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am 19. Oktober 2013
Kein Held im Happy End: Geschlechterkampf im Kino Hollywoods am Beispiel der Filme des Studios Paramount mit Marlene Dietrich Herausragend fotografierter, visuell hochwertiger und metaphorisch erzählter Unterhaltungsfilm der 20er Jahre, der basierend auf Max Brods gleichnamigen Roman am Ende der Stummfilmära mit nur wenigen Zwischentiteln auskommt. Der DVD liegt eine sehr gut restaurierte und vollständige Kopie zugrunde, die in der Wiedergabe vielleicht mit zwei Bildern pro Minute zu schnell digitalisiert wurde. Im Stummfilm gab es keine einheitliche Aufnahme/ Wiedergabegeschwindigkeit. Regisseur Kurt Bernhardt verdichtet hier die Romanvorlage auf die Geschehnisse während einer Silvesternacht. Ausgerechnet während seiner Hochzeitsreise begegnet ein junger Industrieller im Nachtexpress einer schönen unbekannten Frau. Alles hinter sich lassend, auch die Braut im Schlafabteil, folgt er der Traumfrau in ein Berghotel. Zu spät bemerkt er, dass sie an einen Mörder und ein gemeinschaftliches Verbrechen gefesselt ist. Eine gemeinsame Zukunft erscheint unmöglich. Der Film besticht durch das hochdramatsiche Spiel der drei Hauptdarsteller Uno Henning, Marlene Dietrich und Fritz Kortner und straft nebenbei einige "Dietrich-Legenden" der Flunkerei, wonach diese erst für den Spielfilm "Der Blaue Engel" entdeckt worden sei. Mir gefällt Marlene Dietrich hier weitaus besser als in ihren späteren Hollywood-Filmen von Josef von Sternberg. Und Sternberg hat hier etliche Ideen für seine Filme "Dishonored", "Shanghai-Express" und "The Devil is a Woman" abgeschaut, so die fulminant fotografierte Silvesterfeier und insbesondere auch die atemberaubenden Großaufnahmen der Dietrich am Fenster des Fernzuges. Die Silvesterfeier, immer Symbol für einen neuen Aufbruch, für die Chance auf einen neuen Traum, zerstört hier alles. In "Die Frau, nach der man sich sehnt", geht es auch um sexuelle Erfüllung. Die fade Braut im Schlafabteil übt keine Reize auf den jungen Bräutigam aus. Während sie sich bettfertig macht und vergeblich der Hochzeitsnacht entgegenfiebert, beginnt er den Flirt mit der geheimnisvollen Unbekannten draußen im Korridor des D-Zugs. Wie im Roman ist die Geschichte aus dem Blickwinkel des jungen Bräutigams erzählt und wie im Roman erscheint hier gleichnishaft das Leben eines jeden Mannes als eine Jagd nach sexueller Erfüllung. Dies macht "Die Frau nach der man sich sehnt" dem "Blauen Engel" in der Kernaussage gar nicht so unähnlich.
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am 4. August 2012
Vorweg: Film-Kritik, nicht SZ-DVD-Rezension

Industriellensohn Henri Leblanc (der Schwede Uno Henning) verfällt auf seiner Hochzeitsreise der routinierten Verführerin Stascha (Marlene Dietrich). Sie benutzt ihn, um sich ihres aktuellen Geliebten Dr. Karoff (Fritz Kortner) zu entledigen oder zumindest sich ihm zu entziehen. Mit Karoff verbindet sie ein dunkles Geheimnis - vermutlich verschwor sie sich zuvor mit ihm gegen einen dritten, wie jetzt mit Leblanc gegen Karoff. Eine überraschende Wandlung widerfährt im Laufe des Filmes Staschas Gesinnung. Liebt sie Leblanc letztlich wirklich und ist ihre Reue über den Mord an ihrem Mann etwa echt? Dass am Ende ein paar Fragen offen bleiben liegt vielleicht an den unglücklich gesetzten Zwischentiteln, vielleicht auch am schwachen Drehbuch. Der aufgebauschte Einstiegskonflikt einer halbherzigen Heirat zwischen den Kindern einer bankrotten und einer florierenden Unternehmerfamilie, wird angesichts des neuen Dreieckskonfliktes, ebenso wie die zuvor eingeführten Person einfach fallen gelassen.
Der späte Stummfilm aus dem Jahr 1929, der vom technischen Standpunkt der Zeit auch schon ein Tonfilm hätte sein können, wirkt sehr modern. Seine Spannung erhält der Film hauptsächlich durch den Schnitt. Es ist ein Film der Blicke. Ab dem Auftritt der Dietrich werden ständig Blicke gegeneinander geschnitten: Marlenes verführerischer Blick - Leblancs interessierter. Kortners lüstern-verlangender Blick - Marlenes verachtend-kühler. Leblancs zweifelnder - Marlenes verzweifelter Blick. Karloffs misstrauischer - Marlenes unschuldig-verletzter Blick. u.s.w. Beeindruckend wie sich Spannung und Konflikt allein durch diese Blicke darstellen lassen und ein Beweis des Potentials und er Leistung des Stummfilms. Ein weiterer unverzichtbarer Beitrag zur Stimmungserzeugung ist natürlich die Musik. Welche Musik bei der DVD-Ausgabe enthalten ist, weiß ich leider nicht.

Nebenbei:
In "Die Frau, nach der man sich sehnt" inszeniert Kurt Bernhardt die spätere Diva Marlene Dietrich in ihrer ersten Hauptrolle auch erstmals als Femme Fatale.
Das Drehbuch von Ladislaus Vajda (der Vater von Ladislao Vajda, dem Regisseur von "Es geschah am helllichten Tag") basiert übrigens auf einen Roman von Kafka-Freund und -Verleger Max Brod.
Regisseur Kurt Benhard machte später als Curtis Bernhardt in Hollywood Karriere.
Außerdem gibt es in "Eine Frau, von der man sprich" die wahrscheinlich erste Drive In-Szene der Filmgeschichte.
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am 6. Juli 2012
Ich möchte nicht zu viel über die Handlung des Films verraten, sah ihn auf Arte.
Hier kann man die Dietrich noch stumm bewundern mit Leidenschaft gespielt.
Auch die Filmmusik finde ich ist sehr gut eingespielt.
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