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5.0 von 5 Sternen Die Platte ist der Hammer, egal, was um die Band noch los ist
Ich will nur schnell die Leuts ergänzen, die diese Platte mit etwaigen Gagen der Band in Verbindung bringen.
Was Slime an Kohle für Konzerte verlangen, hat für mich nichts mit dieser Platte zu tun. Die Scheibe ist einfach extrem geil! Klar, die Texte muten manchmal seltsam an, gerade, wenn man wie ich die Schimmelpunk-Phase hinter sich hat, Geld...
Veröffentlicht am 5. August 2012 von pungelista

versus
3.0 von 5 Sternen musikalisch Slime, textlich irgendwann nervig
Slime sind für mich die Ur-Gesteine der deutschen Punk-Szene und der Inbegriff linken Denkens. Die Alben "Schweineherbst" und "Alle gegen Alle" gehören heute noch zu meinen Lieblingsscheiben. Rein musikalisch wird man mit "Sich fügen heißt Lügen" nicht enttäuscht, denn das ist unverwechselbar "slimig"...
Veröffentlicht am 21. März 2013 von hinz und kunz


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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Platte ist der Hammer, egal, was um die Band noch los ist, 5. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich will nur schnell die Leuts ergänzen, die diese Platte mit etwaigen Gagen der Band in Verbindung bringen.
Was Slime an Kohle für Konzerte verlangen, hat für mich nichts mit dieser Platte zu tun. Die Scheibe ist einfach extrem geil! Klar, die Texte muten manchmal seltsam an, gerade, wenn man wie ich die Schimmelpunk-Phase hinter sich hat, Geld verdient und Familie hat (also wohl "Bürger" geworden ist). Vielleicht ist dann der eigene politische Anspruch auch kleiner geworden, als noch vor 15 Jahren, kann sein.
Aber rein auf die Scheibe bezogen: geile Umsetzung der Gedichte, die Lieder gehen ins Ohr wie lange nix mehr. Nicht mehr so kompliziert metallig wie Schweineherbst oder Viva, sondern schön straight foreward, zum mitsingen im Auto und dann im Herbst auf der Tour.
Platte also: rundum gelungen! Holen und abgehen, und es den Jungs und Mädels gönnen, dass sie von ihrer Kunst leben wollen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Noch darf die Welt uns Sklaven heißen, noch gibt es Ketten zu zerreißen!", 1. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Sich Fügen Heißt Lügen (Audio CD)
Alter, das war jetzt aber echt mal bitter nötig! Also ein ausgewählter Punkrock-Fachmann war ich bisher noch nie...aber für die Kult-Anarchos von SLIME habe ich schon seit frühen Jugendtagen - Bands wie DIE ÄRZTE , DIE TOTEN HOSEN , DIE ABSTÜRZENDEN BRIEFTAUBEN oder eben SLIME sind schließlich nicht der schlechteste Einstieg in die große Rockwelt! - , immer besonderen Respekt übrig. Und auch wenn in einschlägigen Kreisen jetzt schon abfällig darüber diskutiert wird, ob denn "das liebe Geld" nun einzig und allein Schuld an dieser Reunion trägt, sehe ich die neue SLIME-Scheibe einfach nur als das, was sie eben ist: Ein deftiger Gewaltschlag gegen das Establishment...und die Rückkehr einer der legendärsten Punk-Institutionen, die dem deutschen System jemals den Garaus machen wollte. Fast zwei Jahrzehnte nach ihrem letzten offiziellen Longplayer "Schweineherbst" melden sich SLIME nun endlich wieder mit neuem Futter zurück. In einer Zeit in der Alt-Punks wie DIE TOTEN HOSEN sich auf peinlichem "ZDF-Fersehgarten"-Niveau ganz schmerzfrei in Richtung Altersheim schunkeln, ist ein musikalischer Handkantenschlag in den Nacken dann auch echt mal angemessen.
Die brandneue SLIME-Langrille "Sich fügen heißt lügen" ist aber auch aus textlicher Sicht hochinteressant. Wer hier stilecht revolutionäre, anklagende Steineschmeißer-Lyrics erwartet, der liegt natürlich wie immer goldrichtig. Kurioserweise stammen sämtliche Texte nicht aus eigener Feder (Ausnahme: das bankenfeindliche "Seenot"), sondern basieren auf Gedichten des ehemaligen Schriftstellers und Publizisten Erich Mühsam, der im braunen Schreckens-Regime der 30er-Jahre als Systemfeind umgebracht wurde. Dieser 14-Tracker ist somit auch eindeutig als Tribut an einen "Bruder im Geiste" zu verstehen...denn auch wenn die interpretierten Gedichte schon über 80 Jahre auf dem Buckel haben, sind die Inhalte doch erschreckend real, und bieten das passende Fundament für eine waschechte SLIME-Platte. Das tolle daran: Man kann diese Platte auch dann klasse finden, wenn man (so wie ich!) mit Politik sonst nix anne Frisur hat.
Musikalisch lassen sich die alten Punk-Helden keinerzeit die Butter vom Brot nehmen, so dass über 46 Minuten munter nach vorne geballert wird. Beginnend mit dem flotten Vierer "Sich fügen heißt lügen" , "Rebellen" , "Freiheit in Ketten" und "Wir geben nicht nach" weiß jeder Altfan sofort, dass es sich hier ganz klar um SLIME handelt - ganz egal wieviele Jahre seitdem verstrichen sind. In räudiger Asi-Manier haut die Band hier eine deftige Anarcho-Kante nach der nächsten raus, um jedoch bei so manchem Boogie-Rhytmus einfach nur das Gespür für tollen MOTÖRHEAD-Rock'n-Roll sprechen zu lassen (u.a. "Zum Kampf" , "Trinklied"). Leider ist nicht jeder Song von "Sich fügen heißt lügen" ein Volltreffer - speziell das quälend-öde "Bett aus Lehm und Jauche" ist einfach viel zu lang. Dagegen zeigen energische Wut-Granaten wie "Bürgers Alptraum" , "Seenot" , "Bauchweh" oder das unfassbar geile "Revoluzzer" (bohrende Systemkritik trifft auf Humor!) dem Hörer einfach nur, wie wertvoll Punkrock im Jahre 2012 sein kann. Der perfekte Soundtrack für die nächste Attac-Demo, Heiligendamm, Gorleben, das Hamburger Schanzenviertel am Maifeiertag, usw...ein Aufruf zur Solidarität, sich nicht von sogenannten Autoritäten unterkriegen zu lassen, allen Nationalisten in die Suppe zu spucken.
Noch Fragen ? Platte kaufen - Kopf einschalten! SLIME - herzlich willkommen zurück!
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13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Punk trifft auf Literatur, 15. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sich Fügen Heißt Lügen (Audio CD)
Es ist mitnichten so, dass mit "Schweineherbst" schon alles gesagt war.
18 Jahre später ist Slime wieder mit einer neuen CD da und zwar so -
hier stimme ich gern dem Produkt-Teaser zu - als ob sie nie weg gewesen wären.

Der Sound ist kraftvoll und frisch wie eh und je - sowohl alte als auch neue Fans kommen hier voll auf Ihre Kosten.

Die Texte geben sich literarisch, manchmal fast philosophisch.
Die Band ist sichtbar gereift, bleibt am Puls der Zeit und widmet sich z.B. Themen wie dem gerade kollabierenden Geldsystem:

"Ja Bürger, die Erde bebt.
Es wackelt Deine Habe.
Was Du geliebt, was Du erstrebt,
das rasselt jetzt zu Grabe.
Aus Dur wird Moll
aus Haben Soll
Erst fallen die Devisen
dann fällst Du selbst zu diesen.
[...]
Verzweifelt schießt die Bürgerwehr
das Volk zu Brei und Klumpen
Ein Toter produziert nichts mehr,
und Nichts langt nicht zum Pumpen.

Wo kein Kredit,
da kein Profit.
Wo kein Profit, da enden Weltlust und Dividenden."

Wer mal richtig guten Punk abseits von den Mainstream-Bands wie den Hosen und den Ärzten sucht,
kommt hier voll auf seine Kosten.

Absolute Empfehlung!
(Auf einzelne Songbewertungen, wie sie hier bei Amazon von selbsternannten "Musik-Kritikern" zuhauf vorkommen, verzichte ich ausdrücklich).
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5.0 von 5 Sternen Es war halt doch noch nicht alles gesagt..., 6. September 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nicht nur, daß sich letztes Jahr ein Jugendtraum von mir erfüllt hat und ich DIE deutsche Punkband schlechthin nach 15 Jahren einmal live sehen konnte(es sei angemerkt, dass das nicht einfach nur ein Konzert, sondern eher eine Schlacht war...), nein, es kommt auch noch eine Scheibe auf den Markt, die keinen Vergleich zu anderen Slime-Platten scheuen braucht. Die mittlerweile doch schon etwas älterren Herren (und Dame) haben nichts verlernt, egal ob jetzt live oder mit dieser Platte...
Und zu diesem Gesülze einiger Vor-Rezensenten von wegen der Kohle und so lass ich mich erst gar nicht aus. Fakt ist, dass diese Scheibe einfach ein Brett is, so wie eben von Slime gewohnt. Und jeder, der diese Band noch nicht live erlebt hat, sollte das, sofern sich die Möglichkeit bietet, anstandslos tun. Allerdings solltet ihr festes Schuhwerk anziehen.
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3.0 von 5 Sternen musikalisch Slime, textlich irgendwann nervig, 21. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sich fügen heißt lügen (MP3-Download)
Slime sind für mich die Ur-Gesteine der deutschen Punk-Szene und der Inbegriff linken Denkens. Die Alben "Schweineherbst" und "Alle gegen Alle" gehören heute noch zu meinen Lieblingsscheiben. Rein musikalisch wird man mit "Sich fügen heißt Lügen" nicht enttäuscht, denn das ist unverwechselbar "slimig".

Textlich wurden hier die Gedichte Erich Mühsams bemüht. Hieran hat man sich nach dem 5. "Zerstört den Staat" meiner Meinung nach satt gehört. Es mangelt ganz klar an Abwechslung. Die hätte ich mich mir nach 18 Jahren Studio-Abstinenz gewünscht. Eine Selbstkritische Auseinandersetzung mit der Bandgeschichte ebenfalls.

Weil das Album aber trotzdem seine Höhepunkte hat ("Rebellen" ist klasse), gibt es von mir den Mittelweg mit 3 Sternen. Ich mag die Band trotzdem noch :-)
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5.0 von 5 Sternen "Wer hätte gedacht, daß der alte Mann noch so viel Blut in sich hätte?", 8. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Zitat aus Macbeth trifft es auf den Punkt.

Fast 30 Jahre und kein bisschen greise. Slime machen in leicht geänderter Besetzung mindestens noch genau so viel Druck wie früher. Die Texte der Lieder stammen vom 1934 ermordeten Anarchisten Erich Mühsam und haben erschreckenderweise noch zu großen Teilen einen leider allzu aktuellen Bezug.

Text und Musik ergänzen sich gut, egal ob die Stücke einen eher nachdenklich machen oder zum Mitsingen/-gröhlen animieren. Die Instrumentalisten (Elf, Christina, Nici, Alex) liefern verdammt gute Arbeit ab und Dirks Stimme kling zornig und druckvoll wie in alten Zeiten.

Kauft das Ding - und wenn ihr irgendwie die Chance habt seht euch Slime live an.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 2012...SLIME sind zurück, anders als gedacht!, 10. Juli 2012
2011 gingen SLIME nach längerer Pause, in neuer Besetzung, mal wieder auf Tour! Sehr geile Auftritte! Dann hiess es, dass ein neues Album kommt...

Nun ist es da und heisst "Sich Fügen Heisst Lügen"!
SLIME vertonen hier Gedichte des Anarchisten Erich Mühsam, der von den Nazis im KZ ermordet wurde. Ich war skeptisch...bin aber jetzt begeistert!

Die Texte passen zu SLIME wie die Faust aufs Auge! Bis auf die, manchmal etwas altmodische, Ausdrucksweise, fällt kaum auf, dass hier Fremdmaterial vertont wurde.

Musikalisch liegen die Songs irgenwo zwischen "Schweineherbst" und "Viva La Muerte".

Meine Anspieltipps wären der Titelsong, "Rebellen" (klingt am Anfang etwas nach Dead Kennedys...genial!), "Bürgers Alptraum", "Bett Aus Lehm Und Jauche" und "Zum Kampf".

Wer sich für die Deluxe Version entscheidet, bekommt 4 Bonustracks: "Soldatenlied" (auch von Mühsam) und Live Versionen von "Alle Gegen Alle", "Mensch" und "Deutschland", aufgenommen 2010 im Berliner Kult Club SO36! Dazu gibts noch einen runden, schwarz/weissen SLIME Aufnäher...lohnt sich also!

Für SLIME Neulinge würde ich eher etwas aus dem Frühwerk (s. meine anderen Rezensionen) empfehlen. Für SLIME Kenner oder Mühsam Fans ist dieses Album hier aber sicher interessant, wenn nicht sogar ein Kultteil!

Momentan wirkt die Platte noch ein wenig fremd, wird sich aber ganz sicher gut in die SLIME Discographie einfügen...eine Scheibe, ebenso mutig wie genial!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Zeit angepasst, 14. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
SLIME ist immer noch genauso Druckvoll wie eh und je.Die Lieder passen sehr gut in die heutige Zeit. Diese CD muß man haben.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Antikes Konzeptalbum ohne Hits, 9. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Konnte ich der "Reunion"-Alben in den 90ern noch einiges abgewinnen - ja, ich fand sogar das "Viva La Muerte" Album ziemlich stark - bin ich vom neuen Slime-Ablum recht enttäuscht. Dabei hatte ich mich sehr auf neue Slime-Auftritte und -Platten gefreut. Live wusste man ab 2010 durchaus zu rocken; Slime 2010 auf einem U&D Festival (DIE Alternative zu Punk im Pott und ähnlichem, wo man mit +30 eh nicht mehr hinfährt) vor tausenden von Menschen war schon ein tolles Erlebnis - auch wenn die Schlagzeugbrillianz des fehlenden Stephan Mahler die Band doch deutlich schwächte.

"Sich fügen heißt lügen" hat rein musikalisch genau die gleiche Schwäche; während sich die Gitarren wirklich gewohnt brilliant ergänzen, fehlt zum passenden "Slime-Sound" doch das varianten- und temporeiche Spiel eines Herrn Mahler. Ohne nostalgisch zu sein: Hört man "Sich fügen..." direkt Hinter der "Schweineherbst" wird dies leider tragisch deutlich.
Die textliche Übernahme der Mühsam-Schriften ist eine nette Idee. Leider wird es ab dem vierten Lied sehr anstrengend; so sehr die Texte inhaltlich noch (leider möchte man sagen) eine durchaus zeitlose Brisanz und Gültigkeit besitzen: Die ständige Verwendung des Bürgerbegriffs und anderer Relikte deutscher Sprachgeschichte nervt leider schnell. Betrachtet man dieses Werk als Konzeptalbum ist die ständige Wiederholung an Themen nicht einmal störend.
Zum größten Kritikpunkt: Mir fehlen die Hits. Slime hatten auf ihren bisherigen Alben immer starke Gesangsparts - in den Strophen, Übergängen, vor allem aber in den Refrains. Hier hört man nun "Bauchwehhh-ohohoho Bauchweh - ich habe Bauchweheh" - um einmal den unfreiwillig komischen Höhepunkt zu nennen. Puhh, genau das erweckt ein großer Teil des Albums.

Alles in allem: als Konzeptalbum ganz ok, bei einem neuen Album von Slime erwartet man allerdings etwas anderes. Vielleicht ist es ja wie in der Vergangenheit und Slime legen ein neues, überzeugenderes Album nach.
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12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Beigeschmack bleibt, 23. Juni 2012
SLIME 2012.Eine Neuerscheinung .Wow. Muss zugeben, dass diese Band immer noch einen gewissen Reiz auf mich ausübt, obwohl ich dieser Neuauflage, dazu noch in neuer Besetzung,eher ablehnend gegenüberstand.

Bei SLIME liegt die Messlatte hoch. Klar. Bei solchen Aussagen bietet man natürlich gleich eine ganze Menge Angriffspunkte was den Ausverkauf angeht.
'......zum Kampf für Anarchie....'..Ich persönlich hätte keine Lust, mit Ende 40 noch solch Zeilen zu präsentieren.Nun sind diese ja nicht aus der eigenen Feder, sonder Kulturgut von Erich Mühsam und werden nach typischer Slime-Manier interpretiert.Ein cleverer Schachzug, nachdem sich der beste Texter der Band verabschiedet hat.
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Ob die Damen u Herren SLIME weiter die Bühnen entern wollen, sei ihnen wirklich selbst überlassen; ich fände es aber richtig, dann aber auch die eigene Popularität zu nutzen und wirklich auch bei Sachen aufzuspielen (auch mal für lau ;eben auch wegen des hohen textlichen Anspruchs ), die wirklich Aufmerksamkeit benötigen.Sei es für Pro Asyl, Fairtrade-Angelegenheiten,Gentrefizierung,Menschen-Tierrechte...;was auch immer. Gibt genug, was im Argen liegt.

SLIME waren immerhin das Sprachrohr einer ganzen Generation einer Sub-Kultur, die eben mehr forderte als nur eine 'andere Art' von Musik.Für mich und viele andere war diese Band der Soundtrack zum Aufbruch, der Beginn über Alternativen nachzudenken etc. Selbst die Proll-Texte der frühen Jahren à la 'Bullenschweine' etc hatten da Klasse....:)
VIVA LA MUERTE und SCHWEINEHERBST waren für mich sehr gute Platten.Vielleicht hätte man damals am Ball bleiben sollen.Dann wäre Stephan Mahler eventuell noch dabei und könnte immer noch gute , differenziertere und vor allem EIGENE Texte abliefern.
Nun daher ein Konzeptalbum; kann man auch durchgehen lassen. Bin aber gespannt, was die Zukunft bringt.
Aber leider gerade durch Dinge , die am Rande geschehen, wie zum Beispiel eine Autogrammstunde beim ST.PAULI Festival, bei welcher 'antikapitalistische' Iro-Kiddie-Punks ihre frisch gekauften, und leider auch überteuerten Shirts signieren lassen, tragen nun einmal zu einem bitteren Beigeschmack bei.Das ist doch so wider der eigentlichen Philosophie. Na egal, muss nicht alles kapieren.

Alles in allem bleibt eine Scheibe, die ok ist, der ich aber doch ambivalent gegenüberstehe. Macht vielleicht das Alter.
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