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Kundenrezensionen

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am 16. Juni 2013
Eines Nachmittags ereilt Busfahrer Kalle Brennicke eine Erkenntnis: Er kann keine Sekunde länger Busfahrer in Berlin sein. Es war sein Traum, er hat ihn gelebt und nun ist der Traum zu Ende. Das Leben aber noch nicht. Nein, Kalle hat kein Burnout. Er hat einfach nur keine Ahnung, wie es weiter geht. Und so macht er sich ohne Netz und doppelten Boden auf den Weg, um Worte für seine Geschichte zu finden. Lässt sich von einem Bus nach Norden bringen, ans Meer. Und dann von einem Tag zum anderen tragen, von einer Begegnung zur nächsten. Zusammen mit Kalle kann man den kalten Wind im Gesicht spüren, das Meer riechen, sich die Hände an einem Feuer wärmen, eine Melodie hören oder Drachen steigen lassen. Wird Kalle seine Worte finden? Patricia Koelle lässt den Leser teilhaben an den inneren und äußeren Bewegungen einer anrührenden Figur, die auf den ersten Blick exotisch anmutet, auf den zweiten Blick aber genau das tut und ist, wonach sich so viele sehnen. Kalle Brennicke ist lebendig. Eine wunderschöne Geschichte, die die Sehnsucht nach Meer und nach echten, gehaltvollen Momenten weckt, und Mut macht, dieser Sehnsucht zu folgen. Mit einer Sprache, die einlädt, den Blick für die vielen kleinen Dinge wieder zu schärfen, die das Leben so liebenswert machen. Wie immer bei Patricia Koelle.
Sehr empfehlenswert!
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am 29. Januar 2014
Was mir nach Beendigung des Buches besonders schwer viel, war ein neues zu beginnen - aus Angst, etwas zu lesen, was meine nun verwöhnten Augen nicht mögen.

Schon sehr lange lag Teil 1, welches ich einmal kostenlos ergattert hatte auf dem Reader. Natürlich konnte ich nach Teil 1, nicht mehr ohne Teil 2, sodass ich gleich das ganze Buch erworben habe.

Dieses Buch ist so zart und zeitgleich doch so voller Energie und Lust am Leben, sodass es insbesondere für diejenigen Leser eine echte Gefahr sein kann, die drauf und dran sind etwas neues zu wagen, bisher aber noch Zweifel hatten. Bei mir hat es jedenfalls gewirkt, Dinge in die Hand zu nehmen die ich aus fadenscheinigen Ausreden bisher aufgeschoben habe.

Der eigentümliche Kalle ist ein Sinnbild einer ganzen Generation Mensch, in welcher vor allem Job, Muster und Klischee vorherrschen. Dieses Buch ist das Set im Spielfilm Mensch. Man darf und soll hinter die Kulissen schauen; die Kulisse Mensch. Da ist eben ein Busfahrer der schreibt, von dem keiner erwartet hätte, dass er das tut. Die Autorin schafft es Gefühls- und Naturbeschreibungen kunstvoll zu Text zu spinnen und reizt diesen immer wieder soweit aus, dass bevor man als Leser auf die Idee käme, die Szene müsse nun ausgeschrieben sein, eine Wendung oder Szenenwechsel eintritt. Selbst als ein Elefant auftritt und ich schon dachte, jetzt ist es soweit: das Buch wird albern und unrealistisch, findet sich alles zu einer Logik die zwar mehr als selten ist, aber dennoch so nah am Leben ist, dass man die Wahrscheinlichkeit, es könnte tatsächlich so gewesen sein, nicht von der Hand weisen mag. Rückblickend hat sich vor allem der letzte Moment mit Alex bei mir eingebrannt.

Ein anderes Ende, als das Geschriebene, wäre dem Leser gegenüber unfair gewesen. Ich werde auf jeden Fall weitere Bücher der Autorin ausprobieren - wenn alle so gut sind, wird das hoffentlich eine lange Bestellung.
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am 14. September 2014
..die all das aussagen kann, was mich nun bewegt. Es gibt ja Bücher, die liest man nicht nur, die begegnen einem. Man weiß gar nicht, ob man auf die Geschichte gewartet hat oder die Geschichte auf den Leser. So ein Buch ist das hier.
Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl: "Nein, zuviel, zuviel, zuviel." Oder "Ach nein, nicht den Schmus auch noch." Es gibt Kurzgeschichten, da ist man am Ende so traurig, weil die Geschichte so schön war aber zu kurz. Man wünscht sich einen dicken Roman davon. Hier habe ich beim lesen oft gedacht "Warum ist das keine Kurzgeschichte? Warum soviel davon?" Doch dann ist plötzlich von allem genau soviel da, wie es braucht. Patricia Kölle nimmt einen mit, auf die eigene Reise, aber das weiß man erst am Ende. Sie komponiert so wunderbare Melodien. Ihre Worte zaubern nicht nur ein Lächeln auf Herz und Seele, sondern auch Magen, Ohren, Füße ... alles lächelt mit.
Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, alles hin zu werfen und einem großen Wunsch oder Traum hinterher zu fliegen. Oder noch einmal so sorglos wie in jüngeren Jahren zu sein. Man träumt es sich schön und am Ende bleibt alles wie es ist. Mir hat die Geschichte das Gefühl gegeben, dass es nicht schlimm es, wenn man einen Traum vorbei segeln lässt, aber wenn man den einen Traum doch leben will, dann mit ganzem Herzen.
Ich werde mir jetzt eine Schatzkiste basteln und dahinein kommen all die schönen Sätze von Patricia Kölle. Dann kann ich sie herausnehmen, wann immer ich will und sie brauche.

Dankeschön.

P.S. Ich hab mich so über Orje gefreut. Joram hätte es in der Geschichte nicht geben müssen, aber Orje, der passte genau hinein.
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am 15. Juli 2014
Inhalt wurde ausführlich dargelegt, mache ich nicht auch noch.
Ich möchte der Autorin danken für diese "eine, große Geschichte". Mir standen mitunter die Tränen in den Augen beim lesen, derart hat mich Kalles Gefühlswelt berührt. Sein Schlüsselerlebnis, das Ihn erst aufmerken ließ, hat mich das Buch sinken und nachdenken lassen, was im eigenen Leben gut oder nicht gut ist, und was man vielleicht überdenken und ändern sollte.
Ich wünschte, wir könnten alle einfach so unsere Sachen in eine Tasche packen, uns auf und davon machen und so selbstverständlich Menschen kennenlernen, die man dann für immer im Gedächtnis behält, nicht wie das heutzutage bei Urlaubsbekanntschaften der Fall ist.
Ich werde diese Geschichte auf jeden Fall mehrmals lesen, das hat sie verdient und wie jeder Leser weiß, liest man beim 2. oder 3. mal Wörter, die man vorher nicht bemerkt hat........sie sind ja schließlich auch auf einer langen Reise gesammelt worden.....
uneingeschränkt empfehlenswert
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am 17. Dezember 2015
Nach einem doch erst etwas unglaubwürdig erscheinendem Beginn setzt sich dieser wundervolle Roman mit jedem weiteren Kapitel selbst ein Denkmal.Glaubwürdige und präzise dargestellte Charaktere verleihen der gesamten Handlung einen fast schon feierlichen Rahmen.Ein Buch das den gewillten Leser nicht mehr los lässt.Es regt zum Nachdenken über das eigene Leben an und zeigt auf das weniger auch oftmals mehr sein kann.Alles ist vergänglich und von uns im Leben nur geliehen.Hier wird das so deutlich wie nirgends. Es fällt mir schwer mehr zu dem Buch zu schreiben.Zu vieles lässt sich für mich nicht in Worte fassen.Diese Gabe ist wohl nur wenigen Menschen wirklich gegeben.Danke dafür Frau Koelle !!! Von mir eine klare Leseempfehlung für alle Menschen die es wert sind auch als solche bezeichnet zu werden...
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am 30. September 2013
Klappentext
Wer hat nicht schon mindestens einmal daran gedacht, spontan zu kündigen und alles hinter sich zu lassen? Aber wer macht das schon?
Kalle macht es.
Kalle Brennicke ist Busfahrer in der Großstadt. Wie viele andere hat er schon als kleiner Junge davon geträumt. Gegen den Willen seines Vaters hat er diesen Traum wahr gemacht. Bis zu jenem Tag, als ein Fahrgast etwas verliert, das für andere nur Müll ist. Kalle aber kann von diesem Moment an nicht mehr weiterfahren. Bei ihm löst es eine Erinnerung aus – eine Hoffnung. Er denkt an einen Tag, als er mit Susanna auf einer Wiese saß. An das verlorene Gefühl von damals, als er jung und alles möglich war. Und weiß in diesem Moment, dass sein alter Traum zu Ende ist. Sein Chef und Anneliese vermuten ein Burnout, aber Kalle sieht es anders. Genau genommen hat er sogar drei gute Gründe, um alles hinzuschmeißen und sich auf den Weg und eine Such zu machen, nicht nur nach dem Anfang eines neuen Traumes. Da ist auch noch seine Nebenbeschäftigung, die er niemandem verraten hat, weil ihn seine Kollegen auslachen würden …

Was für ein wundervolles Buch!!! Wieder einmal gelingt es Patricia Koelle mich in den Bann ihrer Geschichte zu ziehen. Wieder eine Geschichte, die am Meer spielt. In einer wundervollen und bildlichen Sprache beschreibt sie Kalles Suche nach der einen großen Geschichte. Die Plätze die Kalle besucht sind so wundervoll beschrieben, dass ich zu jeder Zeit das Gefühl hatte, dass ich dabei bin. Aber auch Kalle als Menschen und seine Sehnsucht nach der einen großen Geschichte lösen bei mir ein Gefühl der eigenen Sehnsucht, des Wissen um diese eine Geschichte aus. Ich verstehe Kalle so sehr und er macht mir Mut meinen eigenen Weg zu gehen. Er zeigt mir, dass es nie zu spät ist, sich auf die Suche zu machen, zu finden und zu leben.

Schon von „Das Meer in deinem Namen“ war ich begeistert, aber auch dieses Buch ist einfach phantastisch. Patricia Koelle ist eine Autorin, die es meisterhaft versteht ihre Leser mit wundervoller poetischer und bildhafter Sprache an die Geschichten zu fesseln. Eine Autorin, von der ich hoffentlich noch viele Bücher lesen werde.

DANKE liebe Patricia für diese wundervolle Zeit mit Kalle und „die eine, große Geschichte“ ♥♥♥
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am 21. Juli 2012
Ich bin, nachdem ich nun schon das 3. Buch der Autorin gelesen habe, zu einem richtigen Fan mutiert! Eine Sprache, die die Kunst versteht, die Grösse und Tiefe des Lebens in der Einfachheit des Geschehens vorzüglich zu formulieren. Ohne Knalleffekte oder Action geladener Momente, trifft die Geschichte mitten ins Herz, mitten in das, was man selber schon erlebt hat vielleicht: das Glücklich sein mit sich selber, unterwegs alleine und immer weiter gehen, und die Freude an den kleinen Dingen, die doch so bewegend und umwälzend sein können. Herzlichen Dank für Ihre grossartige Arbeit!
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am 4. Oktober 2013
Inhalt:
Es beginnt wie ein ganz normaler Tag im Leben des 53-jährigen Busfahrer Kalle, er begibt sich zur Arbeit, bringt Menschen von A nach B und doch ist irgendetwas anders, etwas drängt. Er kommt, der Auslöser, der ihm sagt, dass er sich auf die Suche begeben muss, auf die Suche zu sich selbst und einem Lebenstraum nach. Die eine, große Geschichte, sie wohnt in ihm, davon ist er überzeugt, sie muss nur noch ihren Weg finden, dieser Weg geht über viele Ecken und so wird die Reise zur großen Geschichte, eine Reise zu sich selbst.

Meine Meinung:
Viele Menschen träumen davon, die wenigsten wagen es sich dann wirklich: aus dem Alltag aussteigen, die Fesseln brechen und sich auf die Suche nach dem Leben zu machen. Es ist mir schon klar, nicht alle haben die finanziellen Möglichkeiten und doch ist es oft der sehnsüchtige Traum. Kalle träumt ihn, doch als eine Situation in aus dem Konzept bringt, beschließt er nicht mehr zu träumen, sondern zu handeln. Gelungen fand ich es, dass der Auslöser keine riesige Sache war, sondern nur ein kleines Alltagsdetail, was in dem Mann jedoch so viel an Erinnerungen ausgelöst hat, dass er beschloss, etwas müsse anders werden, zumindest für den Augenblick.

Die Geschichte erinnert an ein großes Märchen, alles ist machbar und Hindernisse gibt es kaum. Es gibt natürlich Dinge die Kalles Leben belasten, ihn unfrei und gefangen nehmen, doch sie werden zart zwischen die Zeilen gestreut, so dass sie sich perfekt in das Gesamtbild einfügen. Betrachtet man das Buch tatsächlich aus der Märchensicht, dann ist es vollkommen in Ordnung, dass alle Menschen Kalle freundlich gegenübertreten, seine Unternehmungen prinzipiell gelingen und er nur Gutes auf seiner Reise erfährt, betrachte ich es als Roman, dann ist es mir ein wenig zu optimistisch, was jetzt nicht nur eine Rolle spielt, weil ich sonst lieber trauriger und ernste Bücher lese, nein, es ist einfach das Wissen, dass das Leben nicht immer einfach ist und ich mir einfach gewünscht hätte, dass auch Hindernisse in der Geschichte eingebaut sind. Der Tod spielt im Buch eine Rolle und hier liegt auch das Gefühl, was einen die Autorin gibt, Hürden sind meisterbar, wenn man dazu bereit ist und obwohl diese Lektion lehrreich ist, fehlt mir persönlich ein wenig der dunkle Schatten, in dieser sonnengefluteten Geschichte.

Spekuliert wird auch von Arbeitskollege, ob Kalle eventuell ein Burn-Out hat, ich fand es gelungen, dass man nicht dort aufsattelte, sondern klipp und klar sagte, dass er einfach nur einmal eine Auszeit braucht, es nichts mit einer Krankheit zu tun hat – mal ehrlich, wer von uns braucht nämlich nicht manchmal eine Auszeit und ist nicht gleichzeitig ernstlich erkrankt?

Herausragend ist der Schreibstil, da lässt sich absolut nichts bekritteln, die Autorin schafft es, einen Landschaften direkt vor die Augen zu zaubern, so dass man nur noch die Hand ausstrecken müsste, um tiefe in die Umgebung zu versinken, zu dem sind die Worte in eine sehr poetische Form gerückt, bei der es einfach Spaß macht, sich auf das Geschriebene einzulassen.

Fazit:
Eine Geschichte, die sich auf der Sonnenseite des Lebens bewegt und kaum Platz für Schwere lässt, trotzdem eine Menge lehrreiche Situationen aufbringt, die es vielleicht einfacher machen, auch die eigene Situation manchmal mit etwas mehr Lockerheit zu betrachten.
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am 28. September 2013
Kalle ist mit Leib und Seele Busfahrer in Berlin. Doch als eines Tages ein Fahrgast eine Ähre aus seinem Wildblumenstrauß verliert, kommt Kalle die Erinnerung an die Vergangenheit wieder und spürt von jetzt auf gleich, dass sein Leben als Busfahrer vorbei ist. So kündigt er fristlos und macht sich spontan auf den Weg nach Warnemünde ans Meer, wo er einen Job als Aushilfskellner annimmt und als Bezahlung ein altes Fahrrad bekommt. Mit seiner Möwe", wie er das Rad getauft hat, fährt er an der Ostseeküste entlang bis nach Dänemark, begegnet interessanten Menschen, lebt in den Tag hinein und sucht nach den passenden Worten, um seine Geschichte erzählen zu können. Ob ihm dies am Ende gelingt?

Patricia Koelle hat mit ihrem Roman Die eine, große Geschichte" wieder ein bildgewaltiges und prosaisches Werk vorgelegt. Der Schreib- und Sprachstil ist einfach nur wundervoll, trifft den Leser mitten ins Herz und in die Seele. Beim Lesen der Worte spürt man den Wind der See im Haar, hat den Meeresduft in der Nase und spürt den Sand zwischen den Zehen. Aber die Worte rühren noch tiefer, denn sie bringen den Leser dazu, über das eigene Leben, die Vergangenheit, verpasste Chancen und vergessene Träume nachzudenken und ihn aufzurütteln, um vielleicht doch noch das Ein oder Andere zu verwirklichen. Protaganist Kalle Brennicke ist ein Sympathieträger in Fleisch und Blut, den man lieben muss und der einem auch den Spiegel vorhält. Wonach suchst Du, suchst Du überhaupt noch, wovon träumst Du und willst Du immer nur träumen?

Ein modernes Märchen, das in jedem Wort viel Wahrheit enthält. Ein Buch für alle, die auf der Suche sind und nicht wissen, wie sie beginnen sollen, ihre Träume zu leben und ihre Sehnsucht zu stillen. Ein Roman voller Poesie und Schönheit. Patricia Koelle hat ihn geschrieben, ein Name, den man sich unbedingt merken sollte! Bitte einfach nur lesen und all die schönen Gefühle bei der Lektüre genießen!
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TOP 500 REZENSENTam 26. September 2013
„...Genau heute, um fünfzehn Uhr achtundfünfzig, hatte er gewusst, dass er nicht mehr warten konnte...Ab heute würde er den Wörtern entgegengehen...“

Kalle ist Busfahrer in Berlin. Mit dem Beruf hat er sich den Traum seiner Kindheit erfüllt. Als heute eine ältere Frau den Bus verlässt und eine Ähre auf den Boden fällt, entscheidet Kalle spontan, fristlos zu kündigen und in die Ferne zu fahren. Er möchte sich seinen zweiten Traum erfüllen und die eine, große Geschichte schreiben. Das ist einer der drei Gründe, weswegen er alles hinter sich lässt. Sein Weg führt ihm ans Meer.
Der erste Teil der Reise ist geprägt von einer Leichtigkeit der Erzählung. Ich habe mich als Leser von Kalle mitgenommen gefühlt auf die Suche nach den Wörtern und auf die Spuren der Erinnerung. Die Sehnsucht des Protagonisten ist mit jeder Phase spürbar. Er genießt es, Zeit zu haben, Entscheidungen fällen zu dürfen, die nicht an Fahrpläne gebunden sind. Gerade diese Gegensätzlichkeit zwischen seinem bisherigen streng reglementiertem Leben als Busfahrer und der neuen Freiheit gibt der Geschichte ein besonderes Flair. Dazu kommt die genaue Beobachtungsgabe. Die Autorin beherrscht das Spiel mit Wörtern. Ihre Sätze malen Bilder, die sich einprägen. Manche Stellen habe ich mir auf der Zunge zergehen lassen, so schön war die Natur beschrieben.
Eine erste Rückkehr in die Realität erlebt Kalle bei seinem Blick auf den Kontoauszug. Ein verständnisvoller Chef aber gibt ihm Zeit, seinen Traum weiter zu leben, ohne viel zu fragen. Doch so wie die große Geschichte des Lebens nicht nur aus guten Tagen besteht, so wird auch Kalle mit Tod und Trauer konfrontiert. Wieder versteht es die Autorin, die Situation emotional berührend, aber nicht übertrieben sentimental zu schildern.
Auf seiner Reise zu sich kommt Kalle mit verschiedenen Menschen zusammen. Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Plötzlich erinnern sich die Menschen ihrer Träume. Es entwickeln sich tiefsinnige Gespräche. Menschen inspirieren Kalle, seinen Weg weiterzugehen.
Kalles Reise ist kein Müßiggang. Er sieht, wo er gebraucht wird, und hilft. Immer wieder erlebt er, dass Freundlichkeit mit Freundlichkeit erwidert wird. Manchmal sind es Kleinigkeiten am Wegrand, ein Marienkäfer auf einem Blatt, die Seepferden im Meer, ein Gespinst aus Miesmuscheln, die seinem Weg neu Ziel und Richtung geben.
Am Anfang weiß ich als Leser wenig von Kalle. Durch die Rückblenden in seine Vergangenheit lerne ich ihn nach und nach kennen. Die Reise ermöglicht ihm gleichzeitig eine Aufarbeitung dieser verflossenen Jahre, ein Zulassen der Trauer, ein Erinnern an besondere Zeiten und manches mehr.
Was sich anfangs wie ein Märchen für Erwachsene liest, spiegelt mehr und mehr die Vielfalt des Lebens. Zwar bleibt der märchenhafte Grundton, doch die Realität schimmert immer mal zwischen den Zeilen durch.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Vor allem die bildhafte, ausdrucksvolle, stilsichere und punktgenaue Sprache der Autorin hat mich begeistert. Das Buch steckt voller besonderer Ideen. Es ist ein Buch zum Träumen, lässt aber auch das eigene Leben Revue passieren. Man stellt sich plötzlich die Frage nach den eigenen Lebensträumen. Die Autorin nennt das Dominoeffekt. Passender geht es nicht.
Das Cover ist nach einer Szene des Buches gestalten. Ich fand es schön, das Bild im Buch mit Worten wiederzufinden.
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