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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anders, aber sehr gut!
Habe mir mit Verspätung die aktuelle RW gekauft.
Mir gefällt die Scheibe sehr gut, ist nicht alles typisch Running wild wie zB. die letzten drei Tracks,
aber unverwechselbar Rw (die ersten drei Tracks).
Alle Stücke sind im Mid- Tempo Bereich angesiedelt, ein schnelles Stück fehlt, macht aber nix!
Ich finde sie um Längen besser...
Vor 16 Monaten von Christian veröffentlicht

versus
40 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen RUNNING WILD goes Hard Rock. Gut oder nicht?
Sodele, hier ist es nun, das Comeback-Album auf das Fans ewig (ähm) warten mussten...

Ok, lassen wir die Ironie mal außen vor und widmen wir uns der Frage, ist "Shadowmaker" das perfekte Comebackalbum und in welche Phase der Band kann man es einsortieren?

Zunächst möchte ich aber kurz mal was loswerden.
Ich finde es eine...
Veröffentlicht am 20. April 2012 von Alex Panz


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40 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen RUNNING WILD goes Hard Rock. Gut oder nicht?, 20. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Shadowmaker Ltd. (Audio CD)
Sodele, hier ist es nun, das Comeback-Album auf das Fans ewig (ähm) warten mussten...

Ok, lassen wir die Ironie mal außen vor und widmen wir uns der Frage, ist "Shadowmaker" das perfekte Comebackalbum und in welche Phase der Band kann man es einsortieren?

Zunächst möchte ich aber kurz mal was loswerden.
Ich finde es eine bodenlose Frechheit, wenn hier Leute doof von der Seite angemacht werden, nur weil sie dem Album ein oder zwei Sterne geben. Schon mal was von eigener Meinung gehört? Wenn ein Fan von dem Album enttäuscht ist, hat er auch das Recht dies hier niederzuschreiben, ohne gleich mit Sprüchen wie "Du hast keine Ahnung von Metal oder von RW", "Du bist altbacken" etc. bombardiert zu werden. Sowas ist mehr als peinlich und kindisch. Jeder soll hier das schreiben, was er persönlich von dem Album hält und wer damit ein Problem hat, soll sich halt raushalten; Punkt!
Affig, genau wie diese 2-3 Zeilen Rezis. Dann laßt es lieber gleich!

Ich bin seit 1989 beinharter RW Fan und hab die Band auf der "Welcome To Port Royal" Tour zum ersten mal gesehen, da war's um mich geschehen. Genau aus diesem Grund, gehe ich mit dem Album auch etwas kritischer um und bilde mir meine eigene Meinung, unabhängig von Anderen Rezis oder was weiß ich.

Für die Leute, die mit "Shadowmaker" in das Schaffen von RW einsteigen, möchte ich kurz die bisherige Schaffensphase in 4 Phasen einteilen, um später das aktuelle Album in die entsprechende einzuteilen.

Da haben wir zum einen, die 1. Bandphase, die "Black Metal" Phase.
Ja, liebe Leute, auch wenn's schwer fällt, RW galten in ihrer Frühphase, "Gates To Purgatory" und "Branded & Exilded" als Black- oder Satanic Metal, noch lange bevor Panda-Gesichter und Krächzen aktuell wurde. Viele sind der Meinung, dass die Band in dieser Phase noch die eigene Identität am suchen war, welche dann mit der 2. Phase, der "Piraten" Phase von "Under Jolly Roger" bis hin zur "The Rivalry" gefunden wurde. Für nicht grade wenige, incl. Mich, gilt genau diese Phase als das kreative Hoch von RW und Einsteiger sollten auch def. damit anfangen. Danach gab es dann die 3., die "Durchschnittlich" Phase mit "Victory" welche ziemlich schnell in die 4. "We Are Slowly Drifting Into Infinite Belanglosigkeit" Phase mit "The Brotherhood" und "Rogues en Vogue" ein jähes Ende fand, und auch zu Recht als die kreativ schlechteste gilt. Sorry, aber wenn schon die beiden Bonussongs der "Rogues" die Besten auf dem sehr schlecht produzierten Album sind, dann läuft irgendwas falsch.

Kommen wir also zurück zur Anfangsfrage:
Kann "Shadowmaker" das hohe Niveau halten und ist es ein Comeback nach Maß?

Sehr schwer und zwiespältige Angelegenheit.
Der Sound ist definitiv besser als auf den letzten beiden Scheiben, was schon mal sehr positiv ist. Allerdings muss man ganz ehrlich sagen, wer wirklich glaubt, hier trommelt ein Schlagzeuger aus Fleisch und Blut, hat was an den Ohren und sollte def. weniger getriggerten Dumsample Metal hören. Diese ganze Angelo Sasso Geschichte war an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Wie ein schöner aktueller Drumsound geht, zeigen ANGEL WITCH auf ihrem aktuellen Album. Dennoch hört sich der Drumsound wesentlich besser an als auf den beiden Vorgängern, also lassen wir das Thema jetzt mal.
"Piece Of The Action" (Fühlt sich hier noch jemand an Billy Idol erinnert?), "Riding On The Tide" und "I Am Who I Am" sind typische 90er RW Songs, die gar nicht mal so schlecht sind. Allerdings fällt die Platte danach ab, was im schmalzigen "Me & The Boys" gipfelt. Sorry, aber so ein Song passt einfach nicht zu RW. Wenn ich sowas hören möchte, ziehe ich mir die entsprechenden Bands aus dem Regal. Bei "Dracula" versucht Rolf wieder an lange Klassiker Songs wie "Treasure Island" oder "Genesis" anzuknüpfen, was ihm auch hier leider nur teilweise gelingt. Immerhein einer der Besseren Songs auf dem Album.

Ich persönlich würde das Album direkt nach "The Rivalry" einordnen. Viele sind ja der Meinung, dass "Shadowmaker" das Beste Album seit der "Rivalry" ist, und dem kann ich nur zustimmen

Ich möchte aber nochmal hervorheben, das wir hier von RW sprechen, meiner Alltime Fave Band, und da ist ein "Gutes" Album für mich persönlich im Jahr 2012 einfach nicht genug. Das Rolf nicht mehr an die frühen Klassiker anschließen kann, war eigentlich von Anfang an klar, ABER, hätte Rolf eine richtige Band um sich, die gemeinsam Songs schreibt, vielleicht sogar auch mit Ex.-Mitgliedern, hätte der gute Mann hier ein Album zaubern können, was selbst den alten Fans die Kinnlade runterklappen läßt.

Mir persönlich ist das Album im direkten Vergleich mit den Klassikern zu fröhlich und ich vermisse einige Besondere Trademarks bei den Songs. Selbst in der Vergangenheit hatten RW Hard Rock Songs, die aber kamen durch eine bessere und gleichzeitig dreckigere Produktion viel besser rüber.

FAZIT:
So schlecht, wie viele das Album machen, ist es definitiv nicht.
Aber um Himmels Willen auch kein 5 Sterne Album.
Wir wollen da mal lieber die Kirche im Dorf lassen. Ich hab das Album jetzt öfter gehört als "Rogues" und "Brotherhood" zusammen und muss selbst einiges von meiner Seite revidieren. Aber 5 Sterne bekommt es mit Sicherheit nicht. Es ist gut, nicht mehr und nicht weniger.
Von daher sind 3 Sterne mehr als angebracht!

Aber das Cover...Rolf, DAS COVER..........
Was ich Rolf dennoch sehr hoch anrechne ist, dass er sein Ding durchzieht und sich von niemandem reinreden lässt. Hut ab dafür. Beim nächsten Album noch ein bissl mehr an dem orientieren, was die alten Fans wollen und man kann mit einem tollen Album rechnen!

Noch kurz was zur limitierten Groß-Box:

Diese beinhaltet die CD/DVD Kombo in einem schwarzen Jewelcase mit silbernem Aufdruck. die Bonus DVD ist meiner Meinung nach komplett überflüssig, da sie eine spielzeit von noch nicht mal 25 Minuten hat. Knapp 11 Minuten erzählt Rolf was zu jedem Track, der Rest soll ein "Making Of" sein, was aber nur Schnipsel aus dem kleinen Studio zeigt. Bild und Sound sind unterstes Amateur Niveau; muss sowas sein?
Die Doppel LP besitzt leider KEIN eigenes Cover, was ich sehr schade finde.
Des weiteren sind noch ein sticker, eine Postkarte, ein Poster sowie ein "Buch" enthalten, bei dem es sich um ein dickeres LP Inlay handelt. Die Bezeichnung Buch ist hier leider komplett falsch. Es enthält eine lieblos runtergenudelte Banbio in d und E, sowie einige rare Fotos aus der Band history, sowie einige, wie ich finde, verzichtbare Fan Pics!
Die Box ist somit nur den die Hard Fans zu empfehlen, Andere könnten ob derem Inhalt enttäuscht sein!
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine vertane, vielleicht letzte Chance., 21. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Shadowmaker Ltd. (Audio CD)
Glaubt man einigen Rezensenten, muss diese CD ausweislich der massenhaften 5-Sterne Reviews ja ein Album der Extraklasse sein, das es ohne weiteres mit den Klassikern (und das waren nicht wenige) der "Band" aufnehmen kann. Gates to Purgatory, Under Jolly Roger, Port Royal, Death or Glory & Blazon Stone. Alleine diese fünf Alben (die späteren sind mir nicht mehr sonderlich gut bekannt) VERBIETEN aus rein logischen, naturgesetzmäßigen und nicht mehr mit Geschmack-Gelaber zu relativierenden Gründen eine Bewertung mit 5 Sternen, da man sonst das hier anzulegende Bewertungssystem konterkarieren würde.

Um einen angemessenen Abstand zu den o.g. Juwelen des Teutonen-Stahls einzuhalten, darf dieses Schlafzimmer-Studio Einmann-Projekt Drumcompter Album maximal vier, eher drei Sterne erhalten, wenn man mal die im Vergleich eher schwächeren, aber per heute immer noch besseren Alt-Werke hinzunimmt.

Natürlich verdient diese CD auch nicht nur einen Stern, denn dafür ist RnR einfach dann doch ein zu guter Musiker, der definitiv weiterhin sein Instrument wie Gesang beherrscht und auch gute, gefällige und spannende Arrangements schreiben kann.

Leider war das, was er zum arrangieren hatte reichlich luf(s)tlos, uninspiriert und altbacken. Der Sound ist meinetwegen sogar passabel, ein schöner trockener "Klampfe in Marshall JCM800" Sound ohne viel Schnickschnack. Die Drums, ja die Drums. Sind solide und ich habe schon schlechtere, nervigere Samples bei getriggerten Kits gehört, die von Menschen bedient worden sind. Da eh alles quantisiert wird, ist es heute eigentlich latte, ob da ein Mensch in den Credits steht oder nicht. Für mich kein sonderlicher Aufreger.

Der Fehler, den Rolf gemacht hat, war auch nicht, nach dem offiziellen Abgang sehr schnell wieder eine "Reunion" zu machen. Geschenkt. Der Fehler war, es nicht noch einmal mit einer echten Band zu versuchen. Natürlich kann man alles alleine machen. Aber so klingts auch. Meine Güte, alleine die geilen Bassläufe von Jens Becker, das Powerdrumming von Jörg Michael (Stefan Schwarzmann & Ian Finlay nicht vergessen) oder die Sidekicks wie "Maijk Moti" an der Klampfe - alle diese Konstellationen haben einen ungeheuren kreativen Output geliefert. Auch wenn z.B. jede CD von Death in einer anderen Besetzung eingespielt worden ist, hat Chuck Schuldiner stets erlesene Leute um sich versammelt. Das müsste auch hier bei einer der profiliertesten deutschen HM Combos doch möglich gewesen sein.

Aber Rocky wollte nicht. Er wollte offenbar keine Band, keine große Produktion und er wollte zur der Produktion keine Angaben machen. Gut. Ich will auch nicht und zwar nicht diese CD hören, da hier nichts von dem drauf ist, was RW einst so besonders gemacht hat. Gut, ein passable Metal Nummern sind schon am Start, aber wenn ich die Platte unter der der Ansage von Rolf kaufe "stärkste Platte seit Jahren (ok - too easy), wenn nicht aller Zeiten", dann fühle ich mich schon etwas verhohnepiepelt. Naja, schauen wir mal wie das Album und ggf. Konzerte so laufen. Nimmt man die frenetischen Sternewerfer, müsste die Platte ja verkooft werden wie jeschnitten Brot. Wenn nicht, besteht die Gefahr, dass hier zu viel Glaubwürdigkeit für einen weiteren Versuch verschenkt wurde.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Besser als die letzten Alben, aber noch lange nicht so gut wie die Klassiker, 13. Mai 2012
Von 
Sascha Hennenberger "SasH" (Renchen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Shadowmaker Ltd. (Audio CD)
Bereits seit 20 Jahren bin ich Running Wild Fan und gerade Alben wie Death Or Glory, Blazon Stone, Pile Of Skulls und Black Hand Inn zählen zu meinen Lieblingsalben. Die letzten Scheiben wie gerade "Rogues en Vogue" waren aber nur noch halbherzig zusammengeschustert. Man merkt, dass Rolf Kaspareck das Sologehabe nicht so liegt, da in Zeiten, in denen Running Wild noch als Band fungierten viel homogener klangen.
Dennoch habe ich mich auf dieses Album gefreut, da der Mainman ankündigte, dass "Shadowmaker" wieder mehr zurück zu den Wurzeln gehen soll. Annähernd kann man auch mehrere Ideen erkennen, die nach älteren Songs klingen. Was ich aber schmerzlich vermisse, sind die famosen 16tel Twinleads, die treibenden Doublebass (und nicht das billige Gewummer von Angelo Sasso - sorry, aber das hier wieder ein Drumcomputer am Werk ist, ist unshcwer zu erkennen) und die prägnanten Melodien.
Aber es gibt ein Schimmer am Horizont, denn Songs wie "Sailing Fire", "I am who I am", "Into the Black" und das über 7minütige "Dracula" lassen aufhorchen. Wollen wir nur hoffen, dass Herr Kaspareck sich noch mehr seiner Wurzeln besinnt und beim nächsten Album, sich wieder noch mehr an den Klassikern orientiert. Die richtige Richtung wurde schon mal eingeschlagen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Piratenkahn geht (noch) nicht unter, hat aber weiterhin mächtig Schlagseite!, 5. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Shadowmaker Ltd. (Audio CD)
Da heutzutage ja immer häufiger auf ein groß angekündigtes Band-Ende ziemlich zeitnah mit gleichem Tamtam präsentierte Re-Unions folgen, betrachte ich 'Shadowmaker' jetzt nicht unbedingt als das große RUNNING WILD Comeback sondern eher als eine weitere Veröffentlichung in einer langen Reihe von Alben, die zum Ende hin leider mehr als abgefallen ist. Natürlich stellt sich aber auch für mich die Frage, wo Rolf anno 2012 musikalisch steht. In vielen Rezensionen wurde bereits geschrieben, daß das aktuelle RW Output nicht völlig schlecht und qualitativ zumindest vor Belanglosigkeiten wie 'Rogue En Vogue' einzuordnen ist. Diese Meinung teile ich ebenso wie die Ansichten, daß ein von vielen erhoffter Paukenschlag allerdings ausgeblieben ist.

Hier die Bewertung der einzelnen Tracks:

1. Piece of the Action
Tolle Melodie, schöner Groove ' 'Piece Of The Action' ist durchaus ein gelungener Opener, nur hätten wohl viele eher eine Metalgranate als Einstieg und keinen Hardrock Song erwartet. Nichtsdestotrotz rockt der Song richtig gut und gehört mit den beiden folgenden Tracks für mich definitiv zu den besten Titeln des aktuellen Albums. 8/10

2. Riding on the Tide
Mein persönlicher Favorit auf 'Shadowmaker' und eins der wenigen Stücke, das zumindest ein kleines bisschen an die glorreichen Zeiten von RW anknüpfen kann. 'Riding On The Tide' blieb bei mir direkt im ersten Durchlauf hängen, und bei jedem Hören muß ich mit einem seligen Grinsen ständig an meinen RUNNING WILD-All-Time-Favorit 'Riding The Storm' denken. 9/10

3. I Am Who I Am
Hui, da hat wohl jemand das Gaspedal gefunden?! Hier geht doch tatsächlich mal etwas die Post ab. Und auch wenn der Song alles andere als perfekt ist, der Ausflug in etwas schnellere Gefilde tut gut und hebt 'I Am Who I Am' ein ganzes Stück über den Durchschnitt. Groovy!
8/10

4. Black Shadow
'Black Shadow' ist einer der schwächsten Tracks des Albums. Zäh und durchweg langweilig, wirken RUNNING WILD über die gesamte Spieldauer extrem lustlos. Kann man getrost unter den Tisch kehren. 4/10

5. Locomotive
Tönt wie ein beliebig austauschbares Hardrock-Liedchen, das man so schon tausendmal gehört hat. Braucht kein Mensch. 4,5/10

6. Me & the Boys
Cheesy-peinlicher Text hin oder vielfache Fan-Empörung her, für mich einer der Songs des Albums, der zumindest Spaß macht und auch nach mehrmaligem Hören als morgendliche Aufsteh- und-Gute-Laune-mach-Hilfe taugt. 7/10

7. Shadowmaker
Und noch ein Lichtblick(chen), der aus dem Durchschnitt ein wenig hervorsticht. Schönes Eingangsriff, es folgen viereinhalb Minuten schnörkelloser, Oldschool Heavy Metal. Sicher ist auch Shadowmaker kein absolutes RUNNING WILD Juwel, aber immerhin ein Halbedelstein und nicht nur Strass. 7,5/10

8. Sailing Fire
Wertung: Geht so. Der Track ist goutierbar, aber nach dem Hören wird man ihn direkt auch wieder vergessen. Kein Wiedererkennungswert, keine Höhepunkte, die besondere Akzente setzen. Da hätten RUNNING WILD wesentlich mehr draus machen können. 5/10

9. Into the Black
Nicht wirklich schlecht, aber trotzdem weder Fisch noch Fleisch. Es ist das gleiche Manko wie bei so vielen anderen Songs des Albums, irgendwie fehlt das gewisse Etwas, der letzte kompositorische Schliff, eine etwas spannendere Umsetzung. 'Into The Black' hat durch aus Potential ' schade das es nicht genutzt wird. 6/10

10. Dracula
Zum Schluß gibt es noch eine Portion 80ies Metal/Heavyrock mit Überlänge. Auch dieses Stück ist nicht wirklich schlecht aber viel zu belanglos, um von einem wirklich würdigen Abschluß sprechen zu können. 6,5/10

Produktion
Wesentlich besser als die beiden letzten Alben. 8,5/10

Artwork und Verpackung
Albumcover sind natürlich immer Geschmackssache. Ich persönlich mag das von 'Shadowmaker' überhaupt nicht, speziell der Schriftzug des Albumtitels ist ein echter Griff ins Klo. 4/10

Fazit
Unterm Strich bleibt zu sagen, daß meiner Meinung nach die alten Glanzzeiten von RUNNING WILD für das aktuelle Album unerreichbar bleiben. Im Gegensatz zu den beiden vorangegangenen Veröffentlichungen ist 'Shadowmaker' etwas besser einzuordnen, doch es bleibt ein im wahrsten Sinne des Wortes fader Nachgeschmack: zu viel Belanglosigkeit, zu wenig Einfallsreichtum, eine zu oft zu spürende Lustlosigkeit in der Umsetzung. Da bleiben am Ende nur der gute Durchschnitt und die Zweifel, ob RUNNING WILD es in Zukunft irgendwann noch einmal besser machen werden. We'll see'....

6,5/10 Gesamtwertung
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20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Schatzkästchen voller Plunder!, 21. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Shadowmaker Ltd. (Audio CD)
LECHUCKS REVENGE:
Manche Piraten sind einfach nicht totzukriegen. Anno 2005 datierte die letzte halbwegs erfolgreiche Beutefahrt des Ex-Metal-Oberpiraten Rolf Kasparek. Danach blieb der alte Seebär mitsamt seiner Crew der "Running Wild" im Trockendock und mied die rauhe See der Öffentlichkeit für Jahre. Während man auf eine neue Veröffentlichung wartete, wurde man zu zwischenzeitlich zudem noch mit Live-, Best of- und Tribute-Alben zugeschmissen, bis man sogar die alten Stücke nicht mehr hören konnte, immer in freudiger Erwartung eines neuen Longplayers, der die Durststrecke beenden würde.
2009 dann der Schock! Nach vierjähriger Wartezeit verkündete Kapitän Rock'n'Rolf den Ruhestand. "Running Wild" wurde abgetakelt und die Fans, noch immer in Erwartung einer neuen Scheibe stattdessen mit einer Handvoll zigmal durchgekauten Klassikern zurückgelassen. Als Krönung gab es zum Abschied dann noch mal ein Live-Album mit nochmal den besten Songs. Ein Abtauchen ohne Knalleffekt und ein ziemlich unspektakulärer Abgang für den bis dato unangefochtenen Herrscher der sieben Metallmeere.
Der Ruhestand von Kapitän Rolf, der nun des Songschreibens und -spielens müde war, bestand darin...Songs zu schreiben. Und zu spielen. Und zwar auf seiner dümpelnden Pensionsschaluppe namens "Toxic Taste", die es allerdings kaum aus dem Hafen schaffte, ohne abzusaufen. Dieses Nebenprojekt ist sang- und klanglos in dunklen Tiefen versunken.
Und so geschah es dann, dass das totgeglaubte Ex-Piratemetal-Phänomen "Running Wild" 2012 doch noch aus dem Reich der Vergessenheit zur Wasseroberfläche zurückkehrte und als auferstandenes Geisterschiff plötzlich wieder die Meere des Powermetal unsicher macht, während es Kurs auf den Glanz vergangener Tage nimmt.
Möglicherweise war es Käpt'n Rolf einfach zu langweilig im Nirwana der ehemaligen Rockgiganten. Möglicherweise fiel ihm aber auch auf, dass der Rentenschatz in seiner Pensionshöhle noch ein paar Fuß an Achtelstückchen mehr gebrauchen konnte. Was genau den säbelrasselnden Oldie letztendlich aus seinem selbstgewählten Exil von Davy Jones Hort zurück ins Kampfgetümmel der Chartplatzierungen trieb, werden wir wohl nie erfahren.
Wichtig ist im Moment erst einmal, dass der Jolly Roger wieder über dem Metal weht und der Altmeister der eingängigen Riffs und rockigen Shantys seine 40-Pfünder mit brandneuen Songs geladen hat, die nur darauf warten, mit voller Breitseite auf vorbeischippernde Metalfans abgefeuert zu werden! Also begeben wir uns ins Kielwasser der re-animierten "Running Wild" und werfen ein Ohr auf das, was die alte Karavelle an neuer Feuerkraft zu bieten hat.

SOUND OF THUNDER:
Schlägt man der titelgebenden Schattengestalt gegen das Helmchen und lauscht dem Sound, den der blecherne Tunichtgut von sich gibt, ohne gleich die tönenden Songs im Detail unter das kritische Hörrohr zu nehmen, ist man ersteinmal positiv überrascht. Das Gitarrenspiel auf der neuen Scheibe erreicht zwar nicht die Klasse von Songs wie beispielsweise der Riff-Referenz "Soulless", rockt aber um ganze Schiffslängen besser als das seelenlose Saitenspiel des mittlerweile greisen Vorgängers "Rogues en Vogue". Die rauhe Stimme des nautischen Wiedergängers Käpt'n Rolf hingegen schallt nicht ganz so kräftig wie gewohnt über die Brandung. Sie besitzt halt nicht mehr ganz die Durchschlagskraft wie noch zu alten Freibeuterzeiten. Hier hat die Produktion wohl mal wieder etwas zu viel gehobelt und den Gesang wie inzwischen üblich durch ein paar Filter zuviel geschickt. Des Öfteren plündert das Organ des Oberpiraten auch in ungewohnt hohen Stimmlagen, aber wenn man über das Deck eines Geisterschiffes spukt, gehört das wohl zum üblichen Repertoire. Größtes Sorgenkind aber bleibt nach wie vor das Trommelspiel. "Ähh...Studiomusiker!" ergänzen angeblich die Crew am Schlagzeug. Und auch wenn der Kapitän erneut versichert, dass diesmal Drummer aus Fleisch und Blut für das Getrommel verantwortlich seien, es klingt trotzdem wieder mal alles so, als würde der digitale Klabautermann den Rythmus schlagen und es zählt auch nicht, wenn durchaus menschliche Drummer mit ihren Sticks auf Notebook-Tasten getippt hätten! Wie auch immer die tiefen Frequenzen aber nun tatsächlich auf den Longplayer kamen wird wohl in den dunkelsten Ecken der Bilge verborgen bleiben. Fakt ist, dass das blecherne Schlagzeug durch seine Sterilität mal wieder die altbekannte Schwachstelle des Piratenseglers darbietet. Enttäuschenderweise ist zudem fast allen Songs gemein, dass sie leider ein wenig gemächlich durchs Gewässer dümpeln. Alle bisherigen Großtaten "Running Wild"s hatten diverse Skipper-Songs im Programm, die immer ein bisschen schneller unterwegs waren, als der powermetallische Durchschnitt. Der Schattenmacher allerdings segelt um etliche Knoten langsamer, als man es von "Running Wild" gewohnt ist. Es wird sich zeigen, ob es der Kahn auch in Schleichfahrt schafft, seine Beute einzuholen.

DAS ARTWORK:
Genauso rätselhaft wie schockierend stellt sich das Artwork der neuen CD dar. Wie eine schreckenserregende Galionsfigur verbreitet auch das aktuelle Plattencover bereits im Vorfeld Angst und Panik und kündet vom sich herannahenden Grauen des Schattenmacher-Vehikels. Wer ist dieser silberne Typ dessen futuristischer Helm als Sinnbild des neuen Longplayers herhalten muss und der auf den ominösen Kosenamen "Shadowmaker" hört? Mitnichten erblicken wir hier, wie oft spekuliert, das Portrait des unehelichen Sohnes von Dumbo und Darth Vader. Den Aufzeichnungen altehrwürdiger Chronistenmönche zufolge, kann es sich hier nur um einen handeln: Angelo Sasso höchstselbst nämlich, das lustige Maskottchen der "Running Wild", welches seit Kapitän Rolfs Victory über seine eigenen Wurzeln unzertrennbar mit dem hanseatischen Komponisten-Korsaren verbunden ist wie der Papagei mit Blackbeards Schulter. Etliches Seemannsgarn spinnt sich in allen Häfen der Welt um diesen rätselhaften Klabautermann. Unser Rolf wird dieses digitale Gespenst einfach nicht los und ganz ehrlich, wir würden es doch vermissen, wenn unser aller liebster Trommelschläger nicht mehr um Rolfs Kapitänsmütze spuken würde und wir die Mär um den Paukenspieler, der so gerne ein echter Junge sein wollte, nicht mehr zum Besten geben könnten...oder?

SHADOWMAKER, SHADOWMAKER, MAKE ME A HIT..:
Öffnen wir also Kapitän Rolfs verstaubte Schatztruhe und ergötzen uns an Gold und Geschmeide. Lasst uns wie ein Seehung hinein springen, wie ein Maulwurf hindurchtauchen und es uns auf unsere Glatze prasseln!

Piece of the Action:
Der Opener zeigt gleich wo es lang geht, die Action bröckelt stückchenweise aus dem Lautsprecher, als hätte es die letzten sieben Jahre nicht gegeben. Piece of the Action klingt, als würde die "Brotherhood" dort weitermachen, wo sie aufgehört hat. Im Ohr bleibt von der Aktion allerdings wenig hängen. Aber wenigstens bietet hier das Schlagzeug noch einen satten Sound. Das hat sich mit Ende des Songs dann für den Rest des ALbums schon erledigt.

Riding on the Tide:
Arrrrr!!! Auch wenn die Wellenfahrt für "Running Wild"-Verhältnisse eher träge und lustlos daherkommt, vernimmt man nach Jahren der Abstinenz endlich mal wieder einen zumindest halbwegs anständigen Piratensong von Kapitän Rolf! Auch wenn das Stück nicht die Klasse von "Pirate Song" und schon gar nicht von Klassikern wie "Privateer" erreicht, lebt hier ein Stück Nostalgie wieder auf! Auch wenn die Hookline die typische Eingängigkeit vermissen lässt. "Hail to the Wind, hooray to the Glory" hieß es noch im "Pirate Song" auf "Brotherhood". In "Riding on the Tide" auf "Shadowmaker" heißt es nun "We are one with the Wind, one with it's Glory". Schon klar, man kann das Steuerrad nicht immer neu erfinden, aber ein bisschen dezenter könnte man schon bei sich selbst plündern.

I am who I am:
Eines der einsamen Highlights des Albums. Das Stück in dem Rolfie ein wenig in Selbstbeweihräucherung badet bietet rockigen Sound und einen munteren Refrain. Der erste Ohrwurm dieses Albums!

Black Shadow:
Beim Klabautermann, was für ein Murks!?!? Der schwarze Schatten berichtet uns in seinen Lyrics, wie furchtbar doch die heutige Zeit ist, wie verblödet wir alle durch moderne Medien sind, wie mies unser Essen ist und dass selbstverständlich hinter allem eine böse Verschwörung steckt. Das Bands wie "Gamma Ray" regelmäßig ihre ansonsten astreine Tracklist durch Moralpredigten wie "Mother Earth" verhunzen ist ja bekant. Auch die teutonische Combo "Metalium" besiegelte mit ihrem moralisierenden "Früher war alles besser"-Bio/Öko-Album "Daemons of Insanity" ihren wohlverdienten Untergang. Aber ich hätte nie gedacht, dass auch mal "Running Wild" uns mit so einer Biobauernhofnummer kommen würde. Zudem dümpelt der Rythmus des Liedes derart träge vor sich hin, dass man beim Hören dauernd das Bedürfniss verspürt, den Song anzuschieben. Zu langsam, zu langweilig und ganz allgemein strunzdämlich. Der Tiefpunkt dieses Albums.

Locomotive:
Die Lokomotive bringt dann wieder etwas mehr Schwung in Sache. Ganz netter Sound, annehmbarer Refrain, im Großen und Ganzen also saust die Eisenbahn recht ordentlich über die Schienen. Mehr kann man dazu nicht sagen.

Me & The Boys:
Überraschenderweise der zweite Ohrwurm dieses Albums! Ein wenig seicht, aber eingängig. Eine Lobeshymne auf eine fiktive Band, wahrscheinlich um dem schlechten Image des Soloprojektes "Running Wild" ein wenig gegenzusteuern.

Shadowmaker:
Auftritt des apokalyptischen Hauptdarstellers! Zwar keine Glanzleistung, aber zumindest einer der spärlichen Höhepunkte des Albums. Die Mär um den mysteriösen Rächer, der die Welt vom Bösen säubert und die Seelen aller Schurken einholt, hat Rolf sich aus der Offenbarung des Johannes entliehen. Trotz des religiösen Gedöns kann sich der Song hören lassen. Seltsam nur, dass es hieß, wenn "Shadowmaker" veröffentlicht wäre, man diesen Titeltrack hören und die Lyrics kennen würde, würde sich eindeutig klären, warum das miserable Coverdesign sein musste! Nun ja, das Album ist draußen, der Song ist gehört, die Lyrics gelesen, sogar die Kommentare zum Lied habe ich mir auf der Bonus-DVD angesehen, aber warum das Cover so pottenhässlich sein muss, erschließt sich mir noch immer nicht.

Sailing Fire:
Nochmal zur See! Der zweite Hochseesong des Albums allerdings segelt im Mittelmaß. Der Song könnte so wie er ist vom Album "Rouges en Vogue" gefallen sein. Das Stück ist ganz okay, reißt einen aber nicht vom Schemel.

Into the Black:
Mitten ins Schwarze? Von wegen, der vorletzte Track füllt lediglich gegen Ende nochmal das Album etwas auf. Gewohnt routiniert komponiert, aber ohne Überraschungen.

Dracula:
Bluäährrr! Während der Archetypus des weicheiernden Softie-Möchtegern-Vampirs in der aktuellen Popkultur gerade dem gesamten Blutsaugermythos den Pflock ins Herz rammt, gräbt Käptn'n Rolf nocheinmal den Urvater der Halsbeißer aus und widmet ihm ein 7-Minuten Stück. Wohl ein Gefallen von einem wiederauferstandenem an den anderen. Die Ode an den Schatten der die Nacht durchflattert reicht zwar nicht an das kongeniale "The War" heran, dass als ellenlanges Ausnahmestück seinerzeit die "Rouges" kurz vor Ende noch mal vor dem Totalausfall bewahrte, ist aber ein guter, origineller Song und der Geheimtip im Arsenal des Shadowmakers.

Nach eingehender Schätzung stellt sich leider heraus, dass "Running Wild"s Schatztruhe größtenteils mit Modeschmuck gefüllt ist, und die wenigen tatsächlichen Preziosen von geringem Wert sind. Man könnte meinen, Käpt'n Rolf hat alles zusammengeklaubt, was von "Brotherhood" und den "Rouges" noch übrig war und dann ohne großes Aufpolieren zum "Shadowmaker" zusammengesetzt. Manche definieren die Hochzeit "Running Wild"s in der Ära von "Black Hand Inn" bis "Rivalry". "Shadowmaker" klingt im Grunde wie alles, was danach kam. Mit der Ausnahme, dass üblicherweise jedes Album mindestens ein oder zwei Ohrwürmer hatte, die auch heute noch immer wieder gerne aufgelegt werden. Ob irgendetwas vom Schattenmacher länger als den nächsten Monat wird überdauern können, ist hingegen mehr als fraglich.

FAZIT:
Nach eigener Aussage hat Rock'n'Rolf an keinem der Songs länger als eine halbe Stunde geschrieben!
Das mag dem Album seinen spontanen Charakter verleihen, aber für das Prädikat "spontan" läuft dieses Album mindestens 5 Jahre zu spät im Hafen ein!
Kommodore Kasparek hat die lange Zeit auch leider nicht genutzt, um die gute alte "Running Wild" im Dock von Grund auf zu renovieren, die zahlreichen morschen Stellen auszubessern, den Rumpf seines Flaggschiffes komplett von unkreativen Muscheln zu säubern und den Glanz alter Freibeutertage wieder herzustellen um die betagte Galleone zumindest generalüberholt erneut auf Kaperfahrt zu schicken. Stattdessen verstaubte der alte Seelenverkäufer in den letzten Jahren augenscheinlich noch mehr und in diesem Zustand hat die alte Fregatte mit den hohen Wellen der Erwartung die ihr entgegenschlagen schwer zu kämpfen. Nach einer so langen Zeitspanne hätte man eben man nichts geringeres als ein [hier schlimmen Seemansfluch einsetzen] Meisterwerk erwarten dürfen. Dass die Realität diesem Anspruch nicht genügen würde, war abzusehen. Und so zeigt sich zwar nicht wie erhofft, aber wie durchaus erwartet auch "Shadowmaker" als typisches "Running Wild"-Album im Stile der Post-Rivalry-Ära von "Victory" bis "Rouges". Es dominiert in den Songs der typische "Running Wild"-Sound, die Masse der Songs kreuzt im soliden Mittelmaß, zu wenige Stücke aber ragen knapp über den mittleren Tidenhub hinaus und können auch keinen Wiedererkennungseffekt hervorrufen und erst recht keine Langzeitmotivation erzeugen.
Wäre dieses Album vor 5 Jahren erschienen, hätte man es wohlwollend als "Beim nächsten Mal dann eben wieder"-Füllstoff des Back-Kataloges von "Running Wild" akzeptiert und mit ihm die Wartezeit auf das nächste, vielleicht endlich wieder bessere Album überbrückt. Aber als Comeback- und Reunion-Album schafft es der neue Longplayer nicht, weder den Status einer triumphalen Rückkehr, noch eines soliden Neubeginns zu erfüllen, sondern wirkt vielmehr wie eine Restlieferung alten Schiffzwiebacks, der vor sieben Jahren bereits wenig schmackhaft gewesen sein mag, inzwischen aber das Mindesthaltbarkeitsdatum um einige Epochen überschritten hat.
Zudem kennen nach Jahren der Flaute viele Metalfans jüngeren Datums "Running Wild" überhaupt nur aus Mythen und Legenden die von betagten Hochseepiraten zum Besten gegeben werden. Wäre dies der Stapellauf von "Running Wild" gewesen, die Band hätte es nie in die Annalen der Rockgeschichte geschafft. Neue Crewmember für die Fangemeinde rekrutieren zu können, dürften Rock und Rolf daher schwer fallen. Den Zweck allerdings , in Freibeuterveteranen einige nostalgische Gefühle zu wecken und ein wenig den Geist der vergangenen Kaperfahrt heraufzubeschwören, erfüllt der Schattenmacher durchaus. Auch wenn die glorreichen Tage, in denen der Jolly Roger über den Charts wehte, längst vorbei sind, der "Shadowmaker" lässt noch einmal den Schatten vergangener Abenteuer über uns hinwegziehen und wird bei dem ein oder anderen Ex-Crewman sicher ein sentimentales Tränchen unter der Augenklappe hervorlocken.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anders, aber sehr gut!, 21. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Shadowmaker Ltd. (Audio CD)
Habe mir mit Verspätung die aktuelle RW gekauft.
Mir gefällt die Scheibe sehr gut, ist nicht alles typisch Running wild wie zB. die letzten drei Tracks,
aber unverwechselbar Rw (die ersten drei Tracks).
Alle Stücke sind im Mid- Tempo Bereich angesiedelt, ein schnelles Stück fehlt, macht aber nix!
Ich finde sie um Längen besser als die letzten (3) Alben.
Running wild Fans werden etwas kritisch sein, Freunde guten Metals werden die Scheibe mögen!
Unbedingte Kaufempfehlung!!!
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen sehr zwiespältig..., 3. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Shadowmaker Boxset (Audio CD)
Ich muß direkt vorausschicken, daß ich Running wild- Fan bin und mir das Boxset alleine schon deshalb zulegen mußte, um meine Sammlung komplett zu haben. Das Boxset ist auch richtig schick gemacht, mit tollem Fotobuch und schöner Gestaltung. Das Problem ist nur die Musik... Alles, was Running wild mal auszeichnete fehlt hier. Schnelle, melodische Speednummern? Fehlanzeige. Stattdessen lieblos zusammengeklöppeltes Gedudel,lahmarschige Hardrocker, völlig belanglos und vom musikalischen Anspruch her leider genauso wie von Rolf beschrieben: an keiner Nummer länger als 30 min komponiert. Das hört man... So finden sich insgesamt 3 Nummern, die Herr Kasparek früher vielleicht mal als B-Seite verbraten hätte, der Rest ist eigentlich unter dem Banner RW als Frechheit zu bezeichnen. Lieblos, leidenschaftslos, mit drögen, schlaffen Gitarren, einem wieder mal langweilig programmierten Angelo Sasso und einer erschreckend dünnen Stimme von Rolf. Von mir aus hätte man das als Toxic Taste oder sonstwas durchgehen lassen können, einem Running wild- Album ist das unwürdig. Das beste Album seit langem? Klar, es gab ja in den letzten 10 Jahren nur die "Rogues en vogue".... Und da von besser zu sprechen... Das einzige Album, das definitiv schlechter ist, ist "The brotherhood". Sorry Rolf, das war nix- bitte das nächste Mal deutlich besser oder laß die Jolly Roger auf dem Meeresgrund...
5 Punkte für das Boxset, aber nur 2 für die Musik!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Rolf war schonmal besser, 14. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Shadowmaker Ltd. (Audio CD)
Es ist völlig unbestritten, dass Rolf Kasparek und RUNNING WILD den (deutschen) Metal maßgeblich geprägt haben. Unzählige Bands orientier(t)en sich am Sound der Hanseaten. RUNNING WILD hatten schon Legendenstatus, bevor Mitte der Neunziger dann irgendwie die Luft raus war. Platten wie “The Rivalry” oder “Victory” hatten zwar noch die typischen Trademarks zu bieten, waren aber lange nicht so zwingend und mitreißend wie Klassier der Marke “Port Royal”, “Death Or Glory” oder “Black Hand Inn”. Nach dem Aus im Jahr 2009 und dem, von Fans wenig geliebten, Projekt TOXIC TASTE, verkündete Rolf im Oktober 2011, dass er RUNNING WILD reformieren möchte. Das Ergebnis dieser Reunion hört nun auf den Namen “Shadowmaker”.

Da im Vorfeld aus dem Bandumfeld kolportiert wurde, dass sich das neue Album wie eine Mischung aus “Pile Of Skulls” und “Masquerade” anhören würde, war die Messlatte natürlich sehr hoch angesetzt. Fakt ist, dass RUNNING WILD auf “Shadowmaker” einen sehr viel besseren Sound als auf den letzten Veröffentlichungen fahren. Die Gitarren sind schön hart und das Schlagzeug klingt auch endlich wieder nach einem Instrument, obgleich natürlich Samples benutzt wurden – aber welche Band macht das heutzutage nicht? Produktionstechnisch hat Rolf schon einmal alles richtig gemacht.

Bleibt also noch die Frage, wie denn die Songs eigentlich klingen. Immerhin hat Rolf das Album in einer relativ kurzen Zeitspanne geschrieben. Das hört man den Songs auch teilweise an. Gleich die erste Nummer “Piece Of The Action” wird die Fangemeinde auf eine harte Probe stellen, denn die BILLY IDOL-mäßigen Strophen klingen wenig bis gar nicht nach RUNNING WILD, dass damit sicherlich viele Fans ein Problem haben dürften. Der Refrain geht zwar gut ins Ohr, dafür vermisst man auf der anderen Seite aber eines der wichtigsten Trademarks von Rolf bei dem Song, das abwechslungsreiche und packende Riffing, das die Songs von vorherigen Alben bestimmt hat. Früher hätte es eine solche Nummer mit knapper Not auf eine B-Seite geschafft. Als Opener völlig untauglich. “Riding On The Tide” kann da schon mehr. Interessante Rhythmik in den Strophen und ein Refrain, den man auch als solchen bezeichnen kann. Definitiv eine der besseren Nummern auf “Shadowmaker”. Gleiches gilt für das folgende “I Am Who I Am”, “Sailing Fire” und insbesondere für den Titeltrack, der auch auf “Pile Of Skulls” eine gute Figur gemacht hätte. Auch hier spürt man so etwas Ähnliches wie ‘das alte RUNNING WILD-Feeling’.

Auf der anderen Seite kranken aber auch sehr viele der Songs daran, dass sie nicht so wirklich nachhaltig sind. Die Riffs von Rolf packen den Hörer nicht so sehr, wie sie es in der Vergangenheit getan haben. Riffs wie in “Riding The Storm”, “Metalhead” oder “Raging Fire” jagen einem beim Hören auch immer noch eine Gänsehaut über den Rücken und man kann sie im Schlaf mitsingen. Dieses Kaliber an Riffs geht “Shadowmaker” (dem Album) völlig ab. Wenn dann das Riffing doch mal richtig spannend wie in “Dracula” ist, gibt Rolf dem Song keinen Refrain. Das ist zwar Absicht, wie er im Interview erzählt, dem Stück fehlt dadurch aber etwas um ihn zu einem Volltreffer zu machen. Völlig aus dem Albumkontext gerissen ist hingegen das arg klischeehafte “Me & The Boys”. Der Song wurde ursprünglich für das TOXIC TASTE-Projekt geschrieben, war dafür aber zu hart. Im RUNNING WILD-Kosmos funktioniert die Nummer aber auch nicht und wirkt wie ein Fremdkörper auf dem Album.

Irgendwie ist man hin und her gerissen. “Shadowmaker” ist sicherlich nicht das schlechteste RUNNING WILD-Album. Nach der fulminanten Ankündigung enttäuscht es aber doch ein wenig. Einige der wichtigen alten Band-Trademarks sind fast nicht existent und irgendwie hat sich die Musik von RUNNING WILD auch schon einmal kreativer angehört. Das mag daran liegen, dass Rolf beim Songwriting sehr auf Spontanität gesetzt hat und einige Songs dadurch vielleicht etwas unausgegoren klingen. Das ist aber Spekulation, verifizieren kann ich das an dieser Stelle nicht. Unter dem Strich bleibt also festzustellen, dass “Shadowmaker” an die Klassiker nicht heranreicht, einem Album wie “Victory” aber durchaus das Wasser reichen kann.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Streckenweise ordentliches Album, das nicht ganz meine Erwartungen erfüllt, 25. April 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Shadowmaker Ltd. (Audio CD)
Als ich das Comeback von RW in den letzten Monaten verfolgt habe, ist mir immer wieder aufgefallen, wieviel Potenzial in der Marke RW steckt, weil es leider nicht ansatzweise ausgeschöpft wurde. RK hätte sich einfach an ein paar Weggefährten vergangener Zeiten wenden können, wie bspw. Maijk Moti, Preacher, Jens Becker oder Jörg Michael und dann mit einer ordentlichen Marketingaktion, wie bspw. ein paar Konzerten, die Wiedergeburt der Band verkünden können, um dann ein neues Album aufzunehmen, das der Tradition der Band alle Ehre macht. Losgelöst von der Bewertung des neuen Albums mochte bei mir deshalb einfach keine richtige Aufbruchstimmung aufkommen.

Als ich Shadowmaker die ersten Male hörte, war ich doch ein Stück weit positiv überrascht. Wohl gerade deshalb, weil ich aufgrund der die Art und Weise des Comebacks keine allzu hohen Erwartungen hatte. Es gibt immer wieder Momente auf dem Album, die mir richtig gut gefallen und die auch, wenn nicht typisch RW zumindest typisch RK sind. Besonders gut gefallen mir Piece Of The Action, Black Shadow, Shadowmaker und Into The Black. Nun müsste ich ich in Anbetracht der letzten Veröffentlichungen von RW eigentlich anfangen zu jubeln, zumal ein Totalausfall auf dem Album auch nicht zu finden ist und die Produktion auch in Ordnung geht. Ich habe aber die Neuveröffentlichunng zum Anlass genommen, meine alten RW-Platten herauszukramen und noch einmal auf den Plattenteller zu legen. Begonnen habe ich mit Blazon Stone, danach habe ich komplett Death Or Glory, Pile Of Skulls und Black Hand Inn gehört, um dann noch einmal Shadwomaker aufzulegen. Dadurch habe ich folgende Erknenntnis erlangt. Shadowmaker bleibt zwar ein ordentliches Album, es kann aber in jeder Hinsicht, sei es nun das Songwriting oder die Produktion, nicht mit den oben zitierten Sterntunden der Band mithalten. Und das meine ich jetzt wohlgemerkt nicht so, weil das neue Album von der Tendenz rockiger und ein wenig langsamer ist, sondern weil ihm einfach ein stückweit die Qualität fehlt.

Als Fazit kann ich festhalten, dass ich den Kauf von Shadowmaker keineswegs bereue. Das Album macht durchaus Spass und hat einige richtig gute Titel. Wenn man das Album nun aber mit anderen Werken von RW vergleicht, kann ich es zwangsweise gar nicht besser als mit 3 Sternen bewerten, da alles andere nicht den alten Scheiben gerecht werden würde. Wenn Black Hand Inn und Death Or Glory nach meiner Einschätzung 5 Sterne verdienen sowie Pile Of Skulls und Blazon Stone 4 Sterne, dann kann Sahdowmaker nicht mehr als mit guten 3 Sternen bewertet werden.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen gute Handwerksarbeit, 22. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Shadowmaker (MP3-Download)
das Album ist kein Brüller aber auch kein Schrott. Man darf das Album nicht mit anderen Alben vergleichen, sondern sollte es schon eigenständig sehen. Ist solide Musik irgendwo zwischen Metal und Hardrock. Geht ganz gut ins Ohr, Rolfs Stimme erkennt man immer noch sofort und macht schon Spaß beim hören.
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Shadowmaker
Shadowmaker von Running Wild
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