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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen41
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am 23. Dezember 2006
Ich muss so manchen anderen Rezensenten Recht geben, ein richtiger Krimi ist dieses Buch wahrlich nicht, eher eine Milieustudie aus dem Weinviertel. Trotzdem kommt hier jemand zu Tode und ein behäbiger Ermittler nimmt sich wiederwillig der Sache an.

Bereits in den ersten Seiten kommmt ein ungeliebter Mitbewohner in einem pitoresken Dorf unweit der tschechischen Grenze zu Tode, alles deutet auf einen Unfall hin und die ersten hundert Seiten gibt sich der Ermittler nicht eben Mühe, andere Seiten dieses Todes abgewinnen zu wollen. Vielmehr finden seine Ermittlungen bei guten Freunden in Weinkellern oder dem Wirtshaus statt. Erst als man ihn mit der Nase draufstösst, da kann der arme Mann nicht anders als wirklich dieselbige in alles reinstecken.

Kriminalarbeit sieht anders aus, doch dieses Buch lebt mehr von den Charakteren der Personen, insbesondere des Polt und einem ziemlich homöopatischen und trockenen, und stets unterschwelligen Humor, der sich durch das ganze Buch zieht. Die Charaktere sind nicht zu stark aus ausgeprägt, man muss mehrere Bücher lesen um mehr zu erfahren.

Trotzdem habe ich mich mit keiner Seite je gelangweilt, ich fühlte mich danach sehr gut unterhalten.

Im übrigen schmeckt nicht nur ein trockener Grüner ganz ausgezeichnet zu diese Buch, auch ein Valpolicella oder Rioja harmoniert vortrefflich!

Danke an Buch Dietl in Landshut für die Empfehlung.
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am 26. Januar 2003
.... ich hab mir komarek's polt gekauft, weil mir ein bekannter davon vorgeschwärmt hat, wie toll und spannend und vor allem wie gut nicht das weinviertel beschrieben wäre. da ich das weinviertel doch ziemlich genau kenne, da mehrere jahre dort gelebt, habe ich mich dann ans lesen gemacht.
und obwohl der schreibstil von komarek nicht etwa zum schmunzeln anregt, wie jetzt z.b. ein wolf haas, bin ich doch öfter zum lächeln gekommen - - einfach, weil es eben genauso ist, wie im buch beschrieben. die leute im weinviertel, oder wahrscheinlich generell am land, verhalten sich genau wie in dem buch. konnte ich etwa meinen ehemaligen nachbarn in dem buch wiederfinden, wie auch so einige andere.
der krimi seinerseits steht nicht wirklich im mittelpunkt. es ist richtig, wie einer der rezesenten vor mir geschrieben hat, die kriminallistische geschichte ist nicht fesselnd. muss sie meiner meinung auch nicht sein, dafür hat das buch genügend fessel-punkte.
ich kann das buch somit nur weiterempfehlen!
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am 9. Januar 2004
auf die gefahr hin, dass die werten leser der rezension nun aufschreien, es handle sich um sentimentalität, weil ich doch in der wachau aufgewachsen bin und nun ach so ferne lebe - es war wirklich "sehr schön und hat mich sehr gefreut", wieder einmal einen wirklich guten österreichischen schriftsteller lesen zu können.
herrliche personenbeschreibungen, das leben am land, wie schnell sich dinge herumsprechen, nichts bleibt ein geheimnis, der gleichklang der tagesabläufe - einfach wunderschön geschrieben, ich habe mich selber in die "kellerhäuser" meiner jugend versetzt gefühlt.
krimi hin oder her, ich würde die polt romane nicht wirklich als krimis bezeichnen, ausserdem - wo gibt es denn einen so winzigen ort im weinviertel, wo so viele verbrechen geschehen (grins)...sozialstudie, mit leicht ironischem unterton, ich LIEBE polt, empfehle ihn aber niemanden, der die gegend und die mentalität vorort nicht kennt - denn beim lesen verstehen zu lernen kann ich mir nicht vorstellen.
das ist so wie mit dem kottan - der war auch für wiener viel witziger, als für alle anderen, hab ich recht??????
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am 29. Oktober 2014
Wenn Sie vor dem Schlafengehen gerne Krimis lesen, derzeit aber nichts aufregendes,
actionreiches oder blutiges vertragen, dann tauchen Sie doch mal ein in die Welt von Polt.
Dort in Niederösterreich, nahe der tschechischen Grenze, ticken die Uhren noch langsamer;
zumindest die des Gendarmen Polt. Der ist ein ruhiger Mensch mit Tiefgang, der gerne
etwas Gutes ißt, bei den Weinbauern in ihren Kellern die regionalen Weine probiert, und
ansonsten gerne seine Ruhe hat. Er wirkt wie ein Fossil aus einer anderen Epoche,
und mancher mag ihn unterschätzen. Aber Polt ist nicht nur langsam - er ist auch genauso
gründlich und beharrlich, und am Ende löst er seine Fälle schon noch.
Bis dahin verbringen Sie eine entschleunigte Zeit auf dem Dorfe, und nachher wollen Sie
dort womöglich gar nicht mehr weg. Aber für den Fall gibt es ja noch weitere Polt-Romane.
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am 12. September 2014
Ein typischer Polt Krimi. Wem die anderen Bücher aus der Serie gefallen haben, wird auch diesen Krimi mögen. Nichts neues, aber wie immer spielt sich alles am Land, zwischen Weinkeller und Dorfwirtshaus ab. Ein bisschen skurril, ein wenig depressiv, eine Dosis Fremdenverkehrswerbung, ein sympathischer Ermittler, kauzige Charaktere, alles da - aber bloß keine Spannung. Aber das erwartet man bei Polt ja auch nicht...
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am 26. August 1999
Vorab möchte ich deponieren, daß ich selbst (fast) jedes Wochenende im Weinvierteil verbringe. Jede Ortschaft dort könnte Alfred Komarek dargestellt haben.
Polt ist ein typischer Gendarmeriebeamter vom Land, fristet sein Singledasein zwischen Arbeit und Wirtshaus. Bis dann der Unfall passiert - der sich im Laufe des Buches doch als Mord entpuppt. Bemerkenswert ist die Darstellung des "Zusammenhaltens" der Einwohner, die auch in der Wirklichkeit so abläuft. Im großen und ganzen ein sehr gutes Buch - keine schwere Lektüre (der Autor verzeihe mir....), allerdings sehr österreich-spezifisch (kann mir nicht vorstellen, daß sich z.B. ein Hamburger über dieses Buch amüsieren kann ?). P.S. In dem Weinviertler Ort, wo ich meine Wochenenden verbringe gab es eine Gendarmen mit dem Namen "Polt" - der hat allerdings schon vor acht Jahren das Zeitliche gesegnet.
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am 29. April 2000
"Polt muß weinen" (detebe 23129 - Erstauflage Haymon-Verlag, Innsbruck, 1998) ist der erste Kriminalroman Alfred Komarek's mit Gendarmerie-Inspektor Simon Polt. Aber dieses Buch ist weit mehr als ein Kriminalroman, es ist ein Buch über das niederösterreichische Weinviertel und seine Menschen. "Eine einmalige Milieustudie" stellte der ORF fest. Polt ermittelt in Brunndorf, einem Weinbauerndorf an der Grenze zu Tschechien, anläßlich des Todes von Albert Hahn, der in seinem Weinkeller durch Gärgas ums Leben kam. Das kommt in einer Winzergegend gelegentlich vor, doch hat es - wie der Gemeindearzt feststellte - den Richtigen erwischt. Albert Hahn war offensichtlich ein menschliches Ekel, der nahezu ausschließlich Feinde hatte, von denen mehr oder weniger jeder auch ein Motiv besaß. Dazu kommt noch, daß Albert Hahn in seinem Keller gar keinen Wein hergestellt hat und somit das Gärgas aus einem der benachbarten Weinkeller eingedrungen sein mußte. Polt's Ermittlungen laufen bei den verschlossenen Weinbauern äußerst zäh, doch der Wein löst die Zungen und er erfährt haarsträubende Dinge. Doch erst als im Dorf ein Unschuldiger des Mordes beschuldigt wird, klärt sich der Fall - oder doch nicht? Eine exzellente Krimipremiere, die zu Recht mit dem Glauser 1999 ausgezeichnet wurde.
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am 29. März 2015
„Polt muss weinen“ ist ein Roman von Alfred Komarek, der 2000 im Diogenes Verlag als Taschenbuch erschienen ist. Auf gerade einmal184 Seiten hat es der Gendamerieinspektor Simon Polt im Weinviertel an der Grenze Österreichs zu Tschechien mit einem unklaren Todesfall zu tun. Albert Hahn, ein allseits unbeliebter Zeitgenosse, ist in seinem Weinkeller durch Gärgas umgekommen. Fast widerstrebend nimmt der Dorfpolizist die Ermittlungen in dem Dorf auf, in dem er eigentlich jeden kennt und mit vielen mehr als nur bekannt ist.
Dieser Roman lebt von der Atmosphäre und nicht von der Spannung. Simon Polt, der Dorfgendarm, ist ein Teil der Gemeinde und so geht er auch diese Untersuchung an. Er spricht mit den Leuten und trinkt einen Wein mit ihnen. Ruhig, aber auch beharrlich sammelt er Informationen und zieht dann seine Schlüsse daraus. Über dem Dorf und seinen Bewohnern liegt eine traurige, leicht melancholische Grundstimmung. Wer kann, der verläßt das Dorf Richtung Großstadt. Es ist eine wunderbare Milieustudie, die uns der Autor an alltäglichen Szenen in eindrucksvoller Intensität nahe bringt.
Wer einen bluttriefenden Thriller mag, wird mit diesem Buch nicht bedient, wer aber einen ruhigen atmosphärisch dichten Roman mag, der kommt voll auf seine Kosten. Mich hat das Buch völlig gefangen genommen und ich werde mir weitere Episoden um diesen sympathischen Gendarmen zulegen. Es gibt 90/100 Punkte oder fünf von fünf Sternen und eine klare Leseempfehlung.
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TOP 1000 REZENSENTam 11. März 2012
Ich wurde erst durch eine angekündigte Autorenlesung auf Alfred Komarek aufmerksam und bei der Lektüre seines Werkes „Polt muss weinen“ eröffnete sich mir eine neue Welt. Eine Welt der österreichischen Kriminalromane, die faszinierend und für mich eine regelrechte Offenbarung ist. Als begeisterte Leserin von Agatha Christie, Anne Perry und Elizabeth George hatte ich keinen Augenblick daran gedacht, dass es auch in Österreich einen Autor geben könnte, der mit diesen Größen vergleichbar ist. Wie ich nun erkennen konnte, habe ich mich geirrt. Und zwar gründlich. Alfred Komarek ist brillant, sein Schreibstil großartig und er schafft es nicht nur, die Spannung bis zuletzt aufrecht zu erhalten, sondern glänzt auch mit liebevoll gezeichneten Charakteren und einer detaillierten Beschreibung von Umfeld und Gewohnheiten im Alltag der Protagonisten. Weiters vermittelt er viele Einzelheiten bezüglich der Besonderheiten der Region – allen voran den Weinkellern und Kellergassen Niederösterreichs. Großartig, absolut empfehlenswert und mit 5 Sternen versehen möchte ich diesen 1999 mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichneten Krimi um einen Mord in der Kellergasse des niederösterreichischen Weinbauerndorfes Brunndorf wärmstens weiter empfehlen.
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am 25. Dezember 2006
Alfred Hahn liegt tot in seinem Weinkeller - Gärgas! Eine Kohlenmonoxid-Vergiftung ist ein schneller, sanfter und bei einem Weinbauern fast schon natürlicher Tod, wie der Gemeindearzt meint. Allem Anschein nach hat es auch noch den Richtigen erwischt. Aber war es wirklich ein Unfall? Oder war es Mord? Motive, so stellt sich bald heraus, hätten viele!

Alfred Komarek, bekannter und vielbeschäftigter Kult-Autor, Essayist und Journalist, zeichnet in seinem ersten Polt-Kriminalroman das Weinviertel als eine einfache, archaische, schöne und bedrohte Welt. Er ist ein genauer Beobachter und Schilderer von Kulturlandschaften, also des Landes und seiner Menschen, die dieses Stück Erde hervorbringt und prägt.

Komarek ist ein Romantiker, ein Idylliker und Verklärer: er lässt die Dörfer vor unserem Auge wachsen, baut Weinstöcke plastische auf und zeigt Verständnis für die Sorgen und Nöte der Menschen ebenso wie für ihre Motive. Dieser Plot besticht durch seine Harmonie und Authentizität. Die Story ist langsam und bedächtig aufgebaut und entbehrt jeder übertrieben oder unangebrachten Dramatik. Die Protagonisten wirken echt und bei der Lektüre meint man ab und zu den Geruch des heran reifenden Weines in der Nase zu spüren.

Empfehlenswert ist dieses Buch vor allem für österreich- und weinliebhabende Krimifans, die weniger Wert auf einen spannungsgeladenen Thriller legen als auf feinfühlige Milieustudien vor kriminalem Hintergrund.

Lesen sie diesen wirklich nicht alltäglichen Kriminalroman zu einem Achterl Blauburger oder Grünem Veltliner - und vor allem auf Österreichisch!
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