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92 von 95 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Inspektor ist wieder da
Es müsste 1990 gewesen sein, da fand ich in der Videothek den Film "Columbo: Black Lady". Ich war vollkommen überrascht, denn diese Folge kannte ich nicht. Des Rätsels Lösung war, dass in Amerika wieder neue Columbo-Folgen produziert wurden, die in Deutschland aber zuerst auf Videokassette erschienen. Erst ab 1991 wurden die neuen Folgen bei RTL...
Veröffentlicht am 2. Februar 2008 von Pete Thrope

versus
29 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nun auch die zweite Ära auf DVD
Nun gibt es auch die ersten Folgen der neuen Ära auf DVD zu kaufen (Staffeln ist ja eigentlich zuviel gesagt, da die Filme in der neuen Ära doch eher in einer losen Folge veröffentlicht wurden).

Punktum: die Box ist grundsolide und insgesamt in der Qualität, wie wir sie seit der dritten Staffel kennen, da gibt es nichts auszusetzen (die...
Veröffentlicht am 21. Februar 2008 von murrrphy


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92 von 95 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Inspektor ist wieder da, 2. Februar 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es müsste 1990 gewesen sein, da fand ich in der Videothek den Film "Columbo: Black Lady". Ich war vollkommen überrascht, denn diese Folge kannte ich nicht. Des Rätsels Lösung war, dass in Amerika wieder neue Columbo-Folgen produziert wurden, die in Deutschland aber zuerst auf Videokassette erschienen. Erst ab 1991 wurden die neuen Folgen bei RTL ausgestrahlt.

Der amerikanische Sender ABC wollte eine Neuauflage der "Mystery Movie" Reihe starten, in der "Columbo" damals bei NBC groß herausgekommen ist. Klar war, das "Columbo" wieder dabei sein musste und so gab es stundenlange Gespräche, bis Peter Falk nach elf Jahren wieder bereit war, den Inspektor zu spielen. Auffällig war, dass Falk bei den neuen Folgen oft als ausführender Produzent gelistet wurde, wahrscheinlich eine Auswirkung der stundenlangen Gespräche.

Der erste Staffel der zweiten Ära (die insgesamt achte Staffel) bestand aus sechs Folgen, die alle so um die 90 Minuten lang waren. Die Folgen im einzelnen:

"Tödliche Tricks": Der Magier und Hellseher Elliot Blake will einen Auftrag vom Pentagon bekommen. Da ihm ein Berufskollege dabei auf die Schliche kommen könnte (und wegen einer alten Geschichte), tötet er diesen mittels einer Guillotine (!).

"Die vergessene Tote": Das Regie-Wunderkind Alex Bradley tötet seinen alten Freund Lenny, weil dieser mit einer Amateuraufnahme beweisen kann, dass Alex für den Tod von Lennys Schwester verantwortlich ist.

"Black Lady": Aus Eifersucht tötet die Chefin einer Sex-Klinik ihren Liebhaber.

"Tödliche Kriegsspiele": Der arrogante Colonel Braile hat die Stiftung eines Vier-Sterne-Generals um vier Millionen betrogen. Der Sergeantmajor Keegan kommt dahinter und hat somit nicht mehr lange zu leben.

"Selbstbildnis eines Mörders": Der Maler Max Barsini leistet sich den Luxus, drei Frauen auf einmal im selben Haus zu beglücken, wogegen die drei auch gar nichts haben. Als eine der drei sich aber in einen anderen verliebt, ist Barsinis Ego schwer getroffen.

"Wer zuletzt lacht": Sean Brantley und Diane Hunter teilen sich nicht nur die Anteile an einem Männermagazin, sondern auch das Bett und so. Eines Abends ist Diane verschwunden.

In der Folge "Tödliche Tricks" gibt es übrigens einen dicken logischen Fehler: Gut aufpassen, wenn Columbo hellsieht. Dafür finden wir bei "Black Lady" eine wunderschöne Szene, in der Columbo völlig losgelöst vom Geschehen auf einer Tuba bläst.

Übrigens gab es ein Problem, als die Serie neu gestartet wurde. Keiner wusste, wo Columbos Auto abgeblieben war. Nach langer Suche wurde schließlich ein Exemplar bei einem Sammler in Ohio aufgetrieben. Die Suche nach dem wichtigsten Requisit, dem Regenmantel, war weniger schwierig, denn den hatte Peter Falk sorgfältig aufbewahrt.
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Beginn einer neuen Columbo-Ära, 17. Dezember 2009
Von 
Myop "Kurzblicker" (zwischen überall und nirgends) - Alle meine Rezensionen ansehen
USA Ende der 70er: Das Krimipublikum trauerte. Schade, dass Columbo nicht mehr ermittelt. Nach sieben Jahren (1971-78) hatte man die außerordentlich gute Serie auf Eis gelegt.
USA Ende der 80er: Das Krimipublikum jubelte. Die Wiederbelebung der unverwüstlichen Krimilegende wurde eingeleitet. Das Format der 70-min-Folgen war Vergangenheit. Die Prime Time wurde mit spielfilmlangen Episoden gefüllt, was manchmal das Erzähltempo beeinträchtigt. Aber auch mit Falten ist Columbo ein liebenswert-scharfsinniger Ermittler, der auf seine unnachahmliche Weise die Alibis der Übeltäter zerlegt und die Schurken sprachlos macht.

Die beste Folge dieser sechsteiligen achten Staffel ist wohl "Wer zuletzt lacht". Eine grandiose Formelvariante: Es gibt zuerst gar keinen Mord. Trotzdem bastelt Columbo sich einen, und sucht vergeblich nach einer Leiche. Lächerlich gemacht durch die Medien, muss er die erste Niederlage seiner Karriere verkraften, als die Totgeglaubte frisch und munter wieder auftaucht. Aber dann... dann gibt's doch noch einen Mord - und zwar einen fast perfekten.

Allmählich verliert der Columbo-Fan jedoch die Geduld: Staffel 9 & 10 gibt es nur auf Englisch zu kaufen. Mir persönlich genügt das zwar, aber warum werden die deutschsprachigen Fans so zappeln gelassen ?
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29 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nun auch die zweite Ära auf DVD, 21. Februar 2008
Nun gibt es auch die ersten Folgen der neuen Ära auf DVD zu kaufen (Staffeln ist ja eigentlich zuviel gesagt, da die Filme in der neuen Ära doch eher in einer losen Folge veröffentlicht wurden).

Punktum: die Box ist grundsolide und insgesamt in der Qualität, wie wir sie seit der dritten Staffel kennen, da gibt es nichts auszusetzen (die ersten beiden Staffeln sind aufgrund der Verpackung und der Tonwechsel ja eine Zumutung).

Es bleiben trotzdem 2 Kritikpunkte (die auch zu Punktabzügen führen):
1. die Folge "Täuschungsmanöver" verwendet die deutsche Synchronspur der Videoveröffentlichung von 1990, nicht die aus dem Fernsehen bekannte Synchronisation mit Klaus Schwarzkopf als Columbo. Das ist aber noch zu verschmerzen, insbesondere, da das Synchronbuch ansonsten identisch erscheint.
2. Die Bildqualität: die Bildqualität ist das mieseste, was Universal bei allen 8 Boxen bislang veröffentlicht hat. Gerade die ersten 4 Folgen wirken wie von einem billigen VHS-Tape digitalisiert. Da hoffe ich doch sehr, daß diese Qualität nicht der Standard der Veröffentlichungen der zweiten Ära wird und das Universal bei weiteren Boxen hier wieder ein stärkeres Augenmerk drauf legt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Beinhaltet mitunter die m.E. beste Folge aller Zeiten!, 8. Juli 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Columbo - Die komplette achte Staffel [3 DVDs] (DVD)
Die achte Staffel heißt nicht grundlos Staffel 8, doch indirekt ist es eine erste Staffel, da das Konzept zum Jahre 1989 komplett modernisiert wurde, jedoch ohne deswegen an durchdachten Handlungen und Kultcharakter oder gar Qualität zu verlieren.

Aufgrund der überschaubaren Filmanzahl dieser Staffel (zwei Columbo's pro Disk in diesem Falle), gibt es in meinen Augen nur ein wahrhaftig wundervolles Highlight in dieser Box: "Wer zuletzt lacht", die erste Episode aus dem Jahr 1990.
Für mich als einen 1996 zur Welt gekommenen Menschen sind die neueren Fälle des intelligenten Inspektors gewissermaßen sehenswerter, doch dies kann man als eine Geschmacksfrage durchgehen lassen. Interessant ist, dass die Serie derart durchdacht ist, dass sie eigentlich immer fünf Sterne bekommen sollte. Lediglich die Abwesenheit jeglichen Bonusmaterials stört mich dann doch gewaltig, denn insbesondere nach dem Tod des nicht unsympathischen Hauptakteurs wäre das langsam angemessen - auch wenn Staffel 8 erstmals zu Falk's Lebzeiten erschien.
"Wer zuletzt lacht" ist deswegen mein absoluter Lieblings-Columbo, da er prinzipiell eher ungewöhnlich ist, vermag Columbo den Fall doch eigentlich erstmal falsch (!) anzugehen, beschert ihm dies einen ins Lächerliche gezogenen Ruf, natürlich nur solange es -Achtung Spoiler- wirklich keinen Mord gibt...

Auch ist die Folge "Wer zuletzt lacht" nahezu gleichermaßen bunt wie Scarface und Miami Vice. Alles ist (damaliger) zeitgenössischer Mode angepasst und eben dieser Zeitgeist wird auch musikalisch getroffen.
Die unstillbare Gier des Mörders entgeht einem Columbo eben keineswegs...

Die Bildqualität ist akzeptabel, aber auch für 25 Jahre junges Material bewegter Bilder recht schwach digitalisiert worden.
Der Ton ist für meine Begriffe sauber, so sollte es aber auch sein ;-)
Die Handlungen der einzelnen Folgen sind so abwechslungsreich, dass der Plot zwischen "eifersüchtige Ehefrau liquidiert Ehemann" und "wohlhabender Künstler beseitigt eine seiner engsten Mitbewohnerinnen" einiges bereithält und beinhaltet.
Des Weiteren hat es mir das Spielfilmlängenkonzept sehr angetan, d.h. dass die einzelnen Werke keine "kleinen" 70-Minuten-Krimis mehr darstellen. Womöglich erschienen die ersten vier Episoden der Staffel 8 auch gerade deswegen einst einzeln auf VHS. Mal abgesehen davon, dass man (abgesehen von "des Teufels Corporal") sowieso keine weniger konservative Alternative zur DVD-Box hat, ist es auch gar nicht zwingend notwendig auf Blu-Ray umsteigen zu wollen. Zumindest mir haben die drei Silberlinge dank deren guten bis sehr guten Inhalten recht viel Freude bereitet und selbstverständlich beschert uns das Set auch die originalen englischen Tonspuren.

Drum sei gesagt: preislich kann es wohl kaum noch entgegenkommender werden und dies sollte sicher zum Kauf verführen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Starkes COMEBACK ohne (den befürchteten) Retro-Retro-Effekt!, 21. Juli 2012
Von 
Michael Krautschneider "Filmfan & Musikliebhaber" (Scheiblingkirchen, Niederösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Seinen berühmt-berüchtigten ewig zerknitterten Trenchcoat hatte Peter Falk alias Columbo angeblich 10 Jahre lang in seinem (oder einem seiner) Kleiderschrank (oder Kleiderschränke) aufbewahrt. Schwieriger hingegen gestaltete sich das Auftreiben seines verbeulten Wagens. Angeblich gab es in den USA noch ganze 3 (!) Stück dieses Exemplars - und dann musste es auch noch halbwegs fahrtüchtig gemacht werden...

Wie auch immer. Jedenfalls ist es irgendwie gelungen Ende der 80er ein furioses Columbo-Comeback einzuleiten. Und trotz der zuvor kurz erwähnten typischen Columbo-Merkmale ist es kein Comeback, das sich vorwerfen müsste nur ein Retro-Abklatsch der erfolgreichen 70er-Jahre-Episoden zu sein. Es ist tatsächlich gelungen Columbo zeitgemäß darzustellen und den Kultinspektor mitsamt all seinen Marotten (und Markenzeichen) in die Jet-Set-Welt der Spätachtziger bzw. Frühneunziger einzuführen, ohne dass der Charme der Serie nachhaltig darunter gelitten hätte. Freilich: Dieser "altbackene" (ist aber nicht böse gemeint) Charme, den die ersten 7 Staffeln einfach auch ihrer Entstehungszeit zu verdanken haben (atmosphärisch gesehen) ist großteils verschwunden. Dennoch hat man es geschafft, die Reihe würdig fortzusetzen, ohne dass dem treuen Columbo-Fan etwas abginge. Ich glaube jedenfalls, dass das immer noch weit besser ist, als wenn man Peter Falk dazu gezwungen hätte, sich sein Haupt pechschwarz zu färben und einen auf "Jugendlich" (obwohl er ja so auch in den älteren Folgen nie war) zu machen. Die Tollpatschigkeit jedenfalls steht dem leicht ergrauten Inspektor nicht schlechter als seinem jüngeren Ebenbild, wie ich finde. Peinlich gewesen wäre es nur, wenn man Herrn Falk und somit auch Columbo nicht würdig hätte altern lassen. Dass die Widersacher nun häufig deutlich jünger sind als Columbo stört mich ebenfalls nicht. Es macht Spaß dem gerissenen alten Fuchs dabei zuzusehen, wie er arrogante Jugendlichkeit und Überheblichkeit aufs Glatteis führt. (Er scheint das phasenweise sogar zu genießen.) Das ist soweit mal meine Meinung hierzu. Kümmern wir uns jetzt um die Einzelepisoden der 8. Staffel...

Eins noch zuvor: Insgesamt setzt sich diese Box (leider wieder ohne Extras, aber die Folgen an sich reichen schon aus, um zu erfreuen) aus 3 DVDs mit 6 Episoden (2 pro Silberling) zu je (ca.) 90 Minuten Spielzeit zusammen. Macht in Summe also ein mehr als ordentliches Preis-Leistungs-Verhältnis würde ich sagen.
Nun aber endlich zu den Folgen im Einzelnen...

Bewertungsschema: + bis +++++ - wie bei der amazon-Skala!
(!) sollen andeuten, dass es sich hierbei um eine Kultfolge handelt, die Columbo-Verehrern keinesfalls entgehen darf!

- DVD 1 -

TÖDLICHE TRICKS
Ein Hellseher namens Elliott Blake beseitigt kaltblütig einen ehemaligen Busenfreund (den Magier Max), mit dem er einst im Gefängnis gesessen hatte. Dieser droht nämlich damit, ihn und seine faulen Tricks auffliegen zu lassen, womit dem skrupellosen "Zauberer" ein millionenschwerer Auftrag seitens der CIA abhanden kommen würde...
Auffällig bei dieser ersten Episode seit über 10 Jahren (!) ist, dass man relativ lange auf Columbos Erscheinen warten muss. Generell ist es bei den neueren Folgen so, dass Columbo immer erst nach 15 bis 20 Minuten in Erscheinung tritt. Und bei dieser Folge zerrt das natürlich besonders an den Nerven, weil man endlich wissen möchte wie sich der Kultinspektor im Rentenalter so macht...
Soviel sei verraten: Er macht sich großartig. Columbo legt dem Täter das Handwerk wie zu seinen besten Zeiten. Natürlich hat er es hierbei mit jeder Menge an faulem Zauber zu tun. Aber der Inspektor lässt sich so leicht nicht täuschen...
Ungewöhnlich bei dieser Folge ist vor allem das Mordwerkzeug, eine Guillotine! Noch besser ist die Art und Weise, wie Columbo die vermeintlich "hellseherischen" Fähigkeiten seines Widersachers entschlüsselt: Am Ende stellt sich ein kompliziert inszenierter Sehertrick als simples Logikspiel heraus. Aber ganz ehrlich: Ich wär da nie draufgekommen...
In Summe eine starke erste Comebackfolge, lediglich die (noch) ungewohnte Achtzigerjahreatmosphäre (wie sie auch in vielen anderen Filmen dieser Zeit zu sehen ist) ist noch etwas gewöhnungsbedürftig.
Meine Bewertung: ++++

DIE VERGESSENE TOTE
Ein aufstrebender und überaus erfolgreicher junger Hollywood-Regisseur bekommt Besuch von einem alten Freund. Als dieser einen dunklen Fleck aus der Vergangenheit öffentlich preiszugeben droht, ist sein Tod beschlossene Sache...
Sehr gut bei dieser Folge gefällt mir die Rolle des Mörders (der durchgehend ein unsympathisches Ekelpaket spielt), der mit seiner ausufernden Arroganz schnell zum Feindbild (nicht nur des Zusehers) wird. Columbo versteht es, sich vom Überdrüber-Star-Sonderling nicht die Schneid abkaufen zu lassen. Sachlich und mit untrüblichem Gespür geht Columbo dem Fall nach. Es dauert auch gar nicht lange, bis er weiß, wie es der Täter angelegt hat...
So gut mir Columbos Gegenspieler in diesem Streifen gefällt, so gut finde ich auch das dargebrachte Ambiente (sprich: Kulissen, Film-Welten, Lichttricks, optische Täuschungen), das mühelos für den notwendigen Flair dieses Traumfabriken-Falles sorgt. Weniger überzeugend hingegen fand ich die Aufdeckung des Falles. Immerhin musste der Täter ein (relativ) auffälliges Beweisstück (eine Schuhsohle) am Tatort vergessen, damit ihm der Inspektor diesmal Einhalt gebieten kann.
Atmosphärisch sehr gelungen (vor allem am Ende, also während der Überführung des Täters); inhaltlich teils mit Luft nach oben. Dennoch alles in allem eine zufriedenstellende Angelegenheit!
Meine Bewetung: +++/++++

- DVD 2 -

BLACK LADY (!)
Ironie pur: Eine erfolgreiche Sextherapeutin und Buchautorin ertappt ihren Liebhaber unbemerkt beim Seitensprung. Da auch ihr - obwohl Profi ihres Fachs - menschliche Gefühle und Regungen nicht fremd sind, packt sie die Eifersucht und schmiedet einen teuflischen Plan...
Die Beschaffung des Alibis ist in dieser Folge das, worum sich fast alles dreht. Die Täterin muss dabei vieles bedenken und trotz vieler möglicher Fehlerquellen scheint ihr Alibi zunächst wasserdicht zu sein. Columbo hat es diesmal mit einer hochintelligenten, wagemutigen (sie muss ihr Alibi am Ende sogar nochmals untermauern) und am Ende fast sympathischen Widersacherin zu tun. Im letzten Gespräch scheinen sich Inspektor und Mörderin fast noch menschlich Nahe zu kommen. Auch als Zuseher empfindet man eher Mitleid mit der Täterin als mit dem Opfer...
Der Plot dieser Episode ist hervorragend. Er ist bis zuletzt logisch, gerissen strukturiert und lässt dennoch genügend Raum für witzige Momente. Einmal darf Columbo sogar kurz Tubaspielen, ein anderes Mal wird er in der Klinik von hochrangigen Experten um Rat in Sachen Liebe gebeten (einige Kollegen der Mörderin machen sich nach dem Ableben ihres jungen Liebhabers Hoffnungen, bei ihr landen zu können und wissen nicht recht, wie sie ihre Gefühle ihr gegenüber zum Ausdruck bringen sollen - der zerstreute Columbo therapiert quasi die Cheftherapeuten; höchst amüsant!).
Für mich ist dies überhaupt einer der bestkonzipiertesten Plots der gesamten Serien-Chronologie. Hinzu kommen noch gute schauspielerische Leistungen und eine nahezu perfekte Mischung aus kalter Killeratmosphäre und ironischen Lachmomenten.
Ein vorzeitiges Highlighgt dieser Staffel, aber es geht noch weiter...
Meine Bewertung: +++++

TÖDLICHE KRIEGSSPIELE (!)
Der Vorsitzende einer privaten militärischen Organisation veruntreut Gelder. Als ihm ein Kamerad auf die Schliche kommt, fordert er einen gerechten Anteil. Doch der kaltblütige Leutnant denkt gar nicht daran, ihm etwas zukommen zu lassen...
Verkompliziert wird die ganze Geschichte dadurch, dass der Besitzer der Org. schon länger Verdacht schöpft und zuvor besagter Kamerad (auch das Mordopfer) deshalb schon länger Ermittlungen wegen Veruntreuung anstellt, was Columbo im Nachhinein wiederum noch zugute kommen wird...
Der Plot ist auch hier 1A! Die wenigen Haupthandlungsträger sind allesamt auf die eine oder andere Weise in diese intrigenhafte Geschichte verwickelt (Geld, Betrug, Affären). Einzig der an den Rollstuhl gefesselte Besitzer der Foundation, ein alter und gutmütiger 4-Sterne-General hält die Fahne der Moral (neben Columbo freilich) aufrecht.
Die planmäßige Durchführung des Mordes samt einkalkuliertem Alibi ist ebenso gänsehauterregend-begeisternd wie die letztliche Aufdeckung des Falles. Columbo kann hier aus dem Vollen schöpfen, was er zum Teil sicher auch wieder einmal den durchwegs überzeugenden Schauspielerkollegen zu verdanken hat. Mörder und Inspektor können einander sichtlich nicht leiden. Das kommt gen Ende des Streifens auch offen zur Sprache (das gab's schon mal so ähnlich bei einer Bistro-Episode, glaub ich). Und Columbo gesteht am Ende sogar, dass sich der Täter sofort bei ihm verdächtig gemacht habe, als er den Boden im Arbeitszimmer seines verstorbenen (von ihm eben getöteten) Kameraden aufgewischt hätte (eine Szene, als Inspektor und Täter gerade einander kennengelernt hatten). "Zu jemandem, der so arrogant ist wie Sie, passt dieses Verhalten einfach nicht!", lässt ihn Columbo, innerlich triumphierend, wissen.
Für mich die einzige Folge, die ich aus dieser Staffel bereits im Vorfeld kannte. Es hat mir aber offengestanden großes Vergnügen bereitet, sie nochmal im (chronologisch korrekten) Gesamtkontext zu sehen. Meines Erachtens die beste Episode dieser Staffel! Zwar gab es das Thema Columbo & Militär schon einmal (DES TEUFELS CORPORAL), dennoch wird hier alles aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachtet, weshalb sich in keinster Weise eine Art Wiederholungseffekt oder dergleichen ähnliches einzustellen droht.
Meine Bewertung: +++++

- DVD 3 -

SELBSTBILDNIS EINES MÖRDERS (!)
Max Barsini, ein bekannter Maler, lebt mit quasi drei Lebensgefährtinnen (darunter seine Frau und seine Ex-Frau) unter einem Dach. Als ihm seine Ex-Frau jedoch eröffnet, ihn wegen eines Psychologen verlassen zu wollen, entledigt Barsini sich dieser...
Als Alibi dient dem Mörder - passend zum Thema - das Erschaffen eines Gemäldes. Barsini hat dabei aber leider vieles nicht bedacht und so ist es nur eine Frage der zeit, bis ihn Columbo letztlich überführen kann.
Was Alibibeschaffung und Aufdeckung des Falles angeht, so gibt's wahrscheinlich bessere Columbo-Einzelepisoden. Was ich aber so sehr an dieser hier mag, ist die filmisch-kunstvolle Umsetzung dieser. Columbo gräbt diesmal tief in der Psyche der Verstorbenen mithilfe von Bandaufnahmen, auf denen die Ex-Frau eben erlebte Träume beschrieben hatte. Diese Traum-Sequenzen werden in bedrückendem Schwarzweiß nachgestellt und zwar so gekonnt, dass sie mich unweigerlich an einen Ingmar Bergman erinnert haben. Da ist mir wirklich unbehaglich dabei geworden - Zielsetzung absolut erfüllt also. Das ist das erste Mal seit längerem, dass solche Elemente innerhalb einer Columbo-Folge zu verarbeiten versucht wurden. Und ich steh solchen Versuchen grundsätzlich sehr positiv gegenüber, weil sie den Nachgeschmack in angenehmer Weise verstärken.
Hinzu kommt noch eine tolle schauspielerische Darbietung des Mörder-Charakters (Barsini), der einen völlig unkonventionellen Laune-Macho verkörpert und es dabei schafft aufgrund seines Charismas phasenweise (beinahe) sympathisch zu werden. Tolle Drahtseilaktleistung diesbezüglich - bravo!
Insgesamt ein Leckerbissen, obwohl der geradlinige Handlungsverlauf (ohne Traumszenen usf.) nüchtern betrachtet eigentlich nicht außergewöhnlich hervorhebenswert scheint. Trotzdem top!!
Meine Bewertung: ++++/+++++

WER ZULETZT LACHT
Oje, Columbo wird in dieser Episode ganz schön ausgetrickst. Die zwei Herausgeber (eine Dame und ein Herr) eines Herrenmagazins geraten in Streit, weil sie ihre Anteile verkaufen möchte. Als besagte Dame kurz darauf spurlos verschwindet, kommt Columbo ins Spiel. Schnell haftet er sich auch schon an die Fersen seines Hauptverdächtigen, aber dann kommt alles ganz anders...
Aufgrund der einmaligen Story nimmt diese Folge sicher eine kleine Sonderstellung in der Columbo-Chronologie ein. So blamiert hat sich der Inspektor bis dato noch nie! Und dennoch kommt ihm sein Misstrauen letztlich natüärlich zugute, weil es dann doch noch einen Mord gibt.
Ein bisschen schade finde ich, dass die Aufklärung des eigentlichen Mordfalls gerade mal 10 Minuten (wenn überhaupt) in Anspruch nimmt. Vielleicht wäre es ganz gut (für den Filmfluss) gewesen, wenn man die Laufzeit dieser Episode etwas gestreckt hätte. Aber auch in hiesiger Form ist diese Folge durchwegs gelungen. Der recht junge Mörder wurde sehr gut verkörpert. Insgesamt ist das (vom Gefühl und von der Atmosphäre her) eine sehr "progressive" Folge - sehr bunt, sehr modisch, sehr gegenwartsbezogen (weshalb sie einem aus heutiger Sicht womöglich ein wenig überholt vorkommen kann) und gerade deshalb, wie ich meine, sehr, sehr authentisch.
Interessantes am Rande: Mit dem populären "She Drives Me Crazy" (Fine Young Cannibals) enthält der Vorspann eine ungewöhnliche Begleitmusik, die aber hervorragend zum Beverly-Hills-Thema passt, in dem das Milieu spielt.
Meine Bewertung: ++++

Fazit: Interessant ist - bezüglich der Atmosphäre der 8. Staffel - dass sich kein Retro-Retro-Effekt einstellt, was ich wie folgt verstanden wissen möchte: Diese 80er-Jahre-Episoden haben lediglich den (typischen) Touch ihrer Zeit, ohne aber, dass penetrant-aufdringlich mit Mitteln gearbeitet wurde, die unweigerlich an die Erfolgswelle der 70er erinnert hätten. Ihren (aus heutiger Sicht) vermeintlichen Retro-Style haben die Folgen dieser Staffel lediglich deshalb inne, weil sie offen und unverblümt Kinder ihrer Gegenwart sind. D.h., dass man bemüht war, Columbo dem Zeitgeist entsprechend darzubieten. Und ich finde das gut, obwohl ich natürlich auch die kultigen 70er-Jahre-Staffeln durchwegs mag. (Wer mir nicht glaubt, kann gerne sämtliche Rezensionen hierzu auf amazon nachlesen!). Es war meiner Meinung nach gut, diesen "Zeitsprung" mitzumachen, noch dazu, wo ja der Charme wie anfangs erwähnt in keinerlei Weise darunter leiden musste. Kritiken diesbezüglich verstehe ich offengestanden auch überhaupt nicht!
Insgesamt ist dieses Wiedersehen nach (längst überfälliger) Wartezeit ein durchwegs erfreuliches. Ich hatte im Vorfeld ehrlich gesagt nicht mit derart vielen starken Einzelepisoden gerechnet. Und diesmal kann ich das sogar halbwegs objektiv sagen, da ich nur eine Folge (nämlich TÖDLICHE KRIEGSSPIELE) schon gekannt habe!
Weiters erwähnenswert finde ich die Tatsache, dass Columbo sich in dieser Staffel immer im näheren Umfeld bewegt. Stets ermittelt der kultigste aller Kultinspektoren in "adeligen" Jet-Set-Kreisen innerhalb L.A.s. Es wurden jedenfalls keine Versuche unternommen größere globalpolitische Querbezüge herzustellen, wie das z.B. bei der letzten Folge der 7. Staffel so großartig geglückt ist. Vielleicht auch gut so, denn in den wenigen anderen Folgen bei denen das versucht wurde, ging das nicht wirklich auf.
Aber die "künstlerische" Umsetzung (innerhalb der Möglichkeiten des Medium Films) erscheint mir wieder etwas gewagter (so wie bei den allerersten Folgen der Kult-Reihe, wo man sich teilw. auch darum bemüht hat - mit teils psychedelischen Farbspielen, Verzerrugen etc.). Und auch das ist gut. In der Episode SELBSTBILDNIS EINES MÖRDERS werden Traumsequenzen fast schon im Stile eines Ingmar Bergman (rückblendenartig und in stimmigem Schwarzweiß) filmisch verarbeitet. Man spricht sozusagen in bildlichen Metaphern und kriegt das für meine Begriffe sehr, sehr gut und überzeugend hin. Tolle Arbeit auch diesbezüglich also!

Wieder eine ganz starke Sammelbox mit hohem Kultfaktor zum Verlieben! Fans kommen daran meines Erachtens ebenso wenig vorbei wie durchschnittlich Interessierte Krimi- (und mehr noch) Columbo-Sympathisanten. COLUMBO ist auch in den Spätachtzigern eine Klasse für sich. Er altert in Würde, geht mit der Zeit und bleibt sich selbst dennoch immer treu. PERFEKT!

5 STERNE (und keinen weniger) dafür!! Ehrlich gesagt besser als erwartet!
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16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach Kult - er ist und bleibt der BESTE Ermittler!!!!!, 8. August 2008
Ich bin ja der absolute Fan der Serie und muß sagen, ich kann mir die Folgen immer und immer wieder ansehen!!!!

Ich finde es SUPER, daß diese Kultserien nun endlich verfügbar sind und empfehle ich die Staffeln zu 100 % weiter.

Die Verarbeitung und die Qualität der Boxen und auch der Übersetzungen sind auch besser geworden. Die ersten zwei Staffeln sind meiner Meinung nach eine Frechheit. Teilweise wurden die Texte nicht synchronisiert, was ich absolut nicht verstehe weil sogar im Fernsehen bekommt man die Folgen "normal" auf Deutsch zu sehen.

Aber was macht man nicht alles wenn mein ein RICHTIGER FAN dieser Serie ist. Ansonsten wie gesagt absolut empfehlenswert und auch die Qualität hat sich schon verbessert!!

Jetzt hätte ich da noch eine Frage:
WANN KOMMT ENDLICH DIE NEUNTE STAFFEL RAUS??? Mir gehen ja noch einige Folgen der 80-iger und 90-iger Jahre ab!!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wichtige Minuten fehlen, 1. April 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Betrifft Tödliche Kriegsspiele
Hans Maier "Hansi" hat recht es fehlen ein paar Minuten.......

.......und die fehlenden Minuten wären wichtig. Columbo
besucht den "Verdächtigen" in einer Wohnung. Die
Geliebte hält an will aussteigen, tut es aber nicht,
warum? Sie sieht den Wagen von Columbo und fährt
weiter.

Äh wie bitte, sie kennt seinen Wagen doch gar nicht.
Doch weil das die geschnittene Szene ist. Columbo besucht
den General. Seine Ehefrau öffnet Columbo die Tür dabeio sieht
sie seinen Wagen. Sie wechseln ein pßaar Worte, dann erst
geht Columbo zum General.

Frage an die Fans. Haben sie Columbo in
dieser Folge neu Synchronisiert?

Dennoch finde ich Columbo einfach Klasse.
Selbstbildnis eines Mörders finde ich mit am besten.
Wann kommt die neunte Staffel heraus?
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr gut, 20. Oktober 2010
Von 
wosamanati (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Columbo ist für mich der Beste Inspektor überhaupt. Ich bin immer wieder sehr begeistert, wie er seine Fälle löst und aufklärt. Ich freue mich das ich diese Fernsehserie "Columbo" endlich auf DVD habe. Die Filme sind von der Qualität her gesehen sehr lobenswert. Für Columbo-Fans ist es ein absolut gutes Kauf würdiges Produkt. Negatives kann ich hierzu nichts sagen. Da ich diese Filme von Columbo sehr liebe, habe ich mir die ganze Staffel gekauft und schaue Sie mir auch gerne zweimal an. Wer Columbo kennt der weiß, dass er alles menschliche tut um einen Fall aufzuklären. Sie werden niemals erleben das der Inspektor einen Fall abschließen wird, ohne das er weiß, wer der Mörder ist. Einfach super dieser Inspektor.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen anders, gut, eigenartig, 28. Dezember 2009
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hallo,

mittlerweile habe ich nun auch die 8. Staffel - d.h. die letzte derzeit auf deutsch erhältliche - gesehen, und muß sagen: vielleicht ist es ganz gut, dass es keine weiteren mit deutscher Synchronisation gibt.

Die Filme sind anders, obwohl viel Bekanntes zu sehen ist: der zerknautschte Detektiv; die wiederkehrenden Nachfragen; die "Kleinigkeiten"; auf die der Inspektor achtet; auch die Stimmung ist weitgehend erhalten geblieben: die luxuriösen Ambientes, die wohlhabenden Verdächtigen; die Zigarre; die Tolpatischigkeit; der gefährliche "Sinn für abenteuerliche Theorien", usw..

Aber auch einiges hat sich geändert: die Filmmusiken sind anders; moderner, manchmal peppiger, aber leider nicht immer absolut passend; dann kann man den Eindruck bekommen, dass die Filme künstlich in die Länge gezogen sind; die Nachfragerei des Inspektors scheint mir zudem überstrapaziert zu sein, ebenso die Suche nach den eingesteckten Gegenständen in x Taschen; und schließlich: die früher öfter brillanten Lösungen sind mittlerweile Mangelware. -

Trotz allem möchte ich bei meiner "Rezensionstradition" bezüglich Columbofilmen bleiben, die ich bei den letzten Staffeln gepflegt habe.
Ich bewerte die Filme inhaltlich, und bilde daraus eine "Schnittnote".

Diese Staffel bietet sechs Columbo-Krimis unterschiedlicher Qualität. - Darum hier nun folgend eine Qualifizierung der einzelnen Filme (nach Inhalten):

ausgezeichnet:
keiner

sehr gut:
keiner

gut:
o Selbstbildnis eines Mörders: der Maler Barsini hat zwei Probleme: ein "Problem" aus der Vergangenheit, von dem seine erste geschiedene Frau weiß. Und zweitens das "Problem", daß diese sich ihm nun entziehen will. - Für ihn stellt dies eine unkontrollierbare Situation dar, weswegen die "Untreue" mal schnell ablebt.
Bewertung: einer der beiden besten Filme der Staffel: er hat ein recht hohes Niveau, und bringt ein neues Element: in Filmsequenzen dargestellte Träume, aber der Showdown ist ziemlich simpel und "zusammengeschnipfelt".

o Tödliche Kriegsspiele: man nehme: eine Stiftung für "Sicherheitsfragen der Nation", einen findigen Geschäftsführer, der hier seine eigene "private" Geldquelle entdeckt hat und: einen Kollegen, der dem "Ressourcenabzweiger" auf die Spur kommt, und ihn "anzuzapfen" sucht. - Kurzerhand segnet der Erpresser das Zeitliche.
Bewertung: dieser Film ist ebenso einerseits wirklich gut, durchgängig sehenswert. - Aber auch hier: obwohl die Lösung einigermaßen überrascht, ist sie kein Überflieger.

o Wer zuletzt lacht: Dian Hunter und Sean Brantley betreiben eine "Nymphenburg" für ein Erotikmagazin. - Leider gibt es - mal wieder - Streit und Dian droht Sean mit dem Verkauf ihrer Anteile an einen Konkurrenten = 51%. - Plötzlich verschwindet Dian .... und Inspektor Columbo kommt. -
Bewertung: der Film an sich ist gut, aber er wirkt unnötig in die Länge gezogen. - Und daß zum Schluß ein Mörder überführt wird: das ist schon eine Stunde vor Schluß klar. - Da kann selbst die - gute - Doppel-Pointe nicht mehr viel retten.

mittel:
o Die vergessene Tote: einen jungen erfolgreichen Regisseur holt seine Vergangenheit in Form einer "mißlichen Geschichte" ein, die ihm ein Jugendfreund zuträgt und ihm damit droht. - Kurz entschieden landet der Freund im "Reich der Toten". -
Bewertung: obwohl der Film gut beginnt, sinkt er mit der Zeit ab, denn nach Identifizierung des Toten ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis......
- Doch der - originell gedachte - Schluß ist einfach scheußlicher Kitsch.

o Black Lady: Eine "glückliche" Partnerschaft endet abrupt nach heimlicher Entdeckung einer mit Beleidigung gewürzten Liebelei des Partners mit einer Kollegin. - Nur: wer hat gemordet: eine Frau, zwei oder drei? - Ein nicht unlösbares Rätsel für Inspektor Columbo.
Bewertung: an und für sich ein kein schlechter Film, so ist doch die Lösung einfach: wer hat wo wann was gekauft?

schlecht:
o Tödliche Tricks: ein "Hellseher" verblüfft mit Hilfe eines Freund-Feindes eine militärische Kommission und soll mit diesem Erfolg in die Dienste des Pentagons eintreten. - Kurz vor dem Sprung in die "große Karriere" lebt dann allerdings der "Freund" ab. - Es sieht zwar wie ein Unfall aus, aber... - der Rest ist schon bekannt.
Bewertung: der Film ist bescheiden, und auch die Lösung nicht besonders originell (was wir doch an wirklich guten Columbo-Filmen so lieben).

An diesem "neuen Columbo" ist Verschiedenes anders, siehe oben, oder gar eigenartig. - Manches mal habe ich den Eindruck, daß hier "banalere" Motivationen einen höheren Stellenwert hatten, als vorher, z.B. die Betonung auf "Geld, Geld Geld" um des Geldes willen. - Wer zudem auf amerikanische "Riesenlimousinen" steht, kommt hier auf seine Kosten: in mindestens zwei Filmen kommt eine "kleine Version" davon (wie auch schon in früheren Filmen) vor, aber im letzten wird selbst das noch getoppt. - Hier und da ist einfach "zu dick aufgetragen".

Was mir zudem auffällt, ist, daß die Box mit FSK12 eingestuft wird: für die meisten Filme der Staffel o.k., aber bei "Selbstbildnis eines Mörders" und "Tödliche Kriegsspiele" sehen wir immerhin recht brutale Träume, bzw. wohnen dem Erstechen des Opfers "live" bei.

Fazit:
Dreimal gut, zweimal mittel, einmal bescheiden: die 8e Staffel, mit der Inspektor Columbo seine Wiederkehr eingeleitet hat, ist nicht brillant. - Der Wiedererkennungswert ist hoch, aber die Klasse der alten Filme erreichen diese neuen nicht. Schade, wirklich schade. - Vielleicht muß man sich einfach damit abfinden, daß die Hoch-Zeit dieser Serie 10 Jahre vor dieser "Wiederbelebung" zu Ende ging.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Columbo - das Revival, 17. Februar 2008
Von 
Hugo Humpelbein "das Viech" (in Sicherheit) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
USA Anfang der 80er: Das Krimipublikum trauerte. Schade, dass Columbo nicht mehr ermittelt. Nach zehn Jahren (1968-78) hatte man die außerordentlich gute Serie auf Eis gelegt.
USA Ende der 80er: Das Publikum jubelte. Die Wiederbelebung der unverwüstlichen Krimilegende wurde eingeleitet. Das Format der 70-min-Folgen war Vergangenheit. Die Prime Time wurde mit spielfilmlangen Episoden gefüllt, was manchmal das Erzähltempo beeinträchtigt. Aber auch mit Falten ist Columbo ein liebenswert-scharfsinniger Ermittler, der auf seine unnachahmliche Weise die Alibis der Übeltäter zerlegt und die Schurken sprachlos macht.
Die beste Folge dieser sechsteiligen achten Staffel ist wohl "Wer zuletzt lacht". Eine grandiose Formelvariante: Es gibt zuerst gar keinen Mord. Trotzdem bastelt Columbo sich einen, und sucht vergeblich nach einer Leiche. Lächerlich gemacht durch die Medien muss er die erste Niederlage seiner Karriere verkraften, als die Totgeglaubte frisch und munter wieder auftaucht. Aber dann... dann gibt's doch noch einen Mord - und zwar einen fast perfekten.

Staffel 9 ist übrigens vorerst nicht auf DVD geplant. Da müssen wir bis 2011 warten.
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