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am 17. Februar 2014
Ivan Moravec, ein stiller und viel zu wenig beachteter tschechischer Pianist (*1930), legte Mitte der 60er-Jahre eine Einspielung der Nocturnes von Frédéric Chopin vor, die bis heute mit Fug und Recht zu den Referenzaufnahmen dieser Werke zählen darf.
Moravecs minutiöse Beschäftigung mit sämtlichen Werken, die er einspielt, bringt ihm ein vollkommen natürliches und sicheres Gespür für Chopins Nachtstücke ein, die wie vielleicht keine zweite Werkgruppe im Schaffen des Komponisten die Quintessenz seiner Tonsprache und seiner Stilistik beinhalten. Beeinflußt von Rossini und Bellini sowie deren Belcanto-Stil schreibt Chopin ausladende Melodien über einem harmonisch schlicht anmutenden Fundament. Wenn die Nocturnes aber eine große Herausforderung für den Interpreten bereithalten, dann ist es die Tatsache, daß die Werke voller versteckter harmonischer Wendungen sind, vertrackte Mittel- und Gegenstimmen aufweisen und zudem alles andere als gefällige Salonmusik darstellen - dafür sind sie doch viel zu abgründig in manchen Passagen, dunkel und neuartig in ihrer Konzeption.
Ivan Moravec versteht es wie kein Zweiter, die Melodien scheinbar mühelos, gleichsam schwebend und doch vollkommen natürlich über dem harmonischen Fundament zur Entfaltung zu bringen und dabei gleichzeitig doch alles andere als glatt und oberflächlich zu spielen. Die sorgsam ausgeloteten dynamischen Schattierungen, artikulatorischen Variationen und subtilen Veränderungen der Balance zwischen den Stimmen lenken die Aufmerksamkeit des Hörers gekonnt auf die Stellen, die diese Piècen weit aus der Masse gefälliger Unterhaltungsmusik in den Pariser Salons herausheben. Das Cis-Dur-Nocturne op. 27,2 wirkt so nach dem cis-moll-Nocturne op. 27,1 nicht etwa wie eine isolierte Komposition, sondern vielmehr als ein idealer Gegenpart zu der archaisch anmutenden Stimmung im Vorgängerwerk. Man beachte beispielsweise, wie Moravec gerade in diesem Werk die arpeggierten Bässe durchaus kraftvoller in Szene setzt als andere und doch dabei niemals die organische Struktur die Oberstimmen verletzt. Wie zauberhaft wirkt danach das nächste Nachtstück ...
Trotz - oder gerade wegen? - des durchaus ungewohnten Spiels, das mit eingefleischten Hörgewohnheiten durchaus aufräumt, hat kaum ein Kritiker seither die Aufnahme ernsthaft hinterfragt oder gar als zu modern gebrandmarkt. Im Gegenteil - Moravecs Spiel ist frei von allen Klischees (von denen es bei Chopin ja nun wahrlich genug gibt) und zeugt von einem sensiblen und tiefgreifenden Verständnis für diese keineswegs leicht zugängliche Werkgruppe des großen polnischen Klavierpoeten. Der Klang wurde gegenüber der früheren Veröffentlichung (die allzu lange nicht erhältlich war) weiter verbessert - man entschärfte vor allem die an manchen Stellen etwas dumpf und breiig klingenden Bässe, die nun viel ausgewogener daherkommen.
Natürlich muß der geneigte Pianophile nicht gleich die Aufnahmen von Rubinstein, Pires oder Weissenberg entsorgen. Moravecs Darbietungen sind nicht so brisant wie die von Weissenberg, aber Stoff zum Nachdenken bieten sie allemal. Wenn das Ergebnis aber so gelungen ist wie hier, fällt die Neubwertung liebgewonnener Hörgewohnheiten sicherlich nicht sehr schwer. Dies bleibt somit neben Lipattis Walzern, Zimermans Balladen und Pollinis Etüden eine der ganz großen Aufnahmen in der Aufnahmehistorie der Werke Chopins, die kein ernsthafter Sammler entbehren kann.
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am 12. August 2014
die vorliegenden aufnahmen sind keine neueren, sondern neu aufgelegte,
die der inzwischen mitachtziger ivan moravec wohl auch rein pianistisch
nicht mehr derart befriedigend bewältigen könnte.
sie enstanden mitte der 60er jahre für die priv. >connoisseur society<,
die einen teil in new york (steinway), den andren in wien (bösendorfer)
aufzeichnete. alles erschien dann bei uns anfang er 80er auf dem us-
nonesuch-label, teil der >warner<-corp., denen inzwischen auch die
berühmte >emi< incorporated ist.
nach dem fall der ost-west-mauern und sog. eisernen vorhängen hat sich
moravec, inzwischen auch europaweit reputiert, z.t. die rechte an seinen
früheren einspielungen zurück-erworben, und diese nocturne-einspielungen
seinem haus- und heimat-label supraphon zugeeignet.

ivan moravec war bis dahin weitgehend unbekannt, auch im kreis der
sog. klavierpäpste der grossen dt. fach-feuilletons, die selbst bei neuauf-
lagen ihrer verehrten schriften kaiserliche ignoranz zeigten.
wenn man den vielgerühmten chopin-spezialisten rubinstein (der die
nocturnes zweimal mit grossem abstand einspielte) einmal beiseite lässt,
muss man moravecs darstellung von 19 nocturnes (ohne die zwei posth.)
als die musikalisch ausgewogen-durchformteste ansehen.
warum? er hat chopin als einen grossen bellini-verehrer des klassischen
belcanto-gesangs auch pianistisch so verstanden, der auf strenger tempo-
vorgabe und rhythmischer konstanz seine verzierungen plaziert, immer a tempo,
agogik ja, emotionales detail-rubato no.
klassischer bellini-chopin - so wie die callas in ihren exemplarischen bellini-
interpretationen: ausdruck ja, im rahmen der klassischen struktur, nicht
als veristisch deformierte, verschmierte exaltation.
zu moravecs beispielhafter wie ausdrucksstarker askese, intentional
allenfalls michelangeli ohne dessen formal-manierismus vergleichbar,
bleiben (neben dem z.t. allzu souveränen rubinstein) nur die aufnahmen
des alten arrau, der fast alles etwas zu schwerblütig akzentuiert nimmt, und
die allemal höchst feinsinnig-spielerische aufnahme der maria-joao-pires,
die sich im detail manchmal ein interpretatorisch kapriziöses eigenleben dazu
gewinnt, klanglich allerdings allemal überlegen.
fazit: eine der besten chopin-nocturnes-aufnahmen überhaupt, die in keiner
piano-discographie fehlen sollten, und ein verweis auf die erstklassigen preludes,
mazurkas etc., die moravec ebenso durchdacht eingespielt hat.
24 Preludes/Ballade in F Minor
Scherzi/Etudes/Mazurkas
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am 16. Dezember 2015
Entsprechend aller Rezensionen, aber ganz besonders aufgrund der vom geschätzten Rezensenten K.H. Friedgen, kam ich nicht umhin, mir diese Doppel-CD zuzulegen. Dankbar schliesse ich mich allen Vorrednern an. Hier möchte ich nur Details hinzufügen, die bislang nicht eindeutig waren und mir auch vor dem Kauf als Fragen durch den Kopf gingen. Der Kauf geradewegs dieser Ausgabe des Labels Supraphon aus dem Jahr 2012 lohnt sich besonders, weil durch Supraphon ein ordentliches Remastering zur Verbesserung der Klangqualität vorgenommen wurde. Die AAD-Stereo-Aufnahmen vom April 1965 aus der St. Pauls Kapelle der Columbia Universität, New York mit einem Steinway-Flügel und vom November 1965 aus dem Mozartsaal des Konzerthauses Wien mit einem Bösendorfer Flügel wurden 1966 von der Connoisseur Gesellschaft produziert. Die Supraphon-Ausgabe hier erschien als Lizenzausgabe des CD-Labels Nonesuch Records (Warner), welche 1966 die Veröffentlichung für die erwähnte Produktionsfirma Connoisseur Society, Inc. vornahm.

Das Booklet der Supraphon-Doppel-CD ist durch die Papierstärke im Grunde genommen für die Plastikhalter des Jewel Case zu dick und deshalb nur mit viel Vorsicht ohne Schaden herausnehmbar bzw. zurücksteckbar. Supraphon verfasste den Booklet-Text in englischer, deutscher, französischer und tschechischer Sprache.

Wegen des neuen Remasterings durch Supraphon würde ich die auf dem Markt erwerbbaren Doppel-CD-Alternativen für einen Kauf nicht bevorzugen (ASIN: B000005J03 Nocturnes-Comp und ASIN: B000027ETF Nocturnes ). Zwar wurde die zuletzt genannte Alternativausgabe aus der "Ultima"-Serie 1999 remastert (und unverständlicherweise als ADD bezeichnet), aber das liegt 13 Jahre zurück und kann angesichts der fortschreitenden tontechnischen Möglichkeiten eine Menge ausmachen. Daher ist aus meiner Sicht die Supraphon-Ausgabe die derzeit optimale Veröffentlichung. Die Titel-Reihenfolge bzw. Aufteilung der 2 CDs wurde nie verändert, wie die von mir hier noch zusätzlich hinzugefügten Cover-Bilder zeigen. Die ersten beiden Bilder zeigen Teile des Booklets dieser Supraphon-Ausgabe. Und die letzten 3 meiner hinzugefügten Bilder zeigen die Vol. 1 der einstigen Vinyl-LP-Ausgabe durch die erwähnte Plattenfirma Connoisseur Society, Inc..

Im Booklet erfährt man auch, dass 1966 die gerade veröffentlichte Aufnahme mit dem Pianisten Moravec als beste jemals gespielte Aufnahme der Nocturnes von Chopin ausgezeichnet wurde. Bei dieser Sichtweise kannte man damals also auch die Einspielung von Arthur Rubinstein aus dem Vorjahr 1965.
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am 31. März 2015
Zu Beginn und am Ende seiner Karriere, beinahe sein halbes Leben, komponierte Chopin (1810 - 1849) Nocturnes. Das erste Nocturne entstand 1827, dem Todesjahr Beethovens, als Chopin noch Student am Warschauer Konservatorium war. Das letzte Nocturne schrieb Chopin 1846, als er sich dem Tode schon nah fühlte. Die Gattung der Nocturnes wurde bereits vor Chopin durch den irischen Komponisten und Pianisten John Field (1782 -1837) als Nachtstücke entwickelt, in denen die besondere Stimmung, die Mystik der Dämmerung und anschließenden Nacht vermittelt werden sollte. Die beiden CD's enthalten insgesamt 19 Nocturnes, die Ivan Moravec im Jahr 1965 in New York und Wien eingespielt hat. Die Qualität der Aufnahmen ist als sehr gut zu bezeichnen, klar, transparent und rauscharm. Iwan Moravec überzeugt durch sein sehr sorgfältiges Spiel und seinen fein nuancierten Anschlag. Jedes Stück behandelt er wie eine Kostbarkeit und vermittelt so einen individuellen Klangeindruck. Trotz vieler hervorragender Einspielungen der Nocturnes von Rubinstein über Vasary bis Sokolov in unserer CD-Sammlung hat diese Einspielung ihren Ehrenplatz. Sehr zu empfehlen.
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TOP 500 REZENSENTam 16. April 2015
Selbst wenn sich Ihre Regale zu Hause unter Chopin-Lasten biegen sollten, diese Doppel-CD muß noch hinzu! Ich hatte immer geglaubt, Rubinstein sei bei diesen Werken das Maß aller Dinge, aber diese Aufnahmen haben mich eines Besseren belehrt. Das soll beileibe keine Abwertung des großartigen Pianisten Artur Rubinstein sein - auch seine Einspielungen werden immer bei mir ihren Ehrenplatz behalten - aber Ivan Moravec muß man mit diesen Stücken einfach gehört haben. Ganze Seiten reichen nicht aus, die Einzigartigkeit und Schönheit der Aufnahmen zu schildern, auch Höhepunkte zu nennen ist praktisch nicht möglich, denn jede einzelne ist ein Juwel - und darum gilt nur diese einzige Devise: Kaufen und Hören! Wer diese CD besitzt, möchte sie nie mehr hergeben.
Die Aufnahmen entstanden bereits 1965 in Wien und New York, wurden aber im Westen erstmals 1991 von NONESUCH veröffentlicht. Der Klang ist gut durchhörbares Stereo. Dies hier ist eine Neuauflage von SUPRAPHON, die mit einem ordentlichen Textheft ausgestattet ist.
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