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Kundenrezensionen

19
4,7 von 5 Sternen
The Idler Wheel Is Wiser Than The Driver Of The Screw
Format: Audio CDÄndern
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Juni 2012
Hm, zugegeben, beim ersten Hören war ich leicht überfordert, beim zweiten bin ich eingeschlafen. (Ich habe sie dann noch ein paar Mal gehört.) Was das heißen will? Das will heißen: Fiona Apple hat nach weiteren 7 Jahren Pause (oder Arbeit oder was hat sie eigentlich gemacht?) ein schwieriges Album fertiggestellt, dem meiner Ansicht die großen und zugleich anspruchsvollen Pop-Songs fehlen, die immer ihre Stärke waren. Stattdessen bleibt nur das Anspruchsvolle, der Griff nach dem Kunsthimmel, der schon immer in ihren Werken zu erahnen, nie aber voll zu sehen war. Komplexe Melodien und Arrangements führen weiter weg vom Pop-Pfad. Die Songs sind wie eh und je wortlastig, die lyrics brilliant, aber kryptisch.
Ihre Stimme wurde tiefer, das mag aber auch der nicht durchwegs gelungenen Produktion geschuldet sein, denn manchmal klingt Fiona Apple, als sänge sie in eine Pappschachtel. Fiona singt exzentrischer als man das von ihr kennt, aber nicht mehr so voller Wut, bluesiger fast. Überhaupt fällt auf, wie ihr schon immer stark vorhandener Hang zum Rhythmus noch deutlicher wurde, viele Stücke sind stark percussiv angelgt, und um diesen beat spielt Fiona dann ihre Klaviertupfer. Vor allem deutlich wird das Rhythmische im letzten Lied, das sehr an afrikanische Musik erinnert. Kurzum, man könnte sagen, Fiona Apple hat alle ihre Ansätze weiterentwickelt, gereifter, kunstsinniger, aber "When the Pawn..." bleibt meiner Meinung nach unerreicht - und auch "Extraordinary Machine" gefiel mir besser. Aber ich werde die Platte noch ein paar Mal hören müssen und vielleicht meine Meinung ergänzen oder ändern.
Die Deluxe-Ausgabe enthält neben einem sehr schönen Buch in Form einer Schul-Kladde zwei Postkarten und eine DVD von einem Live-Auftritt im Jahr 2012, bei dem zwei neue Lieder und zwei von "When the pawn" und eins von "Tidal" gespielt werden, und bei dem die Songs rockiger rüberkommen. Fiona wirkt unglaublich sympathisch und wer nei die Gelegnheit hatte sie live zu sehen muss diese DVD einfach haben, denn man merkt erst hier, wie souvrän die Frau ist. Toll. Insgesamt ist "The Idler Wheel..." also ein Meisterwerk, an dem sich die Geister scheiden werden.
P.S.: inzwischen finde ich das Album nicht mehr schwierig.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Juli 2012
Fiona Apple meldet sich mit ihrem bisher besten Album zurück. "The Idler Wheel..." ist wohl das brutalste, wütendste und schmerzvollste was meine Ohren in den letzten Jahren hören durften. Fiona schreit, brüllt, quiekt was das Zeug hält. Gesanglich und textlich ist sie mit diesem Album auf ihrem bisherigen Höhepunkt. Die spärliche Instrumentierung und das großartige Schlagzeug wechseln ständig Tempi und Intensität und machen dieses Album zu einem rohen, ungeschliffenen Diamanten. Hier findet man keinen Ausfall, keinen Füller, alle zehn Songs sind hervorragend und höchst abwechlungsreich.

Die kleine Amerikanerin ist eine von diesen wenigen Personen, die es schaffen ihre Latte immer höher zu legen. Glaubte man, dass sie mit "When The Pawn..." schon ihren künstlerischen Zenith erreicht hatte, wurde man mit "Extraordinary Machine" und dem nun vorliegenden Meisterwerk "The Idler Wheel..." eines besseren belehrt. Was sind schon 7 Jahre Pause, wenn man dafür ein Album wie dieses bekommt. Sollte sie für ihr fünftes Album 20 Jahre brauchen... ich warte gerne darauf!

Highlights: Daredevil, Jonathan, Left Alone, Periphery, Regret
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 27. Juni 2012
...takes the chart trash away. Werden Sie auch in der Arbeit vom üblichen Radiosoundmüll belästigt? Brauchen Sie dann ab und zu etwas, das ihnen die Ohren wieder durchputzt? Dann probieren Sie's mal mit einem akkustischen Apfel. Der enthält nicht nur viel Vitamin K(unst) und L(yrik), sondern auch eine große Menge A(nspruch).

Man hätte es ja schon nicht mehr geglaubt, dass die Dame, nach all dem Krach und den Streitereien mit ihrem Label noch die Chance bekommt, bzw. noch den Willen hat ein weiteres Album zu veröffentlichen und es zogen ja auch 7 Jahre ins Land bis es soweit war, aber nun gibt es endlich den Nachfolger zur wunderbaren ,Extraordinary Machine`. Das tolle daran ist vor allem, dass Frau Apple sich in künstlerischer Hinischt absolut nicht unterkriegen liess und dass in Zeiten in denen eine so sperrige und schwer an die breite Masse zu bringende Musik wie die ihre, für ein Major Label eigentlich wie ein Schuss in's Knie sein muss diese Platte doch noch erscheint.

Für alle die anspruchsvolle songwriter Musik lieben, sollte ,The Idler Wheel...` nicht nur viel zu bieten haben, sondern auch ein Signal sein, dass es selbst für Sony's Sublabel EPIC noch möglich ist wirklich gutes neues Material zu veröffentlichen.

Große stilsitische Veränderungen hört man auf dieser Scheibe nicht, aber nachdem ihre Alben ja ohnehin immer mit genügend Ecken, Kanten und unerwarteten Wendungen versehen sind, ist das auch nicht unbedingt notwendig. Auch hier werden die Anfangs so eigenartigen Lieder mit der Zeit fast Ohrwürmer und die faszinierende Stimmung die von jedem dieser tracks ausgeht und irgendwo zwischen sich selbst persiflierender Verzweiflung, böser Kritik und Verletzlichkeit liegt, bekommt so ohnehin niemand anderer hin.

Musikalisch ist man sich auch diesmal wieder nicht sicher, ob ihre Einflüsse hauptsächlich vom Jazz, oder doch von moderner Klassik geprägt sind - wahrscheinlich ist beides der Fall. Und dort wo Frau Amos bspw. zu bemüht und zu verkrampft klingt, da bekommt das bei Fiona Apple eine ganz natürliche, verkrachte Qualität. Enttäuschend war bis jetzt keines ihrer 4 Werke und obwohl man ihren Stil mittlerweile kennen müsste ist man doch wieder auf's neue überrascht wie Sie es bei Stücken wie ,Periphery` oder dem ganz wunderbaren ,Valentine` schafft ihre ungewöhnlichen Songstrukturen letzlich doch leicht zugänglich zu gestalten.

Apple ist wichtig, weil Sie hohes Niveau, verspielte Kreativität und künstlerischen Anspruch so vereint, wie nur mehr ganz wenige songwriter das heute schaffen.
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am 8. April 2014
Viel zu lange lies ein neues Album auf sich warten. Die Erwartungen waren etsprechend hoch. Zum Glück wurden sie nicht enttäusht- Jeder Titel dieses Albums hat eine ganz eigene Färbung, aber eines haben sie alle gemeinsam: sie sind wahnsinnig intensiv. Das hat vor allem damit zu tun, dass der Einsatz von von ungewöhnlichen Instrumenten und Geräuschen. die Lieder auf eine andere Ebene bringen. Gerade das Stück "Hot knife", welches Fiona mit ihrer Schwester Maude singt, bringt all das zusammen. Doch auch Titel wie "Jonathan" und "Anything we want" lassen einen fast ein wenig verstört zurück, doch genau das will man auch, wenn man Fiona Apple hört. Deshalb ist man auch nicht überrascht, wie persönlich und emotional das Album ist, schließlich macht sie das aus. Und man bleibt am Ende mit der Zeile zurück "To soak up the hot piss that comes from your mouth..."
Intensiver geht es nicht.... Fantastisch!
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am 17. August 2013
Fionas Lieder sind kein "easy listening" und eher anstrengend. Bei ihr gibt es keine dahergesungenen Lieder. Bei ihr ist alles Emotion. Das ist es, was mir bei Ihr so sehr gefällt.

Wen die Musik von Fiona anspricht, der findet hier einmalige Genialität. Sowohl in der Musik als auch in den Texten. Selbst das Artwork des Covers gefällt mir ausgesprochen.

Im Gegensatz zur CD singt Fiona Apple auf der beiligenden DVD vielleicht etwas übertrieben vibrato. Das ist aber auch schon der einzige Kritikpunkt. Beeindruckend auf der DVD ist das Lied "Sleep to dream": Die Aggressivität, die das Lied schon in der Version auf ihrer Debut-CD auszeichnete kann man ihr wirklich ansehen. Sie scheint sich wirklich in ihre Lieder hineinzusteigern. Großartig.
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am 23. Juni 2015
Ein großartiges Album! Beim ersten Hören noch ein wenig sperrig, weil sehr minimalistisch. Viele Songs bestehen nur aus Piano und Stimme und einer sparsamen Percussion (zum Beispiel, sehr schöne Idee: ein Rhythmus, erzeugt durch Schuhe, die über eine Fußmatte kratzen). Hat man sich darauf eingestellt, bekommt man große Pop-Kunst präsentiert. Interessante Hooks, die schnell hängenbleiben, aber kein bisschen abgegriffen sind, ein ungewöhnlicher Piano-Stil, oft sehr perkussiv, manchmal mit gezielten Dissonanzen, und eine kratzbürstige Stimme einer aufgewühlten bis angefressenen Künstlerfrau. Das Album hat Seele und Charakter, ich kenne kein zweites in einem vergleichbaren Stil.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Juni 2012
Hm, ich weiß nicht, wieso hier noch keine Rezension steht. Fiona Apple ist jedenfalls ein schwieriges Meisterwerk gelungen, das stark auf Rhythmen und Klavierausbrüchen, auf exzentischem Gesang und komplexen Arrangements und Melodien sowie kryptischen lyrics beruht. Diese Platte wird die Geister scheiden und die mainstream-Fans vergraulen, denn Fiona Apple ist nicht mehr so leicht zugänglich, das Pop-Elemnt fehlt stärker als je zuvor. Dennoch eine Platte mit wunderschönen Momenten, vor allem anything we want ist hier zu nennen, oder auch Überraschungen wie dem vielschichtigen afrikanischem Hot Knife. Fiona Apple macht nun Kunst, spielt damit die in ihrem jüngsten Werk maßlos überschätzte Kate Bush glatt an die Wand und wenn es sieben Jahre dauert (auch da der guten Kate nicht unähnlich), damit so eine klasse Album entsteht, dann muss man den Hut ziehen. Vier Sterne allerdings, weil ich mich nach den ersten Hördurchgängen etwas überfordert fühle und ich "When the pawn..." dann doch unerreicht finde. Die deluxe-Ausgabe ist in jedem Fall vorzuziehen, weil die beiliegende DVD klasse ist.
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am 5. Januar 2013
Die Songs auf 'The Idler Wheel Is Wiser Than The Driver Of The Screw...' minimalistisch, getragen durch hypnotische Percussion und zerhackte Klavierakkorde, auf das Wesentliche reduziert und von ihrer grandiosen Stimme mit so viel Leben ausgefüllt.
Von Frustration über Angst bis zu tiefer Sinnlichkeit schleppt Fiona ihren seelischen Balast, das Ungelöste, durch diese zehn Songs und dabei findet sie auf einem sehr schmalen Grat eine perfekte Balance zwischen Licht und Abgrund.
Vielleicht ist es genau das, was es braucht, um solch geniale Texte und Musik zu schreiben.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Juli 2012
Fiona Apple war, ist und bleibt eine Ausnahmeerscheinung im populären Musik Business.

Das neue Werk ist etwas sperriger geraten als die Vorgänger. Weniger im Songwriting, das so exzellent wie immer ist, vielmehr hervorgerufen durch die karge und sehr perkussive Instrumentierung, an die sich der Hörer zuerst gewöhnen muss. Nach 2 -3 Durchläufen entwickelt die Platte aber schnell einen wunderbaren "Flow", und die Songs werden trotz der komplexen Akkorde & Arrangements sehr transparent und eingängig, ein ganz besonderes Songwriter Talent, das sie schon immer besaß.

Schon länger denke ich beim Hören Ihrer Songs, noch stärker beim Hören Ihrer Stimme an die grossen klassischen Blues- und Jazzsängerinnen. Insofern erstrahlt Fiona Apple für mich am musikalischen Himmel als eine "Billie Holiday" des Pop, einem einzigartigen Genre, das Ihr ganz allein gehört. Diese Entwicklung war eigentlich schon abzusehen, wenn man mal Ausschnitte Ihrer großartigen Clubauftritte mit Jon Brion gesehen hat.

Diese Scheibe sollte man nicht liegen lassen, für mich der erste ganz große musikalische Moment im Jahr 2012 ...
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am 1. April 2013
Beim ersten Hören bin ich mehrmals gestolpert... ungewöhnlich wirken die oftmals disharmonischen Melodien. Mittlerweile halte ich es für ihr (bislang) bestes Werk. Sie hat damit als Künstlerin einen deutlichen Schritt nach vorn gemacht. Uneingeschränkte Kaufempfehlung!
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