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4.0 von 5 Sternen Gutes Album mit kleinen Schwächen
Westerhagen verkündet immer wieder wie einfach die Aufnahmen waren und wie Relaxt das alles ablief und ich glaube auch das man das hier bei den Aufnahmen hört. Viele gute Musiker, ein Westerhagen der gesanglich noch immer einer der ganz großen ist, dessen Stimme immer noch voll und gut ist.

Von der Seite passte alles zusammen und auch die...
Veröffentlicht am 24. November 2009 von Karlheinz

versus
44 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Warum den alten Zeiten hinterher trauern?
Marius Müller-Westernhagen hatte eine große Zeit. Seine ersten Alben waren Kult, insbesondere textlich. Die Musik kam ziemlich authentisch herüber - sie war Stimmungsmusik pur (zum Abhotten, zum Abhängen, zum träumen und auch ein wenig zum sich selbst darin wieder zu finden). Gefühle pur! Dafür: Danke!! Das haben nicht viele...
Veröffentlicht am 31. Oktober 2009 von Thilo Grimpe


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gutes Album mit kleinen Schwächen, 24. November 2009
Von 
Karlheinz (Frankfurt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Williamsburg (Audio CD)
Westerhagen verkündet immer wieder wie einfach die Aufnahmen waren und wie Relaxt das alles ablief und ich glaube auch das man das hier bei den Aufnahmen hört. Viele gute Musiker, ein Westerhagen der gesanglich noch immer einer der ganz großen ist, dessen Stimme immer noch voll und gut ist.

Von der Seite passte alles zusammen und auch die Veränderungen die MMW in den Jahren mitgemacht hat sind unverkennbar. Früher ein Rebel und gegen den Rest der Welt, wurde er immer angepasster und ist nun ein überzeugter Anzugträger.

Das der Rocker selten einen Anzug trägt versteht sich von selbst und so fehlt dieser Rockpart dieser CD auch größtenteils. Alles wirkt sehr brav (Musik und Texte) und es kommt nie ein wenig Spielfreude rüber. Es wirkt alles sehr steril und kühl. Aber es ist dennoch perfekt und gut, nur das dieses Zusammensetzung nicht funktioniert.

Natürlich gibt es die typischen Westernhagen Momente und auch wirklich gelungene Lieder, wie die Single "Zu lang allein". Eine nachdenkliche langsame Nummer wo Westernhagen authentisch rüber kommt. Oder "Typisch du" und "Ein Mann zwischen den Zeilen", die wirklich ins Ohr gehen und Westernhagen zeigen wie ich ihn und seine Musik mag.

Manches funktioniert dann aber leider nur bedingt, wie der Opener "Hey hey", der in Ansätzen ganz nett ist, aber nicht der Rocker ist, der er vielleicht hätte sein können. Manchmal geht es dann aber auch ganz daneben wie "Schinderhannes " zeigt.

Das Manko der CD ist, dass vieles nicht wirklich bis zum Ende umgesetzt ist. Da fängt ein Lied als Rocker an und man denke "WOW" und dann läuft es weiter und weiter bis es belanglos ist. Vieles einfach zu glatt produziert.

Wenn es ein paar Ecken und Kanten gäbe, dann wäre es ein wirklich tolles Album, aber so ist alles gut, aber doch nichts wirklich überragend.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Abbitte nach 4 Jahren: Gelungenes Album, 9. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Williamsburg (Audio CD)
Klar, Westernhagen ist nicht mehr der Rocker, der er zwischen 'Westernhagen' 1987 und 'Radio Maria' 1998 war: Respektlos und pointensicher, stonesaffin und affektiert, geil einfach. Mittlerweile fast 65 ist sein Williamsburg auch schon jenseits der 60er-Marke entstanden. Und dafür ist es trotz allem besser als zunächst angenommen. Musikalisch eher downgestrippt und reduziert, ein bisschen back to where it all came from. Mal bluesig (Wir Haben Die Schnauze Voll), mal balladesk (Liebeswahn), mal hymnisch (Zu Lang Allein). Anspieltipp sicherlich auch 'Ein Mann Zwischen Den Zeilen'. Also nach vier Jahren von einem Fan der ersten Stunde Abbitte: Williamsburg ist gut produziert, MMW hat versierte Musiker daselbst in Williamsburg rekrutiert, das Album ist seinem Alter angemessen und insgesamt durchaus gelungen. Jedenfalls deutlich besser hörbar als der Nachfolger Hottentottenmusik aus 2011, das versucht, die 'alten Zeiten' irgendwie live aufleben zu lassen.
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44 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Warum den alten Zeiten hinterher trauern?, 31. Oktober 2009
Von 
Thilo Grimpe (Porta Westfalica) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Williamsburg (Audio CD)
Marius Müller-Westernhagen hatte eine große Zeit. Seine ersten Alben waren Kult, insbesondere textlich. Die Musik kam ziemlich authentisch herüber - sie war Stimmungsmusik pur (zum Abhotten, zum Abhängen, zum träumen und auch ein wenig zum sich selbst darin wieder zu finden). Gefühle pur! Dafür: Danke!! Das haben nicht viele geschafft!!

Aber hätten heute wirklich noch Alben wie "Stinker" oder "Mit Pfefferminz ..." eine echte Chance auf dem Markt? Ich glaube nicht! Die Masse könnte sich nicht damit identifizieren, denn egal wie "roh" manche Texte waren, so gingen so doch tief! So kaufen natürlich primär die "alten" Marius-Fans seine Alben - immer mit der Hoffnung, er würde zu seiner alten Form zurückkehren.
Doch die ist lange vorbei, und auch Hr. Westernhagen muss nun auch dem Mainstream gerecht werden. Wie andere Altstars muss er den Spagat zwischen seinem langsam verblassenden Ruhm und dem Zwang / Drang, Neues zu präsentieren hinbekommen! Frei nach dem Motto: Wer nimmt einem reichen Punk noch die Punk-Einstellung ab? Wer nimmt einem Armani-Rocker noch seine Rock ab?

So produziert man also ein feines Album, mit einem Super Sound (wirklich), mit einer gefälligen Mischung aus (manchmal rockigen) Balladen (Typisch Du, Heute Nacht, Liebeswahn, Aus Dir Mutter) und einigen Stücken im Midtempo-Bereich (Wir haben die Schnauze voll, Hey Hey), manchmal etwas cool-modern (Schinderhannes, Mit beiden Füssen auf dem Boden), manchmal sogar ein wenig im Country-Style (Liebe stinkt).

Alles nicht schlecht, zumal Marius Stimme irgendwie nicht alt werden will (ob die wohl geliftet ist? :-), aber auch nicht wirklich gut.

Und gekoppelt mit einer optimalen Präsentation sowie einem niedrigen Preis (wogegen ich aber grundsätzlich nichts habe) kann man heutzutage seine Musik schnell und viel verkaufen. Doch auch ein Schnäppchen braucht ein Minimum an Qualität, um ein wirkliches Schnäppchen zu sein!

Ich persönlich weine keinem alten Marius hinterher! Ich brauche keinen aufgewärmten Marius, der mir alte Erinnerungen zurück bringt. Ich brauche Rockmusik, die mich jetzt trifft, jetzt mitrocken lässt. Und dieses Gefühl kann dieses Album nicht erwecken.
Dafür ein "ausreichend" oder ein "it's o.k." - mehr geht nicht!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hammer-Vinyl, 28. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Williamsburg (Doppel-LP) [Vinyl LP] (Vinyl)
Als alter HIFI Fan und Nostalgiker, neige ich dazu, mir Neuerscheinungen auf LP sowie auf CD zu genehmigen. Im Falle Westernhagens keinesfalls ein Reinfall. Ich betreibe die Bose 901er Serie an einem vernünftigen, alten Yamaha Verstärker, beide nutzen die Stärken dieser Vinyl aus. Ich habe selten so eine klare Pressung und so einen dynamischen Klang auf einer LP erlebt. Tiefe Bässe, kristallklare Höhen, der Sound deutlich wärmer und lebendiger als auf der CD. Das ich das noch erleben darf. Unbedingte Vinyl-Kaufempfehlung, nicht nur für Nostalgiker.... Auf Neudeutsch: Hammergeil!
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit 18....., 9. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Williamsburg (Audio CD)
rannte auch ich einst in Düsseldorf rum.....da ich nun mal dort geboren und aufgewachsen bin.
War zwar nie Sänger in einer Rock and Roll Band, aber immer mehr Rocker als Armani.
Müller-Westernhagen ist älter geworden....ich auch !
Aufgewachsen mit Pfefferminz und Sekt oder Selters hatte ich mich eigentlich schon beim Halleluja vom Taximann entfernt.
Und das ist eigentlich bis heute so geblieben....bis Williamsburg !
Danke Marius....seit heute mag ich Dir wieder zuhören.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein "echtes" Album, 24. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Williamsburg (Audio CD)
"Willamsburg" ist für mich eines der herausstechenden Alben des Jahres 2009. Nicht perfekt, aber richtig gut.
Diese Meinung spiegelt nicht unbedingt die Ansicht vieler anderer Rezensenten und Kritiker wieder. Allerdings empfinde ich die Argumentation, das Album sei zu wenig authentisch und Westernhagen sei zu brav und seelenlos als weit hergeholt.
Das Album als Ganzes ist deutlich authentischer als 99% dessen, was sich derzeit im Mainstreamstrom tummelt. Um genau zu sein, klingt es, "trotz" des hervorragenden Sounds, ganz einfach echt.
Jeder Song ist seinem Stil sofort zuzuordnen und die Spielfreude ist deutlich hörbar. Textlich war Westernhagen schon immer eher simpel, jedoch schräg, und gerade deshalb interessant und unverwechselbar, gestrickt. Das ist auf dem neuen Album nicht anders. Und wenn man die oft zitiertetn Negativbeispiele im Kontext sieht, machen sie "nur" den bekannten Westernhagen aus.
Es wäre schon albern, wenn man heute noch einen rebellischen Rocker erwarten würde, der von versoffenen Taxifahrten singt. Dabei sei angemerkt, dass der Text vom "Taximann" dem Hörer ebenfalls eher ein Schmunzeln ins Gesicht zaubert, als er sich als Vorlage für eine schulische Abhandlung eignet.
Ihm überhaupt übel zu nehmen, zum "Anzugträger" mutiert zu sein, halte ich für unnütze Aggressionen, die nur dazu führen, dass man sehr gute Musik verpasst. Wo wären U2 oder gar die Beatles gelandet, hätten sie nicht gleich mehrfach einen solchen Wechsel vollzogen. Ganz zu schweigen von der inhaltlichen Qualität, vor allem vieler Beatlestexte.
"Williamsburg" klingt ganz nach der Intention, ein Album zu produzieren, des Albums und der Musik willen. Ein Nr.1 Album ist es im Jahr 2009 sicher nicht. Ein echtes Werk dafür umso mehr.
Der einzige wirkliche Schwachpunkt, den ich vergeben muss, ist der, dass es nach Westernhagens eigener Aussage ein "Album" und keine Ansammlung einzelner Songs sein solle. Allerdings wirft man nach einer solchen Aussage nicht zwei Versionen, von denen die eine einen Song mehr enthält, auf den Markt.
Fazit: "Williamsburg" ist ein Album für Musikfreunde, denen vielleicht nicht alles gefällt, was ihnen im Radio vorgesetzt wird, und die sich nicht mit "Popstars" identifizieren können.
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42 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gepflegte Langeweile..., 23. Oktober 2009
Von 
O.P. "Kopfkino" (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Williamsburg (Audio CD)
...überkam mich beim hören von Williamsburg. Gepflegt weil es wirklich gut PRODUKTziert wurde, einen satten Sound hat und gute Musiker am Start waren. Langeweile weil es keine richtig guten Songs hat - und auch keine richtig Schlechten. Alles ist mittelmaß. Ich weiß auch nicht, früher war Westernhagen für mich der Junge von der Straße, ein sympatischer Typ der was drauf hatte aber irgendwie wie ein Loser rüberkam. Seine Musik war roh, seine Texte auch. Zu dieser Zeit sprach er eine Sprache die ich gut verstehen konnte, sowie zig tausend andere Jungs auch. Als er an der Spitze seines Erfolges angekommen war, meines Erachtens war es die Halleluja Tournee mit dazugehörigen Album, war er nicht mehr der Junge von der Straße sondern der erfolgreichste Sänger Deutschlands. Man sah Westernhagen nur noch im Designer Anzug, bei Livegigs drehte er dem Puplikum den Rücken zu, stüzte seine Hände in die Hüften, streckte seinen Allerwertesten heraus und wackelte mit selbigen hin und her - Imagepflege! Er umgab sich nur noch mit Prominenz, sogar in seinen Videos. Der Junge von der Straße war zum reichen Schnößel mutiert. Was aber eigentlich das Traurige an der ganzen Sache ist, seine Musik litt darunter. Seit Halleluja hat er für meinen Geschmack nichts mehr rausgebracht was irgendwie an seine alten Sachen rankam.

Und heute, als ich dieses Jahr zum erstenmal was von Westernhagen sah, da war es ein Plakat an einer riesigen Wand - von der Bildzeitung! Ein zeitgemäßes schwarz-weiß Bild von Westernhagen mit dem Text in seiner Handschrift: Ist die Bild kritikfähig? oder ist das alles hier nur Werbung?
Vielleicht kann ich ihm helfen, denn ich glaube ich weiß es: Werbung!
Und die hört auch nicht auf, Radio, Talkshows, Entertainmentshows...
Wäre ja alles eigentlich ok, wenn es ein hammer Album geworden wäre. Dieser ganze Aufwand verpufft aber wenn der letzte Song zuende geht und man sich fragt,"Hmm, bin ich in der Mitte kurz eingeschlafen?"
Nein, bin ich nicht. Man vergißt die Songs nur wieder sofort nach dem sie vorbei sind, zu belanglos das Ganze.
Schade-schade, hätt er doch bloß nie so viel Erfolg gehabt... ;)
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen CD ist tot - es lebe die Schallplatte, 21. Mai 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Williamsburg (Doppel-LP) [Vinyl LP] (Vinyl)
Nun - Westernhagen mag man oder man mag ihn nicht. Gekonnt hat er es über viele Jahre hinaus verstanden sich zwischen anspruchsvollem deutschen
Rock'n Roll und Mitklatschschlagern wie "Pfefferminz und Sexy" zu bewegen.
Einige seiner Texte waren und sind ebenso anspruchsvoll wie ergreifend. Williamsburg zeigt mir einen gereiften, sozialkritischen Westernhagen.
Er drückt hierbei nicht so sehr auf die intellektuelle Tube sondern beschreibt vielmehr in gängigen Worten die Gefühlswelt, Sehnsüchte sowie die
oft empfundene Ohnmacht vieler Menschen.
Hierbei lässt er es richtig groven, wie bei "Hey Hey" und auch der Rock kommt nicht zu kurz.
Sehr schöne und eingängige Balladen findet man in "Heute Nacht" und in "In dir Mutter".
Zum Glück hat man auf zu viel digitale Bearbeitung verzichtet, wodurch ein sehr warmer, kräftiger, sauberer, intimer und unkomprimierter Sound entsteht.
Das findet man heute nur noch sehr selten. Die Instrumentierung aus Schlagzeug, Bass, Gitarren und eine Prise Rockorgel macht das Hör-Erlebnis perfekt.
Die CD kann man sehr gut hören, bleibt aber eben doch das emotionsbefreite, digitale Medium.
Die Vinylversion (Schallplatte) jedoch macht Williamsburg zum ergreifenden Hörerlebnis. Der Klang ist hier deutlich wärmer und hat mehr räumliche Ausdehnung.
Gefühlsmäßig empfindet man den Klang auch als sauberer und natürlicher. Eine sehr saubere Pressung ohne Nebengeräusche macht die Sache perfekt.
Vorsicht - mit einem USB-Plattenspieler für 99 Euro vom Blödmarkt ist das allerdings so nicht möglich.
Wer nur CDs oder MP3-files konsumiert, wird leider nicht in den Genuss kommen das zu hören und damit sehr viel versäumen.
Für Westernhagen Fans und Klangästheten ist diese Scheibe ein Muss.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Augenöffner, 14. Dezember 2009
Unerwartet homogene Scheibe, über deren 12 Titel sich ein Klangteppich ausbreitet, von dem man sich gerne umfangen lässt. Vielmehr ein Album als eine Reihung von Songs - somit benötigt Williamsburg vielleicht etwas Eingewöhnungszeit, der Wert der Platte ergibt sich mehr aus dem 54 Minuten langen, lückenlos verbreiteten Flair als bestimmten Stücken. Wenn ich - wie in "Liebeswahn" besungen - nachts wachliegen und über das Leben sinnieren würde, dies wäre die Hintergrundmusik. Die wunderbare Produktion höre selbst ich als Laie heraus, es "klingt" schlicht und einfach von allen Seiten. Die Teils etwas holprigen Texte ergeben sich meiner Meinung nach eher aus dem nicht vorhandenen Kontext - wenn ich Westerhagen-Lyrics lese, muss ich ab und an unfreiwillig schmunzeln, aber so gesungen wie hier kann der Mann mir so ziemlich alles andrehen.

Ich besitze bisher kein Album von Westernhagen - dies wird mein erstes.

Für offen gebliebene Fans und Freunde hochklassig produzierter, anspruchsvoller Singer-/Songwriterkunst schlicht empfehlenswert.
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3.0 von 5 Sternen Leider nur Mittelmaß, 8. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Williamsburg (Audio CD)
Nach fünf Jahren Abstand darf man sich auch als Fan an eine objektive Bewertung wagen. Zur Veröffentlichung erschien mir 'Williamsburg' nach dem sehr dürftigen 'Nahaufnahme' wie eine Wiedergeburt - zurück zu den rockigen Songs, zurück zu den provokanteren Texten. Heute jedoch, mit reichlich Abstand, denke ich: wirklich guter Rock ist das nicht, und auf die Texte sollte man besser auch nicht achten.

Nun gut, er röhrt wieder wie einst, die Gitarren haben ihren Einsatz - aber sonst? Nichts neues, nichts überraschendes, dafür aber viel magerer Durchschnitt. Exemplarisch dafür steht "Wir haben die Schnauze voll": ein solider Blues-Stampfer in ZZ-Top-Manier, der zunächst begeistert, aber nach mehrmaligem Hören in der Belanglosigkeit versumpft. "Zu lang allein" oder "Typisch Du" dagegen offenbaren ihre Trivialität (musikalisch wie textlich) bereits beim ersten Hördurchgang. Und von den Balladen, stets haarscharf am Schlager vorbeischrammend, möchte ich gar nicht erst reden; mancher Song - beispielsweise "Heute Nacht" - würde in den Samstag-Abend-Volksmusik-Shows gar nicht sonderlich auffallen.

Dabei ist die Band, die sich Westernhagen für sein x-tes Comeback zusammengestellt hat, handwerklich wirklich gut, und auch die Aufnahmequalität ist beinahe audiophil. Nur kann beides nicht über den Mangel an wirklich guten Songs hinwegtrösten. Und jene sind es letztendlich, dank denen sich ein Album auch langfristig in den Gehörgängen festkrallen kann - 'Williamsburg' hat dies bei mir leider nicht geschafft.
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