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153 von 194 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Skyrim-Online, dennoch verdammt viel Elder Scrolls!
The Elder Scrolls ist eine Serie, die zu den ganz Großen im Rollenspielbereich gehört. Sie bietet mit die lebendigsten Welten, sie lädt zum Erkunden ein und sie lässt mir einfach die Freiheit das zu tun, was ich gerade wirklich machen möchte.
The Elder Scrolls Online möchte dies nun in ein vollwertiges MMO transferieren. Schafft es das...
Vor 6 Monaten von Chaz0r veröffentlicht

versus
52 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Solo in Verbindung mit MMO - Nicht wirklich durchdacht
Die Queste sind hervorragend gestaltet. Richtige Geschichten, tolle Sprachausgabe und so gut wie kein grind.
Die Optik ist meiner Meinung nach für MMO-Verhältnisse sehr gut. Das Leveldesign wirkt sehr natürlich und ist Detailverliebt. Zwar nicht open World ohne Grenzen, aber das fällt nicht wirklich auf.
Die Menüführung ist mit...
Vor 5 Monaten von -svega- veröffentlicht


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52 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Solo in Verbindung mit MMO - Nicht wirklich durchdacht, 18. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: The Elder Scrolls Online - [PC/Mac] (Computerspiel)
Die Queste sind hervorragend gestaltet. Richtige Geschichten, tolle Sprachausgabe und so gut wie kein grind.
Die Optik ist meiner Meinung nach für MMO-Verhältnisse sehr gut. Das Leveldesign wirkt sehr natürlich und ist Detailverliebt. Zwar nicht open World ohne Grenzen, aber das fällt nicht wirklich auf.
Die Menüführung ist mit Ausnahmen von z.B. Fehlen einer vernünftigen Zugriffsleiste für Heiltränke, das Fehlen einer Minimap etc., usw. grade mit Blick auf das actionreiche Kampfsystem verbesserungswürdig. - Sicherlich Geschmacksache. Mir hat es bis auf die Tatsache des Fehlens einer vernünftigen Schnellzugriffsleiste für Heiltränke etc. gut gefallen.
Das Fehlen dieses Schnellzugriffs zwingt im wildesten Gefecht bei Nutzung unterschiedlicher Dinge (z.B. Heiltrank / Manatrank) immer wieder in das Öffnen der Menüführung (Tast Q). - Das muss geändert werden.

Wäre TESO ein Solotitel hätte es durchaus eine gute Bewertung verdient, auch wenn eine spielerklärende Dokumentation nur unzureichend vorhanden ist, was auch verschmerzbar ist.

Nun eigentlich spricht nichts gegen ein umfangreiches Solospiel in einem MMO, wenn der Übergang, bzw. die Verzahnung zum Gruppenspiel vernünftig durchdacht und jederzeit möglich ist.
Genau hier hapert es bei TESO stark.

Gemeinsames Spiel ist nur auf gleichem Charakterlevel möglich. Unterscheiden sich die Level der Spieler geschieht es nicht selten, dass durch das "phasing" der eine Spieler am gleichen Ort des geschehens andere Dinge sieht als der andere. - Ein gemeinsames Erlebnis ist dann nur eingeschränkt möglich.
Besonders drastisch wird dies, wenn ein Spieler in einem Gebiet alles erledigt hat. Dann bleibt der Spielpartner, der in diesem Gebiet noch nicht alles erledigt hat unsichtbar, was ein gemeisames Spiel unmöglich macht.
Hinzu kommt der im erzwungenen Solospiel teils überzogene Schwierigkeitsgrad bei Bossgegern.

Handel und Crafting:
Das Crafting ist komplex und bietet viele sinnvolle Möglichkeiten, aber wird kaum erklärt und läuft sehr zäh ab, was den Einstieg sehr erschwert. Die Krönung ist, dass es nur für Gilden ab 50 Mitgliedern Zugriff auf ein Auktionshaus gibt.
Solospieler suchen eine entsprechende Möglichkeit vergeblich, was das Craften dann nur noch für den eigenen Charakter halbwegs spielerträglich macht.

Ich habe sicherlich nicht alle zu erwähnenden Punkte (positiv wie negativ) aufgezählt und finde im Fall TESO eine Bewertung via Sternchen sehr schwierig.
Allerding stellte sich mir nach einem Monat Spielzeit die Frage weshalb ich für einen durchaus nennenswerten Solotitel, mit Blick auf die stark eingeschränkten Mehrspielermöglichkeiten zusätzlich zum Kaufpreis eine monatliche Gebühr zahlen soll. Neben dem eingeschränkten gemeinsamen Spiel bietet TESO meiner persönlichen Meinung nach dann doch zu wenige MMO-Tugenden wie es beispielsweise große Vorzeigetitel mit Sandbox-Welt, Housing, open PvP-Gebiete, Teamplay im normalen Spielverlauf etc. bieten, um in diesem Bereich wirklich punkten zu können.

Unterm Strich bleibt aufgrund des gelungenen Questdesigns ein wegen der auf dem Spielemarkt schon vorhandenen teils besseren Konkurenztitel ein dennoch durchaus erwähnenswertes "Solospiel" mit leider undurchdachtem Mehrspielerpart.

Für mich kein zwingender Grund monatlich Gebühren für das Weiterspielen zu zahlen. - Besonders wenn ich eigentlich ein MMO gemeinsam mit Freunden spielen möchte.
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153 von 194 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Skyrim-Online, dennoch verdammt viel Elder Scrolls!, 4. April 2014
Von 
Chaz0r - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: The Elder Scrolls Online - [PC/Mac] (Computerspiel)
The Elder Scrolls ist eine Serie, die zu den ganz Großen im Rollenspielbereich gehört. Sie bietet mit die lebendigsten Welten, sie lädt zum Erkunden ein und sie lässt mir einfach die Freiheit das zu tun, was ich gerade wirklich machen möchte.
The Elder Scrolls Online möchte dies nun in ein vollwertiges MMO transferieren. Schafft es das? Kurz und knapp: Nein. Das ändert aber auch nichts an dem Punkt, dass dieses Spiel, in dem was es sein kann und sein will, wirklich, wirklich gut ist.

Vorab zu dieser Rezension: Ich durfte das Spiel bereits länger in der Beta spielen. Dazu durch die PreOrder der Vorab-Release. Ein MMO bedarf jedoch natürlich einer längeren Testzeit. Demnach möchte ich euch mit dieser Rezension die Eindrücke mitteilen, die ich über die doch relativ lange Zeit bereits sammeln konnte. Sollte mit der Zeit weitere Stärken oder Defizite deutlich werden, so werde ich die Rezension entsprechend mit Updates versehen und bei Bedarf die Wertung anpassen.

Als Hintergrund möchte ich zudem angeben, dass ich ein großer Fan der Elder Scrolls Serie bin und seit einschließlich Daggerfall in jeden Ableger samt AddOns hunderte von Spielstunden investiert habe. Gleichzeitig spiele ich auch MMOs sehr, sehr gerne. Allerdings bin ich hier etwas müde geworden. So gut mir einige MMOs auch gefallen haben, irgendwie sprang der Funke mittlerweile doch nicht mehr auf Dauer über.

Zu erst zur Story: Serientypisch besitzt auch Elder Scrolls Online eine vollwertige Story und tritt damit auch in Fußstapfen von MMOs wie Star Wars: The Old Republic. Zeitlich gesehen spielt das Spiel etwa 1000 Jahre vor den Geschehnissen des jüngsten Serienablegers Skyrim und darauf aufbauend so ca. 800 Jahre vor den Ablegern Morrowind und Oblivion. Es existieren auf dem Kontinent Tamriel 3 große Fraktionen: Das Dolchsturzbündnis, der Ebenherz-Packt und das Aldmeri-Dominion. Wir haben hier also eine Welt, in der der Krieg alltäglich ist. Doch damit ist noch nicht genug. Der daedrische Fürst der Herrschaft und Versklavung beginnt seinen Plan in die Tat umzusetzen: Die Eroberung von Tamriel.

Mittlerweile Serientypisch starten wir wieder einmal als Gefangener. In einem Kerker, in dem wir sitzen, erscheint der Geist eines Propheten. Viel erzählt er uns zu Beginn nicht. Aber ratz-fatz sind wir aus dem Kerker draußen und das Abenteuer beginnt.

Erzählerisch bekommen wir hier das geboten, was man von Elder Scrolls gewohnt ist. Keine Blockbuster-Geschichte, aber eine Geschichte, die toll erzählt wird und nicht langweilt. Das, wofür Elder Scrolls aber seit langem steht, lässt sich auch hier wieder finden. Das ist das Gesamtpaket aus Hauptstory, Nebenstories und Dialogen. Es war immer so, dass genau diese Mischung dafür sorgte, dass wir nach und nach bis ins kleinste Detail erfahren haben, was in der Welt vor sich ging. Alles griff in einander und war extrem stimmig. Und genau das schafft Elder Scrolls Online in den meisten Bereichen auch.

Erzählt wird die Geschichte auch sehr wie in den Offline-Titeln: Über Dialoge. Auch hier können wir oft mehrere Gesprächsoptionen auswählen. Im Gegensatz zu den Offline-Spielen können wir aber nicht mit jedem NPC sprechen. Skript-Sequenzen kommen im Spiel weniger vor. Stattdessen sind die Quests so aufgemacht, dass sie stimmig die Geschichte erzählen. Das ist ein Kompromiss, der bei einem Elder-Scrolls-MMO wohl eingegangen werden muss.

Zur Technik: Elder Scrolls Online ist meiner Meinung nach das optisch und sound-technisch beste MMO auf dem Markt. Die Sprecher sind großartig und springen mindestens auf das Niveau von Skyrim. Die Synchronisationsqualität von Oblivion wird meilenweit übertroffen. Die Soundeffekte gefallen. Die Musik ist teilweise 1:1 aus den Offline-Titeln übernommen. Laufen wir beispielsweise durch Skyrim, bekommen wir sehr oft Musik zu hören, die wir bereits aus dem Single-Player-Titel kennen. Grafisch legt das Spiel Wert auf ein in sich stimmiges Design. Darauf möchte ich noch gesondert eingehen. Die Texturen sind größtenteils sehr scharf. Einige Matsch-Texturen lassen sich aus der Nähe jedoch nicht verbergen. Die Licht- und Schatteneffekte gefallen. Richtig großartig sind meiner Meinung nach die Charakter- und Gegnermodels. Sie kommen meiner Meinung nach nicht an das Niveau von Skyrim heran…aber sie sind verdammt nah drann! Hier haben sie wirklich eine großartige Arbeit geleistet.

Auch muss man sagen, dass die Engine wirklich sauber programmiert wurde. Schraubt man die Details herunter, so lässt sich das Spiel auf wirklich alten Rechnern hervorragend spielen. PvP (dazu später mehr) mit mehreren hundert Spielern auf einem Haufen nimmt überraschend wenig Einfluss auf die Performance. Ein etwas stärkerer Rechner vorausgesetzt und der Performance-Verlust, wenn es nicht grad Effekt-Bombardements gibt, ist mit bloßem Auge oft nicht einmal wahrnehmbar. Im normalen Questverlauf läuft das Spiel butterweich. Auf meinem PC mit allen Details hochgeschraubt in normalen Quest-Gebieten fast konstant 60 Bilder pro Sekunde. Und das trotz des hohen Detailgrads der Welt. Wirklich, wirklich starke Leistung.

Nun aber zur Welt und dem Design: Was die Entwickler hier geschafft haben ist es wirklich im gesamten Welt-Design die Atmosphäre eines Elder-Scrolls-Titels einzufangen. Morrowind sieht aus wie Morrowind. Skyrim ist nicht nur ein x-beliebiges Schnee-Gebiet. Nein! Das ist Skyrim. Cyrodiil ist kein einfaches, grünes Gebiet aus MMO XY. Nein, das ist Cyrodiil! Ich persönlich habe mich vom Weltdesign her die ganze Zeit gefühlt, als würde ich wirklich in Tamriel unterwegs sein. Die Welt hat einen Detailgrad, der meiner Meinung nach jedes bestehende MMO übertrifft. Es kommt nicht an Skyrim heran. Allerdings wäre es meiner Meinung nach auch extrem das von einem MMO, was die Welt auch mit mehreren hundert Spielern flüssig darstellen muss, einen Detailgrad wie in Skyrim zu erwarten. Aber den Detailgrad eines (ungemoddeten) Oblivion übertrifft das Spiel für meinen Geschmack um Längen. Auch wird dieses Elder-Scrolls-Feeling durch die Gegner, Gegnerplatzierungen und die Architektur erreicht. Viele Gegner und Kreaturen kennt man bereits aus den anderen Ablegern der Serie. Morrowind-Veteranen hier? Netches, Alits und Kwamas werdet ihr wiedersehen! Und Guars werden immer noch als Zuchttiere verwendet.

Die Architektur der einzelnen Gebiete orientiert sich auch an den Offline-Titeln. Die Gebäude in Skyrim sehen aus wie die Gebäude in Skyrim. Und die in Morrowind können 1:1 aus dem Singleplayer-Ableger stammen.

Wo das Spiel hingegen wieder Kompromisse eingehen muss, sind die NPCs. Es gibt zahlreiche. Und eigentlich alle sind so platziert, dass sie der Atmosphäre zu Gute kommen. Aber Tagesabläufe und besondere Verhaltensweisen, wie man es besonders seit Oblivion kennt, bekommen wir nicht zu sehen. In dem Ausmaß wie es seit Oblivion eingeführt wurde, kann man das sicher auch nicht von einem MMO erwarten. Aber in einem gewissen Rahmen wär das sicher möglich gewesen. Haben wir beispielsweise einen Kriegsmeister als Questgeber, der sich in einer Stadt befindet, wäre es sicher möglich gewesen ihn tagsüber im Krieger-Quartier zu platzieren und gegen Abend ihn in eine Kneipe gehen zu lassen. Solche Kleinigkeiten hätten für noch mehr Elder-Scrolls-Feeling im Design sorgen können. Um das Ganze dann doch etwas zu fördern, wurden neben den gut platzierten Quest-NPCs auch fahrende Händler eingeführt, die die Welt beleben.

Damit andere Spieler, die gerade in Menüs hocken, die Atmosphäre nicht komplett zerstören, spielt das Spiel für außenstehende Spieler eine Animation ab. Wenn ein Spieler im Inventar ist, durchsucht er seine Taschen. Schaut er auf die Karte, hat der Charakter auch eine Karte in der Hand. Eine Kleinigkeit…aber eine wirklich nette Kleinigkeit!

Bücher gibt es im Übrigen auch wieder. Diese lassen sich jedoch nicht aufsammeln, haben aber serientypisch durchaus interessante Hintergrundinfos zur Welt.

Erkundung spielt in Elder Scrolls Online auch eine wichtige Rolle. Zum einen trägt zum Erkundungsfaktor die Queststruktur bei. Hier wird nicht direkt ein Questspot nach dem nächsten abgerannt. Questgeber sind in der Welt so verteilt, dass sie „gefunden“ werden müssen. Natürlich geben die Entwickler vom Design her eine grobe Richtung vor. Aber ich habe aus der Ferne öfter einige interessante Orte gesehen, wo ich dann plötzlich einen neuen Questgeber gefunden habe. Darunter auch spezielle Dungeons, die Quests abseits des regulären „Pfades“ geboten haben. Die Queststruktur befindet sich also da durchaus ziemlich genau in der Mitte zwischen den Offline-Titeln und einem typischen MMO. Das zweite Element sind die Himmelssplitter. Besondere Steine, die ihr sammeln solltet, da drei von ihnen zusammen Skillpunkte bieten. Auch zur Erkundung trägt das Caftingsystem bei. Dazu aber mehr im entsprechenden Abschnitt. Zusätzlich gibt es auch noch Schatzkarten, durch welche ein bestimmter Platz in den Gebieten gefunden werden muss. Heißt also: weniger lineare Queststruktur mit Quests, die ausschließlich durch freies Erkunden gefunden werden, Crafting, was Erkundung voraussetzt und Schatzkarten. Es wird insgesamt nicht das Niveau eines Skyrims erreicht, aber meiner Meinung nach war die Erkundung der Welt in einem MMO nie ein so zentraler Bestandteil des Spiels.

Und die eigentlichen Gameplaymechaniken? Hier befindet sich Elder Scrolls Online meiner Meinung nach genau zwischen einem klassischen MMO und den Offline-Titeln. Das Spiel möchte einfach so viel Elder Scrolls wie möglich sein. Da es aber auch ein MMO ist, muss es Kompromisse eingehen. Und das auch nicht nur einen, einige habe ich ja bereits erwähnt. Das Spiel bedient also meiner Meinung nach eine Nische von Spielern. Zum einen die MMO-Spieler, die eine andere Aufmachung von MMO haben wollen und die Elder Scrolls-Spieler, die auch MMOs mögen und verstehen, dass Kompromisse eingegangen werden müssen. MMO-Spieler, die ein reines, klassisches MMO möchten, könnte das Spiel weniger interessieren. Genau so wie reine Offline-Elder-Scrolls-Spieler, die quasi ein Skyrim mit Multiplayermodus möchten.

Das Kampfsystem ähnelt stark dem System, dass wir aus den Offline-Ablegern kennen. Wir können serientypisch in der Ego-Perspektive spielen. Angriff mit einem Linksklick, blocken mit einem Rechtsklick. Allerdings wirkt das System nicht ganz so responsiv und direkt, wie wir es von den Offline-Titeln kennen. Abseits davon gibt es zusätzlich einige Anpassungen zu einem MMO hin. Fernkämpfer brauchen beispielsweise nicht 100% genau zielen. Dazu kommt, dass es wirklich erforderlich ist, Gegner, beispielsweise durch Schildschläge, zu unterbrechen. Aktives Ausweichen ist ein Muss. Das fühlt sich richtig gut an. Nicht ganz so perfekt wie in einem Skyrim, aber es fühlt sich richtig schön dynamisch an. Die Ego-Perspektive kann Kämpfe in Gruppen gegen mehrere Gegner aber vor allem für Nahkämpfer etwas chaotisch machen. Mit ein wenig Übung geht auch das gut von der Hand. Ansonsten für etwas mehr Übersicht in die Third-Person-Ansicht wechseln. Das ist allerdings ein Problem, was bei mehreren Gegnern in meinen Augen schon seit Morrowind existiert.

Bei den Skills sieht das Ganze ähnlich aus. Wir haben insgesamt mehr Freiheiten als in so manchem MMO. Ein schleichender Schurke mit einem Zauberstab wäre möglich. Ein brachialer Nahkämpfer in einem Stoffkleidchen ebenso. Allerdings sind die Vorgaben dann doch etwas straffer als in den Single-Player-Titeln, sodass manche Skill- und Ausrüstungskombinationen fragwürdig sein dürften. Die nutzbaren Skills sind dabei wieder an eine der vier Klassen gekoppelt. Gelevelt werden sie aber eher wie in den Singleplayer-Titeln, nämlich durch aktive Nutzung. Auch gefundene Bücher können serientpisch zu Skillerhöhungen führen. Auch hier befindet sich Elder Scrolls Online also wieder irgendwo in der Mitte zwischen MMO und Elder Scrolls.

Klassen gibt es mehr oder minder 4: Drachenritter, Templer, Nachtklinge und Magier. Diese lassen sich aber völlig unterschiedlich spielen. Ein Drachenritter kann mit Zaubern schaden machen, Tanken oder etwas dazwischen. Templer zaubern und/oder heilen, Magier zaubern und/oder Beschwören, Nachtklingen setzen auf verstohlenen Nahkampf, oder Fernkampf mit Bogen. Zumindest sind das die grundlegenden Gedanken. Da aber jede Klasse jede Waffe tragen kann und jede Klasse noch fraktionsspezifische Skills freischalten kann, ist in den einzelnen Builds und Spielweisen eine Menge möglich. Drachenritter heißt in diesem Fall nicht gleich Drachenritter.

Rassen haben wir bis auf eine Ausnahme alle Elder-Scrolls-typischen Rassen zur Verfügung. Das sind eine Menge! Und die Einstellungsmöglichkeiten sind dank vieler Schieberegler enorm. Auch hier braucht sich das Spiel nicht vor den Singleplayer-Titeln verstecken. Die einzige Ausnahme sind die Kaiserlichen. Bisher sind diese nur Spielern der imperial Edition, oder Spielern, die sie sich separat gekauft haben, zur Verfügung. Das hätte meiner Meinung nach nicht sein müssen. Es gibt keinen riesen Grund sich zu beschweren, da die Auswahl der Rassen immer noch die meisten MMOs übertrifft. Schließlich stehen uns mit Bretonen (Menschenrasse), Orks, Rothwardonen (Menschenrasse), Hochelfen, Waldelfen, Khajit (Katzenrasse), Argonier (Echsenrasse), Nord (Menschenrasse) und Dunkelelfen satte 9 Rassen zur Verfügung. Die Kaiserlichen, sofern man sie besitzt, können in allen Fraktionen benutzt werden. Es ist kein riesen Schlag ins Gesicht, dass die Kaiserlichen nicht von allen Spielern gespielt werden können, da es eben genug Rassen gibt und die Aufteilung 3 Rassen für jedes Bündnis so überhaupt erst möglich wird, aber letztendlich hätte man die Kaiserlichen auch nicht unbedingt extra verkaufen müssen. Nichtsdestotrotz sind die Individualisierungsmöglichkeiten für den eigenen Charakter wirklich, wirklich üppig.

Die einzelnen Quests lassen sich größtenteils alleine durchspielen. Für Gruppencontent sorgen aber härtere, öffentliche Dungeons, instanzierte Dungeons, Bosse in der freien Welt, die Anker-Events und PvP. Und, wie Guild Wars 2 es schön vorgemacht hat, Gegner können einem nicht „weggeschnappt“ werden. In vielen Bereichen spielt man somit irgendwie doch automatisch zusammen. Mir gefällt die Mischung richtig gut.

Weiterhin arbeitet Elder Scrolls Online für die Geschichte viel mit Phasing. Das heißt es gibt bestimmte Abschnitte in der Welt, die sich durch Quests verändern. Richtig cool ist, dass es gelegentlich Entscheidungen gibt, die wir fällen müssen. Und je nachdem wie wir sie fällen, ändert sich die Phase. Das heißt wir können erstmalig in einem MMO direkt die Welt durch unser Handeln beeinflussen. Damit man jedoch weiter mit allen Spielern spielen kann, werden die Spieler nicht komplett in eine Phase verlagert. Ich sehe immer und zu jeder Zeit alle Spieler in meiner Umgebung, selbst wenn diese in Phase A und ich in Phase B bin. Das führt zu etwas, was mich gerade in den ersten beiden, noch sehr kleinen Gebieten abgeschreckt hat. Es gibt zahlreiche Spieler, die mit Elementen interagieren, die ich nicht sehe. Und zwar weil diese Elemente sich in einer Phase befinden, in der ich mich nicht befinde. Spieler reden mit der Luft, weil sie mit einem NPC reden, den ich nicht sehe. Das war in den ersten beiden Gebieten ein wirklicher Atmosphäre-Killer. Wenn die Gebiete größer werden, tritt das Problem aber für mich kaum noch wahrnehmbar auf. Nur wenn ich regelrecht darauf achte, fallen mir solche Situationen noch auf. Das liegt daran, weil sich in den großen Gebieten alles viel mehr verläuft.

Und das Ganze ist stellvertretend für die ersten beiden Tutorial-Gebiete. Hier hat ZeniMax Online meiner Meinung nach Mist gebaut. Nicht einmal von der Aufmachung der Gebiete her, aber im Gesamtpaket vermitteln sie für mich einfach ein Bild, das dem weiteren Spiel nicht gerecht wird. Sie sind beispielsweise extrem klein. Erkunden? Pah! Weniger, als das ganze Spiel es nachher ermöglicht. Das Phasing-Problem, also die Interaktion von anderen Spielern mit unsichtbaren Elementen, ist allgegenwärtig. Und ich fühle mich wie ein stupider Questjunkie, der die paar der vorhandenen Quests abrennt ohne nachzudenken. Das führte dazu, dass ich mir zu Anfang die Hände über den Kopf zusammengeschlagen habe. Alles…aber auch einfach alles, was in Sachen Gameplay Elder Scrolls Online ausmacht, wird hier nicht richtig umgesetzt. Ich kann mir denken, was die Entwickler hier erreichen wollen. Sie wollen die grundlegenden Mechaniken näher bringen ohne die Spieler gleich ins kalte Wasser zu schmeißen. Das ist auch in Ordnung, aber die gesamten Mechaniken funktionieren meiner Meinung nach in diesen kleinen Gebieten nahe zu gar nicht. Hier war ich tatsächlich kurz davor das Spiel direkt an die Wand zu werfen.

Gott sei Dank habe ich es nicht getan und mich durch die ersten beiden, kleinen Gebiete durchgequält. Denn danach werden die Gebiete groß. Richtig groß sogar. Fast alle Probleme, die einem vorher entgegengesprungen sind, verpuffen. Hier entfalten sich die Mechaniken und erst hier erkennt man, dass das Ganze in dem, was das Spiel sein möchte, auch funktioniert. Aber ZeniMax Online hätte für meinen Geschmack zu sehen müssen, dass das Spiel gerade am Anfang die Mechaniken so präsentiert, dass man gerne weiter spielen möchte. Glücklicherweise lassen sich diese Bereiche nach Beta-Feedback überspringen. Allerdings verlieren neue Spieler dadurch das Tutorial, was man meiner Meinung nach aber schon einmal zu Beginn gespielt haben sollte. Neuen Spielern kann ich dadurch also nur empfehlen, dass sie sich das Tutorial anschauen und nicht zu vorschnell über das Spiel urteilen. Ein wirklich repräsentatives Urteil ist meiner Meinung nach nur dann möglich, wenn man im ersten, richtig großen Gebiet angelangt ist. Denn erst hier entfaltet sich alles so wie es sein soll.

Was sich allerdings nicht ändert ist das „Story in öffentlichen Dungeons“-Problem. Ich mache eine Quest mit dem Inhalt „Woah, du bist der auserwählte, nur du kannst diese sagenumwobene Tür öffnen und den mächtigen Gegner da drinnen besiegen“. Ich fühle mich mächtig und wichtig und begebe mich zu dem entsprechenden Dungeon. Ich nehme meinen Mut zusammen. Ich bin schließlich der „Auserwählte“, der hier für Ordnung sorgen muss. Alles liegt an mir. Ich gehe also rein und sehe den Boss…wie er von 10 anderen Spielern bereits totgeprügelt wird. Das hat wieder eine ganze Menge Atmosphäre geraubt. Alles, was vorher wirklich gekonnt aufgebaut wurde, bricht da innerhalb dieser Quest wieder zusammen. Hier hätte ZeniMax Online vielleicht eher mit Solo-Dungeon arbeiten sollen.

Die Gruppen-Dungeons hingegen machen einen wirklich tollen Eindruck. Sie sind kurz, aber extrem intensiv, sehen toll aus und machen Spaß. Allgemein haben die meisten Dungeons eine wirklich tolle Optik und brauchen sich auch vor Dungeons in Skyrim nicht verstecken. Hier lassen sich auch wieder viele Parallelen finden. Einfach höhlen? Check. Elfische Ruinen aus Oblivion? Check. Dwemer-Ruinen. Check. Und alle sind so designed, wie Serienveteranen es bereits aus den Offline-Titeln kennen. Toll! Die instanzierten Gruppen-Dungeons bieten auch einen Fokus auf Geschichte. Ihr müsst euch nicht stundenlang mit Trash umschlagen. Meist gibt es 3-4 Bosse, die ziemlich nah beieinander sind. Dazwischen nur wenig Trash oder spezielle Scriptsequenzen, die euch die Story des Dungeons näher bringen.

Die Levelphase ist auch endlich mal wieder angenehm lang. Wenn ihr nicht einfach stupide in Gruppen das Spiel durchrusht, sondern die tollen Quests bewältigt und das Spiel eben so spielt, wie man es von anderen MMOs oder auch der Elder Scrolls Serie kennt, dann werdet ihr nicht in den nächsten 3-4 Tagen direkt das Maximallevel erreichen, wie es heute leider in vielen MMOs üblich ist. Das stört auch gar nicht, denn in der Questphase gibt es in dem Spiel wirklich immens viel zu entdecken.

Aber auch andere Elemente, die man aus der Serie kennt, haben es ins Spiel geschafft. Liegt irgendwo Essen auf Tischen, oder Flaschen, so könnt ihr diese einfach mitnehmen. So eine Freiheit wie in den Offline-Titeln gibt es natürlich nicht. Ihr könnt nur bestimmte Gegenstände einsammeln. Dafür aber mehr als in jedem anderen MMO. Hier gibt es auch eine deutliche Tendenz zu Elder-Scrolls. Genau wie mit verschlossenen Truhen. Denn was wäre Elder Scrolls ohne verschlossene Truhen mit wertvollen Schätzen? Natürlich müssen die Truhen erst mit einem Dietrich geöffnet werden. Das Ganze ähnelt sehr stark Skyrim.

Die Krieger-Gilde und Magiergilde gibt es natürlich auch. Diese bieten euch gelegentlich immer mal wieder Aufträge. Abseits davon könnt ihr durch bestimmte Tätigkeiten eure Ränge erhöhen. Beispielsweise durch das Lösen der Welt-Events. Das schaltet weitere Skills für euch frei.

Und noch mehr serientypische Elemente haben es in das Spiel geschafft. Ihr wollt Werwolf werden? Kein Problem! Das ganze funktioniert dann ähnlich wie in Skyrim. Ihr müsst gebissen werden und könnt euch anschließend manuell in einen Werwolf verwandeln. Das bringt euch wieder neue Skills….aber auch einige Dauerhafte Schwächen im Ausgleich, ganz wie in Skyrim. Und Vampire? Ebenfalls, samt entsprechender Skills. Ihr merkt schon: Auch wenn in einem Build nur eine Hand voll Skills genutzt werden (serientypisch liegt der Fokus doch eher auf dem aktiven Kampfsystem) möchten die Entwickler euch die Möglichkeit geben euch zu individualisieren und so nah an der Serie wie möglich zu bleiben. Dabei gilt erneut: Es müssen Abstriche gemacht werden, aber auch hier steckt doch überraschend viel Elder Scrolls drinnen. Solltet ihr kein Vampir oder Werwolf mehr sein wollen, gibt es auch hier serientypisch eine Questreihe um den Fluch zu heilen.

Und das PvP? Das PvP gehört für mich zum besten, was ich seit Dark Age of Camelot in einem MMO sehen durfte. Allerdings hat es hier noch einige Ecken und Kanten, die optimiert werden sollten. Das große PvP Gebiet ist Cyrodiil. Also das Gebiet, in dem wir im vierten Teil der Singleplayer-Ableger gespielt haben. Und das Gebiet sieht auch so aus. Die Kaiserstadt mit ihrem charakteristischen Turm thront in der Mitte der Insel. Spielerisch ähnelt das PvP hier dem WvWvW aus Guild Wars 2. Allerdings noch eine Nummer größer und für meinen Geschmack etwas besser umgesetzt. Es gibt Burgen, die erobert werden müssen. Dazu können Quests erledigt werden, die im Kampf unterstützen, es können Burgen direkt angegriffen werden, es können kleinere Posten eingenommen werden um den Kampf gegen die Burgen zu vereinfachen und Belagerungswaffen gibt es natürlich auch. Das wirkt durchdacht und funktioniert auch. So als hätte man eben das WvWvW aus Guild Wars 2 genommen, es größer gemacht und optimiert. Das macht richtig, richtig Laune. Auch weil die Performance die meiste Zeit trotz riesiger Spielermassen wirklich, wirklich gut ist. PvE gibt es in Cryodiil auch. PvE-Quests, Dungeons usw. Es ist also nicht nur ein PvP-Gebiet, sondern ein vollwertiges High-Level Gebiet. Und von der Größe her ist es schlicht enorm. Es gleicht 2 bis 3 der größeren Questgebiete. Und selbst die haben sich für MMO-Verhältnisse durchaus gewaschen. Die Größe des kompletten Cyrodiil aus Oblivion erreicht es natürlich nicht. Aber allzu viel fehlt auch nicht!

Crafting darf serientypisch natürlich auch nicht fehlen. Und auch hier bekommen wir eine dicke Portion Elder Scrolls. Das Crafting-System ist hier nämlich deutlich freier, als in den meisten anderen MMOs. Grundsätzlich gilt zudem, dass jeder jeden Beruf ausüben kann…somit auch alle gleichzeitig. Die zentralsten Sammelberufe sind Erze sammeln und Pflanzen/Kräuter sammeln. Im Gegensatz zu den meisten anderen MMOs springen einem diese Ressourcen aber nicht direkt vor die Nase. Hier haben wir das Sammeln 1:1 wie wir es aus den Offline-Titeln kennen. Pflanzen springen einem nicht direkt ins Gesicht. Sie stehen einfach in der Welt rum. Allerdings sind die so designed, dass man schon erkennen kann, welche man sammeln kann. Für Erze gilt dass Gleiche. Man muss also regelrecht die Welt erkunden um das zu finden, was man braucht. Skills, die die Suche vereinfachen, gibt es nur in begrenzten Rahmen. Das Angeln ist ein Beruf, der die Konsistenz der gesamten Spielwelt fördert. Zum Angeln werden nämlich Köder benötigt. Und dadurch bekommen diese kleinen „1-Treffer-Tierchen“, die es in vielen MMOs gibt um die Welt etwas lebendiger zu machen, noch einen Sinn. Ich kann Käfer aufsammeln und die als Köder verwenden. Ich kann diese 1-Treffer-Tierchen töten und die Innereien als Köder verwenden.

Der Alchemist ähnelt auch sehr der Version aus den Offline-Titeln. Er braut Tränke. Benötigt wird als Grundvoraussetzung eine Phiole mit Wasser. Diese bekommt man entweder an manchen Stellen im Wasser, oder in Kisten. Ja! Die meisten Kisten, Truhen und Urnen können, wie in den Offline-Titeln, geöffnet werden. Dazu gehören dann zwei Pflanzen/Kräuter. Allerdings ist die Wirkung unbekannt. Rezepte gibt es nicht. Es muss also selbst erforscht werden welche Kombination welchen Trank mit welchen Effekten gibt. Für die Runen für den Beruf Verzauberung gilt das auch so. Schmieden funktioniert auch anders, als in anderen MMOs. Es gibt grundlegende Gegenstände, die hergestellt werden können. Diese haben eine Mindestvoraussetzung an Materialien wie z.B. Eisenbarren. Je mehr ich allerdings investiere, desto besser und höherstufiger wird die Rüstung oder die Waffe. Um weitere Crafting-Materialien bekommen zu können, können auch bestehende Gegenstände zerlegt werden. Bereits gebaute Gegenstände können auch aufgewertet werden. Jede Rasse hat zudem ihren eigenen optischen Stil, der an eine bestimmte Crafting-Komponente gekoppelt ist. Zu beginn kann man nur den Stil der eigenen Rasse erstellen. Weitere Stile müssen durch Bücher gefunden und gelernt werden. Das gesamte Crafting-System trägt somit sehr zur Konsistenz der gesamten Welt bei. Es erreicht nicht zu 100% die Freiheit, die die Single-Player-Titel erreichen. Es ist aber deutlich freier, als das Crafting-System der meisten anderen MMOs.

Das Interface könnte reine MMO-Spieler vielleicht erst etwas verwirren, denn das Interface orientiert sich deutlich mehr an Skyrim. Anstatt einer Minimap gibt es einen Kompass, der 1:1 aus Skyrim stammt. Die Optik und Haptik ähneln auch sehr Skyrim. Insgesamt gefällt mir das sehr gut. Allerdings erforderte ein Skyrim-Interface, indem auch MMO-typische Elemente wie ein Gruppenfinder untergebracht sind, auch eine kurze Eingewöhnung. Aber mittlerweile komme ich damit gut klar und sehe keine Probleme. Ähnlich wie World of Warcraft unterstützt Elder Scrolls Online auch Third-Party-AddOns für das Interface.

Servertechnisch setzt das Spiel auf kontinentale Mega-Server. Das heißt jeder Spieler spielt auf einem EU- oder US-Server. Damit die Spielermassen aber nicht alle in ein Gebiet gesteckt werden, begrenzt das Spiel die Spielerzahl. Aber es setzt euch bevorzugt in Gebiete, in denen Freunde oder Gildenmitglieder unterwegs sind.

Der Early Access Start verlief im Übrigem sehr gut. Laggs waren kaum zu spüren. Warteschlangen sind nicht eingetreten und Serverabstürze durfte ich auch nicht feststellen. Für ein frisch gestartetes MMO ist das Spiel auch überraschend Bug-Frei. Ich konnte zwei Bugs feststellen, die den Questfortschritt blockiert haben. Bei dem Einen war das etwas gravierender, da das Ende eine längere Folgereihe freischaltet. Nachdem ich ein paar andere Quests gemacht hatte, habe ich die fehlerhaften Quests aber noch einmal versucht und konnte beide beenden. Mindestens die eine der beiden Quests, gleichzeitig auch die wichtigere, die die Folgereihe freischaltet, wurde aber bereits im ersten Patch gefixt. Abseits davon konnte ich bisher keine nennenswerten Bugs feststellen.

Wie das Lategame aussieht, muss sich mit der Zeit zeigen. Das PvP ist sicher interessant und umfangreich genug um zu fesseln. Anstatt auf Raids zu setzen, bieten uns die Entwickler Abenteuerzonen. Das sind Gebiete, die ohne andere Mitspieler nicht oder nur sehr schwer zu bewältigen sind. Ob das ausreicht, muss sich aber im Langzeittest zeigen.

Was heißt das bisher im Fazit?

The Elder Scrolls Online ist kein Skyrim Online. Es ist kein Sandbox-MMO. Es ist ein Themenpark-MMO, in dem aber letztendlich überraschend viel Elder Scrolls drinnen steckt. Die Welt sieht fantastisch aus, die Quests, egal ob nun Aufbau oder Story, kommen sehr nah an die Offline-Titel heran und übertreffen meiner Meinung nach jedes andere MMO. Das PvP ist gigantisch, das Crafting richtig toll integriert. Von mir gibt es eine ganz dicke Kaufempfehlung. Man bekommt hier extrem viel Elder Scrolls geboten. Ein Skyrim mit Multiplayer sollte man jedoch nicht erwarten.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für Solospieler super!, 12. August 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: The Elder Scrolls Online - [PC/Mac] (Computerspiel)
Man könnte fast sagen, dass es abzusehen war. Schon als man damals ankündigte, es würde ein MMO mit 'Elder Scrolls' geben, gab es viele Fans, die sagten, es würde sich sicher um ein neues 'Skyrim' mit Multiplayer-Modus handeln. Man muss diesen Leuten wirklich zustimmen, denn genau das ist 'ESO'.

Ich bin kein sonderlich großer Fan dieses Universums, ich habe 'Skyrim' und 'Oblivion' gespielt, aber mich nie wirklich intensiv mit der Geschichte der Welt befasst. Allerdings war ich schon bei 'Skyrim' überrascht und fasziniert, wie liebevoll der gesamte Hintergrund dieser Welt ausgestaltet wurde. Überall fand man Bücher, die man lesen konnte und die wirklich gut geschrieben waren. In 'ESO' findet man solche Bücher auch, aber es sind deutlich weniger. Dafür teilen sich die neun verfügbaren Rassen in drei Faktionen ein, die allesamt eine eigene Storyline haben, die wirklich umfangreich ist. Später kann man dann auch die anderen Missionen der beiden anderen Fraktionen erleben, aber leider sind es dann wirklich nur noch die Missionen, wenn man deren Story erleben will, muss man wohl mit einem neuen Charakter, der dieser Fraktion angehört, anfangen.

Betrachtet man Grafik und Sound des Spiels, kann man nur sagen, es ist wirklich sehr hübsch und es klingt sehr gut. Das hat das Spiel vor allem dem Soundtrack von Jeremy Soule zu verdanken. Die Texturen sind wunderbar scharf, die Effekte angenehm, mir aber manchmal etwas zu knallig und bunt - so verliert man hin und wieder, gerade bei größeren Schlachten, den Überblick. Doch, warum man wirklich den Überblick verliert in den Kämpfen, liegt an dem direkten Zielsystem, denn im Gegensatz zu anderen Vertretern des Genres muss man hier die Gegner direkt anvisieren und im Fadenkreuz behalten. Eine Aufschaltung auf ein Ziel gibt es nicht, was oft dazu führt, gerade wenn man gegen mehrere Gegner gleichzeitig kämpft, dass man unbeabsichtigt den zweiten statt dem ersten Gegner angreift. Allerdings muss man sagen, sind die Kämpfe angenehm knackig und nicht nur eine reine Klickorgie. Eine große Besonderheit von 'ESO' ist die unglaublich gute Vertonung. Jeder gesprochene Questtext wurde von professionellen Sprechern eingesprochen, sodass man wirklich ein Hörbuchfeeling bekommt. Allein diesen Texten zu lauschen, macht schon unglaublichen Spaß.

Mein Fazit daher: Wer auch bei MMOs lieber allein spielt und wer gern einfach nur Quests machen will, der ist hier richtig, denn, wie am Anfang gesagt, im Grunde ist dieses Spiel ein typisches 'Elder Scrolls' mit Multiplayer. Wer lieber auf Gruppenspiel steht, der greift vielleicht doch eher zu anderen Vertretern.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Erst wow aber schnell verfliegt der Spielspass, 21. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: The Elder Scrolls Online - [PC/Mac] (Computerspiel)
Ich habe mich sehr darauf gefreut und habe auch sofort ab der 1 Minute mitgespielt schnell wurde klar man Level't hauptsächlich alleine was anfangs nicht weiter Stört da die Quest liebevoll und immer mit einer Hintergrundgeschichte Geschmückt sind und die auch noch sehr schön Vertont ist :-)

Dann kommt ab LVL 12 aber das erste Erwachen man kann in die Ersten Verliese (4er Grp) rein und dann fängt es schon an trotz Megaserver dauert es ewig bis man eine Grp zusammen hat und das wir mit Steigendem Lvl nicht einfacher. Und wenn man endlich eine Gruppe gefunden hat kommt das Nervigste an der ganzen Geschichte Deutsches Spiel und man schreibt nur auf Englisch ( Natürlich heutzutage kann das fast jeder aber halt nur fast ) und wenn ich ein Online RPG Spiele dann bitte so dass ich mich mit jedem uneingeschränkt unterhalten kann.

Ich habe meine Mage bis Verteranenrang 8 gespielt und es reicht mir komplett PVP ist ganz lustig questen sit mir nach 5 min schon zu öde da die Basis der Q sich ständig wiederholt ( Rette meinen Bruder , Böse Magier, verfluchte Gräber usw.)

Die Gilden sind riesengroß allerdings da jeder alleine questet und die Dungeons kaum wiederspiel wert haben wenn man die q des Dungeons einmal gemacht hat spielt man kaum Gilden intern , Leider.

Ich bin auch sehr über den Support enttäuscht, wollte kurz nach dem Start meine Version Upgrade auf die Imperial Edition und da ging etwas schief nach 2 Hin und her Mailen mit dem Support haben sie den Fehler eingeräumt den Auftrag storniert nach 2 Wochen ist doch lachhaft.

Ich finde es echt schade soviel Potential und es wird leider nicht genutzt.
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62 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig - Elder Scrolls im MMO Universum [Update 29.04], 7. April 2014
Von 
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(TOP 1000 REZENSENT)   
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: The Elder Scrolls Online - [PC/Mac] (Computerspiel)
Habe damals schon an den Beta Tests teilgenommen, mir hatten die Beta Tests Spaß gemacht sodass ichs einfach kaufen musste. Zuerst noch ein ganz wichtiger Aspekt: Der Game-Launcher muss mit Administrationsrechten gestartet werden! Bei manchen User tritt eine Fehlermeldung beim Starten des Launchers auf, dann entweder auf das Gamelauncher-Icon Rechtsklick > Als Administrator ausführen oder am besten gleich dauerhaft einstellen, indem man Rechtsklick > Eigenschaften > Kompatibilität > Haken bei Als Administrator ausführen > Übernehmen. Dann kann man wie gewohnt aufs Gamelauncher-Icon drücken und hat keine Probleme beim starten.

Zur Einrichtung: Man muss zu Beginn direkt ein Abo abschließen! Je nach ausgewählter Bezahlmethode ist der erste Monat kostenpflichtig (PaySafeCard, GiroPay) oder kostenfrei (PayPal). Genaueres auch auf der TESO Seite. Die 30 Tage kostenlos bekommt man in jedem Fall. Wer PayPal als Bezahlmethode auswählt, muss für den ersten Monat nichts bezahlen. Man wird zwar auf PayPal weitergeleitet, muss dort auch den Button "bezahlen" drücken, die Bezahlung wird aber direkt von Zenimax wieder storniert, sodass einem für den ersten Monat keine Kosten anfallen und man die 30-Tage kostenfrei nutzt. Dieses System von Zenimax ist etwas verwirrend, dient schlussendlich aber der Verifizierung der Spielerkonten. Bei GiroPay und co. muss man den ersten Monat bezahlen und kann dann den zweiten Monat kostenfrei nutzen. Am besten zahlt ihr mit PayPal, da ihr so direkt mit dem kostenfreien Monat beginnen könnt. Das Abo kann man im Account jederzeit stornieren, sprich wer lieber sporadisch einzelne Monate kauft oder Gamecards verwendet, kann das danach auch tun.

Wer schlau war, hat sich den ca. 23GB großen Installer bereits einige Tage vor Release geladen. Das Spiel benötigt installiert ca 31,4 GB. TESO ist mein erstes bekanntes MMO, dass einen solchen brillianten und fehlerfreien Start hingelegt hat. Das Online-Spiele zu Beginn öfter Abstürze haben ist ja normal, aber dass es Zenimax geschafft hat einen so fehlerfreien Start hinzulegen ist erstaunlich. Ich spiele mit Headstart seit 01.04 und ich hatte bis heute 07.04 nur einen einzigen kurzen Disconnect bei derzeit ca. 20h Spielzeit gehabt, worauf man sich direkt wieder einloggen konnte und alles problemlos weiterlief. Insgesamt kann man großes Lob an Zenimax aussprechen, einen so unkomplizierten MMO-Start habe ich persönlich noch nie erlebt. Auch gibt es im Spiel selbst keine Login-Warteschlangen oder dergleichen, das Spiel läuft lagfrei und absolut flüssig und flott vor sich hin. Lediglich am Sonntag gab es auf der Account-Homepage von TESO eine Warteschlange, diese betrifft aber nur die Account-Einstellungen, nicht das Spiel selbst! Die Spielserver sind rund um die Uhr ohne Warteschlangen erreichbar. Alle Tage finden Wartungsarbeiten von wenigen Stunden statt, diese werden aber auch Ingame kurze Zeit vorher bekannt gegeben. Bugfixes wurden bisher durchaus schnell durchgeführt, wenn auch nicht jede Quest gerade in den höheren Gebieten frei von Fehlern ist.

Zum Spiel selbst kann man sich über Tests, YouTube und co. ja sehr gute ausführliche Informationen besorgen, daher möchte ich mich möglichst kurz aufs wesentliche befassen. Erstmal die Grafik: Diese sieht für meinen Geschmack wirklich schick aus, ich kenne dahingehend auch kein MMO dass eine solch tolle prächtige Grafik hat. Sicherlich ein Skyrim mit ENBMod und massenhaft Grafik/Textur-Mods sieht noch besser aus, aber für ein MMO ist die Teso Grafik mehr als gelungen. Empfehlen kann ich aber, Vertikale Syncronisation zu deaktivieren. Denn diese Einstellung wirkt sich zumindest bei mir nachteilig auf die Spielgrafik aus, wirkt optisch so als wäre die Kantenglättung dann deaktiviert. Hab einen i7 4771, GTX 670, 8 GB RAM und das Spiel auf SSD installiert und das Spiel läuft butterweich mit hohen FPS 55-60FPS im Schnitt vor sich hin.

Die Story, die Quests und NPCs sind äußerst interessant. Zugegeben, die ersten Level zu Beginn "dümpelt" das Spiel noch etwas vor sich hin, aber schon nach wenigen Spielstunden weiß die Geschichte einen zu packen. Dazu eine sehr stimmige teils entspannende Hintergrundmusik, durch Tamriel zu reißen ist Erholung pur. Und TESO weißt sehr viele Ähnlichkeiten zu Skyrim und co. auf. Für das Erkunden der Welt wird man belohnt, sei es mit Rohstoffen und anderen Materialien aber auch Quests. Ähnlich wie in Skyrim findet man die Quests überall auf der Map verteilt. Das fand ich in Skyrim schon super, weil man sich die einzelnen Gebiete und Orte anschaut, überall andere NPCs mit eigenen Geschichten trifft und Aufgaben. Manche Quests bringen viel Gold, andere geben Fertigkeitspunkte oder gute Waffen. Dazu gibt es eben noch eine "Hauptstory" die praktisch wie ein roter Faden durchs Spiel zieht. Wie auch in Skyrim gibt es auch Portale zu anderen Welten usw., generell finde ich die Gestaltung der Karten äußerst gelungen. Natürlich sind den Quests in Sachen Freiheit Grenzen gegeben, es ist nunmal kein Offline-Spiel wie Skyrim sondern ein MMO in der die Welt eben statischer ist. Anderseits hatte ich in Skyrim auch nie das Gefühl, dass sich die Welt durch meine Entscheidung ernsthaft verändert hat. Und schlussendlich muss man auch sagen: TESO ist kein Skyrim, TESO ist ein Elder-Scrolls MMO und sollte dahingehend auch als solches betrachtet werden. Denn TESO hat seine Stärken neben der tollen Story und Geschichte eben auch im MMO Bereich. Gruppendungeons, PvP und später per Update nachgereicht die Abenteuerzonen. Es macht Laune Quests zu zweit zu erledigen, es macht Spaß nicht immer als Einzelgänger durch Tamriel zu reisen sondern auch mit vielen anderen zu erkunden. Es gibt Quests, wo man eben mit vielen anderen in Höhlen und Gebieten ist, aber auch Quests wo man ganz allein z.B. in eine andere Welt portiert und den Feind bekämpfen muss. Die Quests empfinde ich als abwechslungsreich und das wichtigste: Es packt einen und macht Spaß. Noch die Quest, auch noch da hinter, ach die Quest gebe ich noch schnell ab .. ach da ist ja ein NPC mit ner Quest die könnte ich mir noch ansehen .. oh schon so spät ich sollte ins Bett. TESO packt einen und bietet einfach sehr viel Content, Story und ein gutes Elder Scrolls Feeling.

Was mich an TESO absolut begeistert ist, dass neben der Quests und normalen Storyline die komplette Welt einfach voller Überraschungen steckt. Es gibt unter anderem auf den Maps sogenannte Anker, dort startet von Zeit zu Zeit ein Großevent in dem man eben den Anker zerstören muss. Im Grunde ist es eine riesige Klopperei, es spawnen aus Portalen massenhaft Gegener und mit vielen Random Spielern zusammen muss man diese besiegen. Macht aber zwischendurch richtig Laune und mit Glück dropt auch eine seltene Waffe. Weiteres gibt es überall auf den Karten verteilt Bossgegner aber auch andere Überraschungen. Wenn man diese Gebiete erkundet hat, werden die Plätze auch auf der Karte als Ort angezeigt. So gibt es z.B. Werwolflager oder andere Lager, genauso wie es an einzelnen Plätzen Bossgegner lauern. Ganz amüsant fand ich, als ich die Küste entlang gelaufen bin und sich über mir plötzlich ein Portal geöffnet hat und mehrere Feinde erschienen sind. War ein packender schöner Kampf, und kaum waren die ersten 3 Einheiten erledigt spawnte ein zweites Portal mit einem dickeren Bossgegner, den man aber allein mit etwas Geschick problemlos besiegen konnte. Das sind jetzt nur wenige Beispiele, aber denke ihr versteht worauf ich hinausmöchte. Die Welt ist einfach voll mit Dingen die man entdecken und erleben kann!

Die 9 verschiedenen Völker, 3 Alianzen wovon jede eigene Gebiete besitzt und insgesamt 4 Klassen (Drachenritter, Nachtklinge, Zauberer, Templer) bietet eine große Auswahl. In TESO kann man mit jeder Klasse alle Waffen und Rüstungen verwenden, heißt ich kann einen Krieger als Drachenritter verwenden und als Zweitwaffe z.B. einen Froststab verwenden. Zum Skillsystem in TESO muss man bedenken, dass es Klassenskills gibt, sprich Skills die nur die jeweilige der 4. Klassen besitzt. Und Waffenskills, die man eben beim Benutzen der jeweiligen Waffe bekommt. Hierbei sollte man aber beachten, dass ein Drachenritter zwar Froststab verwenden kann, als reiner Magier aber nie so gut sein wird wie ein Magier der Klasse Zauberer. Weil dieser nicht nur die Waffenskills besitzt, sondern auch speziell als Zauberer sehr ordentliche Magie-Zauber. Schlussendlich läuft es darauf hinaus, dass jede der 4. Klassen bestimmte Stärken und Faktoren hat, sodass sich in TESO Zweitcharakter defenitiv lohnen. Aber das System in TESO erlaubt es einem einfach, mehr Flexibilität ins Spiel zu bringen und gerade bei der Wahl der sekundären Waffe eben mehr Möglichkeiten erlaubt.

Das Handwerk in TESO ist absolut gelungen. Eisenerz findet man in großen Mengen überall auf der Map verstreut, man muss nur mal abseits der Wege entlang laufen. Das Handwerk ist im Grunde sehr leicht zu verstehen: Das Eisenerz wird veredelt (10 Eisenerz = 1 Eisenbarren) und dann kann man mit den Eisenbarren entsprechende Rüstung herstellen. Rüstung und Waffen sind sehr leicht hergestellt, da man außer Eisenbarren und das Stil-Item (sprich soll es eine orkische Rüstung, eine bretonische Rüstung usw. sein) n ichts weiter benötigt. Das Stil-Item gibts beim Schmiedehändler, der eigentlich immer in der NÄhe steht für wenig Gold. Rüstungen anderer Rassen aber auch Eigenschaften z.B. Lebensteigerung usw. muss man erst erlernen, in dem man im Spiel durch Quests oder allgemein Loot entsprechende Waffen findet und diese dann analysieren lässt (geht ebenfalls auf der Werkbank im Reiter Analyse). Srpich man kann nicht von Anfang an jeden Rüstungsstil herstellen, sondern zu Beginn die Rüstungsoptik seiner eigenen Klasse. Auf die Rüstungswerte hat das erstmal keinen Einfluss. Rüstung niedriger Stufen z.B. Stufe 4 benötigen wenige Eisenbarren, für Rüstung der Stufe 12 erhöht man einfach die Anzahl der Eisenbarren und so wird die Rüstung stärker und für eben einen Lvl 12 Charakter. Das System ist einfach, bietet später mit den Eigenschaften, der Möglichkeit die Rüstung durch bestimmte Steine zu verbessern bzw. Waffen zu härten .. aber auch Waffen und Rüstungen zu verzaubern sehr viele Möglichkeiten, die Rüstung "perfekt" zu machen. In keinem anderen Spiel hatte Handwerk eine solch intensive Bedeutung wie in TESO. Denn hier profitiert man richtig, Erze findet man in Massen und kann sich so jederzeit die besten Rüstungen herstellen. Ich persönlich erstelle mir immer alle 2-4 Levelaufstiege eine neue Rüstung und Waffen. So kann man sich das Gold für Reperaturkosten sparen und sammelt gleichzeitig Erfahrung im Handwerk. Sehr empfehlenswert ist es, gefundene Waffen zu verwerten, das kann seltene Materialien geben und steigert natürlich auch das Level beim Handwerk.

Ein weiterer Punkt, den ich gerade auch bei Skyrim sehr zu schätzen wusste: Das Kampfsystem. War das Kampfsystem von GW2 schon kleinwenig anspruchsvoller, in dem man im richtigen Moment ausweichen musste setzt TESO mit dessen Waffensystem noch einen drauf. Linke Maustatur ist normaler schlag, linke Maustaste gedrückt halten ein stärkerer Schlag, rechte Maustaste blocken. Dazu gibts natürlich das wegrollen. Ich habe bisher kein MMO gespielt, dass einen im Kampf so fordert wie TESO. Timing ist äußerst wichtig, im Richtigen Moment blocken kann einen bei manchen Bossgegnern das Leben retten. Sicher bei Standard-Gegnern kloppt man einfach drauf bis diese tot sind, aber gerade mit höheren Level sind es dann auch 3er-Gruppen oder einzelne sehr starke Gegener. Da hilft einfaches draufkloppen nicht mehr, hier ist der richtige Mix aus Blocken, Fähigkeiten einsetzen und im richtigen Moment zuschlagen angesagt.
Auch wenn man in TESO "nur" 5 Skillfähigkeiten verwenden kann, darf man diese nicht unterschützen. Denn es sind weitaus mehr: Linke (Standardschlag) & Rechte Maustaste (Blocken), Q (Tränke, Schnellzugriff), 1-5 (die 5 Skills), R (Ultimative Fähigkeit). Dazu gibt es noch passive Skills die man mit der Zeit freischaltet. Sicherlich wären größere Skillleisten von Vorteil, anderseits konnte ich an übervollen Leisten bisher nur wenig Abgewinnen. Wenn man dann 10 Skills auf den Ziffern 1-0 liegen hat, meist ohnehin nur die selbe Reihenfolge abspielt .. oder wie in WoW oder Rift zum Teil 3 Skills hatte wo alle fast das selbe gebracht haben und man diese nur wegen der Abklingzeit drin hatte. Die Skillleisten von TESO sind im Grunde vollkommen ausreichend, weil TESO den Schwerpunkt im Kampfsystem selbst hat. So bleiben die Kämpfe spannend, man verwendet ~2 Damage-Skills und 3 Passive die einen Heilen, Stärken. Es reicht vollkommen aus!

TESO besitzt kein Auktionshaus, es gibt lediglich Gildenläden. In TESO kann man Mitglied in bis zu 5 Gilden sein, jede Gilde kann ihren eigenen Gildenladen haben. Es gibt natürlich eine Vielzahl an Handelsgilden die ausschließlich dazu da sind. Im ersten moment empfand ich das Fehlen des Auktionshauses sehr schade, aber mit zunehmender Spielzeit sehe ich auch durchaus positive Aspekte. Man ist wie auch in Skyrim einfach stärker auf sich fokussiert. Bei vielen MMOs war Handwerk absolute Nebensache, weil man über kurz oder lang sämtliche Waffen, Loot usw. in Massen im Auktionshaus bekam, der Anreiz Waffen selbst zu schmieden für mich persönlich nahe 0 war, bekommt man ja eh alles ohne Aufwand praktisch zum Materialpreis im AH. Die Gildenläden sind gerade im Endgame sicherlich brauchbar, auch um hochwertige seltene Waffen darin anzubieten. Aber gerade in der Levelphase ist man so einfach stärker auf sich gestellt, was prinzpiell nicht verkehr ist. Ich persönlich vermisse das Auktionshaus nicht, da man wie gesagt sich problemlos selbst versorgen kann und es durchaus die Spieltiefe steigert.

TESO ist für mich persönlich ein absolut gelungenes und hervorragendes Spiel. In TESO bekommt man eine große offene Welt und ist (wie in Skyrim auch) selbst für sein Handeln verantwortlich. Was mache ich? Erkunde ich die Welt, genieße die Story, schaue mir alles an ... die Art wie man TESO spielt ist entscheidend und TESO punktet ganz klar im Story-Bereich. Dementsprechend liegt auch ein großer Schwerpunkt auf der Levelphase und diese sollte man auch genießen. Im Endgame kann man noch lange genug rumhocken, PvP machen oder Dungeons immer und immer wieder wiederholen, aber die größte Stärke sehe ich eben klar im Storybereich. TESO ist ein MMO, aber MMO ist schlussendlich nur ein übergeordneter Genre-Begriff. Es gibt viele MMOs und jedes hat seine Stärken und Schwachen. Wer auf Raids, Itemspiralen und co. aus ist wird in TESO nicht glücklich, der sollte besser bei WoW bleiben. Wer auf eine packende Story, ein schönes Setting mit toller Atmosphäre wert legt und vollvertonten Quests, der wird mit TESO seine absolute Freude haben. TESO ist dahingehend kein MMO, dass einen an die Hand nimmt und schlauchartig durch die einzelnen Gebiete leitet. Sicher wird man auch in TESO teilweiße an die Hand genommen und von einigen QuestNPCs zum nächsten geleitet. Aber viele zum teil richtig gut gemachte Quests findet man eben nur durchs Erkunden, in dem man sich die Map ansieht und schaut "wo war ich noch nicht? Da im Westen ist ein Weg mit einer Insel, da schau ich mal hin". Das Erkundungssystem, was Skyrim selbst auch so besonders gemacht hat. Man entdeckt die Welt und wird immer wieder überrascht, aber man muss sich hald als Spieler darauf einlassen können. Skyrim war ja auch kein leichtes Spiel, ich kenn viele Kollegen die mit diesem offenen System Probleme hatten, weil sie dann auf der Map stehen und sich denken "was soll ich hier überhaupt". Daher auch nochmal der Hinweiß: TESO ist ein MMO insbesondere für Leute die Lust auf Entdecken haben.

Über die Abo-Gebühren kann man defenitiv streiten, aber in meinen Augen ist TESO die Kosten wert. TESO ist ein Spiel, dass einem hunderte Stunden Spielspaß bietet. Allein das Hauptspiel selbst bietet massenhaft Content, 3 Allianzen wovon jede 5 riesige Karten hat mit massenhaft Quests und Dingen zum Entdecken. An Umfang mangelt es TESO defenitiv nicht. Dahingehend finde ich den Vollpreis + Abo-Gebühren in Ordnung, weil der Gegenwert einfach gegeben ist. TESO bietet einem allein im ersten kostenlosen Monat mehr Spielspaß und Inhalt, als es die meisten anderen Vollpreistitel je machen. Und für ein Spiel, womit man hunderte Stunden an Spielspaß hat, es einen Monat für Monat fesselt finde ich den Kaufpreis + Gebühr absolut in Ordnung. Spannend wird nur sein, was Zenimax anstellt um die Abo-Spieler zu halten. Denn so toll TESO auch ist, auch TESO wird irgendwann "durchgespielt" sein, und dann kommts darauf an ob Zenimax die Abo-Spieler durch Content-Updates usw. am Spiel binden kann oder man eben in 3-6 Monaten sich einem anderen Spiel widmet und nur noch sporadisch reinschaut. Wert ist es für mich auf jedenfall, ich hab meinen Spaß daran und mich hats gepackt :)

(Meine Rezension werde ich von Zeit zu Zeit erweitern, darunter zu späterer Zeit auch den PvP erwähnen)

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Update 29.04.2014
Nachdem nun fast ein Monat an Spielzeit herum ist, möchte ich meine Rezension dahingehend erweitern.
Zuerst muss ich sagen, dass mich TESO nach wie vor sehr stark fesselt und großen Spaß macht. Ein Grund warum ich TESO nun auch um weitere 60 Tage (Gamecard) erweitert habe. Mein Mainchar (lvl 40 Krieger, Rothwardone) ist inzwischen auf Level 40 gekommen bei ca. 90 h Spielzeit. Content-Mäßig bietet einem TESO wirklich zuhauf und auf meinem Weg durch die Gebiete und Dungeons habe ich schon so einige nette Spieler kennen gelernt und geaddet. Das Zusammenspiel funktioniert in TESO durchaus, auch wenn die Levelphase vorrangig eine "Solo-Phase" ist, so bietet das Spiel mit den 3x Dungeons pro Gebiet sowie dem öffentlichen Gruppen-Verlies mehr als genug Gruppen-Unterhaltung für mich. Je nach Tageslaune gehe ich etwas leveln, helfe Freunden oder mache Dungeons. Dazu versuche ich bei jedem Gebiet alle Quests zu erledigen, alle Himmelsscherben zu finden und natürlich auch alle Verliese zu erledigen.
Es lohnt sich ja ohnehin kaum, so schnell wie möglich auf Level 50 zu rushen .. auf Level 50 hockt man doch ohnehin lange genug herum darum genieße ich die Levelphase größtmöglich. Auch wenn ich desto höher ich werde desto häufiger auch Dialoge überspringe, lediglich die Gebietsstory, Gildenstory und Hauptstory höre ich mir gerne an, denn da gehts auch um etwas.

Wer GW2 kennt, wird sich im PvP von TESO sehr schnell wohl fühlen. Allerdings muss man sagen, dass TESO im PvP vieles besser und interessanter macht als in GW2. Das Rangsystem wirkt motivierender, durch die größere Masse an Spielern im PvP passiert auch mehr auf der Map. Dank dem Gruppensystem kann man sich in 24er Gruppen zusammenschließen und so geschlossen als Gruppe eine Burg einnehmen. Im Gebietschat findet man laufend Meldungen wie "LFM Ale type 1", man tippt dann 1 ein und ist in einer 24er Raid Gruppe wo man zusammen loszieht. Den PvP Modus finde ich insgesamt etwas motivierender, allerdings eignet sich der PvP für allem als Endcontent. Mit niedrigerem Level kann man zwar auch dem PvP beitreten und die eigenen Stats werden auch erhöht, man ist aber trotzdem nie so gut wie Endcontent-Spieler, die ihren Charakter aufs Maximum bringen. Was ich auch gut finde, PvP sehe ich einfach als Endcontent-Tätigkeit. Als Motivation steht neben dem Rangsystem und den Fraktionspunkten natürlich die Eroberung der Kaiserstadt. Persönlich macht der PvP einen guten Eindruck, aber wie schon in GW2 finde ich, wird das ständige Burgen-Einnehmen doch etwas langweilig. Ich sehe im PvP eine spaßige Abwechslung zum PvE-System.

Gold ist in TESO ebenfalls kein Problem. Mein erstes Pferd habe ich mit Level 20 gekauft für 17.000 Gold. Pferde kann man in TESO skillen, hierbei hat man die Wahl zwischen Geschwindigkeit, Ausdauer und Traglast (= mehr Inventarplätze). Ich hab mir das günstige Pferd gekauft und skille dieses rein auf Traglast, so kann man sein Inventar um 50 Plätze erweitern. Das teure Pferd werde ich mir zu späterer Zeit holen und dann auf Geschwindigkeit skillen für PvP. Für PvE reicht das günstige Pferd vollkommen und langfristig braucht man wohl ohnehin 2 Pferde, eins für PvE mit Traglast und eines für PvP oder allgemein wenns schnell gehen soll mit viel Speed oder Ausdauer (je nach Geschmack). Das teure Pferd kann man sich spät. mit lvl 40 leisten, wer auf das günstige Pferd und einige Bank/Inventarerweiterungen verzichtet dürfte bereits mit lvl 30 das Geld dazu haben. Geld spielt in TESO aber ohnehin eine unwichtigere Rolle finde ich, sicher kann man sich Items kaufen. Aber TESO zielt finde ich klar in die Richtung "Selbstversorger". Hochwertige Rüstungen schmiedet man sich selbst oder absolviert die entsprechenden Dungeons. Dazu verdient man durch Verkauf an NPCs oder im Zone-Chat auch sehr gut. Gerade lila Waffen kann man im Zone-Chat posten und findet innerhalb von Minuten meist einen Käufer, falls nicht sollte man seine Preisvorstellung überdenken.

Werde meine Rezension zu späterer Zeit dann noch erweitern. Ich kann in Kurzform nur soviel sagen: Mir macht TESO Spaß!
Und deshalb habe ich TESO auch um weitere 60 Tage verlängert, solange ich meinen Spaß daran hab und das Spiel motiviert verlängere ich gerne mit Gametimecards. Von langfristigen Abos halte ich gar nichts, weil es bei Spielen grundsätzlich schwer abzusehen ist, ob einem dieses in ein paar Monaten überhaupt noch Spaß macht, man nicht schon etwas ganz anderes zockt. Auch wird man sehen, wie umfangreich und häufig und auch wie sinnvoll die Content-Patches in TESO ausfallen werden. Gerade an den Content-Patches wird der Erfolg von TESO abhängen, viele MMOs haben einfach das Problem dass ihnen nach wenigen Monaten die Puste ausgeht und dann die Spieler abziehen weil sie nichts zu tun haben. Ob Zenimax das besser löst, wird sich zeigen. Die erste Ankündigung mit Kargstein hört sich aber bereits Klasse ein und ist eine reine Gruppenkarte, in der man als 4er bzw. 12er Team durch die Karte streift. TESO selbst bietet so unheimlich viel Potenzial, allein die Welt könnte man um eine Vielzahl an Gebieten erweitern und hier ein sehr fesselndes MMO Erlebnis erstellen. Bleibt abzuwarten was Zenimax daraus macht.
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36 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider nur mittelmäßig...Pro und Contra, 4. April 2014
Rezension bezieht sich auf: The Elder Scrolls Online - [PC/Mac] (Computerspiel)
Als das Spiel angekündigt wurde, war ich aus dem Häuschen und habe mich wie ein kleines Kind gefreut. Habe seit Morrowind alle Spiele der Reihe gespielt und hatte auch immer wochenlang Spaß daran. Speziell Morrowind war meiner Meinung nach der absolute Knaller!

Und jetzt sollte das Ganze im Rahmen eines MMO's kommen. Nun ja was kann da schief gehen??

Leider vieles!

- Man überspringt automatisch die Anfängerinsel...??? Es fehlen einem 5 Level und ein Einstieg in die Story...Nicht so meins. Dazu ist zu sagen, man kann wieder zurück auf die Anfängerinsel. Hier ist mir nur der Umstand negativ aufgefallen, dass man dies auch übersehen kann und eben einiges verliert.
- Im Vergleich zu anderen MMO's wie SWTOR fesselt die Story einfach nicht so richtig. Es gibt nicht diese Momente in denen man so wirklich zu seinem Charakter findet...Kein bösartiger Schurke der moralisch zweifehaft ist oder umgekehrt. Es fühlt sich einfach irrelevant an.
- Das Skillsystem ist breit gefächert, aber auch total unübersichtlich wenn man neu im Game ist und ein Respec kostet richtig Kohle. Das Einfinden findet recht schnell statt, aber es ist anspruchsvoller als man denkt.
- Viele Bots und Goldspammer und Zenimax unternimmt einfach nichts!
- Immernoch viele Bugs die zwar durch reloggen gelöst werden können, aber das nervt halt auch irgendwann.
- Quest geben sehr wenig Erfahrung und Mobs/Bosse sind teilweise einfach zu stark. Manchen One-Hit-Kill-Attacken kann man einfach mal nicht ausweichen...???!!!
- Das Kosten/Goldverhältniss ist exorbitant hoch. Ein Pferd kostet 17.000 Gold. Das sind 20 Level und knapp zwei Gebiete...
- Megaserver sind einfach nervig! Punkt! Fast im Minutentakt fangen Leute an zu streiten welche Sprache jetzt die Richtige ist und blablablabla....
- Kundenservice ist ein Witz: Ich beschrieb ein Problem und teilte mit, dass ich Lösung XY schon versucht habe. Es kommt eine Mail mit: "Versuchen sie Lösung XY"....So liest man also meine Mail...
- Wartungsarbeiten...Mindestens zweimal die Woche zur Prime Time und dann mal für ein paar Stunden.
- Die Community ist leider sehr schlecht. Viele Menschen die einem das Spielvergnügen und das freundliche Miteinander verderben.

So das war meiner Meinung nach das Schlimmste und nun mal zum Positiven:

+ Charaktererstellung ist einfach gut. Vier Klassen, neun Rassen, drei Allianzen. Mehr kann man sich wirklich nicht wünschen!
+ Die Grafik macht sehr viel Spaß und die Gebiete sehen sehr schön aus.
+ Das Kämpfen ist anspruchsvoller als in den meisten MMO's und erfordert ein gewisses Maß an taktischer Planung. Super.
+ Das Craftingsystem macht Spaß! Ich stelle mir meine Ausrüstung fast ausschließlich selbst her. Endlich lohnt es sich mal Rohstoffe zu farmen und Rüstungen auseinanderzunehmen.
+ PvP ist sehr lustig und ich sehe eine Langzeitmotivation! Burgen mit mehreren hundert anderen Spielern zu erstürmen ist einfach ein riesen Spaß.
+ Die Quests sind sehr abwechslungsreich. Es ist selten einfach nur Mobs killen und manchmal muss man Tränke herstellen, bei denen die richtige Zutatenfolge wichtig ist.
+ Trotz anfänglicher Sorge gibt es genügend Skillpunkte zu ergattern.
+ Verschiedene Kleidungsstile der Völker machen es noch interessanter seine eigenen Klamotten herzustellen.
+ Server laufen wenn sie online sind sehr stabil und ohne große Ruckler.
+ Die Vertonung ist auch gelungen, leider nicht beim Charakter...aber nichts neues für ESO Games also kein negativer Punkt.

Soweit zu den Pro Punkten von The Elder Scrolls Online.

Fazit: Gute Grundidee mit mangelnder Umsetzung. Es ärgert mich wirklich gewaltig wie viel da schief läuft. Zenimax will immer wieder das Image der Kundenfreundlichkeit darstellen, aber jeden Tag wenn ich mich einlogge habe ich midnestens fünf Mails von Goldspammern die ich am Vortag auf die Ignore Liste gesetzt habe.
EDIT: 1.5.2014 Zenimax arbeitet an dem Problem, wenn es verschwindet gibt es einen Stern mehr!

Das Spiel selbst leider sehr unter den Patzern und meine eindeutige Empfehlung: Wartet mit dem Kauf noch ein zwei Monate. Danach einfach nochmal informieren und die Bewertungen lesen. Ich werde diese Bewertung auch anpassen sobald sich etwas verändert.

Zwecks Langzeitmotivation: Sehe ich nur teilweise wirklich. Da laut Zenimax keine Belohnung auf mich wartet wenn ich in der Veteranenklasse der Beste bin, naja warum soll ich es dann werden?? Höchstens die PvP Welt Cyrodiil kann hier überzeugen und ich denke da wird im Gegensatz zu Abenteuerzonen der Hauptfokus liegen.

Eins noch: Das Abosystem ist zwar unfair aber absolut nichts neues! Kann die Aufregung nicht verstehen...Es ist ja nicht so als ob da die neuste Masche des Geldmachens erfunden wurde. Es wurde lediglich ein altbewährtes Modell übernommen.

Danke fürs lesen!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Leveln ist ganz nett gemacht..., 15. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Elder Scrolls Online - [PC/Mac] (Computerspiel)
So spiele jetzt paar Tage und bin Level 20 und ja man ist eigentlich nur Solo unterwegs selbst wenn man per Emote mal sich bedankt für die Unterstützung hat keiner Interesse am zusammen Spiel. - macht anscheinend auch kein Sinn bis auf ein paar Verliese bisher. Werde mir die Geschichte bis Level 50 noch geben aber dann wird die Luft raus sein. (Außer es wird bis dahin doch noch zum MMO :)
Für ein MMO ist es halt zu einsam im Sinne von Kommunikation, denke die meisten in den Anfangsgebieten sind Leute die Twinks hochziehen denn keiner hat Zeit um den guten Sprechern/Geschichten zuzuhören.

Edit 26.09.2014
Nach den 30 Tagen freie Spielzeit werde ich das Abo nicht verlängern.
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22 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wozu?, 27. April 2014
Rezension bezieht sich auf: The Elder Scrolls Online - [PC/Mac] (Computerspiel)
Welchen Sinn hat ein Massive Multiplayer Online Spiel? Genau gemeinsam mit Freunden, Bekannten etc. eine völlig neue nicht existierende Welt zu erleben. Neue Leute kennenlernen gehört sicherlich auch dazu. Es ist in erster Linie ein sozalorientiertes Unterfangen irgendein Pixelmonster gemeinsam zu bezwingen. Taktiken dafür auszudenken etc. Werden dieses Richtlinien von ESO erfüllt? NEEEEINNNN!!!!!! Und ich mein nur, wozu brauche ich überhaupt ein Onlinespiel, wenn ich sowieso auf andere Mitspieler beim Questen nicht angewiesen bin? Aber das Gegenteil ist ständig der Fall. Ständig raubt jemand den Boss - naja wenn man den so bezeichnen kann - vor der Nase weg. Und vor der endlosen Leichen stehen bereits Haufen Spieler welche, auf den Rezz warten und keiner kommt nur ansatzweise auf den Gedanken eine Gruppe zu erstellen um die Quest gemeinsam abzuschließen.

Player vs. Environment

Und da wären wir schon mal beim PVE. Wie gesagt, PVE fördert nicht das gemeinsames Mitspielen sondern die Spielweise "je schneller du jemdanden den Boss wegklaust, umso schneller beendest du die Quest". Und das ist das echt das assozialste was ich persönlich beim MMOs bisher erlebt habe. Man versucht gar keine Gruppen zu bilden, weil der Boss sowieso nach zwei Schlägen unspektakulär zu Boden geht, sondern man entwickelt so eine Art Rivalitätsgefühl, also schneller beim Questen zu sein als der andere. Ich mein was ist hier denn Sinn von MMOs, wenn sowieso jeder alleine spielt? Und noch dazu sich gegenseitig stört? Das Gefühl, dass jemand ständig im Weg ist, begleitet ständig. Und dieses Spielkonzept verstehe ich einfach nicht. Und so steht man mit 20 anderen Spieler vor den unzähligen Bossleichen und wartet bis dieser wieder respawned und jaaaa hofft mal, dass man als erster zuschlägt um die Quest abzuschließen... zum kotzen eigentlich. Und ich weiß nicht, wie man das "TOLL", "SUPPER" finden kann. Aber bis man überhaupt vor einem Boss stehen kann, kämpft man durch mal langweilige, mal interessante, lange Questreih, und man denkt sicherlich zum Schluss: "boah endlich trete ich dem Oberschurken gegenüber", der ist jetzt dran. Umso deprimierender ist dann die Ernüchterung, wenn der nach 2 bis 3 Schlägen unspektakulär zu Boden geht und eine mittelmäßige Beute hinterlässt. Und dass ihn noch 20 weitere Leute campen, hab ich schnon erwähnt. Super nee??? *facepalm*

Phasing

Der zweite Grund, der gegen, also ich sags nochmals GEGEN gemeinsames Spielen, Questen etc. auswirkt, ist das Phasing. Das heißt, hat man einen Boss bereits bezwungen, so ist nicht mehr möglich, einem Freund beim beim Bosskampf unterstützen. Verdutzt blickt man auf die leere Stelle, wo der Kampf stattfinden sollte, sieht man aber keinen, weil die Umwelt sich ja bereits durch phasing verändert hat. Natürlich würde das gehen, wenn man alle Quest gemeinsam abschließen würde. Aber "würde" ist eine Wunschvorstellung und keine Tatsache. Hier hat man das Problem, dass wenn man trotzdem in einer Gruppe questen geht, abgeschlossen wird diese jedoch individuell und nicht für ganze Gruppe. Das heißt, derjenige, der zuerst den Boss erledigt, ist bereits in der nächsten Phase, während der Gruppenmitglied in der vorrigen Phase steckengeblieben ist, bis er ebenfalls die Quest abgeschlossen hat. WTF? Wozu braucht man überhaupt eine Gruppe, wenn man Gruppe keine Quests erledigen kann??????!!!!! Das wird mit Sicherheit mit Nachfolgepatches irgenwann mal korigiert, aber momentan ist das PVE so aufgestellt, dass man sehr gut alleine zurecht kommen kann. Und wenn man absolut alleine zurecht kommt, wozu braucht man überhaupt dann online zu gehen?????!!!!! Die Welt von ESO ist riesig und abwechslungsreich. Aber man kommt NIIIIE im Kontakt zu Spieler der gegnerischer Fraktion. Auch wenn man bereits Lvl 50 erreicht hat und man sich in deren Gebieten aufhält, trifft man NUR auf Spieler eigener Frakton!!!!! WTF!!!!!!!!!!! Und dafür noch 50 EUR + Monatliche Spielgebühr auszugeben? Und 50 EUR ist noch für normale Version.

Der Preis

Und warum sich 50,00 für Standardversion im Gegensatz zu satten 70,00 EUR auf das Spiel assozial auswirken, verrate ich Euch jetzt. Diese 20,00 zusätzlichen Euros beinhalten ein Reittier sowie noch unzählige Rassenpersonalisierungsmöglichkeiten. Über das zweite könnte man noch ruhig hinwegsehen. Aber was das Reittier betrifft..... pfffffff.....ich versuche mich zu beruhigen... Also stellen Sie sich mal vor: Sie wollen keine 70 EUR für ein Spiel ausgeben, sondern nur 50, kriegen aber kein Reittier. Da denkt man sich natürlich - ach egal ich hol mir schon beim Questen. Joa, nur der Preis eines Pferdchens in Game liegt zur Zeit bei satten 17.000 Gold! Und das ist ziemlich viel, wenn man bedenkt, dass npcs (also ingamemonster) ca. 2 Gold fallen lassen. Auch Bosse übrigens. 2 Gold!!!!!! Wenn überhaupt. Jetzt rechnen Sie mal bitte nach, wie lange es dauern wird, bis Sie die Kohle zusammengekratzt haben. Gut Questbelohnungen bringen auch etwas Gold so ca. 35g, wenn überhapt, aber man bedenkt noch craftig (ingameberufe) sowie Reparaturkosten. Alles Goldfresser. Aber das ist ja noch nichts im Vergleich zu einer besseren Version des Reittiers, welche noch satte 42.700. wert ist. An dieser Stelle wird natürlich klar, dass der Publisher quasi alle Spieler zum Kauf der imperialer Version zwingen möchte. Ich mein das ist doch absolut deprimierendes Gefühl, wenn Monster 0 Gold fallen lassen beim Preis für ein Standardreittier von 17.000g!!!! Und beim endlosen Hin -und Herlauferei ständig von "reicheren" aufgesattelten Spieler überholt zu werden ist wirklich kein schönes Gefühl. Man fühlt sich eher wie Spieler zweiter Klasse. Ich mein, in welchem Mmmos bisher gab es bereits Reittiere direkt am Releasetag? Und wenn es welche gibt, dann programmiert doch wenigstens mal die Möglichkeit, dass man mitreiten kann. Ein Pferd kann doch 2 Leute aushalten, besondern in einer digitaler Welt! Oder etwa nicht? Das wäre mal eine sozialorientierte Funktion wo man Leute kennenlernen könnte. Zumindest etwas. Aber nicht einmal die Möglichkeit des Mitreitens ist gegeben. Goldverdienen durch Auktionshaus, welches nicht global, sondern komischerweise LOKAL - an eine Stadt ausgerichtet ist, ist einfach pfffffff.... kein Kommentar. Neuerdings versuchen alle Publisher den AH so global wie möglich zu gestalten, ESO machts umgedreht. Jojo 17.000g. Aber kein Problem her mit der Kohle, dann kriegst dein Pferd. Und dafür 5 Sterne vergeben?

PVP

PvP wiederum ist sehr gelungen. Hier gibts nichts schlechtes zu sagen. Und im Vergleich dazu sieht das PvP bei anderen Mmos eher bescheiden aus. Auf Massenserver gibts nun mal Massenschlachten und die machen ganz schön Laune. Belagerung von Burgen mit einer Armee aus 100en weiteren Mitspieler sieht spektakulär aus. Dass manche Klasse im PvP überstark sind ist natürlich andere Sache.

Gameplay und Grafik

Das Gameplay hat mir wiederum sehr gut gefallen. Es ist sehr dynamisch und strotzt nur so von Spezialeffekten. Besonders bei der casterklasse. Während bei manchen anderen MMMOs der Kampf eher rundenbasiert abläuft, tritt hier keine Langweile auf. Charakterentwicklung ist sehr gut gelungen. Erinnert stark an Guildwars 2, aber diesbezüglich sind an der Invidulisierungsmöglichkeiten keine Grenzen gesetzt. Und die bevorzugte Spielweise entwickelt sich mit. Einfach klasse!!! :) Man kann als Krieger bsp. auch auf Zaubern spezialieseren und so zusagen einen Kampfmagier erstellen. Also hier wird alles geboten, was man sich nur vorstellen kann. Da werden viele Spieler Spaß haben, also wie eben in bisherigen Elder Scrolls offlinespielen. Und das ist auf jeden Fall einzigartig und überragend umgesetzt. ESO besitzt außerdem eine ausgezeichnete Atmosphäre, welche von wunderschönen Soundträck unterstrichen wird. Musik ist Wahnsinn. An dieser Stelle ein großes Kompliment an die Entwickler. Auf Grafik hab ich ehrlich gesagt nie einen besonderen Akzent gesetzt. Ist schön, aber für mich kein Kauf-oder Nichtkaufargument. Was Inventarmanagement betrifft, ist einerseits die Kategorisierungsfunktion positiv aufgefallen. Also sprich Waffen, Essen, Alchimiezutaten, werden schön nach Kategorien einsortiert, die aber wiederum höllisch unübersichtlich ist. Es ist eine Qual.

Und somit zum Fazit.

Welchen Unterschied hinsichtlich der Spielweise zwischen ESO und Skyrim gibt es denn? Gar keinen!! Man ist genauso wie im Skyrim alleine unterwegs und erledigt genauso die Quests. Ach ja, man trifft dabei auf andere Spieler, welche aber absolut egal sind und beim Questerledigen oder Erzabbau sogar noch stören. Also welchen Sinn hat denn ESO als MMO, wenn es als solchens absolut NULL Anstrengungen ins gemeinsames Spielen mitbringt? Klar, hier gibts auch 5 Dungeons also Instanzen, welche nur mit gutorganisierten Mitspieler bewältigt werden können. Aber, da kann man doch genauso ein Extradungeonmodus für Skyrim implementieren. Wäre das nicht einfacher? PVP sagen die anderen? Da PVP Gebiet sowieso ein Extragebiet ist und sich nicht mit PVE Gebiet überschneidet, dann könnte man ebefalls für Skyrim ein PvP-Modus implementieren. Wäre Sogar interessanter, da jeder Spieler sich absolut andere Spielweise hat. Ich verstehe deswegen momentan nicht, wie man ESO als MMO bezeichnen kann. Durch Extramodus für Dungeons und PVP? Dann ist wohl Diablo 3 auch ein MMO? Diablo 3 hat im Moment sogar mehr von MMO als ESO. Also bitte. Ich vestehe auch nicht, wie man dafür 5 Sterne vergeben kann, insbesodere wenn hier eindeutig die Absicht der absolut unverschämten Geldmacherei herausragt. 50,00 EUR? Ja aber dann musst eben Laufen du Null. Her mit der Kohle!!!!! Dann bist du was besonderes!
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83 von 117 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Sorry, nicht mein Ding, 12. April 2014
Rezension bezieht sich auf: The Elder Scrolls Online - [PC/Mac] (Computerspiel)
Vorweg: Bin ein großer Fan der TES-Reihe, habe Skyrim geliebt und dachte, dass ein MMO aus dem TES-Universum im Jahre 2014 eine tolle Sache werden könnte. An der Beta konnte ich aufgrund meiner Arbeit nur an ingesamt zwei Wochenenden teilnehmen, ich muss aber einräumen, dass meine Gesamtspielzeit dort auch nur einige Stunden betrug. Trotzdem fand ich, dass das Game Potential hat und beschloss, dass ich's bei Erscheinen kaufen würde. Was ich dann auch getan habe.

Die Ernüchterung folgte auf dem Fuße und spiegelt im Großen und Ganzen die hier schon genannten Kritikpunkte das PVE betreffend wider (ach ja, ich spiele auf dem PC):

Das Questangebot im Startgebiet erscheint mir recht wild zusammengewürfelt; es ist auch thematisch für mich kaum ein roter Faden erkennbar. Ich bekomme gleich zu Beginn sowohl Aufgaben für mein Level als auch Quests angeboten, die spürbar darüber liegen, so dass mir der Überblick darüber, was nun wichtig ist und was nicht, schwerfällt. Kurz: Schon gleich zu Anfang ist das Questlog rasch gefüllt, aber nicht ersichtlich, wohin die Reise eigentlich gehen soll. Okay, das soll wohl eine offene Welt widerspiegeln, aber warum kann ich immer nur jeweils eine Quest im Tracker verfolgen, wohingegen mir auf der Kompassleiste nach altbekannter Skyrim-Manier so ziemlich alles und jedes angezeigt wird.

Was mich gleich zum nächsten Punkt führt: Das UI ist spartanisch gehalten, ja. Was in einem Solo-RPG noch gut funktioniert (keine Nameplates überm Kopf z.B.), wird in einem MMO rasch nervig (wer ist NPC, wer Mitspieler, wer Gegner?). Zielauswahl im klassischen Sinne gibt's ja bekanntlich nicht, man erfasst den Gegner via Fadenkreuz (kann man jetzt drüber streiten, ob dieses Shooter-Feature aus der Konsolenwelt innovativer und dynamischer ist, oder nicht - für mich fühlt sich der Kampfablauf trotz fehlendem Hardtargeting träge an) und sowas wie eine Zielinfo erhält man nur, wenn man dem NPC auf die Pelle rückt (für einen Fernkämpfer suboptimal).

Das Archetyp-System für die Klassen wurde dahingehend geändert, dass es jetzt fast egal zu sein scheint, welche Basisklasse man wählt, man wird irgendwann sowieso alles (zumindest ein bisschen) können, zumal man allen Klassengilden beitreten kann. Beispiel: Ich hätte gern einen reinrassigen Bogenschützen nach dem Vorbild des Jägers aus Skyrim gespielt. Gibt's so nicht zur Auswahl. Dazu muss ich erst mal eine der anderen Klassen wählen und dann die jeweilige Waffenfertigkeit (in meinem Fall also den Bogen) ausbauen. Man erhält dann z.B. einen Magier oder Drachenritter, der auch ein bisschen mit dem Bogen rummacht. Klassen aus einem Guss sehen für mich anders aus. Kann sein, dass ich da ein bisschen zu konservativ gestrickt bin, aber diese Art der Vielfalt bedeutet für mich unterm Strich einfach nur Beliebigkeit.

Tastenbelegung. Ein weiteres Ärgernis für mich. Ich gehöre zur Gruppe der verachtenswerten MMO-Gamer, die seit jeher statt der WASD-Tasten die Pfeiltasten neben dem Ziffernblock zum Steuern verwenden. Zum Laufen drücke ich gern beide Maustasten (die leider schon mit Standardangriff und Blocken belegt sind). Pech gehabt. Die Hotkeys der Kampfskills sind standardmäßig den Nummerntasten 1-x zugewiesen, was für mich natürlich ein Graus ist. Wohin ändert man diese, sofern man kein programmierbares G15-Keyboard verwendet, damit sie trotzdem gut erreichbar bleiben, wenn man ansonsten weiterhin die Pfeiltasten benutzen will? Und egal, wie man die Standardbelegung umkonfiguriert (muss man übrigens für jeden Char einzeln machen), es leidet einfach die Koordination im Kampf, wenn man sich gleichzeitig auch noch via Keyboard fortbewegen muss. Und warum zum Teufel kann man für die Interaktion mit NPCs, Türen, Truhen, Büchern, Mitspielern etc. nicht auch die linke Maustaste verwenden? Kurz: Warum braucht es für jeden Kackschiss 'ne andere Taste?

Ich weiß, dass viele mit der Steuerung in TESO ganz zufrieden sind (viele aber eben auch nicht), doch mein Ding ist dieses Rumgehampel an der Tastatur einfach nicht.

Karte und Charakterbogen sind ein Witz, da gibt's von meiner Seite nichts hinzuzufügen. Ist aber natürlich nicht kriegsentscheidend.

Kommen wir zur Immersion. Kurz und knapp: Die besondere, tiefe TES-Atmosphäre, wie man sie zuletzt noch in Skyrim vorfand, kommt in TESO bei mir einfach nicht auf. Die Grafik ist solide, wenngleich nicht epochal, das Städte- und Dungeondesign ganz nett, aber irgendwie auch austauschbar. Die Welt ist natürlich nur in Grenzen frei begehbar (wie in jedem MMO), und so manche Gegner(gruppen) stehen genauso unmotiviert in der Gegend rum wie in deutlich älteren Spielen. Der Rest scheint mir Durchschnittskost zu sein. Das übliche MMO-Klientel ist trotz (oder vielleicht auch wegen) fehlender Nameplates irgendwie allgegenwärtig, so dass man erst mal nicht weiß, ob nach dem Zoning nun exklusiv instanziert wurde oder ob wieder mal inmitten eines Mitspielerrudels durch den Dungeon gerusht wird.

Man merkt es schon: TESO ist wohl einfach nichts für mich. Man kann mir jetzt sicherlich vorwerfen, dass ich das Konzept [tm] nicht verstanden hätte, dass ich schon zu unflexibel für Innovationen und zu unaufgeschlossen für die so genannten "Next Generation"-MMOs bin. Ja, dass meine Zeit als MMO-Spieler vielleicht auch definitiv abgelaufen ist und ich mich besser ganz auf Singleplayer-RPGs verlegen sollte. Das mag wirklich alles mit ein Grund dafür sein, warum der Funke bei TESO letztlich nicht übergesprungen ist. Wie auch immer, ich werde möglicherweise irgendwann noch mal den einen oder anderen Versuch (vielleicht mit hilfreichen Addons) wagen und das Abo erneuern, aber im Moment fehlt mir dazu wirklich jede Motivation.
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Spiel wäre gut wenn es funktionieren würde, 12. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: The Elder Scrolls Online - [PC/Mac] (Computerspiel)
Ich habe mir das Spiel vor rund 2 Wochen um 40 Euro gekauft. Nachdem man schon ein alter Fuchs bei Computerspiele ist wurde das Spiel wie gewohnt installiert und danach gab es ein sehr großes Update. So weit so gut. Ich habe mich in den letzten 2 Wochen gefühlte 50-100x eingeloggt und davon kam ich genau 3x ins Spiel. Insgesamt habe ich bisher eine Spielzeit von 3 Stunden zusammengebracht. Bei nahezu jeden Login-Versuch kommt eine Fehlermeldung und der Zugang wird verwehrt. Der Support war nicht besonders hilfreich und forderte nur einen Report an den ich ihnen zugesandt habe. Auch nach mehrmaligen Nachfragen kam noch keine Antwort und das ist jetzt gut 2 Wochen her. Nach einiger Recherche im Internet und auf der Entwicklerseite kam ich zur besagten Fehlermeldung. Angeblich ist ihnen der Fehler beim Login bekannt und sie arbeiten an einer Lösung - doch wann diese kommt ist fraglich. Die dort angeführten Workarounds halfen rein gar nichts und auch manuelles Freischalten der jeweiligen Ports, sowie Deaktivierung Firewall und Virenschutz brachte nichts.

Trotzdem kam ich dann wie von Geisterhand zwei oder drei mal ins Spiel und konnte es testen. Das Spiel selbst ist glaub ich recht gut soweit ich das nach der mir zugestandenen und recht kurzen Spielzeit sagen kann. Jedoch hilft das alles nichts wenn man nur per Geisterhand einmal von 50x ins Spiel kommt. Ich weiß nicht welches Problem die haben und ob es mit dem europäischen Megaserver zusammenhängt (limitierte zugelassene Spieleranzahl?), ob der Server zu schwach ist oder welchen Bug die da auch immer eingebaut haben dass es nicht alle sondern nur vereinzelte Spieler betrifft.
Auf jeden Fall bin ich vom Entwickler und damit auch von der Qualität sehr enttäuscht. Man gibt 40€ für ein Spiel aus und möchte es dann natürlich auch spielen können. Von dem Gratis-Monat hatte ich bisher nicht viel. Aufgrund dieser Umstände muss ich mein Abo natürlich kündigen, denn so etwas kann ich finanziell beim besten Willen nicht unterstützen. So etwas ist mir noch bei keinem MMO passiert und ich habe bereits sehr viele gespielt.
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The Elder Scrolls Online - [PC/Mac]
The Elder Scrolls Online - [PC/Mac] von Bethesda (Mac, Mac OS X, Windows 7 / Vista)
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