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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Version 3.0
Wie so oft wird Garbage mal wieder vorgeworfen das Album sei überproduziert und wieder einmal regt mich das tierisch auf. Garbage klingen nunmal so. Das ist genau ihr Stilmittel. Sie sind keine rotzige, handwerkliche Grunge-Combo, sondern eine einzigartige Mischung aus Rock, Punk, Electro und Pop. Für mich macht exakt diese Mischung das Besondere aus und ich...
Veröffentlicht am 14. Mai 2012 von Thomas Naefe

versus
3.0 von 5 Sternen mittelhochtief
Es gibt einige interessante Songs, aber vor allem die ruhigeren Stücke geraten doch eher langweilig. Insgesamt hat die Scheibe etwas wenig Biss.
Vor 21 Monaten von Red Planet veröffentlicht


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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Version 3.0, 14. Mai 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wie so oft wird Garbage mal wieder vorgeworfen das Album sei überproduziert und wieder einmal regt mich das tierisch auf. Garbage klingen nunmal so. Das ist genau ihr Stilmittel. Sie sind keine rotzige, handwerkliche Grunge-Combo, sondern eine einzigartige Mischung aus Rock, Punk, Electro und Pop. Für mich macht exakt diese Mischung das Besondere aus und ich freue mich sehr, dass das neue Album wieder etwas kreativer produziert ist als das letzte Album, dass ich übrigens grausam finde.

"Not your Kind of people" erinnert wieder sehr an das grandiose Album "Version 2.0". Es kommen wieder vermehrt Loops und Synths zum Einsatz, die in Verbindung mit Shirleys lasziv rotziger Stimme den einzigartigen Garbage Sound erzeugen. Mal etwas poppiger (Blood for Poppies), mal etwas schrammeliger (Man on a Wire oder Battle in me) mal etwas elektronischer (I hate love) oder verträumter (Sugar oder Beloved Freak). "Automatic Systematic Habit" vermixt mal wieder alles und klingt dadurch für viele etwas verwirrend, da man keine Schublade dafür findet. Gerade das machts aber aus! Nicht zu vergessen sind die zahlreichen guten Melodien mit Ohrwurm-Potenzial.

Einige male zitieren sie sich zwar selbst (ZB erinnert "Felt" stellenweise etwas an "Stupid Girl" oder "Control" an "#1Crush"), aber das stört mich persönlich nicht wirklich. Ich gehöre auch nicht zu den Menschen, die der Meinung sind, dass sich eine Band permanent neu erfinden und weiterentwickeln muss. Ich freue mich eher darüber, wenn eine Band einem gewissen Stil treu bleibt.

Zu den 4 Bonustracks:
"The One" ist recht schnell und schrammelig aber absolut genial mit guten Melodien.
"What girls are made of" erinnert mich etwas an frühe "Siouxie and the Banshees"/"Cure"/"Bauhaus" Titel. Sehr schöner Titel.
"Bright Tonight" klingt etwas nach Britpop meets Cure. Für mich der schwächste Song.
"Show Me" ist nochmal ein Highlight zum Abschluss. Ein typischer Garbage-Song...

Fazit: Dank an Shirley und die Jungs für dieses tolle Album mit dem ich überhaupt nicht mehr gerechnet hatte. Wer wie ich "Version 2.0" gut fand, kann hier bedenkenlos zugreifen. Wer mehr auf "Bleed like me" steht, der sollte die Finger weg lassen, da es dann etwas überproduziert wirken könnte.

PS: Die Deluxe Edition lohnt sich auf Grund der Bonustracks absolut.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klar strukturierter Garbage-Sound., 17. Juli 2012
Die Musik von Garbage ist auch nach langjähriger Pause unverkennbar, und doch klingt Einiges auf "Not your kind of people" ungewohnt und anders als bisher. Anfangs hatte ich etwas Probleme mit der Stimme von Shirley Manson, konnte die sich innerhalb der letzten Jahre so ändern, oder wurde hier bewußt bearbeitet und verstellt? Teilweise wird Miss Manson vom Sound auch meterhoch übertönt. Allerdings gibt sich der Eindruck nach einigen Durchläufen auch, und vielleicht täuschen mich ja meine Ohren. Musikalisch ist "Not your kind of people" wieder purer und schnörkelloser als die letzten beiden Studioalben. Der Glamour und Bombast, wie er vor allem auf "Beautiful Garbage" zu hören ist, fehlt hier gänzlich. Und so sind die Sounds klar strukturiert und es geht teilweise ordentlich zur Sache. Die Melodien sind diesesmal nicht so eingängig und wollen erobert werden, und so wirken viele Songs kantig, sind dafür aber nachhaltiger und nicht so schnell verbraucht.

Automatic systematic habit - Mit viel Schwung wird das Album eröffnet. Der dynamische Rocksound macht ordentlich Feuer unter'm Hintern, markante Synthielemente und die teilweise Computerverzerrung von Shirleys Stimme klingen ungewohnt aber geil. Cooler Song mit cooler Melodie, der das Zeug zum Garbage-Klassiker hat.

Big bright world - Was ruhig und gelassen beginnt, mausert sich zum megacoolen Rocksong. Auch hier wirkt Shirleys Stimme wärend der ersten Strophe stark gedrosselt, dannach hört man sie aber sehr klar. Schnörkellose rockige Klänge geben dem Song eine klare Struktur.

Blood for poppies - Starke 1. Single mit Hochgeschwindigkeitsrefrain und coolen E-Gitarren. Schöner Kontrast zwischen den soundreduzierten Strophen und dem rockigem Refrain.

Control - Ziemlich geil klingen hier die Mundharmonikaklänge während der Strophen. Und so erhält der Titel einen leichten Bluestouch. Hier sind auch die Gegensätze recht stark: Mal laut, mal leise; Mal schnell, mal langsam; mal klar, mal computerverzerrt. Starker Titel.

Not your kind of people - Ruhig und entspannt kommt der Titelsong daher. Der Gitarrensound wandelt zwischen Rock, Country und Pop. Und mal wieder zeigen Garbage, dass sie in keine musikalische Schublade passen. Teilweise klingt's sogar etwas niedlich und süß.

Felt - Dieser Song hat mich vom ersten Hören an fasziniert. Eine flotte Melodie und coole Retrogitarren mit einem schnellen Grundsound bestimmen den Titel. Shirley ist stets mehrstimmig zu hören und singt immer im Hintergrund. Irgendwie schwebt der Gesang entrückt über der Musik.

I hate love - Ein weiteres Highlight mit cooler Melodie. Der Spannungsaufbau von den Strophen zum Refrain ist genial, das markante Soundelement des Refrains klingt sofort vertraut.

Sugar - Ein wenig bin ich hier an "Milk" erinnert, es passt ja auch dazu. Ähnlich ruhig und gefühlvoll mit schöner Melodie ausgestattet, wartet diese Ballade mit typischen Details auf. Da gibt's dann auch mal ein paar Streicher zu hören und Shirleys Gesang klingt sehr beherrscht und verhalten.

Battle in me - Hier geht die Post wieder richtig ab. Coole E-Gitarre, lauter Grundsound und starke Stimme. Im Refrain gibt's markante Soundbreaks, die richtig geil zum Song passen. Dieses Element benutzen Garbage gelegentlich (z.B. bei "Supervixen") und fast ist es schon ein kleines Markenzeichen.

Man on wire - Soundtechnisch noch heftiger und lauter klingt's bei "Man on wire". Das Tempo ist sehr hoch, die markanten E-Gitarren stehen klar im Vordergrund und Shirley geht richtig ab. Geiler Kracher.

Beloved freak - Entrückte Klavierklänge, dazu ein dezenter Popsound, nicht Ballade, nicht schnell, gesangstechnisch leicht und seicht, unspektakuläre Melodie, engelsgleiche Hintergrundlaute >>> Naja, wer's mag. Mein Fall ist's eher nicht.

The one - Schnelles Schlagzeug und sich fast überschlagende E-Gitarren treiben Shirley vor sich her. Der Song macht richtig Laune und Spaß.

What girls are made of - Und da haben wir ihn, den radiotauglichen und gemäßigten Rocksong, der mit markanten Gitarrenelementen, die gleichzeitig einprägsam sind und einer ebenso eingängigen Melodie überzeugt. Bleibt gleich im Kopf hängen.

Bright tonight - Mit diesem Titel schlagen Garbage wieder weiche Töne an. Leichte Ballade die gut zu warmen Sommerabenden passt.

Show me - Besonders auffällig sind die rhythmusbestimmenden Synthielaute, dazu gibt's wieder schöne E-Gitarrenlaute und einen ruhigen Gesang. Nach dem ersten Refrain gibt's dann den ordentlichen Rocksound mit coolem Schlagzeug. Nur der Gesang von Shirley Manson bleibt erstaunlich gelassen. Schöner Schlusstitel.

Es geht schon teilweise heftig zu auf diesem Album und das Zuhören macht richtig Spaß. Die Titel scheinen kurz und knackig, und das ist gut so. Garbage haben die Pause gut genutzt, die alten Fans nicht enttäuscht, und eine zeitgemäßes und doch musikalisch unverkennbares Werk veröffentlicht. So kann es durhaus gelingen eine Reihe neuer Fans zu gewinnen.

Ein kleines Ärgernis ist allerdings die simple Papphülle in der uns die CD verkauft wird. Auf einer Seite steckt das Booklet, das mit einigen Fotos, allen Songtexten und Referenzen, ordentlich strukturiert und übersichtlich, doch sehr schön ausgefallen ist, auf der anderen Seite steckt die CD nahezu ungeschützt und wackelig. Nun ja, im Zeitalter von MP3 und Downloads ist die CD wohl mittlerweile nur noch ein Randprodukt, was wirklich sehr schade ist.
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rein in die Zeitmaschine ..., 11. Mai 2012
Von 
ROTT - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
... und wieder raus aus der Zeitmaschine. Das ist jetzt inzwischen auch schon wieder viel zu lange her, dass Garbage das Licht der Welt erblickten. Der gitarrenhaltende Teil der Rockwelt war in der Mitte der 90er mit zu vielen Grungebands bevölkert, die das Genre sehr in den Mainstream rückte, England erlebte seine Renaissance mit eher konservativen Britrock und wie aus dem nichts tauchte eine aufregende Band auf, deutlich alternativ Gitarrenverliebt ohne sich genau für eine Schublade festzulegen, sehr detailverliebt produziert und mit vielen elektronischen Spielereien und mit einem grossen Popappeal. Was eine Single lang nur ein Geheimnis in Clubs war, wurde schnell zu einem Massenphänomen. Vier Alben wurde diese musikalische Schablone nicht geändert und dann war plötzlich Schluss. Sängerin Shirley wird zitiert mit, dass ihr die ganzen Loops, elektronische Spielereien und verzerrten Gitarren einfach zu langweilig geworden sind.

Jetzt sind Garbabe nach 7 Jahre Pause zurück und klingen - keine Überraschung - ziemlich genauso wie zuvor. Und 'Not your kind of people' geht dich frontal an, mit - na ? - Schichten über Schichten Gitarren, elektronische Spielereien und Loops. Das hört sich beim Lesen vielleicht nicht so aufregend an, bei ersten Durchhören fand ich es auch noch uninteressant, aber die Mischung zündet eigentlich genau wieder wie gehabt. Die Single BLOOD FOR POPPIES sehe ich jetzt schon auf den Autofahr Playlists vieler Enddreissiger und Anfangvierziger. Eingängig und zum mitsingen und mir herrlich Texten ('I miss my dog, and I miss my freedom'). Weitere Song sind ebenfalls einfach stark. CONTROL klingt wie the Smiths auf Steroiden, melodiös und kraftvoll. SUGAR ist eine dieser bewährten Midtempo Songs, der sich herrlich verhalten und verlangend noch vorne schlängelt. NOT YOUR KIND OF PEOPLE zeigt Garbage dann mal etwas mutiger und auf halbwegs neuen Terrain, eine kleine Verneigung vor Bands wie Muse, eine grosse vor dem gesamten Britpop. BELOVED FREAKS bildet als grosse Pophymne den versöhnlichen Abschluss.

Und ja, klar .... an manchen Stellen klingt das alles auch mal überproduziert und viel-zu-viel (den Opener AUTOMATIC SYSTEMATIC HABIT bitte beim ersten hören überspringen ;-) und man wünscht Vig würde im Studio einfach mal der Laptop crashen, aber im grossen und ganzen ist das Album stark geworden, stärker als ich es erwartet hatte. Alte Fans können bedenkenlos zugreifen. Neue Fans könnten wenn auch ohne Major Plattenfirmaunterstützung vielleicht auch gefunden werden, genug Hymen und schöne Momente sind dabei.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Comeback ... GElungen!, 11. Mai 2012
Garbage sind zurück, endlich! Ich weiß nicht, ob das ihr bisher bestes Album ist. Aber sicher das beste seit "Version 2.0". Klar, anfangs wirkt der starke Elektonik-Touch im Vergleich zu den Vorgängeralben etwas "sperrig". Wer die teils genialen B-Seiten der Band kennt und schätzt, wird hier aber sicher einen leichteren Einstieg haben. Wenn man sich einmal (oder zweimal) reingehört hat, macht das Album einfach nur süchtig! So frisch und spielfreudig klangen Garbage seit den 90'ern nicht mehr. Bei mir läuft die Scheibe jedenfalls seit gestern in Dauerschleife. Achja: Unbedingt zur Deluxe Version greifen, die Bonus-Tracks lohnen sich definitiv!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zürück nach 7 Jahren und frisch wie nie, 21. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Man hat es fast schon nicht mehr zu hoffen gewagt, doch Garbage haben sich nach langer Schöpfungspause wieder im Studio zusammengefunden und ein Album eingespielt, als wäre sie nie weg gewesen. Blood For Poppies hat wieder den typischen Garbage-Sound, schräge Gitarren-Riffs, gepaart mit Shirleys unverwechselbarem Gesang, das passt auch jetzt wieder in die heutige Musikszene und besonders 'live' kommen die neuen Songs sogar noch einen Tick intensiver als auf CD beim Hörer an.
Anspieltipps: Automatic Systematic Habit, Blood For Poppies und Man On A Wire!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Garbage are back, 1. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein Knaller, das fängt schon mit dem Opener an. Für mich, wie hier auch schon zu lesen war, erst der eigentliche Nachfolger zu Version 2.0. Mein Anspieltipp "Control". Bei den auf dieser Ausgabe enthaltenen Bonustracks ist mein Favorit What girls are made of. Wieder mit viel Energie und Gitarren. Thanx Garbage!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich gutes Come Back, 20. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem die letzte Veröffentlichung mich nur halbwegs angesprochen hat, war ich einigermassen skeptisch. Es gibt einfach zu viele Bands die, obwohl man sich mit Pressewirbel etc fuer immer getrennt hat (oder auch noch eine ach so fairwellige Abschiedstournee gebracht hat) plötzlich wiederkamen, und schlussendlich nur darum, weil einzelne oder alle Bandmitglieder pleite waren. Das Resultat sind dann meist lasche Alben, bei denen man immer ein doofes Gefühl hat, einerseots muss man es haben (man ist ja Fan) andererseits...legt man es nie auf. Anders hier. Ich würde nicht sagen dass Garbage sich sonderlich weiterentwickelt haben. Ein bischen, hier und da. Aber viele der Songs könnten auch vom Erstling oder der "2" stammen, und diese beiden Platten liebe ich nunmal heiss und innig. Shirley M ist eine der wenigen Frauen im Rockbusiness die stimmlich an keiner Stelle nerven - mich wenigstens nicht. Sie kann derb wütend klingen, aber auch , wie bei "Sugar" die absolute, geniale schwüle Garbage Magie anzünden. "Sugar" ist nebenbei ein Song der absolut an FRüher erinnert, wer "Milk" mag muss es lieben. Und immer klingt sie perfekt, trägt den Song, und stellt exakt diese geniale Stimmung ein - ich könnte mit Garbage mit jemand anderem nicht vorstellen. Wer also von einer Band erwartet dass sie jede CD chamäleonartig alles alte über Bord wirft und sich (Achtung Madonna Zitat) "immer wieder selbst neu erfindet" der braucht die CD wohl nicht. Wer aber die ersten beiden Platten liebt, und einfach mehr davon will, ohne dass ein müder Aufguss serviert wird , der sollte diese Platte unbedingt kaufen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Trotz aller Unkenrufe gut, 14. Mai 2012
Von 
Mario Karl "musikansich.de" (Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Not Your Kind of People (Audio CD)
Irgendwie hatte ich nie so wirklich geglaubt, dass es noch mal ein neues Garbage-Album geben wird. Zwischenzeitliche Auflösungsgerüchte machten immer wieder mal die Runde, Sängerin Shirley Manson verdingte sich zudem als Schauspielerin und versuchte ein Soloalbum zu veröffentlichen (wozu es nicht kam) und irgendwann vor circa zwei Jahren hörte man, dass doch an etwas Neuem gearbeitet wird. Tja, und nun ist es wirklich da: das fünfte Album namens Not your kind of people.

Meine Erwartungen waren natürlich etwas verhalten, wenn man das relativ durchwachsene Beautifulgarbage und das ungewöhnlich unspektakuläre Gitarrenrock-Album Bleed like me noch im Hinterkopf hat. Glücklicherweise erinnert nur noch das geradlinige "Man on a wire" an letztere Phase. Ansonsten überrollen einen Garbage mit "Automatic systematic habit" erst einmal. Was zuerst nach einem gnadenlosen Rip-Off von Creams "White room" klingt, verwandelt sich kurze Zeit später in etwas das auch zwischen den Ting Tings und Lady Gaga keine schlechte Figur abgeben würde. Ein wummernder Dance-Rhythmus, verfremdete Gitarren und jede Menge Synthiebombast bestimmen das Bild, was irgendwie unverschämt nervig und überdreht und dann doch wieder unverschämt eingängig klingt. Der Aufbau von "Big bright world" lässt leicht an die Killers denken. Garbage sind also voll im aktuellen Jahrzehnt angekommen?

Bei der nicht gerade tollen Vorab-Single "Blood for poppies" bringen sie diese Welten zusammen und im Folgenden vollführt die Band einen Schwenk zurück in ihre Vergangenheit. Einiges klingt hier wie ein Programmupdate von Garbage 2.0. Man nehme nur "I hate love", "Felt" oder "Sugar". Alles gar nicht so schlecht gemacht, aber bisweilen seelenlos instrumentiert. Wie schon öfter vorher rettet die immer noch tolle Shirley Manson den einen oder anderen Song mit ihrem Gesang. Aber ein paar richtig gute Stücke gibt es allem Meckern zum Trotz auch zu finden. Das rockig marschierende "Control" hat mit seinen leicht bluesigen Gitarren und der eingebetteten Mundharmonika ein latent-cooles Westernfeeling, das druckvolle "Battle in me" haut zur richtigen Zeit mit Aggression um sich, während der Titeltrack die Eleganz von Muse mit kindlich-poppigem Charme kreuzt.

Mit der angenehm luftigen Ballade "Beloved freak" endet ein Album, bei dem die Klasse und die latente Düsternis der Anfangstage, die sich auch noch hinter der süßesten Melodie versteckt, immer wieder durchblitzt, auch wenn sie von der gnadenlosen Soundwand und den absichtlich poppigen Arrangements gerne glatt gebügelt wird. Am Ende ist es trotz ein paar nicht so tollen Stücke immer noch ein gut zu hörendes Pop- und immerhin das drittbeste Garbage-Album, an dem am ehesten Altfans des Quartetts ihre Freude haben dürften.
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5.0 von 5 Sternen Musik ist Geschmackssache..., 7. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
... und mir gefällt die CD. Die Vorgänger habe ich auch und eine Entwicklung von Garbage ist natürlich vorhanden. Überproduziert finde ich die CD übrigens nicht!
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4.0 von 5 Sternen Für Garbage-Fans ein Muss, 26. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Not Your Kind of People (Audio CD)
Das Album gibt gute Kost - nicht mehr und nocht weniger....
Hier sind Profis am Werk, die wissen, wie gute Musik gmeacht wird, im Gegensatz zu "GArbage" oder "Version 2.0" vermisst man allerdings die Leidenschaft und Intensität der charismatischen Shirley. Ansonsten gilt: Absolut hörbar und prinzipiell ein gelungenes Album.
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Not Your Kind of People
Not Your Kind of People von Garbage (Audio CD - 2012)
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