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118 von 126 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schwache Story aber guter Inhalt
Die Geschichte spielt in Köln während des G-8-Gipfels. Hauptperson ist der geniale Physiker Liam O'Connor, der für den Nobelpreis vorgeschlagen ist, erfolgreich populärwissenschaftliche Bücher schreibt und zuviel Alkohol trinkt. An seiner Seite ist die junge Verlagsassistentin Kika Wagner, die im Auftrag des Verlegers Franz Kuhn, aufpassen soll,...
Veröffentlicht am 27. April 2005 von J. Hameister

versus
138 von 145 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannung vs. Akribie
Die Charaktere sind genial.

Die Dialoge sind intelligent.

Die Story-Idee ist umwerfend.

Die Recherche des Autors ist vulminant.

Aber: Mir gefällt's nicht so richtig.

Woran kann es liegen?

Schätzing geht für meinen Geschmack etwas zu sehr ins Detail: Seitenlange Beschreibungen über den...
Veröffentlicht am 23. Mai 2006 von Florian Heinz


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138 von 145 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannung vs. Akribie, 23. Mai 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Lautlos (Taschenbuch)
Die Charaktere sind genial.

Die Dialoge sind intelligent.

Die Story-Idee ist umwerfend.

Die Recherche des Autors ist vulminant.

Aber: Mir gefällt's nicht so richtig.

Woran kann es liegen?

Schätzing geht für meinen Geschmack etwas zu sehr ins Detail: Seitenlange Beschreibungen über den KölnBonn-Airport, sich wiederholende Charakterisierungen und Handlungs-Beweggründe. Schätzing versucht durch akribisches Beschreiben einen Realo-Flair zu erzeugen - er schafft das auch! - aber die Spannung leidet darunter, die Handlung wird nur zähflüssig vorangetrieben.

Wie sieht also meine Empfehlung aus?

Wer einen spannenden, fesselnden Thriller sucht, ist bei "Lautlos" schlecht aufgehoben. Da gibts besseres.

Wer allerdings einen detailgetreuen, intelligenten und soliden Roman sucht, der hat ihn hier gefunden.
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118 von 126 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schwache Story aber guter Inhalt, 27. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Lautlos (Taschenbuch)
Die Geschichte spielt in Köln während des G-8-Gipfels. Hauptperson ist der geniale Physiker Liam O'Connor, der für den Nobelpreis vorgeschlagen ist, erfolgreich populärwissenschaftliche Bücher schreibt und zuviel Alkohol trinkt. An seiner Seite ist die junge Verlagsassistentin Kika Wagner, die im Auftrag des Verlegers Franz Kuhn, aufpassen soll, daß O'Connor bei seinem Besuch in Köln nicht zu viel Unsinn macht und seine Termine einhält. Bei der Ankunft am Flughafen glaubt O'Connor einen alten Studienkollegen und Freund wiederzuerkennen. Dieser Freund hat in deren Studienzeit Sympathien für die IRA gezeigt. Bei Nachforschungen am Flughafen stellt sich heraus, daß dieser ehemalige Studienkollege unter falschem Namen dort arbeitet. O'Connor ist der Meinung, daß ein Anschlag auf einen der Politiker geplant ist. Natürlich glaubt ihm keiner, weil er sich in der Vergangenheit schon des öfteren derbe Scherze erlaubt hat.
Die Geschichte hätte man mühelos auf 100 Seiten abhandeln können. Allerdings geht es in dem Buch nicht nur um die Story. Es sind vielmehr die Person und das politische Geschehen, was das Buch ausmacht. Die Charaktere sind wirklich gelungen. Man glaubt, jede der Personen genau zu kennen und kann problemlos nachvollziehen warum diese so handelt. Bei dem politischen Geschehen geht Schätzing intensiv auf den Kosovo-Konflikt ein. Außerdem spricht er Themen wie Terrorismus, russische Mafia, Probleme in Amerika und das physikalische Phänomen der Lichtbremsung an. Nicht fehlen darf natürlich das Thema Whiskey. Nach der Lektüre dieses Buches ist man ein Experte auf diesem Gebiet.
Wer kein Buch erwartet in dem pausenlos Action angesagt ist und auch mit teilweise längeren Ausführungen und Gedankengängen von Personen keine Probleme hat, wird an diesem Buch sicher seinen Spaß haben. Wer eine leichte Lektüre zum Einschlafen sucht, sollte das Buch besser nicht lesen.
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29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Was lange währt, wird endlich gut, 24. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Lautlos (Taschenbuch)
Wer sich mit Schätzing beschäftigt, sollte "Lautlos" unbedingt vor "Der Schwarm" lesen. Tut man es in umgekehrter Reihenfolge, bekommt man den Eindruck, Schätzing habe bei "Lautlos" noch etwas "üben" wollen.
Die Charaktere sind sehr ausführlich dargestellt, was für das Verständnis der Story tatsächlich auch unabdingbar ist. Der typische rote Faden eben. Das "Warum" erfährt man allerdings erst viel zu spät. Es braucht (im Gegensatz zu "Der Schwarm") eine gehörige Anlaufzeit (von etwa 100 bis 150 Seiten) bis man in das Buch hineingefunden hat. Dabei geht die anfänglich so ausführlich beschriebene politische Problematik später viel zu sehr unter.
Hat man sich aber mal eingelesen, lässt einen das Buch nicht mehr los. In der Tat brilliert Schätzings Erzählung durch die realistische Darstellung der Vorgänge. Auch die Denkbarkeit der Möglichkeit, dass alles auch tatsächlich einmal so kommen könnte, jagt einem wahre Schauer über den Rücken. Der typische Schätzing-Stil nach der Manier eines Hollywood-Blockbuster-Drehbuchs weist dem Leser selbst in komplizierten Momenten noch den Weg durch die komplexe und anspruchsvolle Story. Natürlich merkt man auch hier wieder, dass der Autor im Vorfeld des Schreibens gründlichst recherchiert hat. Gerade das macht die Story auch so plausibel und möglich und damit natürlich super spannend.
Sieht man von der Detailverliebtheit und einigen Längen zu Beginn des Buchs einmal ab, ist es - wie man es von Schätzing kennt - einfach perfekt. Ein Buch, das man am Liebsten in einer Nacht vernaschen möchte.
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45 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Schwarm, nur andersherum.., 30. Juni 2008
Von 
"Fiodor" (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Lautlos (Taschenbuch)
Dieses Buch lebt nicht von der Handlung. Die ist genau genommen sogar ziemlich simpel gestrickt, auf den ersten Blick. Ein Anschlag auf den Präsidenten der Vereinigten Staaten. Viele werden sich jetzt vielleicht gelangweilt abwenden, aber zu unrecht. Denn wie der Anschlag von statten gehen soll ist schon ziemlich pfiffig ausgedacht und mir weder in Büchern noch in Filmen schon mal untergekommen. Wie gesagt, es lebt nicht von der Handlung, sondern von dem genialen, dauerbetrunkenen Protagonisten den Schätzing hier gekonnt in Szene setzt, wobei er ihn herrlich unterhaltsam über sämtliche Whisky Sorten die die schottischen Highlands hergeben und über diese noch hinaus, sinnieren lässt. Allerdings baut er für meinen Geschmack immer wieder einen etwas zu ernst gemeinten politischen Hintergrund ein für den man etwas Ausdauer braucht. Dafür belohnen einen die fast schon zum Lachen komischen Dialoge seiner farbenfroh gezeichneten Charaktere.

Für mich persönlich der wohl gelungenste Schätzing. Denn im Gegensatz zu seinem, von der Allgemeinheit in den Himmel gehobenen Roman "Der Schwarm", verfügt dieses Buch über den lebenswichtigen Fingerzeig des Augenzwinkerns. Der macht einem von Anfang an klar, das man es hier mit einem Hauptprotagonisten zutun hat, der sobald er mal nüchtern ist, sehr wohl in die Fussstapfen eines jungen Sean Connerys in der Rolle des James Bond hätte treten können. Somit verzeiht man ihm auch den mittlerweile für Schätzing schon "normal gewordenen Wahnsinn" am Ende der Geschichte. Also ohne spektakuläre Actionfeuerwerke scheint es dieser Autor nicht mehr zu schaffen einen Roman zu beenden. Wie dem auch sei, mir ist diese prächtig gelungene Hauptfigur so richtig ans Herz gewachsen während des Lesens und ich habe meinen Spass mit diesem etwas zu lang geratenen Buch gehabt. Es gibt die von mir für Schätzing typischen 3 Sterne da ich immer noch glaube das dieser, durch den veranstalteten Medienrummel völlig überschätzte Autor noch viel zu lernen hat, was den Schluss eines Buches angeht.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen "Steht mir bei!", 5. Februar 2014
Von 
Th. Leibfried "TL" (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Lautlos (Taschenbuch)
Sie wollen mehr wissen über den Balkankrieg? Über die gesamtpolitische Lage der Welt um die Jahrtausendwende? Über irischen Whisky? Über über über? Kaufen Sie sich die entsprechenden Fachbücher. Nicht diesen Roman. Frank Schätzing ist bekannt und berühmt-berüchtigt für seine zweifelsohne sehr gut recherchierten Romane, die auszugsweise populär-wissenschaftlichen Veröffentlichungen ähneln. Aber es ist nicht so, dass er notwendige Recherchen in Detailform zur Handlung hinzufügt, sondern dass er möglichst viel Recherchiertes in eine Handlung packt, ob dieses die Handlung trägt oder nicht.

Schätzings Romane machen deutlich, dass man mit Details, Fremdworten, Zitaten und geschwollenen Sprüchen noch keine ernst zu nehmende Literatur erschafft, sondern in diesen Fällen immer voll und ganz im Bereich der Trivialliteratur verbleibt. Es gibt Autoren, die wandeln stets auf der Grenze zum Zuviel. Schätzing überschreitet sie dauerhaft. Was speziell in diesem Roman hinzukommt, ist dieses Geckhafte, indem er eine Figur schafft, in diesem Fall den irischen Professor und Autor O'Connor, der meiner Vermutung nach so sein soll, wie Schätzing gerne wäre. Oder noch schlimmer: wie er sich sieht. Gebildet bis zum Geht-nicht-mehr, beziehungsweise bis zur Nobelpreisnominierung. (Darunter geht's nicht.) Schön, dass man's fast nicht aushält. ("Der schönste Mann Irlands.") Ein Frauenschwarm vor dem Herrn, einfach unwiderstehlich. Und die Kehrseite, wohl damit der Vorwurf nicht kommt, es handele sich um einen Supermann, beschränkt auf eine grenzenlose Arroganz und eine aktiv ausgeübte Kennerschaft in Whiskyfragen. Das schreibt er beispielsweise über das letzte Buch O`Connors: "Wie alle belletristischen Veröffentlichungen O'Connors war es hervorragend recherchiert, und ebenso wie alle seine Bücher gewährte es einen Blick auf O'Connors distanzierte Weltsicht." Vielleicht hätte er das gerne, der Herr Schätzing, aber vor allem Letztere bleibt Utopie.

Dazu kommen die anderen Figuren, bei denen es samt und sonders nur zwei Typen gibt: Überflieger oder Trottel. "Der Plan reifte in ihrem Kopf, wurde umgestaltet, verfeinert, erneut gecheckt, perfektioniert, alles in wenigen Sekunden." Ein bisschen weniger wäre - immer noch zu viel. Heraus kommen Stereotypen, die aus meiner Sicht eine Innenwelt haben wie eine Wachsfigur bei Madame Tussant. Womit wir bei einem weiteren Problem wären: Schätzing überfrachtet seine Texte nicht nur mit Details, sondern auch mit einer Unzahl an Metaphern und Vergleichen.

Wer ein Beispiel lesen möchte, ein kurzes Kapitel, in dem sich Schätzing mit seiner Bildung so richtig austobt, lese auf Seite 298 in der Taschenbuchausgabe "Park". Sechs Seiten, die deutlich machen, dass zu viel zu viel ist. Salz ist gut und wichtig, zu viel Salz ist versalzen. Zucker schmeckt, zu viel Zucker ist für die meisten ungenießbar. Und so ist es auch hier, nicht nur in diesem Kapitel. ">>Wahnsinniger Sweeney<<, stieß er hervor. >>Gewaltiger Finn, verehrungswürdiger Pooka, ihr Mächte Erins, heiliger Brendan, steht mir bei. Steht mir bei!<<" Mir auch, bitte!

Was ich Schätzing persönlich übel nehme, ist erstens, wenn auch nicht so exzessiv wie beim "Schwarm", die Liebe zum Umfang eines Buches. Immerhin lässt er es hier bei 700 Seiten bewenden. 350 hätten genügt, um die Story nicht nur zu erzählen, sondern auch noch auszuschmücken. Aber er schmückt nicht aus, er zelebriert. Vor allem sich. Ja sicher, man könnte ein Buch auch vorzeitig abbrechen, aber dazu fange ich aller Regel keinen Roman an, geschweige, kaufe mir diesen. (Wenn auch in diesem Fall nur als Remittende.) Viel schlimmer ist aber zum anderen, dass er seine Sicht auf die Welt dem Leser nicht als eine mögliche anbietet, sondern dass er permanent postuliert. Es gibt kein Entweder-Oder, keine Ambivalenzen. Gegen Alleswisser habe ich gar nichts. Man kann von ihnen lernen, man kann sie fragen. Aber Schätzing ist ein Allesbesserwisser. Und die können einem ganz schön auf den Nerven herumtrampeln. Was er in diesem Roman ausgiebig tut. Den zweiten Stern bekommt das Buch, weil sich der Autor wirklich Mühe gibt. Er schreibt nicht einfach nur herunter, sondern konstruiert, recherchiert, inszeniert. Vielleicht habe ich nun endgültig gelernt und lasse den dritten Versuch sein.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hinterlistig!, 22. Mai 2008
Von 
G. J. Matthia "GJM" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Lautlos (Taschenbuch)
Er ist schon ein ganz und gar hinterlistiger Autor, dieser Frank Schätzing. Da hat er mich über mehr als 600 Seiten so richtig an der Nase herumgeführt, bevor er in den letzten Kapiteln mit der Wahrheit herausrückt. Oder mit dem, was er mir als Wahrheit unterzujubeln versucht: Hinter dem missglückten Anschlag auf den amerikanischen Präsidenten in Köln steckte gar nicht jener Drahtzieher, den er mir so glaubhaft vorgegaukelt hat...

Das Obige sei bitte als uneingeschränktes Lob verstanden. Von dem so vielgepriesenen Roman »Der Schwarm« war ich zwar angetan, aber lange nicht so gefesselt wie von diesem Buch mit dem Titel »Lautlos«.

Es gelingt Schätzing, seine Protagonisten so glaubhaft und lebendig zu schildern, dass man meint, sie wirklich kennen zu lernen. Und, das ist das Tückische an diesem Roman, die Handlung ist in reale Ereignisse so geschickt eingebettet, dass man als Leser nicht nur geneigt ist, dem Autor zu glauben, sondern man tut es tatsächlich. Immer wieder. Und wieder. Und noch einmal. Bis zum Ende.
Den letzten Seiten des Romans folgen noch etliche Abschnitte mit dokumentarischem Inhalt, die habe ich dann allerdings nur überflogen, nicht gelesen. Für mich bedurfte es keiner Untermauerung mit Fakten mehr, dass ich einem ganz und gar ungewöhnlichen, zügig vertuschten Ereignissen beiwohnen durfte.
Natürlich: Es ist nur ein Roman. Niemand hat in Köln versucht, Bill Clinton mit einer technisch ausgefeilten Laserwaffe umzubringen. Alles erfunden. Oder doch nicht?

Lex lächelte und schüttelte den Kopf.
»Gar kein Attentat.«
»Wie bitte?«
»Es hat kein Attentat gegeben. Ich sagte vorhin, der Bundeskanzler und der Präsident wurden ins Bild gesetzt, wenn auch nicht detailliert. Sie haben übereinstimmend -«
»Augenblick!« Lavallier hob die Hände. »Nur, dass ich das richtig verstehe: Sie wollen jetzt schon behaupten, die Serben -«
»Lavallier, es ist scheißegal, ob es die Serben waren«, sagte der PPK-Mann kategorisch. »Und ob sie mit einem Laser oder einer Wasserpistole geschossen haben, ist genauso schnuppe. ... Irgendwann wird sogar O'Connor zu dem Schluß gelangen, dass er Gespenster gesehen hat.«

Mein Fazit: Eine spannende Lektüre, die sowohl inhaltlich als auch sprachlich überzeugt, ein rundum empfehlenswerter Thriller. Nebenbei habe ich eine Menge über den Kosovo-Konflikt, Irischen Whisky, die Abgründe der amerikanischen Politik und die Zusammenarbeit von Russen-Mafia, PLO sowie anderen Terroristengruppen gelernt. Natürlich: Es ist nur ein Roman. Niemand hat sich jemals in Köln zu einer Kosovo-Konferenz getroffen...

Und wie ließ doch Stephen King in Langoliers einen Autor so richtig ausrufen? »Glaubt nie einem Schriftsteller! Hört ihnen unbedingt zu, aber um Himmels Willen glaubt ihnen nicht! Was wäre, wenn ich mich geirrt hätte?«
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Toller Politthriller, 16. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Lautlos (Taschenbuch)
Keiner ahnt, dass Terroristen den nahenden G8-Gipfel in Köln benutzen wollen, um einen der schlimmsten Anschläge überhaupt zu verüben: Ziel soll unter anderem der Präsident der USA sein, Bill Clinton. Zwar werden Hotels, Flughafen und die Stadt von Polizei und FBI ständig überwacht, doch wer kann schon wissen, dass die Gruppe mit einer neuen Waffe aufwartet, mit der man selbst noch aus kilometerweiter Entfernung jemanden umbringen kann.

Zur gleichen Zeit kommt der irische Physiker Liam O'Connor in Köln an, weil er zur Präsentation seines neuen Buches eingeladen wurde. Verlagsmitarbeiterin Kika Wagner soll den Doktor während seines Aufenthaltes in Deutschland betreuen - keineswegs eine leichte Aufgabe, wie sich sehr bald herausstellen soll, den der Ire scheint sich nicht sonderlich um seinen Ruf zu scheren und erscheint des Öfteren auch gerne mal betrunken zu einer Vorlesung. Zu alledem schaut er noch sehr gut aus und Kika kann nicht leugnen, dass sie Gefühle für den smarten Wissenschaftler empfindet und nach einer durchzechten Nacht in den Pubs von Köln kommen sich die beiden ein bedeutendes Stück näher...

Liam O'Connor glaubt zuerst, seinen Augen nicht zu trauen, als er in der Menschenmenge am Kölner Flughafen ein vertrautes Gesicht zu sehen glaubt, einen Jugendfreund, der in terroristische Aktionen der IRA verwickelt war und danach untertauchen musste. Was sucht dieser hier in Köln? Noch dazu, wenn G8-Gipfel ist? Dunkle Vorahnungen steigen in Liam hoch. Anfangs will ihm keiner glauben, doch dann passiert etwas Furchtbares...

"Der Schwarm" und "Tod und Teufel" waren schon zwei gänzlich unterschiedliche Romane, auch "Lautlos" ist wieder völlig anders. Mit diesem dicken Werk liefert uns Frank Schätzing einen hochwertigen, qualitativen Thriller, der zwar stellenweise ein wenig an amerikanische Follet-Romane erinnert, durch seine außergewöhnlichen Charaktere und den Schauplatz in Köln sowie den raffiniert angelegten Perspektivenwechsel frischen Wind in das Genre bringt. Die Idee der Hightech-Waffe scheint zwar am Anfang ein wenig weit hergeholt, im heutigen Zeitalter könnte man so etwas aber durchaus für möglich halten. Spannung bis zum Schluss, gewürzt mit sehr viel politischem (realen) Hintergrund - für Schätzingfans und solche, die es werden wollen ein unbedingtes Muss!
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein anspruchsvoller politischer Krimi, 10. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Lautlos (Taschenbuch)
Nehmen wir es gleich vorweg: Die m. E. wirklich berechtigte Kritik betrifft die Länge(n) dieses Buches - auf 250 Seiten reduziert wäre es vortrefflich. Weniger ist tatsächlich manchmal mehr - die 700 Seiten empfand ich zwischendurch immer wieder als Zumutung.

Doch hat Schätzing mit "Lautlos" wieder einmal bewiesen, auf welch hohem Niveau er in der Lage ist, umfangreichste Recherchearbeiten (ähnlich wie in "Der Schwarm") in einem spannenden (Kriminal-) Roman einfließen zu lassen. Seine Sachkenntnisse - in diesem Falle über den sog. "Kosovo-Konflikt" und dessen Hintergründe, die IRA sowie die Lasertechnologie - sind immer wieder verblüffend. Man merkt da deutlich seinen profunden Hintergrund als Wissenschaftsjournalist. Seine tiefe Skepsis gegenüber den hegemonialen Weltmachtansprüchen der USA tritt auch in diesem Werk wieder deutlich zutage.

Die Fakten garniert Schätzing in diesem Buch mit einer klassischen Love-Story und würzt das Ganze gekonnt mit einer Abhandlung über die verschiedenen Whisk(e)y-Sorten (nachdem er uns in "Mordshunger" bereits lukullische Lehrstunden erteilte).

Wer all das mag, ist bestens und umfangreich bedient.

Mein Fazit: Eine gigantische Fleißarbeit, allerdings auch für den Leser!
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26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Typisch Schätzing - (zu ) gut recherchiert, 7. Januar 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Lautlos (Taschenbuch)
Schätzing ist kein in-den-Tag-hinein-Schreiber. Was er verfasst hat Hand und Fuß. So wird auch in diesem Buch mehr als deutlich, dass er sich mit der Materie (Kosovo-Konflikt, Laserwaffe, Whisk(e)y) mehr als intensiv beschäftigt hatte, ehe er zur Feder griff.
Leider hat er auch in diesem Buch wieder nicht an sich halten können und sein neu erworbenes Wissen auf vielen, vielen, zähen Seiten zwischen die eigentliche Handlung gestopft. Wer also einen (teilweise recht philosophischen) Monolog über die Politik und Kriegswirren des ausgehenden 20. Jahrhundert erwartet wird nicht enttäuscht werden.
Auch die Darstellung der Hauptpersonen und deren Dialoge erweist sich manchmal etwas aufgesetzt.
Erst zum Ende hin nimmt der Roman Fahrt auf.
Schade. Die interessante Attentat-Story selbst hätte mehr Sterne verdient.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Toller Thriller, aber zäher Einstieg, 26. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Lautlos (Taschenbuch)
Das Negative gleich zum Anfang: Bis zum Ende des ersten Teils, der immerhin fast 200 Seiten lang ist, ist das Buch leider etwas zäh zu lesen: Es passiert relativ wenig, verglichen mit dem Rest des Buches. Etwas nervig ist für mich, dass die Handlung ständig in der Zeit springt: Der eine Handlungsstrang spielt Ende 1998 und beschreibt die Planung des Attentats aus Sicht der Terroristen, der zweite Handlungsstrang spielt zur Zeit des G8-Gipfels in Köln im Sommer 1999, bei dem das Attentat stattfinden soll. Die beiden Stränge haben eigentlich nichts miteinander zu tun, weshalb für mich das ewige Hin- und Herspringen zwischen den Zeiten ziemlich unsinnig erscheint.
Wenn man diesen zähen ersten Teil erst mal hinter sich hat, offenbart das Buch seine Stärken: Mich hat es nicht mehr losgelassen, bis ich es ganz durchgelesen hatte. Zwar springt die Handlung immer noch zwischen den Protagonisten, aber ab dann spielt wenigstens alles in einer Zeit.
Wegen dem zähen Anfang gibt es von mir einen Stern Abzug. Wer ein Buch aber nicht sofort weglegt, weil es etwas träge anfängt, wird viel Spaß beim Lesen haben.
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Lautlos
Lautlos von Frank Schätzing
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