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am 23. Dezember 2014
Hallo werte Rollenspielgemeinde. Zuerst ein kleines Vorwort. Ich setze Skyrim nicht mit TESO in Verbindung da es komplett unterschiedliche Spiele sind. Im Allgemeinen kann The Elder Scrolls niemals mit TESO verglichen werden. Ansonsten wäre es eine Elder Scrolls Fortsetzung der Singleplayerreihe oder sonst was.... Warcraft 1,2,3 sind auch kein World of Warcraft als übertriebenes Beispiel. Nun möchte ich ein paar Punkte auflisten was mir gefällt oder auch nicht gefällt in TESO.

Grafik:
Prachtvoll und gut umgesetzt für ein MMORPG das sich hinter manchen Singleplayer Spielen nicht verstecken muss.
Die Sytsmanforderungen halten sich meines erachtens in Grenzen und stellen nicht zu hohe Anforderungen.

Sound:
Gute Vertonung aller Charaktere die gelegentlich mal ausbleibt aufgrund eines Soundbugs. Die Musik und Umgebunggeräusche sind auf höchstem Niveau sowie die wirklich guten Synchronsprecher.

Story:
Die Hauptstory ist gut erzählt auch wenn man ganz gerne mal die Dialoge überspringt aus Zeitgründen was ich im nachhinein etwas bereue. Die Geschichte um Molag Bal und den Allianzkrieg hat sehr viel Potenzial und könnte ich mir auch als Verfilmung vorstellen. Nach der Hauptsstory sind immer noch genügend andere kleine Quests und Aufgaben mit wunderbarem Hintergrund vorhanden die die Welt absolut lebendig wirken lässt. Nachdem mann aber so gut wie fast alles gemacht hat wirds dann langsam Mau und etwas Langeweile stellt sich ein. Aber Zenimax hat einen sehr guten Update Rhytmus somit gibts immer wieder was zu entdecken.
ich hoffe das wird auch so bleiben ....

Interface
es ist Vorhanden.... sag ich mal. Allerdings rate ich jedem an sich gleich zu Beginn mit einigen Addons auseinanderzusetzen.
Minimap und Buffleiste, Uhr, Questlog etc.fehlen komplett. Ich denke aber es geht nicht mehr lange und Zenimax überarbeitet das auch noch und wird das im Spiel selbst integrieren. Das Inventar ist gewöhnungsbedürftig und etwas unerübersichtlich aber es gibt schlimmeres und wird mit Update 6 ja auch geändert werden in Form von Slots für Reittiere und Artefakte etc.

Charakterentwicklung
Pure Freiheit darf ich das nennen. Jeder kann selber entscheiden wie er seine Klasse spielt und was er für Waffen oder Rüstungen verwendet. Der Individualisierung sind fast keine Grenzen gesetzt und mann darf die Skillpunkte in alles setzen was man will. Das Veteranensystem wird bald auf ein Championsystem umgebaut darum kann ich bezüglich dem Endgame nicht viel sagen. Allerdings findet man im Netz recht viele Artikel dazu wie das ganze aussehen wird. Ich halte diesen Schritt aber für notwendig das das Veteranensystem etwas eintönig wirkt und zu lange dauert um hoch zuleveln. Zudem wird ein Rechtssystem erscheinen das sicher wenn es denn gut funktioniert ebenfalls viel zur Atmosphäre und Glaubwürdigkeit der Spielwelt beitragen wird. Kopfgeld für gefürchtete Verbrecher und anerkennung für rechtschaffende Helden. Eine geniale Idee nun muss nur noch die Umsetzung funktionieren.

Gruppenspiel/Handel:
Genügend Gilden die ein Gruppenspiel ermöglichen die im PVE sowie im PVP vieles unternehmen. Die Idee mit bis zu 5 Gilden zu agieren ist auch sehr gut zudem das Handelssystem ja Gildenintern aufgebaut ist. Dieses Handelssystem ist auch sehr durchdacht und trägt aus meiner sicht zur Atmosphäre bei da ein Globales Auktionshaus zwar nützlich aber zu einfach ist und gerne eine Inflation nach sich zieht und alles entweder überteuert oder anderes zu billig wird. Goldprobleme gibt es aber nur anfangs im Spiel danach hat man meisten immer genügend davon zur Verfügung solange man etwas umsichtig damit umgeht. Gerne suche ich bei verschieden Handelsgilden den besten Preis für mich und freue mich dann auch wirklich wenn ich was finde und wenn nicht ab in die große Welt und selber suchen.

Mounts:
Ja der Punkt für Reittiere behandel ich gesondert und das aus ganz einfachem Grund. Ich kann meine Pferde Leveln und bestimmte Attribute wie Geschwindigkeit, Ausdauer oder auch Traglast erhöhen.
Geschwindigkeit ist wahrscheinlich logisch. Ausdauer um länger zu Sprinten (Turbo). Traglast damit das Pferd ein Inventar dazu gewinnt. Sind wir mal ehrlich wie super ist das denn das ich meine Mounts genau nach meinem denken verbessern kann. Durch die einzelenen gesteigerten Attribute ändert sich dann auch später die optik des Pferds. Zum Beispiel bekommt es eine Kopfrüstung, eine Satteldecke oder kleine Taschen usw. Sogar einen Namen könnt ihr selber ausdenken. Aber achtet darauf wie Ihr Attribute verteilt denn diese könnt ihr zurzeit nicht rückgängig machen auser Ihr kauft ein neues Pferd. Bin schon gespannt was noch als Reitiere kommen wird auser Pferde. Aber bis jetzt großes Lob dafür.

Crafting:
Gewaltig..... das erste MMORPG wo ich wirklich das Gefühl habe mein mühsam hochgelevelter Beruf hat für mich selbst einen Nutzen und soll nicht nur Gold in die Kasse schwemmen. Zur Zeit übe ich nur den Schmied aus aber ich muss sagen die Dinge die ich für mich herstellen kann sind echt gut und wenn ich sogar ein Set-Item herstellen kann weil ich genügend Eigenschaften in einer Rüstungskategorie erlernt habe dann bekommt man nochmal einen schönen Powerboost dazu. Es gibt aus meiner sicht auch genügend verschiedene Rüstungsarten bedeutet also die Optik unterscheidet sich doch deutlich von den einzelnen Rüstungsstücken und Völkern. Mann kann auch verschiedene Völkerstile erlernen und Rüstungen oder Waffen aufwerten. Also diese zum Beispiel von der Klasse "Selten" auf "Episch" aufwerten. Genauso kann ich unnütze Rüstungen oder Waffen verwerten um Material für meinen Beruf zu bekommen oder analysieren um Eigenschaften zu erlernen und muss Sie nicht zu einem Spottpreis beim NPC Händler verkaufen oder Sie 10 mal in eine Handelsgilde einstellen bis sich ein Käufer dafür findet.

PVP:
Macht echt Spaß wenn da die teils füchterlichen LAGS nicht wären die das ganze dann Unspielbar machen. Aber das bekommen die sicher noch in den Griff und darum mal ich jetzt nicht gleich schwarz.Da man im PVP recht in großen Spielerzahlen aufeinandertrifft ist das einizige Problem was mir aufgefallen ist das ich meinen Gegner nicht ins Hardlock nehmen kann. Bedeutet ich treffe mit meinem Bidenhänder irgendwen in der Gruppe meines Gegners wenn diese sehr dicht aneinander stehen. Also ein gezieltes töten eines Gegners wird bei dichtem gemenge fast unmöglich. Die Belagerungen von Festungen machen hingegen sehr viel Spaß und ist auch eine schöne Abwechslung zwischendurch.

Ich werde nach Updates meine Rezension immer wieder aktualisieren damit diese auf den neuesten Stand kommt und ich auf Veränderungen im Spiel eingehen kann.
Danke fürs lesen!
22 Kommentare|39 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. März 2015
Speziell da bald die monatlichen Kosten entfallen, konnte ich es mit nicht nehmen dieses Produkt auszuprobieren.
Ich habe einiges an MMO und RPG Vorerfahrungen.

Grafik/Spielewelt:
Erwachsener Grafikstil à la Elder Scrolls. Hohe Detailtreue, nichts wirkt zusammengewürfelt oder generiert. Heraus gekommen ist eine sehr realistische Spielwelt in der es überall etwas zu entdecken gibt! Die Grafikqualität kommt natürlich nicht an ein modded Skyrim ran, wäre jedoch durch Add-Ons erweiterbar (Ich habe mich bisher kaum mit Add-Ons beschäftigt.

Sound:
Soundstil ist stimmig. Die komplette Story, ergo auch alle Quests, sind qualitativ hochwertig in deutscher Sprachausgabe vorhanden! Alles synchronisiert! Sowas sieht man selten ;)

Gameplay:
ESO ist kein typisches MMO. Meiner Meinung nach vereint es viele Vorteile zweier Genres (Solo RPG und MMO). Außerdem bietet das "Klassen"-System unfassbare Variationsmöglichkeiten! Keine Klasse ist auf eine Rolle festgelegt!
Solo: Das Soloplay gestaltet sich wie in den RPG Titeln. Abwechslungsreiche Quests! Zwar exisitert ein Questleitfaden, man wird jedoch in
keine lineare Queststruktur gezwungen. Vorteil des semiinstanzierten Systems: Zwar sieht man andere Mitspieler und man hilft sich
automatisch gegenseitig dabei den Weg freizuräumen (zB. in Dungeons), jedoch wurde mir noch nicht ein einzige Mal ein
questrelevanter Mob/NPC vor der Nase weggeschnappt! Selbiges bei Rohstoffen. Alles meins und keiner stört. ;)
Gruppe: Grupenspiel wird morgen angetestet und dann von mir ergänzt!
PvP: Arenen sucht man vergebens, dafür wird ein riesiges 3-Fraktions-Gebiet angeboten. Riesige Schlachte, Festungseroberungen z.B. mit
Belagerungswaffen! Ein riesen Spaß! Teilnehmen darf man bereits mit lvl 10, hier erfolgt eine automatische Hochstufung, jedoch sollte
man sich nicht einbilden, dass man im 1v1 eine Chance gegen einen voll ausgerüsteten lvl 50 Charakter hat! Es ist durchaus möglich
lvl10-50 komplett im FvF zu bleiben und sich auch dort auszurüsten.

Story: Es ist lange her das ich in einem MMO Gänsehaut bekomme habe, hier so geschehen! Packende Story, toll erzählt! An jeder Ecke finden
sich Zusatzerklärungen (zB. in Form von Büchern). Meiner Meinung nach Stimmig!

Fazit: ESO bietet ein vollkommen neues Konzept aus Solo/Multiplayer-Spielgefühl mit einem Hauch von Konsolenfeeling! Das Solospiel ist flüssig und wird nicht durch den MMO-Anteil gestört. Die Welt ist lebendig, ohne das man sich permanent mit anderen Spielern Spielekomponenten streiten muss. Grandioses FvFvF-Gebiet vorhanden! Für MMO-Individualisten eine klare Empfehlung!
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am 18. Mai 2014
Die Queste sind hervorragend gestaltet. Richtige Geschichten, tolle Sprachausgabe und so gut wie kein grind.
Die Optik ist meiner Meinung nach für MMO-Verhältnisse sehr gut. Das Leveldesign wirkt sehr natürlich und ist Detailverliebt. Zwar nicht open World ohne Grenzen, aber das fällt nicht wirklich auf.
Die Menüführung ist mit Ausnahmen von z.B. Fehlen einer vernünftigen Zugriffsleiste für Heiltränke, das Fehlen einer Minimap etc., usw. grade mit Blick auf das actionreiche Kampfsystem verbesserungswürdig. - Sicherlich Geschmacksache. Mir hat es bis auf die Tatsache des Fehlens einer vernünftigen Schnellzugriffsleiste für Heiltränke etc. gut gefallen.
Das Fehlen dieses Schnellzugriffs zwingt im wildesten Gefecht bei Nutzung unterschiedlicher Dinge (z.B. Heiltrank / Manatrank) immer wieder in das Öffnen der Menüführung (Tast Q). - Das muss geändert werden.

Wäre TESO ein Solotitel hätte es durchaus eine gute Bewertung verdient, auch wenn eine spielerklärende Dokumentation nur unzureichend vorhanden ist, was auch verschmerzbar ist.

Nun eigentlich spricht nichts gegen ein umfangreiches Solospiel in einem MMO, wenn der Übergang, bzw. die Verzahnung zum Gruppenspiel vernünftig durchdacht und jederzeit möglich ist.
Genau hier hapert es bei TESO stark.

Gemeinsames Spiel ist nur auf gleichem Charakterlevel möglich. Unterscheiden sich die Level der Spieler geschieht es nicht selten, dass durch das "phasing" der eine Spieler am gleichen Ort des geschehens andere Dinge sieht als der andere. - Ein gemeinsames Erlebnis ist dann nur eingeschränkt möglich.
Besonders drastisch wird dies, wenn ein Spieler in einem Gebiet alles erledigt hat. Dann bleibt der Spielpartner, der in diesem Gebiet noch nicht alles erledigt hat unsichtbar, was ein gemeisames Spiel unmöglich macht.
Hinzu kommt der im erzwungenen Solospiel teils überzogene Schwierigkeitsgrad bei Bossgegern.

Handel und Crafting:
Das Crafting ist komplex und bietet viele sinnvolle Möglichkeiten, aber wird kaum erklärt und läuft sehr zäh ab, was den Einstieg sehr erschwert. Die Krönung ist, dass es nur für Gilden ab 50 Mitgliedern Zugriff auf ein Auktionshaus gibt.
Solospieler suchen eine entsprechende Möglichkeit vergeblich, was das Craften dann nur noch für den eigenen Charakter halbwegs spielerträglich macht.

Ich habe sicherlich nicht alle zu erwähnenden Punkte (positiv wie negativ) aufgezählt und finde im Fall TESO eine Bewertung via Sternchen sehr schwierig.
Allerding stellte sich mir nach einem Monat Spielzeit die Frage weshalb ich für einen durchaus nennenswerten Solotitel, mit Blick auf die stark eingeschränkten Mehrspielermöglichkeiten zusätzlich zum Kaufpreis eine monatliche Gebühr zahlen soll. Neben dem eingeschränkten gemeinsamen Spiel bietet TESO meiner persönlichen Meinung nach dann doch zu wenige MMO-Tugenden wie es beispielsweise große Vorzeigetitel mit Sandbox-Welt, Housing, open PvP-Gebiete, Teamplay im normalen Spielverlauf etc. bieten, um in diesem Bereich wirklich punkten zu können.

Unterm Strich bleibt aufgrund des gelungenen Questdesigns ein wegen der auf dem Spielemarkt schon vorhandenen teils besseren Konkurenztitel ein dennoch durchaus erwähnenswertes "Solospiel" mit leider undurchdachtem Mehrspielerpart.

Für mich kein zwingender Grund monatlich Gebühren für das Weiterspielen zu zahlen. - Besonders wenn ich eigentlich ein MMO gemeinsam mit Freunden spielen möchte.
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am 25. April 2015
Nach zwei Monaten TESO muss ich zugeben, dass mir mittlerweile die Langzeitmotivation fehlt. Nach dem ersten Veteranen-Rang, dem VR (Extra-Stufe nach lvl49) geht man durch die Gebiete anderer Fraktionen und bekämpft Mobs, die auf VR hochgestuft sind. Um auf den nächsten VR aufzusteigen dauert es dann ewig, also läuft man immer wieder durch die gleichen Dungeons oder kämpft sich durch die Gebiete, die man mit anderen Charakteren sowieso schon durch hat.
Zu den Gilden: War in fünf Gilden, davon 3 PVE-Gilden und 2 Handelsgilden. Zum Verkauf von Gegenständen ist eine Handelsgilde ein absolutes Muss. PVE-Gilden sind jedoch völlig sinnlos, bis heute erschließt sich mir nicht der Zweck davon. Wenn mal jemand nach einem gemeinsamen Dungeon-Run fragt, findet er im Map-Chat oder LFG-Tool mehr Leute als in der eigenen 500-Mann/Frau-Gilde. Hinzu kommt, dass es bei den Gilden in Mode gekommen ist, jemanden nach bereits 1 Woche Inaktivität wieder rauszuwerfen. Wer also in einer Gilde ist und nicht gekickt werden möchte, aber erst mal 2-3 Wochen keine Lust auf TESO hat, dem empfehle ich, sich einfach kurz einzuloggen und dann wieder auszuloggen, da nicht registriert wird, wie lange jemand im Spiel online war.
Der MMO-Anteil von TESO ist erschreckend schwach. Gemeinsam macht man in diesem Spiel wenig, außer in den wenigen Gruppen-Dungeons, die über die Karte verteilt sind. In einer Kleingruppe auf PVE-Maps lässt es sich nur bedingt gut spielen, allerdings sollte man hier über Teamspeak abklären, welche Antwort bei einer Quest zu wählen ist, sonst hat einer in der Gruppe am Ende eine völlig andere Quest. Doch dazu muss man erst mal Leute finden, da in diesem Spiel sowieso jeder nur alleine durchlaufen möchte. Alles in allem ist das hier nichts anderes als ein schlechtes Skyrim, denn Skyrim hat wenigstens noch über viele Stunden mit viel Abwechslung an den Schreibtischstuhl gefesselt. Für TESO sollte man sich bewusst machen, dass sich alles wiederholt, auch die Quests in den Folgegebieten auf VR.
Das PVP ist richtig öde und alles andere als so, wie es in Youtube-Videos angepriesen wird. Entweder lag es daran, dass ich nie nach 18.00 Uhr spielte und erst danach etwas los ist im PVP oder es haben wirklich so wenig Spieler Lust dazu sich in Massenschlachten zu messen, zumal PVP nur als VR Sinn macht, da erst später genug Skillpunkte zur Verfügung stehen.

Grafik 4/5
Die Grafik ist ganz ordentlich, aber nicht mehr wirklich zeitgemäß. Die Texturen wirken meist etwas kantig, ebenso wie die Charaktere.

Sound 3/5
Stimmungsvolle Musik, die sich leider oft wiederholt.

Atmosphäre 3/5
Düster und passend, aber kein Skyrim-Feeling.

MMO 2/5
Für das gemeinsame Questen eher ungeeignet.

Abwechslung 2/5
Was mache ich ab Veteranen-Rang? Alles was, ich sowieso schon kenne, gleich noch einmal, nur auf höherem Schwierigkeitsgrad?

Fazit:
Für echte TESO-Fans ein sicherlich dauerhaftes Erlebnis ohne Grenzen, neue Waffen zu craften, Charaktere aller Klassen auf VR14 zu bringen oder Dungeons in allen Schwierigkeitsgraden durchzuspielen, auf kurze Sicht wiederholt sich dann doch alles zu schnell. Ganz gut waren sicherlich die paar wenigen Rätsel im Spiel, davon hätte es mehr geben sollen. Auch am Anfang hat es Spaß gemacht von Quest zu Quest zu rennen und seinen Charakter weiter zu leveln, irgendwann wurde es mir ab VR aber zu eintönig. Mit dem B2P-Prinzip wollte man die vielen Abgänger wieder zurückholen, die pro Jahr über 100 Euro für ein Abo in das Spiel gesteckt haben. Auf lange Sicht hat das B2P-Modell wohl aber auch keine Zukunft, da TESO einfach seine ewigen Stamm-Spieler hat.
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TOP 1000 REZENSENTam 4. April 2014
The Elder Scrolls ist eine Serie, die zu den ganz Großen im Rollenspielbereich gehört. Sie bietet mit die lebendigsten Welten, sie lädt zum Erkunden ein und sie lässt mir einfach die Freiheit das zu tun, was ich gerade wirklich machen möchte.
The Elder Scrolls Online möchte dies nun in ein vollwertiges MMO transferieren. Schafft es das? Kurz und knapp: Nein. Das ändert aber auch nichts an dem Punkt, dass dieses Spiel, in dem was es sein kann und sein will, wirklich, wirklich gut ist.

Vorab zu dieser Rezension: Ich durfte das Spiel bereits länger in der Beta spielen. Dazu durch die PreOrder der Vorab-Release. Ein MMO bedarf jedoch natürlich einer längeren Testzeit. Demnach möchte ich euch mit dieser Rezension die Eindrücke mitteilen, die ich über die doch relativ lange Zeit bereits sammeln konnte. Sollte mit der Zeit weitere Stärken oder Defizite deutlich werden, so werde ich die Rezension entsprechend mit Updates versehen und bei Bedarf die Wertung anpassen.

Als Hintergrund möchte ich zudem angeben, dass ich ein großer Fan der Elder Scrolls Serie bin und seit einschließlich Daggerfall in jeden Ableger samt AddOns hunderte von Spielstunden investiert habe. Gleichzeitig spiele ich auch MMOs sehr, sehr gerne. Allerdings bin ich hier etwas müde geworden. So gut mir einige MMOs auch gefallen haben, irgendwie sprang der Funke mittlerweile doch nicht mehr auf Dauer über.

Zu erst zur Story: Serientypisch besitzt auch Elder Scrolls Online eine vollwertige Story und tritt damit auch in Fußstapfen von MMOs wie Star Wars: The Old Republic. Zeitlich gesehen spielt das Spiel etwa 1000 Jahre vor den Geschehnissen des jüngsten Serienablegers Skyrim und darauf aufbauend so ca. 800 Jahre vor den Ablegern Morrowind und Oblivion. Es existieren auf dem Kontinent Tamriel 3 große Fraktionen: Das Dolchsturzbündnis, der Ebenherz-Packt und das Aldmeri-Dominion. Wir haben hier also eine Welt, in der der Krieg alltäglich ist. Doch damit ist noch nicht genug. Der daedrische Fürst der Herrschaft und Versklavung beginnt seinen Plan in die Tat umzusetzen: Die Eroberung von Tamriel.

Mittlerweile Serientypisch starten wir wieder einmal als Gefangener. In einem Kerker, in dem wir sitzen, erscheint der Geist eines Propheten. Viel erzählt er uns zu Beginn nicht. Aber ratz-fatz sind wir aus dem Kerker draußen und das Abenteuer beginnt.

Erzählerisch bekommen wir hier das geboten, was man von Elder Scrolls gewohnt ist. Keine Blockbuster-Geschichte, aber eine Geschichte, die toll erzählt wird und nicht langweilt. Das, wofür Elder Scrolls aber seit langem steht, lässt sich auch hier wieder finden. Das ist das Gesamtpaket aus Hauptstory, Nebenstories und Dialogen. Es war immer so, dass genau diese Mischung dafür sorgte, dass wir nach und nach bis ins kleinste Detail erfahren haben, was in der Welt vor sich ging. Alles griff in einander und war extrem stimmig. Und genau das schafft Elder Scrolls Online in den meisten Bereichen auch.

Erzählt wird die Geschichte auch sehr wie in den Offline-Titeln: Über Dialoge. Auch hier können wir oft mehrere Gesprächsoptionen auswählen. Im Gegensatz zu den Offline-Spielen können wir aber nicht mit jedem NPC sprechen. Skript-Sequenzen kommen im Spiel weniger vor. Stattdessen sind die Quests so aufgemacht, dass sie stimmig die Geschichte erzählen. Das ist ein Kompromiss, der bei einem Elder-Scrolls-MMO wohl eingegangen werden muss.

Zur Technik: Elder Scrolls Online ist meiner Meinung nach das optisch und sound-technisch beste MMO auf dem Markt. Die Sprecher sind großartig und springen mindestens auf das Niveau von Skyrim. Die Synchronisationsqualität von Oblivion wird meilenweit übertroffen. Die Soundeffekte gefallen. Die Musik ist teilweise 1:1 aus den Offline-Titeln übernommen. Laufen wir beispielsweise durch Skyrim, bekommen wir sehr oft Musik zu hören, die wir bereits aus dem Single-Player-Titel kennen. Grafisch legt das Spiel Wert auf ein in sich stimmiges Design. Darauf möchte ich noch gesondert eingehen. Die Texturen sind größtenteils sehr scharf. Einige Matsch-Texturen lassen sich aus der Nähe jedoch nicht verbergen. Die Licht- und Schatteneffekte gefallen. Richtig großartig sind meiner Meinung nach die Charakter- und Gegnermodels. Sie kommen meiner Meinung nach nicht an das Niveau von Skyrim heran…aber sie sind verdammt nah drann! Hier haben sie wirklich eine großartige Arbeit geleistet.

Auch muss man sagen, dass die Engine wirklich sauber programmiert wurde. Schraubt man die Details herunter, so lässt sich das Spiel auf wirklich alten Rechnern hervorragend spielen. PvP (dazu später mehr) mit mehreren hundert Spielern auf einem Haufen nimmt überraschend wenig Einfluss auf die Performance. Ein etwas stärkerer Rechner vorausgesetzt und der Performance-Verlust, wenn es nicht grad Effekt-Bombardements gibt, ist mit bloßem Auge oft nicht einmal wahrnehmbar. Im normalen Questverlauf läuft das Spiel butterweich. Auf meinem PC mit allen Details hochgeschraubt in normalen Quest-Gebieten fast konstant 60 Bilder pro Sekunde. Und das trotz des hohen Detailgrads der Welt. Wirklich, wirklich starke Leistung.

Nun aber zur Welt und dem Design: Was die Entwickler hier geschafft haben ist es wirklich im gesamten Welt-Design die Atmosphäre eines Elder-Scrolls-Titels einzufangen. Morrowind sieht aus wie Morrowind. Skyrim ist nicht nur ein x-beliebiges Schnee-Gebiet. Nein! Das ist Skyrim. Cyrodiil ist kein einfaches, grünes Gebiet aus MMO XY. Nein, das ist Cyrodiil! Ich persönlich habe mich vom Weltdesign her die ganze Zeit gefühlt, als würde ich wirklich in Tamriel unterwegs sein. Die Welt hat einen Detailgrad, der meiner Meinung nach jedes bestehende MMO übertrifft. Es kommt nicht an Skyrim heran. Allerdings wäre es meiner Meinung nach auch extrem das von einem MMO, was die Welt auch mit mehreren hundert Spielern flüssig darstellen muss, einen Detailgrad wie in Skyrim zu erwarten. Aber den Detailgrad eines (ungemoddeten) Oblivion übertrifft das Spiel für meinen Geschmack um Längen. Auch wird dieses Elder-Scrolls-Feeling durch die Gegner, Gegnerplatzierungen und die Architektur erreicht. Viele Gegner und Kreaturen kennt man bereits aus den anderen Ablegern der Serie. Morrowind-Veteranen hier? Netches, Alits und Kwamas werdet ihr wiedersehen! Und Guars werden immer noch als Zuchttiere verwendet.

Die Architektur der einzelnen Gebiete orientiert sich auch an den Offline-Titeln. Die Gebäude in Skyrim sehen aus wie die Gebäude in Skyrim. Und die in Morrowind können 1:1 aus dem Singleplayer-Ableger stammen.

Wo das Spiel hingegen wieder Kompromisse eingehen muss, sind die NPCs. Es gibt zahlreiche. Und eigentlich alle sind so platziert, dass sie der Atmosphäre zu Gute kommen. Aber Tagesabläufe und besondere Verhaltensweisen, wie man es besonders seit Oblivion kennt, bekommen wir nicht zu sehen. In dem Ausmaß wie es seit Oblivion eingeführt wurde, kann man das sicher auch nicht von einem MMO erwarten. Aber in einem gewissen Rahmen wär das sicher möglich gewesen. Haben wir beispielsweise einen Kriegsmeister als Questgeber, der sich in einer Stadt befindet, wäre es sicher möglich gewesen ihn tagsüber im Krieger-Quartier zu platzieren und gegen Abend ihn in eine Kneipe gehen zu lassen. Solche Kleinigkeiten hätten für noch mehr Elder-Scrolls-Feeling im Design sorgen können. Um das Ganze dann doch etwas zu fördern, wurden neben den gut platzierten Quest-NPCs auch fahrende Händler eingeführt, die die Welt beleben.

Damit andere Spieler, die gerade in Menüs hocken, die Atmosphäre nicht komplett zerstören, spielt das Spiel für außenstehende Spieler eine Animation ab. Wenn ein Spieler im Inventar ist, durchsucht er seine Taschen. Schaut er auf die Karte, hat der Charakter auch eine Karte in der Hand. Eine Kleinigkeit…aber eine wirklich nette Kleinigkeit!

Bücher gibt es im Übrigen auch wieder. Diese lassen sich jedoch nicht aufsammeln, haben aber serientypisch durchaus interessante Hintergrundinfos zur Welt.

Erkundung spielt in Elder Scrolls Online auch eine wichtige Rolle. Zum einen trägt zum Erkundungsfaktor die Queststruktur bei. Hier wird nicht direkt ein Questspot nach dem nächsten abgerannt. Questgeber sind in der Welt so verteilt, dass sie „gefunden“ werden müssen. Natürlich geben die Entwickler vom Design her eine grobe Richtung vor. Aber ich habe aus der Ferne öfter einige interessante Orte gesehen, wo ich dann plötzlich einen neuen Questgeber gefunden habe. Darunter auch spezielle Dungeons, die Quests abseits des regulären „Pfades“ geboten haben. Die Queststruktur befindet sich also da durchaus ziemlich genau in der Mitte zwischen den Offline-Titeln und einem typischen MMO. Das zweite Element sind die Himmelssplitter. Besondere Steine, die ihr sammeln solltet, da drei von ihnen zusammen Skillpunkte bieten. Auch zur Erkundung trägt das Caftingsystem bei. Dazu aber mehr im entsprechenden Abschnitt. Zusätzlich gibt es auch noch Schatzkarten, durch welche ein bestimmter Platz in den Gebieten gefunden werden muss. Heißt also: weniger lineare Queststruktur mit Quests, die ausschließlich durch freies Erkunden gefunden werden, Crafting, was Erkundung voraussetzt und Schatzkarten. Es wird insgesamt nicht das Niveau eines Skyrims erreicht, aber meiner Meinung nach war die Erkundung der Welt in einem MMO nie ein so zentraler Bestandteil des Spiels.

Und die eigentlichen Gameplaymechaniken? Hier befindet sich Elder Scrolls Online meiner Meinung nach genau zwischen einem klassischen MMO und den Offline-Titeln. Das Spiel möchte einfach so viel Elder Scrolls wie möglich sein. Da es aber auch ein MMO ist, muss es Kompromisse eingehen. Und das auch nicht nur einen, einige habe ich ja bereits erwähnt. Das Spiel bedient also meiner Meinung nach eine Nische von Spielern. Zum einen die MMO-Spieler, die eine andere Aufmachung von MMO haben wollen und die Elder Scrolls-Spieler, die auch MMOs mögen und verstehen, dass Kompromisse eingegangen werden müssen. MMO-Spieler, die ein reines, klassisches MMO möchten, könnte das Spiel weniger interessieren. Genau so wie reine Offline-Elder-Scrolls-Spieler, die quasi ein Skyrim mit Multiplayermodus möchten.

Das Kampfsystem ähnelt stark dem System, dass wir aus den Offline-Ablegern kennen. Wir können serientypisch in der Ego-Perspektive spielen. Angriff mit einem Linksklick, blocken mit einem Rechtsklick. Allerdings wirkt das System nicht ganz so responsiv und direkt, wie wir es von den Offline-Titeln kennen. Abseits davon gibt es zusätzlich einige Anpassungen zu einem MMO hin. Fernkämpfer brauchen beispielsweise nicht 100% genau zielen. Dazu kommt, dass es wirklich erforderlich ist, Gegner, beispielsweise durch Schildschläge, zu unterbrechen. Aktives Ausweichen ist ein Muss. Das fühlt sich richtig gut an. Nicht ganz so perfekt wie in einem Skyrim, aber es fühlt sich richtig schön dynamisch an. Die Ego-Perspektive kann Kämpfe in Gruppen gegen mehrere Gegner aber vor allem für Nahkämpfer etwas chaotisch machen. Mit ein wenig Übung geht auch das gut von der Hand. Ansonsten für etwas mehr Übersicht in die Third-Person-Ansicht wechseln. Das ist allerdings ein Problem, was bei mehreren Gegnern in meinen Augen schon seit Morrowind existiert.

Bei den Skills sieht das Ganze ähnlich aus. Wir haben insgesamt mehr Freiheiten als in so manchem MMO. Ein schleichender Schurke mit einem Zauberstab wäre möglich. Ein brachialer Nahkämpfer in einem Stoffkleidchen ebenso. Allerdings sind die Vorgaben dann doch etwas straffer als in den Single-Player-Titeln, sodass manche Skill- und Ausrüstungskombinationen fragwürdig sein dürften. Die nutzbaren Skills sind dabei wieder an eine der vier Klassen gekoppelt. Gelevelt werden sie aber eher wie in den Singleplayer-Titeln, nämlich durch aktive Nutzung. Auch gefundene Bücher können serientpisch zu Skillerhöhungen führen. Auch hier befindet sich Elder Scrolls Online also wieder irgendwo in der Mitte zwischen MMO und Elder Scrolls.

Klassen gibt es mehr oder minder 4: Drachenritter, Templer, Nachtklinge und Magier. Diese lassen sich aber völlig unterschiedlich spielen. Ein Drachenritter kann mit Zaubern schaden machen, Tanken oder etwas dazwischen. Templer zaubern und/oder heilen, Magier zaubern und/oder Beschwören, Nachtklingen setzen auf verstohlenen Nahkampf, oder Fernkampf mit Bogen. Zumindest sind das die grundlegenden Gedanken. Da aber jede Klasse jede Waffe tragen kann und jede Klasse noch fraktionsspezifische Skills freischalten kann, ist in den einzelnen Builds und Spielweisen eine Menge möglich. Drachenritter heißt in diesem Fall nicht gleich Drachenritter.

Rassen haben wir bis auf eine Ausnahme alle Elder-Scrolls-typischen Rassen zur Verfügung. Das sind eine Menge! Und die Einstellungsmöglichkeiten sind dank vieler Schieberegler enorm. Auch hier braucht sich das Spiel nicht vor den Singleplayer-Titeln verstecken. Die einzige Ausnahme sind die Kaiserlichen. Bisher sind diese nur Spielern der imperial Edition, oder Spielern, die sie sich separat gekauft haben, zur Verfügung. Das hätte meiner Meinung nach nicht sein müssen. Es gibt keinen riesen Grund sich zu beschweren, da die Auswahl der Rassen immer noch die meisten MMOs übertrifft. Schließlich stehen uns mit Bretonen (Menschenrasse), Orks, Rothwardonen (Menschenrasse), Hochelfen, Waldelfen, Khajit (Katzenrasse), Argonier (Echsenrasse), Nord (Menschenrasse) und Dunkelelfen satte 9 Rassen zur Verfügung. Die Kaiserlichen, sofern man sie besitzt, können in allen Fraktionen benutzt werden. Es ist kein riesen Schlag ins Gesicht, dass die Kaiserlichen nicht von allen Spielern gespielt werden können, da es eben genug Rassen gibt und die Aufteilung 3 Rassen für jedes Bündnis so überhaupt erst möglich wird, aber letztendlich hätte man die Kaiserlichen auch nicht unbedingt extra verkaufen müssen. Nichtsdestotrotz sind die Individualisierungsmöglichkeiten für den eigenen Charakter wirklich, wirklich üppig.

Die einzelnen Quests lassen sich größtenteils alleine durchspielen. Für Gruppencontent sorgen aber härtere, öffentliche Dungeons, instanzierte Dungeons, Bosse in der freien Welt, die Anker-Events und PvP. Und, wie Guild Wars 2 es schön vorgemacht hat, Gegner können einem nicht „weggeschnappt“ werden. In vielen Bereichen spielt man somit irgendwie doch automatisch zusammen. Mir gefällt die Mischung richtig gut.

Weiterhin arbeitet Elder Scrolls Online für die Geschichte viel mit Phasing. Das heißt es gibt bestimmte Abschnitte in der Welt, die sich durch Quests verändern. Richtig cool ist, dass es gelegentlich Entscheidungen gibt, die wir fällen müssen. Und je nachdem wie wir sie fällen, ändert sich die Phase. Das heißt wir können erstmalig in einem MMO direkt die Welt durch unser Handeln beeinflussen. Damit man jedoch weiter mit allen Spielern spielen kann, werden die Spieler nicht komplett in eine Phase verlagert. Ich sehe immer und zu jeder Zeit alle Spieler in meiner Umgebung, selbst wenn diese in Phase A und ich in Phase B bin. Das führt zu etwas, was mich gerade in den ersten beiden, noch sehr kleinen Gebieten abgeschreckt hat. Es gibt zahlreiche Spieler, die mit Elementen interagieren, die ich nicht sehe. Und zwar weil diese Elemente sich in einer Phase befinden, in der ich mich nicht befinde. Spieler reden mit der Luft, weil sie mit einem NPC reden, den ich nicht sehe. Das war in den ersten beiden Gebieten ein wirklicher Atmosphäre-Killer. Wenn die Gebiete größer werden, tritt das Problem aber für mich kaum noch wahrnehmbar auf. Nur wenn ich regelrecht darauf achte, fallen mir solche Situationen noch auf. Das liegt daran, weil sich in den großen Gebieten alles viel mehr verläuft.

Und das Ganze ist stellvertretend für die ersten beiden Tutorial-Gebiete. Hier hat ZeniMax Online meiner Meinung nach Mist gebaut. Nicht einmal von der Aufmachung der Gebiete her, aber im Gesamtpaket vermitteln sie für mich einfach ein Bild, das dem weiteren Spiel nicht gerecht wird. Sie sind beispielsweise extrem klein. Erkunden? Pah! Weniger, als das ganze Spiel es nachher ermöglicht. Das Phasing-Problem, also die Interaktion von anderen Spielern mit unsichtbaren Elementen, ist allgegenwärtig. Und ich fühle mich wie ein stupider Questjunkie, der die paar der vorhandenen Quests abrennt ohne nachzudenken. Das führte dazu, dass ich mir zu Anfang die Hände über den Kopf zusammengeschlagen habe. Alles…aber auch einfach alles, was in Sachen Gameplay Elder Scrolls Online ausmacht, wird hier nicht richtig umgesetzt. Ich kann mir denken, was die Entwickler hier erreichen wollen. Sie wollen die grundlegenden Mechaniken näher bringen ohne die Spieler gleich ins kalte Wasser zu schmeißen. Das ist auch in Ordnung, aber die gesamten Mechaniken funktionieren meiner Meinung nach in diesen kleinen Gebieten nahe zu gar nicht. Hier war ich tatsächlich kurz davor das Spiel direkt an die Wand zu werfen.

Gott sei Dank habe ich es nicht getan und mich durch die ersten beiden, kleinen Gebiete durchgequält. Denn danach werden die Gebiete groß. Richtig groß sogar. Fast alle Probleme, die einem vorher entgegengesprungen sind, verpuffen. Hier entfalten sich die Mechaniken und erst hier erkennt man, dass das Ganze in dem, was das Spiel sein möchte, auch funktioniert. Aber ZeniMax Online hätte für meinen Geschmack zu sehen müssen, dass das Spiel gerade am Anfang die Mechaniken so präsentiert, dass man gerne weiter spielen möchte. Glücklicherweise lassen sich diese Bereiche nach Beta-Feedback überspringen. Allerdings verlieren neue Spieler dadurch das Tutorial, was man meiner Meinung nach aber schon einmal zu Beginn gespielt haben sollte. Neuen Spielern kann ich dadurch also nur empfehlen, dass sie sich das Tutorial anschauen und nicht zu vorschnell über das Spiel urteilen. Ein wirklich repräsentatives Urteil ist meiner Meinung nach nur dann möglich, wenn man im ersten, richtig großen Gebiet angelangt ist. Denn erst hier entfaltet sich alles so wie es sein soll.

Was sich allerdings nicht ändert ist das „Story in öffentlichen Dungeons“-Problem. Ich mache eine Quest mit dem Inhalt „Woah, du bist der auserwählte, nur du kannst diese sagenumwobene Tür öffnen und den mächtigen Gegner da drinnen besiegen“. Ich fühle mich mächtig und wichtig und begebe mich zu dem entsprechenden Dungeon. Ich nehme meinen Mut zusammen. Ich bin schließlich der „Auserwählte“, der hier für Ordnung sorgen muss. Alles liegt an mir. Ich gehe also rein und sehe den Boss…wie er von 10 anderen Spielern bereits totgeprügelt wird. Das hat wieder eine ganze Menge Atmosphäre geraubt. Alles, was vorher wirklich gekonnt aufgebaut wurde, bricht da innerhalb dieser Quest wieder zusammen. Hier hätte ZeniMax Online vielleicht eher mit Solo-Dungeon arbeiten sollen.

Die Gruppen-Dungeons hingegen machen einen wirklich tollen Eindruck. Sie sind kurz, aber extrem intensiv, sehen toll aus und machen Spaß. Allgemein haben die meisten Dungeons eine wirklich tolle Optik und brauchen sich auch vor Dungeons in Skyrim nicht verstecken. Hier lassen sich auch wieder viele Parallelen finden. Einfach höhlen? Check. Elfische Ruinen aus Oblivion? Check. Dwemer-Ruinen. Check. Und alle sind so designed, wie Serienveteranen es bereits aus den Offline-Titeln kennen. Toll! Die instanzierten Gruppen-Dungeons bieten auch einen Fokus auf Geschichte. Ihr müsst euch nicht stundenlang mit Trash umschlagen. Meist gibt es 3-4 Bosse, die ziemlich nah beieinander sind. Dazwischen nur wenig Trash oder spezielle Scriptsequenzen, die euch die Story des Dungeons näher bringen.

Die Levelphase ist auch endlich mal wieder angenehm lang. Wenn ihr nicht einfach stupide in Gruppen das Spiel durchrusht, sondern die tollen Quests bewältigt und das Spiel eben so spielt, wie man es von anderen MMOs oder auch der Elder Scrolls Serie kennt, dann werdet ihr nicht in den nächsten 3-4 Tagen direkt das Maximallevel erreichen, wie es heute leider in vielen MMOs üblich ist. Das stört auch gar nicht, denn in der Questphase gibt es in dem Spiel wirklich immens viel zu entdecken.

Aber auch andere Elemente, die man aus der Serie kennt, haben es ins Spiel geschafft. Liegt irgendwo Essen auf Tischen, oder Flaschen, so könnt ihr diese einfach mitnehmen. So eine Freiheit wie in den Offline-Titeln gibt es natürlich nicht. Ihr könnt nur bestimmte Gegenstände einsammeln. Dafür aber mehr als in jedem anderen MMO. Hier gibt es auch eine deutliche Tendenz zu Elder-Scrolls. Genau wie mit verschlossenen Truhen. Denn was wäre Elder Scrolls ohne verschlossene Truhen mit wertvollen Schätzen? Natürlich müssen die Truhen erst mit einem Dietrich geöffnet werden. Das Ganze ähnelt sehr stark Skyrim.

Die Krieger-Gilde und Magiergilde gibt es natürlich auch. Diese bieten euch gelegentlich immer mal wieder Aufträge. Abseits davon könnt ihr durch bestimmte Tätigkeiten eure Ränge erhöhen. Beispielsweise durch das Lösen der Welt-Events. Das schaltet weitere Skills für euch frei.

Und noch mehr serientypische Elemente haben es in das Spiel geschafft. Ihr wollt Werwolf werden? Kein Problem! Das ganze funktioniert dann ähnlich wie in Skyrim. Ihr müsst gebissen werden und könnt euch anschließend manuell in einen Werwolf verwandeln. Das bringt euch wieder neue Skills….aber auch einige Dauerhafte Schwächen im Ausgleich, ganz wie in Skyrim. Und Vampire? Ebenfalls, samt entsprechender Skills. Ihr merkt schon: Auch wenn in einem Build nur eine Hand voll Skills genutzt werden (serientypisch liegt der Fokus doch eher auf dem aktiven Kampfsystem) möchten die Entwickler euch die Möglichkeit geben euch zu individualisieren und so nah an der Serie wie möglich zu bleiben. Dabei gilt erneut: Es müssen Abstriche gemacht werden, aber auch hier steckt doch überraschend viel Elder Scrolls drinnen. Solltet ihr kein Vampir oder Werwolf mehr sein wollen, gibt es auch hier serientypisch eine Questreihe um den Fluch zu heilen.

Und das PvP? Das PvP gehört für mich zum besten, was ich seit Dark Age of Camelot in einem MMO sehen durfte. Allerdings hat es hier noch einige Ecken und Kanten, die optimiert werden sollten. Das große PvP Gebiet ist Cyrodiil. Also das Gebiet, in dem wir im vierten Teil der Singleplayer-Ableger gespielt haben. Und das Gebiet sieht auch so aus. Die Kaiserstadt mit ihrem charakteristischen Turm thront in der Mitte der Insel. Spielerisch ähnelt das PvP hier dem WvWvW aus Guild Wars 2. Allerdings noch eine Nummer größer und für meinen Geschmack etwas besser umgesetzt. Es gibt Burgen, die erobert werden müssen. Dazu können Quests erledigt werden, die im Kampf unterstützen, es können Burgen direkt angegriffen werden, es können kleinere Posten eingenommen werden um den Kampf gegen die Burgen zu vereinfachen und Belagerungswaffen gibt es natürlich auch. Das wirkt durchdacht und funktioniert auch. So als hätte man eben das WvWvW aus Guild Wars 2 genommen, es größer gemacht und optimiert. Das macht richtig, richtig Laune. Auch weil die Performance die meiste Zeit trotz riesiger Spielermassen wirklich, wirklich gut ist. PvE gibt es in Cryodiil auch. PvE-Quests, Dungeons usw. Es ist also nicht nur ein PvP-Gebiet, sondern ein vollwertiges High-Level Gebiet. Und von der Größe her ist es schlicht enorm. Es gleicht 2 bis 3 der größeren Questgebiete. Und selbst die haben sich für MMO-Verhältnisse durchaus gewaschen. Die Größe des kompletten Cyrodiil aus Oblivion erreicht es natürlich nicht. Aber allzu viel fehlt auch nicht!

Crafting darf serientypisch natürlich auch nicht fehlen. Und auch hier bekommen wir eine dicke Portion Elder Scrolls. Das Crafting-System ist hier nämlich deutlich freier, als in den meisten anderen MMOs. Grundsätzlich gilt zudem, dass jeder jeden Beruf ausüben kann…somit auch alle gleichzeitig. Die zentralsten Sammelberufe sind Erze sammeln und Pflanzen/Kräuter sammeln. Im Gegensatz zu den meisten anderen MMOs springen einem diese Ressourcen aber nicht direkt vor die Nase. Hier haben wir das Sammeln 1:1 wie wir es aus den Offline-Titeln kennen. Pflanzen springen einem nicht direkt ins Gesicht. Sie stehen einfach in der Welt rum. Allerdings sind die so designed, dass man schon erkennen kann, welche man sammeln kann. Für Erze gilt dass Gleiche. Man muss also regelrecht die Welt erkunden um das zu finden, was man braucht. Skills, die die Suche vereinfachen, gibt es nur in begrenzten Rahmen. Das Angeln ist ein Beruf, der die Konsistenz der gesamten Spielwelt fördert. Zum Angeln werden nämlich Köder benötigt. Und dadurch bekommen diese kleinen „1-Treffer-Tierchen“, die es in vielen MMOs gibt um die Welt etwas lebendiger zu machen, noch einen Sinn. Ich kann Käfer aufsammeln und die als Köder verwenden. Ich kann diese 1-Treffer-Tierchen töten und die Innereien als Köder verwenden.

Der Alchemist ähnelt auch sehr der Version aus den Offline-Titeln. Er braut Tränke. Benötigt wird als Grundvoraussetzung eine Phiole mit Wasser. Diese bekommt man entweder an manchen Stellen im Wasser, oder in Kisten. Ja! Die meisten Kisten, Truhen und Urnen können, wie in den Offline-Titeln, geöffnet werden. Dazu gehören dann zwei Pflanzen/Kräuter. Allerdings ist die Wirkung unbekannt. Rezepte gibt es nicht. Es muss also selbst erforscht werden welche Kombination welchen Trank mit welchen Effekten gibt. Für die Runen für den Beruf Verzauberung gilt das auch so. Schmieden funktioniert auch anders, als in anderen MMOs. Es gibt grundlegende Gegenstände, die hergestellt werden können. Diese haben eine Mindestvoraussetzung an Materialien wie z.B. Eisenbarren. Je mehr ich allerdings investiere, desto besser und höherstufiger wird die Rüstung oder die Waffe. Um weitere Crafting-Materialien bekommen zu können, können auch bestehende Gegenstände zerlegt werden. Bereits gebaute Gegenstände können auch aufgewertet werden. Jede Rasse hat zudem ihren eigenen optischen Stil, der an eine bestimmte Crafting-Komponente gekoppelt ist. Zu beginn kann man nur den Stil der eigenen Rasse erstellen. Weitere Stile müssen durch Bücher gefunden und gelernt werden. Das gesamte Crafting-System trägt somit sehr zur Konsistenz der gesamten Welt bei. Es erreicht nicht zu 100% die Freiheit, die die Single-Player-Titel erreichen. Es ist aber deutlich freier, als das Crafting-System der meisten anderen MMOs.

Das Interface könnte reine MMO-Spieler vielleicht erst etwas verwirren, denn das Interface orientiert sich deutlich mehr an Skyrim. Anstatt einer Minimap gibt es einen Kompass, der 1:1 aus Skyrim stammt. Die Optik und Haptik ähneln auch sehr Skyrim. Insgesamt gefällt mir das sehr gut. Allerdings erforderte ein Skyrim-Interface, indem auch MMO-typische Elemente wie ein Gruppenfinder untergebracht sind, auch eine kurze Eingewöhnung. Aber mittlerweile komme ich damit gut klar und sehe keine Probleme. Ähnlich wie World of Warcraft unterstützt Elder Scrolls Online auch Third-Party-AddOns für das Interface.

Servertechnisch setzt das Spiel auf kontinentale Mega-Server. Das heißt jeder Spieler spielt auf einem EU- oder US-Server. Damit die Spielermassen aber nicht alle in ein Gebiet gesteckt werden, begrenzt das Spiel die Spielerzahl. Aber es setzt euch bevorzugt in Gebiete, in denen Freunde oder Gildenmitglieder unterwegs sind.

Der Early Access Start verlief im Übrigem sehr gut. Laggs waren kaum zu spüren. Warteschlangen sind nicht eingetreten und Serverabstürze durfte ich auch nicht feststellen. Für ein frisch gestartetes MMO ist das Spiel auch überraschend Bug-Frei. Ich konnte zwei Bugs feststellen, die den Questfortschritt blockiert haben. Bei dem Einen war das etwas gravierender, da das Ende eine längere Folgereihe freischaltet. Nachdem ich ein paar andere Quests gemacht hatte, habe ich die fehlerhaften Quests aber noch einmal versucht und konnte beide beenden. Mindestens die eine der beiden Quests, gleichzeitig auch die wichtigere, die die Folgereihe freischaltet, wurde aber bereits im ersten Patch gefixt. Abseits davon konnte ich bisher keine nennenswerten Bugs feststellen.

Wie das Lategame aussieht, muss sich mit der Zeit zeigen. Das PvP ist sicher interessant und umfangreich genug um zu fesseln. Anstatt auf Raids zu setzen, bieten uns die Entwickler Abenteuerzonen. Das sind Gebiete, die ohne andere Mitspieler nicht oder nur sehr schwer zu bewältigen sind. Ob das ausreicht, muss sich aber im Langzeittest zeigen.

Was heißt das bisher im Fazit?

The Elder Scrolls Online ist kein Skyrim Online. Es ist kein Sandbox-MMO. Es ist ein Themenpark-MMO, in dem aber letztendlich überraschend viel Elder Scrolls drinnen steckt. Die Welt sieht fantastisch aus, die Quests, egal ob nun Aufbau oder Story, kommen sehr nah an die Offline-Titel heran und übertreffen meiner Meinung nach jedes andere MMO. Das PvP ist gigantisch, das Crafting richtig toll integriert. Von mir gibt es eine ganz dicke Kaufempfehlung. Man bekommt hier extrem viel Elder Scrolls geboten. Ein Skyrim mit Multiplayer sollte man jedoch nicht erwarten.
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am 9. Mai 2015
Ich habe mir das Spiel damals schon vorbestellt, da ich ein absoluter Skyrim Fan war..... und habe dann eine Beta Einladung bekommen...
Und da kam die Große Enttäuschung! Die Charaktererstellung war irgendwie grau in grau... alle Haarfarben sahen irgendwie gleich aus. Das Gruppensystem war schrecklich! Ich wollte mit Freunden spielen und da sie mit der Story schon weiter waren als ich, konnten sie meine Feinde nicht sehen und mir nicht helfen..... dafür brauch ich kein online Spiel, wenn man dann nicht zusammen spielen kann.

Nun hatte ich das Spiel und habe es aber erst jetzt aktiviert, wo das Spiel Free-to-Play wurde... nun habe ich wieder hineingeschaut. Es hat sich schon ziemlich verbessert und finde für einen einmaligen Kauf ohne monatlichen Gebühren ist es wirklich ok vom Preis her. Das Gruppensystem habe ich noch nicht getestet, aber die Charaktererstellung ist um eine Spur besser, und auch die Story find ich nun etwas peppiger... bin froh, dass ich mir damals den Vorbestellbonus gesichert habe und nun ohne Gebühren spielen kann...
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am 7. Dezember 2014
Seit dem Release hat sich mega viel getan. Es wurde viel gepatched und verbessert.
Ich kann daher die vielen schlechten Rezensionen nicht verstehen. Klar ist das Spiel kein Skyrim, aber das will es auch gar nicht sein. Es ist etwas selbstständiges und damit neues. Da muss man einfach unvoreingenommen dran gehen ;)

Hier meine Positiv gewonnenen Eindrücke aus dem Spiel:

- Eso hat eine sehr dicht verpackte Story, die einen sofort ins Spiel zieht. Dadurch macht das erkunden der Welt einfach wahnsinnig Spaß und allein dafür geht schon viel Zeit drauf :)

- Die Gebiete sind bis ins kleinste Detail ausgearbeitet, wenn man sich mal allein in den Häusern umschaut merkt man mit wie viel Liebe hier designt worden ist. (ein Kamin brennt in der Ecke, es hängt in der nähe Wäsche zum trocknen) Es sieht einfach bewohnt aus :) und dadurch lebendig und authentisch.

- Das Questsystem ist sehr abwechslungsreich und die Vollbetonung ist ein zusätzlicher Pluspunkt. Ich hatte nie das Gefühl das dies die typische "Töte 20 von denen und danach 10 von denen " Quest ist. Mal muss man die Königin vor einem Attentat retten, mal einer Banditin helfen.

- Zum ersten mal machen mir die Berufe Spaß, ich habe noch nie so viel Zeit mit Schneidern, Schreinern, Verzaubern usw. verbracht. Die neue Handweksschriebe bringt einen dazu immer am Ball zu bleiben..

-Die Steuerung ist gut gelungen, und passt sich dem Interface an. Ich finde sie besser als in Wow, aber das ist bekanntlich geschmackssache.

- Die Schwierigkeit der Monster und Quest sind im angemessenen Rahmen nicht zu leicht, aber auch nicht zu schwer. Manchmal braucht man vielleicht ein paar Anläufe, aber bis jetzt habe ich immer alles schaffen können :)

- Das Charakter sowie Skill und Kampfsystem finde ich große Klasse, man hat viele verschiedene möglichkeiten um das beste für seinen Char heraus zu holen. Das Spiel lebt vom ausprobieren !!
Beispiel :Will ich einen Magier mit schwerer Rüstung und Nahkampfwaffen? Kein Problem. Es ist alles möglich. Ob dies nachher vorteilhaft ist sei mal dahin gestellt. Aber es wird einem dennoch die Wahl gelassen um etwas neues auszuprobieren. Ob die Idee nun gut oder schlecht ist, lässt sich dann am eigenen Leib erfahren. Und so wählt man nachher dann etwas anderes, allein weil man durch die vorherige Erfahrung etwas gelernt hat. Ich finde das ist schon viel Wert und lange nicht mehr selbstverständlich, weil jeder mit den selben Skills und Rüstungen rumläuft und gar nichts mehr ausprobieren möchte.

Hier die wenigen Negativen Eindrücke:

- Es gibt anstatt des Auktionshauses nur Gildenhandel, das finde ich immer noch ein wenig gewöhnungsbedürftig.

- Der Taschenplatz ist meist immer voll, weil man wieder übertrieben gelootet hat. Das man alles mitnehmen kann verleitet einen echt dazu Krimskrams unterwegs einzupacken.

Ich freue mich jetzt schon darauf was in nächster Zeit noch alles im Spiel passiert. Allein wenn das Rechtssystem eingeführt wird lässt dies mein Skyrim Herz wieder höher schlagen :) Da steht man vor der Qual der Wahl. Einstecken und etwas klauen, oder es doch liegen lassen?! Da bekommt das Spiel noch einmal einen neuen eigenen Reiz.

Ich gebe allen den Tipp das Spiel einfach mal selbst auszuprobieren und sich nicht von den Rezensionen verleiten zu lassen!!

Gruß
Nina
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am 12. August 2014
Man könnte fast sagen, dass es abzusehen war. Schon als man damals ankündigte, es würde ein MMO mit 'Elder Scrolls' geben, gab es viele Fans, die sagten, es würde sich sicher um ein neues 'Skyrim' mit Multiplayer-Modus handeln. Man muss diesen Leuten wirklich zustimmen, denn genau das ist 'ESO'.

Ich bin kein sonderlich großer Fan dieses Universums, ich habe 'Skyrim' und 'Oblivion' gespielt, aber mich nie wirklich intensiv mit der Geschichte der Welt befasst. Allerdings war ich schon bei 'Skyrim' überrascht und fasziniert, wie liebevoll der gesamte Hintergrund dieser Welt ausgestaltet wurde. Überall fand man Bücher, die man lesen konnte und die wirklich gut geschrieben waren. In 'ESO' findet man solche Bücher auch, aber es sind deutlich weniger. Dafür teilen sich die neun verfügbaren Rassen in drei Faktionen ein, die allesamt eine eigene Storyline haben, die wirklich umfangreich ist. Später kann man dann auch die anderen Missionen der beiden anderen Fraktionen erleben, aber leider sind es dann wirklich nur noch die Missionen, wenn man deren Story erleben will, muss man wohl mit einem neuen Charakter, der dieser Fraktion angehört, anfangen.

Betrachtet man Grafik und Sound des Spiels, kann man nur sagen, es ist wirklich sehr hübsch und es klingt sehr gut. Das hat das Spiel vor allem dem Soundtrack von Jeremy Soule zu verdanken. Die Texturen sind wunderbar scharf, die Effekte angenehm, mir aber manchmal etwas zu knallig und bunt - so verliert man hin und wieder, gerade bei größeren Schlachten, den Überblick. Doch, warum man wirklich den Überblick verliert in den Kämpfen, liegt an dem direkten Zielsystem, denn im Gegensatz zu anderen Vertretern des Genres muss man hier die Gegner direkt anvisieren und im Fadenkreuz behalten. Eine Aufschaltung auf ein Ziel gibt es nicht, was oft dazu führt, gerade wenn man gegen mehrere Gegner gleichzeitig kämpft, dass man unbeabsichtigt den zweiten statt dem ersten Gegner angreift. Allerdings muss man sagen, sind die Kämpfe angenehm knackig und nicht nur eine reine Klickorgie. Eine große Besonderheit von 'ESO' ist die unglaublich gute Vertonung. Jeder gesprochene Questtext wurde von professionellen Sprechern eingesprochen, sodass man wirklich ein Hörbuchfeeling bekommt. Allein diesen Texten zu lauschen, macht schon unglaublichen Spaß.

Mein Fazit daher: Wer auch bei MMOs lieber allein spielt und wer gern einfach nur Quests machen will, der ist hier richtig, denn, wie am Anfang gesagt, im Grunde ist dieses Spiel ein typisches 'Elder Scrolls' mit Multiplayer. Wer lieber auf Gruppenspiel steht, der greift vielleicht doch eher zu anderen Vertretern.
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am 8. April 2015
Ich war im Beta des Spieles dabei, habe mich aber dagegen entschieden, nach VÖ weiterzuspielen. Zu sehr war TESO ein weiterer Themenpark, wirkte wie ein anderer WOW-Clone mit einer Prise Skyrim.
Kurz bevor das Spiel "b2p" wurde, man also keine Abogebühren mehr zahlen musste, sondern nur noch das Spiel kaufen muss, habe ich diese ältere Version zu einem günstigen Preis erworben, da der damit erstellte Account auch nach der Spielumstellung nutzbar bleiben würde.

Die Grafik ist wirklich schön, MMO-Fans werden sich schnell mit der Steuerung zurechtfinden. Passend zum aktuellen Trend hat man nur wenige nutzbare Fähigkeiten, oder eher gesagt, wenige Slots in der Actionbar, muss also auswählen, welche Fähigkeiten man nutzen möchte. Wie oft man später im Spiel, je nach Situation, die Fähigkeiten austauscht oder ob das Prinzip "stelle Deinen Charakter nach DEINEN Vorstellungen zusammen" (keine Ahnung, ob es nicht wirklich Specs gibt, die erwünscht oder gefordert werden, weil sie marginal oder sehr viel besser funktionieren) kann ich nicht beurteilen, da ich noch levele.
Das Leveln selbst macht Spaß, die Quests sind einigermaßen abwechslungsreich, das Handwerken ist interessant (Sachen auseinandernehmen, Forschen, Experimentieren)... einige der Filmsequenzen sind etwas langatmig, und wer sich nciht allzu sehr für die Geschichte interessiert oder von der komplexen Geschichte der ES-Serie überfordert ist, wird schnell gelangweilt sein.

Man merkt jedoch, dass die Entwickler vieles zum Besseren geändert haben, und so ist die Reise durch dieses Spiel erfrischend. Ich spiele nur sehr gelegentlich, denn meine "Hardcore-Zeiten" sind anscheinend vorbei, ich mag keine Marathonsitzungen mehr. Vielleicht mag ich gerade deswegen das Spiel, denn ich freue mich auf die weitere Reise und darauf, mehr zu sehen und meinen Character zu entwickeln.
Performance- oder Serverprobleme hab ich bisher kaum erlebt, auch wenn es zuweilen sein kann, dass das Spiel etwas langsam ist, alle Charaktere in stark besuchten Innenstadtbereichen anzuzeigen... da war schon mal ein Questgiver "gebugged". =)

Sehr schönes Spiel, nicht NUR für ES-Fans. Ob das Spiel die derzeit geforderten fast 60 EUR wert ist (auch wenn es kein Abo mehr gibt) sollte jeder selbst entscheiden...ich empfehle das Ansehen einiger Gameplay-Videos bei Youtube.
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am 15. Juni 2014
The Elder Scrolls Online - [PC/Mac]

Erstmal zur Vergabe. 1 oder 2 Sterne finde ich zuwenig. Trotz der teilweisen massiven Probleme die dort immer noch herrschen. Weil man aber stets bemüht ist diese auch zu beseitigen,gebe ich 3 Sterne. Was mitunter auch etwas dauern kann, bestimmte Fehler zu beheben. Wie z.b. das Bot Problem, die lags, die Questblocker ( die den Fortschritt der Geschichte verzögern oder behindern), PVP Probleme (laut Forum) und der Standort des EU Servers der noch immer in den USA liegt. Dazu kamen noch Sicherheitsprobleme bezüglich des accounts. Dazu bleibt die persönliche Geschichte immer gleich. Egal welche Rasse oder Gruppierung man spielt. Die Hauptsprache im Allgemeinchat ist überwiegend Englisch. Und man wird vereinzelt übelst beschimpft wen man es wagt außerhalb des deutschen chatkanals deutsch zu sprechen.
Zum Spiel selbst. Die Charaktererstellung ist gut gelungen. Neben Bretonen, Rothwardonen, kann man auch Khajit oder Argonier erstellen als Beispiel. Die Gruppierung wie Ebenherz oder Dolchsturz ist an die verschiedenen Rassen gebunden. Dann kann man die Klassen auswählen wie Drachenritter oder Nachtklinge. Dazu man kann mann sich die jeweiligen Anfänger oder Veteranenrüstungen anzeigen lassen. Das darauffolgende Tutorial nach der Erstellung zeigt die ersten Schritte auf und ist schnell erledigt. Danach landet man im Startgebiet und kann loslegen. Es werden neben der Hauptgeschichte auch immer wieder Einzelschicksale der verschieden NPC's erzählt, die man auf seinen Reisen trift.Denen man helfen kann, oder nicht. Das bleibt jeden selbst überlassen.Diese Geschichten sind aber nicht gleich wie die Hauptgeschichte, wenn man mehrere Charaktere spielt, sondern sind sehr verschieden und schön erzählt. Nach erreichen des maxlvl beginnen die Veteranenränge. Wo man unter anderem die anderen Fraktionen spielen kann. Wenn man beispielsweise im Dolchsturz Bündniss begonnen hat, kann man dann den Ebenherzpakt durchpielen.
Nach erreichen der höheren Veteranenränge kann man auch Kargstein durchspielen.
Zum PVP Teil kann ich mich nicht äußern, da ich diesen teil nur kurz angespielt habe. Jeder kann und sollte mal im offiziellen Forum vorbeischauen. Um sich über die Probleme ( PVP, Allgemein) und den aktuellen Stand des Spiels zu informieren.
Es bleit abzuwarten wie sich das Spiel entwickelt, was die aktuellen Probleme angeht und wo letztendlich der Standort des EU Servers ist. EU oder USA. Vielleicht ist dann auch eine höhere Wertung möglich.
UPDATE: Der Server ist jetzt von den USA in die EU gewechselt. Vor einiger Zeit. Deswegen denke ich das eine bessere Bewertung um einen Stern angemessen ist. Für alle die interessiert an dem Spiel sind, oder mal reinschnuppern möchten, kann ich nur das offizielle Forum empfehlen. Dort kann man sich über den aktuellen Stand informieren. Sowohl über die behobenen als auch noch die bestehenden Fehler.
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