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149 von 165 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufwühlende Geschichtsstunde
Ken Folletts "Winter der Welt" beginnt im Jahr 1933 in Deutschland. Man erlebt hautnah mit, wie die Nazis an die Macht kommen und diese rücksichtlos einsetzen, indem sie Medien und politisch anders Gesinnte ausschalten. Auch in England wird die Angst vor dem Kommunismus geschürt und der Faschismus findet Zulauf.
Ähnlich wie schon in "Sturz der...
Vor 20 Monaten von Helmut Scharner veröffentlicht

versus
19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwiespältig
Nachdem mich Sturz der Titanen schwer begeistert hatte, habe ich natürlich auch den zweiten Teil von Ken Follets Jahrhundert Trilogie "Winter der Welt" gelesen. Um ehrlich zu sein, bin ich mir nicht sicher, was ich wirklich von dem Buch halten soll. Während ich im ersten Teil eine Menge über den ersten Weltkrieg und vor allem über die politischen...
Vor 21 Monaten von Peter Bauer veröffentlicht


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149 von 165 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufwühlende Geschichtsstunde, 13. November 2012
Ken Folletts "Winter der Welt" beginnt im Jahr 1933 in Deutschland. Man erlebt hautnah mit, wie die Nazis an die Macht kommen und diese rücksichtlos einsetzen, indem sie Medien und politisch anders Gesinnte ausschalten. Auch in England wird die Angst vor dem Kommunismus geschürt und der Faschismus findet Zulauf.
Ähnlich wie schon in "Sturz der Titanen" erzählt Follett anhand von jeweils einer Familie in Deutschland, England, USA und Russland die historisch bekannten Entwicklungen in diesen Ländern. Seine Stärke ist neben einer fundierten Recherche aber vor allem die Zeichnung seiner komplexen Figuren und die daraus resultierenden Konflikte in der Handlung. Dafür ist natürlich die Zeit vor und während des zweiten Weltkriegs bestens geeignet.

Follett war sichtlich bemüht nicht zu einseitig zu schreiben, man ist als Leser sprachlos über die Gräueltaten der Nazis, aber es finden sich auch Deutsche die im Untergrund ihr Leben riskieren, indem sie gegen Hitlerdeutschland arbeiten. Die Gesellschaft in Amerika und England vor dem Krieg wird ebenso kritisch betrachtet, wie Stalins Russland und Amerikas Atombomben auf Japan.

Fazit:
Sehr aufwühlende Geschichtsstunde mit fiktiven Figuren - aber als Leser ist einem schnell klar, dass es genau solche Einzelschicksale wie die Hauptfiguren in "Winter der Welt" in großer Anzahl tatsächlich gegeben hat. Man sollte sich daher gut vorher überlegen, ob und wann man sich mit diesen über 1000 Seiten auseinandersetzen will, die eine der dunkelsten Epochen der Menschheitsgeschichte behandeln, denn die Geschichte beschäftigt einem über das Lesen hinaus.
Sehr vereinzelt hatte ich das Gefühl, dass der, sich selbst vom Autor auferlegte, hohe Anspruch über die Historie aller vier Länder und Familien im Detail zu schreiben, eine zu weitläufige Handlung ergibt, doch dann baute Follett zumeist wieder rechtzeitig die Berührungspunkte zwischen den jeweiligen Familien und Figuren ein.
Es kommen auch noch einige Begebenheiten aus "Sturz der Titanen" zur Sprache, man genießt dann diese Szenen doppelt, wenn man dieses Vorgängerbuch gelesen hat.
Wie erhofft - ein großer Historienroman.
[...]
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159 von 180 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Winter der Welt, 22. September 2012
Vorab:
Ich habe den ersten Teil der "Jahundert-Saga" verschlungen. Dementsprechend gespannt war ich auf Nummer 2.
Ich persönlich war vor bis vor 2 Jahren Geschichts LK'ler und muss sagen, dass ich immer wieder fasziniert von der geschichtlichen Genauigkeit in Follets Romanen war. So habe ich immer wieder einige Fakten, Daten und Orte in Erfahrung bringen können, welche im Unterricht nie zur Sprache kamen.
Durch die eingestreuten, und nicht geschichtsgetreuen Charaktere, schafft Follet beim Leser eine gewisse Grundspannung und den Drang das Buch weiterzulesen.
Auch beim "Winter der Welt" handelt es sich um ein typisches Buch von Ken Follet. Ich glaube man kann den Autor entweder mögen oder hassen. Seine geschichtlichen Romane informieren, sind gut recherchiert - auf der anderen Seite kann man dem Autor einen gewissen Hang zur Theatralik und zum Sexismus nicht abschreiben. Mich persönlich fesseln seine Werke derart, dass ich nicht sonderlich auf letzteren Punkt achte. Dementsprechend gehöre ich wohl zur Fraktion: Mögen.

Zum Buch:
Das Buch fasst wie zu erwarten die Handlungen der Charaktere aus dem ersten Band auf (an dieser Stelle sei jedem zu empfehlen, sich zuerst den ersten Band "Sturz der Titanen" zu Gemüte zu führen).
Leider erst ein paar Jahre nach Ende des ersten Bandes. So wird im Jahr 1933 begonnen, in dem Hitler bereits Reichskanzler, und damit die Weimarer Republik, mehr oder weniger, gescheitert ist.
Meiner Meinung nach ist gerade die Zeit nach Ende des Ersten Weltkrieges, bis hin zur Weimarer Republik, sowie deren Existenz eine Geschichtlich äußerst Spannende Zeit (insbesondere Deutschland betreffend).
Wie man im Weiteren Verlauf recht deutlich bemerkt ist Follet einfach mehr an der Entstehung, sowie dem Verlauf des 2. Weltkrieges interessiert, welchen er wieder erstaunlich detailreich - und mit einigen Fasaden, die ich durch den Abiturstoff nicht kannte - schildert.
Auch führt er seine Charaktere (und deren Nachkommen) aus dem ersten Band weiter durch die über 1000 Seiten, was von Anfang bis Ende die Spannung aufrecht erhält, und einen dann am Ende in ungeduldiges Warten auf den dritten Band versetzt.

Fazit: Wieder ein typischer Follet Roman. Kann man mögen oder nicht. Ich mochte schon den ersten Teil, dementsprechend habe ich auch den zweiten verschlungen. Wieder einmal sehr gut recherchiert. Und wieder einmal (getragen durch die Charaktere) äußerst spannend. Das einzige Manko besteht für mich im späten Einsatzdatum des Romans, welches eine geschichtlich betrachtet entscheidende, sowie spannende Zeit außen vor lässt.
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34 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Fortsetzung mit kleinen Abstrichen, 25. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nach dem äußerst spannenden ersten Band "Sturz der Titanen" war für mich klar, dass ich auch die Fortsetzung "Winter der Welt" lesen musste.

Insgesamt wurde ich nicht enttäuscht: Erneut lässt Follett die Handlung sehr geschickt und spannungsfördernd zwischen den verschiedenen Schauplätzen in den USA, England, Deutschland und Russland hin und her springen, chronologisch aufgereiht über die Jahre 1933-1948.

Einzelne Rezensenten haben kritisch angemerkt, dass dabei verschiedene historische Ereignisse insbesondere in Deutschland nicht ausreichend berücksichtigt worden wären. Ich persönlich denke, dieses Buch soll in erster Linie unterhalten und nicht als historisches Lehrbuch dienen. Der für die Handlung unmittelbar relevante historische Rahmen wurde jedenfalls gut recherchiert (wofür Follett mehrere Mitarbeiter beschäftigte). Auch ist anzumerken, dass sich der Autor erneut um eine relativ ausgewogene Darstellung der Ereignisse bemüht hat- vor dem komplexen geschichtlichen Hintergrund sicher keine leichte Aufgabe.

Etwas weniger gut gefiel mir, wie sich die Charaktere aus dem ersten Band und die der nachfolgenden Generation zu Beginn des Buches parallel entwickeln. Das macht die Handlung über die ersten 100 Seiten etwas unübersichtlich- man läuft Gefahr, einzelne Protagonisten miteinander zu verwechseln. Die Einführungphase erschien mir, anders als beim ersten Band, dadurch etwas schwierig und nicht ganz so spannend. Nach einiger Zeit fiebert man dann aber auch mit der jungen Generation mit.

Fazit: "Sturz der Titanen" war nach meiner Meinung zwar das geringfügig stärkere Buch. Wem dieses gefallen hat, der kann sich trotz der kleinen Abstriche zu Beginn des Buches aber ruhig auch an die Fortsetzung "Winter der Welt" wagen.
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwiespältig, 17. Oktober 2012
Von 
Peter Bauer - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem mich Sturz der Titanen schwer begeistert hatte, habe ich natürlich auch den zweiten Teil von Ken Follets Jahrhundert Trilogie "Winter der Welt" gelesen. Um ehrlich zu sein, bin ich mir nicht sicher, was ich wirklich von dem Buch halten soll. Während ich im ersten Teil eine Menge über den ersten Weltkrieg und vor allem über die politischen Konstellationen, die ihn überhaupt erst möglich gemacht haben lernen konnte, ist Winter der Welt eher ein Liebesroman vor der historischen Kulisse des zweiten Weltkriegs. Politische Hintergründe werden nicht beleuchtet, es wird lediglich auf einige der bedeutensten Schlachten des Krieges eingegangen und auch hier wird die Neugier des historisch interessierten Lesers nicht wirklich durch Hintergrundinformationen befriedigt. Nun mag man mir vorwerfen, dass das auch nicht das Ziel eines Romans sein soll, sondern dass dieser lediglich unterhalten soll. Wenn der Autor aber mit dem Ziel antritt einen Roman über das 20. Jahrhundert zu schreiben, dann erwarte ich mehr als einen letztlich kitschigen Liebesreigen während der Zeit des 3. Reichs.

Zudem bleiben die meisten Charaktere relativ blass. Dies liegt wahrscheinlich an der großen Anzahl der handelnden Personen, jedoch hätte auf einige vollständig überfüssige Handlungsstränge verzichtet werden können und dadurch andere Charaktere deutlicher herausarbeiten können. Beispiel hier ist der Charakter von Erik, des typischen Nazi-Mitläufers, dessen Beweggründe und Motivationen kaum erkennbar sind.

FAZIT: Als Liebesroman vor historischem Hintergrund recht gelungen. Als (wirklicher) historischer Roman leider nichts besonderes.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein typischer Follett - Mit typischen Schwächen, 26. Juni 2014
Liebe Leser, hiermit möchte ich "Winter der Welt" ,sowie auch Follett im Allgemeinen bewerten..

Wer diese Saga liest, kann von bärenstarken Recherchen,Detailtiefe und Romantik ausgehen.
Für mich ist diese Saga ein zweischneidiges Schwert.

1. Ich liebe die Detailtiefe Folletts,brauchte aber auch mind. 150 Seiten,um reinzukommen. Sowie im 1. als auch im 2. Teil der Saga.Ich muss mich fast zwingen,weiterzulesen. - Doch am Ende des Buches bin ich immer froh,es gelesen zu haben.

2.Ich finde es bei solch einer umfassenden Saga wichtig, von mehreren Personen aus verschiedenen Ländern zu lesen.Anders kann man dieses Kapitel der Geschichte nicht fair interpretieren. - Leider führt es auch dazu, dass man sich mit keiner Person so richtig identifizieren kann,was ich bei manchen Büchern so liebe.

3. Finde ich es immer amüsant,wie Follett es schafft, so viele zufällige Begegnungen zu konstruieren.Der Bösewicht trifft in den unglaublichsten Umständen auf seinen Engelsgleichen Jugend-Rivalen.Ein bischen zu viel des Guten, meiner Meinung nach.

4.Anknüpfend auf den vorherigen Punkt muss ich sagen,dass die Charaktere meist zu langweilig sind. Es gibt immer den mutigen,starken,selbstlosen Mann, der natürlich eine genauso perfekte Frau kennenlernt. Und es gibt den hässlichen,fiesen,neidischen auf ewige Rache aus bösen Charakter. ...(auch in seinen Mittelalter-Büchern) Lieber Ken, ich wünsche mir mal wieder einen sarkastischen,trotteligen,neidischen guten Charakter.Sowie auch böse Charaktere,mit denen man teilweise sympathisiert.
Auch in ernsten Kriegszeiten gab es solche Typen.

Alles in Allem ist er dennoch ein großartiger Autor und meine Kritik auf hohem Niveau.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Kolportage, 11. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Winter der Welt: Die Jahrhundert-Saga. Roman (Kindle Edition)
Auf den ersten Blick war ich irritiert über die "zufällige" Zusammenstellung von Protagonisten aus Deutschland, England, Amerika und Russland. Aber bei näherer Betrachtung erkennt man, dass Follet zeigen will, wie wir eigentlich alle verwandt sind - ein großartiges Argument gegen jeden Rassismus..
Der geschichtliche Hintergrund ist, soweit ich sehe, gut recherchiert und die Handlung ist dramatisch, ergreifend und anrührend.
Jüngere Leser werden viel aus der Zeit lernen, die ihre Gr0ßeltern zum Teil erlebt haben und vieles, was heute geschieht, wird durch diesen Roman verständlicher.
Ein fesselnder Schmöker, der manche Nachtruhe kosten kann.
Wer sich in diese Zeit weiter einlesen möchte, dem empfehle ich Tanja Kinkels "Unter dem Zwillingsstern", der mir noch besser gefallen hat.
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hin und her gerissen, 14. Oktober 2012
Ich bin bei der Bewertung dieses Romans schwer am schwanken.
Positiv ist für mich, dass sich Follett die Kritik am ersten Band eindeutig zu Herzen genommen hat und sich im Gegensatz zu "Sturz der Titanen" nicht in den Beschreibungen einzelner Kriegsschauplätze verliert, welche im ersten Teil über weite Strecken beinahe für Langeweile sorgten. Dafür verliert das Buch aber keineswegs an der detailgetreuen Erzählung über den Krieg und lässt seinen Horror wieder deutlich zum Vorschein treten. Zudem scheint er die Kritik umgesetzt zu haben, dass die Charakter in Band I deutlich zu kurz kommen. Hier geht es fast ausschließlich um die Charaktere, und eben nicht, wie in Band I viel zu häufig, um das Kriegegeschehen. Dies hält die Spannung eigentlich fast das ganze Buch aufrecht. In Gegensatz zu Band I hatte ich so gut wie nie eine "Leseschwäche" im Sinne von fehlender Lust. Man wollte immer wissen, wie es mit den Charakteren weitergeht.
Negativ war leider, dass es Follett trotz verstärkter Fokusierung auf die Charaktere wiederum nicht schafft, diesen Tiefe zu verleihen. Mehr über sie zu schreiben lässt sie leider nicht tiefer wirken. So hätte man den Wandel in der Gesinnung mancher Person viel deutlicher zeichnen müssen. Da machte es einfach *schnipp* und sie dachten anders. Kein innerer Kampf, kein Überlegen, es war einfach so. Zudem "leidet" in den Büchern kaum jemand. Keiner scheint auch nur ansatzweise traumatisiert zu sein. Außer mal etwas weinen und das wars dann. Ebenso sterben alle Charaktere in diesem Buch sehr schnell und unspektakulär und werden dann auch aus der Handlung rausgestrichen, d.h. höchstens noch nebenbei erwähnt. Immerhin gibt es in diesem Band "endlich" Todesopfer; die Tatsache, dass im ersten Band niemand starb, hielt ich für eine sehr unrealistische Zeichnung. Außerdem störte mich die eindeutige und vor allem vorhersehbare Zeichnung der Charaktere. Bis auf einen sind alle auf Frieden aus und anti-nationalistisch. Ein Charakter, der "auf falschen Wegen wandelt", hätte der Story bestimmt noch etwas mehr Pepp verliehen, wie etwa Fitz und Bea im ersten Teil. Ansatzweise gibt es diese "Bösen", aber sie gehen total unter. Zudem finde ich die Verwebung der Personen einerseits in amuröse Verbindungen am Anfang (um dramatische Liebesgeschichten im Krieg zu erreichen) sowie in die geschichtlichen politischen Entscheidungen (so ziemlich jeder Charakter spielt irgendeine wichtige politische Rolle in seinem Land und ist bei wichtigen Entscheidungen dabei) etwas zu deutlich. Follett möchte damit Geschichte verdeutlichen, aber manchmal denkt man sich schon so "ja klar, sooo ein Zufall".
Als eigentlich begeisterter Follett-Leser muss ich leider sagen, dass ich nun schon zum dritten mal in Folge enttäuscht bin vom großen Meister. Nach "Tore der Welt" und "Sturz der Titanen" lässt sich für mich ein Nachlassen des Autors leider nicht mehr leugnen. Ich werde den dritten Band natürlich noch lesen, weil man doch wissen will, wie es weitergeht, aber danach... Drei Sterne deshalb, weil er trotz allem eine deutliche Spannung aufbaut und geschichtstreu bleibt, was für mich zwei sehr wichtige Punkte sind.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungener Historienroman, 27. Oktober 2012
Winter der Welt: Die Jahrhundert-Saga. RomanDer zweite Teil von Ken Folletts Jahrhundertsaga umfasst den Zeitraum von 1933 bis 1948. Anhand von dramatischen Einzelschicksalen werden die schrecklichen Ereignisse von der Machtergreifung Hitlers bis zur Teilung Deutschlands nachgezeichnet.

Follett beschert uns ein Mammutwerk; in der Kindle-Version erkennt man das an der gefühlten Ewigkeit, die vergeht, bis der Lesefortschritt von 1 auf 2% springt.

Deutschland, Großbritannien, die USA und Russland sind hauptsächlichen Schauplätze. Auf kunstvolle Weise verwebt der Autor die Schicksale der Hauptcharaktere. Freilich ist nicht jedes "zufällige" Aufeinandertreffen auch wirklich glaubhaft; etwa wenn Lloyd mitten in Frankreich ausgerechnet seinen sterbenden Halbbruder aus einer abgeschossenen Maschine zieht. Manche Szene wirkt gekünstelt, das tut der Spannung aber insgesamt keinen Abbruch.

Die stärksten Momente hat "Winter der Welt" dort, wo es um die Anwendung unmittelbarer (polizeilicher) Brutalität geht. Gerade die Szenen am Beginn des Buches, wo am Vorabend der endgültigen Machtergreifung Hitlers SA-Truppen ihr Terrorregime aufnehmen, sind in ihrer Dramatik erschütternd. Man möchte sie fast als Schullektüre empfehlen.

Bei einem Roman, der den Zweiten Weltkrieg zum Hauptgegenstand hat, kommen naturgemäß die Deutschen nicht gut weg. Follett ist aber gerecht; mit gleicher Bissigkeit kritisiert er die Standesdünkel des britischen Adels, die Rassenprobleme in den USA und vor allem das russische Unrechtsregime Stalins.

Aufgrund der Vielzahl an Charakteren muss man sich auf "Winter der Welt" schon "einlassen". Wer nicht zügig liest, verliert leicht den Überblick. Hält man durch - was durch den flotten Erzählstil durchaus erleichtert wird - wird man historisches Wissen quasi als Nebenprodukt wieder auffrischen und auch viel Neues erfahren. In jedem Fall ist die Lektüre der 1000 Buchseiten ein Gewinn.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen TOP ---- ein typischer Follett, 18. Juni 2014
Von 
Oehler "290873" (Magdeburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Der zweite Teil der Trilogie von Ken Follett beginnt im Jahr 1933 in Berlin während der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten. Auch in diesem Roman bedient sich der Autor wieder geschichtlicher Eckdaten und historischer Personen und verknüpft diese geschickt mit den Protagonisten seiner fiktiven Handlung. Es gibt ein Wiedersehen mit verschiedenen Personen aus dem ersten Buch („Sturz der Titanen“), wie beispielsweise Walter von Ulrich, Earls Fitzherbert, Ethel Williams, Gus Dewar, oder den Brüdern Grigori und Lew Peschkow, aber es tauchen auch ganz neue Personen auf.

• Lloyd Williams, der Sohn von Ethel Williams, der hautnah die Schrecken der Naziherrschaft erlebt und sich freiwillig zum Spanischen Bürgerkrieg meldet. Nach seiner erfolgreichen Flucht aus deutscher Kriegsgefangenschaft wird er als Fluchthelfer für alliierte Soldaten rekrutiert.
• Daisy Peshkov, die spätere Freundin Lloyd Williams und Tochter von Lew Peschkow wird in dieser stürmischen Zeit von einer oberflächlichen jungen Amerikanerin, zu einer engagierten jungen Frau.
• Carla von Ulrich, die Tochter der von Ulrichs, die durch den Krieg zu einer reifen und mutigen Frau wird. Sie schmuggelt heimlich Medikamente aus dem Krankenhaus, die sie einem mit Berufsverbot belegten jüdischen Hausarzt zukommen lässt. Außerdem betreibt sie auch aktiven Widerstand gegen das faschistische Regime, indem sie Schlachtpläne für ein Berliner Spionagenetzwerk beschafft und später dessen Leitung übernimmt.

Um nur mal ein paar Protagonisten zu benennen.

Wie schon im ersten Roman, zeichnet Ken Follett nur vereinzelte Ausschnitte aus dem Leben der verschiedenen Personen (was mir persönlich sehr gut gefällt, denn er umschreibt auf knapp 1000 Seiten immerhin den kompletten Zeitraum von 1933 bis 1945), immer eng verknüpft mit entsprechenden historischen Ereignissen. So zeichnet er ein authentisches Bild der damaligen Zeit und entführt den Leser ins Berlin der 30iger Jahre, in den spanischen Bürgerkrieg, an verschiedene Frontabschnitte des 2. Weltkrieges und reißt nebenbei auch noch Themen an, wie die deutschen Konzentrationslager, den Bau der Atombombe und den Beginn des kalten Krieges.

Auch hier möchte ich mal kurz ein Beispiel herauszunehmen, um zu verdeutlichen was genau ich mit meiner Einschätzung meine:

Der junge Lloyd Williams wird Zeuge, wie Robert von Ulrich, ein Cousin von Walter von Ulrich, und sein Begleiter Jörg wegen des Vorwurfes der Homosexualität von der Gestapo verhaftet werden. In Gefangenschaft erleben Robert von Ulrich und Lloyd Williams, wie Jörg im KZ Oranienburg von ausgehungerten Hunden getötet wird.

Wie gesagt, Ken Follett beschreibt diese Episode sehr authentisch und schmückt sie nicht seitenlang aus. Viel mehr wechselt wenig später schon auf einen anderen Protagonisten und eine andere Sichtweise. Für mich macht diese Art der Romanführung den besonderen Reiz aus, denn das Buch ist nicht nur flüssig, sondern auch sehr spannend geschrieben. Ich freue mich jedenfalls schon jetzt auf den dritten Band dieser Trilogie („Kinder der Freiheit“) und bewerte dieses Buch erst einmal mit absolut verdienten fünf von möglichen fünf Sternen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr zu empfehlen, 1. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Winter der Welt: Die Jahrhundert-Saga. Roman (Kindle Edition)
Für jeden, der bereits den 1. Teil der Saga (Sturz der Titanen) gelesen hat, ist wohl die vorliegende Fortsetzung ein absolutes MUSS. Da man sich auch ohne die Vorgeschichte aus dem 1. Teil sehr gut in die Handlung hineinfinden kann, kann ich das Buch jedem an der Geschichte des 20. Jahrhunderts interessierten Leser empfehlen.
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