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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Die bunten Hunde des Rock N'Roll ...", 30. Juni 2012
Von 
Asphaltwolf (4942 Meilen bis Graceland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Hollywood Forever (Audio CD)
So lautet eine Zeile aus Werbeanzeigen zu dem Album von 2001 "Man In The Moon". Warum mir gerade diese zu "Hollywood Forever", 11 Jahre später, einfällt? Nun, beim Anhören der neuen Scheibe ist mir in Nuancen immer wieder aufgefallen, wie sehr die L.A. Guns immer noch für ihre Musik alle möglichen Elemente verschiedener Interpreten des Rock N'Rolls zusammenklauen, ohne ihre eigene Identität zu verlieren. Aber vielleicht einmal der Reihe nach ....

Zuallererst halte ich das Vorgängeralbum "Tales From The Strip" für einen regelrechten Klassiker der Neuzeit, es gehört zweifellos zu meinen absoluten Lieblinges-Alben (da gibt's viele, aber wohl die meisten wurden vor 1993 veröffentlicht) und dementsprechend groß waren meine Erwartungen an das neue Album, zumal vorab aus dem L.A. Guns-Lager zu vernehmen war, dass es sogar besser ausgefallen sei. Nachdem ich unter amazon die Gelegenheit genutzt hatte, vorab Ausschnitte des gesamten Albums anzuhören, musste ich meine Erwartungen ein wenig herunterschrauben. Was die Vorfreude allerdings nicht dämpfen konnte, hehe :-)

Die Grundstimmung auf "Hollywood Forever" ist ein wenig düsterer als auf "Tales ..", das Album ist im Vergleich dazu auch etwas ruhiger ausgefallen, in seiner Gesamtheit erinnert es mich dabei durchaus ein wenig an "Hollywood Vampires", was am düsteren 70iger-Jahre-Hard-Rock-Anstrich des 1991er Werkes, aber vielleicht sogar auch am Titel liegen könnte. Die Produktion ist auf jeden Fall wuchtiger als 1991 ausgefallen, so wie man es von den L.A. Guns seit 2002 mit "Waking The Dead" kennt. Ich habe irgendwo gelesen, dass eben selbige nicht besonders gut sei, aber diese Meinung kann ich nicht teilen - seit 2002 knallen die L.A.-Kanonen ziemlich massiv und druckvoll aus meinen Boxen, aber immer noch mit Ecken und Kanten. Im Grunde genommen zeitlos und durchaus erstklassig.

Der Titelsong und Opener geht gut nach vorne los, ganz dezent schimmern dabei Van Halen und 70iger-Jahre Glam-Rock durch, beim Solo fühle ich mich ganz kurz an Iron Maiden erinnert, ist auf jeden Fall ein guter Einstieg ins Album. Die erste Single, "You Better Not Love Me" mag unspektakulär erscheinen, hat sich mir aber blitzschnell im Gedächtnis festgesetzt und gehört für mich zu den Highlights. Hätte so sicherlich auch auf "Tales.. " stehen können, irgendwo hat jemand geschrieben, es "klänge wie eine Single-B-Seite von 2005". Naja .. kann ich nicht so sehen. "Eel Pie" ist mit einem besonders schmutzigen Riff und jeder Menge Groove ausgestattet, vereinzelt erinnern mich die Gitarren an das Spiel von Zakk Wylde. "Sweet Mystery" & "Underneath The Sun" sind ruhigere Songs, die man von den L.A. Guns über die Jahre hinweg immer mal wieder hören konnte, natürlich nicht 1 zu 1, aber manche Melodien, Riffs & Arrangements hört man eben nicht zum ersten Mal. Nicht sonderlich herausragend, aber ok. "Burn" ist ebenfalls ein etwas ruhigerer Titel mit interessanten Riffs und Melodien, lässt mich ein wenig an Black Sabbath, Alice Cooper und Deep Purple erinnern (nicht an den Deep-Purple-Song gleichen Namens), gehört für mich auch zu den Highlights. "Dirty Black Night" auch, die Nummer ist eine regelrechte Hard-Rock-Riff-Dampfwalze, die ein wenig an Danzig (ja, "Dirty Black Summer") erinnert und deren Main-Riff sich ein wenig an Metallica's "Enter Sandman" anlehnt. Ein wenig ist gut, hehe. "Vine St.Shimmy", "Queenie", "Crazy Tango", "Venus Bomb" & "I Won't Play", sind gute, aber keine herausragenden L.A.Guns-Rock N'Roll-Nummern, deren Riffs und Gitarrenspiel mal ein wenig an Aerosmith (etwas mehr), an Lynyrd Skynyrd (etwas weniger), an Chuck Berry (wieder etwas mehr) erinnern. Auf jeden Fall macht es mir irgendwie Spaß, dem Album zuzuhören und einzelne, bekannte Details wiederzuerkennen.

Wenn ich hier so dominant schreibe, dass mich dies daran erinnert und das daran, dann bedeutet das nicht, dass die L.A. Guns keine eigene Identität hätten (die ist schon fast allein durch die Stimme von Phil Lewis gegeben), sondern hat eher damit zu tun, den bunten Hard-Rock der L.A. Guns zu veranschaulichen. Das Album schließt mit "Araña Negra", ein Cover eines Liedes einer argentinischen Rockgruppe namens Bicicletas, das Phil Lewis aus Südamerika mitgebracht hatte, und von ihm auf Spanisch gesungen wird. Der Song fügt sich gut ein und kommt recht sleazy und versaut rüber. Das Original kenne ich allerdings nicht. Bei der Vinyl-Pressung von "Hollywood Forever" ist zu beachten, dass mit "Venus Bomb", "Underneath The Sun", "Vine St.Shimmy" und "Araña Negra" gleich vier Titel fehlen. Mit "Rattlesnake" gibt es noch einen Bonus-Track für Japan, der zwar rockt, allerdings verzichtbar ist.

Im Grunde wollte ich 5 Sterne vergeben, weil mir das Album in seiner Gesamtheit - trotz aller Zitiererei klingt das Album wie aus einem Guss - sehr gut gefällt, und "Tales From The Strip" eigentlich eine kapitale 6 von 5 möglichen Sternen ist. Qualitativ befinden sich die L.A. Guns mit "Hollywood Forever" weiterhin auf einem hohen Level, nichtsdestotrotz können mich die einzelnen Songs nicht so sehr mitreißen, wie es die Nummern auf "Tales.. " vermochten. Als L.A.Guns-Anhänger wird man jedoch nicht enttäuscht sein, schätze ich.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 4 oder 5 Sterne..., 7. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hollywood Forever (Audio CD)
... das war die Frage, die sich am Ende noch stellte. Nach dem 2005er Studioalben "Tales from the Strip", welches fuer mich in der Breite das beste L.A. Guns Album ueberhaupt ist, war es natuerlich schwer, diese Marke zu uebertreffen. Zunaechst fragt man sich auch,ob das Thema "Hollywood" nicht langsam etwas ausgelutscht ist: Hollywood Vampires, Tales from the Strip, Hollywood Forever: ein anderes Thema als Albumtitel waere mal an der Zeit.
Beim Hoeren war das Album am Anfang nicht so zugaenglich wie "Tales from the Strip", auch weil die Songs in Summe duesterer sind. Nach mehrmaligen Hoeren haben sich fuer mich die folgenden Highlights herauskristallisiert: Der flotte Opener "Hollywood Forever", "You better not love me" mit seinem typischen L.A. Guns Sleaze-Rock, "Sweet Mistery" und mein persoenlicher Favorit "Araña Negra". Letzterer ist ein Cover der Band "Bicicletas" und die L.A. uns auf Spanisch kommen bei diesem Song irgendwie noch dreckiger rueber als sonst - klasse!
Songs wie "Eel Pie", "Burn" und "I wonŽt play" fehlt irgendwie der Ueberraschungseffekt. Es sind die beruehmten "Filler", die das Album zwar nicht schlecht machen, aber eben deutlich den Unterschied zu Tales of the Strip klar zeigen.
Dennoch ist es ein absolut starkes Album geworden, das mittlerweile seit einer Woche taeglich auf meinem Player rotiert. Allein weil es eine Band wie die L.A. Guns ueberhaupt noch gibt, sie einen eigenen Stil mit hohem Wiedererkennungswert haben, sie nach wie vor ein solides Album zu Stande bringen mit einigen Hammersongs hatte sich dann auch die Frage nach den Punkten irgendwann erledigt:
In Zeiten wie heute mit wenig guten neuen Bands ist "Hollywood Forever" ein absolutes Geschenk, gerade wer Fan der Truppe ist. Deshalb gebe ich aufgerundet 5 Punkte mit der Hoffnung, dass die Jungs ihre alten Knochen in 2-3 Jahren erneut ins Studio schleppen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beste L.A. Guns seit Waking the dead, 31. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Hollywood Forever (Audio CD)
Hollywood Forever ist wohl ein "berühmter" Friedhof in besagter Gegend... Die L.A. Guns bringen wieder richtig Spaß, auf der Scheibe davor waren noch paar Füller drauf, hier ist wieder richtiger L.A. Flair angesagt! Absolute Kaufempfehlung!!
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Hollywood Forever
Hollywood Forever von L.A. Guns
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