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179 von 198 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufwühlende Geschichtsstunde
Ken Folletts "Winter der Welt" beginnt im Jahr 1933 in Deutschland. Man erlebt hautnah mit, wie die Nazis an die Macht kommen und diese rücksichtlos einsetzen, indem sie Medien und politisch anders Gesinnte ausschalten. Auch in England wird die Angst vor dem Kommunismus geschürt und der Faschismus findet Zulauf.
Ähnlich wie schon in "Sturz der...
Veröffentlicht am 13. November 2012 von Helmut Scharner

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Weniger wäre mehr gewesen
Beim Lesen von "Sturz der Titanen" war ich schon etwas irritiert gewesen, denn das war nicht mehr der Follett, wie ich ihn von "Die Säulen der Erde" und "Die Tor der Welt" in Erinnerung hatte. Aber insgesamt fand ich es dann doch ein interessantes und weitgehend spannendes Buch. Nun wollte ich natürlich wissen, wie sich die...
Vor 3 Monaten von Eklis veröffentlicht


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179 von 198 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufwühlende Geschichtsstunde, 13. November 2012
Ken Folletts "Winter der Welt" beginnt im Jahr 1933 in Deutschland. Man erlebt hautnah mit, wie die Nazis an die Macht kommen und diese rücksichtlos einsetzen, indem sie Medien und politisch anders Gesinnte ausschalten. Auch in England wird die Angst vor dem Kommunismus geschürt und der Faschismus findet Zulauf.
Ähnlich wie schon in "Sturz der Titanen" erzählt Follett anhand von jeweils einer Familie in Deutschland, England, USA und Russland die historisch bekannten Entwicklungen in diesen Ländern. Seine Stärke ist neben einer fundierten Recherche aber vor allem die Zeichnung seiner komplexen Figuren und die daraus resultierenden Konflikte in der Handlung. Dafür ist natürlich die Zeit vor und während des zweiten Weltkriegs bestens geeignet.

Follett war sichtlich bemüht nicht zu einseitig zu schreiben, man ist als Leser sprachlos über die Gräueltaten der Nazis, aber es finden sich auch Deutsche die im Untergrund ihr Leben riskieren, indem sie gegen Hitlerdeutschland arbeiten. Die Gesellschaft in Amerika und England vor dem Krieg wird ebenso kritisch betrachtet, wie Stalins Russland und Amerikas Atombomben auf Japan.

Fazit:
Sehr aufwühlende Geschichtsstunde mit fiktiven Figuren - aber als Leser ist einem schnell klar, dass es genau solche Einzelschicksale wie die Hauptfiguren in "Winter der Welt" in großer Anzahl tatsächlich gegeben hat. Man sollte sich daher gut vorher überlegen, ob und wann man sich mit diesen über 1000 Seiten auseinandersetzen will, die eine der dunkelsten Epochen der Menschheitsgeschichte behandeln, denn die Geschichte beschäftigt einem über das Lesen hinaus.
Sehr vereinzelt hatte ich das Gefühl, dass der, sich selbst vom Autor auferlegte, hohe Anspruch über die Historie aller vier Länder und Familien im Detail zu schreiben, eine zu weitläufige Handlung ergibt, doch dann baute Follett zumeist wieder rechtzeitig die Berührungspunkte zwischen den jeweiligen Familien und Figuren ein.
Es kommen auch noch einige Begebenheiten aus "Sturz der Titanen" zur Sprache, man genießt dann diese Szenen doppelt, wenn man dieses Vorgängerbuch gelesen hat.
Wie erhofft - ein großer Historienroman.
[...]
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47 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Fortsetzung mit kleinen Abstrichen, 25. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nach dem äußerst spannenden ersten Band "Sturz der Titanen" war für mich klar, dass ich auch die Fortsetzung "Winter der Welt" lesen musste.

Insgesamt wurde ich nicht enttäuscht: Erneut lässt Follett die Handlung sehr geschickt und spannungsfördernd zwischen den verschiedenen Schauplätzen in den USA, England, Deutschland und Russland hin und her springen, chronologisch aufgereiht über die Jahre 1933-1948.

Einzelne Rezensenten haben kritisch angemerkt, dass dabei verschiedene historische Ereignisse insbesondere in Deutschland nicht ausreichend berücksichtigt worden wären. Ich persönlich denke, dieses Buch soll in erster Linie unterhalten und nicht als historisches Lehrbuch dienen. Der für die Handlung unmittelbar relevante historische Rahmen wurde jedenfalls gut recherchiert (wofür Follett mehrere Mitarbeiter beschäftigte). Auch ist anzumerken, dass sich der Autor erneut um eine relativ ausgewogene Darstellung der Ereignisse bemüht hat- vor dem komplexen geschichtlichen Hintergrund sicher keine leichte Aufgabe.

Etwas weniger gut gefiel mir, wie sich die Charaktere aus dem ersten Band und die der nachfolgenden Generation zu Beginn des Buches parallel entwickeln. Das macht die Handlung über die ersten 100 Seiten etwas unübersichtlich- man läuft Gefahr, einzelne Protagonisten miteinander zu verwechseln. Die Einführungphase erschien mir, anders als beim ersten Band, dadurch etwas schwierig und nicht ganz so spannend. Nach einiger Zeit fiebert man dann aber auch mit der jungen Generation mit.

Fazit: "Sturz der Titanen" war nach meiner Meinung zwar das geringfügig stärkere Buch. Wem dieses gefallen hat, der kann sich trotz der kleinen Abstriche zu Beginn des Buches aber ruhig auch an die Fortsetzung "Winter der Welt" wagen.
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175 von 198 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Winter der Welt, 22. September 2012
Vorab:
Ich habe den ersten Teil der "Jahundert-Saga" verschlungen. Dementsprechend gespannt war ich auf Nummer 2.
Ich persönlich war vor bis vor 2 Jahren Geschichts LK'ler und muss sagen, dass ich immer wieder fasziniert von der geschichtlichen Genauigkeit in Follets Romanen war. So habe ich immer wieder einige Fakten, Daten und Orte in Erfahrung bringen können, welche im Unterricht nie zur Sprache kamen.
Durch die eingestreuten, und nicht geschichtsgetreuen Charaktere, schafft Follet beim Leser eine gewisse Grundspannung und den Drang das Buch weiterzulesen.
Auch beim "Winter der Welt" handelt es sich um ein typisches Buch von Ken Follet. Ich glaube man kann den Autor entweder mögen oder hassen. Seine geschichtlichen Romane informieren, sind gut recherchiert - auf der anderen Seite kann man dem Autor einen gewissen Hang zur Theatralik und zum Sexismus nicht abschreiben. Mich persönlich fesseln seine Werke derart, dass ich nicht sonderlich auf letzteren Punkt achte. Dementsprechend gehöre ich wohl zur Fraktion: Mögen.

Zum Buch:
Das Buch fasst wie zu erwarten die Handlungen der Charaktere aus dem ersten Band auf (an dieser Stelle sei jedem zu empfehlen, sich zuerst den ersten Band "Sturz der Titanen" zu Gemüte zu führen).
Leider erst ein paar Jahre nach Ende des ersten Bandes. So wird im Jahr 1933 begonnen, in dem Hitler bereits Reichskanzler, und damit die Weimarer Republik, mehr oder weniger, gescheitert ist.
Meiner Meinung nach ist gerade die Zeit nach Ende des Ersten Weltkrieges, bis hin zur Weimarer Republik, sowie deren Existenz eine Geschichtlich äußerst Spannende Zeit (insbesondere Deutschland betreffend).
Wie man im Weiteren Verlauf recht deutlich bemerkt ist Follet einfach mehr an der Entstehung, sowie dem Verlauf des 2. Weltkrieges interessiert, welchen er wieder erstaunlich detailreich - und mit einigen Fasaden, die ich durch den Abiturstoff nicht kannte - schildert.
Auch führt er seine Charaktere (und deren Nachkommen) aus dem ersten Band weiter durch die über 1000 Seiten, was von Anfang bis Ende die Spannung aufrecht erhält, und einen dann am Ende in ungeduldiges Warten auf den dritten Band versetzt.

Fazit: Wieder ein typischer Follet Roman. Kann man mögen oder nicht. Ich mochte schon den ersten Teil, dementsprechend habe ich auch den zweiten verschlungen. Wieder einmal sehr gut recherchiert. Und wieder einmal (getragen durch die Charaktere) äußerst spannend. Das einzige Manko besteht für mich im späten Einsatzdatum des Romans, welches eine geschichtlich betrachtet entscheidende, sowie spannende Zeit außen vor lässt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Weniger wäre mehr gewesen, 23. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Winter der Welt (Jahrhundert-Trilogie, Band 2) (Kindle Edition)
Beim Lesen von "Sturz der Titanen" war ich schon etwas irritiert gewesen, denn das war nicht mehr der Follett, wie ich ihn von "Die Säulen der Erde" und "Die Tor der Welt" in Erinnerung hatte. Aber insgesamt fand ich es dann doch ein interessantes und weitgehend spannendes Buch. Nun wollte ich natürlich wissen, wie sich die Lebensverhältnisse der Protagonisten weiter eintwickeln. Aber dieser Band hat mich total enttäuscht und geärgert, so dass ich das Buch einige Male weg gelegt habe. Ich habe mich dann aber doch gezwungen und es bis zum Ende gelesen, es hat sich nicht gelohnt! Besonders lästig empfand ich die ständigen sexuellen Anspielungen bis Ausmalungen, die sich wie rote Fäden durch das ganze Buch ziehen. Für überflüssig hielt ich auch die vielen Wiederholungen, als wüsste man ein paar Kapitel später nicht mehr, was man vorher gelesen hatte. Hilfreicher wäre vielleicht ein Personenverzeichnis am Ende des Buches gewesen, denn bei manchen Figuren waren mir ihre Rolle sowie die verwandtschaftlichen Beziehungen nicht immer ohne weiteres gegenwärtig. Aber das waren nicht die einzigen Punkte, die ich bemägle, insgesamt schließe ich mich jenen Rezensenten an, die dem Werk nicht mehr als zwei Sterne gegeben haben. Nach der Erfahrung mit diesem Buch werde ich mir "Kinder der Freiheit" sicherlich sparen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hatte mir mehr erhofft, 14. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Winter der Welt (Jahrhundert-Trilogie, Band 2) (Kindle Edition)
Es ist überall zu lesen, wie umfangreich ge- und beschrieben wird in diesem Buch. Für meinen Geschmack sind zu große Plausibilätslücken drin, das Schicksal von Personen, welche am Anfang eine große Rolle zu spielen scheinen, wird mittendrin abgebrochen. Am Ende des Buches hat man das Gefühl, es musste hopp la hopp gehen, Hauptsache fertig werden. Gerade das Ende macht das Buch echt kaputt. Leider!
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwiespältig, 17. Oktober 2012
Von 
Peter Bauer - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem mich Sturz der Titanen schwer begeistert hatte, habe ich natürlich auch den zweiten Teil von Ken Follets Jahrhundert Trilogie "Winter der Welt" gelesen. Um ehrlich zu sein, bin ich mir nicht sicher, was ich wirklich von dem Buch halten soll. Während ich im ersten Teil eine Menge über den ersten Weltkrieg und vor allem über die politischen Konstellationen, die ihn überhaupt erst möglich gemacht haben lernen konnte, ist Winter der Welt eher ein Liebesroman vor der historischen Kulisse des zweiten Weltkriegs. Politische Hintergründe werden nicht beleuchtet, es wird lediglich auf einige der bedeutensten Schlachten des Krieges eingegangen und auch hier wird die Neugier des historisch interessierten Lesers nicht wirklich durch Hintergrundinformationen befriedigt. Nun mag man mir vorwerfen, dass das auch nicht das Ziel eines Romans sein soll, sondern dass dieser lediglich unterhalten soll. Wenn der Autor aber mit dem Ziel antritt einen Roman über das 20. Jahrhundert zu schreiben, dann erwarte ich mehr als einen letztlich kitschigen Liebesreigen während der Zeit des 3. Reichs.

Zudem bleiben die meisten Charaktere relativ blass. Dies liegt wahrscheinlich an der großen Anzahl der handelnden Personen, jedoch hätte auf einige vollständig überfüssige Handlungsstränge verzichtet werden können und dadurch andere Charaktere deutlicher herausarbeiten können. Beispiel hier ist der Charakter von Erik, des typischen Nazi-Mitläufers, dessen Beweggründe und Motivationen kaum erkennbar sind.

FAZIT: Als Liebesroman vor historischem Hintergrund recht gelungen. Als (wirklicher) historischer Roman leider nichts besonderes.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen TOP ---- ein typischer Follett, 18. Juni 2014
Von 
Oehler "290873" (Magdeburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Der zweite Teil der Trilogie von Ken Follett beginnt im Jahr 1933 in Berlin während der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten. Auch in diesem Roman bedient sich der Autor wieder geschichtlicher Eckdaten und historischer Personen und verknüpft diese geschickt mit den Protagonisten seiner fiktiven Handlung. Es gibt ein Wiedersehen mit verschiedenen Personen aus dem ersten Buch („Sturz der Titanen“), wie beispielsweise Walter von Ulrich, Earls Fitzherbert, Ethel Williams, Gus Dewar, oder den Brüdern Grigori und Lew Peschkow, aber es tauchen auch ganz neue Personen auf.

• Lloyd Williams, der Sohn von Ethel Williams, der hautnah die Schrecken der Naziherrschaft erlebt und sich freiwillig zum Spanischen Bürgerkrieg meldet. Nach seiner erfolgreichen Flucht aus deutscher Kriegsgefangenschaft wird er als Fluchthelfer für alliierte Soldaten rekrutiert.
• Daisy Peshkov, die spätere Freundin Lloyd Williams und Tochter von Lew Peschkow wird in dieser stürmischen Zeit von einer oberflächlichen jungen Amerikanerin, zu einer engagierten jungen Frau.
• Carla von Ulrich, die Tochter der von Ulrichs, die durch den Krieg zu einer reifen und mutigen Frau wird. Sie schmuggelt heimlich Medikamente aus dem Krankenhaus, die sie einem mit Berufsverbot belegten jüdischen Hausarzt zukommen lässt. Außerdem betreibt sie auch aktiven Widerstand gegen das faschistische Regime, indem sie Schlachtpläne für ein Berliner Spionagenetzwerk beschafft und später dessen Leitung übernimmt.

Um nur mal ein paar Protagonisten zu benennen.

Wie schon im ersten Roman, zeichnet Ken Follett nur vereinzelte Ausschnitte aus dem Leben der verschiedenen Personen (was mir persönlich sehr gut gefällt, denn er umschreibt auf knapp 1000 Seiten immerhin den kompletten Zeitraum von 1933 bis 1945), immer eng verknüpft mit entsprechenden historischen Ereignissen. So zeichnet er ein authentisches Bild der damaligen Zeit und entführt den Leser ins Berlin der 30iger Jahre, in den spanischen Bürgerkrieg, an verschiedene Frontabschnitte des 2. Weltkrieges und reißt nebenbei auch noch Themen an, wie die deutschen Konzentrationslager, den Bau der Atombombe und den Beginn des kalten Krieges.

Auch hier möchte ich mal kurz ein Beispiel herauszunehmen, um zu verdeutlichen was genau ich mit meiner Einschätzung meine:

Der junge Lloyd Williams wird Zeuge, wie Robert von Ulrich, ein Cousin von Walter von Ulrich, und sein Begleiter Jörg wegen des Vorwurfes der Homosexualität von der Gestapo verhaftet werden. In Gefangenschaft erleben Robert von Ulrich und Lloyd Williams, wie Jörg im KZ Oranienburg von ausgehungerten Hunden getötet wird.

Wie gesagt, Ken Follett beschreibt diese Episode sehr authentisch und schmückt sie nicht seitenlang aus. Viel mehr wechselt wenig später schon auf einen anderen Protagonisten und eine andere Sichtweise. Für mich macht diese Art der Romanführung den besonderen Reiz aus, denn das Buch ist nicht nur flüssig, sondern auch sehr spannend geschrieben. Ich freue mich jedenfalls schon jetzt auf den dritten Band dieser Trilogie („Kinder der Freiheit“) und bewerte dieses Buch erst einmal mit absolut verdienten fünf von möglichen fünf Sternen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zu trocken..., 16. Dezember 2014
Von 
Maria Pirkl "Leseratte" (Prévessin, Ain Frankreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nomalerweise liebe ich Wälzer! Je mehr Leseseiten, desto besser, je umfangreicher, desto erfreulicher. Hier aber ist das Gegenteil der Fall, - eine ganz persönliche Enteckung. Mir schwirren die unzähligen Personen mit ihren ewig politischen Diskursen durcheinander, und ich habe mit Enttäushscung festgestellt, dass ich ihren Wegen eigentlich nur ungern folge. Manches erscheint mir auch clichéhaft. Die russischen Episoden konnte ich nur gelangweilt überblättern... Ferner scheint mir, dass der Autor den handelnden Personen Dialoge oder Gedanken in den Mund legt, die er selber in historischen Dokumenten entdeckt hat, klar, musste er ja. aber viele Dialoge erscheinen mir nicht so lebenig wie sie es meiner Meinung nach sein sollten. Frage: sprechen Leute so miteinander oder über etwas? Vor langen Jahren habe ich die Säulen der Erde gelesen, auch die Nadel, beide haben mir gefallen, aber von dem hier bin ich leicht enttäuscht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Da brennt unsere Demokratie - Geschichtslektionen in belletristischen Häppchen, 3. März 2014
Ken Follet bleibt sich in jeder Hinsicht treu: Auch in dem zweiten Band der noch entstehenden Trilogie steht in der Beschreibung der Aera 1933 bis 1948 das Menschelnde, das Einzelschicksal, vor dem großen geschichtlichen Globalüberblick. Dabei kommen "die Deutschen" erstaunlich gut weg: Stets um Neutralität bemüht, stellt er die Deutschen nicht in ihrer Gesamtheit an den Pranger. Vielmehr wird er nicht müde, den deutschen Widerstand zu thematisieren, Menschen, die unter Gefahr an Leib und Leben für die Kriegsgegner, vordergründig die Rote Armee, spionieren und oft ihr Leben opfern.

Wie auch im Band 1 pendelt die Handlung der schon bekannten Romanfiguren zwischen den USA, Großbritannien, Deutschland, Russland und natürlich den Kriegsfronten. Und wie immer um Hintergrundinformation bemüht, erfährt der Leser einiges über das sonstige Weltgeschehen, beispielsweise über den USA <-> Japankonflikt, welcher nach der unsäglichen US-Niederlage in Pearl Harbor in der Entwicklung von ersten Nuklearwaffen und dem Abwurf dieser über Hiroshima und Nagasaki endet; über die sozialistische Labour-Bewegung in Großbritannien oder über das diktatorische Schreckensregime von Stalin in der Sowjetunion, welches die zaristische Willkür-Herrschaft zwar ablöst, am Ende jedoch nur die Köpfe der Despoten ausgetauscht werden. Am Ende des Buches wird die Saat gestreut für den Folgeroman: Die Luftbrücke der West-Alliierten über Berlin und der Beginn des Kalten Krieges zwischen den beiden östlichen und westlichen Großmächten.

Kompliment an Ken Follet, dieses dunkelste Kapitel deutscher, europäischer und Welt- Geschichte in einer solchen empathischen Farbbrillanz darzustellen, dass es schwer fällt, das Werk zur Seite zu legen. Man darf gespannt sein auf Band 3.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungenes Geschichtsepos, 7. Juli 2013
Von 
matheelfe - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Wir schreiben das Jahr 1933. Maud von Ulrich schreibt für die Wochenzeitung „Der Demokrat“. Walter von Ulrich ist im Reichstag Abgeordneter der SPD. Er bittet seine Frau, in ihren Zeitungsartikeln ihre Abneigung gegen die Hitler besser zu verschleiern.
Er sollte mit seiner Warnung Recht behalten. Wenige Tage später stürmen die braunen Horden das Pressebüro. Die Polizei sieht machtlos zu.
Die Familie von Ulrich hat Besuch aus London. Mauds Freundin Ethel ist mit ihrem Sohn Lloyd gekommen. Als sie im Restaurant von Walters Cousin Robert von Ulrich essen, erscheint Kriminalinspektor Macke. Er will Robert das Restaurant abkaufen. Robert lehnt ab und gibt Macke zu verstehen, dass er seinen schnellen Aufstieg nicht seinen Begabungen, sondern seiner Zugehörigkeit zur NSDAP verdankt. Robert weiß nicht, dass er ab sofort einen Todfeind hat.
Der Autor schlägt den Bogen von 1933 bis 1947. er führt mich nicht nur in das Nazideutschland, sondern auch in den spanischen Bürgerkrieg, die Auseinandersetzungen in London und Amerika zu Fragen des Kriegseintritts sowie in die Sowjetunion.
Obwohl die Handlung an den Erlebnissen konkret Personen festgemacht wird, zeichnet sich der Roman durch seine historische Tiefe aus. Die Vereinnahmung der Zentrumspartei durch die Nazis, die Uneinigkeit der revolutionären Brigaden und Spanien und der negative Einfluss Stalins werden akribisch beleuchtet und dargelegt. Die Grausamkeit des Krieges wird am Beispiel willkürlicher Erschießungen von Zivilisten durch die SS, aber auch am Luftkrieg verdeutlicht. Einen breiten Teil nimmt das Thema Euthanasie ein. Obwohl mir vieles aus der Geschichte bekannt war, ist es erneut erschütternd, diese Akte der Menschenverachtung zu lesen.
Sehr gut fand ich dargestellt, warum sich Menschen für die Spionagetätigkeit gegen Hitler fanden und die Gefahren auf sich nahmen. Dass Stalins allgegenwärtiges und allumfassendes Misstrauen den schnellen Erfolg der Wehrmacht beim Marsch in die Sowjetunion erst möglich machte, wird überzeugend dargelegt.
Der Nationalsozialismus trennte Familien, nicht nur in Deutschland. Als typisches Beispiel dient die Familie von Ulrich. Carla, die Tochter, lehnt die Nazis ab. Erik, der Sohn, wird ihr eifriger Mitstreiter.
Das Buch ist nicht nur von Anfang bis Ende spannend geschrieben, es vermittelt eine Menge an historischen Wissen. Gleichzeitig gelingt es den Autor, mir als Leser einen Einblick in die Gedanken, Einsichten, Träume und Wünsche seiner Protagonisten zu vermitteln.
Der Roman hat mir sehr gut gefallen. Er ist gleichzeitig ein Plädoyer gegen jegliche Art von Krieg und Diktatur. Er arbeitet in geschickter und überzeugender Weise die dunklen Jahre des 20. Jahrhunderts auf.
Die Karten auf den Umschlagseiten und ein umfangreiches Personenregister und hilfreiche Zugaben zu dem Buch.
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