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Kundenrezensionen

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am 29. März 2013
Ich bin gerade mit dem Spiel fertig geworden und emotional wirklich ergriffen.
Zur Geschichte und zum Spiel selbst wurde ja bereits viel gesagt, ich möchte aber besonders das Storytelling hervorheben. Die Handlung wird so gefühlvoll erzählt und inszeniert, dass man von Anfang an einfach gefangen ist. Man begleitet die Entwicklung von John emotional und leidet wirklich mit.
Der Soundtrack tut sein Übriges dazu. Dieses Spiel ist wirklich ein Erlebnis. Kein Grafik-Bomber alá Crysis, kein Action-Highlight, noch nicht einmal spielerisch fordernd. Es geht direkt ins Herz und jedem, der ein wenig romantische Gefühle vertragen kann, dem kann ich dieses kleine Meisterwerk nur wärmstens empfehlen.
Dieses Spiel hallt nach!
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am 7. September 2012
Einige Zeit vor dem deutschen Release war dieses Spiel auf der offiziellen Webseite bereits als Download erhältlich, daher die rasche Wertung (nur damit sich niemand wundert). Der kleinen Indie-Schmiede von Freebird Games gelingt mit TO THE MOON aus meiner Sicht eine große Überraschung. Obwohl man über Genre-Zugehörigkeiten diskutieren kann und ich die Bezeichnung Adventure ungern verwende, ist es rein inhaltlich gesehen eines der besten Spiele die ich kenne. Wer sich meinen langen Text sparen möchte, kann gleich zum FAZIT springen :).

Unsere zentralen Spielfiguren sind Dr. Rosalene und Dr. Watts, zwei Mitarbeiter einer Firma, die nicht mehr ansprechbaren Sterbenden gegen Bezahlung den letzten Wunsch erfüllt. Um das zu ermöglichen, bewegen sie sich in deren Gedächtnis über besondere Erinnerungen Schritt für Schritt zurück und versuchen einen geeignet frühen Zeitpunkt zu finden, um bestehende Wünsche so umzuleiten, damit das gewünschte Ergebnis als eine Art fiktive Konsequenz eintritt (die Erinnerungen werden umgekrempelt). Johnny - der aktuelle Kunde - will zum Mond. Kein leichtes Unterfangen, auch zumal es im Hinblick auf ihn und seine Frau viele Dinge gibt, die erst entschlüsselt werden müssen. Ohne unnötig ins Detail zu gehen: Ich finde es ist eine berührende Geschichte. Tragisch wie romantisch. Wir bewegen uns phasenweise zwar an der Grenze zum Kitsch, aber für mich blieb es im akzeptablen Rahmen.

Wem z.B. der Film VERGISS MEIN NICHT! gefällt, oder wer die narrativen Konstrukte von Drehbuchautoren wie Steven Moffat reizvoll findet, der könnte hier richtig liegen. Für meinen Geschmack ist die Handlung dramaturgisch klug durchdacht und komplex verschachtelt. Die inhaltliche Ausgangslage ist spannend und unverbraucht, mit Potential für weitere Episoden (die Story steht aber für sich allein). Gegen Ende des ersten Aktes (von drei) dachte ich kurz, das Spiel könnte zur Routine verkommen. Dem war nicht so. Mit Kapitel 2 dreht die Handlung auf und vor allem im letzten Drittel werden bisher erlebte Erinnerungen durch neue Informationen in ein anderes Licht gerückt und man beginnt die Tragik erst im vollen Umfang zu verstehen. Mich hat diese Erkenntnis sogar Tränen gekostet (das passiert mir sonst selten). Leider liest sich die deutsche Übersetzung nicht so gut, wie die Handlung es sich verdient hätte. Meinem positiven Eindruck tat das keinen Abbruch. Die Charaktere fand ich zudem recht greifbar und die auflockernden humoristischen Elemente zwischendurch mochte ich. Auch die Musik klingt schön und trägt viel zur emotionalen Stimmung bei.

Das geringe Budget wird rasch offensichtlich. Die Grafik (RPG Maker lässt grüßen) sieht retro aus und die fehlende Sprachausgabe ist ein deutliches Zeichen. Vielen wird das nicht schmecken. Optisch gleicht es einem RPG (Rollenspiel) aus alten SNES/Mega Drive Zeiten und kommt in obligater Iso-Perspektive. Spielerisch passt es aber nur bedingt in diese Kategorie und für ein „echtes“ Adventure fehlen „echte“ Rätsel. Adventure hin, RPG her... ich würde es als interaktive Geschichte bezeichnen. Exploration steht im Mittelpunkt des Gameplays. Auf einem überschaubaren Areal gilt es in jedem Abschnitt des Spiels ein paar Interaktionspunkte zu entdecken (die sind nicht schwer zu finden), um damit zentrale Schlüsselerinnerungen zugänglich zu machen, die uns dann zu immer früheren Momenten im Gedächtnis bringen. Dazwischen löst man einige „Schiebepuzzles“ (deren Sinnhaftigkeit man hinterfragen könnte, aber OK). Mit manchen Personen aus der Erinnerung kann man kommunizieren, wobei die Dialoge kaum Spielraum lassen. Gegen Ende folgt eine Geschicklichkeitseinlage. Die ist eine nette Abwechslung, aber auch hier kann man nicht scheitern. Nachdem Herausforderungen sich nahe 0 halten und die Geschichte linear verlauft, ist es verschmerzbar, dass nur 3 Speicherstände plus einem automatischen Spielstand zur Verfügung stehen. Andererseits hätte ich mir manche Momente gerne nochmal angesehen. Die point-and-click artige Steuerung ist zweckmäßig, doch sie erlaubt nicht viel Aktionsfreiheit. Man kann die Spielfigur per Maus überall hin manövrieren und jeweils ein paar Dinge anklicken und das wars eigentlich. Außerdem gibt es kein richtiges Inventar und wir können nicht gezielt Objekte miteinander benutzen. War für mich war das alles aber nicht so dramatisch, da die Geschichte viel kompensieren kann.

MEIN FAZIT: TO THE MOON fand ich gerade im Hinblick auf die Story überragend. Die gefühlvolle Musik unterstützt die gefühlvolle Stimmung zudem sehr gut. Klar sind die Rätsel praktisch inexistent und ja, nicht nur die Grafik wirkt retro. Trotzdem vermittelt es eine Atmosphäre, wie ich sie selten bei einem Spiel erleben durfte. Natürlich könnte man angesichts genannter Problemzonen locker einen Punkt abziehen (v.a. wenn man es streng als Adventure und/oder RPG betrachtet), aber ich nehme mir die Freiheit es in dieser Rezension nicht zu tun. Subjektiv war ich sehr zufrieden. Immerhin wurde ich 4,5 Stunden lang hervorragend für wenig Geld unterhalten und tief berührt. Wer sich noch immer nicht sicher ist, der sollte vielleicht mal auf die Webseite von Freebird Games schauen. Dort kann man das Spiel als Trial eine Stunde lang (ohne sonstige Einschränkung) probieren. Ich finde es lohnt sich, aber seht selbst.

P.S. Das war nun meine vorläufig letzte Spielerezension hier bei Amazon und TO THE MOON ist doch irgendwie ein schöner Abschluss für sowas :).
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TOP 1000 REZENSENTam 18. September 2012
Vor kurzem dachte ich noch: "Es wäre doch mal wieder schön, Spiele im Gewand wie "Zelda" oder "Shining Force" zu spielen. Wenig später stolperte ich über "To The Moon". Das Spiel einzupacken war da ein Selbstgänger. Obwohl "To the Moon" spielerisch nichts mit den alten Rollenspielen zu tun hat, zog es mich ganz schnell gefühlt zurück in die Zeit von Super Nintendo und Sega Mega Drive.

In einer nahen Zukunft ist es möglich, in das Gedächtnis eines Menschen einzugreifen und subtile Änderungen vorzunehmen, die alle aufbauenden Erinnerungen beeinflussen. Wegen der großen Konsequenzen auf ein Leben hat diese Technik nur ein Anwendungsgebiet: Sterbenden einen letzten Traum zu erfüllen - zumindest in deren Gedächtnis. John ist so ein Sterbender. Nach einem tragisch-glücklichen Leben hat er einen letzten Wunsch: Auf dem Mond gewesen zu sein.

Zwei Wissenschaftler der Firma, die solche Gedächtnismanipulationen anbietet, steigen daraufhin in sein Gedächtnis ein. Aus einer der letzten Erinnerungen von John versuchen sie sich immer weiter in die Vergangenheit zu arbeiten, indem sie in einer Gedächtnisepisode besondere "Memorylinks" finden, die einen besonderen emotionalen Kontakt zu einem früheren Ereignis bilden und somit einen Zugang dorthin bilden. Um einen Traum in der Größenordnung als Astronaut auf den Mond zu fliegen zu erfüllen, müssen sie praktisch bis in die frühste Kindheit reisen und sich so von Memorylink zu Memorylink durch das ganze Leben von John hangeln. Dabei lernen sie Johns Leben kennen, die glücklichen Momente ebesnso wie die Gründe, die auch viel Kummer verursacht haben, bis sie schließlich in der Kindheit ankommen. Dort transportieren sie den Wunsch des alten Johns bereits in das Kind, um ihm somit eine neue Karriere einschlagen zu lassen... doch unerwartete Hindernisse tauchen auf.

Zu spielen gibt dabei wenig. Es sind zwar ein paar obligatorische und einfache Rätsel eingebaut worden, aber eigentlich hätte man die weglassen können. Denn das Spiel wird gänzlich von der Geschichte um John Wiley und seinem Leben getragen, sowie der unerwarteten Wendungen, die dann auch zu den erwähnten Schwierigkeiten bei der Erfüllung des Traums führen. Die beiden Wissenschafler führen durch diese Geschichte. Wie in den neunziegern für japanische Spiele typisch wird die Geschichte einfach, aber emotional stark erzählt. Auch wenn der "wahre" John bereits im Koma liegt, fühlt man in seinen Erinnerungen mit ihm - vom Anfang bis zum Ende. Hier haben mich als einziges die "lustigen" Dialoge der beiden Wissenschaftler gestört. Teilweise ist der Humor zwar gelungen, meist passen die flappsigen Sprüche aber nicht in die sentimentale Story, weil sie einfach zu oft vorkommen und so das Ambiente massiv stören. Die Geschichte ist nach etwa vier Stunden durchgespielt, was als Spiel zwar verhältnismäßig wenig ist, der Geschichte aber angemessen.

Der beigelegte Soundtrack unterstützt das Retro-Feeling wunderbar, allerdings nicht mit 8bit-midi-sound sondern hochwertigem klassischen Klavier-Synthie mit Streichereinlagen. Zwar nichts, was ich außerhalb des Spiels auflegen würde, aber zum Spiel selbst sehr gut gelungen.

FAZIT: "To the Moon" erzählt auf der einen Seite eine sehr schöne emotionale Geschichte, die sowohl das "kleine" persönliche Leben eines Individuums als auch seine "großen" Träume darstellt und den Spieler rückblendend-live in dieses Leben mitnimmt. Durch seine 8 bis 16-Bit Graphik und einen stilistisch gelungenem Sound schafft es zudem ein ausgesprochen starkes Retro-Feeling. Einzig die flappsigen Sprücher der durch die Geschichte führenden Charaktere fand ich hier sehr unpassend. Unpassend genug für einen Strafstern für den Spielspaß. Unabhängig davon ist "To the Moon" aber ein sehr schönes Spiel und ich hoffe, dass es mehr Spiele dieser Art geben wird.
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am 17. September 2013
Ich habe bisher noch kein Spiel gespielt, welches mir eine derartige emotionale Breitseite verpasst hat wie "To the Moon"
An einigen stellen sind mir wirklich die Tränen aus den Augen gekullert und das obwohl mich schmalzige Hollywoodschmonzetten etc.
sonst ziemlich kalt lassen. Aber die Story und die Athmosphäre berühren einen schon. Dazu trägt zum einen die zugegebenermaßen
manchmal sehr heftig melancholische Musik, aber vor allem die Story bei. Mit viel Respekt wird das Leben eines im Sterben liegenden
Mannes schwerpunktmäßig im Bezug auf seine große Liebe erzählt. Klingt ungeheuer schmalzig, aber in der Konstellation, dass
2 Doktoren rückwirkend das Gedächtnis des Mannes durchwühlen ist das manchmal sogar recht witzig. Die Geschichte ist
gut ausgearbeitet und es braucht schon etwas Einfühlungsvermögen und Intelligenz, um sie zu verstehen.
Ich frage mich, was für ein Typ der Entwickler Kan Gao ist, dass er sich im Alter von Anfang 20 mit derartigen Themen beschäftigt...

Das "gameplay" kommt zugegebenermaßen nur absolut minimalistisch rüber, aber hey.. wenn ich ein gutes Buch lese will ich
zwischen den Kapiteln auch kein schweres Sudoku oder Kreuzworträtsel lösen, sondern wissen wie's weitergeht. :o)
Wer Spiele hauptsächlich mit Topgrafik und Geballer verbindet sollte die Finger davon lassen. Wer eine gute Geschichte,
die zum Nachdenken anregt spielen will sollte sich "To the Moon" allerdings nicht entgehen lassen.
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am 9. Februar 2013
To The Moon.... das ist der letzte Wunsch von John, der im nun im Sterben liegt. Eva Rosalene und Neil Watts, zwei Wissenschaftlicher, sollten dies wahr machen - durch das Verändern der Erinnerungen. Dazu dringen die Beiden mit einer MAschine in das Gedächntis von John ein - von seiner Letzten bis zurück in die Kindheit. So erfährt man, wie John seine Frau River verlor, wie er zuvor mit ihr gelebt hat, wie die beiden geheiratet und davor sich kennen gelernt haben.

Und diese Geschichte wird einfach traumhaft schön erzählt - und geht einem richtig ans Herz - und zuweilen an die Nieren. Und das ganz ohne eine Bombast-Grafik und ohne Sprachausgabe. Mit einer ganz einfachen 16 bit Grafik, Dialogen in Text Form und eine traumhaft schöne Musik, die absolut gekonnt die jeweilige Stimmung einfängt. Zum Teil war ich zu Tränen gerührt. (Nicht einmal Bioware mit seinen wirklich guten RPG's wie Mass Effekt und Dragons Age vermochten eine Geschichte derart glaubwürdig und unter die Haut gehend zu erzählen. Allerdings lässt einem To the Moon kaum Handlungsfreiheit - die Geschichte wird sehr linear erzählt und man hat kaum Entscheidungmöglichkeiten.).

Nicht ganz so gelungen finde ich die Geschichte um die beiden Wissenschaftler. Die Beiden sind in Ihren Dialogen durchaus witzig, aber mir persönlich zu oft aufgesetzt - Stichwort "Klamauk". Zum Ende hin zeigt sich aber, dass sie in einem moralischen Dilemma stecken - und da zeigt sich die wahre Natur der beiden. Und da werden die Beiden in meinen Augen einfach glaubwürdig und man fiebert dann mit, wie sie das Dilemma lösen und wie das Ganze nun ausgehen wird....

Die Geschichte ist in sich abgeschlossen erzählt, es wird aber eine Fortsetzung geben (zumindest deutet sich das in der letzten Szene nach den Credits an).

Zum "Spiel" an sich: Rein spieltechnisch gibt es eigentlich "wenig zu tun". In den Erinnerungssequnenzen muss man immer wieder Memory-Links finden. Die erhält man, wenn man bestimmte Gegenstände anklickt, mit Personen spricht oder einfach nur über eine richtige Stelle im Bildschrim läuft. Hat man alle Links zusammen, muss mein ein kleines Logik-Rätsel lösen, um in den nächsten Spielabschnitt zu kommen. Das war es schon an "spielerischer Herausforderungen". Mich persönlich hat das fast gestört, weil es die Zeit verzögert, bis man in der Geschichte weiterkommt.

To the Moon entzieht sich auch der üblichen Zuordnung in ein Genre: Es ist eigentlich kein richtiges Spiel, mehr eine interaktive Geschichte, mit Adventure und RPG Elementen. Mit 5 Stunden ist es recht kurz, aber dafür ohne Längen und ohne Langeweile.

Mein Fazit: Wer eine schöne Geschichte erzählt bekommen möchte, die emtional tief berührt und zum Nachdenken anregt und Retro-Grafik und stimmige Musik mag, ist hier genau richtig.

Wer jedoch ein Klassisches RPG erwartet, in dem Monster getötet, Charaktere ausgerüstet und Rätsel gelöst werden wollen, ist hier allerdings falsch.

Ich habe mir das Spiel bei Steam (+ Soundtrack) gekauft. 12,00 fand ich einen guten Preis, denn ich zahle für einen Kinobesuch ja schon mehr und habe davon (rein zeitmäßg) weniger. Unbedingt mal probieren!!!
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am 24. November 2012
Hallo!!

Ich muss sagen ich bin von "to the moon" mehr als positiv überrascht. Ich hab es mir nicht hier bei Amazon gekauft sondern bei Steam runtergeladen. Und was soll ich sagen... GROßARTIG!!! Die Story ist sehr charmant und schafft es, dass man immer tiefer in die Gedanken bzw. die Erinnerungen des sterbenden Johnny eintauchen möchte. Die Entwickler und Übersetzer haben sich echt viel Mühe gegeben und es geschafft dem Spiel eine Seele zu geben... etwas was heute nicht mehr selbstverständlich ist. Es wird in manchen Situationen auch kurz Bezug auf aktuelle Serien, wie "How I met your mother" genommen... ich sag nur Dr. Lorenzo von Matterhorn ^^... oder älteren Serien die den Spielern um die 20 bis 25 (Ich bin 26) ein Begriff sein sollten. Auch spielerisch gibt es an manchen Stellen kleine Homagen an bekannte Videospiele. Diese peppen die eigentlich doch sehr traurige Geschichte immer wieder auf und zaubern zumindest ein Lächeln ins Gesicht.

Die Konstruktion des Storyverlaufes ist meiner Meinung nach sehr Komplex aber die Entwickler bekommen es trotzdem hin viele "Aha"-Momente einzubauen, auch wenn Johnnys Geschichte quasi rückwärts verläuft. Aber man darf nicht so viel von der Story verraten, da man sie meiner Ansicht nach selber erleben sollte, denn Plottwists gibt es hier natürlich auch.

Zur Grafik ist eigentlich nur zu sagen, dass es sich um einen schönen oldschooligen Stil handelt den man liebt oder vielleicht hasst. Auch das keine Sprachausgabe vorhanden ist stört meines Erachtens nicht. Bei der wunderschönen verträumten melancholischen Musik von der die Stimmung sehr abhängt, würde diese vielleicht sogar stören.

Eigentlich wollte ich "to the moon" nur mal kurz anspielen aber es hat mich einfach nicht mehr losgelassen und ich hab es in ca. 6 Std. durchgehabt. Obwohl das auf den ersten Blick recht kurz erscheint hat man trotzdem am Ende ein unglaublich befriedigendes Gefühl etwas gutes getan zuhaben.

"to the moon" ist definitiv kein Spiel für jeden aber wer auf tiefgehende Geschichten steht und mal ein Spiel spielen möchte das mal eine andere Richtung einschlägt sollte es sich zumindet mal angucken oder ausleihen. Mir hat "to the moon" sehr viel Spaß gemacht und wahrscheinlich werde ich es mindestens noch einmal spielen.
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am 21. Februar 2015
Die letzten Monate hinweg schafften es drei Spiele, mich emotional wirklich mitzureißen: GONE HOME ... DEAR ESTHER und nun auch TO THE MOON - Titel, die vieles gemeinsam haben. Sie setzen den kompletten Fokus auf die Charaktere und die Geschichte. Sie bieten nur geringe Interaktivität; das einzige, was man tun muss, ist, herumzulaufen, Dinge zu entdecken und ... zu staunen. Die Spiele offenbaren "Love-Stories", welche nicht wie Hollywood-Kitsch wirken, sondern eher aus dem Leben gegriffen sind. Alle Werke weisen einen Touch Mystery auf und kommen stellenweise "gruselig" daher. Zusätzlich spielt man sie in nur wenigen Stunden durch. Für mich ist damit ein neues Lieblings-Genre entstanden, für das es noch keinen Namen gibt. Vielleicht Spooky-Short-Walk-N-Love-Simulator? Who cares! Diese Indy-Games sind etwas Neues und ich bin dankbar, dass ich sie spielen durfte. Ich empfehle die oben genannte Trilogie wärmstens! Endlich mal etwas für das Herz - in einer immer trostloser werdenen Welt!

Es fällt mir grad schwer, etwas über TO THE MOON zu schreiben ... ich bin noch zu (positiv) benebelt von diesem einzigartigen Abenteuer. Es ist ein kurzweiliges, aber sehr intensives Drama im Retrolook, mit toll ausgearbeiteten Charakteren, einem wundervollen Soundtrack und ... ja ... ausgezeichnetem Humor (!). Verzeiht mir die abgedroschenen Floskeln, aber ... ja, verdammt ... mir fehlen die Worte! Dieses Spiel konnte einen Haufen harter Männer zum Weinen bringen. Es ist wahrhaft wundervoll.

Spielt es einfach. Liebt es einfach. Und vergesst nicht, auch GONE HOME und DEAR ESTHER abzuchecken. Viel Spaß!
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am 15. September 2012
“To the moon” ist ein 2D Independent-Computerspiel, das am 01. November 2011 veröffentlicht wurde. Entwickelt wurde es vom unabhängigen Indie-Entwicklerstudio „Freebird Games“. Es ist das vierte Spiel des Freebird Games-Gründers Kan Reives Gao und die erste kommerzielle Produktion des Studios.

Das Spiel basiert auf einer Erzählung des Gamedesigners Kan Gao. Man könnte es am besten als eine interaktive Novelle mit Rollenspiel –und Rätselelementen bezeichnen. Darin schlüpft der Spieler in die Rollen zweier Doktoren der “Sigmund Agency of Life Generation“. Einer Firma, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen kurz vor ihrem Tod ihren letzten Wunsch zu erfüllen. Johnny will zum Mond reisen. Mit einer besonderen Technologie reisen die beiden Spezialisten in die Vergangenheit von Johnny, um seine Kindheit mit dem grossen Wunsch zu verbinden, damit dieser sein Verhalten bestimmt. Doch so einfach wird es nicht und es treten verschiedene Komplikationen auf, welche die beiden Spezialisten immer wieder mit originellen Geistesblitzen lösen müssen. Die Geschichte beinhaltet eine Vielzahl unerwarteter Wendungen, fasziniert durch das Spiel mit Raum und Zeit. Das

Die Charaktere, vorallem die Hauptfiguren und Wissenschaftler Dr. Neil Watts und Dr. Eva Rosalene sind sehr glaubwürdig, menschlich und humorvoll dargestellt und können eine Ahnung im Spieler hervorrufen, dass sie einem realen Vorbild nachempfunden wurden. Tatsächlich hat Kan Gao einmal gesagt, dass diese Geschichte autobiographische Züge aufweist. Die beiden Hauptcharaktere müssen zwischen verschiedenen Zeitabschnitten der Vergangenheit ihres Patienten hin -und her springen, um die Bruchstellen seines Lebens zu verstehen. Diese Zeitreise ist wunderbar durchdacht. Komplex erzählt. Mit tiefgründigem Inhalt gefüllt. Es herrscht stets eine Stimmung von Rätsel und der Spieler erlebt einen magischen Moment des Verstehens nach dem anderen, wenn er miterlebt, wie sich die vielen in der Vergangenheit versunkenen Fragen allmählich klären. Der Spieler lernt die Schlüsselmomente, die wichtigsten Entscheidungen und ihre Konsequenzen im Leben von John kennen. Am Ende wurde nicht nur ein Einblick in die Vielschichtigkeit der Figur gewährt, sondern auch ein tiefes, emotionales Bild seines Lebens im Spieler hinterlassen.

Der humoristische Inhalt, der hauptsächlich zwischen den beiden Doktoren stattfindet, lockert die elegischen und ernsten Stimmungsebenen immer wieder zu entspannten Passagen auf. Wenn die ernsthafte und seriöse Dr. Rosalene den gerne ironisierenden und gar etwas aufgedrehten, immer wieder zu Albernheiten und kindischen Launen neigenden Dr. Watts abmahnt oder korrigiert, entstehen wunderbar komische Situationen. Die beiden sind sehr unterschiedlich, haben ganz andere Ideen und selten die gleiche Meinung. Dennoch harmonieren sie wunderbar im Team und ergänzen sich grossartig. Es sind beides gut konstruierte Charaktere mit Gefühl, Verstand, Witz und Ernsthaftigkeit. Die Gesten dieser Figuren sind von asiatischem Humor beeinflusst und tun ihr übriges, um ihnen Charakter zu verleihen.

Die Musik wurde in Zusammenarbeit von Kan Gao und der Computerspiel-Komponistin Laura Shigihara komponiert. Sie ist einfach, aber intensiv und schafft es, die wichtigsten Momente von John`s Leben emotional eindringlich zu unterstreichen. Es sind überwiegend gefühlvolle, melancholische, mit dem Piano interpretierte Klangebenen. Subtile Gefühle können sie weniger gut transportieren. Trotzdem sind sie gut gelungen, da sie doch ein Gefühl für die Tragik und die Relationen der Geschichte vermitteln können.

Mein Fazit: Dieses Spiel hat etwas geschafft, was die meisten modernen Mainstream-Spiele nicht mehr erreichen. Mit einfachen Mitteln eine tiefe, menschliche Geschichte zu erzählen. Die Motive von Vergangenheitsforschung, Zeitreise und Wunscherfüllung sind in Verbindung eine geniale unverbrauchte Idee. Welche unzähligen, grossartigen Geschichten könnte man auf diese Weise noch erzählen?
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am 26. April 2013
Ein Klasse Spiel!
Man spielt eher weniger als das man der Geschichte folgt/ zusieht.
Kann also jeder. ;)
Habe das Spiel wegen der Grafik geschenkt bekommen, da die einfach Charme hat und ganz im Gegenteil altbacken ist. Man findet heutzutage nur noch selten solch' einfache Spiele.
Die Musik ist traumhaft schön (Soundtrack ist praktischerweise dabei gewesen) und die Verbundenheit der Hauptperson zu seiner Frau einfach zauberhaft. Selbst die beiden Doktoren hatten Charme. Haben sich oft gegenseitig auf die Schippe genommen und es fielen sogar einige Schimpfwörter!
Auch die Landschaftsgestaltung war einfach toll. Habe ein "paar" Screenshots in der Bildergalerie eingefügt.

Klare Kaufempfehlung!
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am 5. September 2014
„Ich habe es noch nie jemandem erzählt, aber … ich habe immer gedacht, dass sie Leuchttürme sind.“

Hasen aus Papier. Ein verlassener Leuchtturm. Und der inständige Wunsch, zum Mond zu fliegen.
Als Dr. Eva Rosalene und Dr. Neil Watts, Mitarbeiter bei der Sigmund Agency of Life Generation, zu John Wyles gerufen werden, stehen sie vor einigen unerklärlichen Fragen. Ihre Agentur erfüllt Sterbenden ihren Herzenswunsch, indem sie ihnen falsche Erinnerungen einpflanzt, damit sie mit dem Gedanken, ihr perfektes Leben gelebt zu haben, friedlich von dannen gehen können. Auch John ist ein Sterbender, der sich nichts sehnlicher wünscht, als zum Mond zu fliegen. Jedoch weiß er nicht mehr, was diesen Wunsch auslöste, weshalb die beiden Doktoren rückwärts durch seine Erinnerungen reisen müssen, um die Antwort zu finden und seinen Wunsch zu erfüllen.
Doch nicht nur dieses Geheimnis strebt danach, gelüftet zu werden. Auf ihrem Weg in die Vergangenheit werden Eva und Neil Zeuge der dramatischen Beziehung zwischen John und seiner Frau, River, die ihre eigenen Mysterien hütet: so stellt sie Tag um Tag Dutzende von Origami-Hasen her, stellt ihr eigenes Leben über das eines Leuchtturms und leidet an einer rätselhaften Krankheit. Nach und nach setzen sich die Erinnerungsstücke zusammen, bis am Ende das tragische Endbild ans Licht gebracht wird.

„Milliarden von Leuchttürmen … die festsitzen, am anderen Ende des Himmels.“

Erinnerungsstücke zusammenzusetzen, ist auch das Zentrum des Gameplays. Um von einer Erinnerung zur nächsten gelangen zu können, muss der Spieler in jeder fünf „Memory Links“ finden (über das Gebiet verteilte Gegenstände und Situationen) und diese benutzen, um das „Memento“ (ein Gegenstand, der die Erinnerungen miteinander verbindet) zu aktivieren. Kleine Puzzle-Spiele begleiten die Vorbereitung eines Mementos, davon abgesehen gibt es nur wenige Variationen im Gameplay; hier ein parodistisches Rollenspiel, dort ein Klopp-den-Maulwurf, doch insgesamt ähnelt das Spiel eher einem Point-and-Click-Adventure; nicht umsonst wird es von vielen als „interaktive Geschichte“ bezeichnet, denn genau das ist es: Eine interaktive Geschichte, in der der Spieler nicht besonders viel tun muss, was aber auch nie das Ziel des Spiels war.
Stattdessen lebt „To The Moon“ von seiner ergreifenden Handlung, beinhaltet deshalb verhältnismäßig viel Text und ist für diejenigen, die eine ausgereifte Spielmechanik und einen großen Einfluss in der Spielwelt bevorzugen, deshalb weniger geeignet. Zusätzlich beträgt die Spielzeit nur etwa vier bis fünf Stunden; Spieler, die an das Zehnfache der Zeit gewöhnt sind, werden wohl enttäuscht von der Kürze des Spiels sein.

„Sie senden ihr Licht zu den anderen Leuchttürmen, und zu mir.“

Doch bedeutet eine kurze Spielzeit und wenig Spielerhandlung zwingend, dass es sich um ein langweiliges, gar schlechtes Spiel handelt? Mitnichten! Man mag das ein oder andere gerne als Makel sehen, das hängt ganz vom eigenen Geschmack ab; doch die Handlung gleicht meiner Meinung nach den Mangel dieser Dinge aus. Selten erlebte ich eine so berührende Geschichte wie diejenige, die River und John durchlebt haben, selten fühlte ich mich so verbunden mit Videospielfiguren; egal, ob Neil, Eva, River oder John: jeder Charakter fühlte sich unglaublich echt an, sodass es ein Leichtes war, sich in sie hineinzuversetzen, mit ihnen zu lachen und zu leiden. Wenn ein Spiel in der Lage ist, jemanden so sehr zu fesseln, dass man echte Gefühle für es entwickelt, sind Kleinigkeiten wie eine Retro-Grafik und wenig Aktion sympathische Schönheitsfehlerchen, die sogar noch zum Reiz des Spiels beitragen.
Nicht unerwähnt bleiben darf die Musik. Sie trägt sehr zur Stimmung der Spiels bei und macht das ohnehin schon herausragende „To The Moon“ zu einem wahren Meisterwerk. Der Soundtrack liegt dem Spiel dankenswerterweise bei und kann so außerhalb des Spielerlebnisses jederzeit genossen werden; als Edelstein auf der Krone gibt er dieser den letzten Schliff, den es braucht, um ein nahezu perfektes Spiel zu erhalten.
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