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am 11. Juli 2016
4.5 Sterne

1897
Christopher ist 17, als er endlich aus dem Waisenhaus aus- und in ein neues Heim einziehen soll. Ein düsteres Anwesen erwartet ihn an einer stürmischen Küste der Ostsee und auch die Bewohner sind alles andere als einladend.
Aura, seine neue Stiefschwester, ist nicht erfreut über sein Auftauchen. Sie verhält sich ihm gegenüber sehr zurückhaltend, ja geradezu abweisend - aber sie ist nicht die einzige, die ein seltsames Verhalten an den Tag legt.
Vor allem der Hausherr, Nestor Institoris, der sich seit Jahren im Dachboden verschanzt und seltsame, alchimistische Experimente durchführt, zeigt sich äußerst unzugänglich.
Zeitgleich wird Gillian, ein Hermaphrodit, darauf angesetzt, den Alchimisten zu töten und setzt damit Ereignisse in Gang, die niemand vorausgeahnt hätte und die ihren Ursprung weit in der Vergangenheit haben.

Meine Meinung

Schon auf den ersten Seiten besticht der Autor wieder mal mit seinem Schreibstil, der eine düstere und Unheil versprechende Atmosphäre schafft. Mit vielen Details beschreibt Kai Meyer eindringlich die Stimmungen, die Schauplätze und die vielen verstrickten Geheimnisse, die sich hinter der Familie Institoris, den Waisen Christopher und den auf Abwege geratenen Gillian verbergen.
Die Perspektiven wechseln sich zwischen den Protagonisten ab, die das Schicksal in diesem schaurigen Schauspiel zusammengeführt hat.

Ich bin wieder einmal begeistert von den vielen originellen Ideen, mit der der immer wiederkehrende Mythos vom "Stein der Weisen" neu aufgepeppt wird. Ein Gewirr aus losen Fäden spinnt diese Geschichte zu einem immer klarer werdenden Muster, das sich im Laufe immer mehr zusammen zieht. Hier stimmt einfach wieder alles:

von den eigenwilligen Charakteren, die sich überraschend weiter entwickeln
den Schauplätzen, die von Wien, über die Schweiz und Venedig bis nach Transilvanien reichen und wirkungsvoll die Stimmung wiederspiegeln
und auch die Handlung, die ständig Überraschungen bereit hält und sich insgesamt aber konsequent zu einem logischen Zusammenspiel verfeinert

Die Figuren sind alles andere als typisch. Schon die Familie Institoris hält viele sonderbare Eigenarten bereit, sei es durch den ominösen Hausherrn, der sich seit Jahren im Dachboden verschanzt, der Mutter Charlotte, die leicht hysterisch ist und immer nur den Schein wahren will, oder den Stiefsohn Daniel, der ebenfalls seine Geheimnisse hat.
Für Christopher kein einfacher Weg, in dieser Familie Fuß zu fassen. In einem Waisenhaus bei Mönchen aufgewachsen hat er selbst mit seiner Vergangenheit zu kämpfen und bestreitet für sich mit einem sehr ungewöhnlichen Weg seinen Platz.
Aber auch Gillian, der Hermaphrodit, kann nicht mit seiner Vergangenheit abschließen. Er steht in der Verpflichtung von Lysander, dem Unterweltkönig von Wien, der ihn zu einem letzten Auftrag nach Deutschland schickt. Doch Gillian befallen zum ersten Mal Zweifel und als Mörder macht er zum ersten Mal einen unwiderruflichen Rückzug.

Die Handlung geht in einem guten Tempo voran und gerade gegen Ende erhöhen die Sichtwechsel die Spannung immens und decken viele Geheimnisse auf. Kai Meyer hat viele Elemente zusammengeführt wie die ewige Suche nach dem Stein der Weisen, den Einfluss der Tempelritter und die damit verbundenen Mythen, die sich über die jahrhunderte aufrecht erhalten haben. Dabei müssen sich die Figuren ständig bedrohlichen und teilweise makaberen Situationen stellen, die immer wieder überraschende Wendungen bereit halten.

Besonders schön ist bei dieser Ausgabe auch am Ende ein kleines "Making of" des Romans zur Entstehungsgeschichte, den Hintergründen und der Charaktere. Auch ein toller Einblick in die Arbeit eines Autors ;)

Fazit

Ein großartiger Auftakt der Trilogie, der mich in allen Punkten überzeugt hat! Trotz vieler, komplexer Ideen ist alles bis ins Detail durchdacht und mit historischen Infos verwoben. Prägnante Charaktere und ein beschleichendes Gefühl eines schonungslosen Geheimnisses, dem man auf der Spur ist, ergeben ein fesselndes Leseerlebnis!

© Aleshanee
Weltenwanderer

Die Alchimistin

1 - Die Alchimistin
2 - Die Unsterbliche
3 - Die Gebannte
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am 18. Februar 2013
Kurzbeschreibung:
Die letzten Tage des 19. Jahrhunderts. Im düsteren Schloß ihrer Ahnen, auf einem Felsriff in der Ostsee, wächst Aura Institoris inmitten eines Labyrinths endloser Gänge und Säle heran. Als ihr Vater, der Alchimist Nestor Nepomuk Institoris, im Auftrag seines ärgsten Widersachers Lysander ermordet wird, gerät Aura unversehens zwischen die Fronten eines Konflikts, dessen Wurzeln weit zurück ins Mittelalter reichen. An der Seite ihres verhaßten Stiefbruders Christopher nimmt das junge Mädchen den Kampf gegen den alten Feind ihres Vaters auf, der in den Katakomben unter der Wiener Hofburg seine Ränke schmiedet.
Ein historischer Roman über die faszinierende Welt der Alchimie und ihre Ursprünge, der von den kargen Mooren des Nordens über das morbide Wien des "Fin de siecle" bis nach Siebenbürgen führt, und die fesselnde Geschichte einer bemerkenswerten jungen Frau, die trotz Intrigen und mysteriöser Familienvermächtnisse dem Geheimnis auf die Spur kommt.

Zum Buch:
Für mich ist „die Alchimistin“ ein Buch was, man gelesen haben muss. Wenn man einmal mit diesem Buch angefangen hat, kann man einfach nicht mehr aufhören zu lesen. Man hat schon das Gefühl an das Buch angewachsen zu sein. :D Besonders gefällt mir wie Kai Meyer Historisches und Fantastisches verbindet. So bekommt man den Eindruck, dass ein Teil davon wirklich Real sein könnte. Was aber auch durch Kai Meyers, Detail- und Wortreichen Schilderung unterstützt wird, wie es eigentlich immer bei seinen Büchern ist.
Die neue Version, liest sich genauso gut wie die alte, wenn nicht sogar ein Stück besser. Ich freue mich schon sehr auf „Die Unsterbliche“, die ich so bald wie möglich anfangen werde.

Fazit:
Dieses Buch bietet spannende Unterhaltung von Anfang bis Ende. Im für Kai Meyer typischen - atemberaubenden - Schreibstil wird man durch eine fesselnde Handlung geführt! Man ist sofort drin im Geschehen. Es gibt keine langweiligen Passagen oder langatmigen Beschreibungen.
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TOP 1000 REZENSENTam 5. März 2016
Der Bekanntheitsgrad des Bestsellerautors Kai Meyer steht für Erfolg und Sensation seiner Werke. Ich wollte schon länger eines seiner Bücher oder Reihen lesen. Nun bot sich die komplett überarbeitete Neuauflage zu seiner Trilogie um „Die Alchemistin“ an. Ich bin völlig geplättet, dass was mich in diesem Buch erwartet, hätte ich mir so gar nicht ausmalen können. Ein Buch, was man auf jeden Fall gelesen haben sollte. Vielschichtig, minutiös, detailverliebt und emotional. Mit einer Wucht aus Magie, Alchemie, Zauber und Liebe wird der Leser in den Bann des Buches gezogen. Eine Geschichte, die man in den Händen hält und erst wieder loslassen mag, wenn die letzte Zeile gelesen ist.
Erschienen im Heyne Verlag ([...])

Inhalt / Beschreibung:
"Director's Cut - vom Autor vollständig überarbeitete Neuausgabe
Im düsteren Schloss ihrer Ahnen wächst Aura Institoris inmitten eines Labyrinths endloser Gänge und Säle heran. Als ihr verhasster Vater, ein Alchimist, getötet wird, verliebt sie sich ausgerechnet in seinen Mörder – den mysteriösen Gillian. Sein Auftrag ist es, auch Aura zu ermorden. Doch Gillian stellt sich für sie gegen seinen Meister. Gemeinsam geraten die beiden zwischen die Fronten eines Krieges zwischen Unsterblichen, deren Hass die Jahrhunderte überdauert hat."

Meinung:
Im Bereich Romane und Fantasy ist es schwierig genau meinen Geschmack zu treffen und mich wirklich gefangen zu nehmen. Doch Kai Meyers Geschichte wirkt so nah und real, dass ich mit jedem Charakter miterleben konnte, welche Gefühle und innere Antreibe ihn formten. Kai Meyer hat es geschafft, mich in eine so facettenreiche Welt zu holen, die ich erst nach Beenden des ersten teils wieder verlassen konnte. Dass in „Die Alchemistin“ eine Art Familiengeschichte auf mich wartete hat mich besonders positiv überrascht. Diese besondere Art, wie Kai Meyer mit den Worten jongliert und seine Geschichte überwiegend aus Sicht von Aura Institoris erzählt, lässt die Nervenbahnen und Gefühlsadern der Leser pulsieren. Kai Meyer hat es bereits mit seinen ersten Zeilen geschafft mich für seine Trilogie zu gewinnen. Mir fehlen schier die Worte, die meiner Begeisterung einen Namen und Ausdruck geben könnten. Ich bin wirklich froh solch ein meisterhaftes Buch entdeckt und gelesen zu haben. Und ich freue mich sehr auf die Fortsetzung und viele weitere überwältigende Erzählungen, Ereignisse, Geheimnisse und Wendungen. Wir Leser tauchen in die Welt der großen und belesenen Meister, eine Welt aus Einsamkeit und Andersartigkeit, eine Welt der Intrigen und Geheimnisse, eine Welt der großen Gefühle und einer zarten Liebe. Eine Welt, die einen Mord zu verarbeiten hat. Das Besondere ist Kai Meyers'Sprache, die dieses Werk so erblühen lässt, dieses Buch besitzt Spannung, Düsternis, Faszination, Nervenkitzel, Gänsehaut und Beklemmungen. K. Meyer hat sich einen Plot erdacht, eine eigene Welt erbaut, in die er seine Leser entführt und mitnimmt. Da es sich hier um eine Neuauflage mit vielen bisher unveröffentlichten Material und Passagen handelt, frage ich mich, auf was man vorher verzichten konnte? Ich will kein einziges Wort dieser Geschichte missen wollen. Einfach selbst lesen und sich selbst entführen lassen. Ich wollte Kai Meyer für mich entdecken, ich glaube jetzt liebe ich seine Werke.

Kritikpunkte:
Eigentlich gab es keine Kritikpunkte, aber um auf hohem Niveau zu nörgeln könnte ich anmerken, dass im ersten Drittel einige Längen auftauchen, die sich erst mit weiteren Seiten erklären und schlüssig werden. Aber im Gesamtkonzept macht das gar keinen Hehl. Im Gegenteil, diese Phasen waren nötig, um den weiteren Verlauf vorzubereiten. Sie dienten somit als Fundament der weiteren Handlung.

Pressestimme (Quelle Amazon):
„Kai Meyer schreibt Romane von großer sprachlicher Schönheit. (Stern)“

Schreibstil:
Der Schreibstil erlaubt zunächst kein einfaches lesen und setzt Zeit und Muße sowie Konzentration voraus. Passagen und Fakten die man zuvor gelesen hat, setzten sich erst mit fortschreitenden Seiten zusammen und ergeben einen Sinn. Manches erklärt sich aber auch erst sehr viel später, oder erst beinahe am Ende des Buches. Der Leser sollte also Geduld für dieses Buch mitbringen. Da es noch zwei weitere Teile geben wird, bleibt auch noch Potential offen, was nicht tragisch ist, da alle Bände bereits veröffentlicht sind und man nahtlos fortfahren kann. Jedoch lassen sich die Teile auch sicherlich unabhängig verstehen und lesen. Zumindest Teil 1 wirkt rund und abgeschlossen. Sprachlich gekonnt, und sehr beeindruckend. Aus Sicht von der jungen Aura Institoris erzählt, bekommt der Inhalt und das Geschehen noch mehr Intensität und Nähe. Man verbindet und verbündet sich mit Aura und geht mit ihr ihren Weg. Kai Meyer nimmt seine Leser einfach mit in ganz andere Gefilde, die an große Fantasy erinnern, aber sehr real und lebensnah erscheinen. Was vor allem an den Beschreibungen und der wortgewandten Sprache liegt. Der Autor hat eine Poesie in seinem Schreibstil, welche unvergleichlich ist, und dem Geschehen besondere Noten verleiht. So hat mich der Autor als Leserin gewonnen, er lässt durch seinen Ausdruck und seiner Worte eine Atmosphäre entstehen, die einen sofort in den Bann zieht und in die Zeit aus Alchemie und Magie und der Suche nach Antworten und der großen Liebe reisen lässt. Sich in Gefahren stürzen lässt und sogar einen Mörder mildert.

Charaktere:
Bestsellerautor Kai Meyer besitzt das Talent, die einzelnen Charaktere dem Leser besonders nahe zu bringen. Vor allem natürlich unsere Hauptprotagonistin und Dreh- und Angelpunkt Aura. Aura macht ihrem Namen alle Ehre. Eine ganz besondere Person, der man sich schnell anschließt und mit ihr ihr Dasein in der Alchemisten-Familie fristet. Doch es soll sich bald ändern und die Familie wird gänzlich aus den Angeln gerissen. Ein kaltblütiger Mord beschattet das Vorhaben des Vaters. Kai Meyer hat vielschichtige Charaktere erschaffen, die mit ausgefeilten Skizzierungen und Psychogrammen beeindrucken und den Leser fesseln. Ihm ist es wahnsinnig grandios gelungen, die Macht und die Besonderheiten dieser Charaktere auszumachen und unglaublich genau einzufangen. Ihre Hintergründe, Prägung und Beweggründe werden dem Leser jedoch erst schrittweise deutlich und klar gemacht.
Das überzeugende bei Autor K. Meyers' Umsetzung und Darstellung der Protagonisten ist, wie er einfache kleine Handlungen der Charaktere detailliert beschreibt, bei denen man sich oft selbst ertappt fühlt. So werden diese auf den ersten Blick unbedeutsamen Taten zu großen Schlüsselelementen im Buch.

Der Autor:
"Kai Meyer, geboren 1969, ist einer der erfolgreichsten Schriftsteller Deutschlands. Er studierte Film und Theater, arbeitete einige Jahre als Journalist und widmet sich seit 1995 ganz dem Schreiben von Büchern. Viele seiner Romane wie "Die Alchimistin", "Die Unsterbliche" und die Trilogien "Merle und die Fließende Königin" und "Die Wellenläufer" wurden zu Bestsellern. Seine Bücher erscheinen in mehr als 40 Ländern, u.a. in den USA, in England, Japan, Italien, Frankreich und Russland. Für "Frostfeuer" erhielt Kai Meyer 2005 den "CORINE-Literaturpreis". Mehrere Verfilmungen sind in Planung."

Fazit:
Es gehört für mich ohne Zweifel zu den Werken, die man einfach gelesen haben muss. Ich bin froh, durch die Neuauflage nun endlich auf den Geschmack der Bücher von Kai Meyer gekommen zu sein. Ich habe viel zu lange gewartet, dafür war es nun umso beeindruckender!
Voller Flair, Charakter und Atmosphäre.
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am 24. Februar 2016
Kurzbeschreibung
Die junge Aura Institoris ist in einem düsteren verwinkelten Schloss aufgewachsen, durch dessen bunte Fenster kaum Tageslicht in die Zimmer und langen Gänge und Flure dringt.
Ihr Vater, Nestor Nepomuk Institoris, auf den sie eine unbändige Wut hegt, bekommt sie kaum zu Gesicht. Er hat sich der Alchemie völlig verschworen und für ihn zählen nur seine Studien. Doch als er eines Tages ermordet wird und sein Mörder die Anweisung auch sie zu töten ignoriert, ändert sich ihr Leben von Grund auf.
Sie verliebt sich und Gillian, so heißt der mysteriöse junge Mann, verbündet sich mit ihr und unterstützt sie im Kampf gegen ihre Widersacher.
Sie muss das Erbe ihres Vaters antreten und Alchimistin werden um gegen ihre Feinde zu bestehen.

Cover
Das Cover ist ein absoluter Eyectacher! Es ist sehr aufwendig gestaltet und ich finde es fantastisch. Der Hintergrund ist schwarz gehalten dadurch wirkt es dunkel und Düster. Im Vordergrund, gezeichnet in hellem Blau, ist ein schön stilisiertes Tor zusehen durch das der Blick auf das düstere Schloss fällt über dem sich die dunklen Wolken türmen. Gesäumt von hohen Zypressen zieht es meinen Blick magisch an. Im unteren Teil des Covers ist ein Ornament zu sehen umrahmt von Federn und Schlüsseln, es macht neugierig zu erfahren was sich dahinter verbirgt.

Schreibstil
Der Autor Kai Meyer hat einen fantastischen Schreibstil der eine sofort gefangen nimmt.
Er entführt mich mit seinen detaillierten und bildhaften Beschreibungen und fesselndem Schreibstil in ein spannendes Abenteuer das mich bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen hat.
Die Charaktere sind sehr komplex gestaltet und anfangs schwer zu durschauen. Es dauert bis man hinter die Fassaden blickt, das hält die Spannung hoch und birgt auch Überraschungen, denn vieles entwickelt sich anders als gedacht.
Es gibt verschiedene Erzählstränge die alle sehr gut miteinander verwoben werden.
Mir persönlich gefällt das sehr gut, erfährt man doch die Sichtweise verschiedener Protagonisten und bekommt einen breiteren Überblick auf die Geschehnisse.

Meinung
Wenn nichts so ist wie es scheint und wenn Liebe zur Gefahr wird gehen wir mit Aura auf die Reise...

Die achtzehnjährige Aura Institoris wächst auf einer Insel in einem düsteren Schloss auf dessen verwinkelte Gänge einem Irrgarten gleichen.
Auf ihren Vater ist sie nicht gut zu sprechen. Er verbringt er seine Zeit ausschließlich mit seinen Studien in seinem privaten Reich unter dem Dach, zu dem nur sehr wenige Zutritt haben und ignoriert seine Familie.

Da wird ihr Vater ermordet und Gillian sein Mörder, führt den zweiten Auftrag seines Meisters nicht aus. Er sollte auch Aurora ermorden, stellt sich stattdessen auf ihre Seite und unterstützt sie in ihrem Kampf gegen ihre Widersacher.
Beide spüren eine unerklärliche Anziehungskraft zueinander, der sie nicht widerstehen können. Doch es liegt ein schwieriger Weg vor ihnen denn sie geraten mitten in einen Krieg und ihre Liebe wird auf eine schwere Probe gestellt.

Die Charaktere sind sehr komplex gestaltet und bestechen durch ihre Vielfalt und zahlreichen Facetten.
Die Gefühle und Gedanken der Protagonisten sind sehr klar beschrieben, sodass man ihre Handlungen und Reaktionen verstehen und nachvollziehen kann. Man fühlt mit ihnen mit, spürt ihre Ängste, ihre Wut und den Zorn.

Aurora erscheint anfangs unfreundlich und abweisend, sie trägt viel Wut in sich, sehnt sich nach Anerkennung und fühlt sich verraten und im Stich gelassen. Doch sie ist eine Kämpferin und gibt nicht schnell auf.
Ihr Leben auf dem Schloss stellt sich als nicht einfach dar, kämpft sie doch jahrelang um Anerkennung und Liebe. Sie fühlt sich nur ihrer kleinen zehnjährigen Schwester Sylvette verbunden.
Sylvette besticht durch ihre Fröhlichkeit und Natürlichkeit und ihr Talent hinter die Fassade zu schauen.
Gillian sehnt sich nach Freiheit und einem normalen Leben über das er selbst bestimmt. Er zeigt bei Aurora zum ersten Mal Gefühle, als er es nicht über sich bringt sie zu töten. Er tritt zwar als der Böse auf, doch wandelt er sich und beschließt nicht mehr gegen seine Überzeugungen zu handeln.
Und was soll ich sagen, ich mochte ihn sofort.

Die Schauplätze und Landschaften sind sehr ausführlich und mit Liebe zum Detail beschrieben was die Geschichte wie einen Film erscheinen lässt den man vor Augen hat. Ich konnte die Beklemmung in dem düsteren Schloss fast fühlen. Das liebe ich an Geschichten, wenn sie fühlbar sind, man richtig eintauchen kann und sich hautnah mit den Protagonisten auf die Reise begibt.

Fazit
Ein grandioser Auftakt in der vieles nichts so ist wie es scheint, über Liebe, Intrige und Verrat, spannend, düster und voller Geheimnisse die mich in den Bann gezogen hat.

Sehr empfehlenswert!!!

5 von 5 Sternen
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am 4. Februar 2016
Aura Institoris wächst in dem düsteren Schloss ihrer Vorahnen auf. Umzingelt von endlosen Gängen und zahllosen Sälen wächst sie zu einer angesehenen jungen Erwachsenen in mitten diesem ausweglosen Labyrinths heran. Ein schicksalhafter Mord, ausgerechnet an ihrem verhassten Vater, dem Alchimisten, führt sie in die Arme von Gillian. Doch auch er trägt keine weiße Weste, denn er war es, der den Mord an ihrem Vater begann. Ihre aufkeimende Liebe bringt jedoch nicht das erhoffte Glück und die sehnlich gewünschte Freiheit mit sich, denn gemeinsam geraden die Beiden zwischen die Fronten eines Krieges zwischen den Unsterblichen und dessen Ende erscheint aussichtlos. Der Hass hat sich über Jahrhunderte hinweg angestaut und doch muss es einen Weg geben, der das Unvermeidliche möglich macht – Frieden zu schaffen. Doch die Frage nach dem wie wird zum stetigen Begleiter…

Meine Meinung:
Kai Meyer ist mir als Autor schon oft begegnet durch Rezensionen von Freunden und dennoch habe ich bisher keins seiner Werke gelesen. Mit „ Die Alchimistin „ wollte ich dem Ganzen ein Ende setzen, weil mich der Klapptext sofort angesprochen hat.
Natürlich ist es immer sehr schwer im Nachhinein für einen Autor, den Leser dort abzuholen wo ihn die hohen Erwartungen hingebracht haben, wenn man so viel Positives über diesen gelesen hat. So war es bei mir auch bei diesem Buch.
Anfänglich musste ich mich sehr an den Schreibstil gewöhnen. War er zwar passend zum Zeitalter der Handlung ausgewählt und so etwas hochtrappend bzw. schwer verständlich, legte es sich jedoch umso mehr ich in der Geschichte weiterkam. Die Probleme alles nachvollziehen und verstehen zu können verflüchtigten sich mehr und mehr. Der Lesefluss nahm enorm zu und ein flüssiges Voranschreiten war möglich. Natürlich gab es immer wieder mal 1-2 Worte, die vielleicht unbekannt oder altmodisch erschienen, aber es stört mich nicht mehr.
Die Charaktere waren allesamt sehr anschaulich und authentisch gestaltet. Ich konnte eine gute Beziehung zu allen aufbauen und bin gerne an ihre Seite durch die Handlung geschlichen.
Aura war mir anfangs eher etwas unsympathisch, hatte ich den Eindruck gewonnen, dass sie sehr zickig und egozentrisch zu sein scheint. Aber im Verlauf verflog dieser Eindruck und umso mehr ihre Beweggründe für ihr Tun und Sein bekannt wurde, dachte ich darüber nach, wie ich mich vielleicht verhalten würde und da wäre ich ihr sehr ähnlich gekommen.
Gillian mochte ich sofort. Zwar hat er eher den Ruf als Bösewicht im Gepäck, dennoch zeigte er viele unterschiedliche Seiten von sich und somit konnte er total bei mir punkten.
Der Schauort war sehr greifbar dargestellt. In meiner Fantasie schlich ich selbst durch die Gänge des Alten Schlosses und malte mir so einiges aus, was auch den detaillierten Schilderungen des Autors und der Charaktere zu verdanken ist.
Natürlich verläuft solch eine Handlung nicht ohne Grausamkeiten und so wird dem Leser vor Augen geführt, welche Methoden zum Erfolg führen um an die „Unsterblichkeit“ zu gelangen. Aber dies schadet der Handlung absolut nicht, sondern puscht sie eher mit Spannung und fesselt den Leser an die Seiten.
Am Ende der Handlung führt Kai Meyer noch Punkte seiner Recherchen zu diesem Buch auf. Es ist wirklich sehr interessant wie sich ein Buch nach und nach zusammen setzt und was es so alles beinhaltet, wenn man sich ein Thema in den Kopf gesetzt hat. Die Umsetzung ist dem Autor allemal gelungen und ich bin sehr gespannt wie es weitergehen wird.

Fazit:
Trotz anfänglichen Schwierigkeiten bezüglich des Schreibstils entpuppte sich dieses Buch zu einem empfehlenswerten und spannenden Roman voller Ereignisse, Wendungen und interessanten Aspekten.
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am 29. Januar 2016
"Die Alchimistin" ist ein Roman des Autors Kai Meyer. Auch wenn ich bisher nur wenig von Kai Meyer rezensiert habe, bin ich ein sehr großer Fan des Autors und habe zumindest den Großteil der älteren Büchern von ihm gelesen (daher auch keine Rezensionen, das war alles vor meiner Blogger-Zeit). Die Neuauflage der "Alchimistin-Saga" im Heyne Verlag war ausschlaggebend, dass ich die Reihe unbedingt noch einmal lesen wollte und so begann ich mit dem ersten Band...

...und wurde sofort wieder in die verrückte Welt von Aura Institoris, ihrem Alchimisten-Vater, ihrer Schwester Sylvette, Mutter Charlotte, den Stiefbrüdern Daniel und Christopher, dem Hermaphroditen Gillian, sowie vielen weiteren, fantastischen Charakteren gezogen. "Die Alchimistin" ist ein Buch, das einen sofort in seinen Bann zieht, denn nicht nur die Protagonisten zeugen von ungeheurer Charaktertiefe, auch die Landschafts- und Ortsbeschreibungen die Kai Meyer in einer Art und Weise beschriebt, dass man sich sofort dorthin versetzt fühlt, überzeugen.

Die meisten von euch werden den Autor hauptsächlich als Verfasser fantastischer Werke im Sinn haben, wer seine Werke jedoch schon länger verfolgt, der weiß, dass sich Meyer häufig auch auf einer historischen Schiene bewegt, die jedoch nicht minder spannend oder interessant aufgezogen ist. Die Details sind bis ins kleinste recherchiert und absolut realitätstreu, sodass das Lesen, dieses und auch anderer seiner historischen Werke, nicht nur zum reinen Vergnügen macht, sondern auch eine Art bildendende Aufgabe innehat.

Auch wenn die Charaktere durchweg tiefgründig, wie auch gut überlegt wirken, so wartet man bei manch einem doch fast umsonst darauf, dass sich eine gewisse Sympathie einstellt, denn so mancher Part ist und bleibt einfach unzugänglich. Dennoch sind selbst die Schurken in diesem Buch eine Besonderheit, auch wenn man lange Zeit nicht so recht zu fassen bekommt, wer nun auf der guten Seite steht - und wem man vielleicht doch lieber nicht zu viel anvertrauen sollte.

Besonders die thematisierte Alchemie empfand ich als überaus spannend, denn in aller Regel wird man heutzutage nicht mehr mit dieser "alten Kunst", wie sie damals vielfach praktiziert und ausprobiert wurde, konfrontiert. Jeder kennt die Alchemie nur unter der Kunst, die alle wertlosen Gegenstände zu Gold verwandeln kann - oder können sollte - doch die wenigsten kennen das Verfahren, bzw. die Grundidee, Unsterblichkeit zu erlangen. Durch die Harry Potter Romane wurde der "Stein der Weisen" eher ein Begriff, doch das tatsächliche Herstellungsverfahren ist auch dort ein großes Geheimnis und wird nie näher erläutert.

"Die Alchimistin" befasst sich mit den verschiedensten Formen zum Erlangen der Unsterblichkeit und schockiert mit mancherlei grausamen Methode. Dies tut der Geschichte jedoch keinen Abbruch und so bleibt der Roman packend, fesselnden überaus spannend. Außerdem beinhaltet er soviel mehr, als die Suche nach der Unsterblichkeit: Familiendramen, düstere Geheimnisse, das Auftreten des Templerordens, reisen in Ferne Länder, dunkle Katakomben... alles in allem handelt es sich hierbei also um eine Geschichte, die einen förmlich ins Buch hineinzieht, festhält und erst wieder gehen lässt, wenn man die letzte Seite beendet und seufzend das Buch zugeklappt hat.

Im Anhang finden sich allerlei interessante Daten und Fakten zu den Notizen und Nachforschungen, die Kai Meyer getätigt hat, sowie einiges zur Entstehung des Buches - eine tolle Ergänzung, die ein wenig Neugier befriedigen kann.
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am 6. November 1998
Der Titel ist etwas irreführend. Man erwartet einen Frauenroman, aber das ist "die Alchimistin" eigentlich nicht. Ich würde es eher als Mixtur aus historischem Krimi und phantastischem Roman bezeichnen.
Familie Institoris lebt auf Schloss Institoris an der Ostsee. Nestor, der Herr des Hauses, hat sich seit Jahren auf dem Dachboden der Burg ein Refugium eingerichtet, aus dem er kaum noch hervorkommt. Dort oben hat er einen Dachgarten, mit allen möglichen Pflanzen, Bäumen und Büschen, die er für seine wissenschaftlichen Zwecke benötigt, eine riesige alchimistische Bibliothek und seine Alchimistenküche. Frau und Töchter führen ein relativ trostloses Dasein. Warum nun Charlotte auf die Idee kommt, zu den Töchtern noch Söhne adoptieren zu wollen, wird nicht klar, zumal es sich in beiden Fällen um fast Erwachsene handelt (Christopher ist 17, als er adoptiert wird). Mit seiner Ankunft auf Schloss Institoris beginnt die Geschichte auch. Christopher ist neugierig auf Nestor, der sich bei seiner Ankuft nicht blicken ließ, und klettert eines Nachts an der Außenmauer des Schlosses empor zu Nestors Labor. Der ist beeindruckt von dem Mut und der Wissbegier des jungen Mannes und akzeptiert ihn als Schüler. Von hier aus entwickelt sich nun die Geschichte der Familie, in die mörderische Geheimnisse und tückische Mordanschläge (wie etwa das, was Aura in dem Schweizer Internat entdeckt, in das sie geschickt wird), alchimistische Lehren und medizinische Wunder (etwa die Existenz des Gilgamesch-Krauts, das ewiges Leben schenken soll), psychische Abgründe und physische Gewalt (wie der geistige Verfall von Charlotte Institoris und die Frage, warum sie unbedingt Muscheln sammeln muss) und fremde Länder und unglaubliche Szenarien (oder haben Sie schon mal etwas von Swanetien - das es tatsächlich geben soll - gehört?) eingewoben sind.
"Die Alchimistin" ist eines von den Büchern, die man einfach nicht aus der Hand legen kann. Ich habe eine Nacht gebraucht, um das Buch zu lesen, weil ich immer wissen wollte, wie es weitergeht (und das, obwohl ich wie üblich die letzte Seite zuerst gelesen habe!) !!
Ein bisschen Kritik gibt es natürlich trotz aller Begeisterung auch: Schade finde ich vor allem, dass im zweiten Teil des Romans die Unsterblichkeitsgeschichte reichlich ausgewalzt wird. Die Spannung der Handlung wird dadurch natürlich gesteigert, aber andererseits wird die Alchimie auf diese Weise zu purem Hokuspokus, was sie eigentlich nicht verdient. Auch historische Informationen erhält man recht wenige (und an denen die da sind, wird der Leser sicher spätestens dann zu zweifeln beginnen, wenn die Unsterblichkeit aufs Tapet kommt), aber trotzdem ist es eine außerordentlich spannende Geschichte, die zu lesen sich meiner Ansicht nach unbedingt lohnt.
Mir hat der Roman jedenfalls großen Spaß gemacht!
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am 23. August 2013
Wurde uns im Gymnasium von der Deutsch Professorin empfohlen, d mein Sohn äußerst gerne liest (13 Jahre ).
Die komplette Serie wurde von meinen Sohn regelrecht verschlungen .Altersgerecht, spannend einfach eine tollte gelungene Serie .
Freuen uns auf Fortsetzungen
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am 23. Oktober 2009
Da "Die Alchimistin" und "Die Unsterbliche" jeher zu meinen Lieblingsbüchern zählen, konnte ich mir die Hörspielserie dazu nicht verkneifen. Zum einen war ich hocherfreut darüber, zum anderen aber auch ziemlich skeptisch, ob die Umsetzung meinen Vorstellungen der Bücher entspräche.
Kurz gesagt: Ich war schon nach den ersten Minuten begeistert!
Interessant vorweg ist schon einmal die Sprecherliste, die mit bekannten (Synchron-)Stimmen wie die von Timmo Niesner, Kerstin Sanders-Dornseif, Detlef und Marie Bierstedt, Ulrike Stürzbecher, Frank Glaubrecht, Dietmar Wunder und Daniela Hoffmann aufwarten kann - allerdings nur in den Nebenrollen.
Die Hauptpersonen aber - Yara Blümel-Meyers als Aura und Claudio Maniscalco als Gillian - waren mir bis dato kein Begriff. Ihre Leistung als Sprecher ist aber gerade durch ihre Unverbrauchtheit grandios, weil man sie nicht mit Schauspielern oder anderen Rollen in Verbindung bringt. Blümel-Meyers trifft mit ihrem Tonfall genau die Aura, die ich beim Lesen immer vor Augen hatte: Sie kann Auras melancholisches Gemüt vollkommen umsetzen und geht total in der Rolle auf. Auch der Rest des Ensembles leistet hervorragende Arbeit und kann durchweg überzeugen. Einziger Kritikpunkt sind die Kinderstimmen von Tess und Gian, die mit dem recht schwierigen langen Textpassagen doch etwas überfordert wirken. Vielleicht wäre es geschickter gewesen, wie bei Sylvette auch, direkt ihre "erwachsenen" Stimmen zu besetzen, die hervorragende Arbeit abliefern.
Der Erzähler wird nur an wenigen Stellen eingesetzt, um Zeitsprünge und Szenenwechsel zu überbrücken. Alles andere wird über die Charaktere vermittelt, die zum einen in Dialogform kommunizieren, aber auch selbst in die Erzählerrolle rücken, da die Szenen aus einer Charakterperspektive heraus - wie bei einer Ich-Perspektive - wiedergegeben werden und somit auch Gedanken und Gefühle eingebracht werden können. Das macht die Charaktere für den Hörer glaubhaft und verleiht ihnen zusätzlich Tiefe.
Unterstützt wird die hervorragende Sprechleistung durch musikalische Untermalung und Geräuschkulisse, die das Gefühl von Kino im Kopf vervollständigen. Die Musik wird zum einen zur Kennzeichnung von Szenenwechseln benutzt, zum anderen aber auch an den richtigen Stellen als emotionale Unterstützung und Untermalung. Schade hierbei ist, dass sich die verwendeten Musikthemen mehrmals wiederholen, aber nicht unbedingt leitmotivisch eingesetzt werden. Ich hatte bei Szenenwechseln manchmal das Gefühl, dass die Musikthemen sehr willkürlich ausgewählt waren.

Die Hörspielserie arbeitet sehr nahe an der Buchvorlage und übernimmt daraus auch die Dialoge wortwörtlich; obwohl ich die Bücher mehrmals gelesen habe, fallen mir nur eine Hand voll Szenen ein, die gestrichen oder um wesentliches verkürzt wurden. Die Handlung bleibt somit auch für diejenigen, die das Buch nicht kennen, nachvollziehbar, ohne das Gefühl zu haben, dass etwas ausgelassen oder verkürzt wurde.
Studio Stil hat bei der Umsetzung wirklich ganze Arbeit geleistet und präsentiert eine stimmungsvoll, spannend, fesselnd inszenierte Geschichte, die im inneren Auge sofort zum Leben erwacht und einem wirklich das Gefühl gibt, man sähe das ganze als Film vor sich.
Egal was man von der Buchvorlage an sich halten mag, die Überführung ins auditive Medium ist hervorragend gelungen.
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am 10. August 2014
Kai Meyer hat ein beneidenswertes Talent einen an fremde Orte zu entführen, seine Charaktere bleiben allerdings vage, dissonant und vor allem unsympathisch. Die Geschichte beginnt recht interessant, wird schnell merkwürdig und schließlich geschmacklos. Bis zu den letzten hundert Seiten bleibt sie dennoch spannend und abwechslungsreich. Deswegen und weil ich bis zuletzt auf eine brillante Wendung gehofft hatte, die mein Unbehagen schließlich doch noch aufdröselte, habe ich bis zum Schluss durchgehalten. Leider kamen keine brillanten Wendungen, sondern die Tempelritter... Meyers Pech, dass er weder der Erste, noch der Letzte war, der auf die gekommen war. So bleiben am Ende viele Leichen und eine Handvoll Inzestkinder mit einem Schloss in der Wellen der Ostsee. Schade.
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