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Kundenrezensionen

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Dieses Buch über die historische Entwicklung des Kongo stellt eine journalistisch-historische Meisterleistung dar. Der Leser wird auf hervorragende Art und Weise über den Werdegang der praktisch andauernd unterdrückten Bevölkerung aufgeklärt. Ein Leitfaden kehrt dabei immer wieder zurück, das anhaltende Chaos, die Armut der Bevölkerung und deren Leiden. Trotz optimaler Voraussetzungen, sei es in der Landwirtschaft oder bei den reichlich vorhandenen Bodenschätzen, schafft das Land es nicht aus der Armut auszubrechen. Dabei ist dieser Reichtum eher ein Fluch als ein Segen, da er seit dem Einbruch der Kolonisatoren (sowohl der Europäer wie der Araber) jeweils zur Ausbeutung eingeladen hat. Van Reybrouck hat seine Recherchen bis in den tiefsten Urwald ausgeweitet, wobei er zahlreiche Zeitzeugen zu Wort kommen lässt. Dadurch bekommt das Buch einen präzisen Einblick in das Leben der Völker, und erklärt die Entwicklungen und Wirkungen aus deren Sicht. Insgesamt ein Werk, welches mehr als 5 Amazonsterne verdient.

Dabei lebte man in den Gebieten des Kongo, ein Territorium von immerhin der Grösse Westeuropas, lange Jahre in friedlichem Umfeld. Stämme bildeten die politische Grundlage, wo Häuptlinge die Richtlinien angaben. Die friedliche Koexistenz dieser Stämme wurde durch die Ankunft von ausserafrikanischen Händlern jäh unterbrochen. Der Sklavenhandel mit dem Gebrauch von modernen Waffen führten zum Zusammnebruch der vorhandenen Machtstrukturen. Diese Epoche bildete somit den Beginn der immer wiederkehrenden Perioden von Anarchie, Raubgier und Gewalt, welche bis zum heutigen Zeitpunkt anhalten und immer wieder hochkochen. Nach den Händlern kamen dann die staatlichen Ausbeuter, welche sich die Territorien in Afrika aneigneten. Unter dem Impuls des belgischen Königs Leopold II kam der Kongo erst als Freistaat an Leopold, wo dieser als absolutistischer Fürst herrschte (ohne jemals einen Fuss ins Land zu setzen!). Den Aufbau des Landes mussten die Untertanen tragen, durch Arbeitskraft oder Abgaben. Firmen bekamen zugeteilte Gebiete auf Konzessionsbasis. Spielte anfangs eher Elfenbein eine entscheidende wirtschaftliche Rolle, wurde später nach der Erfindung des Gummireifens Kautschuk der Renner. Die Einheimischen mussten diese Rohstoffe herbeischaffen, wobei das Tagessoll dauernd erhöht wurde. Eintreiber kassierten die geforderten Mengen mit Gewaltanwendung und errichteten eine Schreckensherrschaft. Die Kongolesen vernachlässigten durch dieses steigenden Druck die Landwirtschaft, welche sich im Niedergang befand, mit den Resultaten der Unterernährung, Krankheitsausbreitung und Menschenflucht. Durch internationalen Druck übertrug Leopold den Kongo an den belgischen Staat. Obschon die anfänglichen Ziele, die Gewinne des Landes in die Kolonie fliessen zu lassen, lobenswert waren, kame e sanders. Belgien überzog den Kongo mit einer bürokratischen Verwaltung. Sagenhafte Funde von Bodenschätzen und deren Ausbeutung kamen allerdings nie bei der Bevölkerungsmehrheit an. Forcierung der Industrialisierung um die Bodenschätze abzubauen, wobei die Kongolesen unter erbärmlichen Zuständen als Mienenarbeiter fungierten. Neben dem bürokratischen Aufbau kamen die Belgier auf die Idee, die Kongolesen nach Rassen einzugliedern, obschon die Grenzen zwischen den Gruppierungen seit jeher diffus waren. Diese Machensart bildete zusätzlichen Zündstoff für die spätere Entwicklung des Landes. Die Reaktionen der Bevölkerung auf die Unterdrückungen waren die Flucht in neue religiöse Strömungen, aber auch lokale Aufstände, welche jedoch grausam unterdrückt wurden.

Während des 2. Weltkriegs wurde der Kongo zu einem wichtigen Rohstofflieferanten für die Alliierten. Nach dem Krieg kam es zu ersten Ansätzen Belgiens zu einer besseren Behandlung der Bevölkerung. Man wollte der Kolonie den Weg in die Moderne ebnen. In der Praxis änderte sich jedoch wenig. Das Landvolk verarmte und reagierte mit Landflucht. In den Städten gelangten manche zu Wohlstand und nahmen eine europäische Lebensart an, mit intellektuellem Wissen (die évolués). An sich war es eine Frage der Zeit bis zur Entkolonialisierung. Die komplexen Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Akteuren führten 1960 zur Unabhängigkeit, welche das Land überstürzt und unvorbereitet erreichte. Wirtschaftlich behielten die Belgier jedoch weiterhin das Sagen. Das Land wurde immer noch ausgebeutet. Gute Infrastrukturen (u.a.Flughäfen, Strassen) konnten nicht genutzt werden, da niemand damit umzugehen wusste. Administrativ war das Land nicht vorbereitet und versank im Chaos. Die Phase der Entkolonialisierung war viel zu kurz gewesen. Hierin liegt der Schlüssel für die spätere Unfähigkeit der Politiker, für die nötige Ordnung und Sicherheit zu sorgen. Administrativ, politisch und militärisch sank das Land immer tiefer. Verschiedene Machthaber bekämpften sich zudem gegenseitig, wobei es zu territorialen Abspaltungen kam. Erschwerend war das Mitwirken äusserer Mächte, wie Belgien als ehemalige Kolonialmacht, später die UdSSR und die USA. Kongo geriet ins Tauziehen des Kalten Krieges. Das Land lag somit kurz nach seiner Unabhängigkeit bereits zerstört am Boden. Das innenpoltische Wirrwarr entschied 1965 Mobutu zu seinen Gunsten. Er festigte seine Macht durch Ausschaltung jeglicher Opposition, das Land wurde zu einer zentralisierten Militärdiktatur. Vetternwirtschaft, teure Prestigeobjekte führten zum Ruin des Landes, eine galoppierende Inflation führte das Volk erneut in Armut. Hinzu gesellten sich Korruption, Ausfall der staatlichen Verwaltungen, Niedergang der Armee, Staatsverschuldung. Mobutus persönliche Bereicherung, verbunden mit dem Niedergang, funktionierte Dank der Unterstützung der westlichen Staaten. Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus verlor er jedoch den Rückhalt seiner Förderer. Trotz Versprechen demokratischer Verhältnisse konnte Mobutu diese immer wieder hinauszögern.

Es sollte schliesslich ein externer Stein sein, welcher Mobutus morschen Staat ins Wanken brachte. Der Völkermord in Ruanda 1994 schwappte in den Kongo über. Einrückende ruandische Truppen, gemeinsam mit kongolesischen Rebellen eroberten das Land, Mobutu floh ins Exil. Aber auch Mobutus Nachfolgern gelang es nicht das Ruder herumzureissen. Die Bürgerkriege gingen weiter, wobei neben ethnischen Standpunkten wirtschaftliche Faktoren eine wichtige Rolle spielten. Die Besatzungsländer Ruanda und Uganda beuteten nun ihrerseits Kongos Bodenschätze aus. Allianzen wechselten willkürlich. Das Ganze wurde immer unübersichtlicher. Kommerzielle Unternehmen nutzen die schwachen staatlichen Infrastrukturen, um ihrerseits Profite zu machen. Das Land dümpelt nun so dahin zwischen unfähigen Politikern, ausbeutenden Globalunternehmen und religiösen Erlösersekten. Trotz der gewaltigen Ressourcen ist der Kongo letztendlich ein "failed state", ebenso wie Liberia oder Somalia.

Fazit: Die zukünftigen Aussichten Kongos sehen eher düster aus. Macht- und Profitgier scheinen auch weiterhin am Drücker zu sein. Dabei sind sowohl interne korrupte Politiker als auch externe Global Players als Hauptschuldige zu nennen. Eine unrühmliche Rolle spielen die Industrienationen, welche sich ebenfalls bedienen und über die Problematik wegsehen, indem das Land medial vernachlässigt wird.
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am 24. Juni 2013
Was David van Reybrouck da zusammengetragen hat, hat epische Dimensionen! Wie schafft es so ein junger Spund sich so tief in eine eigentlich unbegreifliche Welt einzuarbeiten, und trotzdem die Übersicht und die Distanz zu wahren? Ich bin erschlagen. Wer sich für die Entwicklungen auf dieser Welt interessiert und bereit ist, andere Standpunkte anzunehmen, ist hier in ein Abenteuer geführt, das erst gerade begonnen hat! Gewaltig!
Mit Akribie hat er historische Fakten in Zusammenhang gebracht. Mit eigenen Recherchen plausibel und lebendig gestaltet, und vor allem mit einem grossen Respekt vor den betroffenen Menschen erzählt! Gerne würde ich mit David über seine Erfahrungen diskutieren und mit meinen aus Afrika abgleichen. Das Afrikavirus lässt einem nicht mehr los. Bravo!
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am 11. Januar 2013
David van Reybrouck's Kongo Buch ist das Beste, was ich je zum Thema Kolonialismus gelesen habe. Allein schon das literarische Niveau lohnen die Lektüre, aber darüberhinaus ist es ein Buch, das sowohl die eurozentrische als auch die afrozentrische Sicht übersteigt und die Geschichte des Kongo als eine menschengemachte Tragödie erscheinen läßt, in der alle das Beste wollen und das Ergebnis ein Desaster ist. Geschrieben mit einer tiefen Liebe zu den Menschen, entlang an konkreten Biographien und Schicksalen, die der Autor auf langen Reisen vor Ort recherchiert hat, ist dieses Buch ein Meisterwerk und wenn der Satz gilt, daß auch das Lesen eines Buches eine reale Erfahrung sein kann, so trifft dies für die "Geschichte des Kongo" zu 100 Prozent zu. Unbedingt Lesen!
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Auch _ohne besonderer Afrika-Fan zu sein, fand ich das Buch herausragend. Autor David van Reybrouck ist Journalist, Archäologe und Kulturhistoriker. Nach eigener Aussage hinten im Buch hat er hierfür seine Uni-Stelle aufgegeben und alle Staats-/NGO-Zuschüsse etc. abgelehnt. Nicht nur viele Quellen, auch und vor allem viele Gespräche prägen das Buch.

Es handelt von den präkolonialen Verhältnissen ein bisschen, von der belgischen Kolonialherrschaft und dem Danach schon mehr. Wie wurde Kongo unabhängig? U.a. durch ein Fußballspiel und im Chaos. Wieso verblieb Kongo in der Ausbeutung, ja, wurde es noch schlimmer? Wie war das noch einmal mit den ganzen Kriegen? Das fand ich wie so einiges eine gute Analyse dessen, wovon ich zuvor nur oberflächlich etwas wusste. Reybroucks Vater war in jungen Jahren im Kongo, doch Reybrouck Sohn dürfte deutlich mehr vom Land gesehen haben, so viele Interviews scheinen durch. Und die Kongolesen kommen so selbst zu Wort. Am Ende, van Reybrouck nennt es den Blick aufs 21. Jahrhundert, zoomt er auf die geschäftstüchtigen oder einfach nur verzweifelten Kongolesen in China.

Gelesen hatte ich es im flämisch / niederländischen Original. Die deutsche Version habe ich jetzt aber auch vor einem Verschenken kurz angeblättert, und die Rezension gehört schon ebenso hierhin.
Angesprochen wurden hier die nichtdeutschen Einschübe, sie erscheinen ab und an, um den Originalausdruck wiederzugeben oder daran zu erinnern, dass es (teils kongolesisches) Französisch ist, in dem sich Reybrouck und sein Gegenüber unterhalten. Im Flämischen war bis auf ein, zwei trivialfranzösische Brocken alles stets sofort im Satz paraphrasiert. (Tolstoi und Thomas Mann flochten Französisch in großen Blöcken ein - _ohne diese zu übersetzen. Zur Not gibt es ja auch pons. eu o.ä.). Ja, man kann sie als Manier sehen, mich hat es freilich überhaupt _nicht gestört.
Van Reybrouck begründet es im liebevollen Anhang mit Fotos als eigener Sprechform, doch vielleicht hätten auch ein paar Bilder dem Buch gut getan. Immerhin gibt es ein paar hilfreiche Karten.

Ein Lese-Erlebnis. Kritisch, pointiert, gut geschrieben. Fünf Sterne.
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am 13. November 2013
Eigentlich lese abends ja lieber Romane und keine Sachbücher. An diesem hier hatte mich das Thema interessiert - seit einer Fernsehdokumentation wollte ich mehr über den Kongo bzw. die Demokratische Republik Kongo wissen. Dem Autor gelingt es ein fundiertes, unglaublich akribisch recherchiertes und detaillreiches Sachbuch zu verfassen, dass sich dennoch liest wie ein Roman. Stellenweise musste ich mich mit Blick auf die Uhr zwingen, es aus der Hand zu legen. Van Reybrouck zeichnet die komplette Geschichte des Kongo von der Entdeckung durch die Europäer bis zum Jahr 2010 nach. Einiges wusste ich bereits, bspw. dass der Kongo zunächst keine Kolonie, sondern Privatbesitz des belgischen Königs war. Über die Gräuel des Katschukbooms hatte ich dagegen noch nichts gehört. Auch mein Bild von Lumumba, den ich bisher als ermordeten Unabhängigkeitshelden kannte, wurde grundlegend geändert. Van Reybrouck zeigt, wie ambivalent diese Person gewesen ist - ohne jedoch zu unterteilen. Hier ist vor dem Autor wirklich der Hut zu ziehen: Es gelingt ihm ein sehr sachliches und alle Blickwinkel umfassendes Bild des Kongo zu zeichnen. Und man merkt auch, wie viel ihm dieses Land und seine Bewohner bedeuten. Allen, die sich für Politik, Geschichte und Afrika interessieren, kann ich dieses Buch daher nur empfehlen.
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am 21. Dezember 2015
Besser geht es nicht! Dieses Buch, so deprimierend sein Inhalt ist, ist sensationell. Allein schon die Sprache (ein Lob auch an die Übersetzerin) kommt dermaßen locker daher, dass man sich ob des Themas fast wundert. Mit einer Leichtigkeit führt uns der Autor durch die brutalen Jahre von Kolonialismus, Mobutu-Herrschaft und Kabila-Kleptokratie, dass man es - wie sonst nur bei Belletristik - nicht mehr weglegen möchte. Leider hat sich die Geschichte des Kongos, mit seinen üblen Figuren, ebenso romanhaft entwickelt: Drehungen, Verwicklungen, Konflikte, unglaubliche Anekdoten, obszöner Reichtum, wirre Allianzen, dramatischen Wendungen - nur leider kein Happy End.

Dieses Buch lohnt sich auch für Leute, die sonst nicht an Afrika oder dem Kongo interessiert sind. Die überragende handwerkliche Leistung von van Reybrouck, nicht zu vergessen auch die Mammut-Recherche, hebt das Werk in den Olymp der Sachbücher!
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am 29. Januar 2013
Diese Frage stellt sich, wenn man das Buch gelesen und die Ereignisse der letzten Monate registriert hat. Warum mir das Buch gefällt? Es ist vor allem die schonungslose Ehrlichkeit des Verfassers. Einerseits deklariert er sein Buch als eine und nicht als die Geschichte des Kongos, andererseits unternimmt er- selbst Belgier- keinen Versuch, bei der Schilderung der Verhältnisse besonders in der Zeit bis zum 1. Weltkrieg (Zwangsarbeit, Unterdrückung, Gewalt in jeder denkbaren Form, kurz Kolonialismus in "Reinkultur), die belgische Herrschaft schön zureden oder zu entschuldigen. Die Frage nach der Zukunft des Kongo stellt sich vor allem auch deshalb, weil es nach der Unabhängigkeit keine wirkliche Besserung für das kongolesische Volk (oder die kongolesischen Völker?) gab. Was folgt, erinnert an Deutschland im Dreißigjährigen Krieg. Die Übel der Kolonialzeit wirken weiterhin, verstärken sich zum Teil noch. Nur die Täter haben gewechselt. Schlimm nur, dass für die Kongolesen die "Morgenröte am Horizont" noch in weiter ferne zu liegen scheint.
Was mir noch gefallen hat? David Van Reybrouck lässt vor allem die Unterdrückten zu Wort kommen, nur selten die Unterdrücker. Auf wessen Seite er steht, ist zu keinem Zeitpunkt fraglich. Das Buch ist geeignet für alle an Geschichte Interessierten die über den Tellerrand unser überwiegend eurozentrisch gefärbten Geschichtsschreibung sehen wollen.
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am 2. August 2015
wohl so ziemlich das beste Sachbuch, welches ich jemals gelesen habe. Hervorragend recherchiert, spannend und unterhaltsam und dazu in einer bemerkenswerten Sprache geschrieben. Man merkt auf jeder Seite, mit wieviel Herzblut der Autor bei der Sache war. Erst während der Lektüre wurde mir bewußt, daß es sich hierbei um eines der interessantesten und gleichzeitig am meisten gebeuteltsten Länder Afrikas handelt. Allerdings bei weitem nicht nur für afrikainteressierte zu empfehlen, sondern generell für Leser, welche sich für jüngere Geschichte interessieren. Die zahlreichen Zeitzeugen, welche zu Wort kommen ( und welche zum Teil hautnah an der Geschichte Ihres Landes beteiligt beteiligt waren) und die hochinteressanten Reisebeschreibungen und Begegnungen des Autors im Kongo runden das gelungene Werk ab.
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am 22. November 2012
Wer sich für Afrikanische Geschichte (nein-Menschheitsgeschichte!) interessiert, der kann an diesem Buch nicht vorbeigehen. Spannender kann Geschichte nicht erzählt werden. Mich hat dieses Buch gepackt bis Seite 698 der deutschen Ausgabe. Dieses Buch ist nicht nur glänzend recherchiert, der Autor schafft es, aus einer Fülle von Informationen, ein fliessendes, harmonisches Ganzes zu schreiben, ohne Brüche, ohne langeweilige Füllstücke. Da hat einer wirklich mit Leidenschaft und Empathie geschrieben. Könnte ich jemanden für den Pulitzer Preis vorschlagen, so hätte es dieses Buch verdient
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am 13. August 2012
Ich habe leider wenig Zeit eine detaillierte Rezension zu schreiben (ist auch meine erste hier). Aber dieses Buch ist es einfach wert, einen kurzen Kommentar zu hinterlassen. Ein extrem spannendes Buch (besonders, wenn man bedenkt, dass es sich um ein Sachbuch handelt). Es ist beeindruckend, wieviel Arbeit in die Recherche investiert wurde. Zugegebenermaßen - ob sich nun alle Erzählungen von den Zeitzeugen so zugetragen haben, darf vielleicht bezweifelt werden. Aber wer sich nur im geringsten für Kolonialgeschichte oder Afrika interessiert sollte dieses Buch lesen. Für mich das beste Buch, was ich in den letzten zwei Jahren gelesen habe!
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