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Kundenrezensionen

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Während sich Abgesandte der Republik und des Imperiums auf Alderaan bemühen ein Friedensabkommen zustandezubringen fällt eine Streitmacht der Sith über Coruscant her, legt den Jedi Tempel in Trümmer und tötet den Obersten Kanzler. Doch was geschah in diesen Tagen wirklich und vor allem welche Rolle spielte Darth Malgus, der Bezwinger des Jedi Ordens in ihnen. Paul S. Kemps BETROGEN versucht eine Antwort auf diese Fragen zu geben.

Noch im Moment wo ihr einstiger Meister auf Coruscant der Klinge Malgus zum Opfer fällt schwört Jedi Ritterin Aryn Leneer Rache für die Gefallenen und lässt alles hinter sich, um zu einem persönlichen Kreuzzug aufzubrechen der ihre Karriere als Jedi aber auch den brüchigen Waffenstillstand mit den Sith zu einem abrupten Ende bringen könnte. Doch dazu muss Leneer erst einmal einen Weg vorbei an der Bockade um Coruscant finden und so verfällt sie auf Zeerid Korr, einen ehemaligen republikanischen Elitesoldaten, der zum Schmuggler werden musste. Der hat gerade die Chance seines Lebens bekommen, sollte es ihm nämlich gelingen eine brandheiße Ladung an der Blockade vorbeizuschmuggeln könnte er damit auf einen Schlag all seine Schulden begleichen. Etwas das der Kopfgeldjäger Vrath Xizor im Auftrag der Hutts unter allen Umständen verhindern soll. Währenddessen setzten Ereignisse ein, die Darth Malgus Loyalitäten und Mission für immer verändern werden...

Kemps BETROGEN ist keine Biografie des Sith Lords, wie sie sich etwa mit Drew Karpyshyns Darth Bane-Roman "SCHÖPFER DER DUNKELHEIT" vergleichen ließe. Der Roman nimmt die Ereignisse des ersten The Old Republic Trailers und des Webcomics BEDROHUNG DES FRIEDENS und verbindet diese mit einer eigenständigen Geschichte über Rache, Verrat und ein Katz- und Mausspiel vor dem Hintergrund nicht mehr abwendbarer Ereignisse. Da die Handlung nur einige Tage umfasst und man durch den Webcomic und einige Teaser-Ankündigungen aus dem Umfeld The Old Republics weiß wie das ganze wohl enden muss, ist es dennoch bewundernswert wie sich Kemp mit diesem überaus eng gesteckten Rahmen zurechtgefunden hat. Man weiß zwar noch nicht wie Darth Malgus Rolle im fertigen Game aussehen wird, doch die Andeutungen dass er als imperialer Kriegsherr die Unbekannten Regionen zu erschließen versucht lässt bereits die Richtung erkennen in die er sich nach BETROGEN entwickeln wird. BETROGEN ist nun die Geschichte Malgus Wandel vom Eroberer Coruscants und Zerstörer des Jedi Tempels zu einer ins selbstgewählte Exil gegangenen Legende.

In groben Zügen erinnert Kemps BETROGEN an Michael Reaves Darth Maul-Roman SCHATTENJÄGER, der auch in einem engen Zeitrahmen ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Maul, einer Jedi und eines Informationshändlers durchspielte, dessen Verlauf die Invasion von Naboo hätte verhindern können. In BETROGEN droht nun Aryn Leneer mit ihrem Racheverlangen den Friedensvertrag von Alderaan zum Scheitern zu bringen, ehe er überhaupt zustandekommt. Womit es dem Imperium unmöglich gemacht worden wäre, einseitig die Bedingungen des Vertrags festzulegen und damit wohl das Fundament für eine Vielzahl von Bedrohungen zu legen. Anders als SCHATTENJÄGER punktet BETROGEN jedoch weniger durch die rastlose Hetzjagd sondern die gelungene Charakterzeichnung und -entwicklung, durch die man auch mehr über den geheimnisvollen Darth Malgus erfährt.

Kemp ist es vor allem gelungen seine Charaktere mit starken glaubwürdigen Motivationen auszustatten. Das ist ihm sogar bei den Nebencharakteren scheinbar ein Anliegen gewesen. So will sich der ehemalige imperiale Scharfschütze und Kopfgeldjäger Xizor mit seinem letzten großen Auftrag zur Ruhe setzen und verhält sich nicht wie ein wildgewordenen Berserker, sondern kühl kalkulierender Profi am Glanzpunkt seiner Karriere, während die Sklavin Eleena als Gewissen ihres geliebten Veradun alias Darth Malgus fungiert und durch ihre Gefühle an ihn gebunden ist. Für Malgus wird die Beziehung zu Eleena jedoch zum Problem, da sich Sith Lords auf keine enge Beziehungen zu Sklavinnen einlassen sollten und damit Gestalten wie Lord Angral und Adraas genau die Munition liefert Malgus zu sabotieren.

Der äußerlich und in den Trailern stark an klassischen Sith-Krieger-Vorbildern wie Darth Malak und Darth Vader ausgerichtete Malgus ist jedoch kein einfach aus tiefsten Herzen Böser, sondern ein Mann der sehr stark durch seine Philosophie definiert wird. Diese ist nicht die eines tumben Dieners des Bösen, sondern der des als Darth Caedus zum Sith avancierten Jacen Solo näher. Malgus folgt der Idee dass die Macht Konflikte braucht um im Gleichgewicht zu bleiben, da nur diese nur die Starken überleben können und so auch ein besseres Verständnis der Macht erlangen können. Damit verbindet er auch seine ganz eigene Ausprägung der Bereitschaft "Schmerz zu umarmen". Malgus mehr revolutionär und darwinistisch ausgeprägter Ansatz soll sich schließlich für seinen Wandel als entscheidend erweisen.

Malgus und Xizor gegenüber stehen mit Zeerid Korr und Aryn Leneer zwei Charaktere, die sich in eine Lage gebracht haben aus der es nur noch einen Ausweg gibt und zwar weiterzumachen. Während Korr sich schon weit länger in dieser befindet gerät Leneer schließlich durch ihre Kurzschlussreaktion in eine solche, nachdem sie sich von den Friedensverhandlung abgesetzt und damit gegen einen direkten Befehl widersetzt hat. Als Macht-Empathin ist Leneer "live" dabei als Malgus ihren Meister niederstreckt und dutzende Jedi ermordet werden, so dass die ohnehin emotionale Jedi-Ritterin zur Gefangenen ihres Impulses wird, den gefallenen Meister zu rächen. Da sich die Handlung zugleich innerhalb weniger Tage abspielt, ergibt sich für Leneer trotz ihrer Jedi Ausbildung erst einmal kaum eine Chance mit ihren Emotionen fertig zu werden und als sie aufbricht ist es schon zu spät. Die Frage scheint nur, wie weit wird sie das an die dunkle Seite heranführen. Mit solchen Problemen muss sich Zeerid Korr nicht abplagen, mit seinem Schuldenproblem mag er zwar an Han Solo erinnern, doch der Ex-Elitesoldat führt zwar im Cockpit gerne Selbstgespräche verzichtet aber auf einen Co-Piloten. Seinen Schuldenberg hat er außerdem nicht durch verlorene Ladungen aufgetürmt sondern weil er damit die Behandlungskosten für seine Tochter finanzieren musste. Zum Schmuggler ist Korr auch nicht freiwillig, aus Ärger über die republikanischen Führung oder sonstigen idealistischen Gründen geworden, sondern weil er Geld verdienen musste. Seine grundlegenden Überzeugungen hat er sich deshalb auch erhalten.

Was noch ein wenig stört ist die vom Comic BEDROHUNG DES FRIEDENS abweichende Darstellung Lord Angrals, der dort als vehementer Gegner des Friedensvertrags und der nur kurzfristigen Besetzung Coruscants auftritt, während er in BETROGEN mit seinem Günstling Adraas die von höherer Stelle getroffenen Pläne sogar noch verteidigt. Aber das ist auch nicht ganz so wichtig. Da sich BETROGEN ohnehin in einem knappen Zeitrahmen bewegt und auf einer Ebene unter den großen Entwicklungen intergalaktischer Tragweite bewegt ist es für den Roman weit entscheidender was Paul S. Kemp mit dem ihm zugestandenen Möglichkeiten angefangen hat.

- Resümee -
BETROGEN ist ein stark in der Tradition der Star Wars Romane Michael Reaves und Steve Perrys verankertes Stück des Erweiterten Universums, in dem sich vergleichsweise mehr oder weniger "kleine Leute" mit Ereignissen von galaxisweiter Tragweite konfrontiert sehen, auf die sie keinen Einfluss mehr haben. Hat sich Sean Williams mit seinem The Old Republic-Roman nach seinen beiden eher missglückten The Force Unleashed-Adaptionen halbwegs rehabiliert rechtfertigt Kemp mit BETROGEN warum er nun zu den aufsteigenden Sternen des EU gehört. Vor allem seine großartige Charakterzeichnung (und -entwicklung) die klassische Star Wars-Klischees auf eine völlig neue Weise interpretiert macht den besonderen Reiz seines ersten The Old Republic-Romans aus und zwei weitere sollen in den nächsten Jahren noch folgen. Für Sith-Freunde hat Kemp vor allem auch Malgus Hintergrundgeschichte faszinierend ausgearbeitet und den Sith Lord vom lebenden "Dunkler Krieger"-Klischee zu einer richtigen (wenn auch übermenschlichen) Persönlichkeit mit einer durchaus glaubwürdigen dunklen Macht-Philosophie gemacht.
1919 Kommentare40 von 45 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. September 2011
Ich habe in den letzten Jahren schon einiges an Star Wars Büchern gelesen und muss sagen, dass Betrogen zu den Besten 10 gehört, die ich in den Händen gehalten habe. Die Geschichte fesselt einen von der ersten Seite an und man kann sich wunderbar in die Position der verschiedenen Hauptcharaktere einfinden, deren Geschichte aus ihren eigenen Perspektiven geschrieben ist.

Wer den Trailer "Betrogen" von SWTOR gesehen hat bekommt mit dem Roman nocheinmal einen ganz anderen Einblick in die Geschehnisse um den Überfall auf Coruscant.

Das Buch ist auf jeden Fall weiter zu empfehlen.
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am 10. August 2012
Der Roman Star Wars The Old Republic: Betrogen ist das offizielle Buch zum erschienenen Online-Computerrollenspiel Star Wars The Old Republic.
Die Geschichte in Betrogen spielt einige hundert Jahre vor den uns bekannten Ereignissen der Star Wars Filmsaga Episode 1-6 und beschäftigt sich mit dem Konflikt der Republik gegen das neu erstarkte Sith-Imperium. Nachdem die Jedi-Ritter den Angriff der Sith auf Alderaan erfolgreich zurückschlagen konnten, gelingt den Sith unter der Führung des dunklen Darth Malgus ein verheerender Schlag gegen den Jedi-Tempel im Herzen der Republik auf Coruscant und bringt den Jedi Orden an den Rand seiner Existenz. Einige Jedi verloren bei diesem Angriff Freunde und Lehrmeister und werden dadurch in die Versuchung gebracht, ihren Verlust zu rächen.
Eine dieser Jedi-Ritter ist Aryn Leneer, welche ihren Meister Ven Zallow verloren hat. Um ihn zu rächen, benötigt sie die Hilfe ihres alten Freundes Zeerid Korr, um auf den als Sperrgebiet erkläreten Planeten Coruscant zu gelangen. Eine gefährliche Reise und viele außergewönliche Ereignisse warten auf die beiden Freunde. Werden beide diese Unternehmung lebend überstehen?
Eine bessere Promotionaktion für ein Computerspiel wie Star Wars The Old Republic es aufgezogen hat, kann man es glaub ich kaum angehen. Neben zahlreichen sehr ansehnlichen Videos folgt nun auch ein Roman, welcher einem zum Kauf des Spiels verleiten soll. Der Autor von Betrogen, Paul S. Kemp, hat es zumindest geschafft, eine absolut gelungene Star Wars Geschichte zu erzählen, welche drei ganz unterschiedliche Handlungsstränge und Charaktere miteinander vereint und gekonnt zu einem gelungenen Finale führt. Dabei kann ich mich in die von Kemp geschilderte Star Wars Welt sehr gut hineinversetzen und bin überrascht, zu welchen Charakterzügen die einzelnen Protagonisten in der Lage sind. Die Jedi sind zu Zorn und Rache fähig während ein Sith Krieger Mitgefühl zeigt. Dies macht die Protagonisten durchaus plausibel und in gewisser Weise auch menschlicher als stumpfe Krieger, welche sich strikt an ihren Kodex halten.

Ich bin mit diesem Roman insgesamt auf jeden Fall rundum zufrieden, er macht Spaß, die Charaktere gefallen mir nur leider gibt es von Kemp keinen zweiten Roman, welcher in der alten Republik spielt. Die Romane Eine unheilvolle Allianz von Sean Williams und Revan von Drew Karpyshyn werde ich mir bei Gelegenheit aber einmal ansehen.
Betrogen von Paul S. Kemp kann ich zumindest jedem Star Wars und SciFi Fan sehr empfehlen.
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am 30. Januar 2014
Autor:
Paul S. Kemp ist ein relativ neues Gesicht im Star Wars Universum. Aus seiner Feder sind bisher die beiden Romane der Jaden Korr Duologie. Kemp zeichnet sich in den wenigen Auftritten bisher vor allem durch eine gute Charakterzeichnung aus, er schafft es seinen Charas Tiefe zu geben. Zudem schafft er es allen sowohl gute wie auch schlechte Eigenschaften zu verpassen, sie menschlich und lebendig wirken zu lassen. Neben seinen Ausflügen ins Star Wars Universum, schreibt Kemp vor allem Fantasy-Romane

Serie:
The Old Republic ist die Serie zum gleichnamigen Videogame um den Großen Galaktischen Krieg, und den anschließenden Kalten Krieg. Es gibt dazu sowohl Romane wie auch Comics die in erster Linie die Vorgeschichte zum Game erzählen. "Betrogen" ist Band 2 der Roman-Reihe zum Game und spielt zur Zeit der Verhandlungen auf Alderaan und des Vertrages von Coruscant.

Inhalt:
3653 VSY - Seit mehr als 25 Jahre tobt bereits der Krieg zwischen Republik und Sith-Imperium. Da bieten die Sith überraschend Friedensgespräche an. Die gebeutelte Republik stimmt zu und die beiden Delegationen treffen sich auf Alderaan um über den Frieden zu verhandeln. Um ihre Ausgangsposition zu verbessern, führen die Sith einen Überraschungsangriff auf Coruscant durch. Angeführt von Darth Malgus und Darth Angral dringen die Sith mit einer List in den Jedi-Tempel und den Senat ein. Die Jedi, viele von Ihnen weilen auf Alderaan oder sind über alle Welten und Fronten der Republik verteilt, werden überraschend getroffen. Malgus tötet den angesehen und mächtigen Meister Vallow und legt den Jedi-Tempel in Schutt und Asche. Coruscant ist in der Hand der Sith! Doch zu Malgus Überraschung legen die Sith den Planeten nicht in Schutt und Asche, sondern nutzen Ihn als Verhandlungsball im Poker um einen Frieden. Malgus, davon tief getroffen und sich verratend fühlen, kann seine Vorgesetzten aber nicht davon überzeugen den Krieg weiter zu führen. Für sein Verständnis der Macht, dass der ständige Konflikt wichtig ist, die Auswahl des Stärkeren, ist Frieden etwas Unfassbares und Falsches.

Zu gleicher Zeit spürt die Jedi Aryn Leneer, die auf Alderaan bei den Verhandlungen als Delegationsmitglied weilt, den Tod ihres ehemaligen Meisters, Zallow. Tief getroffen und erschüttert reagieren Jedi und die Delegierten der Republik auf die Nachricht von Coruscant und es kommt fast zum Eklat als einige Jedi ihre Waffen ziehen. Aber mit Milliarden im Würgegriff der Sith muss weiterverhandelt werden. Aryn, tief getroffen vom Tod ihres Meisters, der wie ein Vater für sie war, fühlt sich gleichzeitig vom Orden verraten da dieser verhandelt statt die Sith für diesen feigen Anschlag zur Rechenschaft zu ziehen, von ihrem Verlust und dem Gedanken an Vergeltung getrieben, verlässt sie Alderaan und macht sich auf die Suche nach dem Mörder von Meister Zallow. Hilfe holt sie sich dabei beim ehemaligen Soldaten Zeerid Korr, der sich zur Zeit als Schmuggler verdingt um für die medizinische Behandlung seiner Tochter aufkommen zu können. Er soll sie nach Coruscant, von den Imperialen belagert, bringen. Da auch er eine wichtige Schmuggelladung durchbringen muss, schließen sich Beide zusammen. Verfolgt von einem ehemaligen Imperialen Scharfschützen der inzwischen als Kopfgeldjäger für die Hutts arbeitet und die Lieferung verhindern soll.

Nach einer tollkühnen Aktionen gelangen die Beiden wirklich nach Coruscant, verlieren dabei aber ihr Schiff. Aryn, immer mehr getrieben vom Gedanken an Vergeltung findet heraus das Darth Malgus für den Tod von Meister Zallow verantwortlich ist. Malgus, der die Jedi gespürt hat, sucht diese selbst und stellt sich ihr entgegen, denn der Kampf ist das wofür er geboren wurde. Zeerid Korr, der Aryn noch von früher kennt, erkennt wie gefährlich sie sich der Dunkelheit nähert und versucht sie zur Vernunft zu bringen, kann sie aber nicht überzeugen und so kommt es zum Duell zwischen Sith und Jedi, Beide abtrünnig von den Befehlen ihres Ordens.

Meinung:
Der Roman spielt, den Epilog ausgenommen, innerhalb von 2 Tagen, also ein recht kurzer Handlungsspielraum, dafür birgt er sehr viel Spannung. Das geschichtliche Ergebnis, der Vertrag von Coruscant, die Rückgabe des Planeten an die Republik sind dem Star Wars Leser natürlich schon bekannt. Aber hier wird vor allem die persönliche Geschichte einiger Charaktere abseits der Haupthandlung erzählt. Darth Malgus und Meister Zallow sind bereits bekannte Personen während Aryn Leneer und Zeerid Korr neu eingeführt worden. Kemp schafft es nicht nur diese Figuren wirklich gut darzustellen und in dem Buch vorzustellen. Sie dem Leser näher zu bringen so dass man an ihrem Schicksal anteil nimmt, er schafft es auch die Figur des Darth Malgus sehr interessant und tiefgründig darzustellen. Seine Ansicht der Macht, die doch gegen die Lehren der meisten anderen Sith läuft, aber auch seine Liebe zur Twi'lek Eleena. Doch Liebe ist für einen Sith eine Schwäche, dass muss auch Malgus erkennen.

Interessant wird die Handlung vor allem, da man für alle Seiten Verständnis aufbringen kann. Sowohl für die getriebenen Hauptpersonen, deren Gefühl des Verrats. Aber man versteht auch wieso die übergeordneten Regierungen so handeln, wieso man an das große Ganze denken kann, wieso Jedi und Republik nicht einfach die Verhandlungen verlassen können da dies Milliarden von Leben kosten würde. Spannend wird vor allem die Frage, wer das Duell Malgus gegen Leneer überlebt und ob die Jedi der Dunklen Seite verfällt oder nicht. Genauso ist ihre Geschichte zum einen ein Plädoyer für das Bindungsverbot der Jedi da durch ihre Bindung zu Meister Zallow der Rachegedanke entsteht, aber genaus dagegen, da wenn Bindungen und Beziehungen erlaubt wären, es neben Zallow eben vielleicht andere, Familie und Freunde, geben würde, deren Liebe und Vertrauen sie genau davor bewahren würde. Im Endeffekt sieht man schon hier wieso der alte Orden eines Tages untergehen wird, das Verbot der Bindungen sorgt für mehr Probleme wie es löst. Vor allem wo die Jedi doch 30000 Jahre zuvor, und dann auch mit Lukes neuem Orden, ohne Bindungsverbot - also Jedi dürfen Familien haben - eher Glanzzeiten haben und auch wenn einzelne immer der Dunklen Seite verfallen werden, die Republik beschützen können.

Aber auch die Figur von Zeerid Korr ist sehr interessant, tiefgreifend und menschlich. Seine Entscheidungen sind absolut nachvollziehbar, und es zeigt einfach das es Situationen geben kann wo einem kein Ausweg bleibt. Jeder Char hat so seine positiven wie auch Schattenseiten. Das Buch ist spannend geschrieben, es wird nie langweilig, und die verschiedenen Perspektiven bringen zusätzliche Spannung. Zudem wird sich auf wenige wichtige Charakter konzentriert und auch nur auf wenige NPCs, so dass die Handlung geradlinig und leicht zu verfolgen bleibt. Zudem bringt Kemp auch das Momentum der Macht stark ein, Kämpfe sind nicht reine Lichtschwertduelle sondern auch immer Duelle der Macht. Seien es bekannte Techniken wie Machtblitze, Machtwürgen, Telekinse oder Leviathanismus. Aber auch automatische Machtschilde und wie man Machtstöße brechen kann sind mehr als interessant. Es tut gut zu sehen dass in letzten Zeit die Autoren vermehrt die vielen Möglichkeiten der Macht in ihre Bücher einbauen und sich nicht auf reine Lichtschwertduelle und schnelles laufen oder hohes Springen konzentrieren.

Für jeden Star Wars Fan ein Genuß. Und, für alle Charas wird zudem ein Abschluß im Buch gefunden, der befriedigend ist und zum jeweiligen Char passt. Die Handlung wird also abgeschlossen.
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am 25. Januar 2013
Nachdem ich nun das Buch gelesen habe, bin ich mehr als enttäuscht.
Es kam einfach kein Star Wars Feeling auf. Die detailverliebten Beschreibungen von Orten oder Handlungen, die grandios geschilderten Lichtschwertkämpfe, die Beschreibung von neuen Welten und Weltraumschlachten oder einfach nur die Gedankengänge der Charaktere... es fehlt einfach alles oder ist schlecht und halbherzig umgesetzt. Der einzige Lichtblick sind die letzten drei Kapitel. Da wurde ich mehr als einmal überrascht. Ich würde sagen, dass dort die mit am "schönsten" beschriebenen Charaktertode von allen Star Wars Büchern erzählt werden. Aber das Ende entschädigt leider nicht das ganze Buch, rettet hier aber den dritten Stern.

Die interessantesten Charaktere sind meiner Meinung nach Darth Malgus und Vrath Xizor.
Leider sind es auch die „Haupt“-Charaktere die am wenigsten beschrieben werden.

Alles in allem kann man sich das Buch durchlesen, sei es um der Vollständigkeit halber oder weil einem die Jahre nach KotoR und vor TOR gefallen. Das erste Buch der TOR-Reihe „Eine unheilvolle Allianz“ war da eine ganze Ecke besser.

Man erfährt auch nicht wie Coruscant eingenommen wurde, sprich wie sich die Verteidiger geschlagen haben oder von den Verlusten auf beiden Seiten. Man erfährt einfach zu wenig. Das ganze Buch handelt im Prinzip von den vier Hauptcharakteren und deren direktes Umfeld…aber auch nur so weit wie sie gucken können.

Ich kann leider nur eine eingeschränkte Leseempfehlung aussprechen. Selbst der Star Wars Bonus fällt ihr auf Grund des nicht aufkommenden Star Wars Feelings weg. Hoffentlich wird das vierte Buch der Reihe „TOR - Vernichtung“ wieder besser.

Vielleicht konnte ich dem ein oder anderem bei der Kaufentscheidung helfen.
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am 12. Juni 2012
4000 Jahre vor der Schlacht von Yavin: Abgesandte der Republik treffen sich
mit den Sith auf Alderaan und führen Friedensgespräche, während zeitgleich
Darth Malgus den Jeditempel überfällt, ihn verwüstet und die meisten
anwesenden Jedi tötet. Jedi Ritterin Aryn Leneer, die auf Alderaan weilt,
ist verbittert, daß der Rat auf diese Provokation zu Gunsten der
Friedengespräche nicht reagiert, daher bricht sie zu einem privaten
Rachefeldzug auf. Da über Coruscant eine Blockade liegt, kontaktiert sie
einen langjährigen Freund, Zeerid Korr, einst Elitesoldat, jetzt nimmt er
zweifelhafte Transportaufträge an - man könnte auch sagen, ein Schmuggler.

Korr hat gerade eine sehr lukrative Fracht für Coruscant, daher kommt ihm
Aryns Bitte gelegen, zumal er einen Großteil seiner letzten Fracht verloren
hat und das Geld dringend braucht, zumal er auch seiner Tochter helfen muß,
die beide Beine verloren hat und die er gleichzeitig vom "Exchange", dem
Kartell, das ihn bezahlt, schützen muß.
Es kommt schließlich zum Showdown zwsichen Malgus, dessen Geliebten Eelena,
Aryn, Korr und dem Agenten der Exchange.

Der Roman bietet einen Einblick in die Welt der Sith, lange bevor Darth
Bane die "Regel der Zwei" eingeführt hat. Dabei kommte Darth Malgus nicht
als komplett böse herüber, seine Philosophie ist, daß man in der Macht nur
stärker wird, wann man fortwährend den Konflikt sucht. Die Charaktere sind
gut gezeichnet und die Handlung ist spannend, lediglich die Kombination
"Schmuggler-Jedi-Droide" wird in der letzten Zeit etwas überstrapaziert.
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am 9. Dezember 2012
Da ich ja nun kein Buchkritiker bin, werde ich nichts über die Story allgemein schreiben!! Allerdings kann ich behaupten, dass jedermann, der "The Old Republic" allgemein mag, hier alle Wünsche erfüllt bekommt. Das Titelblatt sagt(das meine ich ernst) viel über das Buch aus, wenn ihr wisst, was ich meine, und man kurz seine Fantasie bemüht. Ganz und gar fremd sollte einem "T. O. R."jedoch nicht sein, da es für ein gutes Verständnis besser ist; damit meine ich Zusammenhänge, Vergangenes etc. Flüssig (aber keineswegs oberflächlich) zu lesen, zwar auch spannend, aber mehr interessant. Bücherbeurteilungen sind für mich stets schwer, wenn sie auch etwas rüberbringen sollen! Ich habe von diesem Buch etwas mehr erwartet; vielleicht weil es ja mit weit über 400 Seiten irgendwie nach mehr aussieht. Nicht das es schlecht ist-keinesfalls, aber einige der TOR-Bücher, die ich gelesen habe, haben mir beim Lesen mehr Freude gemacht. Aber gerade bei Büchern gehen die Meinungen oft sehr weit auseinander. Wer auf TOR steht, der hat in diesem Buch ein Muss: keine Frage. Ich würde es Freunden weiterempfehlen!! Nicht ganz volle 5!
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am 22. November 2011
Dieses Buch ist einer der "Besten" die ich gelesen habe...

Es gab schon viele Rezensionen denen ich mich nur anschliessen kann drum mach ichs kurz:

die Geschichte ist simpel aber mit Prämissen die einen umhauen!Darth Malgus ist logisch und konsequent.Dennoch ist mir in den Verhaltensweisen und vorallem im Zusammenhang mit dem Geschichtlichen Verlauf gewisse Ähnlichkeiten zu den Charakteren Darth Vader & Darth Bane aufgefallen.

Was mir missfällt ist (drum hoff ich auf ne Vorgeschichte!!!)die fehlende innerpolitische Auseinandersetzung im Sith- sowie im Jediorden.Die Friedensverhandlungen auf Alderaan sind Zeugnis all dessen.Schliesslich hat ja Darth Malgus den Überfall geplant drum ist dieses spätere Kompetenzgerangel zwischen den Sith zwar sehr unterhaltsam aber das Tiefgründige fehlt schon ein bisschen.Nur so als Beispiel:Die Sithflotte ist dem der Republik unterlegen...es war nicht wirklich erkennbar das sich Hektik breit gemacht hat deswegen.Sie waren zwar nicht lange vor Ort aber trotzdem.Klar die Jedi sind Friedlich aber es handelt sich hierbei nicht um irgendeinen Planeten! Man stelle sich vor ein "Yoda" wäre zu der Zeit dabei gewesen.Zumindest hätte man ein paar Commander der Republik-Flotte einbauen können die sich darüber geärgert haben nicht eingreifen zu dürfen...es letztendlich evtl einsahen das ein eingreifen Ihrerseits nur noch mehr Leid über Coruscant und seine Einwohner gebracht hätte.

Allerdings ist viel Action dabei die es einem unmöglich machen dieses Buch aus der Hand zu legen.

Dieses Buch ist ein muss für jeden Star Wars Fan/Freak!!!! Lasst euch nicht von meiner Rezension irgendwie abhalten dieses Meisterwerk welches 5 Sterne verdient hat zu kaufen...vielleicht seht Ihr das mal Ähnlich nachdem Ihr es gelesen habt??? Findets heraus ;)

Lest die positven (anderen) Bewertungen sie sind zutreffend!!!

...Viel Spass beim Lesen und möge die Macht mit Euch sein......
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am 6. November 2011
Meine Star-Wars-Kenntnisse beschränken sich zum großen Teil auf die Filme. Vor ca. 15 Jahren las ich mal ein Buch mit Thrawn(?), welches nach "Rückkehr der Jedi-Ritter" spielt und es war ok, aber auch nichts Besonderes. Das ist in etwas das Gefühl, welches dieses Buch bei mir zurück lässt.

Die Figuren werden zwar halbwegs glaubwürdig eingeführt, aber insgesamt sind sowohl diese als auch die Geschichte selbst nichts, was man nicht wo anders schon mal gelesen hat. Meiner Meinung nach ist alles ziemlich stereotypisch Guter-gut oder im Kern gut, der Böse ist böse und macht böse Dinge. Den anderen Kommentaren zu urteilen ist der Böse aber weniger platt dargestellt als sonst. Was meiner Meinung nach kein gutes Licht auf die sonstigen Star-Wars-Romane wirft, die ich aber wie gesagt nicht kenne.

Aber zu meckern gibt es eigentlich nur dann etwas, wenn man mit einer falschen Erwartungshaltung daran geht. So wenig wie man bei Battletech- oder Honor-Harrington-Romanen Tiefgang erwarten kann, so wenig sollte man das hier. Die Geschichte ist ganz spannend erzählt, nur ist leider der Ausgang wenig überraschend. Gute sind eben gut und Böse sind böse.

Fazit: Ganz nett, sicher auch eine gute Einleitung zu "The Old Republic", aber mehr auch nicht. Genau deswegen habe ich mir das auch gekauft. Vergleiche ich das mit anderen Sci-Fi- oder Fantasy-Romanen, ist dieser nicht mehr als Mittelmaß. Daher nur drei Sterne.
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am 24. Oktober 2014
Ich muss sagen überwiegend hat mir das buch sehr gut gefallen, jedoch kann ich keine 5/5 Sterne vergeben. Und zwar weil nach dem fulminanten und sehr Spannenden Auftakt die Geschichte erst mal ziemlich abflachte und mich nicht mehr so richtig fesseln konnte. Hatte dann auch irgendwann in der Mitte das Buch für ca. 1 Monat weg gelegt, bis ich mich wieder ermutigen konnte weiter zu lesen. Jedoch nimmt die Geschichte zum Ende auch wieder fahrt an und wusste mich zu überzeugen.

Am Schreibstil und/oder Übersetzung ist mir jetzt nichts negatives aufgefallen.
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