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Kundenrezensionen

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am 15. Dezember 2001
Dieser Film schafft, was andere Filme - wie "American Beauty" - nur andeuten können. Ohne Kitsch, Klischees oder sonstigen Platitüden wird das Leben in einer Gesellschafft beschrieben, deren Mitglieder sich unmerklich immer weiter von einander entfernt haben. Jeder lebt in seiner Nische und versucht sein Leben irgendwie aufrecht zu erhalten. Erst als ein Eisregen das ganze Land und somit auch den liebgewonnenen Alltag lahmlegt, brechen Verkrustungen auf und unterdrückte Konflikte kommen zum Vorschein.
Ein absolut sehenswerter Film der von mir 10 von 10 Punkten bekommt. Leider ist die DVD von schwacher Bildqualität, das Bild auf 4:3 beschnitten und die Originalfassung zwangsuntertitelt.
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Die 1970er Jahre. Watergate, Marvel-Comics, sexuelle Revolution, der Beginn der Computer-Revolution - eine Gesellschaft im gewaltigen Umbruch. Die herrlich-melancholische Musik von Mychael Danna, die unvergleichliche Regiearbeit von Ang Lee, die phänomenalen Schauspieler Kevin Kline, Sigourney Weaver, Tobey Maguire und Christina Ricci. Nicht zu vergessen die große Romanvorlage von Rick Moody. Bei diesem Film kommen einem in jedem Fall die Tränen, zum einen die Tränen der Trauer wegen der bittersüßen, am Ende tot traurigen Handlung. Besonders aber die Freudentränen, weil hier alles perfekt zusammenpaßt - ganz große Kunst! Dieser Film ist nicht einfach besser als das Buch, er katapultiert das Werk in höhere Sphären! Der „Eisturm" ist ein Besuch beim Psychater, ein Freund, eine herzliche Umarmung. Und eine Reise in eine Vergangenheit, die nicht perfekt war, aber in vielen Bereichen vielleicht herzlicher, friedlicher und unschuldiger als die Welt heute, 2003. Die hoch-intelligente, frühreife Tochter (Christina Ricci) weist allerdings darauf hin, daß diese heile Welt schon damals an den Grenzen der USA aufhörte (Vietnamkrieg).
Zum Schluß noch ein Kommentar zur Ausstattung der DVD. Wer wird bei so einem Meilenstein des Kinos schon an etwas so Profanes wie luxuriöse Extras usw. denken, werden sich die Verantwortlichen bei Kinowelt vielleicht gedacht haben. Tatsächlich würde dieser Film einen Audiokommentar von Regiesseur und Darstellern und manch andere Zusatzausstattung vertragen können.
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HALL OF FAMEam 7. Dezember 2000
Diese DVD ist in der Originalfassung zwangsuntertitelt. Schade, denn der Film ist wirklich außergewöhnlich (Filmwertung 9/10):
Eine Studie von einzigartiger Präzision und Tiefenschärfe. Stilistisch brillant und ohne einen einzigen peinlichen oder unpassenden Moment werden menschliche Beziehungen analysiert. Und obwohl die Kälte aus dem Titel Programm ist, oft in Richtung Verzweiflung geht, fehlt doch jegliche Bitterkeit. Damit versucht sich dieses Werk nicht der neuesten Mode zu unterwerfen, rein negativ zu schildern, wie schlecht diese Welt ist, sondern ist durchaus konstruktiv. Die Wärme, die sich die beiden Nachbarskinder in ihrem unschuldig-frivolen Unter-der-Decke-Kuscheln geben, genauso wie die abschließende Hoffnung für die Familie von Kevin Kline und Joan Allen, sind Zeichen, daß Eis manchmal auch gebrochen werden kann. Und auch die Tobey-Maguire-Episode, die erzähltechnisch im Mittelpunkt steht, zeugt von Positivismus, davon, daß jeder einen Weg finden kann, mit seinen Problemen umzugehen.
All dies hört sich recht anstrengend an - muß es aber nicht sein. Wer ein wenig Konzentration mitbringt, wird reich belohnt werden und sich glänzend unterhalten fühlen. Dies ist übrigens ein Aspekt, der alle bisherigen Ang-Lee-Filme miteinander verbindet, auch wenn sie ansonsten so verschieden sind. Ohne seine Kunst zu verraten, fühlt er sich dem Zuschauer verpflichtet. Welch ein Glück, daß er den Weg von Taiwan nach Hollywood gefunden hat!
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am 7. August 2013
New Canaan, Conetticut, USA im November 1972. Die sexuelle Revolution bricht über Amerika herein. Zwischen Flokati, Erdnußflips und Fernseher wird der Partnertausch geprobt, und man möchte alles - nur nicht spießig sein. In der Nacht, als der Eissturm über das Land fegt, kommt es zur Katastrophe...
Regisseur Lee erschafft großes Kino: scheinbar ohne Anstrengung entwickelt er seine Charaktere (allen voran der großartige Kevin Kline in der Rolle seines Lebens!), die das Amerika dieser Zeit zum Leben erwecken. Großes Actionkino sollte man nicht erwarten, dafür einen exzellent fotografierten (Blu-ray = hervorragend!) und mit hypnotischer Musik ausgestatten Charakterfilm, der stilsicher zum bedrückenden Finale führt.
Weaver, Maguire, Ricci und eben Familienoberhaupt Kevin Kline (auch alle nicht erwähnten!): "Der Eissturm" zieht den Zuschauer in seinen Bann durch das herausragende Spiel aller Beteiligten. Das tragische Ende stellt unausgesprochen die richtigen Fragen.
Fazit:
Ausnahmekino, Blu-ray empfohlen!
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am 22. Oktober 2014
Ang Lee ist ein wahres Kunstwerkt gelungen: ein metaphorischer Titel mit Mehrfachbedeutung. Spektakuläre Naturaufnahmen von blattlosen Bäumen und Ästen, die in Eis gehüllt sind. Das gefrorene Wasser erobert Züge, Telefon- und Wasserleitungen, Heizungen fallen aus. Die Welt steht still. Erstarrt. Wir werden wiederholt auf die drohende Naturkatastrophe hingewiesen: erst nur Eiswürfel aus der Box, dann ein Windspiel, das nicht mehr klingt. Es folgen Warnungen im Wetterberichte.
Und genau dann entsteht dieses Soziogramm der amerikanischen Gesellschaft unter Richard Nixon, genauer gesagt fällt der Blick auf die Post-Woodstock Generation: die wohlhabende Mittelschicht. Geld verdienen ist kein Problem, so verlegen alle ihr Hauptinteresse auf den Sex. Doch bei allen sozialen Interaktionen herrscht Eiszeit. Die Kids klauen, knutschen und fummeln, die Alten auch, querbeet. Man nutzt sich gegenseitig aus und lässt sich bedenkenlos wieder fallen. Z. B. Janey Carver (Sigourney Weaver) und Ben Hood (Kevin Klein) von der Erwachsenenfraktion. Selbst wenn die zwei im Bett liegen, kann die Hölle zufrieren. Und beim Nachwuchs kuscheln wenigstens Sandy Carver (Adam Hann-Byrd) und Wendy Hood (Christina Ricci) nach ersten exhibitionistischen Annäherungsversuchen. Beim jungen Paul Hood (Tobey Maguire) kann Libbets (Katie Holmes) nur schwesterliche Gefühle entwickeln. Der Höhepunkt der libertären Gags ist das ‘Schlüsselspiel‘ am Ende einer Schlüsselparty, das für den Heimfahrt neue Fahrgemeinschaften verlost.
Alle werden aus ihren egozentrischen Tagträumen gerissen als Mikey Carver (Elija Wood), der cleverste von allen, dem Eissturm zum Opfer fällt. Vorübergehende Nachdenklichkeit und Entsetzen machen sich breit. Selten wurden die inneren und die äußeren Verhältnisse so kongenial verbunden, dass optisch eine Kluft entsteht.
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1997 verdiente sich Regisseur Ang Lee internationale Anerkennung bei den Kritikern mit seinem ernüchternden 70er-Jahre-Porträt. Der Film besticht durch das superbe Spiel seiner exzellenten Darstellerriege und durch Lees feines Gespür für die Eigenheiten der amerikanischen Gesellschaft in den 70ern. Nach dem Roman von Rick Moody schuf Lees Hauschreiber James Schamus ein pointiertes, teils verstörend direktes Drehbuch. Hervorragend herausgearbeitete Charaktere erschaffen in ihrem Zusammenwirken ein scharfes Abbild des Nixon-Amerika. Der perfekt besetzte Cast hat jede Menge Gelegenheiten, sich auszuzeichnen. Kevin Kline als Ben Hood darf zeigen, dass er ein ausgezeichneter Charakterdarsteller ist - er gibt seinem wankenden, suchenden, verwirrten Familienvater Tiefe. In der gleichen Liga etabliert sich Christina Ricci, die sich als heimliche Größe des Films hervor tut. Als sexuell experimentierende frühreife Göre liefert sie eine starke Vorstellung ab. Tobey Maguire deutet sein außergewöhnliches Talent als schüchterner Paul Hood bereits an, Joan Allen überzeugt als gefrustete Ehefrau Elena Hood, während Sigourney Weaver (Janey Carver) macht was sie will. Ebenfalls Elijah Wood (Mikey Carver) und Adam Hann-Byrd als leicht gestörter Spross Sandy Carver bekommen auch ihre Szenen, um zu überzeugen. Die Familien in diesem Film zerstören sich offenen Auges selbst. Das Schlimmste daran ist: Sie tun das nicht aus irgendwelchen Zwängen oder Notwendigkeiten heraus, sondern sie tun es, weil es ihnen viel zu gut geht. Aus purem Desinteresse!
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am 14. April 2008
Neuengland, USA, Anfang der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhundert. Zwei nebeneinander wohnende Familien leben in friedlicher Eintracht. Die herwachsenden Jugendlichen machen ihre ersten Beziehungserfahrungen und die Eltern werden von der sexuellen Revolution erfasst. Alles spielt sich unter dem Deckmäntelchen des Establishment ab. Dennoch belastet der erkannte Ehebruch des Partners die Beziehung und die Vergeltung auf einer sogenannte Schlüsselparty verschafft die nicht erhoffte Genugtuung. Da scheint die nächste Generation klüger, besonnener vorzugehen. Die Elterngeneration leidet unter ihrer Oberflächlichkeit. Ein Naturereignis scheint alle an ihren angestammten Platz zu verweisen.

Die Film kommt leise und unauffällig daher. Viel brave heile Welt. Doch die neugierige Kamera zeigt schnell wo es klemmt und zwickt. Feine Dialoge die verletzen ohne zu treffen, pittoreske Szenen und wenige gut platzierte überraschende Wendungen schaffen ein gleichmäßiges Spannungsfeld mit feinen Spitzen.
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HALL OF FAMEam 7. Dezember 2000
Eine Studie von einzigartiger Präzision und Tiefenschärfe. Stilistisch brillant und ohne einen einzigen peinlichen oder unpassenden Moment werden menschliche Beziehungen analysiert. Und obwohl die Kälte aus dem Titel Programm ist, oft in Richtung Verzweiflung geht, fehlt doch jegliche Bitterkeit. Damit versucht sich dieses Werk nicht der neuesten Mode zu unterwerfen, rein negativ zu schildern, wie schlecht diese Welt ist, sondern ist durchaus konstruktiv. Die Wärme, die sich die beiden Nachbarskinder in ihrem unschuldig-frivolen Unter-der-Decke-Kuscheln geben, genauso wie die abschließende Hoffnung für die Familie von Kevin Kline und Joan Allen, sind Zeichen, daß Eis manchmal auch gebrochen werden kann. Und auch die Tobey-Maguire-Episode, die erzähltechnisch im Mittelpunkt steht, zeugt von Positivismus, davon, daß jeder einen Weg finden kann, mit seinen Problemen umzugehen.
All dies hört sich recht anstrengend an - muß es aber nicht sein. Wer ein wenig Konzentration mitbringt, wird reich belohnt werden und sich glänzend unterhalten fühlen. Dies ist übrigens ein Aspekt, der alle bisherigen Ang-Lee-Filme miteinander verbindet, auch wenn sie ansonsten so verschieden sind. Ohne seine Kunst zu verraten, fühlt er sich dem Zuschauer verpflichtet. Welch ein Glück, daß er den Weg von Taiwan nach Hollywood gefunden hat!
Die britische DVD brilliert mit tadellosem Widescreen-Bild und einem guten Dolby-Surround-Mix sowie diversen Untertitel-Spuren (wenn auch kein Deutsch). Keine Extras.
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am 9. Juli 2006
Ein sehr nachdenklicher und leiser Film über das menschliche Dasein, die Gesellschaft, die Einsamkeit, alles in den siebzigern angesiedelt. Die Atmosphäre ist herrlich verloren und düster, jeder der Charaktere scheint in seiner eigenen, undurchdringlichen Welt zu leben und insgeheim von einem anderen Leben zu träumen. Sie sind wie eingefroren in ihrem Zeitfenster, ein Entkommen erscheint unmöglich.
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am 31. März 2008
Der Eissturm erhielt 1997 beim Festival in Cannes den Preis für das beste Drehbuch und hätte meiner Meinung nach die goldene Palme verdient gehabt, denn er gehört zweifellos zum Besten von Ang Lee, wenn nicht sogar zu den besten Filmen des letzten Jahrzehnts.
Der Film ist ein Familiendrama und Gesellschaftsbild, angesiedelt in den frühen siebziger Jahren, und doch keine Geschichte von Gestern mit grandiosen Schauspielern: Christina Ricci, Tobey Maguire, Elijah Wood - heute etatblierte Leinwandstars, damals hoffnungsvolle Jungschauspieler, Kevin Kline und Sigourney Weaver und einer Story, in der die Figurenfäden zu einem dichten, kunstvollen Knäuel gebündelt sind und die psychologische Kälte und Erstarrung der Protagonisten sehr geschickt mit der dramatischen Wetterentwicklung im Film Schritt hält.
Erst der Tod eines Kindes reißt die Erwachsenen aus ihrer Lethargie. Mit Hilfe dieses Schockmoments verleiht der regisseur seinem Film philosophische und religiöse Dimension: Erst ein unschuldiges Opfer öffnet das Tor zu Einsicht und Buße!
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