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108 von 116 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mark Knopfler - a scottish privateer
Habe mir lange überlegt, ob ich eine Rezension schreiben soll, aber mittlerweile höre ich das Album zum x-ten mal und möchte Euch meine Eindrücke dazu beschreiben. Was ich aus meiner Sicht wirklich bemerkenswert finde ist, dass Mark Knopfler mit diesem Album Stilrichtungen aufgreift, die er in seiner Solokarriere kaum angefasst hat. Sein...
Veröffentlicht am 10. September 2012 von Bernd Brandner

versus
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Der Mann ist musikalisch durch. Aus. Vorbei.
Mark Knopfler hat mal in einem Interview auf die Frage nach dem Ende der Dire Straits gesagt, dass ihm die Band mit all dem Drumherum zu gross wurden. Mit ein bisschen böser Unterstellung könnte man sagen, dass er von Solo-Album zu Solo-Album immer mehr dafür tut, seine Solo-Karriere schön klein zu halten. Ja nicht zu viel Fans und nicht zu grosse...
Vor 1 Monat von Parlan veröffentlicht


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108 von 116 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mark Knopfler - a scottish privateer, 10. September 2012
Von 
Bernd Brandner (Stuttgart) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Privateering (Audio CD)
Habe mir lange überlegt, ob ich eine Rezension schreiben soll, aber mittlerweile höre ich das Album zum x-ten mal und möchte Euch meine Eindrücke dazu beschreiben. Was ich aus meiner Sicht wirklich bemerkenswert finde ist, dass Mark Knopfler mit diesem Album Stilrichtungen aufgreift, die er in seiner Solokarriere kaum angefasst hat. Sein unverwechselbarer Sound, seine Art der Musik ist aber aus jedem einzelnen Track herauszuhören. Mark Knopfler spielt jetzt auch den Blues. Aus dem Stück (CD 01-Track 03) "Don't forget your hat" z.B. höre ich John Lee Hooker aus der Zeit der 50er Jahre, ich habe circa 14 Hooker-CDs aus dieser Zeit. Man hört auch Muddy Waters in einem der Songs.

Mark Knopfler nannte sein Album (zu Deutsch) "Freibeuterei". Die "Privateers" oder Freibeuter der Meere, ein Seefahrtzeitalter indem geplündert und geraubt wurde oder sogar noch wird. Mark Knopfler antwortete auf die Frage, warum er sein neues Album so genannt hat mit den Worten "Ich will wirklich mit dieser kleinen Gruppe (seiner Band) von Menschen verbunden sein. Ich mag es, das Kommando zu haben - über die Band, die Crew, - sie reist durch diese sich ständig verändernden Landschaften und spielt an all diesen verschiedenen Orten. Sie bekommen, wo Sie ohne jede Art von Hilfe auskommen müssen, das was sie möchten. Darum bist du ein Freibeuter. Das ist der Weg und ich mag es." Vielleicht nannte er es auch deswegen so, weil er sich Anleihen aus anderen Stilrichtungen genommen hat. Aber daraus hat er etwas ganz Besonderes gemacht. Er hat dem Blues sein neues Gesicht gegeben.

Möglicherweise befindet sich Mark Knopfler in seiner künstlerisch kreativsten Phase, er schreibt sich die Finger wund. Wir, die Anhänger seiner jederzeit progressiven Musik (Folk, Blues, Country, Rock), genießen jeden einzelnen Titel seines neuen Albums. Mark Knopfler wurde von vielen Richtungen geprägt (Irish/Celtic/Scots Folk), dem amerikanischen Rock and Roll und - wie sich jetzt herausstellt - dem amerikanischen Blues. Dabei achtet er darauf, dass er nicht alles in einen Topf schmeißt, sondern er extrahiert jegliche Stilrichtungen und bringt mal hier einen Folksong, da mal eine Ballade, hier einen Countrysong und da mal einen Rock-Song oder auch mal einen waschechten Rythm'n'Blues Song.

Die Freibeuterei oder Privateering ist eine kluge, feine, gefühlvolle und absolut wunderbare Sammlung neuer Songs, die er in einem Album mit einer super Band aufgenommen hat. Und wie immer ist Guy Fletcher - Keyboarder - dabei, letztes Bandmitglied der Dire Straits.

2013 kommt er nach Stuttgart, da werde ich dabei sein müssen. Ich habe 2010 in München mit meiner (damals 9-jährigen Tochter) das Konzert in München gesehen anlässlich seines Albums "Get Lucky".

Anyway, die Musik ist mehr als "nur" unterhaltsam. Kaufen, bevor's andere tun ;-) Keep rockin'
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98 von 108 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Entschleunigen - mit der Musik und bei der Rezension, 10. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Privateering (Audio CD)
Man kann bei der Beurteilung dieses Albums eigentlich nur einen Fehler machen: es zu schnell zu tun.

Beim ersten Durchzappen ging es mir (Dire-Straits-Fan der ersten Stunde) genauso wie einigen derjenigen, die hier schlechte Bewertungen abgegeben haben. Nachdem ich beide Scheiben einmal nacheinander durchgehört habe (bei ausgeschaltetem Fernseher, ohne Buch in der Hand, einfach nur Musik gehört), muss ich sagen: das ist ein geniales Doppelalbum, das Elemente aus all seinen vorherigen Alben enthält. Es gibt also schnellere Blues-/Folk-/Country-artige Songs, es gibt aber auch die Hymnen (Kingdom of Gold, Privateering, Haul away, Redbud Tree), die einem eine wohlige Gänsehaut verpassen.

Daher lautet meine unverbindliche Empfehlung: in Ruhe hören, mehrmals, über die Songs, auch mal über die Texte nachdenken - und DANACH eine Rezension schreiben. Nicht immer alles nach 20 Sekunden endgültig aburteilen. In dieser hektischen Zeit lebt ein Mark Knopfler gottlob nicht - und seine Hörer sollten sich das vergegenwärtigen.

Wohlgemerkt: dies ist kein Missionierungsversuch. Wer die Scheiben nach dem Hören immer noch schlecht findet, hat ein Recht auf seine Meinung. Aber bitte nicht nach einem 20-Sekunden-Schnelldurchlauf aburteilen. Das hat diese Musik nicht verdient.
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59 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein beruhigender Fels in der Brandung, 1. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Privateering (Audio CD)
Meine Lieblingsalben von Mark Knopfler sind "Golden Heart", "Sailing To Philadelphia", "Shangri-La" und "Get Lucky"... Und natürlich alle Dire Straits-Alben...

Was will man da noch erwarten ? Diese neue Doppel-CD mit 20 (!) neuen Songs reiht sich irgendwo dazwischen ein. In der CD-Innenhülle weist das angedeutete Foto eines Bösendorfer-Flügels und unter anderem einer angewetzten Fender sinnbildlich auf die musikalische Attitüde hin, die Knopfler hiermit wohl auch optisch klarmachen will. Vorweg: Gelungen !

"Seattle" am Schluss der 1. CD ist ein absolutes Highlight. Dieser Song könnte durchaus auch von "Shangri-La" stammen. Sehr schön, dieser fließende entspannte musikalische Ablauf mit dem für Knopfler typischen feinen Gitarrenspiel.

Auf "Privateering" (sinngemäß Freibeuterschaft, Kaperei...) dominieren Blues-Ansätze und irische Folkanleihen. Es ist ein sehr gelungenes schönes Album. Im Grunde alles wie gewohnt auf sehr hohem Niveau. Ich möchte jedoch nicht in Euphorie verfallen. Diese CD trifft aber nun mal meinen Geschmack. Andere nennen es "Bar-Musik", aber ich liebe Knopfler's Stil. Jedenfalls habe ich genau das erwartet. Und darum bin ich mit "Privateering" sehr glücklich. Nun höre ich Mark Knopfler nicht tagaus und tagein, aber dieses Album reiht sich mal wieder griffgünstig in meinem Regal ein.

CD 2 bietet ebenfalls ein Highlight. Die "Radio City Serenade" ist auch wieder so ein fließender Song im "Shangri-La-Stil". Ebenso der Song "Dream Of The Drowned Submariner".

Zur Gesamtqualität bleibt zu erwähnen, dass man "Privateering" ein paar Mal "warmhören" muss. Aber Songs wie "Redbud Tree" und "Haul Away" bieten dennoch spontan den "Aha-Effekt". Das ist genau das, was wir schon immer an Knopfler geliebt haben. Erste Sahne...

Übrigens gibt's eigentlich keinen schlechten Song. Der Titelsong "Privateering" auf CD Eins weist die durchgängig auf diesem Album vorhandene ruhige Linie auf, überrascht aber mit fulminanten Zwischenteilen.

"Gator Blood" ist ein feiner Blues, der die Stones vielleicht hätte vor 50 Jahren inspirieren können (Stichwort: Muddy Waters). Alles in allem kein "britisches" Album des Briten. Mark Knopfler bedient hier sehr geschickt offenkundig die musikalischen US-amerikanischen Wurzeln (Today Is Okay !) Nee, keine "Bar-Musik"... Ich nenne es einfach nur gelungen. Und die irischen Momente sorgen für schöne Farbtupfer. Ein beruhigender Fels in der Brandung und entspannende Musik abseits vom leider immer austauschbarer werdenden musikalischen Alltag.

Diese CD kann man sehr schön hören. Ich kann daher auch hier wieder, 3 Jahre nach "Get Lucky", fünf Sterne vergeben und diese CD als "guten Kauf" empfehlen.

"But Today Is Okay, Today’s just fine..." Ein neuer "Leitsatz" für diese Musik. Ähnlich wie "Get Lucky" ! Ja. Diese CD macht glücklich...
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Der Mann ist musikalisch durch. Aus. Vorbei., 1. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Privateering (Audio CD)
Mark Knopfler hat mal in einem Interview auf die Frage nach dem Ende der Dire Straits gesagt, dass ihm die Band mit all dem Drumherum zu gross wurden. Mit ein bisschen böser Unterstellung könnte man sagen, dass er von Solo-Album zu Solo-Album immer mehr dafür tut, seine Solo-Karriere schön klein zu halten. Ja nicht zu viel Fans und nicht zu grosse Konzerte...

Aber nun im Ernst!
Ich bin nicht nur sehr offen, was Folkmusic jeglicher Art anbelangt, sondern grosser Fan von Mark Knopfler's Soundtracks, auch von Golden Heart und kann auch auf Sailing to Philadelphia, Ragpacker's Dream und Shangri-La Lieder finden, die mir unter die Haut gehen und die ich gerne und oft höre. Dennoch kann man bereits bei diesen Alben eine Entwicklung erkennen, die derartig fortgeführt wird, dass schier alles, was danach kam - und dieses Album hier ist der traurige "Höhepunkt" - einfach nur kotzlangweilig ist.
Spätestens jetzt muss ich mir eingestehen, dass ich mit seiner Musik - emotionsloses, einheitsbreiiges, nöhlendes-Gebrummel mit belanglosem Intrumentalgeplänkel - nichts mehr anfangen kann. Nun ja, das kommt vor, ein Musiker entwickelt sich (und das ist ja im Prinzip auch gut so), man selbst entwickelt sich auch (was noch viel besser ist) und irgendwann passt's halt einfach nicht mehr. Kein Drama. Ist es daher fair, diesem Album nur einen Stern zu geben?
Ja, finde ich. Aus zweierlei Gründen: Zum einen glaube ich, dass hier ein Künstler sein Talent (und damit meine ich nicht nur sein Talent an der Gitarre, sondern auch das eines Komponisten und Songwriters) stufenweise wegwirft und sich deutlich unter Wert verkauft (vielleicht doch aus einer unterschwelligen Angst heraus, wieder "zu gross" zu werden?) und zum anderen heisst ein Stern nichts anderes als "Gefällt mir gar nicht". ;-)
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35 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer Dire Straits hören wil, soll Dire Straits hören. Dies hier ist Solo-Knopfler (vom Feinsten), 4. September 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Privateering (Audio CD)
Bei jedem neuen Knopfler-Album versammeln sich die ewigen Dire-Straits-Puristen auf der Rezensionsseite von amazon und nölen, dass Knopfler nicht mehr `der Alte' und seine aktuelle Musik langweilig sei. Langsam kann man es nicht mehr hören.
`Privateering' ist meines Erachtens nach super. Wie mit jedem seiner letzten Alben muss man aber auch diesem etwas Zeit geben; sich einhören, Songs immer wieder anspielen, die Texte wirken lassen, die Feinheiten suchen und finden. Da sind einige großartige Momente drauf.

Wer Dire Straits hören will, soll sich 'ne alte Dire Straits Platte auflegen und es gut sein lassen.
Wer aber Knopflers Entwicklung seit On Every Street und Golden Heart mit Interesse (und einer Portion Empathie) nachverfolgt hat, wird auf diesem Album vieles finden, das man erahnen konnte, und manches, das überrascht. Auflegen und wirken lassen.
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Knopfler ist eine Qualitätsgarantie, 8. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hallo zusammen.

Ich habe mit größter Sehnsucht auf Mark Knopflers neuestes Werk gewartet. Weit über einen Monat vorher habe ich die "Deluxe Edition" vorbestellt weil ich mir neben den neuen Songs auch einfach Live-Mitschnitte in bester Qualität sichern wollte.

Jetzt habe ich das Album eine knappe Woche. Habe jeden Song mindestens zwanzig Mal gehört und kann einfach nicht aufhören, das Album auf Dauerschleife zu hören. Beim Arbeiten, beim Autofahren, kurz nach dem Aufstehen oder kurz vor dem ins Bett gehen. Es ist einfach eine Wucht.

Die Songs sind in altbewährter Knopfler-Manier komponiert. Viele steigern sich zum Ende (bspw. Yon Two Crows), andere überzeugen mit härteren Riffs zum Mitrocken (bspw. Corned Beef City) und wieder andere regen zum Mitsingen und noch mehr zum Mitdenken an (bspw. Kingdom Of Gold oder Go, Love). Insgesamt kann man sagen, verfolgt Knopfler seine altbekannte Linie. Die Songs werden insgesamt ruhiger, tiefgründiger und emotionaler. Rockhymnen wie Money For Nothing sucht man zwar vergebens, aber dennoch hat man Grund genug einfach mitzumachen, sich zu freuen auf den nächsten Song und in meinem Fall auf seine Tour 2013, für die ich als begeisterter Anhänger natürlich sofort Karten gekauft habe. Treue Fans, die bei der Tour im letzten Jahr dabei waren, dürften den Song Privateering bereits vor Album-Release auswendig gekannt haben aber dennoch ist es ein gänzlich anderer Song, wenn man ihn im Kontext der Songs hört. Zwischen Don't Forget Your Hat und Miss You Blues erhält der Song eine ganz andere Note und erzählt noch so viel mehr.

Mein Fazit: eine glasklare Kaufempfehlung für Freunde wirklich wahrer und ausgesprochen guter Musik. Wer Knopfler kennt, weiß, dass er sich nicht für den "Gitarren-Gott" hält, als den ihn viele Anhänger sehen - dennoch muss gesagt werden: sein Spiel ist einzigartig und sucht vergeblich seines Gleichen. Es mag schnellere, präzisere geben. Dennoch ist und bleibt er eine unverkennbare und nicht auszutauschende Größe im Geschäft und ich hoffe sehnsüchtig, dass uns dieser geniale Komponist und Songwriter noch lange erhalten bleibt. Wenn es eines Tages dazu kommen sollte, dass er aus privaten oder gesundheitlichen Gründen keine Touren mehr machen kann oder gar das Spielen aufgeben muss weiß ich eines gewiss: für mich bleibt er ein alltäglicher Bestandteil meiner Lieblingsmusik - denn zwischen "Künstlern" wie Flo Rida, Justin Biber und Kollegen ist und bleibt er einer der hellsten Sterne am Firmament der Musikgeschichte. Einmalig und absolut hörenswert.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Beruhigt wohlklingend, 19. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vornweg: Im Gegensatz zu vielen anderen Kritikern war und ist mir Mark Knopfler fremd. Die Limited Deluxe Edition wurde einzig wegen des guten Preises bei einem Cyber Monday erstanden. Erwartungen waren entsprechend bis auf ein paar Hörproben kaum vorhanden. Unter diesen Umständen wirklich enttäuscht zu werden ist nicht leicht.

Enttäuscht wurden wir auch nicht. Gut, wer dramatische oder betont fröhliche Stücke sucht oder auf einen Titel wartet der im Gedächtnis bleibt wird mit der Sammlung vermutlich nicht allzu glücklich. Insgesamt plätschert die Musik auf gleichbleibend hohen Niveau sehr gemächlich daher, gewinnt bei vielen Stücken schon fast einen meditativen Touch. Tolle Alben die man wunderbar nebenher hören kann, um bei einem gemütlichen Abendessen oder einer Unterhaltung mit Freunden eine angenehme Hintergrundakkustik zu haben. Selbst ein nicht zu anstrengendes Buch dabei zu lesen kann ich mir gut vorstellen.

Genau diesen Anspruch erfüllt Privateering in meinen Augen. Wunderbar zum Entspannen und die Gedanken schweifen lassen. Highlights könnte ich keine benennen, im Gegenzug gibt es auch nach wiederholten Durchspielen keinen Titel, bei dem der Daumen dazu neigt, den Track zu überspringen. Ein interessanter Ausflug in eine für uns neue Musikrichtung der Lust auf mehr gemacht hat. Nächste Mal dann aber doch gerne mit wenigstens ein, zwei richtig im Gedächtnis bleibenden Liedern. Genug Gelegenheit wäre dank der 40 Titel schließlich gewesen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mark Knopflers erstes Doppel-Album, 20. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mit Privateering veröffentlicht Mark Knopfler sein erstes Doppel-Album.
Der Gitarrist und Sänger der Dire Straits hat sich schon lange weiterentwickelt. Sehr starke Blues-Einflüsse stehen mittlerweile ganz oben auf seinem Werdegang. War er in seinen jüngeren Jahren noch sehr kraftvoll und powergeladen, so bemerkt man, dass er deutlich ruhiger geworden ist, nachdenklicher und auch tiefgründiger. Songtitel wie "Money for nothing (and the chicks for free)" wird man auf diesem Album lange suchen.
Mir persönlich gefiel der "alte" Knopfler deutlich besser, allerdings ist sein neues Album ebenfalls sehr zu empfehlen, sofern man nicht in die Versuchung kommt sein neues Album mit Arbeiten seiner früheren Perioden zu vergleichen.
Wer unschlüssig ist, sollte das Amazon-Angebot nutzen und in der MP3-Download Version die Vorschauen der Lieder anhören.

Für mich eine Kaufentscheidung, jedoch im Endeffekt Geschmackssache!
Von der Ausführung und der Leistung und der Qualität der Aufnahmen jedenfalls absolut überzeugend!
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31 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Freibeuter der Genres, 31. August 2012
Von 
Jan Reiff (Ibiza) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Privateering (Audio CD)
Redbud Tree: ein melancholiches, exzellent gesungenes und eingespieltes Stück mit einem einfachen, aber kristallklarem Solo. Relativ kurz gehaltener Opener.
Haul away: ein schwerer Song über Tod und Abschied, herzzerreissend. (wurde bereits auf der Dylan Tour gespielt).
Don't forget your hat: der Bruder von "You can't beat the house" der Get Lucky CD. Reiner Blues, mehr will der Song nicht sein.
Privateering: ein weiterer Song der Dylan Tour. Ein Akkustik Stück auf handwerklich höchstem Niveau, sehr gut gesungen und einer der Favoriten. Zweimal bricht es dann aus, der Folk wird laut, bis wieder Ruhe einkehrt und der Song langsam mit milderen Drums ausklingt wie eine nachlassende Brandung
Miss you Blues: Die Notting Hillbilies leben noch, ... laut Booklet sogar - zum ersten Mal ein Cover (!!) - bis auf die Lyrics - eindeutiger Dylan Einfluss.
Corned Beef City: Einprägsame Melodie in der Tradition des Knopfler Stücks "Gravy Train" - Slide Gitarre, kriecht mit der Zeit gut ins Ohr. Klassische Knopfler Nummer für höhere Lautstärken.
Go Love: Langsames Stück, exzellent gesungen, typische Knopfler-Gitarrenlinien (erinnert etwas an "Madame Gevena", wächst nach mehrmaligen Hören zu einem Favoriten.
Hot or what: selbstironischer Blues Track, wie gehabt, ein paar Drinks dazu und die Nummer groovt in bester Boogie Manier. Gelungene Drum-Arbeit (Der Wechsel auf der Position des Drummers macht sich im Vgl zu den Vorgänger-Alben bemerkbar, sitzt kein geringerer als Ian Thomas am Kit .)
Yon Two Cons: Ein Hauch von "Silvertown Blues" und "Planet of New Orleans" - einer der Tracks, die man auch früher auf einer späteren Straits Scheibe hätte finden können, jedoch mit zum Teil eindeutig keltischem Einschlag an Stellen, wo früher die Gitarre "gesungen" hätte. Fast schon Sounddesign - das Mischpult war auf jeden Fall prall gefüllt mit Spuren.
Seattle: Elegante Ballade, großartig wie Knopflers Stimme mit Ruth Moody harmoniert. Hank Marvin Style Gitarre, ein mit Plektrum gespieltes Stück, in dem das Soli am Ende mehr angedeutet denn ausgespielt wird (was Knopfler ja mittlerweile gerne macht) - die Steel Gitarre ist auch wieder da - on every street lässt grüßen
Kingdom of Gold: schwerer Celtic Folk, düster, einer der wenigen keltischen Einschläge des ansonsten sehr amerikanischen Albums. Könnte Musik eines Ridley Scott Films sein. Am Ende wird's nahezu episch (angehauchter Chor und alles was dazugehört)
Got to have Something: und wieder durchbricht der Blues die Stille des Songs davor. Ein weiterer Drink drauf, und weiter geht's:
Radio City Serenade: ähnlich wie "Seattle": entwickelt sich die "Serenade" zum Balladen-Knaller, Chris Botti's Beitrag ist grandios. Die Musik für die nächtliche Fahrt durch New York. Fehlt nur noch, dass Cary Grant mit Doris Day um die Ecke kommt ... nach einem Besuch der Bar in der "Got to have something" gespielt wurde.
I used to could: same procedure: Der Blues lädt ein zum nächsten Drink.Konsequent hämmert der monotone Beat ins Ohr
Gator blood: es geht laut weiter - Gator Blood ist das Eastbound Train im Jahre 2012. Und überrascht mit ungewöhnlichen, neuen, hellschreienden lauten (!) Knopfler-Tönen auf der Slide Gitarre, ... die Dire Straits der 70er leben noch. Richtig gute Nummer mit schwer sattem Garagen-Sound.
BlueBird: "Fade to Black" Nachfolger mit etwas mehr Tempo - superbe Mundharmonika Performance.
Dream of the drowned Submariner: und wieder so eine ungemein dichte , poetische Ballade, die Knopfler auf diesem Album scheinbar mühelos aus dem Ärmel schüttelt. Der leise Knopfler von seiner besten Seite- mitunter der atmosphärisch dichteste Song, den Knopfler seit langer Zeit geschrieben hat. Wenn am Ende die Knopfler-typische Gitarre einsetzt, werden auch die Dire Straits Fans kurz nach Hause kommen.
Blood and Water: erinnert mich etwas an "Sucker Row" von "Shangri La", dann wieder an eine langsamere Version von "Wag the Dog" -
Today is ok: damit der Blues nicht in Vergessenheit gerät, kurz vor Feierabend nochmal ein bisschen jammen.
After the Beanstalk: könnte vom "Ragpicker's Dream" stammen - am Ende eines etwas längeren Hörgenuss gibt's nochmal handgemachte Saloonmusik mit viel Mundharmonika und etwas "Daddy's Gone to Knoxville"
Fazit: ein inspiriertes und inspirierendes, bewusst altmodisch gehaltenes Statement gegen die Plastik Chart Musik der Neuzeit. Soundtechnisch die interessanteste Scheibe seit "Sailing to Philadelphia" aus den Knopfler Studios, eine gute Anlage vorausgesetzt.
Einziger Minuspunkt: ich mag keine Fade Outs, ein paar Songs wurden so etwas am Ende zerstört. Dafür aber einen ganzen Punkt abzuziehen wäre nicht im Sinne des absolut gelungenen Gesamtauftritts.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ganz klar, muss man haben!, 21. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Privateering (Audio CD)
wer die Entwicklung von Mark Knopfler seit den Anfängen mit den Dire Straits verfolgt hat, wird feststellen, dass Mark sehr gerne Stilrichtungen aufgreift, die er bisher noch nicht musikalisch "verarbeitet" hat. Dass er den Blues irgendwann entdecken würde, ist logisch. Man spürt aber, dass das ein Experiment ist und er die Sache zwar thematisch drauf hat, es aber nicht seine eigentliche Heimat ist. Ich finde, er hat sich am Blues versucht, aber die letzten zehn Prozent Authentizität bleiben offen. Warum sollte auch ein Mann mit seinen Wurzeln diese Musik derart verinnerlichen können, dass man sie ihm bedingungslos abkauft?
Ein prima Album für Knopfler-Fans aber keines für die Blues-Anhänger.
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Privateering
Privateering von Mark Knopfler (Audio CD - 2012)
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