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28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Philosophisch und spannend
Zu dem Zeitpunkt als ich "Needful Things" gelesen habe (der für mich persönlich der bessere und passendere Name als "In einer kleinen Stadt" ist) war ich schon lange besessen von Stephen Kings Romanen und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass dies ein sehr gutes, aber eher ein philosophisches als ein Horror-Buch, auch wenn es manche Horror-Aspekte hat...
Veröffentlicht am 13. Mai 2006 von PennywisesMädchen

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Roman selbst gefällt mir, aber....
Eine sehr lesenswerte Geschichte, ein typischer Stephen King Roman voller Spannung und Wendungen.

Aber:
Ich hatte mir die Kindle-Version heruntergeladen. Diese ist leider gespickt von Rechtschreib-, und Satzfehlern. Darum zwei Punkte Abzug.
Vor 6 Monaten von Peter Kriwan veröffentlicht


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28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Philosophisch und spannend, 13. Mai 2006
Zu dem Zeitpunkt als ich "Needful Things" gelesen habe (der für mich persönlich der bessere und passendere Name als "In einer kleinen Stadt" ist) war ich schon lange besessen von Stephen Kings Romanen und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass dies ein sehr gutes, aber eher ein philosophisches als ein Horror-Buch, auch wenn es manche Horror-Aspekte hat.

Es geht um einen Laden, indem man alles kaufen kann. Und komischerweise hat dieser Laden auch absolut alles, was sich die einzelnen Kunden wünschen, sei es eine Brille, deren Aufsetzen dazu führt, dass man mit Elvis tanzt, oder signierte Baseball-Karten, die für den Kunden den Namen tragen doch um sie zu bekommen müssen sie kaum einen hohen Geldbetrag zahlen, sie müssen bloß eine Tat begehen, die in der Stadt großes Aufsehen erregt... Der bemerkenswerte Verkäufer Mr.Gaunt plant etwas grauenvolles...Sein Ziel ist es so viele Intrigen wie möglich in der kleinen Stadt Castle Rock aufzubauen... Und es funktioniert! Nach und nach hassen sich die Bewohner, weil sie glauben die Dinge, die ihnen zustoßen liegen an gewissen Personen, wenn in Wirklichkeit andere sie verursacht haben, andere die schlichtweg ALLES dafür tun würden, einen gewissen Artikel in Mr.Gaunts Laden "Needful Things" zu bezahlen...

Diese Geschichte ist aus vielen Gründen der absolute Hammer...

Sie zeigt das meist spießige und einfach gestrickte Verhalten der Kleinstadtbewohner und fügt die verrücktesten, aber durchaus in anderer Form irgendwo realen Charaktere ein... (da hätten wir einmal den verrückten Alkoholiker, der seine Frau schlägt und Spielsüchtig ist, da hätten wir die zurückhaltende Nettie Cobb die vor Jahren ihren Mann umgebracht hat und aufgrund von Taten des Brian Rusks, die sie Wilma Jerzyck zuschreibt erneut zur grausamen Mörderin wird, da hätten wir den petufilen Lehrer und Brian Rusk der sich aus Verzweiflung und Schuldgefühlen selbst umbringt, während seine Mutter im Nebenzimmer mit einer Brille auf mit dem imaginären Elvis tanzt oder aber den koksenden Unruhestifter, der für Mr. Gaunt als Lieferant eingestellt wird und dabei einige Entdeckungen macht, die ihm fast den Verstand rauben)! Diese Charaktere sind unglaublich real und echt geschrieben und geben einem die Botschaft mit auf den Weg, dass eine Kleinstadt wie Castle Rock auch ohne einen Mr. Gaunt schon verrückt genug ist. Außerdem ist die Idee für seinen Wunschartikel, der manchmal mehr als das ist nicht mit Geld sondern mit Taten zu bezahlen einfach super!!!

Das Motto des Buches ist leicht zu erfassen: "Für das was du dir nimmst wirst du bezahlen müssen"

Aber vielleicht ist es auch: "Das schlimmste was einem normalen Menschen passieren kann sind Wunschträume die erfüllt werden"

Ein letzter wichtiger Nebenaspekt ist wohl noch, dass Stephen King es wiedereinmal fantastisch schafft Mißverständnisse zwischen den Menschen perfekt aufzubauen und somit dem Leser vermittelt, dass man kaum so viel "spürt" das einem eine gewisse Person etwas angetan hat, wie die meisten wohl denken...

Mit anderen Worten: Es ist deshalb ein philospohisches Buch, weil es einem viel Stoff zum Nachdenken und Grübeln schenkt!!!

Aber wie es King-typisch ist, sind an vielen anderen Stellen auch sehr gut beschriebene Spannungsmomente und die Stephen King-Horror-Fans werden bei diesem Buch ebenso auf ihre Kosten kommen, wie solche, die lieber interessante Geschichten zum NAchgrübeln wollen!!!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der besseren Werke von King, 24. Oktober 2011
Ich habe über 40 Werke von King in meinem Besitz und noch einige Andere gelesen. Dieses Werk ist von Anfang bis Ende so gut, dass man es am liebsten Non-Stop lesen möchte.

Der "Teufel" eröffnet in dieser Stadt einen Laden (eine Art Antiquariat). Jeder, der nach und nach den Laden betritt, findet etwas, was er sich aber nicht leisten kann. Für einen "kleinen Gefallen" bekommt er es geschenkt. So macht mit der Zeit jeder Bewohner dem Anderen das Leben zur Hölle (mehr Inhalt erwähne ich nicht).

Man hat viele Werke von King verfilmt, diesen kann man auch nach dem Lesen des Werkes anschauen, was meist nicht zutrifft (meine Meinung).
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen King - mal ganz anders, 3. September 2007
Sicher, das Buch ist gruselig und spannend, aber auf eine andere Art als die sonstigen Bücher von Horrormeister King. Dieses Buch schockt nicht durch unbeschreibliche Monster, sondern durch die Verführungskünste des Leland Gaunt. Es ist erstaunlich, wie er es schafft, die Stadt Castle Rock durcheinander zu wirbeln.
Positiv ist auch, dass es sehr viele Charaktere gibt, die alle ihre eigene Geschichte erzählen. Dabei kommt nie Verwirrung auf; man weiß immer, wo man gerade ist und was passiert. Für Kingfans empfehlenswert, obwohl dieser Roman halt ein wenig "anders" ist. Andere Interessierte müssen sich wahrscheinlich erst an Kings Schreibstil gewöhnen, denn wie in jedem Buch geizt der Autor nicht mit unflätigen Begriffen und Beschreibungen, die nicht jeder Magen aushält. In dieser Hinsicht: typisch King!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der besten Kings überhaupt!, 24. Januar 2002
Rezension bezieht sich auf: In einer kleinen Stadt (Taschenbuch)
Ich habe den Film gesehen und mir daraufhin gleich das Buch gekauft, und - wie so oft - übertrifft das Buch den Film um Längen. Stephen King gelingt es von Anfang an sehr gut, interessante Charaktere zu entwickeln und ihre inneren Konflikte aufzuzeigen. Zur Handlung: Ein Fremder kommt in eine kleine Stadt in Maine und eröffnet ein Geschäft, das genau die Dinge führt, von denen die Bewohner schon lange träumen. Als Bezahlung verlangt er nicht etwa Geld, sondern nur kleine Gefallen, die alte Feindschaften auflodern lassen, bis die Leute sich gegenseitig aus lauter Hass umbringen. King porträtiert hier geschickt die Gier der Menschen und das, was sie für die Erfüllung ihrer Gier tun. Am Anfang beschreibt er die scheinbare Dorfidylle, hinter der sich jedoch Hass und Misstrauen verbergen, die durch die Gefallen (z.B. Reifen aufschlitzen...) zum Vorschein kommen. Das führt so weit, dass am Schluss die ganze Stadt ein einziges Schlachtfeld ist, in dem nur der besonnene Polizist Alan Pangborn die Übersicht behält. Der Horror entwickelt sich ganz langsam zum Ende des Buchs hin, die ersten 400 Seiten sind eher Vorgeplänkel, in dem aber geschickt die vielen Charaktere vorgestellt werden. Das Buch ist stellenweise kingtypisch sehr brutal, sogar noch stärker als andere Bücher von King, bei dem ersten Doppelmord hat sich mir der Magen umgedreht. Die düstere Stimmung von Needful Things nimmt einen außerdem so gefangen, dass man nach dem Lesen fast schon schlecht gelaunt ist, so ging es mir jedenfalls, aber solche Phänomene sind ja ausschlaggebend für gute Horrorbücher. Insgesamt der beste King überhaupt, da der Autor hier viel Anspruch zeigt und es nicht nur um den bloßen Horror geht, sondern auch um das Aufzeigen menschlicher Schwächen. Viel Zeit sollte man aber mitbringen, das 800 Seiten starke Buch liest sich teilweise aufgrund der sehr genauen Beschreibungen etwas zäh.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Abgründe des Alltags, 29. August 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: In einer kleinen Stadt (Taschenbuch)
In "In einer kleinen Stadt " schafft es Stephen King wieder einmal aufs Neue, den Leser in eine Kleinstadtatmosphäre zu entführen, wie sie idyllischer gar nicht sein könnte. Doch genau über diesen Alltag bricht plötzlich das Grauen ein. Dieses Mal in Gestalt des undurchschaubaren Leland Gaunt, der in Castle Rock ein Geschäft - Needful Things - eröffnet. Und was er in diesem Laden verkauft, scheint jedem Einwohner der Stadt zu gefallen. Jeder, der den Laden besucht, findet etwas in dessen Repertoir. Doch Gaunt will kein Geld als Preis. Stattdessen verlangt er von den Käufern einen Gefallen. Diese Gefallen sind es schließlich, die die Stadt ins Chaos stürzen. Da werden Wäschestücke mit Schlamm beworfen, aber auch Hunde erstochen - die ganz normalen Nachbarschaftsstreitigkeiten arten in Ammokläufen aus. King fesselt mit dieser Geschichte. Den besonderen Reiz daran macht die Identifizierbarkeit mit den einzelnen Charakteren aus. Jeder hat sich schon einmal über einen Mitmenschen aufgeregt und möchte einigen es vielleicht auch mal heimzahlen. In "Needful Things" läßt King seinen Mitbürgern freien Lauf - und das auf seine gewohnt spannende Weise... (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Roman ist voller einprägsamer Momente, 1. Januar 2012
Wie schreibt man über seinen absoluten Lieblingsroman? Verliert man jede Objektivität und lässt sich einfach gehen?? Ich versuche, das zu vermeiden ...

Was mich an diesem Roman wohl so fasziniert, ist die Tatsache, dass er meine beiden Lieblings-Charaktere vereint: Leland Gaunt ist für mich der "beste" King-Bösewicht, Alan Pangborn der wohl überzeugendste "Gute" (ich hoffe seit Jahren vergeblich, dass er vielleicht doch noch einmal eine Rolle bekommt, seufz).

Wie King es schafft, die Dramaturgie über viele hundert Seiten aufrecht zu erhalten und so viele Personen so perfekt zu vernetzen, ist ein Geniestreich, der mein Vorstellungsvermögen sprengt: Wie kann man nur so schreiben können?! Der Roman ist voller einprägsamer Momente und ist der kurzweiligste ' wenn er auch nach Stark gelesen werden sollte, um die Zusammenhänge besser zu verstehen.

Ich habe so viele Lieblingsmomente: Nettie Cobb, die es nicht mehr schafft, das Haus zu verlassen, weil sie Angst hat, jemand könnte ihren Lampenschirm zerstören; Norris Ridgewick, der sich beinahe das Leben nimmt, dann aber erkennt, was seine Traum-Angel in Wirklichkeit ist (nur ein Stück wertloses Holz); Alan, der auf dem Fernseher das Schicksal seiner toten Frau zu erkennen vermeint ' und natürlich DER Moment schlechthin, wenn Alan Leland Gaunt den Satz "Die Sperlinge fliegen wieder" entgegendonnert und ihn fertig macht. Ich könnte diese Liste ewig fortsetzen ...

Ich habe den Roman bislang fünfmal gelesen und einmal von King vorgetragen gehört! Es ist für mich nicht schlimm, dass mir seit 1991 kein Roman mehr so gut gefallen hat ' dieses Buch ist einfach nicht mehr zu toppen.

Copyright © 2010 by Croaton für BookOla.de/wiki.stephen-king.de
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Echter Stephen King, 11. Juli 2007
Von 
"In einer kleinen Stadt" war dass erste Buch, dass ich von Stephen King gelesen habe. Damals war ich 11 und auf Anhieb begeistert (auch wenn es vielleicht nicht gerade die sinnvollste Lektüre für eine 11-jährige ist). Seitdem bin ich ein begeisterter Leser von King.

Zum Buch: Castle Rock - eine verschlafene Kleinstadt in Maine. Doch dann öffnet ein neuer Laden - und der Besitzer, Mr Gaunt, kennt anscheinend die Leute und all ihre geheimen Wünsche. Es scheint, dass er sie erfüllen kann - doch er verlangt für alles seinen Preis...

Was ich besonders faszienierend an diesem Buch finde, sind die vielen verschiedenen Personen, von denen der Leser immer die Lebensumstände, Gefühle, ja das ganze Leben kennen lernt. Trotz der vielen Personencharaktere verliert man eigentlich nie den Überblick - und fiebert bis zum fulminanten Ende mit....
Allen Fans und Neulesern kann ich dieses Buch nur empfehlen. Für mich ist es eines der Meisterwerke Kings.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Untergang von Castle Rock, 1. September 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: In einer kleinen Stadt (Taschenbuch)
Zuerst waren es hellseherische Fähigkeiten dann ein tollwütiger Bernhadiner darauf folgte ein selbständiges Pseudonym und zuletzt die Apokalypse in Castle Rock.Diesmal hat das Grauen wirklich gesiegt(in Gestalt eines alten Mannes).Stephen King hat mit``Needful Things'' einen echten Intelligenzroman erzeugt.So eine Idee als Romanablauf muss man erst mal haben.Eigentlich hätte es auch gut eine Kurzgeschichte sei können(sagen wir mal 200 Seiten)aber bei diesem Buch hat King seine Karten bis zum Schluss nicht ausgereizt und aus der Kurzgeschichte einen längeren Roman gemacht hat.Meiner Meinung nach ist diese Geschichte eigentlich nicht der Horrorabstammung aber auf King ist verlass und verzaubert diesen ruhigen Roman in einen reißerischen Horrorthriller.Aber ich hoffe,es werden noch weitere Bücher von King in Castle Rock spielen,denn so langsam habe ich mich mit der Stadt angefreundet.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alles hat seinen Preis, 17. März 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: In einer kleinen Stadt (Taschenbuch)
Wir befinden uns in Castle Rock, dem altbekannten Städtchen in Maine, wo King schon so bedeutende Werke wie "Cujo", "The Dead Zone" oder "Die Leiche" hat spielen lassen. Ein Fremder mit dem klingenden Namen Leland Gaunt eröffnet ein neues Geschäft mit dem ebenso klingenden und geheimnisvollen Namen "Needful Things". Hier gibt es alles, was das Herz begehrt, jeder findet, was er sucht und das zu einem Spottpreis. Doch außer Geld zahlt man noch etwas mehr bei Gaunt: Man muß jemandem einen kleinen Streich spielen, wirklich nichts Bösartiges ... Was sich ausnimmt wie eine moderne Version der Max & Moritz-Streiche artet schnell zu einem Chaos aus, in dessen Kielwasser ganz Castle Rock zerstört zu werden droht ... "In einer kleinen Stadt" ist eines der ganz großen King-Meisterwerke, und es steht auch in der Gunst des Autors weit oben. Für diesen Roman hat King ganze Ordner angelegt, um glaubwürdig eine Kleinstadt mit hunderten von Charakteren entstehen lassen zu können, die in perfekten Schachzügen gegeneinander ausgespielt werden, ohne zu ahnen, daß die Wurzel allen Übels mitten unter ihnen weilt. Nur Alan Pangborn, der bereits aus "Stark" bekannte Sheriff, ahnt Böses, doch er kommt zu spät, um Lelands Wahnsinn aufhalten zu können. Und die Sache spitzt sich noch zu, als Alan erkennt, was Leland wirklich will - und was Gaunt speziell für ihn in seinem Laden bereithält ... Mit kaum einem Roman kreiert King eine solche Intensität und Spannung, der Leser fiebert mit, besonders, weil er stets mehr weiß als jeder Einwohner der verurteilten Stadt. Auf keinen Fall verpassen und am besten gleich nach "Stark" lesen!!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Roman voller kleiner Bosheiten - toll geschildert, 23. März 2003
Die King-Werke "Stark", die Kurzgeshcihte "Zeitraffer" und dieses Buch bilden Kings sogenannte "Castle-Rock-Trilogie".
TWIN PEAKS, denke ich manchmal, hätte ebensogut von Stephen King stammen können. Tut es aber nicht - und so schaffte King seinen eigenen Ort voller Intrigen, Morde und Beziehungskisten, voller Alpträume und bösen Geistern. Nennen wir ihn mal... hm... Castle Rock.
Blicken wir uns doch einmal ein wenig um, lieber Leser: Da gibt es einen Sheriff, Pangborn heißt er (wie wir wissen), ein guter Bekannter, nicht gerade ein Held, aber völlig in Ordnung. Und da ist Polly Chambers, die Eigentümerin einer Näherei ist und an einer garstigen Krankheit leidet. Polly ist mehr oder weniger heimlich in Alan Pangborn verliebt.
Über kurz oder lang (bei King eher lang) treffen wir auf Danforth Keeton, der sich unheimlich dem Wohle der Stadt verschrieben hat - heimlich aber dem Pferderennen. Danforth hat ein kleines Problem mit einer Art Untersuchungsausschuß und ist daher mächtig aufgeregt. Man geht ihm besser aus dem Weg. Ebenso wie den Katholiken und Protestanten, die sich wegen einer Glücksspielnacht verbal bekriegen. Wenn Sie die Tageszeitung lesen, werden Ihnen die unzähligen Leserbriefe kaum entgehen, und sie müßten schon blind sein, wenn Ihnen die Plakate in der Stadt nicht auffallen würden...
Im gemütlichen Plauderton zeigt uns King Castle Rock nocheinmal im Detail. Und er läßt sich Zeit dabei. Personen werden vorgestellt, deren Geschichte und Geschichtchen erzählt, Verbindungen werden geknüpft und lose Fäden ausgeworfen. Viel mehr geschieht auf den ersten 200 Seiten nicht.
Doch Leeland Gaunt ist in Castle Rock angekommen und interessiert sich für all diese Geschichten (etwas mehr als der Leser). Gaunt, der behauptet aus Akron, Ohio zu sein, eröffnet einen Laden, und er nennt sein Geschäft "Needfull Things". Er verkauft aber nicht wirklich nützliche Dinge, sondern Andenken und Erinnerungen. Eine Baseballkarte, die in der Sammlung fehlt? Gaunt kann sie besorgen! Ein edler Lampenschirm aus Tiffany-Glas? Kein Problem, kommt morgen rein! Ein Stück Holz, das vielleicht von der Arche Noah ist? Sie können es haben!
Gaunts magische Souvenirs sind preiswerter, als die Leute denken. Sie kosten ein paar Dollar - und einen kleinen Gefallen. So bringt Leeland einen Jungen dazu, einer Frau einen Streich zu spielen. Etwas völlig harmloses, etwas, was sogar lustig ist. Eine andere Frau erlaubt sich - als Gegenleistung für Gaunts Ware - einen "Spaß" mit einer ihr völlig unbekannten Bewohnerin von Castle Rock.
All diese von den immer derber werdenden Streichen betroffenen Leute reagieren auf derartige Scherze äußerst gereizt. Und sie glauben auch stets zu wissen, wer hinter diesen Streichen steckt. Jeder hat nämlich einen persönlichen Gegner, einen Intimfeind sozusagen, der sich diese Unverschämtheiten sicherlich ausgedacht hat. Und diesem Jemand wird man es jetzt aber mal gehörig zeigen! Wer Ärger herausfordert, der soll ihn auch bekommen! Es gibt eine Zeit zu reden - und eine Zeit einem die Rübe einzuschlagen, nicht wahr?!
So gelingt es dem Intrigen spinnenden Gaunt, im stillen Kämmerlein sitzend, die Bewohner von Castle Rock gegeneinander aufzubringen.
Von all dem ahnt Alan Pangborn nichts. Der Sheriff hängt vielmehr Erinnerungen an seine bei einem Unfall umgekommene Familie nach oder gibt sich der Liebe zu Polly Chambers hin. Bis er Gaunt auf die Schliche kommt, hat der Bürgerkrieg schon begonnen...
Nach anfänglichem Leerlauf entwickelt sich "Needful Things" zu einem ungemein fesselnden Drama voller Haß und Gewalt. Das langsame aber stetige Ausrasten der Bevölkerung ist subtil und "fühlbar" beschrieben. Der Ausbruch der unterschwellig vorhandenen Gewalt ist so glaubhaft und so nachvollziehbar dargestellt, daß er den eigentlichen Schrecken des Buches ausmacht. Hier trifft King seit langer Zeit wieder den Geist der heutigen Zeit.
Als Lösung bietet der Autor allerdings wieder nur den Glauben an die Macht des Guten und Wahren an.
Gleichwohl ist "Needful Things" mehr als nur ein kleines Feuerwerk zum Schluß der Trilogie, sondern ein echter Knaller. Wie die Geschichte nun ausgeht und ob Castle Rock es überlebt mag jede(r) selbst lesen..
Insgesamt gesehen handelt es sich bei der von King so bezeichneten Trilogie eher um drei einzelne Geschichten, die locker miteinander verbunden sind - ebenso locker wie Cujo, Dead Zone und Friedhof der Kuscheltiere (die erstgenannten spielten ebenfalls in Castle Rock, der Friedhof steht bei Ludlow, jenem Ort, in dem sich der Großteil von "Stark" abspielt). Jedes der hier besprochenen Werke für sich hat mir gefallen, insbesondere, da King immer mehr Wert auf die Personen und deren Motivation legt und der Horror nicht mehr zum Selbstzweck verkommt. Hier erkennt der Dauerleser eine Entwicklung: King als Autor spannender Psychothriller. Peter Straub ist auf diesem Weg schon fast am Horizont verschwunden, aber King eilt ihm in großen Schritten nach.
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