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5.0 von 5 Sternen Flashes of Freedom, 9. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Mojo (Audio CD)
Na, das muss man sich erst mal trauen - und dann muss man es auch noch hinbekommen: Dreams und In Memory Of Elizabeth Reed so zu einem einzigen Titel zu verschmelzen, zumindest zu diesem Intro, dass dann bei der Autorenangabe weder Allman noch Betts draufgeschrieben werden muss. Mike Campbell kann das, Herrn Petty scheints nicht aufgefallen zu sein. Der schrieb dann auch noch First Flash Of Freedom drüber, und es ist nicht so ganz klar, was er damit meint: bezieht er sich auf das Zeitalter der freien endlosen Gitarrenimprovisationen oder die freie Handhabung fremder Akkordfolgen oder generell die Freiheit wieder das zu tun, wonach ihm ist - Schluss mit dem musikalischen Zuckerguss der Jeff Lynne-Aera. Statt dessen ist 2009 Rock, allerstraightester Rock - sozusagen freihändig der Rockgeschichte entwendet - angesagt.

Denn kurioserweise bleibt es nicht bei diesem einen Ausflug der Herzensbrecher in Quasi-Covergefilde. Ist man bei The Trip To Pirate's Cove angelangt, gewinnt auch dieser Titel eine seltsam zweideutige Bedeutung: ich kenn' mich seit seinem persönlichen Armageddon End Of The Game bei Peter Green nicht mehr wirklich aus, aber dieser Rhythmus-Gitarrenpart stammt - definitiv! - aus Slabo Day, von Snowy White wohl geschrieben und gespielt....sehr strange! Und das wird noch doller: bei I Should Have Known It fragt man sich ganz spontan, warum Petty nicht gleich die Zeilen von "Hey, hey, mama, said the way you move, gonna make you sweat, gonna make you groove" und "You know I ain't pretty and my legs are thin" miteinander kombiniert, tut er es doch schon mit den Akkordfolgen beider Titel - he truely should have known this.

Und bei all der rockgeschichtlichen Eklektik - nein, dieses Wort existiert immer noch nicht - hat das trotzdem zur Folge, dass der Mitschwoffaktor gegen Null tendiert. Das macht der 70er Wiedererkennungswert im wilden Rumzitieren nicht wett. Da Songs wie Free Fallin' oder Won't Back Down generell fehlen, die großen simplen Melodien also - sonst durchaus eine Sache Petty's - ihm hier offensichtlich nicht einfallen wollen, muss er sich auf anderes besinnen: mehr Freiheit atmete selten eine Petty-Aufnahme! Denn statt kleiner klug kalkulierter Pop-Melodien gibt es durchaus komplexen knalligen Dreifach-Gitarren-Rock, im Sound der 70er, einander umkreisend, scheinbar miteinander impovisierend.

Erstaunlicherweise wird dieser Effekt durch eine kleine Randnotiz aus dem Begleitbooklet unterstrichen: die in den einzelen Songs genutzten Instrumente werden vollständig nach Titeln sortiert aufgelistet. Und dabei fällt natürlich auf, dass die verwendeten Gitarren der drei (!) Gitarrristen samt und sonders 50er und 60er-Originale sind, exemplarisch beginnend bei der '59er Gibson Les Paul Sunburst von Mike Campbell, bis zur '64er 12-saitigen Rickenbacker Scott Thurston's, die zwar weder Duane Allman, noch Dickey Betts, noch Snowy White, noch Peter Green, noch Jimmy Page, doch vermutlich schon Roger McGuinn gespielt hat, und die einen unglaublich flirrenden Sound erzeugt. Hat man beider Gitarren Sound in seiner Vorstellung abrufbar, weiß man wie phänomenal analog diese Aufnahme klingt. Kann man mögen, kann man in seinem Richtungswechsel sogar sensationell finden....muss man als alter Jeff Lynne-Fan aber nicht. Zum Glück endet meine Jeff Lynne-Zeit definitiv nach Move's Do Ya - das hier grad noch fehlt...

Wie sehr 2009 und 2010 ein musikalischer Umbruch für Petty angesagt ist - oder vielleicht auch nicht, wer weiß das schon bei Petty?! - macht die Doppel Mojo-CD der Limited Tour-Edition mit der Live-CD der 2010er Tournee deutlich: hier wird einfach gerockt. Hier wird selbst dann noch straight gerockt, wenn I Won't Back Down erklingt, das sich zwar in aktuelles und älteres Material klangtechnisch einfügt, das aber letztlich mit seinem überholten Lynne-Grundton doch seltsam verloren neben Takin' My Time steht. Und es gibt den unvermeidlichen Refugee und das ebenso nicht zu verhindernde American Girl - die haben's mit dem Einfügen, weil ganz und gar Petty, dann doch etwas leichter. Erstaunlicherweise stehen die Live-Aufnahmen an Verve und Drive hinter ihren Mojo-Studio-Versionen zurück, warum auch immer.

PS. Bevor es jemand moniert: selbstverständlich habe ich die Verwendung von Rollin' and Tumblin' im Opener vergessen zu erwähnen und Dazed And Confused kommt auch noch irgendwo vor. Es soll sogar Rezensenten geben, die JJ Cale und Bob Marley gesichtet haben - pourquoi pas...?!
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5.0 von 5 Sternen Für mich das beste!, 3. August 2014
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Da ich schon lange ein Fan von Tom Petty bin,musste ich mir die Mojo auch zulegen und muss sagen,wie immer die Musik die ich mag.
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5.0 von 5 Sternen Starkes Spätwerk, 9. September 2013
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Rezension bezieht sich auf: Mojo (Audio CD)
Tom Petty ruhen sich nicht auf den Hits der Achtziger aus und liefern mit Mojo erneut ein starkes Album ab, daß auch live wie bei der letztjährigen Tour überzeugt.
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2 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überzeugt!, 30. Januar 2013
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Rezension bezieht sich auf: Mojo (Audio CD)
Eben Tom Petty, was soll man da noch sagen. Eine klasse Mischung aus Blues und Rock, CD läuft beinahe ununterbrochen!
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Mojo
Mojo von Tom & the Heartbreakers Petty (Audio CD - 2012)
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