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TOP 500 REZENSENTam 23. Mai 2012
... wenn Sie allerdings ein Faible für Angler beziehungsweise andere liebenswerte Spinner, Filme abseits des üblichen Hollywood-Mainstream und leicht skurrilen britischen Humor im Stil des für meine Rezensionsüberschrift gemopsten Filmzitates haben, dann sollten Sie sich Lasse Hallströms neuen Film "Lachsfischen im Jemen" nicht entgehen lassen.

Der etwas verhuschte, mit einer karrierefixierten, zumeist abwesenden Ehefrau und einem nervigen Chef geschlagene Fischexperte Dr Alfred Jones (Ewan McGregor) glaubt zunächst an einen schlechten Scherz, als die Investment-Agentin Harriet Chetwode-Talbot (Emily Blunt) im Auftrag eines ihrer Klienten, eines jemenitischen Emirs, seinen fachmännischen Rat zur Ansiedlung von Wildlachsen in dessen Heimat einholen will.
Als jedoch die intrigante Presseberaterin (herrlich zickig und intrigant: Kristin Scott Thomas) des britischen Premierministers von der Geschichte erfährt, wittert sie eine "positive Nahostgeschichte, bei der endlich mal nichts explodiert" und zusätzliche Wähler aus Anglerkreisen, wenn der Premier dieses eigenwillige anglo-arabische Projekt pressewirksam unterstützt, und so lässt sie all ihre Kontakte spielen, damit zusammen mit den Lachsen auch Dr Jones in den Jemen "ausgewildert" und wider Willen zum Projektleiter des seltsamen Unternehmens ernannt wird...

Daß "Lachsfischen im Jemen" so wenig beworben wird, ist bedauerlich, schafft der als "Tragikomödie" ausgewiesene Film doch einen rundum gelungenen Spagat zwischen leicht schrägem britischen Humor, bezaubernder Romanze und "Wohlfühlfilm" um die ungewöhnliche Freundschaft zwischen zwei sehr unterschiedlichen Männern, denn zum Erstaunen von Dr Jones (und des Zuschauers) entpuppt sich der angelbegeisterte Emir nicht als exotischer Spinner mit zu viel Geld, sondern als ebenso traditionsbewusster wie auch ausgesprochen aufgeklärter und visionärer Herrscher, der sich mit seinen fortschrittlichen Ideen allerdings selbst im eigenen Land nicht nur Freunde macht.
Alles in Allem ist "Lachsfischen im Jemen" zwar trotz seines ausgesprochen ungewöhnlichen Plots ein recht konventioneller Film und unverbesserliche Nörgler werden, wenn sie nur lange genug suchen, durchaus das eine oder andere zu bekritteln finden.
So ist die Botschaft "Lebe Deinen Traum" zwar ebensowenig neu wie das Credo "Glauben ist Wissen mit dem Herzen und vermag Berge zu versetzen"; auch die Tatsache, daß Dr Jones zum Lebensretter des Emirs werden wird und die von Beginn an eher unsympathische Darstellung von Alfreds Ehefrau, die recht durchschaubar die Sympathien des Publikums auf das absolut bezaubernde Leinwandpärchen Ewan McGregor und Emily Blunt lenkt, sind nicht wirklich neu und originell.
Abbruch tut dies dem Filmvergnügen jedoch in keiner Weise.
Es darf herzhaft gelacht werden, zum Beispiel, wenn der gefrustete Alfred sein eheliches Leid seinen Koifischen klagt und das Foto seines Chefs als Zielscheibe für Angelwürfe benutzt, aber auch von den leicht sentimentalen Momenten lässt man sich gerne gefangen nehmen und wird vielleicht sogar das eine oder andere Tränchen der Rührung verdrücken.
Ob der Traum vom Lachsfischen im Jemen am Ende Wirklichkeit wird, müssen Sie selber sehen, aber bis es soweit ist, hat der Film seine altbekannte Botschaft so herzerfrischend, kurzweilig und charmant herübergebracht, wie man es schon lange nicht mehr auf der Leinwand gesehen hat:
Der Weg ist das Ziel, und Träume zu haben und für sie zu kämpfen, kann manchmal wichtiger sein als deren letztendiche Durchführbarkeit.

Für mich eines der Highlights des bisherigen Filmjahres 2012 und eine ganz klare Empfehlung!
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am 16. Oktober 2012
Schon der Titel ist seltsam -"Lachsfischen im Jemen"- was soll das für ein Film sein?
Ehrlich gesagt habe ich auch beim Ansehen des Trailers nicht wirklich verstanden, worum es gehen sollte, aber irgendwie gefiel mir etwas an den Szenen, die er zeigte. Dabei ist es doch eigentlich so einfach: Ein angelbegeisterter Scheich will in seinem Heimatland, dem Jemen, Lachse angeln und das geht nur, indem man in dem trockenen Gebiet mit einem riesigen Aufwand einen künstlichen Flusslauf schafft, in dem man versucht Lachse anzusiedeln.

Besonders dem Fischzuchtexperten Dr. Alfred Jones erscheint diese Idee des Scheichs zunächst schier wahnsinnig und unmöglich. Die Investment-Bankerin Harriet Chetwode-Talbot schafft es jedoch mit viel Hartnäckigkeit, ihn für das Projekt zu gewinnen. Während Jones sich mehr und mehr auf das Abenteuer Lachsfischen im Jemen einlässt, findet er mehr und mehr zu sich selbst und desto enger wird sein Verhältns zu Chatwode-Talbot und dem Scheich. Er wird sich bewusst über die Beziehung zu seiner Frau und über sein Leben, seine Wünsche, seine Freiheit...

"Lachsfischen im Jemen" ist letztlich kein Film über das Angeln, Lachse oder den Jemen. Es ist vielmehr ein Film über das Glauben. Der Glaube daran, dass man seine Träume verwirklichen kann, führt die Menschen in diesem Film zusammen und lässt sie Unmögliches schaffen.
Durch seine Liebenswürdigkeit (besonders vermittelt durch die tollen Schauspieler Ewan McGregor, Emily Blunt und Amr Waked), seinen feinen Humor, die wunderschönen Bilder und die sanfte Art zu erzählen schafft es der Film, dem Zuschauer ein warmes Gefühl in die Seele zu zaubern und ihm etwas mit auf den Weg zu geben.

Dieser Film ist mal etwas anderes als all die ewig gleichen Hollywoodfilme und wirklich sehenswert!
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am 21. Mai 2012
Ich beziehe mich nur auf den Film, den ich gestern sehen durfte.

Das ist einer dieser Filme, den ich mir auf Grund des Titels niemals angesehen hätte. Freunde sei Dank, konnte ich diesen feinen, ruhigen, lustigen (nicht im Sinn von Klamauk) Film ansehen der vor Allem durch die Dialoge lebt.

+

Inhalt:
Der jemenitische Scheich Muhammed ibn Zaidi bani Tihama (Amr Waked) hat genug Kleingeld und eine Vision:
Er möchte den Jemen mit Wasser und mit Fisch (nämlich Lachs) versorgen.

Mit Hilfe von Harriet Chetwode-Talbot (Emily Blunt), die den Wissenschaftler Dr. Alfred Jones (Ewan Mc.Gregor) um seine Meinung bittet, kommt das Projekt erst in Fahrt, als die Pressechefin des Premierministers, Patricia Maxwell(Kristin Scott Thomas) davon erfährt. Sie benötigt nämlich dringend positive Nachrichten aus dem arabischen Raum.
Dr. Jones der das Projekt anfangs vollkommen ablehnt, darf wählen: Entweder er macht bei sehr gutem Gehalt mit oder er wird gefeuert.

In der Folge wird er aber immer mehr vom Optimismus von Harriet Chetwode-Talbot und der visionären Sicht von Scheich Muhammed ibn Zaiti bani Tihama angesteckt.
.
Eine romantische Komödie, dargeboten mit englischem Humor, gewürzt mit einigen sehr feinen politischen Spitzen, die durch ihre liebenswerten Darsteller lebt.

Wohlfühlkino vom Feinsten.

Eine wohltuende Abwechslung und Erholung vom Schnittfeuerwerkt amerikanischer Filme.

Von mir eine glatte 5-Sterne-Angelegenheit
33 Kommentare|45 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Juni 2014
Ein stiller, zurückhaltender, gefühlvoller Film über die Kraft der Träume und des unerschütterlichen Glaubens an eine Idee.
Der britische Humor kommt hier sehr britisch, nämlich pointiert und im perfekten "Understatement". Da muss man schon genau hinhören!
Die Story ist herrlich skurril, die Schauspieler erstklassig – und auch wenn man irgendwie eine Ahnung hat, wie es kommen wird, so ist die Regie und das Drehbuch so intelligent die Klippen des Schmalzes gekonnt zu umschiffen.
Genau das richtige für einen romantischen Abend zu zweit.
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am 24. August 2014
Die Beschreibung klang ziemlich gut. Leider war die Geschichte dann überhaupt nicht emotional mitreißend. Stellenweise habe ich mich gelangweilt. Man hätte sicher was draus machen können, aber so war es irgendwie seltsam überladen.
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am 9. Juni 2013
Die erste halbe Stunde, macht der Film richtig Spaß. Später wird der Film aber zusehends flacher. Die Story ist ab einem gewissen Punkt absolut vorhersehbar. Der Humor bis auf ein paar Ausnahmen an den Haaren herbei gezogen.
Mir ist nicht ganz klar, was der Film sein soll. Eine Komödie? Dazu ist er nicht witzig genug? Eine Wirtschaftsstory, dafür fehlt Tiefgang! Eine Liebesgeschichte? Dafür ist er nicht romantisch genug... So ist es weder Fisch noch Fleisch.

Ewan Mc Gregor spielt wirklich grandios, aber das kann nicht über das (imo) schlechte Drehbuch hinwegtäuschen. Sehr schade, denn aus der Story hätte man wesentlich mehr machen können. Der Film hält nicht, was der Trailer verspricht...
Vielleicht waren auch meine Erwartungen einfach zu hoch.

Der Film ist für mich einfach nur Durchschnitt (2,5 Sterne). Für einen Abend im Fernsehen okay, bereue es aber ihn auf blu-ray gekauft zu haben und würde vom Kauf eher abraten.
Schwanke daher zwischen zwei und drei Sternen, vergebe hier aber einfach mal nur zwei, da er ansonsten ja recht gut bewertet wurde.
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am 4. November 2012
- er hört sich dermaßen unmöglich und paradox an (so wie "Reiten auf dem Mount Everest" oder "Schwimmen in der Sahara") , dass ich nicht glaubte, dass das etwas Ernsthaftes sein könne. Schließlich habe ich mir den Film doch zugelegt und konnte feststellen, dass er schön ist. So schön, dass ich ihn mir direkt zweimal angesehen habe. Er ist gut gemacht, schon vom Drehbuch her. Es gibt z.B. interessante Parallelitäten. So gibt es ziemlich gegen Anfang eine Szene, in der alle Leute incl. Alfred in eine Richtung gehen, bis Alfred sich besinnt und in die andere Richtung geht. Das ist natürlich zunächst einmal ein Bild für die Handlung. Alfred glaubt zunächst wie alle anderen, dass das Projekt vollkommener Unsinn ist, ändert aber dann seine Meinung und "schwimmt gegen den Strom". An diese Szene wird man dann aber auch gegen Schluss erinnert, als die Lachse zuerst alle stromabwärts schwimmen, bis einer die Richtung wechselt und stromaufwärts schwimmt, und alle anderen es ihm nachtun - diese Parallelität ist sicher kein Zufall. Es kommen mehrere dieser Subtilitäten vor. Man merkt die Meisterschaft von Regisseur Lasse Hallström, die ich im Film "Ein ungezähmtes Leben" schon schätzen gelernt habe.
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am 23. April 2016
Wer auf Angeln, tolle Naturszenen, Liebe und die höfliche Art der englischen Kommunikation steht, sollte sich den Film nicht entgehen lassen. Bei dem Filmtitel dachte ich mir schon seit langem":Oh Gott, was verbirgt sich denn dahinter?!"
Allerdings schon von Beginn an, begeisterte mich die schauspielerische Leistung. Die Story hat nichts mit einem übichen Hollywood-Film zu tun, braucht sie auch nicht da diese so, zu einem ganz einzigartigem Film geworden ist der nicht überzogen, auf natürliche Art überzeugt. Auch die gastfreundliche, abendländiche Kultur wird einem in diesem Film näher gebracht.
Alles in allem finde ich diesen Film absolut empfehlenswert.
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am 26. Mai 2012
(Kinoversion)

Lasse Hallström, der uns so wunderbare Filme wie "'Gilbert Grape"', "'Chocolat"' und "'Gottes Werk und Teufels Beitrag"' geschenkt hat, ist auch mit '"Lachsfischen im Jemen'" wieder ein gelungener Beitrag zum britischen Independentkino geglückt. Die Geschichte, die er hier erzählt, ist so seltsam wie ihr Titel, funktioniert dafür aber erstaunlich gut. Kleine Abzüge in der B-Note gibt es für den nicht wirklich überraschenden Storyverlauf, die etwas sehr seichte und biedere Romanze zwischen den Hauptakteuren und die unglaubwürdige Grundidee, auf der das Storykonstrukt fußt. Pluspunkte gibt es dafür für einen wunderbar selbstironischen Ewan McGregor in Strickjacke und Pullunder, spritzige Dialoge aus der Feder von Simon Beaufoy ('"Ganz oder gar nicht"', "'Slumdog Millionär"') nach der Buchvorlage von Paul Torday und eine Kristin Scott Thomas ("'Der englische Patient"', '"Die Schwester der Königin"'), die so ätzböse ist, dass es richtig Spaß macht, ihr beim Gift und Galle spucken zuzusehen.

Scheich Muhammad (Amr Waked, "'Syriana"'), der trotz seines eher trockenen Herkunftslandes Jemen ein begeisterter Angler ist, will mithilfe eines Staudammes 10.000 Lachse in sein Land importieren und dort ansiedeln. Damit will er zum einen seinem Volk den Angelsport näher bringen und zum anderen mit seinem Bewässerungsplan die landwirtschaftlichen Bedingungen seines Landes verbessern. Also beauftragt er seine Anlageberaterin Harriet (Emily Blunt, '"Der Teufel trägt Prada"'), den Fischzuchtexperten Dr. Alfred Jones (Ewan McGregor, "'Perfect Sense"') für seine Idee und deren Umsetzung zu gewinnen. Der spießige Doktor jedoch kann dieser absurden Idee rein gar nichts abgewinnen und weigert sich, Harriet und den Scheich zu unterstützen. Also schaltet sich die PR-Beraterin des britischen Premierministers, Patricia Maxwell (Kristin Scott Thomas), ein, die aufgrund einiger unschöner Zwischenfälle in Afghanistan dringend auf der Suche nach einer "'anglo-arabischen Geschichte, bei der mal nichts explodiert"' ist. Das wahnwitzige Projekt kommt ihr daher wie gerufen, da es absolute Gewaltfreiheit und positive PR für England verspricht. Notgedrungen muss sich Alfred also in sein Schicksal fügen und zusehen, wie er zum (politischen) Wohl seines Landes Lachse in die Wüste kriegt'...

Die Geschichte klingt erstmal wirklich ziemlich absurd, oder? Ein angelnder Scheich, der mitten in der Wüste einen See für Lachse anlegen will? Ein kauziger Fischexperte, der sich mit Händen und Füßen gegen diese vermeintlich bescheuerte Idee sträubt, da er genug damit zu tun hat, seinen Chef zu hassen und seine nur noch auf dem Papier bestehende Ehe zu beklagen? Eine Anlageberaterin, die sich ausgerechnet in den Soldaten verliebt, der drei Wochen nach ihrem Kennenlernen in den Krieg abberufen wird? Ganz schön bunte Mischung, sollte man meinen. Und dafür ist '"Lachsfischen im Jemen"' teilweise erstaunlich bieder umgesetzt. Auch hätten hier 90 statt 107 Minuten Filmlänge ausgereicht, um diese Geschichte zu erzählen. Die Nebenschauplätze wirken teilweise recht beliebig (Alfreds Eheprobleme, Patricia Maxwells Familienleben, sogar die Lovestory um Harriet und ihren Soldaten) und manches Mal bleibt die Story buchstäblich im Staudamm des Geschehens stecken.

Glücklicherweise hat Simon Beaufoy dort, wo er bei der vorhersehbaren Geschichte dramaturgisch geschlampt hat (vielleicht lag es aber auch an der zugrunde liegenden Buchvorlage), bei den Dialogen wieder deutlich aufgeholt. Besonders Ewan McGregor und Kristin Scott Thomas wurden hier so wunderbar ironische sowie bitterböse Sätze auf den Leib geschrieben, dass es nur so kracht. Auch der reformfreudige, weise und friedliche Scheich schwimmt erfolgreich gegen den Strom der arabischen Bösewichter an, die man sonst gerne in Filmen verwendet und darf einige sehr kluge Sachen sagen. Die Dialoge sind also eindeutig besser als die zwar ungewöhnliche, aber konventionell umgesetzte Geschichte, was "'Lachsfischen im Jemen"' nicht ganz dem Fluch der Durchschnittlichkeit preisgibt.

Es gibt allerdings auch Längen und nicht sonderlich gut oder sauber ausgearbeitete Charaktere. Soldat Robert (Tom Mison, '"Zwei an einem Tag"') bleibt genauso blass wie Alfreds Vorgesetzter oder Alfreds Frau Catherine. Und auch die arabisch-fanatischen Terrorsequenzen, die offenbar nicht fehlen dürfen, um auch ganz klar schwarz von weiß unterscheiden zu können, sind eigentlich überflüssig und ziemlich plakativ. Schlussendlich ist die Verhaltenheit, mit der sich der introvertierte Fischexperte und die semi-selbstbewusste Anlageberaterin näher kommen, zwar ganz niedlich, aber der erwachsene Zuschauer hätte sich vielleicht doch ein wenig mehr Nähe und Eindeutigkeit mancher Szenen gewünscht. Und warum Ewan McGregor sich die Zähne hat überkronen lassen, möchte ich auch mal gerne wissen, das nimmt ihm ein klein wenig seines schottischen Charmes, zu dem seine leicht schiefen Zähne eindeutig beigetragen haben.

Nun denn, '"Lachsfischen im Jemen"' ist ein charmanter kleiner Film und sicherlich kein unnützer Zeitvertreib. Schräger Humor, wunderbar ironisch-sarkastische Dialoge und eine latent absurde Grundidee geben dem Film viel von seinem Charme. Dieser wird durch teilweise recht eindimensionale Charaktere, eine vorhersehbare Story und eine etwas zu träge anlaufende Romanze latent ausgebremst, so dass sich in der Summe ein recht guter Film ergibt, der zwar nicht sonderlich aufregend ist, aber dennoch überwiegend gut unterhält. Ergo sehr gute drei von fünf Lachsen, die fröhlich gegen den Strom schwimmen und durch die Wüste hüpfen.
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am 23. Juli 2013
Ein schöner, gewaltfreier Film für einen entspannten Filmabend.
Witzige Geschichte, gut gespielt. Schöne Landschaftsaufnahmen.
Wer anspruchsvolles, tiefgründiges Kino erwartet, hat hier den falschen Film gewählt. Er ist einfach nur schön anzusehen.
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