weddingedit Hier klicken muttertagvatertag Cloud Drive Photos HP Spectre Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip GC FS16

Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen36
4,4 von 5 Sternen
Format: Audio CD|Ändern
Preis:8,19 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 1. Juni 2012
Mit meinen 33 Jahren mag ich die Beach Boys vor allem für ihr Schaffen von Pet Sounds (1966) bis Holland (1973). Also alles Alben, auf denen der Einfluss Mike Loves geringer und der der Wilson Brüder größer wurde. Die Beach Boys zählen zu den wichtigsten Pop-/Rockbands, haben sich aber ab Mitte der 70er Jahren zu sehr als Oldieband definiert (danke Mike Love!).
Deshalb war ich auch ob der angeschlagenen Gesundheit Brian Wilsons skeptisch, inwieweit er seine musikalischen Ideen auf That's Why God Made The Radio einfließen lassen dürfte. Positiv überrascht war ich, nachdem die gleichnamige Single veröffentlich worden ist. Tolle Harmonien, gute Melodie und ansprechende Produktion. Typisch Brian Wilson eben. Dieses Prinzip setzt sich nun auf dem gesamten Album fort. Die Musik vermittelt durchgehend eine positive Grundstimmung. Dazu ist der Gesangsanteil Brian Wilson im Vergleich zu manch anderem Album der Beach Boys erfreulich hoch.
Kurzum, den Beach Boys ist ein tolles Pop-/Rockalbum gelungen, von dem ich mehr als positiv überrascht bin.
Jetzt freue ich mich umso mehr auf meinen Konzertbesuch im August.
0Kommentar|32 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Juni 2012
Um es kurz zu machen: Die Beach Boys haben ein wundervolles Album abgeliefert! Ich denke, dass diese Platte genau das ist was man von den "Jungs" (noch) erwarten konnte. Kurze melodiöse Summer-Sonne-Love-Songs die mit Sicherheit nicht die Welt verändern werden, sondern die einfach nur Spaß machen und eine unglaublich fröhliches -gegen Ende aber auch sentimentales- Feeling verbreiten. Zu "Spring Vacation" im Cabrio cruisen - was will man mehr? Wer hier allen Ernstes "Pet Sounds" oder "Smile" ins Spiel bringt und diese Zeiten als Leistungsverglich heranzieht, der ist wirklich von allen guten Geistern verlassen. Dennoch: Die letzten Songs der Scheibe, vor allem "Pacific Coast Highway" und "Summers Gone" erinnern auch stark an die alten Zeiten; in Instrumentierung und Songstruktur. Somit ist auch für den Musikkritiker doch noch ein kleines Häppchen drauf. Ansonsten will diese Scheibe niemals mehr sein als das was ist letztendlich ist: Ein kurzweiliger nostalgischer Trip mit herrlichen Melodien und Chorgesängen. Einfache eingängige Songs die die guten alten Zeiten noch einmal hochleben lassen aber trotzdem nie altbacken klingen. Natürlich ist "Beaches In Mind" nicht der Höhepunkt der Schaffenkunst, aber auch solch ein schwächerer Song macht im Gesamtkontext noch Spaß. Die Herren teilen sich den Gesang recht demokratisch; ich persönlich freue mich eigentlich vor allem nochmal etwas von Mike Love oder Al Jardine zu hören (neben dessen fantastischen Soloalbum vom letzten Jahr). Brian Wilson fällt vor allem beim Chorgesang positiv auf; da man von ihm in den letzten Jahren massenweise Output geboten bekam ist hier der Willkommensfaktor für mich nicht mehr ganz so groß. Obwohl ich es bezweifle darf von mir aus da gerne noch etwas nach kommen. Aber erstmal stehen die Konzerte an. Ich freu mich drauf!
0Kommentar|19 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. Juni 2012
That's Why God Made the Radio ist nicht Pet Sounds und ist auch nicht SMiLE, aber, so empfinde ich es, die neue CD der Beach Boys geht darüber hinaus. Abgesehen davon, dass man Musik einfach nur genießen kann, wird man Kunstwerken, und das ist die Musik von Brian Wilson, nur gerecht, wenn man sie in dem jeweiligen historischen Kontext sieht. Pet Sounds wäre nicht Pet Sounds ohne die Umstände, unter denen Brian Wilson, gerade mal Mitte Zwanzig, Mitte der Sechziger Jahre, nur zwei Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg, dieses für die Geschichte der Pop-Musik so bahnbrechende Werk schuf. SMiLE war in dem zu der Zeit gegebenen Kontext offensichtlich überhaupt nicht möglich, sondern konnte von Brian erst 2004 vollendet werden. Es war dann, in einer veränderten Zeit von einem über sechzigjährigen Brian etwas ganz Anderes, als es in den Sechzigern hätte werden können/sollen, aber es ist und bleibt SMiLE.
Brian, der sich gewissermaßen schon vor seinen Brüdern Dennis (1983) und Carl (1998) aus dem Leben verabschiedet hatte, stand wieder auf, trat live auf, präsentierte Pet Sounds und SMiLE, schuf neue Werke wie That Lucky Old Sun, coverte Songs von Gershwin und aus Disney-Filmen. Was fehlte, war ein Album mit den Beach Boys. Und das ist nun da!
That's Why God Made the Radio, der Titel ist vielsagend mit seinen Anspielungen auf so großartige Titel wie God Only Knows oder Good Vibrations, die seinerzeit aus dem Radio klangen, den Beach Boys Erfolg und Fun, Fun, Fun brachten. Das Radio hat heute einen ganz anderen Stellenwert, aber es ist immer noch da und auch im Internet.
Wer die Musik von Brian und den Boys mochte und mag, wird auf seine Kosten kommen, in erster Linie wegen des Gesangs und der Harmonien. Aber auch die Produktion und die Kompositionen sind auf der Höhe der Zeit. Es sind schwächere Titel dabei wie Daybreak Over the Ocean, aber insgesamt ist es eine gelungene Zusammenstellung mit durchaus überraschenden Titeln wie Isn't It Time und dem grandiosen Abschluss des letzten Songs Summer''s Gone. Aber Gott sei Dank nicht ohne dass die Beach Boys ihn musikalisch verabschiedet haben: Ein krönender Ausklang des eben doch nicht endlosen Sommers.
22 Kommentare|41 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. Juni 2012
Mit meinen 35 Jahren gehöre ich nicht zu den Ur-Beach-Boys-Fans. Deshalb war es für mich ein Herzenswunsch meine alten Idole noch mal mit neuem Songmaterial erleben zu dürfen.
Nach einer gelebten Ewigkeit nun die Sensation. Nach über zwanig Jahren erscheint am 01. Juni das neue Album der Herren. Die Singel "Thats why god made radio" ist nach mehrmaligen hören ein guter Song geworden. Tolle Harmonien und eingängige Melodie. Wenn der Song sicher textlich nicht unbedingt mit "Pet Sounds" qualitativ vergleichbar ist, so erinnert er doch an die Anfänge der Beach Boys, als noch Sonne, Strand und gute Zeiten musikalisch und textlich angesagt waren. Einfach schöne Songs mit Wohlfühl-Faktor ohne tiefgründigen Sinn-Schnickschnack. Für den Tiefgang gibt es das "Pet Sounds" Album.

Was mich allerdings noch mehr freudig überrascht hat, sind die anderen neuen Songs des kommenden Albums "Thats why god made the radio". Vor allem die Titel: "From There to back again", Isnt it time" und "Spring Vacation" gefallen mir ausgesprochen gut. Und man hört den Herren ihr Alter, über das ich mich jetzt mal ausschweige, stimmlich kaum an.

Für das wahrscheinlich letzte Album der Beach Boys ein wahrlich würdiger Abgang. Nun folgt erst mal die Tour zum 50 jährigen Bandjubiläum. Herzlich Glückwunsch den Herren Wilson, Love, Jardine, Marks und Johnston!

Nachtrag vom 27.07.12: Während die CD mit einem schönen Booklet mit allen Texten aufwartet, fehlen die Texte in der Innenhülle des Vinyl-Albums. Schade. Dafür ist die Schallplatte hevorragend gepresst. In einer schweren makellosen Ausführung...Aber echte Fans, wie ich, müssen natürlich vor allem die Schallplatte haben;-)
22 Kommentare|21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Juni 2012
Entgegen den schlechten Rezensionen in diversen Medien zum Trotz meine ich das die Beach Boys hier noch einmal ein recht gutes Werk abgeliefert haben. Ich kann auch die Kritiken von einigen Vorrezensenten nicht teilen, die der Meinung sind das hier nur kraftloses Klischee abgeliefert wurde. Andererseits über was sollen die Beach Boys auch anderes singen als über Sonne, Strand und Mädchen. Dafür stehen sie seit ihrer Gründung und so wollen wir sie als Fans ja auch hören. Die letzte gemeinsame CD (ohne Brian) mit neuem und gecovertem Material "Summer in Paradise" von 1992(mit nur 10000 verkauften Exemplaren!!) würde haargenau in dieses Kritikschema passen. Mit den Titeln That s Why God Made The Radio, Isn t Time, Spring Vacation, Strange World und den drei Schlußsongs (die besten Stücke seit Jahrzenhnten!!) haben sie noch einmal bewiesen, das sie es immer noch draufhaben, wenngleich ich mir allerdings hier und da etwas mehr Pep gewünscht hätte. Die Songs Shelter und Daybreak Over The Ocean (Mike s x-te Version von Kokomo) halte ich persönlich für etwas schwächer. Aber seien wir mal ehrlich, wer im ernst wollte hier noch einmal ein Werk ala Pet Sounds oder SMiLE erwarten???
Die Band hat sich ganz überraschend noch einmal zusammengefunden um ihr fünfzigstes Bestehen zu feiern, denn sie hatte sich ja offiziell nie getrennt. Um so überraschender die jetzige Konstellation, womit wohl kaum jemand rechnen konnte, nun sogar mit Brian Wilson. Möglicherweise wird diese CD die letzte sein, die die Beach Boys veröffentlicht haben. Allerdings konnte man auf neueren Videoveröffentlichungen sehen welchen Spass sie im Studio hatten. Die Reunionkonzerte laufen bestens, sind z.T. ausverkauft und so könnte es durchaus möglich sein das die Geschichte dieser legendären Band noch nicht zu Ende ist!!!
Ich für mich sehe diese CD als ein sehr gelungenes "Alterswerk" an, mit dem sie ihrem gekünstelten, übertechnisierten 1992er Flop und Kokomo-Ableger vergessen lassen.
Für das exzellente Songwriting und den unvergleichlichen Harmoniegesang gibt es hier von mir noch einmal fünf Sterne!!!
66 Kommentare|10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Juni 2012
Selbstverständlich ist der Ablauf immer der gleiche: eine Band, die ihre größten Erfolge vor Jahrzehnten gefeiert hat, findet sich wieder zusammen, um im Alter nochmals ein Album zu produzieren.
Das ruft nun verschiedene Fan-Arten auf den Plan.
Den langjährigen, alten "Hardcore Fan", der die Band schon bei ihrem ersten Auftritt gesehen und über die Jahre mitverfolgt und seit Anfang der 80er auf dieses Album gewartet hat. Dieser fühlt sich, aufgrund seines langjährigen Fandaseins hinsichtlich seines Urteils privilegiert, hebt den moralischen Zeigefinger und lehnt das Album strikt ab, da es keinesfalls an die alten Erfolge anschließen kann und bei weitem nicht so genial ist wie "Pet Sounds" oder "Smiley Smile". Unter diesen "Hardcore Fans" gibt es einige seltene Exemplare, die dem Album gerne eine Chance geben würden, sich aber nicht ganz trauen, das zuzugeben. Das Album wird dann heimlich gekauft und mit maximal drei "Mitleids-Sternen" bewertet.
Ein weiteres Exemplar ist der "Gelegenheits-Fan". Dieser ist oftmals jüngeren Alters (kann sich also nicht an den Tag erinnern, an dem die Beach Boys um 13.47 Uhr gegründet wurden). Dieser findet das Album eigentlich ziemlich gut, viele schöne Melodien, sehr gute Harmonien, Lieder die an einen warmen Sommerabend erinnern, etwas melancholisch angehaucht sind und ein Gefühl von Nostalgie, aber auch Zufriedenheit verbreiten. Das Problem des "Gelegenheits-Fans" ist nur, dass seine Meinung gerne vom privilegierten "Hardcore-Fan" im Keim erstickt wird. Man sei zu jung, zu wenig erfahren und überhaupt zu wenig von allem, was einen echten Beach Boys Fan ausmacht. Man wisse ja nicht, wovon man eigentlich spricht, wenn man nicht vor 50 Jahren in Kalifornien dabei und ein Fan der ersten Stunde war.
Und dann gibt es noch den unbedarften Hörer, der eigentlich nur zufällig über das Album gestolpert ist, welches nun nonstop in seinem CD Player rotiert. Dieser existiert in allen Altersklassen und hat eigentlich gar keinen echten Bezug zu den Beach Boys (irgendeine Band, die mal Surfin' U.S.A. geschrieben hat). Diese Art von Hörer macht gar keine große Wissenschaft aus dem Album oder seiner Bewertung, sondern findet einfach, dass die Lieder gut ins Ohr gehen und an einem Sommertag gut auf der Terrasse oder beim Autofahren gehört werden können. Dieser Hörer ist nach Meinung des "Hardcore-Fans" und in geringerem Maße auch nach Meinung des "Gelegenheits-Fans" (hier ist man oft solidarisch) eigentlich zu gar keiner Meinung berechtigt, weil ihm der nötige musikalische Hintergrund fehlt, um sich ein Urteil zu erlauben. Gerne wird hier auch darauf verwiesen, der unbedarfte Hörer solle doch weiter Charts hören und bitte die Finger von den Beach Boys lassen.

In welche Fan-Kategorie würde ich mich selbst einordnen?
Ich würde sagen, ich falle zwischen die Stühle: ein junger "Hardcore Fan".
Als 82er Jahrgang gab es die Band schon 20 Jahre, als ich geboren wurde. Zum ersten Mal bewusst gehört habe ich die Beach Boys Mitte der 90er Jahre. Und intensiv nachverfolgt (die Alben gekauft, mich durch ihren Katalog gearbeitet) habe ich die Beach Boys seit etwa 1998. Ich kann mich also nicht an den Gründungstag oder an das allererste Konzert erinnern und ich war auch noch nie in Kalifornien. Aber ich weiß das Genie von Alben wie "Pet Sounds", "Smiley Smile" oder "The Smile Sessions" zu würdigen.
Und ich weiß auch, dass "That's Why God Made The Radio" niemals an diese Werke heranreichen kann.
Und dennoch habe ich fünf Sterne vergeben?
Warum? Aus Solidarität zu den Beach Boys? Aus Trotz?

Weil es einfach ein verdammt gutes Album ist!
Man lasse für einen Moment außer Acht, dass hier ein paar alte Herren zusammengekommen sind, welche die Großväter von vielen von uns sein könnten. Man lasse außer Acht, dass diese Herren eine bewegte Geschichte hinter sich haben mit mittlerweile mehr Tiefen als Höhen. Und man lasse außer Acht, dass sich das Album gegen uneinholbare Meisterwerke wie 'Pet Sounds' beweisen muss (muss es das?).
Machen wir doch einfach mal die Augen zu und vergessen, dass es sich um die Beach Boys handelt.

Was dann bleibt ist ein fantastisches Album voller großartiger Melodien und Harmonien. Ein Album, das unter die Haut geht und den Hörer mit seinen Rock, Blues und Doo Wop Einflüssen direkt an einen warmen Sommerabend und an ein Strandlagerfeuer versetzt. Sei es nun das vom Blues getriebene 'Spring Vacation', das in bester Doo Wop Manier gesungene 'The Private Life of Bill and Sue' oder 'Daybreak Over The Ocean' mit karibischen Einflüssen, welches entfernt an 'Kokomo' erinnert. 'Beaches in Mind' wäre das perfekte Lied, um im Cabrio mit offenem Verdeck die Strandpromenade entlang zu fahren.
Dennoch handelt es sich um kein schönfärberisches Album, das nur die guten Seiten des Lebens behandelt. Über dem gesamten Album liegt auch eine Aura des Nostalgischen und Melancholischen. Das Gefühl vergangener, vielleicht besserer Tage, die man nie mehr zurückholen kann. Besonders kommt das in den letzten drei Liedern das Albums, 'From There To Back Again', 'Pacific Coast Highway' und dem großartigen 'Summer's Gone' zum Ausdruck. Eigentlich kann man hier kaum von drei einzelnen Liedern sprechen, sondern am ehesten von einer...Taschen-Symphonie. Und da hat nun der 'junge Naseweis-Fan' einen geheiligten Ausdruck aus der Beach Boys Vergangenheit benutzt. Das erntet nun Unverständnis beim 'Hardcore Fan' und beim unbedarften Hörer gleichermaßen. Im ersteren Fall, weil gerade eine heilige Kuh geschlachtet wurde, im letzteren Fall, weil man nicht genau weiß, worum es geht.
Aber das ist die beste Beschreibung für dieses Lieder-Triumvirat.
Eine Hommage an den Sommer, der zu Ende geht. Und vielleicht auch ein Leben, das dem Ende zugeht. Mit allen Höhen und Tiefen.
Aber zu bereuen gibt es nichts.
Insbesondere nicht, dass sich die Beach Boys nochmal aufgerafft und dieses Album für uns erschaffen haben.

Der langen Rede kurzer Sinn: unbedingt anhören
33 Kommentare|9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. Juni 2012
Wer skeptisch ist und befürchtet, dieses Album sei nur ein Abklatsch der alten Beach Boys-Glanzzeiten und in erster Linie Geldmacherei zum 50-jährigen: Entwarnung! Nein, das Album hat meine Erwartungen bei weitem übertroffen. Brian Wilson hat es selbst produziert, und man merkt es: Selten hat man so ausgefallene, harmonische und anspruchsvolle Arrangements auf einem Pop-Album in den letzten Jahrzehnten gehört. Die Instrumentierung ist perfekt und schafft einen herrlich verträumten und natürlichen Klangteppich. Das ist kein Schnellschuss, sondern mit Liebe und Handarbeit produzierte Musik, das merkt man.

Der Höhepunkt des Albums sind sicher die letzten 3 Songs, die man am besten als Einheit hören sollte: Wären diese 1967 erschienen, würden sie heute wohl als Meilenstein der Popmusik gelten: Geniale Melodieführung, der phänomenale Chorsatz (wirklich wie in alten Zeiten!), und die Einleitung des letzten Stückes weckt Erinnerungen an das Intro von "Wouldn't It Be Nice", allerdings in sentimentaler Form. Wenn es die perfekte musikalische Coda für den Sound der 60er gibt, dann ist es der letzte Song auf dieser CD.

Die Songauswahl ist bunt gemischt, nachdenkliche Songs wechseln sich mit fröhlichen Uptempo-Nummern ab und verbreiten insgesamt sehr gute Laune.

Einige mögen kritisieren, dass mancher Song etwas glatt und zu wenig experimentell klingt - gut, das Album ist natürlich kein "Smile", aber dafür kann man das ganze Album wunderbar am Stück durchhören, und es ist immer noch um Welten anspruchsvoller als das meiste, was wir heute an Popmusik zu hören bekommen.

Uneingeschränkte Kaufempfehlung! (von einem 38-jährigen Brian Wilson-Fan)
11 Kommentar|9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Januar 2014
Obwohl ich mit 31 Jahren wohl nicht wirklich zum Zielpublikum der Beach Boys gehöre, besitze ich fast alle Studio Alben der Combo. Vom neuestes Werk habe ich lange Zeit die Finger gelassen. Zu schlecht die Rezensionen, zu gering die eigenen Erwartungen an die älteren Herren. Nun, da lag ich definitiv falsch. Das Album ist eine absolut mitreißende Sommerplatte. Und das sagt jemand, der mit den alten Surf-Rock-Platten so überhaupt nicht warm wurde. Die Kritik, dass das ganze Album zu seicht sei, verstehe ich, finde ich aber unangemessen. Das wir kein zweites Pet Sound oder Smile erleben würden, war klar. Wozu auch? Wenn ich das grandiose Pet Sounds hören will, dann mache ich es an. Mal abgesehen davon, dass die Musik heute wohl nicht mehr verstanden würde.
Wenn mir die Musik vom neuen Album zu sehr auf fröhlich getrimmt ist, dann mache ich halt Dennis Wilsons Pacific Ocean Blues, oder besser das ziemlich verstörende Bambu an. All dies bedient die Scheibe tatsächlich nicht.
Der Käufer wird vielmehr auf eine sehr munter, aber auch reif klingende, wahrscheinlich letzte Platte der Beach Boys treffen, die in in all ihrem Sommer-Flair auch stets die Melancholie des Alters durchschimmern lässt.
Volle fünf Sterne, nicht im Vergleich mit den Klassikern, aber im Vergleich mit meinen Erwartungen.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Juni 2012
... dieser Sound! Genauso so will ich die Beach Boys hören. Ein Klang nach Sommer, Sonne, Freiheit, Leichtigkeit und mehr. Das ist es wofür ich diese Band liebe.
Seit 19 Jahren bin ich ein Fan der Beach Boys, was 2/3 meines Lebens ausmachen. Seit dieser Zeit kam auch kein neues Studioalbum raus. Ich war schon baff, als eine große Welttournee (mit Stationen in Deutschland) zum 50. Jubiläum angekündigt wurde, mit allen noch lebenden Beach Boys. Und dann noch ein neues Studioalbum?!? Das hat mich wirklich umgehauen. Skeptisch, ob das Album gut sein würde, war ich nie. Bis jetzt haben mich die Beach Boys mit jedem Album faszinieren können. Als ich That's Why God Made The Radio" nun zum ersten mal hörte, war mir klar: So hören sich nur die Beach Boys an! Und wer glaubte, dass sich die Herren mit ihren im Schnitt 70 Jahren noch einmal neu erfinden würden, der hat sich geschnitten. Aber das wäre ja auch nicht Sinn der Sache. Ich wollte genau diesen Sound hören, der mich schon vom ersten Song an begeistert hat.
Herausgekommen ist ein wunderbares Album mit eingängigen Melodien, wobei jeder Song für sich ein kleines Kunstwerk darstellt. Alle zwölf hören sich für mich so gut an, dass ich mir noch keinen Lieblingssong herauspicken konnte, obwohl das Album seit zwei Wochen in der Dauerschleife läuft. Besonders erfreut hat mich natürlich, dass Brian Wilson und Al Jardine wieder dabei sind. Und man hört es einfach...
Wer sich über die Texte beschwert... dem kann ich auch nicht helfen. Es gibt andere Künstler, die mit weitaus geistloseren Texten Erfolg hatten, ich kann da nichts schlechtes dran finden. Diese Texte machen doch die Leichtigkeit der Beach Boys aus, da möchte man nichts Politisches oder Weltveränderndes hören. Dann kann ich nämlich auch Nachrichten hören.
Für die Zukunft wünsche ich mir, dass ich noch lange die Musik der Beach Boys genießen kann. Und wer weiß? Vielleicht haben die Herren ja wieder Spaß am gemeinsamen Musizieren gefunden (dass sie es alleine können, wissen wir ja)... Aber am meisten freue ich mich erst mal auf das Konzert im August und freue mich darüber, dass ich die Strandjungs" nochmal live sehen kann.

Fazit: ein super Album von einer super Band!
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Juli 2012
Hiermit bekenne ich mich als Beach-Boy-Fan der ersten Stunde. Die Surf-Beat-Fun Musik vor 1966 hat mich als Jugendlichen begeistert. Dann kam Pet Sounds, was mich zunächst einmal völlig verwirrte. Ich brauchte längere Zeit, um die Qualität dieser Songs zu begreifen. Bei den folgenden Alben war mir aber völlig klar, dass ich nur Bruchstücke des angekündigten "Smile" hörte. Die nachfolgende Zeit brachte wunderschöne Musik mit einigen musikalischen "Perlen", trotz des Ausstiegs von Brian und des Todes von Dennis. Als dann vor der Jahrtausendwende auch Carl starb - für mich DIE Stimme der Beach Boys - hatte ich mit diesem Thema eigentlich abgeschlossen. Aber halt - Brian kam in Kontakt mit einer Band namens Wondermints, die ihn nicht nur bei seinen Auftritten begleitete, sondern es auch geschafft haben, dass er "Smile" vollendete und veröffentlichte.
Nun haben sich alle noch lebenden Beach Boys sozusagen "zusammengerauft" und ein neues Album veröffentlicht.
Dieses Album ist für jeden Beach-Boy-Fan ein "must have", weil die Musik nach allen Höhen und Tiefen der Band zu den "Highlights" ihres Schaffens zählt.
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

8,99 €
6,99 €