Kundenrezensionen


526 Rezensionen
5 Sterne:
 (353)
4 Sterne:
 (87)
3 Sterne:
 (28)
2 Sterne:
 (23)
1 Sterne:
 (35)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


191 von 209 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannende Thrillerkost mit nur vereinzelten Schönheitsfehlern
Mit "Verdammnis" führt Larsson konsequent fort, was er mit "Verblendung" begonnen hat. Diesmal steht Blomkvists Partnerin Lisbeth Salander im Mittelpunkt des Interesses. Lisbeth ist eine wunderbar ambivalente Figur mit einer geheimnisvollen Vergangenheit. Sie ist scharfsinnig und gewitzt, moralisch, aber nicht gesetzestreu, und schlägt aus dem Umstand, dass sie...
Veröffentlicht am 26. März 2007 von Alexandra Supertramp

versus
33 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Unterhaltung, aber auch nervend
Auch in diesem Buch spielen die von Band 1 bekannten Personen die Hauptrollen. Michael Blomkvist, ein Journalist bei der Zeitschrift Millennium, Lisbeth Salander, eine Frau mit herausragenden Talenten und Fähigkeiten, aber sozialer Inkompetenz sowie die ebenfalls bekannten Nebenfiguren wie z.B. Erika Berger, die Millennium-Herausgeberin.

An sie wird eine...
Veröffentlicht am 24. Januar 2009 von -- michael --


‹ Zurück | 1 253 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

191 von 209 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannende Thrillerkost mit nur vereinzelten Schönheitsfehlern, 26. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Verdammnis: Roman (Gebundene Ausgabe)
Mit "Verdammnis" führt Larsson konsequent fort, was er mit "Verblendung" begonnen hat. Diesmal steht Blomkvists Partnerin Lisbeth Salander im Mittelpunkt des Interesses. Lisbeth ist eine wunderbar ambivalente Figur mit einer geheimnisvollen Vergangenheit. Sie ist scharfsinnig und gewitzt, moralisch, aber nicht gesetzestreu, und schlägt aus dem Umstand, dass sie aufgrund ihrer körperlichen Erscheinung immer wieder unterschätzt wird, Kapital. Im Grunde reicht schon allein die Betrachtung von Lisbeth dazu, einen Roman zu füllen.

Der Blick in Lisbeths Vergangenheit ist dabei gleichermaßen spannend wie düster. Stück für Stück kommt eine unheimliche Wahrheit ans Tageslicht, deren ganzes Ausmaß durchaus erschreckend ist. Der um Realismus besorgte Leser wird hier aber auch so manchen Kritikpunkt finden. Manches mag ein wenig zu konstruiert klingen und auch die Figur der Lisbeth Salander, die manchmal wie eine moderne Ausgabe einer technikbegabten und aggressiven Pippi Langstrumpf wirkt, erscheint teils ein wenig zu überzeichnet. Dennoch geht von der Figur eine nicht zu leugnende Faszination aus, die den Leser zu fesseln vermag.

Am Ende schießt Larsson zwar ein wenig über das Ziel hinaus, lässt Salander zu sehr wie einen mutierten Superhelden erscheinen, der übermenschliches zu leisten vermag und reizt damit ihre Möglichkeiten bis an die Grenze aus, dennoch ist "Verdammnis" absolut spannende Kost mit "Page-Turner"-Potenzial.

Der gemächliche Start täuscht ein wenig darüber hinweg, aber wenn der Krimi-Plot erst einmal richtig losgeht, zieht Larsson kontinuierlich die Spannungsschraube an. So entwickelt "Verdammnis" sich zu einem Roman, den man kaum aus der Hand legen mag und bei dem man zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hat, Larsson hätte auch nur eine Seite zu viel geschrieben. Das Ende der Geschichte kommt dann leider etwas abrupt und der Leser wird ohne Vorwarnung und ohne, dass eigentlich die Handlung richtig abgeschlossen wird, aus der Geschichte gerissen und muss sich wohl bis zum driten Band der "Millennium-Trilogie" gedulen, um zu erfahren wie es weitergeht.

Für Quereinsteiger ist die "Millennium-Trilogie" übrigens gänzlich ungeeignet. Die Handlung baut aufeinander auf und in "Verdammnis" werden viele Details ausgeplaudert, die man vor der Lektüre von "Verblendung" definitiv nicht wissen sollte.

FAZIT: Bleibt unterm Strich trotz kleinerer Mängel und einem etwas überzogenen Finale immer noch ein sehr guter Eindruck zurück. Ein Thriller, der von Anfang bis Ende die Spannung auf einem so hohen Niveau hält, dass man das Buch kaum zur Seite legen mag. Und so siegt am Ende eben doch die freudige Erwartung des dritten Teils der Trilogie über das Stirnrunzeln über die vereinzelten Kritikpunkte an "Verdammnis".
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


33 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Unterhaltung, aber auch nervend, 24. Januar 2009
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verdammnis: Roman (Gebundene Ausgabe)
Auch in diesem Buch spielen die von Band 1 bekannten Personen die Hauptrollen. Michael Blomkvist, ein Journalist bei der Zeitschrift Millennium, Lisbeth Salander, eine Frau mit herausragenden Talenten und Fähigkeiten, aber sozialer Inkompetenz sowie die ebenfalls bekannten Nebenfiguren wie z.B. Erika Berger, die Millennium-Herausgeberin.

An sie wird eine Story über Mädchenhandel herangetragen, die an Brisanz nicht zu überbieten ist. Die Autoren, Dag Svensson und seine Freundin Mia Bergman, haben eine Fülle von Material und dazu Namen hochrangiger Personen zusammengetragen, die sich des Mißbrauchs Minderjähriger strafbar gemacht haben.

Mikael und Erika sind damit einverstanden, diese Story als Zeitschrift und Buch zu veröffentlichen. Beides steht kurz vor der Veröffentlichung, als Dag und Mia brutal ermordet werden. In Verdacht gerät Lisbeth Salander, deren Fingerabdrücke auf der Mordwaffe gefunden wurden. Kurz darauf wird auch Nils Bjurman, der gesetzliche Betreuer Lisbeth Salanders ermordet aufgefunden.

Bjurman hatte Lisbeth Salander im Jahr davor vergewaltigt, was diese ihm bitter vergolten hat. Als eine Verbindung zwischen den Morden hergestellt wird, beginnt eine Hetzjagd auf Lisbeth Salander.

Wie schon im ersten Band passiert auch hier - von den Morden abgesehen - die ersten 250 bis 280 Seiten gar nichts. Die Geschichte plätschert vor sich hin, ohne hypnotisch zu fesseln aber auch ohne gähnende Langeweile zu verbreiten. Es wird ermittelt, geredet und gelebt - und vor allem literweise Kaffee getrunken und kiloweise belegte Brote verspeist.

Was mir allerdings in diesem Band noch viel mehr aufstößt, als beim ersten, ist die steigende Stilisierung Lisbeth Salanders zur nahezu unbesiegbaren Superheldin. Die ersten 200-250 oder noch mehr Seiten wird sie in ihrer Andersartigkeit so beweihräuchert, daß es mir wirklich zuviel geworden ist.

Am Anfang des Buches wird "Fermats Satz" eingeführt, eine mathematische Gleichung, von der Fermat behauptet, es gäbe keine ganzzahlige Lösung für sie. Für diese Aussage gäbe es auch einen Beweis. Über Jahrhunderte hinweg hat fast "jeder Mathematiker mit einiger Selbstachtung" nach diesem Beweis gesucht. Aber wer hätte je etwas anderes erwartet, als daß das Lisbeth diesen Beweis mal so nebenher herausfindet?

Sie ist extrem klug und eine äußerst talentierte Computerhackerin. Sie schlägt ihren sich jeden Zug abringenden Gegner beim Schachspiel mühelos, wobei sie für jeden eigenen Zug nur kurz von ihrer Lektüre 'Dimensions in Mathematics' aufschaut, der "Bibel" für Mathematiker. Sie baut Motoren auseinander und wieder zusammen, bringt Profiboxer ins Schwitzen, ringt brutale Hardcore-Rocker nieder, hat ein fotografisches Gedächtnis und ist nahezu jedem bei nahezu allem weitaus überlegen - außer im sozialen Umgang. Wer immer sich mit dem Lisbeth anlegt, hat bereits verloren. Da verwundert es natürlich nicht, daß ein extrem muskulöser, äußerst brutaler, an völliger Schmerzunempfindlichkeit (und Angst vor der Dunkelheit) leidender Hüne lieber vor ihr flüchtet, als sich nachts mit ihr anzulegen.

Auch die Mordvorwürfe, die Hetzjagd auf sie und die reißerischen Schlagzeilen in allen Zeitungen bringen das Lisbeth nicht aus der Ruhe. Statt dem einzigen, der ihr beistehen will - Mikael Blomkvist - zu helfen, spielt sie kryptische Spielchen mit ihm. Der Polizei ist sie sowieso immer einen Schritt voraus, das braucht eigentlich nicht extra erwähnt zu werden.

Das Finale wartet schließlich mit dem endgültigen, absurden Höhepunkt auf. Im nächsten Band kann sie bestimmt auch fliegen und hat einen Röntgenblick.

Nebenher ist die Frau schwer kriminell. Im letzten Band hat sie - natürlich (mit Ausnahme von Mikael Blomkvist) völlig unbemerkt - drei Millarden Kronen gestohlen. Sie bricht in Geschäfts- und Privaträume ein, hackt sich in fremde Computer (natürlich auch in bestmöglich geschützte), lädt sich fremde Daten und Mails auf ihren eigenen Rechner, eignet sich fremde Identitäten an, übt brutale Selbstjustiz (in deren Folge auch schon mal einer draufgeht), usw.

Wenn mal wieder ein Kapitel mit ihren "Heldentaten" begann, habe ich fast aufgestöhnt. Der Ausgang war sowieso klar. Sie ist zugegebenermaßen eine von den üblichen Romanfiguren völlig abweichende Person. Sie bietet einige Überraschungen und ist auch nicht grundsätzlich unsympathisch ist, weil Stieg Larsson nicht vergißt, ihr auch ein paar Macken und Schwächen anzuhängen. Aber trotz ihrer außergewöhnlichen Merkmale wird sie mit der Zeit langweilig und völlig vorhersehbar.

Aber trotz allem: das Buch zu lesen, ist kein Fehler. Es war, wie gesagt, an keiner Stelle richtig langweilig und teilweise sehr spannend, wenn es auch nicht der große Brüller ist. Man wird gut unterhalten. Das Ganze etwas straffer erzählt - der von der Beweihräucherung Lisbeth Salanders befreite Inhalt der ersten 200-300 Seiten hätte vermutlich auf ein Zehntel der Seiten gepaßt - hätte allerdings nicht geschadet.

Stieg Larsson hat in diesem Band einige Köder gelegt, die den Leser zum nächsten Band greifen lassen sollen. Ich werde es tun. Ich habe den dritten Band sowieso als erstes gekauft, weil ich nicht wußte, daß es sich um eine Trilogie handelt. Mal sehen, wie es weitergeht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Neues Genre erfunden: der Superheldenroman - statt für 10 jährige Jungs diesmal für die Frau ab 40, 13. September 2012
1. Ich fand den ersten Band sehr gelungen (nicht mein bester Krimi, aber sehr solide und empfehlenswert). Die Verfilmung war eher noch besser.
2. Der zweite Band traf auf eine gewisse Erwartungshaltung, die leider nicht erfüllt wurde - die Begründung erfordert einige Spoiler: Wenn Sie lieber den Empfehlungen der Begeisterten folgen wollen, machen sie einfach hier Schluss, wenn Sie das Buch schon gelesen haben und sich mit der Meinung eines nicht-Begeisterten auseinandersetzen wollen, sind sie herzlich eingeladen weiterzulesen.

Was fand ich also vergleichsweise schwach:

Das Buch kommt unglaublich zäh in die Gänge - man hat den Rücktitel gelesen und fragt sich wann die dort erwähnte Handlung einsetzt oder ob die Seitenstory am Anfang (die ziemlich verlorengeht) das gewesen sein sollte (sollte sie nicht).
An seltsamen Eigenheiten, die im ersten Buch schon so angelegt waren, will ich nur 2 herausgreifen:
a) Sex hat für die Hauptpersonen die gleiche Bedeutung wie Kartenspielen: Wechselnde Mitspieler sind erlaubt/erwünscht, Emotionen sind möglich aber nicht notwendig und im Grund ist das Spiel nur Beiwerk und für die Handlung nicht wichtig.
b) Der Autor hat das Kartenwerk halb Schwedens im Kopf und demonstriert es uns anhand von Strassennamen, Bushaltestellen und Lageplänen, die zu 90 % überflüssig sind.

Was fand ich komplett unglaubwürdig und schlecht:

Der Autor killt seine Hauptperson (im übertragenen Sinne und tatsächlich (fast)):
In meiner Jugend hatte Old Shatterhand zwei supertolle Gewehre, konnte jede Anzahl Indianer besiegen, hatte einen unerschütterlichen Freund Winnetou und erlebte mit ihm die unglaublichsten Abenteuer. Später merkte ich dann, dass solche Helden etwas unglaubwürdig sind und dass sie auch bei den Schriftstellern etwas aus der Mode kamen.
Bis ich Winnetou 2 - äh den 2ten Band der Millenium Saga las.
Die gute Nachricht: Old Shatterhand ist zurück
Die merkwürdige Nachricht: Er heißt jetzt Lisbeth Salander und sein äh ihr Freund heißt Kalle Blomqvist.
Die schlechte Nachricht: Ich bin immer noch zu alt für solche Bücher.

Für alle die die Parallelen nicht sehen (wollen):

Der Autor macht aus einer sehr interessanten und eigenwilligen Figur des ersten Bandes eine komplett unglaubwürdige Superheldin (Supergirl und Batman in einer Person).
1. Es ist im 2ten Band völlig egal und unwichtig, dass Lisbeth Aspergerautistin ist. Machen sie die Probe: lesen sie das Buch und stellen sie sich vor, dass sie das nicht wissen/ahnen. Es ist zur Erklärung ihrer Handlungen nicht wichtig oder notwendig. Was im 1ten Band noch sehr mysteriös und auch notwendig zur Handlungsmotivation war, ist jetzt wirklich überflüssig. Lisbeth ist genauso gefühlsbetont und emotional gebunden/nicht gebunden wie normale Menschen. Im Gegenteil: die meisten Menschen wären froh, wenn sie so viele loyale und belastbare Freunde hätten wie Lisbeth (Michael, Roberto, Mimmi, Dragan und eigentlich auch Erika)
2. Lisbeth hat wie Old Shatterhand enorme geistige Fähigkeiten, die sie ihrer Umwelt überlegen machen: Fotografisches Gedächtnis, Mathematische Genialität, Beste Hackerin der Welt (Gut, Old Shatterhand war der beste Schütze, deswegen hatte er ja auch den Bärentöter und nicht wie Lisbeth den neuesten Apple Laptop.)
3. Lisbeth hat bessere Reflexe als ein Weltklasseboxer (der mit ihr Sparring machte) - Old Shatterhand wird von Winnetou auch zum besten Zweikämpfer ausgebildet - aber dass Lisbeth (die im ersten Band als ziemlich kraftlos mit dem Körper einer 15 - jährigen geschildert wird) im zweiten Band alleine zwei harte Raufbolde einer Hells Angels ähnlichen Gang zusammentritt und schlägt (sic!), da war ja mein Old Shatterhand ein Waisenknabe dagegen!
4. Lisbeth kann alles ab und sie überlebt auch Todes-ähnliche Situationen: Wie Old Shatterhand schwerste Verwundungen und als Kara ben Nemsi sogar die Pest überlebte ist bekannt. Das ist aber gar nichts gegen Lisbeth, die erst in die Hüfte, dann in die Schulter und dann noch in den Kopf geschossen wird. Danach wird sie mit diesen drei Verwundungen für tod gehalten und in eine vorbereitete Grube gelegt und zugeschaufelt - und dann wacht sie auf, hat in einer kleinen Luftblase genug Luft und einen Arm so frei, dass sie sich mit ihrem Zigaretten-etui eigenhändig mit dem unverletzten Arm aus der Grube gräbt. Das halten sie bitte nicht für unwahrscheinlich, denn das beste kommt noch: In dem Zustand schleicht sie sich durch den Wald zurück in eine Scheune - lauert dort ihrem Gegner auf, verletzt diesen mit zwei Axthieben und verscheucht den zweiten Gegner mit Pistolenschüssen.
5. Wie bei Karl May Romanen üblich gibt es auch hier in der Vergangenheit angelegte Verwandtschafts-Verwicklungen: es geht allerdings nicht um vertauschte/geklaute Babys. Lisbeth - so erfährt man als des Rätsels Lösung - fackelt im Alter von 13 ihren eigenen Vater ab, weil der die Mutter geschlagen hat. Er überlebt - scheint in der Familie zu liegen- nur um später dann seine Tochter lebendig zu begraben (s.o.) und die Axthiebe abzubekommen (die er auch überlebt). Er ist natürlich ein ehemaliger KGB-Spion, der sich zum Überlaufen ausgerechnet Schweden ausgesucht hat (USA hätte ja viel zu viel gezahlt und ein besseres Zeugenschutzprogramm gehabt - da kanns ja jeder). Das beste aber ist der Bruder äh Halbbruder von Lisbeth, der einen erblichen Defekt hat, der ihn keine Schmerzen erleben lässt. Dafür ist er stärker als 10 Männer und bringt immer alle mit bloßen Händen um. Old Shatterhand musste ja auch mit so manchem Riesenbaby kämpfen, aber der Typ ist wirklich gemein!

Abschließend: ich finde es ja toll, dass so viele Leser diese Romane so gut finden - aber warum habt ihr die Phase "Ich will eine ganz starke Held(in), die alles kann und alles überlebt und ganz hart im Nehmen und Austeilen ist" nicht mit zehn hinter euch gebracht?
Der Autor heißt Karl May und die Bücher sind rechtefrei und billiger.
Ernsthaft: meiner Meinung nach hätte den zweiten Band ohne den recht guten ersten kein Mensch ernst genommen. So gnadenlos supermäßige Superhelden findet man sonst nur in Comic Strips (obwohl: Batman hat eher weniger drauf als Lisbeth - vor allem vertragen die alle aus Gründen des Jugendschutzes nicht ein zehntel soviel Alkohol wie Lisbeth))

Und jetzt als Bonus die Idee für Bully Herbig: Der Schuh der Salander!
Das Team für die Hauptrollen ist aus dem Schuh des Manitou schon vorhanden.
Nichts für ungut: Wer das Buch gut findet darf es behalten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


50 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Fest für jeden Thrillerfan und eine kritische Reflexion zugleich - Stieg Larssons: Millenium-Trilogie, 22. November 2009
Von 
Amigo Del Sol "ADS" (Fürstentum Lippe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Die Millenium-Redaktion arbeitet an einem brisanten Fall. Der junge und engagierte Journalist Dag Svensson hat jahrelang im international-tätigen Mädchenhandel recherchiert und will nun in Zusammenarbeit mit der Millenium-Redaktion unter der Leitung von Mikael Blomkvist und Erika Berger, diesen brisanten Fall öffentlich machen. Dieses Vorhaben bleibt nicht lange unbemerkt und urplötzlich ist Dag Svensson tot, ermordet. Die Polizei hat allerdings schnell einen Verdächtigen: Lisbeth Salander. Die junge, wie schwierige Hackerin mit der Mikael Blomkvist einst im Vanger-Fall zusammen gearbeitet. Als wenig später Nils Bjurman, Salanders gesetzlicher Betreuer, ebenfalls ermordet aufgefunden wird, haben sich Polizei und die Medien bereits auf Salander eingeschossen. Diese ist allerdings wie vom Erdboden verschwunden oder doch nicht...? Da Mikael der Einzige ist der an Salanders Unschuld glaubt, beginnt er dort nach Beweisen ihrer Unschuld zu recherchieren, wo sein Kollege Dag wohl in ein Wespennest gestochen hat...

"Verdammnis" ist der zweite Roman aus der Millenium-Trilogie von Stieg Larsson. Die Geschichte knüpft gut 1,5 Jahre nach dem Ende des letzten Romans an. Die Geschichte entwickelt sich anfänglich durchaus solide. Auf den ersten gut 200 Seiten wird nahezu ausschließlich auf die Figur Lisbeth Salander eingegangen. So das diese, im ersten Roman noch sehr "unbekannte" Figur, Seite für Seite mehr an Konturen gewinnt und damit defintiv die Hauptrolle im zweiten Roman innehat. Es bleibt dabei nicht aus, dass "Verdammnis" stellenweise etwas langatmiger daherkommt, wie der Vorgänger, denn zwischen den Morden und dem spannungsgeladenen Finale gibt es immer wieder viele Seiten mit Geplänkel. Aber dies, und das ist das geniale von Larssons Schreibstil, kann sich schlagartig ändern. Da passiert gut 20 Seiten lang rein gar nichts und dann schlägt Larsson urplötzlich aus dem Nichts zu und zieht die Spannungsschraube gewaltig an. Alleine für diese gelungenen Kniffe verdient sich der Autor schon 5 Sterne. Aber auch für die gnadenlose Offenlegung der Gesellschaft (hier verkörpert durch die schwedische und damit sicherlich beliebig austauschbar), ihren Einstellungen und Gesetzmäßigkeiten machen diesen Roman zu einem wirklich lesenswerten und gesellschaft-kritischen Buch, dass mit der Figur Lisbeth Salander einen perfekten Reibungspunkt zu bieten hat.

Auf den letzten 300 Seiten, des rund 750 Seiten starken Werkes beginnen sich die Ereignisse förmlich zu überschlagen, so dass man spätestens hier gänzlich dem Buch verfallen ist. Die Spannung wird bis ins Unermessliche getrieben, so dass wohl jeder Thriller-Fan hier vollstens auf seine Kosten kommen wird. Das packende Ende dieses zweiten Teils ist anschließend der nahtlose Übergang zum dritten Roman (Vergebung: Roman). Einsteigern sei an dieser Stelle empfohlen, um vor allem die Figur Salander in ihrer ganzen Komplexität zu verstehen, unbedingt mit dem ersten Roman (Verblendung: Roman) dieser Trilogie zu beginnen, es lohnt sich - 5 Sterne.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nervig und ohne suspense, 7. Januar 2010
War im ersten Teil Lisbeth Salander noch ein belebendes Element nervt sie im zweiten Teil nach einigen Seiten nur noch mit ihrem misantrophen Autismus und ins nahezu lächerlich übertrieben Genialität. Leider wird das bis zum Ende nicht besser, eher im Gegenteil. Auch die anderen Figuren, wie zum Beispiel ihr Halbbruder und Vater, wirken alles andere als authentisch sondern mehr wie drastische Karikaturen und bleiben stets blutleere Kunstfiguren. Suspense habe ich in diesem Roman kaum erlebt, schnell ist klar, wer der Täter ist und wie die unterschiedlichen Handlungsfäden zusammengehören. Nein, ich kann den hype um diese Trilogie absolut nicht nachvollziehen, es gibt wesentlich bessere Kriminalromane.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


43 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Super Lisbeth und Kalle Blomquist im Taka-Tuka-Land, 15. September 2008
Regen Sie sich schon über die Überschrift auf? ;-)
Keine Sorge, sie ist humorvoll gemeint.
Immerhin gehe ich gerade ein Risiko ein: ich kritisiere einen erfolgreichen, von der Kritik gelobten Krimi. Darf man das?
Ich denke ja. Man muss sogar.

Den ersten Teil "Verblendung" fand ich recht gut - sogar gut bis auf das meiner Meinung nach überflüssige allzu gute doppelte Ende. Ein bisschen Frust hätte ich dem doch recht eitlen Helden schon gegönnt.

Teil 2 "Verdammnis" beschäftigt sich nun intensiver mit Lisbeth Salander, sicher in Teil 1 als eine interessante Figur entworfen. Doch jetzt übertreibt der Autor meiner Meinung nach: Lisbeth wird von der schwierigen, unberechenbaren und verletztlichen Frau aus Teil 1 zu einer femistischen Kampfamazone und Intelligenzbestie, die zudem mit einem enormen Vermögen aus einer Gaunerei in Teil 1 ausgestattet ist. Dass Lisbeth eine "Weltklassehackerin" sei, muss wiederholt erwähnt werden. Auch Fermats letzten Satz löst sie angeblich "so aus Spaß", wobei Larsson ihre Lösung natürlich nicht verraten kann, da er sie selbst eben nicht weiß.

"Pippig Langstrumpf auf Acid" war mein spontaner Gedanke zu diesem Wandel. Ich war verblüfft, als ich später las, dass der Autor tatsächlich an Pippi Langstrumpf dachte, als er Lisbeth in Teil 2 beschrieb.
Das Problem ist allerdings: diese Pippi wirkt weitaus bizarrer und irrealer als das Original. Und trauriger.
Traurig, weil diese als so überlegen und geradezu perfekt beschriebene Frau etwas nicht hat, was Pippi in Übermaß hatte: Lebensfreude.

Larsson versucht eine Erklärung damit, dass Lisbeth ein sozial gestörter, vielleicht sogar seelisch kranker Mensch ist. Dem widerspricht das Buch jedoch eigentlich, da Lisbeth die meiste Zeit überhaupt keine Probleme im Umgang mit anderen Menschen hat. Sieht man genau hin, fällt sogar auf, dass Larsson nach einem einfachen Schema vorgeht: alle, die Lisbeth mögen oder von ihr gemocht werden, sind die Guten. Die schlechten Charaktere hassen Lisbeth oder werden von ihr gehasst. So schlicht scheint diese kleine Welt.

Die Story war schon in Teil 1 nicht unbedingt durchgehend stimmig. In Teil 2 kommen Elemente dazu, die ich fast trivial, weil kolportagehaft, finde: ein Bösewicht ist zugleich ein KGB-Handlanger, weitere finstere Gestalten kommen aus der zumindest rechtslastigen Szene und sind stark und dumm (einer davon ist sogar ein Deutscher, natürlich ein blonder Hüne) und alle Fieslinge sind auch Frauenfeinde. Naja.

Lisbeth wird einer Straftat verdächtigt und polizeilich gesucht, Michael will ihr helfen. Leider nutzt der Autor ein Mittel, die Spannung zu erhalten, dass mich nicht so überzeugte: Lisbeth, obwohl selbst in Gefahr, redet nur in kryptischen Botschaften mit ihrem Freund. Nach einer Weile fand ich das nur noch anstrengend und zunehmend unglaubwürdig.
Hier sollte die Handlung einfach in die Länge gezogen werden, die Auflösung war dann auch nicht sonderlich überraschend, denn wer hätte ehrlich gedacht, dass Lisbeth...?

Fazit: sicher hat der Hype um den Autor einen nicht geringen Anteil an der Popularität der Bücher. Die Romane sind rein inhaltlich sicher nicht schlecht, aber eben auch keine Meisterwerke. Meiner Meinung nach sogar eher ein wenig unter dem Durchschnitt guter Krimis.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Langatmig, 3. April 2012
Das Buch ist langatmig und hat zu wenig originelle Ideen. Sätze wie diese (auf Seite 690! von 748) sagen alles: "Er machte ihr PowerBook mit dem 17-Zoll-Bildschirm, 200GB Festplatte und 1 GB RAM auf. Er war leer."

Darüber hinaus stört, dass der Hauptdarsteller Mikael Blomkvist wieder auf seine Weise moralisch perfekt dargestellt wird. Dabei ist es auch selbstverständlich, dass er seine Quellen mit äußerst fragwürdigen Formalien hintergeht. Schade.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider nicht so gut wie der erste Band, 6. März 2012
Von 
BaluForKanzler - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Dem ersten Band von Stieg Larsson habe ich noch vier Sterne gegeben. Für den zweiten Band kann ich nur noch drei Sterne erübrigen. Der Anlauf, bis die Geschichte endlich in Gang kommt, ist noch viel länger als beim ersten Band. Nach mehr als zweihundert Seiten habe ich mich immer noch gefragt, ob ich überhaupt das richtige Buch lese, weil ich vom Klappentext her ja wusste, um was es eigentlich gehen sollte. Es war zwar nicht richtig langweilig, aber es ging um alles mögliche, nur nicht um das angekündigte Thema. Nach elend langer Tändelei fängt dann irgendwann mal die eigentliche Geschichte an.

Viele Kritikpunkte, die ich nervig fand, die hier auch schon von anderen Rezensenten genannt wurden, will ich nur stichwortartig anreißen: Die viele Schleichwerbung, zigfache Wiederholungen nebensächlicher Details (z.B. wer trinkt aus welcher Tasse mit welchem Logo wie viel Kaffee und raucht dazu welche Zigarettenmarke?), die völlig überzogene und unrealistische Darstellung von Frau Salanders Fähigkeiten einerseits und Macken andererseits.

Insgesamt hat mir der zweite Band nicht so gut gefallen wie der erste. Der längere Anlauf bis die Geschichte endlich in Fahrt kam, war dabei nur ein Punkt. Ich fand die Story einfach an vielen Stellen zu unrealistisch, zu sehr überzogen und in der zweiten Hälfte dann auch immer chaotischer. Ich muss sagen, dass ich gegen Ende des Buches, wo ja eigentlich so nach und nach die Dinge aufgelöst werden, nicht mehr alles so ganz nachvollziehen konnte - wer mit wem und warum gegen wen. Das war mir dann alles irgendwie zu verworren. Und den Schluss fand ich viel zu plötzlich und unfertig. Jaja, ich weiß, der Leser soll Band 3 kaufen, aber ehrlich gesagt, bin ich noch sehr unentschlossen.

Fazit: Nicht so gut wie der erste Band. Deswegen nur noch drei Sterne.
Viele Grüsse.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


83 von 106 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Heyne Verlag - gib Gas!!!!!, 2. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Verdammnis: Roman (Gebundene Ausgabe)
Nachdem ich meinem Vorsatz untreu geworden bin, nur Taschenbücher zu kaufen, weil Hardcover so schwer ist, musste ich den zweiten Teil von Stieg Larssons Trilogie unbedingt jetzt schon haben. Ich hätte es nicht ausgehalten, die Fortsetzung von "Verblendung" erst im Herbst 2008 (laut Heyne Verlag) als TB in den Händen zu halten. Und wieder ist es passiert: Über 700 Seiten in drei Tagen. Wir erfahren viel über den Hintergrund von Lisbeth Salander, endlich auch, warum die Mutter von ihr überhaupt im Pflegeheim war. Mikael Blomkvist versucht, Lisbeth von den Anschuldigungen zu entlasten, die im Zuge einer Reihe von Morden gegen sie erhoben werden. Ganz Schweden hetzt sie als Mörderin, eine Rufmordkampagne sondergleichen, und dennoch versucht sie mit Hilfe ihrer beträchtlichen Fähigkeiten, den wahren Umständen auf die Spur zu kommen. Wie schon in "Verblendung" ist das alles so spannend erzählt, dass man einfach nicht aufhören kann. Das Ende - nun ja, auf jeden Fall ein Cliffhanger und ein ganz klein wenig sehr unwahrscheinlich. Aber das tut diesen rundherum wunderbaren Stunden mit Salander/Blomkvist keinen Abbruch - bloss: wie soll ich es bis Band 3 (Frühjahr 2008) aushalten?
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


21 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Trilogie kommt ins stocken..., 30. Mai 2009
Von 
"Fiodor" (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Der zweite Teil der Trilogie birgt deutliche Unterschiede im Gegensatz zu seinem Vorgänger. Ich muss gestehen, mich hat diesmal weniger die Geschichte fasziniert, sondern vielmehr die Tatsache oder das Gefühl alte Bekannte wiederzutreffen und deren Lebensweg zu verfolgen. Stand noch im ersten Teil eine verworren-komplizierte Geschichte um das düstere Familiengeheimnis des Vanger-Clans im Vordergrund, so treffen Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander diesmal auf ein unschönes Kapitel der Neuzeit und ein grosses Problem der Gesellschaft: den Mädchenhandel.

Salander gerät mehr oder weniger durch einen Zufall ins Fadenkreuz der Ermittlungen eines Dreifach-Mordes. Somit beschäftigt sich der Roman auch überwiegend mit ihr und lässt Blomkvist sogar zeitweise links liegen. Dafür werden häufiger der Leiter der Ermittlungen, Kommissar Bublanski und sein Ermittlerteam ins Spiel gebracht. Dementsprechend schildert das Buch die Geschichte aus drei Sichtweisen.

Zur Story selbst will ich nicht mehr sagen, da vieles auf dem ersten Teil aufbaut und man ihn unbedingt gelesen haben sollte um nicht des öfteren mit einem Fragezeichen auf dem Gesicht dazusitzen.

Ansonsten wird wieder fleissig Kaffee gekocht und getrunken, Powerbooks hochgefahren, IKEA-Möbel aufgebaut und natürlich, als wäre es das normalste auf der Welt, hingegangen, gefragt: "willst du sex?", gerne, danke, bett.

Nüchtern betrachtet fehlt "Verdammnis" einfach die Dichte, die "Verblendung" hatte. Die Geschichte hat mich nicht so berührt und auch die Spannung hielt sich in Grenzen. Trotzdem sind mir Mikael und Lisbeth so richtig an Herz gewachsen und deswegen freue ich mich auch auf den dritten und letzten Teil den ich mir für den Urlaub aufhebe und übe mich solange in "Vergebung".
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 253 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst
ARRAY(0x9ed2d138)

Dieses Produkt

Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen