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am 22. Oktober 2006
Ich habe lange auf Lumen die Fortsetzung von Lycidas und Lilith gewartet und wurde nicht enttäuscht. Nachdem ich völlig gefangen war in der Welt von Emily, der Stadt der Schornsteine, mit sprechenden Ratten und den Engeln am Oxford Circle, hab ich sehnsüchtig darauf gewartet weiter in diese Welt einzutauchen. Zauberhaft spannt Christopher Marzi seine Geschichte weiter.

Nebel gehen in London um, Nebel die Menschen verschlingen und sie in einen ewigen Schlaf versetzen, ein letztes Mal müssen sich Emily, Wittgenstein und Aurora in die uralte Metropole Londons, die Stadt unter der Stadt, begeben, um endgültig die Intrigen und Machtspiele aufzudecken, die Elend über sie und ihre Feunde und Liebsten bringen. Sie kommen auf die Spuren einer Gemeinschaft die schon seit Jahunderten dort ihre Pläne schmiedet und nun zum großen Schlag ausholt. Um den Anfang von allem zu finden müssen Emily und Wittgenstein sich ins geheimnisvolle und mysthische Prag begeben, neue Freunde und Feinde finden sie, aber auch alte Bekannte kreuzen ihren Weg und einmal mehr ist nicht alles wie es scheint, denn nun stellt sich die Frage, wem ist zu trauen?

Man kann nicht alles in schwarz und weiß einteilen, diesen Satz find ich sehr passen für die Geschichte von Emily und ihren Freunden, wiedermal ist es schwer zu sagen, was die wahren Hintergründe der einzelnen Figuren sind und überhaupt sie in Gut und Böse einzuteilen, denn irgendwie sind doch viele Charaktere beides. Auch hat Emily diesesmal ein paar Probleme in Herzensdingen und man erfährt auch endlich mehr über ihren Mentor Wittgenstein und seine Vergangenheit. Alles in allem entfehle ich jedem, der schon die ersten zwei Bände gelesen hat, auf jedenfall auch Lumen zu lesen und alle, die die ersten zwei Bände noch nicht gelesen haben, tja dann wirds aber Zeit ;-), auf die Bücher!!!!
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am 17. Oktober 2006
Mit LUMEN liegt der dritte (und abschließende ?) Band der Abenteuer von Emily Laing und ihren Gefährten in der Uralten Metropole unter London vor.

Wer die beiden Vorgänger LYCIDAS und LILITH kennt, den möchte ich hier nicht länger aufhalten und wünsche ihm mit einem Zitat aus LUMEN ’’Die Welt ist gierig, und manchmal umschließen Nebel unsere Herzen, bis wir uns nicht einmal mehr daran erinnern können, wann unsere Träume zu sterben begannen...’’ einen spannenden Einstieg in die Geschichte.

Für alle, die bisher noch nichts von Emily Laing gehört haben und deren Interesse geweckt worden ist, denen sei gesagt, ihr habt zwar die bisherigen wunderbaren Abenteuer verpasst in denen man auf Engel, sprechende Ratten; Vampire und vieles mehr trifft, aber ihr könnt auch ohne diese Kenntnisse um die Vorgeschichten problemlos in die Welt von Emily Laing eintauchen und LUMEN mit Genuss lesen.

Anfangs ist der Erzählstil von Christoph Marzi etwas verwirrend aufgrund der gewählten Ich-Form, aber gerade dieser Stil macht die einzelnen Fäden so farbig und so lebendig, so dass man am Ende feststellt, dass man sich durch ein rundum gelungenes Abenteuer gelesen hat.

Ich wünsche allen viel Vergnügen beim Lesen und freue mich auf den nächsten Roman aus der Feder von Christoph Marzi.
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Dies hat Christoph Marzi mit dem dritten Band der Emily Laing Reihe bewiesen.

Keine schafft es Trauer, Melancholie, Humor mit einer schleichenden Spannung zu verbinden, wie er. Sein Dickens-Stil verleiht den Personen eine Wärme und Dreidimensionalität, wie ich sie selten im Reich der Literatur erlebt habe. Emily, Aurora, Wittgenstein usw. sind beim Lesen ein Teil meines Lebens geworden und es erfüllt mich mit Trauer, daß ich in Zukunft wahrscheinlich nicht mehr an ihrem Dasein teilnehmen darf.

Marzi hat es wieder eindrucksvoll geschafft verschiedene Mythologien und Religionen miteinander zu verweben und dies ist wiederum etwas was ich noch bei keinem anderen Autor erlebt habe. Dies zeigt sine Fachkenntnis und eine penible Vorarbeit. Marzi sprengt die Grenzen der Fantasy und hat auch Menschen etwas zu bieten, die sich im Reich der "höheren" Literatur bewegen.

Christoph Marzi und Richard Schwartz haben es auf jeden Fall verdient auch International erfolgreich zu sein.

Wer ein Buch voller Wärme und Spannung sucht, der ist hier in der obersten Liga. Auch nicht Fantasy-Leser sollten ruhig mal einen Versuch wagen, dann aber bitte mit Lycidas anfangen, da man sonst schwierigkeiten hat, die Zusammenhänge zu verstehen.

Und wie geht es jetzt weiter?

"Fragen Sie nicht."
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am 18. November 2006
...in fair Verona, where we lay our scene..." Nein. Das ist nicht Verona, sondern London, die Stadt der Schornsteine und der uralten Metropole darunter. Christoph Marzis exzellente, viktorianische anmutende Trilogie, kommt mit "Lumen" zum Ende. Ein geheimnisvoller Nebel streicht wieder durch London. Leute, die ihn einatmen, werden zu Bestien bevor eine gnädige Dürre sie zu Staub zerfallen lässt.

Die beiden Häuser Mushroom und Manderley, die von jeher das Geschick der Stadt bestimmten, liegen in ewiger Fehde. Ausgehend von der Theorie, dass jede Grosstadt der Welt auf einem Ungeheuer erbaut ist, welches sich von niederen Gefühlen und schlechten Taten der Menschen ernährt damit der Fluss des Lebens einigermaßen funktionieren kann, muss das Ungeheuer stetig Nahrung erhalten.

Die beiden Freundinnen Aurora und Emily trennen sich, um den geheimnisumwitterten Limbus der Hölle zu finden und mit ihm Lord Lycidas oder Lucifer wie er einst genannt wurde, denn nur er weiß Rat, wie die Stadt der Schornsteine noch zu retten ist. Ein Hauch von Hitchcock umweht die Ereignisse in der surrealen Gegenwelt Londons während Emily, Wittgenstein und der undurchsichtige Tristan Marlowe in Prag, der ewigen Stadt der Alchimie, ihre eigenen Wege gehen.

Tristan Marlowe, Bibliothekar in Londons British Library, hat in "Lumen" seinen ersten Auftritt. Auch er ist ein Trickster wie Emily und wie Wittgenstein ' ein jeder auf seine sehr verschiedene Art und mit Gaben gezeichnet, die Fluch und Segen zugleich sind. Da Prag zu meinen Lieblingsstädten gehört, war ich neugierig, wie Christoph Marzi die Atmosphäre der Stadt eingefangen hat. Mit Bravour natürlich! Altstädter Ring, Moldau, Brückentürme, Ghetto und der jüdische Friedhof, all das war dazu da, um den surrealen Anstrich dieses Romans weiterzuentwickeln und die Puzzleteile zusammenzuführen.

Marzi verquickt bekannte Charaktere von bekannten Autoren, verschiebt den Blickpunkt um ein weniges, und kreiert damit eine ganz andere Geschichte als die uns wohlbekannte, was nicht selten zu einem Aha-Erlebnis führt. Das erstaunliche daran ist, das es durchaus funktioniert und die Geschichten von und um Charles Dickens, Oscar Wilde und Rabbi Löw auch diesen Hintergrund gehabt haben könnten.

Ein Spiegel mag nur ein Gesicht haben, aber eine Medaille hat definitiv zwei. Im dritten und letzten Teil geht Christoph Marzi der Frage nach: was ist real und was ist Fälschung? Was ist Lüge und was ist die Wahrheit? Der Roman ist nichts für Kinder noch für Leute, die nur quer lesen weil die Geschichte viel zu komplex und vielschichtig ist. Marzis exquisites Deutsch (das ich mir bei viel mehr Autoren so wünsche) ist poetisch, melancholisch, tragend wo's nötig ist; mit trockenem Witz, wo's möglich ist. Für meinen Geschmack war's stellenweise ein wenig zu schmalzig, dennoch verdient "Lumen" die volle Sternenzahl.
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am 18. April 2014
In London geht ein Nebel um, der Menschen zu lebenden Marionetten macht. Wer hat ihn geschickt und warum? Emily Laing trifft das Schicksal besonders hart, denn sie erleidet persönliche Verluste. Und so macht sie sich wieder einmal mit ihrem Mentor Wittgenstein und ihrer Freundin Aurora auf, das Rätsel zu lösen …

Seit dem vorhergehenden Band sind wiederum 2 Jahre vergangen, Emily ist nun 18 Jahre alt. Ein Alter, in dem man durchaus auch zärtliche Bande knüpft – wie es ja in „Lilith“ auch schon angedeutet wird. Der Roman bleibt zwar der Düsternis verhaftet, aber wir erleben auch viel Romantik (sogar Wittgenstein bekommt seinen Teil ab!), wer die Trilogie kennt, kann sich aber schon denken, dass diese nicht nur mit Glückseligkeit gepaart ist.

Wieder trifft man viele alte Bekannte, es gibt aber auch einen neuen interessanten Charakter: Tristan Marlowe, der Maurice Micklewhites Stellung im Britischen Museum eingenommen hat. Mir hat er sehr gut gefallen, auch er hat seine Geheimnisse und lange weiß man nicht, auf welcher Seite er steht (obwohl es für mich da gar keine Zweifel gab).

Emily ist zwar jetzt 18, wirkt aber nicht wirklich so, sie benimmt sich oft kindisch und ihrem Alter nicht angemessen. Das auf das zu schieben, was sie schon erlebt hat, halte ich für nicht richtig, denn Aurora hat sicher ähnlich viel erlebt und wirkt deutlich reifer. Es ist wohl eher eine Charakterfrage. Ich finde es schade, dass die Hauptprotagonistin für mich keine Identifikationsmöglichkeit bietet, mir noch nicht einmal wirklich sympathisch ist.

Was für mich auch hier wieder ein großes Problem ist, ist Marzis Erzählstil. Weniger die altmodische, altertümlich wirkende Sprache ist es, die ich nicht mag, denn die passt gut zu Wittgensein, der auch hier wieder der Erzähler ist, sondern die philosophisch, poetisch anmutenden, in meinen Augen schwülstigen und oft kitschigen, zudem platten Sätze, mit denen oft die Kapitel begonnen werden und die auch sonst öfter eingestreut sind. Und gerade diese werden auch hier wieder mehrmals, in meinen Augen viel zu oft, wiederholt. Nachdem ich z. B. mehrmals „Die Welt ist gierig“ lesen musste, konnte ich es einfach nicht mehr sehen …

Insgesamt hat mir dieser Band besser gefallen als „Lycidas“ und „Lilith“, im letzten Drittel herrscht echte Spannung und da mag die Geschichte richtig gern.

Der Abschlussband von Marzis Trilogie greift einige Fäden aus den vorhergehenden Bänden wieder auf und verknüpft sie, teilweise in ganz unerwarteter Weise, einige bisher noch ungeklärte Fragen werden beantwortet und die Geschichte zu einem einigermaßen gelungenem Ende geführt, auch wenn, meiner Meinung nach, noch einiges ungeklärt bleibt. Der Autor hat wieder einige Figuren aus Legende, Geschichte und Literatur bemüht, so spielen z. B die Plejaden eine kleine aber bedeutende Rolle, außerdem tritt u. a. Gregor Samsa, den man von Kafka kennt, auf.

Ich vergebe 3,5 Sterne, die ich, wie immer, aufrunde.
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am 9. Oktober 2012
Mit seinem dritten Band über die Abenteuer von Emily Laing und ihrem Mentor Mortimer Wittgenstein in der Uralten Metropole liefert Christoph Marzi ein durchaus gewaltig angelegtes Finale der Trilogie. Wer mit der verzweigten, teilweise stelzigen und an einigen Stellen abschweifenden Erzählweise des Autoren klargekommt, wird an Lumen recht viel Gefallen finden.

Christoph Marzi führt konsequent den Mix aus bekannten und eigenen Elementen der Fantasy und des Horrors fort. Seinem Stil bleibt er bis zur letzten Seite treu. Auf manchen Leser mag genau dieser Schreib- und Erzählstil abschreckend wirken. Mich fasziniert aber gerade das.

Der Autor entwickelt seine Figuren im dritten Band liebevoller weiter; die leicht kühle Distanz zwischen Wittgenstein und Emily wird weiter eingeschmolzen. Die Grenzen zwischen Gut und Böse verlaufen fließend; die Motivationen aller beteiligten Protagonisten sind auf beiden Seiten weder durchgängig schlecht noch durch und durch lauter.

Auch wenn das Buch kaum den Inhalt wirklich fassen mag - einfach viel, viel zu viel - ist es eine runde Sache, die man lesen muss, wenn man auch schon Lycidas und Lilith gelesen hat.

Fazit

Schreibstil: auch im 3. Teil sehr kompliziert
Lesefluss: medium bis schwer
Lesespaß: hatte ich
Spannung: sehr gut
Action: sehr gut

Zielgruppe: Freunde englischer Fantasy-/Horror-/Krimi- und Bildungsprosa des 19. Jahrhunderts
Zielgruppenalter: ab 13/14 Jahre bis 100++

Kaufempfehlung? Ja, unbedingt aber vorher Teil 1 und Teil 2 lesen! Lycidas: Die Uralte Metropole - Erster Roman ,Lilith: Die Uralte Metropole - Zweiter Roman

Meine Bewertung: glatte 5 Sterne
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am 14. Februar 2007
Wen die Abenteuer von Emmy schon in Lycidas und Lillith begeistert haben, dem soll auch das dritte Buch wärmstens empfohlen sein.

Es ist überaus hilfreich die beiden vorhergehenden Bücher gelesen zu haben, da es sonst zwar nicht unmöglich aber doch recht schwierig ist die komplexe Handlung richtig einzuordnen und das Buch mit Genuß zu lesen.

In Lumen sehen sich Emmy und ihr Lehrmeister Wittgenstein abermals einer neuen mystischen herrausforderung gegenüber. Nebel suchen London heim. Im Verlauf des Buches wird ein neuer und überaus interessanter Charakter, in Person des Tristan Marlowe eingeführt, der das Buch einerseits durch die vielschichtigkeit seines Charakters belebt und gleichzeitig eine Art Ruhepol(was auf keinen Fall träge und langweilig bedeutet) inmitten der (hektischen) Handlung drumherum darstellt.

Der Schauplatzwechsel von London nach Prag gibt dem Buch einen anderes Flair, gleichsam nimmt Christopher Marzi den Leser sehr schön mit auf diese "Reise".

Der Erzählstil von C. Marzi ist gewöhnungsbedürftig.

Im ersten Buch habe ich über 100 Seiten benötigt um mit dem Erzählstil einigermaßen klar zu kommen.

Findet man sich jedoch erstmal in den verschiedenen Handlungssträngen, die sich immerwieder neu sortieren und den Zeitsprüngen zurecht, so lernt man diese Erzählweise durchaus zu schätzen (für mich zählt sie aus meiner persönlichen sicht zu den absoluten Pluspunkten des Buches aber ich denke das ist eine Geschmacksfrage).

Die Mystik des Buches zieht einen immerwieder aufs neue in den Bann und man ist stets aufs neue gespannt, was einen auf den nächsten Seiten erwartet. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und es hat allemal die volle Punktzahl verdient!

Einziger Minuspunkt ist vllt, dass man durch die komplexe Handlung teilweise sehr vom wesentlichen abgelenkt wird und so leicht den Überblick verliert bzw, dass man einige Ereignisse schon im Vorfeld erwartet und so ein wenig die Spannung vorwegnimmt.

Insgesamt jedoch ein wunderbares Buch, mit einem ganz eigenen Charme und einer anziehenden Mystik, das sich jeder antun sollte, der bücherbegeistert und auch bücherunbegeistert ist und sowiso diejenigen, denen die beiden vorherigen "Bände" gefallen haben!
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am 4. November 2006
"Lumen" ist der dritte und letzte Teil der Buchreihe Christoph Marzis über das Waisenkind Emily und ihren Mentor Wittgenstein, die Uralte Metropole und die beiden Lichtwesen Lycidas und Lilith. Und der Abschluss ist in jeder Hinsicht geglückt.

Die Handlung in groben Zügen: In London ziehen Nebel und seltsame Dürren durch die Straßen, deren Ursprünge im Ungewissen liegen. Emily, Wittgenstein und ihre Freundin Aurora geraten in einen Strudel aus Ereignissen, Unglücken und Verwicklungen, in dem sie sich nie sicher sein können, wem sie vertrauen dürfen und wem nicht. Ihr Weg führt sie zurück in die Hölle und die geheimnisvolle Stadt Prag, wo man eine Möglichkeit zu finden hofft, London retten zu können.

Christoph Marzi bleibt seiner Linie auch in diesem letzten Roman seiner Reihe treu. Er erschafft aus Worten, Bildern und Ideen eine unvergleichliche Atmosphäre und eine Welt, die man in einer solchen Form nur selten erlebt. Die Sprache ist eine gefühlvolle Komposition in einem eigenen Stil, durch den viele Aspekte der Geschichte überhaupt erst funktionieren. Lakonischer Stil wechselt sich mit pittoresken Beschreibungen ab, ohne dass sich beides gegenseitig im Weg steht. Die Erzählperspektive fügt dem noch eine besondere Note hinzu.

Wie auch in "Lycidas" und "Lilith" werden fantasievolle, traumhafte, manchmal aber auch beängstigende Schauplätze nebeneinander her verwandt und ziehen den Leser durch ihre Stimmigkeit untereinander in ihren Bann.

Auch die Charakterzeichnung folgt dem Pfad, den die Vorgänger beschritten haben: Öfter, als man es vermutet, sind die auftauchenden Figuren weder schwarz noch weiß. Jede von ihnen schillert zwischen beidem hin und her - mal stärker, mal schwächer, und genau das treibt die Handlung voran. Für sich allein betrachtet ist die Handlung ein konsequenter Abschluss der Trilogie: Alte Fäden werden wiederaufgenommen, alte Figuren tauchen wieder auf und auch viele frühere Ideen leben in dem neuen Werk weiter. Neue Figuren und Schauplätze geben der Geschichte eine frische Note und sind niemals überflüssig - aber immer interessant. Die Protagonisten werden behutsam weitergezeichnet und je länger der Roman dauert, desto lieber gewinnt man sie.

Doch auch die besonders charakteristische Eigenschaft der Vorgängerromane ist unverändert geblieben: Ein unvergleichlicher Stil bei der Beschreibung von Gedanken und Gefühlen:

"Die Welt ist gierig, und viel zu oft erweist sich die Hölle, die wir in uns tragen, als der einzige Ort der Zuflucht, der uns den verlorenen Himmel noch vergessen lässt."

All diese vielen einzelnen Teile machen den Roman zusammen zu dem, was er ist: einer großartigen Geschichte, die einen nicht mehr loslässt, bis die letzte Seite unter den Fingern dahingleitet und man die Traurigkeit darüber verspürt, dass die Geschichte vorbei ist.

"Das Leben ist zu ernst, um es ohne ein Lächeln ertragen zu können"

F.P.
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am 6. Juni 2006
Hallo, die Welt ist schlecht...WARUM? Fragen Sie nicht. Wahre Worte in einem tollen Buch. Ich kann es nur wärmstens empfehlen. Nach dem schwächeren zweiten Teil, folgt nun ein voll und ganz gelungener dritter und letzter Teil. Allein die Sprache läßt einen in die Geschichte tief eintauchen. Es ist wirklich wunderbar geschrieben. London und Prag sind zwei herrliche Städte solch eine Geschichte leben zu lassen. Für lange Abende genau das RICHTIGE. In diesem Teil kommt auch die Liebe (Dank Ch. Marzis Ehefrau)nicht zu kurz. Schön wie er die Gedanken immer wieder aufleben läßt. Also lesen, lesen, lesen...
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am 19. März 2014
Meinung:
Lumen ist der 3. Band der Uralte Metropole-Reihe, daher besteht beim Weiterlesen Spoilergefahr!

Wieder geschehen mysteriöse Dinge in London: Ein Nebel geht um, der sich der Menschen bemächtigt und sie zu willenlosen Kreaturen werden lässt, zeitgleich setzt in manchen Gebieten eine Dürre ein, die alles zu Staub zerfallen lässt. Die beiden verfeindeten Häuser Manderley und Mushroom scheinen diese beiden Katastrophen herbeigerufen zu haben, im ewigen Kampf gegeneinander. Emily Laing und Aurora Fitzrovia müssen wiederum in die Uralte Metropole hinab, um London zu retten.

Es gilt, Lycidas zu finden, denn er allein weiß, wie die Stadt vor größerem Schaden bewahrt werden kann. Emily macht sich indes zusammen mit Wittgenstein und Tristan Marlowe, dem Nachfolger des verstorbenen Maurice Micklewhite, auf eine gefahrvolle Reise nach Prag, wo sie ebenfalls eine Spur verfolgen, die helfen könnte...

Christoph Marzi hat es auch mit dem 3. Teil der Uralte Metropole-Reihe geschafft, mich wieder für die Welt um Emily Laing zu begeistern. Mit Tristan Marlowe wird ein neuer interessanter Charakter eingeführt. Dieser hat die Nachfolge des toten Maurice Micklewhite angetreten und ist ebenso ein Trickster wie Emily und Mortimer Wittgenstein, doch auch ein etwas undurchschaubarer Mann. Ist er wirklich so loyal, wie er sich gibt oder arbeitet er vielleicht im Insgeheimen doch für Mushroom Manor?

Emily Laing hat derweil mit ihren Gefühlen zu kämpfen, die sie für Adam Stewart, den sie in Lilith kennen- und liebengelernt hat, empfindet. Über Mortimer Wittgenstein erfährt der Leser nun auch endlich etwas mehr was seine Herkunft und seinen Werdegang betrifft.

Somit bekommt man es mit altbekannten und liebgewonnenen Figuren genauso zu tun wie auch mit neuen, die nicht minder interessant sind. Phantastisch und faszinierend kann man wiederum die Erzählweise und den Schreibstil Christoph Marzis beschreiben. Vermag er bereits London in einem besonderen Licht und einer Atmosphäre zu beschreiben und erscheinen zu lassen, steht Prag, der zweite Handlungsort des Buches, in keinster Weise nach.

Mit diesem Buch fühlte ich mich erneut sehr wohl, da man gar nicht anders kann, als in diese Geschichte zu versinken, die sehr tiefsinnig und komplex ist, aber auch die Spannung nicht zu kurz kommen lässt. Ich freue mich bereits auf den letzten Band Somnia, bedauere es aber auch gleichzeitig, da die Reihe sich nun langsam dem Ende nähert.

Fazit:
Lumen kann genauso begeistern wie seine Vorgänger. Eine wiederum faszinierende Geschichte, die durch Komplexität besticht und deren Charaktere man nicht so schnell vergisst.

Reihenfolge:
1. Lycidas
2. Lilith
3. Lumen
4. Somnia
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