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172 von 190 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufwühlende Geschichtsstunde
Ken Folletts "Winter der Welt" beginnt im Jahr 1933 in Deutschland. Man erlebt hautnah mit, wie die Nazis an die Macht kommen und diese rücksichtlos einsetzen, indem sie Medien und politisch anders Gesinnte ausschalten. Auch in England wird die Angst vor dem Kommunismus geschürt und der Faschismus findet Zulauf.
Ähnlich wie schon in "Sturz der...
Veröffentlicht am 13. November 2012 von Helmut Scharner

versus
20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwiespältig
Nachdem mich Sturz der Titanen schwer begeistert hatte, habe ich natürlich auch den zweiten Teil von Ken Follets Jahrhundert Trilogie "Winter der Welt" gelesen. Um ehrlich zu sein, bin ich mir nicht sicher, was ich wirklich von dem Buch halten soll. Während ich im ersten Teil eine Menge über den ersten Weltkrieg und vor allem über die politischen...
Veröffentlicht am 17. Oktober 2012 von Peter Bauer


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172 von 190 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufwühlende Geschichtsstunde, 13. November 2012
Ken Folletts "Winter der Welt" beginnt im Jahr 1933 in Deutschland. Man erlebt hautnah mit, wie die Nazis an die Macht kommen und diese rücksichtlos einsetzen, indem sie Medien und politisch anders Gesinnte ausschalten. Auch in England wird die Angst vor dem Kommunismus geschürt und der Faschismus findet Zulauf.
Ähnlich wie schon in "Sturz der Titanen" erzählt Follett anhand von jeweils einer Familie in Deutschland, England, USA und Russland die historisch bekannten Entwicklungen in diesen Ländern. Seine Stärke ist neben einer fundierten Recherche aber vor allem die Zeichnung seiner komplexen Figuren und die daraus resultierenden Konflikte in der Handlung. Dafür ist natürlich die Zeit vor und während des zweiten Weltkriegs bestens geeignet.

Follett war sichtlich bemüht nicht zu einseitig zu schreiben, man ist als Leser sprachlos über die Gräueltaten der Nazis, aber es finden sich auch Deutsche die im Untergrund ihr Leben riskieren, indem sie gegen Hitlerdeutschland arbeiten. Die Gesellschaft in Amerika und England vor dem Krieg wird ebenso kritisch betrachtet, wie Stalins Russland und Amerikas Atombomben auf Japan.

Fazit:
Sehr aufwühlende Geschichtsstunde mit fiktiven Figuren - aber als Leser ist einem schnell klar, dass es genau solche Einzelschicksale wie die Hauptfiguren in "Winter der Welt" in großer Anzahl tatsächlich gegeben hat. Man sollte sich daher gut vorher überlegen, ob und wann man sich mit diesen über 1000 Seiten auseinandersetzen will, die eine der dunkelsten Epochen der Menschheitsgeschichte behandeln, denn die Geschichte beschäftigt einem über das Lesen hinaus.
Sehr vereinzelt hatte ich das Gefühl, dass der, sich selbst vom Autor auferlegte, hohe Anspruch über die Historie aller vier Länder und Familien im Detail zu schreiben, eine zu weitläufige Handlung ergibt, doch dann baute Follett zumeist wieder rechtzeitig die Berührungspunkte zwischen den jeweiligen Familien und Figuren ein.
Es kommen auch noch einige Begebenheiten aus "Sturz der Titanen" zur Sprache, man genießt dann diese Szenen doppelt, wenn man dieses Vorgängerbuch gelesen hat.
Wie erhofft - ein großer Historienroman.
[...]
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42 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Fortsetzung mit kleinen Abstrichen, 25. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nach dem äußerst spannenden ersten Band "Sturz der Titanen" war für mich klar, dass ich auch die Fortsetzung "Winter der Welt" lesen musste.

Insgesamt wurde ich nicht enttäuscht: Erneut lässt Follett die Handlung sehr geschickt und spannungsfördernd zwischen den verschiedenen Schauplätzen in den USA, England, Deutschland und Russland hin und her springen, chronologisch aufgereiht über die Jahre 1933-1948.

Einzelne Rezensenten haben kritisch angemerkt, dass dabei verschiedene historische Ereignisse insbesondere in Deutschland nicht ausreichend berücksichtigt worden wären. Ich persönlich denke, dieses Buch soll in erster Linie unterhalten und nicht als historisches Lehrbuch dienen. Der für die Handlung unmittelbar relevante historische Rahmen wurde jedenfalls gut recherchiert (wofür Follett mehrere Mitarbeiter beschäftigte). Auch ist anzumerken, dass sich der Autor erneut um eine relativ ausgewogene Darstellung der Ereignisse bemüht hat- vor dem komplexen geschichtlichen Hintergrund sicher keine leichte Aufgabe.

Etwas weniger gut gefiel mir, wie sich die Charaktere aus dem ersten Band und die der nachfolgenden Generation zu Beginn des Buches parallel entwickeln. Das macht die Handlung über die ersten 100 Seiten etwas unübersichtlich- man läuft Gefahr, einzelne Protagonisten miteinander zu verwechseln. Die Einführungphase erschien mir, anders als beim ersten Band, dadurch etwas schwierig und nicht ganz so spannend. Nach einiger Zeit fiebert man dann aber auch mit der jungen Generation mit.

Fazit: "Sturz der Titanen" war nach meiner Meinung zwar das geringfügig stärkere Buch. Wem dieses gefallen hat, der kann sich trotz der kleinen Abstriche zu Beginn des Buches aber ruhig auch an die Fortsetzung "Winter der Welt" wagen.
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173 von 196 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Winter der Welt, 22. September 2012
Vorab:
Ich habe den ersten Teil der "Jahundert-Saga" verschlungen. Dementsprechend gespannt war ich auf Nummer 2.
Ich persönlich war vor bis vor 2 Jahren Geschichts LK'ler und muss sagen, dass ich immer wieder fasziniert von der geschichtlichen Genauigkeit in Follets Romanen war. So habe ich immer wieder einige Fakten, Daten und Orte in Erfahrung bringen können, welche im Unterricht nie zur Sprache kamen.
Durch die eingestreuten, und nicht geschichtsgetreuen Charaktere, schafft Follet beim Leser eine gewisse Grundspannung und den Drang das Buch weiterzulesen.
Auch beim "Winter der Welt" handelt es sich um ein typisches Buch von Ken Follet. Ich glaube man kann den Autor entweder mögen oder hassen. Seine geschichtlichen Romane informieren, sind gut recherchiert - auf der anderen Seite kann man dem Autor einen gewissen Hang zur Theatralik und zum Sexismus nicht abschreiben. Mich persönlich fesseln seine Werke derart, dass ich nicht sonderlich auf letzteren Punkt achte. Dementsprechend gehöre ich wohl zur Fraktion: Mögen.

Zum Buch:
Das Buch fasst wie zu erwarten die Handlungen der Charaktere aus dem ersten Band auf (an dieser Stelle sei jedem zu empfehlen, sich zuerst den ersten Band "Sturz der Titanen" zu Gemüte zu führen).
Leider erst ein paar Jahre nach Ende des ersten Bandes. So wird im Jahr 1933 begonnen, in dem Hitler bereits Reichskanzler, und damit die Weimarer Republik, mehr oder weniger, gescheitert ist.
Meiner Meinung nach ist gerade die Zeit nach Ende des Ersten Weltkrieges, bis hin zur Weimarer Republik, sowie deren Existenz eine Geschichtlich äußerst Spannende Zeit (insbesondere Deutschland betreffend).
Wie man im Weiteren Verlauf recht deutlich bemerkt ist Follet einfach mehr an der Entstehung, sowie dem Verlauf des 2. Weltkrieges interessiert, welchen er wieder erstaunlich detailreich - und mit einigen Fasaden, die ich durch den Abiturstoff nicht kannte - schildert.
Auch führt er seine Charaktere (und deren Nachkommen) aus dem ersten Band weiter durch die über 1000 Seiten, was von Anfang bis Ende die Spannung aufrecht erhält, und einen dann am Ende in ungeduldiges Warten auf den dritten Band versetzt.

Fazit: Wieder ein typischer Follet Roman. Kann man mögen oder nicht. Ich mochte schon den ersten Teil, dementsprechend habe ich auch den zweiten verschlungen. Wieder einmal sehr gut recherchiert. Und wieder einmal (getragen durch die Charaktere) äußerst spannend. Das einzige Manko besteht für mich im späten Einsatzdatum des Romans, welches eine geschichtlich betrachtet entscheidende, sowie spannende Zeit außen vor lässt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Kolportage, 11. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Winter der Welt (Jahrhundert-Trilogie, Band 2) (Kindle Edition)
Auf den ersten Blick war ich irritiert über die "zufällige" Zusammenstellung von Protagonisten aus Deutschland, England, Amerika und Russland. Aber bei näherer Betrachtung erkennt man, dass Follet zeigen will, wie wir eigentlich alle verwandt sind - ein großartiges Argument gegen jeden Rassismus..
Der geschichtliche Hintergrund ist, soweit ich sehe, gut recherchiert und die Handlung ist dramatisch, ergreifend und anrührend.
Jüngere Leser werden viel aus der Zeit lernen, die ihre Gr0ßeltern zum Teil erlebt haben und vieles, was heute geschieht, wird durch diesen Roman verständlicher.
Ein fesselnder Schmöker, der manche Nachtruhe kosten kann.
Wer sich in diese Zeit weiter einlesen möchte, dem empfehle ich Tanja Kinkels "Unter dem Zwillingsstern", der mir noch besser gefallen hat.
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20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwiespältig, 17. Oktober 2012
Von 
Peter Bauer - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem mich Sturz der Titanen schwer begeistert hatte, habe ich natürlich auch den zweiten Teil von Ken Follets Jahrhundert Trilogie "Winter der Welt" gelesen. Um ehrlich zu sein, bin ich mir nicht sicher, was ich wirklich von dem Buch halten soll. Während ich im ersten Teil eine Menge über den ersten Weltkrieg und vor allem über die politischen Konstellationen, die ihn überhaupt erst möglich gemacht haben lernen konnte, ist Winter der Welt eher ein Liebesroman vor der historischen Kulisse des zweiten Weltkriegs. Politische Hintergründe werden nicht beleuchtet, es wird lediglich auf einige der bedeutensten Schlachten des Krieges eingegangen und auch hier wird die Neugier des historisch interessierten Lesers nicht wirklich durch Hintergrundinformationen befriedigt. Nun mag man mir vorwerfen, dass das auch nicht das Ziel eines Romans sein soll, sondern dass dieser lediglich unterhalten soll. Wenn der Autor aber mit dem Ziel antritt einen Roman über das 20. Jahrhundert zu schreiben, dann erwarte ich mehr als einen letztlich kitschigen Liebesreigen während der Zeit des 3. Reichs.

Zudem bleiben die meisten Charaktere relativ blass. Dies liegt wahrscheinlich an der großen Anzahl der handelnden Personen, jedoch hätte auf einige vollständig überfüssige Handlungsstränge verzichtet werden können und dadurch andere Charaktere deutlicher herausarbeiten können. Beispiel hier ist der Charakter von Erik, des typischen Nazi-Mitläufers, dessen Beweggründe und Motivationen kaum erkennbar sind.

FAZIT: Als Liebesroman vor historischem Hintergrund recht gelungen. Als (wirklicher) historischer Roman leider nichts besonderes.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sex + Brutalität - das war bisher nicht Folletts Niveau, 30. Januar 2014
Als überzeugter Fan von Ken Follett, der bisher alle Romane von ihm gelesen hat, bin ich fürchterlich enttäuscht von diesem Buch. Das war das bisher schwächste Buch von ihm.

Die Protagonisten werden teilweise etwas arg konstruiert in die geschichtlichen Zusammenhänge gezwängt. Das extremste Beispiel ist der Reichstagsbrand, bei dem Lloyd Williams ein äußerst vertrauliches Gespräch Hitlers mithören kann - so ist das einfach unmöglich. Solche Dinge habe ich noch als Freiheiten des Autors akzeptiert.

Was mich aber wirklich abgestoßen hat, dass das Buch völlig dominiert wird von immer wiederkehrenden ausführlichen Sex-Szenen und bis ins Detail formulierten Brutalitäten. Dass die Wirklichkeit damals so war, ist das eine. Es muss aber nicht zum Hauptthema des Buches werden. Darüber flacht der Rest des Buches völlig ab.

Darüber hinaus ist die Handlung - zum ersten Mal bei einem Follett-Roman - abgehackt mit teilweise willkürlichen Ausschnitten. Das wird am krassesten am Ende deutlich, als man von einigen ausgewählten Figuren erfährt, wie es weiter geht, von anderen, die den ganzen Roman über wichtig waren, erfährt man plötzlich nichts mehr.

Wie gesagt, die reine Enttäuschung.
Den zweiten Stern gibt es dann auch nur dafür, dass man trotzdem bis zum Ende weiter liest. Man hofft als Fan natürlich bis zum Schluss, dass das Buch irgendwann doch noch das bisher bekannte Follett-Niveau erreicht. Schade.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Zeit vor und während des Zweiten Weltkrieges durch persönliche Schicksale ansprechend und kurzwilig erzählt, 26. November 2014
Von 
T. Hofbauer "Lesekatze" (München, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Ich war sehr gespannt, wie Ken Follett die Familiengeschichten aus Sturz der Titanen fortsetzt. Ich wollte die Figuren weiter begleiten und dabei die Zeit des Dritten Reiches und des Zweiten Weltkrieges aus etwas anderen Perspektiven sehen. Dies ist ihm gelungen. Sicherlich muss man einen gewissen geschichtlichen Fach Hintergrund besitzen. Denn genau das findet sich nicht in dem Roman. Es ist kein Fach- oder Sachbuch, sondern ein fiktives Werk. Wie zuvor geht es um die Familien in Großbritannien, Deutschland, USA und der Sowjetunion. Man braucht eine Weiße, bis man ale Figuren zugeordnet hat, aber im Laufe des Lesens ist dies kein Problem. Man begleitet Lloyd und Boy,beide Söhne in Fitz, in England. Man erlebt wie Daisy, Levs Tochter, den Mann fürs Leben sucht und in England landet. In der Sowjetunion erhebt man den Aufbau des Kommunismus. In Deutschland steht vor allem Carla, Tochter von Walter und Maud, im Zentrum. Während in den anderen Ländern zwar auch der Kampf gegen die Nazis ein Thema ist, geht es außerhalb Deutschlands mehr um die politischen Entwicklungen und gesellschaftlichen Veränderungen. In Deutschland jedoch dreht sich alles um die Übernahme und Durchdringung der Politik und Gesellschaft durch die Nazis. Die Bedrohung, die Angst und der Terror des Regimes wird im Alltag gezeigt. Keine Begleitung historischer Großereignisse durch Hitler und seinem engsten Stab. Auch gibt es keinen Schwerpunkt bei Judenverolgung oder KZs. Gerade das hat mich angesprochen. Sicherlich gibt es viele Leser, die genau das nicht möchten, aber mich hat es sehr angesprochen persönliche Schicksale und Liebes- sowie Hassgeschichten durch und mit geschichtlichen Ereignissen zu erleben. Gerade Lloyd und Daisy, sowie die Figuren Carla und Woody fand ich besonders ansprechend. Für Leser, die die Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges durch persönliche, fiktive Lebensgeschichten erleben möchten, ist Ken Folletts Roman sehr zu empfehlen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen TOP ---- ein typischer Follett, 18. Juni 2014
Von 
Oehler "290873" (Magdeburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Der zweite Teil der Trilogie von Ken Follett beginnt im Jahr 1933 in Berlin während der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten. Auch in diesem Roman bedient sich der Autor wieder geschichtlicher Eckdaten und historischer Personen und verknüpft diese geschickt mit den Protagonisten seiner fiktiven Handlung. Es gibt ein Wiedersehen mit verschiedenen Personen aus dem ersten Buch („Sturz der Titanen“), wie beispielsweise Walter von Ulrich, Earls Fitzherbert, Ethel Williams, Gus Dewar, oder den Brüdern Grigori und Lew Peschkow, aber es tauchen auch ganz neue Personen auf.

• Lloyd Williams, der Sohn von Ethel Williams, der hautnah die Schrecken der Naziherrschaft erlebt und sich freiwillig zum Spanischen Bürgerkrieg meldet. Nach seiner erfolgreichen Flucht aus deutscher Kriegsgefangenschaft wird er als Fluchthelfer für alliierte Soldaten rekrutiert.
• Daisy Peshkov, die spätere Freundin Lloyd Williams und Tochter von Lew Peschkow wird in dieser stürmischen Zeit von einer oberflächlichen jungen Amerikanerin, zu einer engagierten jungen Frau.
• Carla von Ulrich, die Tochter der von Ulrichs, die durch den Krieg zu einer reifen und mutigen Frau wird. Sie schmuggelt heimlich Medikamente aus dem Krankenhaus, die sie einem mit Berufsverbot belegten jüdischen Hausarzt zukommen lässt. Außerdem betreibt sie auch aktiven Widerstand gegen das faschistische Regime, indem sie Schlachtpläne für ein Berliner Spionagenetzwerk beschafft und später dessen Leitung übernimmt.

Um nur mal ein paar Protagonisten zu benennen.

Wie schon im ersten Roman, zeichnet Ken Follett nur vereinzelte Ausschnitte aus dem Leben der verschiedenen Personen (was mir persönlich sehr gut gefällt, denn er umschreibt auf knapp 1000 Seiten immerhin den kompletten Zeitraum von 1933 bis 1945), immer eng verknüpft mit entsprechenden historischen Ereignissen. So zeichnet er ein authentisches Bild der damaligen Zeit und entführt den Leser ins Berlin der 30iger Jahre, in den spanischen Bürgerkrieg, an verschiedene Frontabschnitte des 2. Weltkrieges und reißt nebenbei auch noch Themen an, wie die deutschen Konzentrationslager, den Bau der Atombombe und den Beginn des kalten Krieges.

Auch hier möchte ich mal kurz ein Beispiel herauszunehmen, um zu verdeutlichen was genau ich mit meiner Einschätzung meine:

Der junge Lloyd Williams wird Zeuge, wie Robert von Ulrich, ein Cousin von Walter von Ulrich, und sein Begleiter Jörg wegen des Vorwurfes der Homosexualität von der Gestapo verhaftet werden. In Gefangenschaft erleben Robert von Ulrich und Lloyd Williams, wie Jörg im KZ Oranienburg von ausgehungerten Hunden getötet wird.

Wie gesagt, Ken Follett beschreibt diese Episode sehr authentisch und schmückt sie nicht seitenlang aus. Viel mehr wechselt wenig später schon auf einen anderen Protagonisten und eine andere Sichtweise. Für mich macht diese Art der Romanführung den besonderen Reiz aus, denn das Buch ist nicht nur flüssig, sondern auch sehr spannend geschrieben. Ich freue mich jedenfalls schon jetzt auf den dritten Band dieser Trilogie („Kinder der Freiheit“) und bewerte dieses Buch erst einmal mit absolut verdienten fünf von möglichen fünf Sternen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Da stimmt doch was nicht..., 29. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nun bin ich durch, durch den Wälzer. Ich habe mir Winter der Welt gleich nach Sturz der Titanen zu Gemüte geführt, da ich die Grundidee der miteinander verwobenen Schicksale sehr interessant fand (Ok, die ständigen zufälligen Zusammentreffen muss man akzeptieren, darauf baut sich die Grundspannung des Buches auf; und ich habe auch schon mehr als genug komische Zufälligkeiten erlebt - würde ich sie niederschreiben, kein Mensch würde das glauben. Ach so, Sturz der Titanen fand ich wirklich gut). Ich muss aber bei diesem Teil gestehen, dass ich nach der Lektüre ein etwas fades Gefühl hatte; das war es, das soll die Abhandlung einer der größten Tragödien der Menschheitsgeschichte gewesen sein; war ja gar nicht so schlimm - da stimmt doch was nicht. Was mich irritiert, nein, eigentlich ärgert es mich tatsächlich sehr, ist, dass der Holocaust eigentlich gar nicht vorkommt. Es gibt eine kurze Szene in diesem Buch, die eine der im Osten üblichen Massenerschießungen beschreibt. Dabei handelte es sich bei den Opfern, wenn ich mich recht erinnere, um Kommunisten, Juden und ... (ist mir leider entfallen). Irgendwo wird in einem Nebensatz noch einmal kurz auf die Ausrottung der Juden Bezug genommen - ja, und das war es. Andererseits wird über ca. eine Seite lang die Vergewaltigung von Frauen durch russische Armeeangehörige geschildert. Insbesondere im letzten Drittel kommt das Vergewaltigungs-Motiv immer wieder zur Sprache. Das diese Verbrechen thematisiert werden ist richtig und auch wichtig, dass Follet gleichzeitig die Massenhinrichtungen, die Vergasungen, der millionenfache Mord an Juden nur als Randnotiz abgehandelt werden, ist für mich sehr traurig.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gefiel mir sehr, 17. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
So wie mir bereits der erste Band "Sturz der Titanen" außerordentlich gut gefiel, so gefiel mir auch der zweite Band "Winter der Welt". Mir imponiert, dass ein Engländer weitgehend vorurteilsfrei die Geschehnisse des letzten Jahrhunderts romanhaft schildert - anders als die meisten englischen und insbesondere amerikanischen Schriftsteller, bei denen die Deutschen stets die Bösen (in ihrer Gesamtheit) waren und sind. So wie Follet die Vorgänge um den Ausbruch des ersten Weltkriegs im ersten Band schildert, nämlich als ein dummes Imponiergehabe der Mächtigen zu dieser Zeit, bei dem sich keine Seite mit Ruhm bekleckerte bzw. alle Seiten (auch die späteren Sieger) mehr oder weniger dazu beitrug, dass es kam wie es kommen musste, schildert er die Situation in ganz Europa zur Zeit der Machtübernahme der Nazis in Deutschland und seinen Nachbarstaaten: Faschisten gab es auch in Spanien und Italien (dort jeweils an der Macht), Frankreich und England, und in den USA sympathisierten nicht wenige der Mächtigen mit den Faschisten, egal wo. Diese relativ neutrale Sichtweise, eingepackt in Erzählkunst, viel Spannung, Information und Unterhaltung, macht auch "Winter der Welt" zu einem sehr lesenswerten Buch, das ich nur weiterempfehlen kann.
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