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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Entschleunigung,
Rezension bezieht sich auf: Zettel auf dem Boden (Audio CD)
Sein erstes Solo-Debütalbum von 1997 höre ich noch heute gerne und dass seitdem erst zwei weitere Alben von NIELS FREVERT erschienen sind, spricht für die Ernsthaftigkeit seiner Arbeit. Er feilt an seinen Songs bis sie glänzen. Mit seinem letzten Album "Du kannst mich an der Ecke rauslassen" (2008) bewies er bereits, dass man ohne Betroffenheitslyrik und Pseudokritik über Freundschaften und Beziehungen singen kann, eingebettet in wohltemperierter Liedermacher-Musik.Auch die Songs auf dem neuen Album "Zettel auf dem Boden" basieren auf akustischer Gitarre, leichtem Schlagzeug und Streichern. Hin und wieder gesellen sich hübsche Klavierlinien und dezente Bläser dazu. Stilistisch wird das Singer/Songwriter-Genre begleitet von Chanson und Jazz. "Die Lieder taugen wirklich nicht zur Untermalung" erkennt NIELS FREVERT als Selbstbeschreibung im Song "Zürich". Er zeigt eindrucksvoll wie subtil man mit der deutschen Sprache umgehen kann, was man aus ihr herauszuholen vermag. Dieser Mann "flüstert Wände mit geballten Fäusten an" und man wird den Eindruck nicht los, dass er auch geduldig wartet was die antworten. NIELS FREVERT spannt in zehn Songs gekonnt einen Bogen von der Wichtigkeit vierer Eichhörnchen zur Flüchtigkeit eines Teekrümels, der auf den Boden der Tasse taumelt. Es sind die kleinen, leisen Momente, welche durch Freverts Sprache groß und bedeutend werden. Dabei ist nichts inszeniert oder aufgesetzt. "Blinken am Horizont" ist eine Art Abschiedslied ohne Traurigkeit, berührend und schön, aber nicht kitschig. Mit feiner Beobachtungsgabe, getupften Wortbildern und liebevoll sperrigem Gesang, der zum genaueren Hinhören zwingt, singt hier ein genialer Geschichtenerzähler. "Is'ne lange Geschichte, dauert ungefähr zwei Teelichter lang" heißt es im Stück "Küchensee" und man möchte Teelichter in Großpackungen kaufen gehen, nur um im Kerzenschein die zehn Zettel auf dem Boden des Herzens sehen zu können ... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Der Meister der Melancholie,
Von
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zettel auf dem Boden (Audio CD)
Er ist der Meister der Melancholie. Texte, die traurig und wundervoll zugleich sind, ein wenig verquer und doch so einfach. Niels Frevert spielt mit den Worten, zerlegt Sprichworte und Floskeln und erschafft dabei die für ihn typischen Songtexte mitten aus dem Leben.Da ist der einsame Witwer, der im Park die Eichhörnchen füttert. Die Person, die bedingungslos ihrer großen Liebe folgt und immer zu ihr steht. Das Paar, das im Alltag feststeckt. Menschen, die ihre Probleme verleugnen. Die Person, die ihrer großen Liebe nach deren Tod nachtrauert. Der Sänger, der falsch gebucht wurde und jetzt in einer fremden Stadt dasteht, und sich nur nach Liebe sehnt. Das Paar, das sich liebt und streitet. Und die Menschen, die sich nichts mehr zu sagen haben. Ja, "Zettel auf dem Boden" ist nicht ganz so gut wie "Du kannst mich an der Ecke rauslassen". Aber sehr viel schlechter ist sie auch nicht. Musikalisch sind ein paar nicht ganz so starke Songs dabei. Dafür mit "Ich würde dir helfen, eine Leiche zu verscharren, wenn's nicht meine ist" und besonders das todtraurige und wunderbare "Blinken am Horizont", aber auch "Zürich", "Küchensee" oder dem Herman-Van-Veen-Cover "Bis jemand mich hört" richtig starke Nummern. Niels Frevert behält damit seinen Status als einer der besten Songwriter des Landes. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Eckiger Sound trotz kantenloser Instrumentierung und dazu Frevert-Poesie,
Von
Rezension bezieht sich auf: Zettel auf dem Boden (Limited Deluxe Edition inkl. Bonus Tracks) (Audio CD)
Der hochverehrte... möglicherweise an der Ecke Rausgelassene kommt auf dieser Platte textlich ungewohnt auf den Punkt. Bei der ein oder anderen Pointe bin ich regelrecht zusammengezuckt, da ich mit dieser neuen Deutlichkeit nicht gerechnet hätte. Ich mag' diese Entwicklung sehr, da man für die subtileren Zeilen nach wie vor auf die anderen zeitlosen Werke des Künstlers zurückgreifen kann.Die enge Bindung zu "Du kannst mich an der Ecke rauslassen" wird mir bei jedem Hören von "Zettel auf dem Boden" deutlich, wenn ich kurz vor dem Gedanken erschrecke die heißgeliebte "Ecke" zu betrügen. Das man nur ein weiteres Kapitel am Gesamtwerk kennenlernt werde ich aber auch noch begreifen. Ich mag' den Sound sehr. Nicht todproduziert. Passt sehr gut zu den scharf-trockenen detailhaften Texten. Was die 5 Sterne nicht angreift aber trotzdem hin und wieder in die treffenden und perfekt unrein gereimten Worte und eigenen Assoziationen reinsägt ist der etwas übertriebene Einsatz der Streicher. Ich dachte manchmal direkt, dass nebenan jemand Cello übt. Trotzdem: Bravo und vielen Dank Herr Frevert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5.0 von 5 Sternen
GUT,
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zettel auf dem Boden (Limited Deluxe Edition inkl. Bonus Tracks) (Audio CD)
SChnell geliefert, Inhalt bekannt, Gerne wieder. IMmer wieder. Im Rewe oder im Cat CAfe, in der WEltbühne oder im Zimmertheater, im Knust oder auf dem Schlossgrabenfest
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5.0 von 5 Sternen
Wunderschön,
Rezension bezieht sich auf: Zettel auf dem Boden [Vinyl LP] (Vinyl)
Ich habe die Laufbahn von Nils Frevert in den letzten Jahren, ehrlich gesagt, nicht verfolgt. Als ich dann eine Kritik seiner neuen CD las, habe ich mich spontan an die Musik der Nationalgalerie erinnert, die ich damals, vor knapp 20 Jahren, sehr gerne gehört habe. Darauf besorgte ich mir die Scheibe und bin restlos begeistert. Zweifellos hat er eine unglaubliche Entwicklung als Künstler gemacht. Neben den schönen Texten und Gesang sind es für mich vor allem die liebevollen Arrangements sowie die sehr geschmackvolle Instrumentierung der Stücke, die diese CD absolut einzigartig machen. Während ich den Einsatz der Bläsersätze ausnahmlos schön finde, kratzen die Streichersätze manchmal ganz schön an der Kitschgrenze. Mutig. Trotzallem hat der Sound noch genug Ecken und Kanten und klingt zu keinem Moment überproduziert. Wirklich wunderschön. Für mich eine der Veröffentlichungen des letzten Jahres.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Lieber der Zettel auf dem Boden ...,
Von Notarius (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zettel auf dem Boden (Limited Deluxe Edition inkl. Bonus Tracks) (Audio CD)
Wieder eine wunderschöne Platte von Niels Frevert, deren Charme man nur schwer im Kosmos der deutschen Künstler einordnen kann, so schwelgerisch bewegt sie sich untermalt von Streichern und Bläsern irgendwo zwischen Liedermacher, Jazz und "klassischem" Schlager (der ja nichts mit dem zu tun hat, was gerne unter diesem Titel läuft). Selten hat übrigens jemand so wunderschön das Wort "vier" ge- und besungen wie Frevert im Opener Schlangenlinien, wo die Anzahl der regelmäßig gefütterten Eichhörnchen gemeint ist. Insgesamt erneut eine Platte, die mit dem Hören wächst und ihre Identität im ja doch sehr sparsamen Gesamtwerk des Hamburger Sängers, Gitarristen und Komponisten konsequent ausbaut. Klare Kaufempfehlung für alle, die den schlichten Zettel auf dem Boden dem bunten Werbeplakat für Rosenstolz, Silbermond und Glasperlenspiel vorziehen.Bitte auf jeden Fall die Bonusversion wählen, auf der auch zwei Stücke von dem wunderbaren Konzert im St. Pauli Theater zu finden sind, das eine eigene Veröffentlichung rechtfertigen würde! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Das neue Niels Frevert Album, Zettel auf dem Boden,,
Rezension bezieht sich auf: Zettel auf dem Boden (MP3-Download)
...dieses Album haut uns mit einem Schlag den Boden unter den Füßen weg, raubt einem den Atem und nimmt die Worte vor ungläubigen Staunen über soviel geballte Macht von sprachlicher Poesie und anmutiger Wortgewalt, eingehüllt und verwoben mit wahrhaft symbiotischer Musik. So schön, das hält man fast nicht aus.Ich würde gerne 10 Sterne auf einer Skala von 1 bis 5 vergeben! Hinzufügen möchte ich noch, dass ich kürzlich auf einem Yogiteebeutel den hilfreichen Hinweis fand: Gott ist real, das Leben ist eine Chance, Liebe ist unendlich. Universal sozusagen. In diesem Sinne, Gott schütze diesen Musiker, und erhalte ihn uns noch lange. Mitsamt seinen Gesellen... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Tool1,
Von
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zettel auf dem Boden (Limited Deluxe Edition inkl. Bonus Tracks) (Audio CD)
sehr, sehr schoene aufnahme mit romantischen und zugleich intelligenten texten! zum weiterempfehlen - und verschenken! der interpret hat hier ein meisterwerk aufgenommen.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Es gibt NUR einen Frevert.,
Von
Rezension bezieht sich auf: Zettel auf dem Boden (Limited Deluxe Edition inkl. Bonus Tracks) (Audio CD)
Eine Niels Frevert CD ist irgendwie immer ne kleine herausforderung für den Hörer. Da geht nix mal auf die schnelle. Nö, so ne Platte sollte man sich einfach etwas widmen, hinsetzten, und zuhören. Keine Texte von der Stange. Die gewisse Eigenart des Musikers Frevert braucht etwas zeit, aber die zu investieren Lohnt sich, sogar sehr.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Mit Kalkül ...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Zettel auf dem Boden (Limited Deluxe Edition inkl. Bonus Tracks) (Audio CD)
... braucht man diesem Mann nicht kommen, Vorsatz trifft es schon eher. Sicher, die Tage werden kürzer, die Abende kühler und dunkler, da will Freverts neues Album ganz gut hineinpassen - der ehemalige Sänger der Nationalgalerie ist jedoch Zeit seines Soloschaffens als Melancholiker ein Überzeugungstäter, seine Lieder funktionieren ebenso gut in einer lauen Sommernacht wie in wohliger Wärme auf der Flucht vor dem frostigen Draußen. Eine Flasche guten Roten zur Seite zu haben ist dabei bestimmt kein Fehler, auf redselige Gesellschaft zu verzichten kann auch nicht schaden, will man Freverts Gedankenbildern und -geschichten ungestört nachhängen.Es gibt ja nicht viele hierzulande, die die hohe Kunst beherrschen, sich einer gepflegten und fantasievollen Sprache zu bedienen, ohne gleich gestelzt und prätentiös daherzukommen, Jochen Distelmeyer fällt einem da ein, Dirk von Lowtzow natürlich und Gisbert zu Knyphausen - in diese Reihe kann man Niels Frevert bedenkenlos stellen. Auch er wählt bewußt und behutsam die leiseren Worte, knüpft aus Alltagsbetrachtungen fein gesponnene Netze, in denen man sich gern verliert. Dass manches dabei etwas ungewohnt klingt - wer sonst verwendet schon Sachen wie "ich geh so für mich hin" oder "Melodei" - geschenkt, Frevert ist als Musiker ein Gemütsmaler, die eine oder andere Marotte sieht man ihm deshalb gern nach. So sitzt man beinebaumelnd und offenen Ohres neben ihm, hört Versonnenes über Parkausflüge ("Schlangenlinien"), die Albträume der Therapeutin ("Frustrationstoleranz, Herr Frevert") und eine angenehm unbeholfene Liebeserklärung an Zürich. Ein verschmitztes Grinsen schleicht sich ins Gesicht bei Zeilen wie: "... niemand wird kommen, dich zu retten wie einen Regenwaldquadratmeter oder ein WWF-Tier" ("1m2 Regenwald") oder "Und wenn ich falsch, aber richtig lieg, liegt's vielleicht an mir, ob Du mich verlegen machst, weil mir so viel liegt an Dir" ("Ich würde Dir helfen..."). Irgendwie verspürt man ständig den Drang, ihm beipflichten zu müssen - so nah scheint er am eigenen Empfinden entlang zu singen. Am Ende hockt man der Küche und meditiert über all der Unordnung ("Küchensee") den Sinn flüchtiger Begegnungen und verschenkter Möglichkeiten ("Eines flüchtigen Tages..."). Zum Einordnen: Den Verweis auf die Verwandschaft Freverts zu Bill Callahan hat ja vor Zeiten der Spiegel schon verbraten, auch wenn ihm dessen Bissigkeit noch etwas abgeht. Verglichen mit Axel Prahl, dessen erstes Album (Blick Auf's Mehr) mir kürzlich in die Hände fiel, ist das Gefälle - der Hieb sei erlaubt - aber doch schon erstaunlich groß: Hier die bedachte, ungekünstelte Art, jedes Lied, sowohl in Text als auch Begleitung, als ein eigenes wirken zu lassen, dort der laute Ausflug in brechtsche Gefilde, wo sich der verirrte Akteur selbst auf dem Cover noch zum Popanz macht. Bei "Bis mich jemand hört" meint Frevert: "Das Leben ist hart, ich sehne mich so nach einem positivem Geräusch." - diese Platte ist weit mehr als das. mapambulo:blog Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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Zettel auf dem Boden von Niels Frevert
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