIELT:
_________________

Jeder sucht sich zu Beginn einen Held (bzw. eine Heldin) aus und markiert die entsprechenden Stärkepunkte (=zusätzliche Kampfstärke) auf der dazugehörigen Heldentafel. Dasselbe tut man bei dem Punkt "Willenskraft" (= Gesundheit). Dann nimmt man sich Würfel entsprechend der Angabe auf dem Heldenbrett. Beginnt man z.B. mit 7 Willenskraft, darf man als Bogenschütze 4 Würfel benutzen, als Krieger 3, als Zwerg 2,... wird alles auf dem Heldenbrett beschrieben. Dann legt man einen Holzchip seiner Farbe oben auf die Zeitleiste des Spielbretts.

Die Zeitleiste ist enorm wichtig: Jede Aktion verbraucht i.d.R. genau 1 Stunde Zeit, bei jeder neuen Runde beginnt man am frühen Morgen. Normalerweise hat jeder Held genau 7 Stunden um seine Züge zu machen (man kann also z.B. 7 Felder weit laufen, weil jedes Feld 1 Stunde Zeit in Anspruch nimmt), aber man kann auch Willenskraft opfern um den Held bis zu 3 Überstunden machen zu lassen. Haben alle Helden ihren Tag beendet, geht die Nachtphase los: Zuerst wird eine Aktionskarte gezogen (ob darauf etwas Gutes oder Schlechtes steht ist vollkommen willkürlich). Dann sind die Gegner am Zug: Jedes Monster bewegt sich in der Reihenfolge, wie sie auf dem Sonnenaufgangsfeld der Zeitleiste beschrieben sind, ein Feld vorwärts Richtung Burg. Am Ende wird die Erzählerfigur, die sich auf der Legendenleiste befindet (rechts am Spielbrettrand sind Felder mit den Buchstaben A bis N) um ein Feld vorwärts gerückt. Je nach Legende, die gerade gespielt wird (neben der Einstiegslegende "1" gibt es noch 4 weitere Legenden) liegen auf den Buchstabenfeldern Sternchips.

Beispiel: Legende "1" hat Legendenkarten, auf denen groß "A", "B", "C", "D", "F", "H" und "N" steht. Auf diese Felder wird nun je ein Sternchip gelegt. Damit wissen die Spieler immer, dass der Erzähler auf diesen Feldern eine neue Legendenkarte "auslöst". Diese treiben, wie bereits erwähnt, die Handlung voran: neue Ereignisse passieren, neue Spielziele kommen hinzu (z.B. "Eskortiere Person X von Feld XY nach Feld XZ") und Bedingungen verbessern oder verschlechtern sich. Aber das sieht man dann selbst, wenn man die betreffende Legende spielt. Wichtig ist: Eine Legende endet _IMMER_ dann, wenn der Erzähler das Feld "N" (also das letzte) erreicht hat. Haben die Spieler bis dahin nicht alle Aufgaben erledigt, gilt die Legende als verloren. Und das passiert verdammt leicht! Aber netterweise stehen auf der letzten Legendenkarte immer Tipps, wie man es beim nächsten Mal besser machen könnte, falls man verloren hat.

____________
SPIELABLAUF:
____________

Das Land Andor ist in ca. 70 verschiedene, durchnummerierte Gebiete eingeteilt. Den Sinn dahinter versteht man spätestens bei der Spielvorbereitung, wenn es heißt "Der Bogenschütze startet auf Feld 56, der Krieger auf Feld 14...[usw.]" - später werden auch Monster und Verbündete, die neu ins Spiel eintreten, nach diesem System unmissverständlich einer Position zugewiesen. Das ist bitter nötig, denn eine unfaire Positionierung der Monster könnte das Spiel von vornherein unschaffbar machen. Ewiges Hauptziel des Spiels ist nämlich zu verhindern, dass zu viele Monster in die Burg auf Feld "0" (die Burg ist auf der Karte kaum zu übersehen...) eindringen. Wie viele Gegner maximal die Burg erstürmen dürfen, hängt von der Spielerzahl ab (3 Monster bei 2 Spielern, 2 bei 3, und nur 1 bei 4). Das klingt teilweise vielleicht nach viel, ist aber extrem wenig, denn die Monster werden immer mehr und laufen alle am Ende jeder Runde stoisch in Richtung Burg (die Pfeile am Rande jedes nummerierten Gebiets geben an, in welche Richtung sich das Monster bewegen wird).

Jetzt würde es sich rein von der Logik her anbieten, dass man sich einfach mit seiner Heldengruppe vor die Burg hinstellt und die Monster solange kloppt, bis die Würfel rauchen. Das scheint auf den ersten Blick sinnvoll, aber da hat man die Rechnung ohne den Erzähler gemacht: Dieser wird auch beim Besiegen eines Monster um 1 Feld nach vorne bewegt. Bevor man sich versieht, "schubst" man den Erzähler durch ständige Kämpfe in Richtung "N" und hat dadurch automatisch verloren, weil andere Siegbedingungen (z.B. "Finde die Hexe" oder "Töte den Skral auf dem Turm") nicht erfüllt werden konnten. Das macht die eigentliche Schwierigkeit von Andor aus - dass man einerseits die Burg verteidigt, aber andererseits auch die anderen Aufgaben nicht vernachlässigt. Wir brauchten gestern allein für die 2. Legende mehrere Anläufe und sind am Bossgegner schier verzweifelt, weil er mit steigender Spielerzahl natürlich auch mehr Stärkepunkte hat. Wo wir bei den Kämpfen wären:

Nicht nur die Spieler haben Stärke- und Willenspunkte, auch die jeweiligen Gegnertypen haben unterschiedlich viele dieser Punkte. Die "Monstertafel" ist im Spielbrett selbst integriert, dort muss man einfach nur noch die entsprechenden Punkte mit den roten Holzklötzchen vor jedem Kampf markieren. Die Stärke der Gegner variiert stark: "Gors" sind das typische Kanonenfutter der Gegnerfraktion und treten am häufigsten auf. "Skrale" sind für einzelne Spieler hingegen schon schwerer zu bekämpfen, ganz zu schweigen von "Trollen" oder "Wardraks".

Ein Kampf läuft im Detail folgendermaßen ab: Der Spieler würfelt mit sovielen Würfeln, wie es seine Willenskraft hergibt (wie gesagt, das erklärt die Heldentafel des jeweiligen Helden von selbst). Dann addiert er seine Stärkepunkte zum höchsten gewürfelten Ergebnis hinzu. Beispiel: Ich würfel als Krieger mit 3 Würfeln und erhalte: 5, 3, 2. Dann nehme ich natürlich die 5 (weil höchstes Ergebnis) und addiere meine aktuellen 2 Stärkepunkte hinzu: macht 7 Angriff! Ein anderer Spieler macht für die Gegnerseite genau das Gleiche (gibt extra rote Gegnerwürfel) und würfelt Folgendes: 5,6 + 4 Stärkepunkte. Also 6 plus 4 = 10 Angriff. Der Spieler hat in dieser Kampfrunde verloren und muss die Differenz der beiden Angriffe (10 - 7 = 3) von seiner Willenskraft abziehen. Jetzt kann er sich entscheiden ob er weitermacht (kostet 1 weitere Stunde auf der Zeitleiste) oder aufgibt. Für gewonnene Monsterkämpfe gibt es Gold und/oder Willenskraft, für verlorene Monsterkämpfe büßt man 1 Stärkepunkt ein. Wenn man sich früh im Spiel mit "Skralen" anlegt, passiert das ständig, da diese über 6 Stärkepunkte und 7 Willenskraft verfügen - im Alleingang ohne Ausrüstung fast unschaffbar.

Aber zum Glück kann - nein, MUSS - man bei Andor ja gemeinsam kämpfen! :) Es lohnt sich auf jeden Fall, gemeinsam in ein Monsterfeld zu ziehen und zusammen draufzukloppen (Bogenschützen können sogar vom benachbarten Feld aus mitangreifen). Dabei werden die gewürfelten Ergebnisse und die Stärkepunkte der einzelnen Helden einfach zusammengezählt und gelten dann als Kampfergebnis. Je fetter das erlegte Monster, desto größer natürlich die gewonnene Beute. Aber wie gesagt, kämpfen allein reicht nicht aus, um die jeweilige Legende zu einem guten Ende zu führen.

Und noch was: Beim Händler (auf dem Spielbrett markiert) kann man sich Stärkepunkte und Ausrüstungsgegenstände kaufen. Letztere sind ziemlich cool: Auf der Heldentafel halten die Heldenfigur ihren linken Arm schon leicht gebeugt, ein weißer Kreis zeigt an dass man hier ein Item hinpacken kann. Wenn man dann einen Schild oder einen Falken drauflegt (oder einen Helm auf den Kopf), dann sieht es echt schick aus! Dazu bringen Items auch wichtige Vorteile, ohne die man später kaum weiter kommt (z.B. absorbiert der Schild bis zu 2x den Schaden, den man im Kampf oder durch Ereigniskarten nehmen würde). Noch ein cooles Detail: Wurde ein Item, das man 2x verwenden kann bereits einmal genutzt, dreht man es einfach auf die andere Seite. Beim Schild zeigt die Rückseite z.B. wieder den Schild, aber diesmal im ramponierten Zustand (so dass man gleich sieht: aha, den hab ich schon mal benutzt) - das sind so Details, die ich ziemlich pfiffig finde und die das Spiel noch sympathischer machen.

______
FAZIT:
______

Das Spiel sieht mit all den coolen Figuren und sonstigen Materialien nicht nur gut aus, es spielt sich auch so. Nach der ersten Legende hat man vielleicht das Gefühl, dass das Spiel zu einfach sein könnte, aber das wäre ein Trugschluss. So einfach wie im Tutorial wird es nicht mehr, der Schwierigkeitsgrad zieht hart an. Ich persönlich finde das sehr gut, denn somit hat man noch lange Freude an dem Spiel und kann ganze Stunden damit verbringen sich an einer Legende die Zähne auszubeißen. Der für mich größte Pluspunkt ist neben der Einsteigerfreundlichkeit definitiv die Tatsache, dass man es hier mit einem reinen Koperativspiel zu tun hat. Man muss sogar wohl oder übel lernen zu teilen: Monster, die man zusammen erlegt, werfen nicht mehr Beute ab als wenn es durch einen Spieler getötet worden wäre - also muss man die Beute sinnvoll aufteilen und versteht schnell, dass es manchmal mehr bringt Aufgaben zu verteilen und z.B. einem Spieler das ganze Gold zu überlassen, damit er für die anderen einkaufen geht (man kann Gegenstände tauschen und auf Gebieten fallen lassen). Im Grunde ist Andor also nichts anderes als ein Story-Coop-RPG für den Wohnzimmertisch und sowohl für Familien, als auch für lange Spieleabende mit Freunden sehr empfehlenswert. Wer Andor ebenfalls gespielt hat und ähnliche Spiele kennt, dem wäre ich sehr dankbar wenn er mir Empfehlungen in der Kommentarbox hinterlassen könnte! Ich liebe solche Spiele! (:

PS: Bevor irgendein falscher Verdacht aufkommt - ich bin KEIN Mitarbeiter von COSMOS! Nur ein zufriedener Brettspiel-Geek, der gestern Nacht viel Spaß mit dem Spiel hatte. ;)
1010 Kommentare|132 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Dezember 2014
Ich besitze das Hauptspiel und die Erweiterung „neue Helden“ für 5-6 Spieler.

Wir haben in einer kleinen Gruppe aus 4-6 Spielern die fünf im Spiel enthaltenen Legenden und die Bonuslegende „Kampf um Cavern“ durchgespielt. Außerdem habe ich 3x mit unterschiedlichen Gruppen die Startlegende gespielt bzw. als Vorleser begleitet.

Mein Fazit: Im Moment ist Andor mein Lieblingsbrettspiel – deshalb gebe ich auch volle 5 Sterne.

Was gefällt mir an Andor?

Hmm, viel hängt vom Einstieg ab. Wenn die erste Spielrunde in toller Gesellschaft stattfindet und Alle Spaß hatten, dann springt der Funke häufig über. So war es auch hier, aber bei Andor hat es eigentlich schon beim Aufbau der Materialien angefangen... Die wunderschöne große Karte, die Spannung wofür die vielen Teile da sind und die Heldentableaus mit den Sonderfähigkeiten. Alles sehr stimmungsvoll.

Die erste Legende war dann bereits anspruchsvoller als erwartet. Wir mussten tatsächlich ein wenig über das beste Vorgehen diskutieren. Jeder konnte seine Sonderfähigkeiten einbringen. Andor ist wunderbar kooperativ, taktisch und gut balanciert.

Was mir auch gut gefallen hat ist die Simplifizierung. Trotz der gefühlten Komplexität sind die Spielregeln sehr einfach gehalten. Man muss sich nichts aufschreiben oder muss sich groß Sachen merken. Alles ist mit Symbolen auf dem Plan markiert. Die meisten Gegenstände können genau 2x benutzt werden, weil man das so schön mit dem Umdrehen der Marker darstellen kann. Es ist auch immer nur ein Kampf zur Zeit möglich. Es können nicht mehrere angeschlagene Kreaturen (..mit unterschiedlichen Willenspunkten) unterwegs sein. Ebenso finde ich es sehr praktisch, dass beim Händler alles genau 2 Goldstücke kostet. So fragt keiner ständig nach der Preistafel. Selbst die Helden sind positiv simplifiziert. Jeder hat nur eine einfach zu merkende Sonderfähigkeit - trotzdem entsteht ein eigenes Profil.

Zu guter Letzt ist das Spiel nachhaltig durch den sehr guten Support und den vielen Fan-Legenden.

Mr.Fisch
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Fragen? Erhalten Sie schnelle Antworten von Rezensenten

Bitte stellen Sie sicher, dass Sie eine korrekte Frage eingegeben haben. Sie können Ihre Frage bearbeiten oder sie trotzdem veröffentlichen.
Geben Sie eine Frage ein.
Alle 16 beantworteten Fragen anzeigen


Gesponserte Links

  (Was ist das?)