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26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Janowskis eigenwilliger Wagner
Mit einem prägnanten Titel für meine Rezension habe ich lange gerungen und am Ende ist mir doch nichts anderes eingefallen, denn Janowski stellt doch einen außergewöhnlichen Wagner zur Debatte. Einen, auf den die hohe Fachkritik doch schon längst gewartet hat und nun eigentlich Hurrah schreien müsste. Aber das Echo bleibt verhalten, dabei...
Veröffentlicht am 29. Oktober 2012 von wandererthomas

versus
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gemischte Gefühle
Ich fürchte, ich mache mir jetzt nicht nur Freunde - aber so soll es ja auch sein. Also : Weil Waltraud Meier im März 2012 alle drei Tristan-Vorstellungen in der Berliner Staatsoper einer bösen Virus-Infektion wegen absagen musste, war ich ganz froh, als ich für den konzertanten Tristan in der Philharmonie noch eine gute Karte bekam.- Von der...
Vor 24 Monaten von hans castorp veröffentlicht


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26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Janowskis eigenwilliger Wagner, 29. Oktober 2012
Von 
wandererthomas (Unterfranken, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tristan und Isolde (Audio CD)
Mit einem prägnanten Titel für meine Rezension habe ich lange gerungen und am Ende ist mir doch nichts anderes eingefallen, denn Janowski stellt doch einen außergewöhnlichen Wagner zur Debatte. Einen, auf den die hohe Fachkritik doch schon längst gewartet hat und nun eigentlich Hurrah schreien müsste. Aber das Echo bleibt verhalten, dabei ist es ja auch noch ein wirklich profiliertes Projekt, dass so noch nicht mal Karajan geschafft hat: Alle Wagner-Opern in drei Jahren aufzuführen und "auf Schallplatte" zu produzieren. Selbst ein Solti brauchte dafür ca 25 Jahre, bei Barenboim mischen sich Produktionen der Bayreuther Festspiele mit Studioaufnahmen mit der Staatskapelle Berlin und den Berliner Philharmonikern. Und sonst fällt mir jetzt keiner ein, der das bisher geschafft hat (Thielemann wird es wohl auch vollenden).
Nun also Marek Janowski - nicht gerade ein absolut zugkräftiger Klassikstarname. Große Namen braucht der Klassikfan ja nicht, die Leistung soll zählen. Und zur Halbzeit seines Wagnermarathons muss man Marek Janowski einen - siehe Überschrift - absolut eigenen, einheitlichen Zugriff auf die Wagner-Opern zugestehen. Das klingt aus einem Guss, was natürlich durch der Konzentration und die zyklischen Konzeption erreicht wird und so wohl auch noch keinem Dirigenten ermöglicht wurde. Es ist die Gegenposition zu den ja oft von Kritikern geschmähten romantischen, breiten und ausladenden Interpretationen eines Levine, Barenboim oder Thielemann. Es ist auch klanglich die Gegenposition zum Bayreuther Festspielhaus mit seinem eher gedämpften Mischklang. Zum Teil extrem schnelle Tempi, penibles Ausarbeiten von Begleitfiguren der Streicher (man denkt da manchmal an die Konstruktionen des frühen Bruckner - der kannte ja die Partituren), die in Bayreuth so nicht hörbar gemacht werden können, Vorrang der Holzbläser, sehr zurückgenommenes, dafür manchmal ganz kurz um so effektvoller hereinbrechendes Blech: der über 70jährige Janowski zeigt einen Wagner, auf den doch eigentlich alle Kritikercharakteristika der politischen Correctness passen, also schlank, leicht, federnd, rhythmisch prägnant, strukturell durchhörbar, modern und absolut unpathetisch. Ich gebe zu, das würde mir eigentlich garnicht gefallen, aber Janowski verbindet diesen Ansatz mit einer Leidenschaft und der Intensität eines "alten" Dirigenten, der sich jetzt trauen kann, eigenwillig zu sein, so dass das ganze Projekt bisher einfach spannend zu hören ist.
Das gilt für alle Aufnahmen dieser Serie und dem Tristan im Speziellen, hat er hier doch eine Sängerbesetzung, die für mich alle bisherigen Aufnahmen übertrifft. Da schließe ich bewusst und provokativ Furtwängler und Kleiber mit ein. Nina Stemme ist am Höhepunkt ihrer Kunst angelangt, nach der ja schon nicht schlechten Isolde mit Domingo und dem Mitschnitt aus Glyndebourne, der leider um das "Tagesgespräch" im 2. Akt gekürzt ist, gelingt ihr hier schier alles. Die Stimme hat eine leichte dunkle Grundierung angenommen, die Spitzen kommen ohne zu forcieren, klangschön, dazu Text und Gestaltung auf Augenhöhe mit Waltraud Meier - toll. Stephen Gould kommt etwas schwerer in die Gänge, was zum Tristan im ersten Akt ja auch passt, dann überzeugt er mich aber mit seiner baritonalen Stimme, wirklich "Tristan der Held". Auch er textverständlich und er kann wunderschöne Bögen singen, ich denke da an Kollos wie vom Lineal gezogene Gesangslinien. Und beide Stimmen passen auch gut zueinander.
Auch die weitere Besetzung ist hervorragend, Johan Reuter gibt den Kurwenal mit seiner Wotanstimme, Kwangshul Youn leidet erst zurückhaltend, im dritten Akt aber umso mächtiger, Michelle Breedt ist natürlich keine Christa Ludwig, aber eine mädchenhafte, berührende Brangäne.
Janowski treibt Wagners Opus summum in je 75 Minuten pro Akt also fast schneller als Karl Böhm voran, rauschhaft und dann doch wieder abgekühlt. Das Klangbild in Stereo ist präsent und in guter Balance von Orchester und Stimmen. Das Rundfunksinfonieorchester Berlin braucht sich hinter den Kollegen aus der Philharmonie oder von der Staatskapelle nicht zu verstecken.
Janowskis Wagnerzyklus wird sich so in der Diskografie einen bedeutenden Platz sichern, ob der Ring mit seinen Orchesterentladungen so aufgeht wie die früheren Opern, da bin ich gespannt, insbesondere vor dem Höreindruck, den Sebastian Weigles Ring bei mir hinterlassen hat. Aber starke Kontraste in der Interpretation machen ja das Salz in der klassischen Suppe aus, was Popmusikfreunde halt nie verstehen - wie viele Aufnahmen hast du inzwischen vom Tristan? Und die absolut "perfekte" ist auch mit diesem Tristan noch immer nicht dabei!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gemischte Gefühle, 28. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tristan und Isolde (Audio CD)
Ich fürchte, ich mache mir jetzt nicht nur Freunde - aber so soll es ja auch sein. Also : Weil Waltraud Meier im März 2012 alle drei Tristan-Vorstellungen in der Berliner Staatsoper einer bösen Virus-Infektion wegen absagen musste, war ich ganz froh, als ich für den konzertanten Tristan in der Philharmonie noch eine gute Karte bekam.- Von der Aufführung war ich dann auch durchaus angetan und ich möchte jetzt nicht ungerecht werden : Es macht einen offenbar grossen Unterschied, ob man eine Oper im Parkett, im Konzerthaus oder mit den Kopfhörern auf den Ohren daheim im Sessel erlebt. Ich habe mich sogar gefragt, ob es sich bei dieser CD tatsächlich um einen Mitschnitt der Aufführung in der Philharmonie handelt oder um eine nachträgliche Aufnahme - schon, weil man niemanden husten hört. Aber egal. Nachdem ich mir die CD zweimal angehört hab, muss ich zugeben, dass ich mich von der Atmosphäre in der Philharmonie wohl über ein paar Schwächen hinwegtäuschen liess.
Zunächst eine generelle Bemerkung : Sängerinnen und Sänger sollten die Sprache, in der sie singen, mindestens gut kennen. Ein Tristan, der auf deutsch mit amerikanischem Akzent singt, wirkt nicht tragisch sondern komisch. Und eine Brangäne, die, wie Michelle Breedt, alle Ts und Ks am Ende eines Satzes doppelt und dreifach ausspuckt auch. Textverständlichkeit wird so eher erfolgreich verhindert. Allerdings bietet Stephen Gould auch sonst eine leider etwas problematische Leistung. Hier und da, besonders im 2. und 3.Akt wird ein Ton schon mal nicht richtig getroffen oder nicht recht gehalten. Dass er passagenweise so zögerlich, ja lahm singt, mag dem Dirigenten anzulasten sein, der Goulds Schwäche vielleicht bemerkte und das Tempo ein wenig verschleppte. Feurig begeisterter Liebhaber - verzweifelt todessüchtiger Held ? Ach, nein. Ein Buchhalter, dem die Freundin weggelaufen ist. Den Vergleich mit Siegfried Jerusalem ( auf der CD mit Waltraud Meier und Barenboim am Pult ) oder Peter Seiffert hält Gould keinesfalls aus.
Nun steht und fällt der Tristan ja immer mit "der schmucken Irin". Und wen habe ich da schon alles gehört : Eva Johannson, Irene Theorin, Gabriele Schnaut, Deborah Polaski, Katharina Dalayman, Linda Watson, Deborah Voigt, Catherine Foster. Und nun also auch Nina Stemme. Ja, ich mag diese etwas herbe, dunkle Stimme und die Stemme weiss auch, wie mit ihr umzugehen. War es nun so, dass die Leistungen ihrer Mitsänger sie dazu verführten, etwa Isoldes Schlussgesang so emotionslos-routiniert herunterzusingen ? Fehlte ihr die Bühne ? Der mitzureissende oder mitreissende Partner ? Was im Konzert nicht auffiel, wird beim Hören der CD sehr deutlich : An diesem Abend blieb sie weit unter ihren Möglichkeiten. Und ich weiss nicht, wo Waltraud Meier ihre Augen haben müsste, damit man der Stemme Augenhöhe mit ihr bescheinigen kann.
Schade. - Kwangschul Youn (Marke) war gut und blieb es, Johan Reuter (Kurwenal) auch. Und richtig, richtig gut im Saal wie auf der CD: Marek Janowskis Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin.
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5.0 von 5 Sternen Tristan & Isolde, 17. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tristan und Isolde (Audio CD)
Diese Aufnahme ist ein Traum. Marek Janowski hat in seinem Dirigat eine klare Linie, die besonders stark im dritten Akt bei Tristans fieberhaften Ausbrüchen. Stephen Gould ist ein Tenor, der die starken Ausbrüche des Tristans aber auch die lyrischen Seiten des Tristan aussingt. Nina Stemme gibt Isolde eine warme Stimmfarbe gepaart mit einer Durchschlagskraft in der Stimme. Johan Reuter singt souverän die Partie des Kurwenal. Alles in allem ist es eine gelungene und sehr schöne Aufnahme.
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5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wagner transparent, 3. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Tristan und Isolde (Audio CD)
Wer beim Tristan die Musik und nicht Wagners Gesamtkunstwerk in erster Linie liebt, ist mit dieser Konzertaufnahme (live)
bestens bedient. Kein Bühnengetrappel, Poltern... Wer seiner Musikanlage etwas Gutes tun will kommt wohl auch nicht um diesen Tristan herum. Man hört die einzelnen Orchesterstimmen glasklar heraus,
und man versteht den Gesang auch ohne Textbuch. Das Verhältnis von Gesang und Orchester ist sehr ausgewogen,nie verschüttet der Orchesterklang den Gesang.
Mir macht dieser Tristan jedenfalls ungeheuer viel Freude am Hören,so dass ich meine anderen Tristans veräußern werde und mir noch mehr "Jankowski Wagner" zulegen werde.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Transparenter und spannender Wagner!, 7. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Tristan und Isolde (Audio CD)
Nachdem ich hier einige Rezensionen über diese Aufnahme las, sah ich vom Erwerb dieser Einspielung ab. Nun habe ich diese CD geschenkt bekommen und habe sie daraufhin in diesem Wochenende reingelegt mit der festen Überzeugung, dass ich sie keinesfalls zu Ende hören würde! Am Freitag schon habe ich sie am Stück wie gebannt zu Ende durchgehört. Ohne Pause. An diesem Wochenende folgten noch 2 komplette Zyklen, gestern und heute!
Wieder mal ein Beispiel wie unterschiedlich die Geschmäcke und Wahrnehmung sein können.
Ich finde diese Einspielung sehr gelungen sowohl von der Seite des Dirigates als auch der Sängerleistung und schließlich der Aufnahmetechnik!
Janowski erzeugt hier ein sehr transparentes Werk frei von übertriebenen Tempi und schweren pathetischen Szenen. Sein Dirigat ist klar, detailliert mit wunderschöner Ausarbeitung vieler Themata, die man hier herrlich schön präsentiert bekommt. Dazu ist das Ganze spannend ohne Hektik und ohne Verzögerungen und in die Länge ziehende Themata, die dem Zerfall der Flusses drohen und die Geduld des Hörers strapazieren.
Ich wüsste hier keine einzige Stelle, bei der der Dirigent angeblich über die Themen hetzt und zu schnell sein sollte, obwohl ich schon einiges diesbezüglich gehört hatte (Furtwängler und noch extremer Bernstein).
Ich finde hier ALLES genau richtig.

Auch die Sänger sind klasse.
Einen englischen Akzent von Herrn Gould, der den Inhalt der Oper eher komisch als dramatisch gestaltet, wie hier behauptet wurde, konnte ich nicht feststellen!
Im Gegenteil sogar: Der Sänger artikuliert ganz deutlich und klar, so dass man auch ohne Libretto alles versteht, was er singt. Ich habe einige deutsch sprachige Sänger schon gehört, die man schlechter versteht (z.B. Herr Windgassen).
Herr Gould singt einen vollen, kraftvollen und zugleich lyrischen Tristan mit wunderschönen Bögen und frei von künstlichem Pathos.
Der 3. Akt ist für mich der Höhepunkt seines Gesanges. Einen so schönen Tristan ohne Tadel und Makel habe ich selten gehört. Für mich erzielt er hier die beste sängerische Leistung von allen.
Nina Stemme ist auch eine sehr solide und sichere Isolde.
Die Schlussszene besonders am Höhepunkt des Vortrages hätte noch etwas intensiver und anhaltender sein können. Aber das alles ist Kritik auf einem sehr hohen Niveau. Diese besagte Szene besonders die Stelle: "in des Weltatems wehendem All" kann sowieso nur eine Birgit Nilsson in der Weise singen, dass sich die Stimme unerschüttert, sicher und voller Kraft über den Klangkörper des Orchesters hinweg steigt und deutlich zu hören ist, dass man einfach eine Gänsehaut bekommt.
Und ich denke, solche menschliche Phänomene bleiben nunmal einmalig und lassen sich nicht reproduzieren, so dass schon mal der Versuch eines derartigen Vergleichs nicht nur dem Scheitern vorprogrammiert sondern auch UNFAIR dem Künstler gegenüber ist.
Vergleichbares gilt auch für die Stimme einer Maria Callas in der Rolle der Norma oder Tosca, deren Stimmgewalt und Klangchroma ihrer Stimme einfach UNWIEDERHOLBAR bleiben.

Herrn Reuters Kurwenal reisst mich nicht vom Hocker. Irgendeinen Farbton hat diese Stimme, die mir persönlich nicht so ganz gefällt. ABER das ist eine ganz persönliche Geschmacksnote von mir.

Mirs Breedts Brangäne ist gut aber nicht überragend!
Die Szene im 2. Akt "Einsam wachend in der Nacht" könnte intensiver und mit einer unmittelbareren Wirkung gestaltet werden (am schönsten und vor allem am ergreifendsten finde ich gerade diese Stelle in der Furtwängler-Einspielung mit Mirs. Blanche Thebom. Hier läuft mir immer ein Schauer über den Rücken!!!)

Dennoch ist diese neue Einspielung eine gelungene Darstellung des Werkes wie selten in letzter Zeit absolviert.
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Tristan und Isolde
Tristan und Isolde von Marek Janowski (Audio CD - 2012)
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