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am 11. Februar 2013
Ich bin davon ausgegangen, dass das Buch und die Kindle-Ausgabe identisch (oder wenigstens fast) seien.
Die Übersetzung ist so unglaublich schlecht, dass man rätseln muss, was einzelne Worte oder der Sinn bedeuten sollen. Orthographie ist ebenfalls Fremdwort bei dieser Ausgabe.
Dass Bücher nicht mehr so liebevoll lektoriert werden wie früher, ist mittlerweile schon nichts Neues mehr; hier wird aber ein schönes, bekanntes Buch völlig verzerrt - es macht keinen Spaß die Kindle-Ausgabe zu lesen, schade!
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am 13. April 2009
Ich kaufte mir dieses Buch aufgrund der vielen guten Bewertungen. Anfangs war ich ein bisschen skeptisch, weil Janes Kindheit so ausführlich beschrieben wurde aber die Skepsis wandelte sich bald in Begeisterung. Dieser Roman ist zwar vom Schreibstil her nicht unbedingt kinderleicht zu lesen,(Charlotte Bronte lebte im 19. Jhd.) aber das ist ja genau das schöne daran. Ganz tolle Geschichte zum Träumen. Unbedingt kaufen!!
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am 23. März 2010
Vorab: ein tolles Buch, das ich in einem Rutsch auslesen wollte, um zu erfahren, wie diese Geschichte endet. Hierfür eigentlich volle 5 Punkte. Wer jedoch glaubt, den Stil Jane Austens hier wieder zu finden, der irrt gewaltig! Die Bücher der Bronte-Schwestern sind viel zu ernst ohne rechte Lebensfreude dargestellt. Ironie oder Witz sucht man hier vergebens. Wie ihre Schwestern Emily und Anne hatte aber auch Charlotte aus meiner Sicht die Gabe, tiefe Einblicke in die menschiche Natur zu gewähren (vor allem die von Frauen der damaligen Zeit), die mich beeindruckt hat. Und alle drei Schwestern haben Erziehung und menschliche Wärme in der Kindheit zum Leitthema (und die Folgen, die hiermit für die Erwachsenen entstehen), die sehr eingängig ist.

Einen Punkt muss ich jedoch aus nachfolgenden Gründen abziehen:

Wer Anne Brontes "Die Herrin von Wildfell Hall" gelesen hat, wird den Hang der Schwestern zu allzu großen christlich religiösen Predigten kennen, die es heutzutage der Leserin schwer machen, sich der Hauptdarstellerin nahe zu fühlen. Auch Charlotte kann sich an der ein oder anderen Stelle diese Predigten nicht verkneifen. Hierfür einen halben Punkt Abzug. Aber ich muss hier anmerken, dass man trotzdem mit Jane Eyre fühlen und ihre Handlungen nachvollziehen kann. Das ist mir bei den Protagonisten von "Sturmhöhe" nicht wirklich gelungen und auch nicht recht bei der schönen Mrs. Graham von "Wildfell Hall".

Außerdem kommen die Männer durchweg nicht besonders gut weg. Sie sind oft schwache und herrische Naturen und wenn der Erzähler ihre Sicht einnimmt oder ihre Handlungen und Ansichten beschreibt, wird es - wie bei den Romanen ihrer Schwestern - an vielen Stellen schnell unglaubwürdig (die Verständniskluft ist aus meiner Sicht hier scheinbar einfach zu groß). Auch wird bei allen (mehr oder weniger deutlich) die Ansicht vermittelt, dass die einzige "Hoffnng" für das männliche Geschlecht die tiefgläubige Ehefrau ist, die das Seelenheil zu retten vermag. Hierüber kann man heutzutage nur noch lächeln. Auch hierfür einen halben Punkt Abzug.

Die Tiefe, in der Charlotte ihre weiblichen Charaktere zeichnet ist demgegenüber beeindruckend, auch heute noch! Deshalb alles in Allem 4 Sterne!
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am 1. Juli 2009
Als großer Fan von Jane Austen habe ich mich auf die Suche nach ähnlicher Literatur gemacht und bin schließlich auf die Bronte - Schwestern gestoßen. Wenn ich neue Autoren finde, die mich interessiern, kaufe ich mir zuerst immer das billigste Buch, das hier angeboten wird, um zu sehen, wie mir der Autor gefällt. In diesem Fall traf es "Jane Eyre". Doch schnell musste ich feststellen, dass das Wort "billig" in diesem Fall nur auf den Preis zutraf.
Es ist eine wunderschöne Geschichte bzw. Biographie einer starken und selbstbewussten Frau, die niemals ihre Träume aufgibt, selbst wenn sich ihr noch so viele Steine in den Weg legen. Es ist ein sehr vielschichtiger Roman. Eine Biographie, eine Liebesgeschichte (Nach Mr. Darcy ist wohl Mr. Rochester der faszinierendste Mann der Literatur - ich lasse Edward Cullen hier außen vor, denn er ist ja ein Vampir :) ), ein Abenteuerroman aber auch ein Gesellschaftsroman. Ich würde ihn sogar auf die gleiche Stufe wie "Stolz und Vorurteil" stellen, falls das überhaupt möglich ist.
Sehr zu empfehlen für Mädchen, die schon von Jane Austen verzaubert worden sind!
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am 31. August 2009
Ich hatte mir erst kürzlich das Buch Sturmhöhe gekauft und wollte nun ein weiteres Buch der Bronte-Schwestern lesen und war mir nicht sicher welches ich lesen sollte, da fiel mir im Internet das Buch Jane Eyre auf. Dieses kaufte ich mir dann und setzte mich ans lesen.

Das Buch ist sehr schön geschrieben, vor allem gefällt es mir sehr gut das viele "alte" Wörter im Buch hinten nochmal erläutert werden, denn sonst würde ich bei manchen Sachen gar nicht wissen was das heißt oder zu bedeuten hat!

Das Buch ist für Fans von Jane Austen oder halt Bücher aus dem 19. Jahrhundert sehr zu empfehlen! Es ist spannend, traurig und romantisch. Also ich habe es gern gelesen.
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am 8. Juli 2011
Jane Eyre. Eine Autobiographie (Originaltitel: Jane Eyre. An Autobiography), erstmals erschienen im Jahr 1847, ist der erste veröffentlichte Roman der britischen Autorin Charlotte Brontë und ein Klassiker der viktorianischen Romanliteratur des 19. Jahrhunderts. Der Roman erzählt die Lebensgeschichte von Jane Eyre, die nach einer schweren Kindheit eine Stelle als Gouvernante annimmt und sich in ihren Arbeitgeber verliebt, jedoch immer wieder um ihre Freiheit und Selbstbestimmung kämpfen muss. Der Stoff des Romanes wurde häufig für Theater, Film und Fernsehen bearbeitet. Die ersten Abschnitte des Romans, in denen die Waise Jane nach Lowood geschickt wird, wo sie den Tod ihrer engen Freundin Helen Burns erlebt, basieren auf Erlebnissen der Autorin während ihrer eigenen Schulzeit: zwei ihrer Schwestern starben im Kindesalter aufgrund der Verhältnisse ihrer Schule.

Der Roman ist beeindruckend und sehr bemerkenwert, besonders wenn man die Zeit berücksichtigt, in der er verfasst wurde.
Jane ist eine starke Frau, leidenschaftlich, liebevoll und sicher unkonventionell, die ihr Schicksal annimmt und trotz der widrigen Umstände meistert.
Ihre Kindheit ist von Verlusten geprägt und berührt die Leserinnen und Leser zutiefst. Ich war, im wahrsten Sinne, zu Tränen gerührt. Als Jane schließlich eine Stelle als Gouvernante antritt, scheint sich ihr Leben pos. zu verändern. Nächtliche, mysteriöse Ereignisse und die wachsende Liebe zu ihrem Arbeitsgeber Mr. Rochester lassen sie jedoch nicht zur Ruhe kommen. Ich möchte nun nicht zu viel verraten, aber "Jane Eyre" ist eine sehr gefühlvolle, anrührende und spannende Geschichte um eine starke und sehr spezielle Frau. Einfach wunderbar und lesenswert!
Es gibt dazu auch gelungene Verfilmungen, die sich lohnen.

Die Brontë Schwestern und Jane Austen gehören ganz klar zu meinen Lieblingsautorinnen und ihre Werke verdienen die Bezeichnung "Weltliteratur".
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am 4. März 2010
Gleich vorne weg: Fans der Literatur des 19. Jahrhunderts werden ähnlich denken wie ich. Dass dieses Buch und die Bronte-Schwestern im Allgemeineren als Weltliteratur gelten, ist unumstritten.
Wie meine Vorredner auch bin ich Fan von Jane Austen und der Literatur des 19. Jahrhunderts. Schon der Klappentext, der in der oben stehenden Beschreibung des Artikels wiedergegeben ist, fesselte meine Aufmerksamkeit und ich kaufte das Buch. Als ich dann anfing zu lesen, wechselte meine Stimmung fast alle 50 Seiten. Die ausführlich beschriebene Kindheit Jane Eyres rührte mich zunächst zu Tränen. Jane wächst bei ihrer Tante, ihrem Cousin und zwei Cousinen auf, allerdings nahm ihre Tante sie nicht freiwillig auf. Nein, sie versprach es ihrem Mann, Janes Onkel, auf dem Sterbebett. So kommt es, dass Jane als Sündenbock herhalten muss. Ihr Cousin John ist dabei meist derjenige, der Jane provoziert. Ihr wird aber jegliche Schuld zugesprochen. Mit diesem kleinen 10jährigen Mädchen leidet man so sehr mit, dass man weinen muss. Als angeblich schwer erziehbar wird Jane schließlich in eine Schule, genannt Lowood, geschickt. Als Leser freut man sich mit ihr, weil man denkt, nun würde es bergauf gehen. Jane selbst formuliert es so: Egal wo sie hinkommt, überall muss es besser sein als bei ihrer Tante. Sie soll Recht behalten, obwohl es auch in Lowood anfangs Schwierigkeiten gibt (zum Beispiel ist es im Schlafraum so kalt, dass das Wasser in den Waschkrügen friert und sich die Mädchen nicht waschen können). Sie findet eine Freundin, der allerdings ein schlimmes Schicksal vorbestimmt ist. Wieder ist man zu Tränen gerührt. Jane bleibt sechs Jahre als Schülerin und zwei als Lehrerin in Lowood, bevor ihre unruhige Natur sie weiter zwingt. So kommt sie zu der Anstellung bei Mr. Rochester als Gouvernante für ein kleines französisches Mädchen. Beim Leser überwiegt wieder die Freude für Jane, doch bald schon wird Freude zu Angst, denn im Haus geht etwas Merkwürdiges vor sich. Nach und nach freundet sich Jane nicht nur mit Adele, ihrem Schützling, und den Hausangestellten an, sondern auch mit ihrem Herrn und die beiden verlieben sich ineinander. Es soll sogar zu einer Hochzeit kommen, doch bis dahin ist es ein weiter Weg und als Leser stürzt man von jubelndem Glück in tiefe Trauer. Ich war sogar einmal so weit, das Buch fest zu schließen, es sogar an die Wand zu werfen vor Wut. Nun enthüllt sich aber Mr. Rochesters Geheimnis, das ich hier natürlich nicht preisgeben werde. Jane verlässt ihn und findet sich trotz ihres starken Willens und ihres Temperaments, dessen man sich in zahlreichen Gesprächen mit Mr. Rocherster überzeugen kann, als Bettlerin wieder und wird schließlich von einer gnädigen Familie aufgenommen.

Meiner Meinung nach gibt es zwei Gründe für das Gefühlschaos meinerseits. Erstens erzählt Jane ihr Leben aus ihrer Sicht, wir haben es also mit einem Ich-Erzähler zu tun, der mich persönlich immer dazu bringt, mich tiefer in die Figur, in ihr Schicksal, einzufügen. Und zweitens versteht es Charlotte Bronte einfach grandios, den Leser auf dem höchsten Punkt der Spannung zappeln zu lassen.

Wenn Sie sich jetzt fragen, ob Mr. Rochester und Jane ein Happy End haben, dann nur so viel: Dieses Buch hat, wenn auch unter männlichem Pseudonym, eine Frau geschrieben und ich war am Ende wieder den Tränen nahe. Wenn Sie sich aber fragen: Wie kommt es denn zu dem Happy End? Was hat Jane veranlasst, Mr. Rochester überhaupt zu verlassen? Dann kann ich nur sagen: Lesen Sie das Buch. Sie werden begeistert sein.
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am 20. September 2011
Wie viele andere Leser wahrscheinlich auch bin ich über den wunderschönen Roman "Sturmhöhe" auf die Romane der anderen beiden Schwestern Bronte gestoßen.
Von Sturmhöhe war ich besessen und ich dachte mir, dass es wohl unmöglich eine gewaltigere Geschichte geben könne.
Nachdem ich "Jane Eyre" gelesen hatte, musste ich meine Meinung ändern, denn diese Geschichte braucht wirklich keinen Vergleich zu scheuen, obwohl sie gleichzeitig mit nichts vergleichbar ist.

"Jane Eyre" ist die (fiktive) Autobiographie einer jungen Waise.
Jane ist ein willensstarker und herzensguter Charakter.
Edward Rochester ist ebenso herzensgut, jedoch verdeckt seine herrische Art seinen Charakter beinahe.
Jane kommt als Erzieherin für sein Mündel Adèle in Mr. Rochester's Haus.
Mr. Rochester schätzt die Gesellschaft der klugen, aufgeweckten, jungen Frau und Jane ist beeindruckt von der Weltgewandtheit und Einzigartigkeit Mr. Rochester's und so kommen sie einander näher.
Sie verlieben sich in einander.
Aufgrund eines Geheimnisses Mr. Rochester's können sie jedoch vorerst nicht zu einander finden.
Sie beide verbindet jedoch ein Band zwischen ihren Herzen und ihren Seelen.

"Jane Eyre" ist herzergreifend und mein absoluter Lieblingsroman.
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am 5. Mai 2016
Erst einmal haben mich die fast 640 Seiten fast erschlagen. Ich als Langsamleserin habe immer wieder Respekt vor solchen dicken Wälzern. Und dann auch noch ein Klassiker. Doch ich wurde schnell eines besseren belehrt. Die Sprache ist extrem modern gehalten für die damalige Zeit. Es macht einfach Spaß aus Janes Sicht die Welt zu entdecken und ihr beim Leben zuzusehen. Auch, wenn sie mir zu Beginn noch leid tat, merkte ich doch sehr schnell, dass sie einen wirklich starken Willen und einen unerschütterlichen Charakter hat. Allerdings ist mir aufgefallen, dass die gute Charlotte wenig Fantasie an den Tag legte, wenn es um Namen ging. Es kommen min. 3 Johns und 2 Marys darin vor. Aber durch die räumliche Abgrenzung kann man sie trotz allem gut auseinander halten.
Ich möchte inhaltlich nicht zu viel verraten, aber Jane hinterlässt einen wirklich großen Eindruck bei mir im Laufe der Geschichte.
Die Charaktere sind wirklich toll gewählt und ausgearbeitet. Ich hatte beim Lesen gleich das Gefühl alle zu kennen und bin vor allem von Mr. Rochester wirklich angetan.
Die einzelnen Stationen ihres Lebens waren immer klar voneinander abgegrenzt, sodass man nie durcheinander geraten konnte und überlegen musste, wo man gerade war. Mich hat beeindruckt wie Jane damit umging, dass sie immer wieder als nicht hübsch angesehen wurde und ihr das auch ständig gesagt wurde. Ich hätte große Probleme mit so etwas.
Ich hatte einige Probleme mit den französischen Sätzen, da sie meinen Lesefluss doch sehr gebremst haben. Allerdings werden sie nach hinten raus weniger. Die Anmerkungen und Übersetzungen am Ende des Buches habe ich nicht genutzt, weil mir das ständige umblättern einfach zu mühsam war.

Fazit:
Diese Liebesgeschichte ist einfach wunderbar. Sie zeigt eine junge Frau, die genau weiß was sie will und für die damalige Zeit unglaublich modern war. Sie geht ihren Weg und liebt wen und wie sie will. Das hat mich sehr beeindruckt. Auch wenn es hier und da einige Längen gab, ist es ein wirklich lesenswertes Buch und absolut zu empfehlen, wenn man Freude hat an guten, klassischen Liebesgeschichten!
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Das Waisenkind Jane Eyre lebt im 19. Jahrhundert im englischen Hause Gateshead bei ihrer strengen, sie oftmals ohne schwerwiegenden Grund bestrafenden Tante Mrs. Reed. Jane wird ebenfalls von ihrem Vetter John geschlagen und beschimpft. Mrs. Reed entschließt sich Jane in das Waisenhaus Lowood von Mr. Brocklehurst abzugeben, der Jane zukünftig als Lügnerin ansieht. Jane wächst zu einer sittsamen jungen Frau und Lehrerin heran und wird schließlich Erzieherin in Thornfield Hall. Dort befindet sich der Hausherr Mr. Rochester, den sie sehr bald lieben lernt. Doch Mr. Rochester hält ein menschliches Geheimnis in seinem Herrenhaus versteckt und nach Monaten der Enttäuschung kehrt Jane doch zu Mr. Rochester zurück, der von einem Brand nahezu erblindet ist...

Der Roman Jane Eyre schwankt zwischen Trivialroman und wichtiger englischer Literatur, denn die Handlung alleine besticht nicht in diesem Roman, sie gleicht eher einem Wunschtraum von Charlotte Bronte, denn die Autorin selbst hat viele Stationen verlebt, die sie ihrer Figur Jane mitgibt: Nahezu Waisenkind, der Tod der Schwester(n) (bei Jane eine Freundin aus Lowood), Erzieherin werden und von einem letzten Verwandten träumen, an dessen Tür man klopfen kann und bei dem man erfährt, man sei reich. Der Charakter der Jane Eyre ist jedoch viel stärker als die Handlung des Romans, sie ist eine Mischung aus rachsüchtiger, schüchterner und doch selbstbewusster, avantgardistischer und die Moral durchbrechende Figur, die mit viel Offenheit und Bewusstsein des eigenen Tuns beim Leser punktet und nicht etwa hölzern wirkt. Charlotte Brontes Roman ist stilistisch gesehen viel einfacher zu lesen als die Romane Jane Austens, jedoch fehlen dafür hier etwas die Ironie, der Witz, die unerträglichen Situationen, die man nur mit Ende des Romans als gelöst sieht, jedes Kapitel ist hier ein Buch für sich, das sich in sich abschließt. Jane Eyre kann man also lesen, interessiert man sich aber eher fürs Filme schauen als fürs Lesen, sollte man zu dieser BBC-Verfilmung greifen, die meiner Meinung nach die Beste bisher ist mit wirklich miteinander harmonisierenden Hauptdarstellern und einer Buchverfilmung würdigen Version ohne große Abweichungen: Charlotte Brontes Jane Eyre (2006) (2 Disc Set).

~Bücher-Liebhaberin~
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