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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein brillanter und stiller Film
Jean-Pierre Melvilles Film beginnt mit den Bildern eines kleinen Küstenorts, der als Betonwüste dargestellt wird. Daraufhin setzt ein heftiger Regenguss ein und einer unserer Hauptdarsteller bewegt sich innerhalb der Wassermassen in Richtung Banküberfall. Herrlich, still und bedrohlich gefilmt und die Sirene im Kopf läutet dem geeigneten Zuschauer...
Vor 24 Monaten von Frank F. veröffentlicht

versus
6 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Starbesetzter Schrott
Dem Film fehlt jede Authentizität, weil sich die Akteure oft zwischen Pappkartonkulissen im Studio bewegen und nur selten an echten Schauplätzen. Dieses visuelle Ärgernis stört die gesamte Dramaturgie des Films. Dagegen können auch die Ikonen des französischen Films, Alain Delon und Catherine Deneuve, nichts ausrichten. Das sich Schlechtes...
Vor 23 Monaten von serpico veröffentlicht


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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein brillanter und stiller Film, 26. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Chef - Un Flic (DVD)
Jean-Pierre Melvilles Film beginnt mit den Bildern eines kleinen Küstenorts, der als Betonwüste dargestellt wird. Daraufhin setzt ein heftiger Regenguss ein und einer unserer Hauptdarsteller bewegt sich innerhalb der Wassermassen in Richtung Banküberfall. Herrlich, still und bedrohlich gefilmt und die Sirene im Kopf läutet dem geeigneten Zuschauer ein:

Wir sind voll und ganz in Melvilles Welt angekommen.

Ein Banküberfall bei dem so gut wie kein Wort gesprochen wird. Eine Situation vor der Praktizierung des Überfalls innerhalb der Bank die in seiner Stille die Dramatik findet. Geschickt auf die Bankräuber und die anstehende Situation zugeschnitten ist das, was die Kamera von Walter Wottitz einfängt. Die Bilder sind einfach beeindruckend gut.

Anschließend kommt es zu kurzen Aufnahmen innerhalb einer Landschaft, die in ihrer Beschaffenheit stark an die aus „Le Cercle rouge“ (dessen Beginn) erinnert. Ein eher karges Gesamtbild, das Blühendes vermissen lässt und sich auf ein eher düsteres Resultat beschränkt.

„Nur zweierlei Empfindungen ruft der Mensch in einem Polizisten wach, tiefstes Misstrauen und Verachtung.“ so Kommissar Edouard Coleman, gespielt von Alain Delon. Das Zitat führt schnell in die charakterliche Richtung von Coleman. Ein Mensch der brutal vorgeht um zu seiner Lösung zu kommen, ein Mensch der bei Misserfolgen ebenfalls die Brutalität und den Hass nach außen trägt.

Doch nicht allein Delon weiß hier zu gefallen, sondern auch Richard Crenna in der Rolle von Simon. Ein Mensch mit einem Doppelleben, Nachtclubbesitzer und Gangster. Ein Mensch mit Verstand, der die Dinge bis ins Detail plant und dessen erster Fehler immer von Coleman erwartet wird. Allerdings macht Simon dem Kommissar die Sache ganz und gar nicht einfach. Demnach beste Vorraussetzungen für ein Duell auf Augenhöhe.

Catherine Deneuve hat in der Rolle der Cathy etwas wenig Spielzeit. Ihr Part ist eigentlich als wichtig anzusehen, wird allerdings etwas außer Acht gelassen. Hier hätte ich mir schon etwas mehr Spielzeit hinsichtlich der Dreiecksbeziehung gewünscht. Weiterhin erwähnenswert ist Valérie Wilson in der Rolle der Gaby.

„Un Flic“ ist wie „Le Cercle rouge“ ein eher ruhig angelegter Film, dennoch hat „Un Flic“ eine wirklich spektakuläre Aktion zu bieten. Es sei hier einzig das Wort Hubschrauber erwähnt. Das in diesem Part angestrebte Durchführen des Verbrechens ähnlich zentral wie der Juwelenraub in „Le Cercle rouge“.

Worte macht „Un Flic“ nur wenige. Jeder bezieht sich auf das Nötigste. Was allerdings Gesichtsausdrücke zu sagen vermögen, dass zeigen Delon und Crenna in Perfektion. Dialoge können so sekundär sein, wenn die Akteure ihr Fach beherrschen.

Das depressive, desillusionierende Bild, das der Film zu Beginn vermittelt, präsentiert dieser auch zum Ende. Für den Einen heißt es Vorhang runter, für den Anderen kann nun ein Interpretieren des Gesehenen losgehen.

Fazit: Brillantes französisches Kino dass nicht ganz die Klasse von Mellvilles „Le Cercle rouge“ aufweisen kann, aber das „Un Flic“ einst beim Publikum durchgefallen ist, kann ich persönlich absolut nicht nachvollziehen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schweigen ist Gold, 28. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Chef - Un Flic (DVD)
Melville frönt auch in seinem letztem Spielfilm Mantel und Hut tragenden Gangstern. Gleich in der ersten Szene legt er die Gefühle der Figuren bewusst nicht offen. Er filmt einen lang ausgespielten Bankraub und seine Männer bleiben selbst dann strikt beim Plan, als strömender Regen und peitschender Wind sie einhüllt - Mantel und Hut sitzen. Selten erfährt man so wenig über Protagonisten, bleibt es bei Gesten, Mimiken und Taten. Über Kommissar Coleman (A. Delon) etwa ist nur sein Beruf bekannt und wie und mit wessen Hilfe (Spitzeln) er ihn erfolgreich ausübt. Dem steht seine Entschlossenheit in nichts nach, starre Blicke und flinke Fäuste gehören dazu. Sein Freund Simon (R. Crenna) ist der Gangster, mit dem Coleman in Konflikt gerät. Dass beide dieselbe Frau (C. Deneuve) begehren ist irrelevant. Doch dass der Ganove ausgerechnet den Drogenkurier ausnimmt, auf den Coleman es abgesehen hat, geht eindeutig zu weit. Gangster haben es nicht leicht: der Regisseur liebt seine, lässt sie zur Vorsicht hauptsächlich nachts umtriebig werden, wo sie im Schutze der Dunkelheit zu Schatten werden können. Die Brüche (Bank, Zug) werden bei Melville zu pedantischer Ästhetik. Im Zug wird der Raub zu einem Kunststück, die Kamera haftet an Simon und schenkt dem Zuschauer gefühlte Bonusminuten. "Der Chef" ist vielleicht nicht der passendste Einstieg in die subjektive Welt eines Mannes, der viele Bewunderer hat. An der Kälte der Realisierung könnte mancher sich stoßen, an der personellen Geheimniskrämerei ebenfalls. Das rationale Vorgehen eliminiert das Aufkommen von Emotionen hier ganz extrem. Atmosphärischer Krimi mit Bildern, die kommunizieren, sonst tut es ja keiner.
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5.0 von 5 Sternen Super Film, 16. April 2014
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Rezension bezieht sich auf: Der Chef - Un Flic (DVD)
Ein typischer franz. Film wie er sein sollte und wie er eben nur in den 70igern gemacht wurde. Stimmung und Spiel ist einfach ein Hit.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr gut, 19. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Chef - Un Flic (DVD)
"Un Flic" - eigentlich "Ein Bulle" statt "Der Chef" ist ein meisterhafter Film über die Konstruktion des Männlichen. Vier Männer überfallen eine Bank, ohne ein Wort dabei zu verlieren. Blickwechsel wie bei der Jagd auf Wild, das man nicht verschrecken will. Der Mann, der die Räuber fassen will, spielt mit der gleichen Rolle. Unbewegte Mimik, unerschütterliche Skepsis und doch ein wunder Punkt: Freundschaft. Loyalitätsmissbrauch führt zum fahrigen Handeln, die Konstruktion bröckelt. Ein ironischer Genrefilm von Melville.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Bulle, der Gangster, die Frau..., 9. Juli 2012
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Chef - Un Flic (DVD)
Später Nachmittag des 23. Dezember: In dem an der Atlantikküste gelegene Städtchen Saint-Jean-des-Monts regnet es in Strömen, ein stürmischer Wind macht das miese Wetter perfekt. Die kleine Stadt, im Sommer ein begehrter badeort, ist fast wie ausgestorben. Leer stehen sämtliche Ferienwohnungen der Appartmentblocks, nahe des Strandes.
Eine Limousine fährt durch die menschenleeren Straßen, nur noch in der Bank herrscht letzter Betrieb, bevor sie über die Festtage schließt.
Der Wagen parkt in der Nähe der Bankfiliale. Einer der Männer steigt aus und betritt mit einem Koffer die Bank, nach einigen Minuten folgt der zweite Mann. Als der dritte Mann die Bank betritt, geht es los. Die unbekannten Gangster rauben das Geld der Bank, doch ein todesmutiger Kassierer löst nicht nur den Alarm aus, sondern kann einem der Männer (Andre Poussee) noch eine Kugel verpassen.
Die Männer fliehen. Alles ist bis ins Kleinste perfekt geplant. Simon (Richard Crenna) ist der Boss der Männer, er betreibt in Paris einen Nachtclub. Der 60jährige Paul Webber (Riccardo Cucciola) und Louis Costa (Michael Conrad) komplettieren das Quartett.
Auf der Flucht legen sie noch geschickt eine falsche Fährte, doch der schwerverletzte Marc muss unbedingt ins Krankenhaus.
In Paris ermittelt Kommissar Eduard Coleman (Alain Delon) gemeinsam mit seinem Assistenten Morand (Paul Crauch). Er ist mit Simon gut befreundet und hängt oft in dessen Lokal ab, spielt dort Klavier.
Seine heimliche Liebe heißt Cathy (Catherine Deneuve), mit ihr triff er sich gelegentlich. Simon scheint die Affäre zu ahnen.
Von Transvestit Gaby (Valerie Wilson) erhält er Information, sie ist sein Sptzel. Gaby gibt ihm den Tipp, dass im Nachtexpress nach Lissabon ein Drogenkurier mit Heroin unterwegs sein wird. Dies ist auch der nächste Coup von Simon...
Jean-Pierre Melvilles "Der Chef" aus dem Jahr 1972 war auch schon sein letzter Film. Der große Regisseur starb 1973 im Alter von 56 Jahren an einem Schlaganfall.
Zu seinen ganz großen Filmen gehören Klassiker wie "Der eiskalte Engel", "Armee im Schatten" oder "Vier im roten Kreis".
Immer wieder wurde sein Stil kopiert oder aber es liessen sich Filmemacher von Melvilles Werk inspirieren.
Seine Arbeiten kann man als französische Noir-Filme ansehen. Die Helden sind eiskalt und verfolgen nur ein Ziel.
Für Alain Delon schuf er in "Der eiskalte Engel" mit der Figur des Jeff Costello eine unvergessene Filmfigur.
Im nachfolgenden "Vier im roten Kreis" spielte Delon erneut den Gangster, dafür wurde er aber in "Der Chef" als Gesetzeshüter eingesetzt.
Allerdings einer der nicht viel besser als die Gangster agiert, dabei hat er mit seinem Engelsgesicht durchaus wieder vordergründig alle Sympathien auf seiner Seite, aber im Laufe der Geschichte merkt man wie brutal und hart Kommissar Coleman seine Ermittlungen leitet, ihm rutscht gern die Hand aus, wenn er eine Information will und auch miese Foltermethoden gehören zur Routine für ihn und sein Polizeiteam.
Wie gewohnt bei Melville ist der ganze Film durchtränkt von einer kühlen Optik und alles läuft faszinierend präzise ab.
Mit diesem Stil inszeniert er die wahnsinnig gute Eröffnungsszene und setzt gar bei dem Coup im Schnellzug noch einen drauf..obwohl die Szenen mit dem Helikopter so aussehen als seien sie mit einem Miniaturmodell im Studio gedreht. Das macht Melville aber wieder mit der minutiösen Schilderung des Coups in bestechender Hochspannung wieder wett.
Manche Bilder wirken so als wären sie mit einem blassen Blau veredelt, das gibt dem französischen Gangsterfilm zusätzlich seine perfekte Atmosphäre.
"Un flic", also "Ein Bulle" wäre die wörtliche Übersetzung, den deutschen Titel "Der Chef" halte ich für etwas irreführend.
Themen des Films sind Freundschaft und Loyalität vs. Pflicht und Verrat. Die Figuren streben nach Gewinn, am Ende steht aber immer der Verlsut.
Alain Delon in einer seiner besten Rollen.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endspiel, 22. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Chef - Un Flic (DVD)
Alain Delon und Richard Crenna als Bulle und Gangster, als Jäger und Gejagter, verbunden in Freundschaft und Feindschaft und in Konkurrenz um eine Frau - Catherine Deneuve. Ein wundervoll kühles Paris, eine Atlantikküste, als würden die Elemente Krieg führen, ein existentialistisches Endspiel. Erhabene Einsamkeit der Figuren. Bestürzende Modernität in Inszenierung und Schnitt, so als hätte Jean-Pierre Melville das Kino gerade eben neu erfunden. Die Action-Sequenzen sind atemberaubend, gleichermassen nervenzerrend und überraschend. Melville forever.
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1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Delon - un flic, 4. Juli 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Chef - Un Flic (DVD)
Jean-Pierre Melville hat schon tolle Filme gedreht. Mein Lieblingsfilm ist wohl "Vier im roten Kreis", aber "Un flic" macht da starke Konkurrenz. In beiden Filmen ist Delon dabei. Der Film kommt gleich zum Wesentlichen: Aktion. In diesem Fall wirkt alles zeitlos, Delon war damals schon ein Aktionheld in modernem Sinn und ein Raubüberfall ist nun mal auch heute noch ein Raubüberfall.

Melville inszeniert geradlinig und ohne Schnörkel. Der Film ist wie o.g. modern, aber eben auch typisch für den franz. Flic-Film. Die Grundzutaten haben sich bis ins Jetzt nicht geändert.

Ich empfehle den Film allen Freunden von Krimis, in denen es um Ermittlung und Aktion geht. Natürlich auch allen Delon-Fans. Und allen Filmfreunden, die für sich einen neuen Regisseur erschließen wollen.

Ach ja, Catherine Deneuve ist auch dabei: gut und schön.

Spannende Unterhaltung wünscht,

Weller.
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6 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Starbesetzter Schrott, 11. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Chef - Un Flic (DVD)
Dem Film fehlt jede Authentizität, weil sich die Akteure oft zwischen Pappkartonkulissen im Studio bewegen und nur selten an echten Schauplätzen. Dieses visuelle Ärgernis stört die gesamte Dramaturgie des Films. Dagegen können auch die Ikonen des französischen Films, Alain Delon und Catherine Deneuve, nichts ausrichten. Das sich Schlechtes noch steigern lässt, beweist dieses Machwerk eindrucksvoll mit einer Actionszene, die an Lächerlichkeit nicht zu überbieten ist: Ein Spielzeugzug fährt durch die Nacht, über ihm ein ruckelnder Modellhubschrauber, aus dem sich ein Gangster abseilt...
Entweder hat Regisseur Jean-Pierre Melville die Entwicklung der Filmtechnik Anfang der 70er-Jahre verschlafen oder es fehlte schlicht das Geld.

Ich liebe Filme aus den 70ern, aber dieser wird definitiv nicht den Weg in meine Sammlung finden.
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Der Chef - Un Flic
Der Chef - Un Flic von Alain Delon (DVD - 2012)
EUR 9,99
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